Spiegel schliesst Büros in Wien und Singapur

Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel beabsichtigt die beiden Auslandbüros in Wien und Singapur aufgegeben. Dafür soll die Onlineredaktion in Indien und London neue Büros einrichten.

Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel beabsichtigt die beiden Auslandbüros in Wien und Singapur aufgegeben. Österreich solle aus dem Münchner Büro betreut werden, der südostasiatische Raum sei durch die neue Redaktionsvertretung in Bangkok abgedeckt, teilte die Zeitschrift der Süddeutschen Zeitung mit. Singapur soll zudem erst in zweieinhalb Jahren geschlossen werden.
Von einem Stellenabbau könne keine Rede sein. In Indien und London werde die Onlineredaktion neue Büros einrichten, heisst es weiter. Die redaktionelle Entscheidung sei schon lange vor der Finanzkrise 2008 getroffen worden.

Bernische Kraftwerke am Pranger von Public Eye

Die Bernischen Kraftwerke sind von der WEF-Gegenveranstaltung Public Eye on Davos in die «Hall of Pain» aufgenommen worden. Der Grund für diese zweifelhafte Ehre ist der «riesige Widerspruch» zwischen der grünen Werbung und dem geplanten Bau eines Kohlekraftwerks in Niedersachsen.

Die Bernischen Kraftwerke (BKW) sind von der WEF-Gegenveranstaltung Public Eye on Davos mit dem Public Eye Awards bedacht worden. Der Negativpreis für «unverantwortliches Konzernverhalten» wurde dem Energiekonzern in einer Internetabstimmung verliehen, weil er im niedersächsischen Dörpen für 1,6 Milliarden Franken den Bau eines Kohlekraftwerks plant, sich in der Werbung gleichzeitig als grüner Energielieferant darstellt. In der Schweiz profiliere sich die Firma als Fördererin erneuerbarer Energien, während sie im Ausland eine Dreckschleuder finanziere, heisst es in einer Mitteilung von Public Eye. Gemäss dem Communiqué würde das 900-Megawatt-Steinkohlekraftwerk pro Jahr 4,6 Millionen Tonnen CO2 produzieren, was etwa zehn Prozent des gesamtschweizerischen CO2-Ausstosses pro Jahr entspricht.

Etatgewinn: Valencia Kommunikation neu für Kuhn Rikon tätig

Valencia Kommunikation hat den Werbeetat von Kuhn Rikon für sich entscheiden können. Die Werbeagentur wird nun den Kommunikationsauftritt der Schweizer Traditionsmarke überarbeiten.

Valencia Kommunikation hat den Werbeetat von Kuhn Rikon für sich entscheiden können. Die Werbeagentur wird nun sukzessive den Kommunikationsauftritt der Schweizer Traditionsmarke überarbeiten sowie das Verpackungsdesign neu gestalten, wie es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch heisst. Die ersten Werbemittel sind ab Mitte Februar im Einsatz.

Profit dank Obamamania

Obama ist Präsident, Amerika ist Barack. Alle lieben den jungen Schwarzen, der in den USA ein neues Zeitalter der Hoffnung einläutet. Vom Jetzt-wird-alles-besser-Gefühl wollen auch Unternehmen und ihre Werber profitieren.

Werbung und Marketing haben es leichter, wenn die Stimmung im Land gut ist. Denn wer zuversichtlich ist, gibt gern Geld aus. Das sagen die Marktforscher. In Amerika kann der Hoffnungspegelstand nach der Amtseinführung des ersten schwarzen Präsidenten, Barack Obama, nicht höher steigen. Nach der Bush-Baisse sind die Menschen endlich wieder bereit, ihrer Regierung zu vertrauen und in ihr Land zu investieren. Perfekt für alle, die etwas verkaufen wollen. Pepsi zum Beispiel.
Frohsinn als Lebensgefühl
Im Dienst des Umsatzes setzen der Getränkekonzern und seine Werbeagentur TBWA Chiat Day aus Los Angeles voll auf den Obama-Hype. Pepsis neuer TV-Spot und die dazugehörige Plakatkampagne surfen auf der Welle der positiven Stimmung, die Amerika derzeit überspült. Seit Obamas Amtseinführung wirbt der Brauseproduzent im Fernsehen und auf grossformatigen Plakaten mit Werbebotschaften (wie) aus Präsidentenmund: «Hooray», «Change», «Hope» und «Yes you can». Einzelne Vokale der Wörter wurden von den Kreativen durch das Pepsi-Logo ersetzt. Zuversicht und Frohsinn als Lebensgefühl – und Pepsi ist mittendrin.
Auch das Logo kommt neuerdings lächelnd daher: Die breite weisse Linie, die bisher die rote von der blauen Fläche trennte, hat keine S-Form mehr, sondern erinnert mit seiner Bananenform an einen lachenden Mund. Überinterpretiert? Keineswegs. Die Agentur bezeichnet das neue Pepsi-Icon selbst als «Smiling Logo». Bemerkenswert ist zudem, wie ähnlich es dem O-Logo von Obamas Wahlkampagne ist. Auch Pepsis Claim ist neu: «Every generation refreshes the world» lautet die Losung des Getränkeherstellers nun hoffnungsfroh. Auf seiner Website beschenkt Pepsi den Hoffnungsträger zudem mit grossem Vorschussvertrauen: «Refresh America!», ruft das Unternehmen dem Präsidenten zu. «You can», möchte man im Strudel der Euphorie fast hinterherschieben.
Dear Mr. President
Damit nicht genug des Werbecoups: Pepsis Refresh-Kampagne ist mit einer Aktion auf Youtube gekoppelt, die über die Pepsi-Website promoted wird. «Was würdest du dem Mann sagen wollen, der im Begriff ist, Amerika wieder aufzufrischen?», fragt der Getränkehersteller. Wie in einem offenen Brief kann jeder, der mag, auf diese Frage antworten und Obama seine Hoffnungen, Wünsche und Ängste mit auf den Weg geben – und zwar in Form eines selbst gedrehten Videos, das auf Youtube hochgeladen werden kann. Die privaten Filmchen sollen den neuen Präsidenten beim «Refreshing» von Amerika unterstützen, so Pepsis Botschaft. Eine sehr amerikanische Variante der Partizipation. Und sie kommt an: Mehr als 100 Videos stehen bereits auf der Website. Na dann mal spritzig an die Arbeit, Mr. President! Hoffentlich schauen sie jetzt nicht die ganze Zeit Videos, statt Probleme zu lösen.
Ebenfalls gespannt erwarten darf man, ob die Oba¬ma-Euphorie-Kampagne auch den Konsum des Softdrinks ankurbelt. Pepsis Image hat von der cleveren Verknüpfung mit dem Sympathieträger der Nation und der von ihm verbreiteten Aufbruchsstimmung bereits profitiert. Und dafür musste TBWA Chiat Day nicht einmal einen teuren Werbespot drehen. Ein paar Worte auf buntem Hintergrund reichen schon – es müssen nur die richtigen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.
Na bravo!
Auch andere Unternehmen in den USA nutzen die Obamamanie für sich: Ikea wirbt mit dem Slogan «Change Begins at Home», Dunkin’ Donuts bringt einen rot-weiss-blau gesprenkelten Stars-and-stripe-Donut auf den Markt und Ben & Jerry’s ein aromatisiertes Glace namens «Yes Pecan». Guten Appetit! Auch die deutsche Jugendzeitschrift Bravo hat sich vom Präsidentenhype anstecken lassen: Auf dem beliebten Poster im Mittelteil der Zeitschrift prangte am 14. Januar ein Konterfei von Mr. Future himself, Barack Obama. Noch nie hat es in den vergangenen 52 Jahren ein Politiker auf die Poster-Position geschafft. Aber jetzt. Bravo-Chefredakteur Tom Junkersdorf erklärt den Ausnahmefall: «Mit Barack Obama hat die Welt einen neuen Mega-Star, keiner hat zurzeit mehr Fans.» Stimmt. Hoffentlich fühlt sich Mr. President auch wohl zwischen den Filmstars und Gesangssternchen an der Kinderzimmertapete. Aber: Why not?
Anne-Friederike Wilhelm
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Obamas Wahlkampf-Icon und das neue Pepsi-Logo könnten zweieigige Zwillinge sein. Auch mit seiner Optimismus versprühenden Refresh-Kampagne und Dear-Mr.-President-Videos zelebriert Pepsi die Obama-Euphorie.

Axa Winterthur ist auch eine Bank

Mit dem Markteintritt der Axa-Bank schlägt KSB/SJ einen Seitenwechsel vor.

«Wir lieben es, wir versichern es.» Dieser Claim ist ab sofort Werbegeschichte. Neu lockt der Versicherungskonzern mit dem Slogan: «Kommen Sie auf unsere Seite.» Hinter dem Wechsel steckt aber mehr als nur die Idee eines Texters. Ab dem 23. Januar 2009 bietet die Axa Winterthur über die neu gegründete Axa-Bank in der Schweiz auch Bankprodukte an. Als Direktbank offeriert die Axa-Bank ihren Kunden einfache Produkte mit attraktiven Zinsen und tiefen Gebühren. Mit dem neuen Angebot zieht die Axa-Gruppe in der Schweiz gleich mit ihren Ablegern in anderen europäischen Märkten wie Belgien, Frankreich oder Deutschland, wo Axa bereits im Assurbanking tätig ist und somit Bankprodukte über den Versicherungskanal vertreibt.
Mit einer Auftaktkampagne bewirbt KSB/SJ jetzt das Sparkonto Plus mit 1,6 Prozent Zins. Im Zentrum der Kampagne steht der bereits im Sommer eingeführte «Axa-Switch», also die «rote Linie». Diese ist mehr als bloss ein Logo- oder Gestaltungselement, sondern symbolisiert den Übergang von einer bestehenden zu einer neuen Situation im Leben der Kunden. So wird auch die neue, globale Positionierung der Axa für die Axa-Bank – «Sparen / neu definiert» – zum Ausdruck gebracht.
Alle Werbemittel dramatisieren diese neue Posi¬tionierung und die Haltung, die dahintersteckt, indem Menschen gezeigt werden, wie sie den Axa-Switch überqueren und sich so auf die Seite der Axa-Bank begeben. In zwei TV-Spots sehen wir diese Menschen, wie sie offensichtlich über ihre momentane Lebenssitua¬tion nachdenken. Natürlich fällen sie schnell den Entscheid, etwas zu ändern, und springen umgehend über den Axa-Switch. Dieser soll den Wechsel von einer gängigen zu einer Welt mit besseren Serviceleistungen symbolisieren. (pan)

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Lowe für Cablecom: Den Knoten in der Leitung gelöst

Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Agentur Lowe hat für Cablecom eine Plakat- und Anzeigenkampagne entworfen. Diese soll die Qualitätssteigerung des Kabelnetzes bewerben.

Die zur Draftfcb/Lowe Group gehörende Agentur Lowe hat für Cablecom eine Plakat- und Anzeigenkampagne entworfen. Diese soll die Qualitätssteigerung des Kabelnetzes bewerben. Vier Sujets dramatisieren den Geschwindigkeitsnachteil der übrigen Kabelnetzanbieter. Die Anzeigen sollen Gefühle visualisieren, die beim langsameren Surfen entstehen, schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Mittwoch.
Die Kampagne wird seit Anfang Jahr gesamtschweizerisch geschaltet und zusätzlich von einem Mailing sowie Spezialformaten in der Gratiszeitung 20 Minuten begleitet.

Verantwortlich bei Cablecom: Oli Bergmann (Head Marcom & Brand), Anna-Marie Siroka (Marcom Specialist Broadband). Verantwortlich bei Lowe: Daniel Comte (ECD), Nicolas Vontobel (CD), Sebastian Hugelshofer, Patricia Harzenmoser (AD), Beat Egger, Boris Beuckmann (Text), Melanie J. Auerbach (Art Buying), Rolf Jeger, Gina Armellino (Beratung).

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Aufgefallen

Aufgefallen ist der Werbewoche unter anderem eine ungewöhnliche Installation eines jungen Fernsehens, der Direct-Markteting-Pass Osteuropa und Werbung für erschwingliche Massanzüge.

Das kann nur ein Inserat
Neue Wettbewerbsformel, neuer Teilnahmerekord: 85 Kampagnen mit 368 Sujets wurden bei der vierten Auflage zum Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat» eingereicht. Daraus kürte eine verstärkte ADC-Jury zwei Sieger. Silvio Seiler (links im Bild) ist Allroundwerber bei Wegelin & Co., Privatbankiers. Bettina Klossner von OgilvyOne (Mitte) arbeitete zusammen mit Laurie Morard von Advico Young & Rubicam. Für beide Ideen gibt es je 10’000 Franken als Siegesprämie, hinzu kommt ein angemessenes Honorar für die Realisierung der Kampagne. Ausserdem reisen die drei im Mai auf Einladung der Publicitas Publimedia nach London und nehmen am BestYET teil, einem Wettbewerb für junge Kreative aus ganz Europa. Der Verband Schweizer Presse als Veranstalter des Wettbewerbs will die beiden Kampagnen ab Mai wieder mit über 500 Einschaltungen in rund 100 Titeln präsentieren. Die Ausstellung aller eingereichten Arbeiten und die Bekanntgabe der Gewinner ging im Zürcher Basilica über die Bühne.

Tatort Zürich
«CSI», «Criminal Minds», «Criminel Intend»: 3+ ist der TV-Sender mit den meisten Krimiserien. Um dieses besondere Angebot zu pushen, setzte das junge Fernsehen auf eine ungewöhnliche Installation. An verschiedenen Schauplätzen in Zürich wurde ein Tatort konstruiert. Hinter der Absprerrung befand sich jedoch keine Leiche, sondern ein TV-Gerät, auf dem US-Crime gezeigt wurde. Wie Detektive herausgefunden haben, steckt hinter der Action die Publicis-Tochter Fast Track.

Expertenwissen für Osteuropa
Alle wichtigen Fakten auf einen Blick: Mit dem Direct-Marketing-Pass Osteuropa hat Swiss Post International eine handliche Fibel publiziert für das Geschäften mit dem Osten. Auf 160 Seiten bietet das Buch Fachwissen zum Direct Marketing im Printbereich und zum Versandhandel für Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Slowenien und Russland. Neben über 80 Grafiken finden sich auch nützliche Links und Adressen sowie fundierte Analysen der Marktchancen. Der Pass kann unter www.swisspost.com/dm-pass kostenlos bestellt werden.

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Modisches für die Krise
Stil, den sich jeder leisten kann: Die Schweizer Firma Thatsuits stellt qualitativ hochwertige Massanzüge zu günstigen Konditionen her. Edle Massbekleidung ist damit nicht länger nur den obersten Einkommen vorbehalten. Müllmann, Automechaniker, Hochseefischer: Für die Kampagne von AY&R wurden Anzüge passend zu klassischen Working-Class-Berufen geschneidert. Denn in einem Massanzug von Thatsuits macht jeder eine gute Figur. Die Sujets kommen regional als Plakate, Inserate, Verkaufsdisplays, Hängekartons, Flyer und für PR-Zwecke zum Einsatz.

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Das zweite Leben der Anzeigen und Plakate

Neu bei Mediabox: PosterAd und ein Wetterpool.

Wie wird das Wetter morgen? Diese Frage ist wohl die meistgestellte auf der Welt.Mehrmals täglich erkundigt man sich nach dem Wetter. Es beeinflusst unser Leben, unser Verhalten, unsere Befindlichkeiten. «Und genau darum ist das Wetter auch eines der spannendsten Themen überhaupt, um massgeschneidert zu werben», meint Sandro Proietto, Geschäftsleiter Verkauf bei Mediabox.
Eine ziemlich aufgehellte Idee ist es deshalb, wenn der Spezialist für Below-the-line, Szenezeitschriften und Online-Werbung jetzt den ersten Wetterpool der Schweiz auf den Markt bringen will. Mit der Buchung im Wetterpool erreicht man auf einen Schlag über 1,5 Millionen Unique User. Im Wetterpool finden sich mit Meteo.ch das erste Wetterportal der Schweizer Internetgeschichte, dazu MeteoNews.ch, die Gewinner des vom Bund ausgeschriebenen Prognosenwettbewerbs. Auf Swisswebcams.ch sind über 1’100 Webcams versammelt und Wetter.ch ist laut Wemf die populärste Wetterplattform der Schweiz.
Besonders geeignet ist der neue Wetterpool zum Beispiel für wetterabhängige Werbung wie Sonnencrème, Mittel gegen Pollenallergie, alternative Freizeitprogramme bei Regen oder eine Cabrio-Testfahrt bei Sonnenschein.
Zur weiteren Schönwetterlage bei Mediabox, die im vergangenen Jahr in allen Units über 50 Prozent zulegen konnte, soll auch ein neues Tool namens PosterAd führen. Wie schon beim AdSpot, wo die Kunden bereits vorhandene TV-Spots im Netz noch einmal «recyclen» können, werden mit PosterAd nun vorhandene Plakate oder Inserate zu einem zweiten Leben im Netz erweckt. Die Technik macht es möglich, dass ein spezielles Programm auf dem Bildschirm jeweils den freien Platz neben dem bestehenden Content der Site für das PosterAd-Sujet sucht. Eine Technik, die all vor allem bei den immer mehr aufkommenden 23-Zoll-Bildschirmen in dankbarer Weise zum Spielen kommt. «Hier wirkt die Schaltung wie ein Plakat», freut sich Proietto über diesen technischen Vorsprung von Mediabox. (pan)
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Mit dem neuen Tool PosterAd kann ein herkömmliches Inserat (oben) mit dem Videscreen wie ein Plakat wirken.

Noch «more» Freizeitspass

Am Montag erscheint ein neues Freizeitmagazin für die Schweiz: More. Die Titelstory fragt, warum die Band Coldplay Kult ist, und stellt damit gleich einen der Bestseller des Herausgebers Ticketcorner ins Rampenlicht.

Weitere Themen der 68 Seiten umfassenden ersten Ausgabe sind zum Beispiel Gunther von Hagens Ausstellung Körperwelten, das Volkstheaterstück «Silo 8» sowie Reportagen über den Wahlzürcher und «Aber bitte mit Sahne»-Barden Udo Jürgens und die Kastelruther Spatzen. Für die Sportinteressierten unter den Lesern lotet der Coach der Schweizer Eishockey-Nati, Ralph Krueger, die Chancen seines Teams bei der Weltmeisterschaft aus. Konzert-News, ein Gewinnspiel, ein Ski-Extra mit Empfehlungen für die Piste sowie jede Menge CD-, DVD-, Kino- und Lesetipps runden die Informationspalette ab. Das wichtigste und mit 16 Seiten umfangreichste Service-Element im neuen Magazin ist ein Event-Guide, der die bisher von Ticketcorner herausgegebene Event-Broschüre Ticketnews ersetzt.
An Mitglieder per Heimpost
In der Rubrik «Member Special» werden Ticketcornermitgliedern besondere Extras angeboten, zum Beispiel Spezialvergünstigungen oder exklusive Anlässe. Davon profitieren in Zukunft auch die rund 15’000 Mitglieder des grössten Schweizer Konzert- und Event-Veranstalters Good News. Sie wurden von Ticketcorner übernommen und in den Ticketcorner-VIP-Memberclub integriert. Genauso wie die Ticketcorner-VIP-Mitglieder finden sie More von nun an im heimischen Briefkasten – als Ersatz für das Good News Special von 20 Minuten Week, das Ende des vergangenen Jahres eingestellt wurde. «More bietet Mehrwert auf mehreren Ebenen», freut sich George Egloff, CEO von Ticketcorner. «Es ist ein eigenständiges Magazin, das die Angebote und Inhalte unserer Ticketing-Kunden redaktionell begleitet und der breiten Leserschaft wertvolle Informationen bietet.»
More wird zehnmal jährlich in einer Gesamtauflage von 22’000 Exemplaren erscheinen, 200’000 Hefte auf Deutsch und 20’000 auf Französisch. 100’000 Exemplare liegen der Schweizer Illustrierten bei, 80 000 werden an den Ticketcorner-Vorverkaufsstellen und im Hallenstadion Zürich verteilt. Chefredaktor des Freizeitmagazins ist Christoph Soltmannowski, Ticket¬corner-PR-Manager mit langjähriger Erfahrung im Entertainment- und Kulturjournalismus. Er leitet ein Team aus fünf Redaktoren und zwei Grafikern. Für die Fotos setzt Soltmannowski Freelancer ein. Produktion und Layout von More verantwortet die Zürcher Agentur Van Essel, die Anzeigenakquisition übernimmt die Publicitas Publimag AG.
Anne-Friederike Wilhelm

Bakom prüft Informationsprogramme der Privatsender

Das Bakom hat das Schwerpunktthema für die Medienforschung 2009 ausgeschrieben. Es lässt untersuchen, wie private Radio- und TV-Sender mit ihren Informationsprogrammen die Auflagen der Konzession erfüllen.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat das Schwerpunktthema für die Medienforschung 2009 ausgeschrieben. Es lässt untersuchen, wie private
Radio- und TV-Sender mit ihren Informationsprogrammen die Auflagen der Konzession erfüllen.
Private Veranstalter müssen einen Service Public auf lokaler Ebene erbringen und dabei insbesondere das Vielfaltsgebot beachten. Der Leistungsauftrag verpflichtet sie zu einem tagesaktuellen Programm, das über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge informiert und zur Entfaltung des kulturellen Lebens im Versorgungsgebiet beiträgt.
Die Analyse privater Radio- und Fernsehprogramme ergänzt jene, die seit 2008 bei der SRG durchgeführt wird. Zudem soll eine Repräsentativbefragung beim Publikum durchgeführt werden. Gesuche um Beiträge sind bis am 28. Februar einzureichen. Das Kostendach für die Radio- und Fernsehanalysen beträgt je 150’000 Franken. Die Untersuchungen sollen 2009 und 2010 durchgeführt werden, eine Verlängerung ist aber nicht ausgeschlossen. Erste Ergebnisse sollen im Sommer 2010 präsentiert werden.

Superspot: Kylies Rodeo-Einlage ist die ultimative Kinowerbung

Der Kinospot von Agent Provocateur «Proof» wurde zur «Ultimate Cinema Ad» gewählt. Kylie Minogue räkelt sich darin in sexy Dessous des Herstellers auf einem roten Rodeobullen.

Der Kinospot von Agent Provocateur «Proof» aus dem Jahre 2001, in dem sich Kylie Minogue in sexy Dessous des Herstellers auf einem roten Rodeobullen räkelt, wurde zur «Ultimate Cinema Ad» gewählt. Das Voting auf dem britischen Branchenportal Brand Republic wurde vom Vermarkter für Kinowerbung Digital Cinema Media (DCM) lanciert.
Kylies heisser Bullenritt konnte sich gegen zehn andere Spots wie «Surfer» von Guinness, «Break» von Diet Coke oder «Dambusters» vom Bierhersteller Carling Black Label behaupten. Der Siegerspot tue genau das, was ein guter Kinospot tun soll, sagte Fleur Castell von DCM: er nehme das Publikum gefangen und unterhalte es.

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Das Facebook-Fieber grassiert weiter

Ein Phänomen, das sich schneller ausbreitet als eine Grippe-Epidemie: Mittlerweile sind in Deutschland zwei Millionen Internetnutzer bei Facebook angemeldet. Weltweit nutzen etwa 150 Millionen Menschen das Kontaktnetzwerk – und wöchentlich kommen etwa eine Million neue hinzu.

Ein Phänomen, das sich schneller ausbreitet als eine Grippe-Epidemie: Mittlerweile sind in Deutschland zwei Millionen Internetnutzer bei Facebook angemeldet. Dies erklärte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bei der Digital-Life-Design-Konferenz (DLD) von Hubert Burda Media. Im Oktober seien es noch 1,2 Millionen gewesen. Weltweit nutzen nach Zuckerbergs Angaben etwa 150 Millionen Menschen das Kontaktnetzwerk – und wöchentlich kommen etwa eine Million neue hinzu. Besonders schnell wächst Facebook in England. Auch der Anzeigenverkauf laufe trotz Rezession nach wie vor gut, sagte Zuckerberg weiter. Dieser zeigt sich optimistisch, dass sich Facebook gegenüber anderen Portalen wie StudiVZ oder Myspace durchsetzen wird. Sicherheitsbedenken hat der 24-Jährige keine. Facebook gebe dem User die volle Kontrolle über die eigenen Daten.
Auch in der Schweiz erfreut sich Facebook immer grösserer Beliebtheit und wird zunehmend auch als politisches Druckmittel eingesetzt. So bildete sich nach einer satirischen Kolumne von Mario Güdel in der Beratungszeitschrift Beobachter, in er sich missfällig über das Wallis geäussert hatte, eine Facebook-Gruppe mit dem Namen «Mario Güdel läbt gferli und versteits nid». Über 1’500 Mitglieder zählte die Gruppe und bewog den Chefredaktor des Beobachters dazu, eine öffentliche Entschuldigung an die Walliser zu verfassen.
Momentan aktiv ist die Facebook-Gruppe «Esther Maurer muss weg», die einen Putschplan gegen die Politikerin schmiedet. Ob die Gruppe Erfolg haben wird, ist umstritten. Mauro Tuena sagte gegenüber der Gratiszeitung 20 Minuten, man dürfe den politischen Druck, den eine solche Gruppe aufsetzen könne, nicht unterschätzen. Skeptisch zeigen sich hingegen die angegriffene Esther Maurer sowie der Zürcher SP-Präsident Koni Loepfe. Sich haben für die Facebook-Aktion lediglich ein müdes Lächeln übrig.
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