Dieser Trainer eignet sich optimal zum Lernen und gleichzeitig als Prüfungstrainer. Bis zu 600 Testfragen können am Computer unter Prüfungsbedingungen innert der vorgeschriebenen Zeit gelöst werden.
Redaktion
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8. April 2009
Dieser Trainer eignet sich optimal zum Lernen und gleichzeitig als Prüfungstrainer. Bis zu 600 Testfragen können am Computer unter Prüfungsbedingungen innert der vorgeschriebenen Zeit gelöst werden. Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden. Das Testergebnis wird automatisch ausgewertet. So hat man jederzeit den Lernfortschritt verfügbar. Zu einer Reihe von Fragen stehen begründete Lösungen zur Verfügung. Dies ist ein gewaltiger Vorteil: Der Trainer kann deshalb auch zum Lernen eingesetzt werden, und es entstehen keine Unsicherheiten, weshalb eine Frage nicht richtig beantwortet wurde. Dadurch eignet sich der Trainer auch ideal zur Repetition auf der Stufe Fachausweis und Diplom. Sämtliche Anforderungen der MarKom-Zulassungsprüfung sind abgedeckt. Für wen eignet sich dieser Prüfungstrainer? – Alle, welche sich erfolgreich und effizient auf die MarKom-Zulassungsprüfung vorbereiten wollen. – Marketing- und Verwaltungsfachleute, welche sich weiterbilden wollen. – Betriebsfachleute, welche im Marketingumfeld arbeiten und beruflich nochmals weiterkommen wollen. Preise – CHF 125.–, Vollversion mit 200 Fragen, verteilt über alle Fächer – CHF 195.–, erweiterte Version mit 600 Fragen, verteilt über alle Fächer – CHF 79.–, Upgrade Vollversion auf erweiterte Version (direkt via Internet freischaltbar) Bestellungen: AGON Marketing-Service, 4800 Zofingen, Telefon +41 62 752 72 72, E-Mail [email protected]
Vision Studios holen Gold bei Graphis
Redaktion
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8. April 2009
Zu guter Letzt: Die Oster-Hit-Lawine
Ostern ist ein religiöses Fest. Man gedenkt der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu, lauscht dem traditionellen Ostersegen des Papstes («urbi et orbi»), versammelt sich im Kreise der Familie und geht in sich. Daneben gibt es noch weitere Traditionen, die mit dem ursprünglichen Sinn des Festes allerdings wenig zu tun haben...
Redaktion
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8. April 2009
Ostern ist ein religiöses Fest. Man gedenkt der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu, lauscht dem traditionellen Ostersegen des Papstes («urbi et orbi»), versammelt sich im Kreise der Familie und geht in sich. Daneben gibt es noch weitere Traditionen, die mit dem ursprünglichen Sinn des Festes allerdings wenig zu tun haben: Radio BE1 zum Beispiel fröhnt zum Osterfest jeweils dem Hitmarathon. Beginnend am Ostersonntag um 12 Uhr mittags, präsentieren die beiden Charts-Moderatoren Mike Baader und Jenni Herren in einer 24 Stunden dauernden Nonstop-Sendung die 333 Lieblingssongs der BE1-Hörerschaft (abgestimmt wird per Online-Voting). Kreuz und quer durch die Stile und Jahrzehnte. Respekt vor dem, der da mithält. Wer wissen will, ob es Züri West mit ihrem unsterblichen «I schänke dir mis Härz» zum 8. Mal in Folge auf Platz 1 schaffen, der pilgere – immerhin eine religiöse Tätigkeit – dafür am Wochenende ins BE1-Sendegebiet.
In Stephan Eichers Tagebuch schmökern
Statt eines trockenen Zahlenwerks ist der Geschäftsbericht 2008 von Swisscom ein Bilderbuch zum Schauen und Schmökern. Genauer: ein Tagebuch. Und zwar das von Stephan Eicher.
Produziert wurde es von Studio Achermann.
Redaktion
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8. April 2009
Haben Sie früher ab und zu das Tagebuch ihrer älteren Schwester «geliehen», um darin herumzustöbern? Dann werden Sie am Geschäftsbericht 2008 von Swisscom Ihre helle Freude haben. Statt dem Leser bloss Zahlen und Fakten um die Ohren zu schlagen, haben Swisscom und Studio Achermann Stephan Eicher gebeten, die Welt von Swisscom zu bereisen. Der Sänger, Schriftsteller und Poet besuchte die Swisscom-Tochter Fastweb in Rom, die Skinationalmannschaft in Wengen, fuhr Ski mit Didier Cuche, besuchte die Kunstgiesserei im Sittertal in St. Gallen und schrieb Tagebuch über seine Erlebnisse. Herausgekommen ist ein schweizerisch-weltläufiges, poetisch-informatives Bilderbuch mit Fotos in Farbe und Schwarz-Weiss, mit Zeitungsausrissen und E-Mails, voller handschriftlicher Bemerkungen, Zeichnungen und kleiner Fundstücke von der Reise. Liebes Tagebuch Ganz nebenbei hat das Tagebuch auch noch erstaunlich hohen Informationswert – schliesslich ist es ein Geschäftsbericht, was der Blätterer zwischenzeitlich durchaus vergessen kann: In Rom sammelte Eicher Infos über Glasfasernetz und Telefonino, in Wengen lernte er die von Swisscom gesponserte Skinati kennen, in St. Gallen besuchte er ein Best Practice von Swisscom. Seine Eindrücke und Erkenntnisse, Ideen und Gespräche vertraute Eicher seinem Tagebuch an, und so auch dem Leser. Schliesslich nimmt Eicher diesen auch noch mit in sein Studio, wo er Handy, Festnetz, E-Mail, Internet, Voice over IP und Internet-TV nutzt. Aber nicht, damit Swisscom darüber berichten kann, sondern weil das einfach so ist. Eicher ist ein leidenschaftlicher Kommunikator und geniesst hohe Akzeptanz in allen drei Sprachgebieten der Schweiz. Damit ist er das perfekte Testimonial für Swisscom. «Es war nicht schwierig, Eicher für dieses künstlerische Projekt zu begeistern, obwohl er normalerweise nicht so leicht zu haben ist», sagt Beda Achermann vom Studio Achermann. «Eicher singt, schreibt, zeichnet und fotografiert. Was wir im Tagebuch zeigen, ist total authentisch. Und das spüren die Leser auch.» DAS Symbol des Informationszeitalters, das Handy, muss man in diesem Geschäftsbericht übrigens suchen. Ebenso wie das Logo von Swisscom, das selbst auf der Titelseite des Berichts nur wie beiläufig mit einem Stück Tesafilm befestigt ist. Nah beim Menschen «Zu unserem neuen Markenauftritt gehört es, dass wir die Marke Swisscom emotionaler transportieren», erklärt Tom Hauk, Leiter Markenkommunikation von Swisscom. «Wir vermitteln unsere Kultur und die Werte, für die Swisscom steht, auch zu einem guten Teil im Geschäftsbericht. Natürlich liefern wir auch die nackten Zahlen zum Geschäftsabschluss, denn die Finanzanalysten brauchen diese ja.» Facts und Figures sind in einem schlichten weissen Heft mit dem Titel «Swisscom in Kürze» gelandet, Analysten können ausserdem einen 250-Seiten-Wälzer mit nochmals Zahlen, Zahlen, Zahlen anfordern. Alle anderen, die sich für Swisscom interessieren, dürfen das Unternehmen an der Seite von Stephan Eicher einfach erleben. Zielgruppengerechter kann man einen Geschäftsbericht kaum aufbereiten. Die Geschäftsdarstellung wird an rund 50‘000 Kunden, Behörden und Institute, Mitarbeiter und Ehemalige verschickt. «Wir wollten kein Trockenfutter», erklärt Beda Achermann das Konzept der Agentur. «Wir haben damit die Botschaft von Swisscom genau umgesetzt, die lautet: ‹Ganz nah beim Menschen›. Swisscom soll nicht als anonymer Konzern wahrgenommen werden, sondern ein Gesicht bekommen.» Einen ähnlichen Ansatz fährt Studio Achermann seit zehn Jahren für die Migros. Der Migros-Geschäftsbericht war es denn auch, der Tom Hauk auf die Idee brachte, mit Studio Achermann zusammenzuarbeiten. Renaissance der Gefühle «Wir sind an das Tagebuch mit einem groben Reiseplan herangegangen und wussten, welche Kernbotschaften wir transportieren wollten», erzählt Achermann. «Die Ideen, wie wir das konkret präsentieren, sind zum grossen Teil erst bei der Umsetzung entstanden.» Rund drei Monate haben Swisscom und Studio Achermann gebraucht, um das Tagebuch zu produzieren. Die Planungen reichen weit länger zurück. Schliesslich soll das Tagebuch keine Einjahresfliege sein. «Das Konzept wird uns auch durch die nächsten Jahre begleiten», sagt Tom Hauk. «Wen wir als Tagebuchschreiber 2009 im Auge haben, verraten wir aber noch nicht.» Ist es nicht seltsam, dass ein High-Tech-Kommunikationsunternehmen wie Swisscom als Informations- und Imageinstrument ein gedrucktes Tagebuch herausgibt? Mal ehrlich: Nein. Gut möglich, dass Swisscom mit seinem Bilder- und Erlebnisbuch sogar den Nerv der Zeit trifft. Denn eigentlich sind wir sie alle leid, die digitalen Agenden, Online-Tagebücher, PDAs, ganz besonders Outlook. Papier ist nicht altmodisch. Es war nie out und ist wieder schwer im Kommen. Fast jeder von uns hat ein Moleskin oder ein Notizbüchlein – wir trauen uns heute nur nicht mehr, das zuzugeben. Tagebücher sind eine Vollbremsung. Sie halten die schönsten Tage der so schnell verrinnenden Zeit fest, konservieren sie und machen sie immer wieder erlebbar. Weil beides schön ist: Tempo und Langsamkeit. Anne-Friederike Wilhelm
Anspielungs-Reichtum
Ruf Lanz wirbt pointiert für die Zürcher Privatbank Lienhardt & Partner.
Redaktion
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8. April 2009
Sicherheit kommt vor schneller Rendite. Seit 1868 können sich anspruchsvolle Kundinnen und Kunden bei der Zürcher Privatbank Lienhardt & Partner auf diese Geschäftsphilosophie verlassen. Die Bank tätigt kein spekulatives Eigengeschäft. Sie bietet keine eigenen Produkte an und vermeidet so Interessenkonflikte mit ihren Kunden. Lienhardt & Partner hat zu keiner Zeit strukturierte Produkte verkauft. Und die Privatbank betreibt das Hypothekargeschäft ausschliesslich in der Schweiz. Aus diesen Gründen steht Lienhardt & Partner auch in der internationalen Finanzkrise kerngesund da. 2008 wurde ein weiteres Rekordergebnis in Folge erzielt, der Reingewinn um 2,2 Prozent gesteigert. Um weitere potenzielle Kundinnen und Kunden auf sich aufmerksam zu machen, investiert Lienhardt & Partner nun erstmals in eine Werbekampagne. Ruf Lanz überzeugte den Kunden mit einer umfassenden Ideen-Präsentation, aus der schliesslich eine pointierte Textkampagne ausgewählt wurde. Diese bringt die Vorzüge der Bank auf den Punkt – und geizt auch nicht mit beinahe kabarettistischen Anspielungen. In einer ersten Phase kommen fünf unterschiedliche Sujets zum Einsatz, die ganzseitig in NZZ und Bilanz erscheinen. Zusätzlich sorgen Plakate am Paradeplatz für Aufsehen, mit der massgeschneiderten Botschaft: «Der Paradeplatz für sichere Vermögensverwaltung liegt oberhalb vom Bellevue.» Denn das Domizil von Lienhard & Partner liegt an der Rämistrasse 23. Bei Ruf Lanz, wo auch das Budget für die Coop-Bank im Tresor liegt, sehen Analysten keinen Interessenkonflikt bei dieser Portfolio-Erweiterung mit Private Advertising. Andreas Panzeri
Testimonials «für ä tüüfi, langi Chundebeziehig»
Die Schweizer Telefonauskunft 1818, Procter & Gamble und Bico setzen für die Werbung Testimonials ein, welche die Marken des Unternehmens mit Erfolg verkörpern. Nicht zuletzt spielen dabei Emotionen die entscheidende Rolle.
Redaktion
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8. April 2009
Zu grossen Unternehmen gehören Marken mit grossem Wiedererkennungseffekt, denn Marken steigern den Wert. Indem sie dem Kunden die Kaufentscheidung erleichtern und ihn über das Produkt oder die Dienstleistung informieren, werden sie zum Erkennungsmerkmal des Unternehmens. Je besser der Verbraucher eine Marke vom Konkurrenzprodukt unterscheiden kann, desto eher wird er sich für sie entscheiden und desto länger bleibt er ihr treu. Feststellen lässt sich dies aktuell an den 1818-Zwillingen der Schweizer Telefonauskunft. Ihr Wiedererkennungswert ist so hoch, dass den Menschen beim Gedanken an eine Telefonauskunft als Erstes die 1818 einfällt, sodass sie sich innerhalb von zwei Jahren «Top of Mind» positioniert haben. Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte der zwei Werbemaskottchen mit der Liberalisierung vom 1. Januar 2007, als das Monopol der Swisscom mit ihrer Auskunftsnummer 111 aufgehoben wurde. Seither dürfen auch andere Gesellschaften den Service anbieten. Doch nur die wenigsten Versuche gipfelten in Erfolg. Der Durchbruch gelang bis jetzt erst der personifizierten Doppelnummer. Dem Auskunftsanbieter ist es damit gelungen, 1818 als eine Marke zu positionieren, die ihre angebotenen Dienstleistungen klar kennzeichnet und sich aus anderen Mitstreitern hervorhebt. Da heuer beinahe jedes Gut und jede Dienstleistung problemlos ersetzt werden kann, ist der Markierungsvorgang wichtiger denn je. Marken müssen Emotionen vereinen Aber nicht nur der Auftritt der Marke allein verschafft ihr Beliebtheit bei den Kunden, auch Anerkennung, konstante Qualität und Bekanntheitsgrad sind wichtige Faktoren. Ohne dass sich der Kunde dessen bewusst ist, bildet er sich im Kopf seine eigene Vorstellung des Produktes. Sie erlaubt es ihm, sich mit dem Angebot auseinanderzusetzen. Eine hohe Übereinstimmung des fiktiven Bildes mit dem tatsächlichen Markenbild führt zum Kauf des Produktes. Aus entscheidenden Emotionen wie beispielsweise Leidenschaft, Schutz und Vertrauen bildet sich die Markenidentität heraus. Mit ihr erhält die Marke zugleich Zweck und Bedeutung. Richtig erkannt haben diese Strategie der europäische Waschmittelriese Procter & Gamble und der Schweizer Bettwarenfabrikant Bico. Ersterer hat für das Waschmittel Ariel jahrelang mit der Anfang März verstobenen Schauspielerin und Werbe-Ikone Johanna König alias Klementine geworben. Das liebenswerte Putzteufelchen in rot-weiss-kariertem Hemd versicherte dem Publikum 14 Jahre lang «nicht nur sauber, sondern rein» und erzeugte mit ihrer mütterlichen Art Vertrauen bei den Kunden. Bico schickte in den 80er-Jahren die zwei legendären Bico-Zwillinge aus Schänis vor die Kamera und wählte mit ihnen Testimonials aus, die ihre Marke wie keine anderen verkörpern. In blauer Arbeitskleidung lächelten Josef (Sepp) und Martin Müller den Zuschauern jahrzehntelang von den TV-Bildflächen entgegen. Dem Slogan «Für ä tüüfä gsundä Schlaaf» schenkten damals wie heute zahlreiche Verbraucher Glauben, was Bico zu einer der bekanntesten Bettwarenmarken der Schweiz machte. P&G und Bico setzten in ihren Spots stets gezielt auf die Gutmütigkeit ihrer Testimonials, wodurch ihnen der Beziehungsaufbau zwischen ihren Marken und dem Verbraucher erfolgreich gelang. Denn die Identifizierung mit der Marke ist für den Konsumenten von grosser Bedeutung. Wenn es der Identität eines Brands gelingt, Leidenschaft, Schutz und Vertrauen, Gefühle und damit auch Wertvorstellungen eines Menschen in sich zu vereinen, beeinflusst er das Kaufverhalten. P&G machte sich das damals wie heute zunutze und fährt auch in der aktuellen Ariel-Kampagne auf der Vertrauensschiene. Für den Schwarzweiss-Spot heuerte er Ex-Miss-Schweiz Anita Buri an, welche sich in typisch gepunkteter Schürze als «gute Hausfrau von gestern» zeigt und für das klassische Waschmittel wirbt. Bei Bico ist man dem Slogan, welcher dem Kunden einen tiefen, gesunden Schlaf versichert, nach wie vor treu geblieben. In den Spots, in denen für diverse Matratzensorten geworben wird, kämpft heute das Trio Eden in riskanten Abenteuern gegen Riesenmilben und lässt sich dabei schon mal den Allerwertesten verbrennen. Entscheidend ist der Wiedererkennungswert Marken, die von Testimonials vertreten werden, besitzen gewisserweise automatisch eine Persönlichkeit und sind somit imstande, eine Beziehung zwischen dem Käufer und der Marke aufzubauen. Die Eigenschaft der Marke orientiert sich dabei vor allem an den Persönlichkeitsmerkmalen, welche der Konsument mit dem Testimonial assoziiert. Dies bedeutet nichts anderes, als dass für die Eigenschaft der Marke das Bild, welches sich der Kunde von der Marke macht, entscheidend ist. Wodurch sich Marke und Mensch austauschen können und er sie als eigenständige Persönlichkeit wahrnimmt. Denn letzten Endes versteht sich die Markenpersönlichkeit vor allem als Abbild des Menschen. Der Schweizer Telefonauskunft ist dies vortrefflich gelungen. Denn mit dem Aussehen, welches sie den 1818-Testimonials verpassten, haben sie ins Schwarze der Kundenfantasie getroffen. Scheinbar sorgt gerade die Tatsache, dass sie weder ein Aussehen zum Verlieben haben noch auf der ultimativen Modewelle reiten, für einen hohen Wiedererkennungseffekt. Auch die Schnäuze und die knallengen 70-Jahre-Skianzüge, in denen sie alpine Gegenden zu «Daddy Cool» unsicher machen, unterstreichen die Einzigartigkeit der Zwillinge und somit der Marke. Die Marke – das bin ich Durch den bewussten Entscheid für eine Marke wollen Konsumenten sich selbst ausdrücken. Der Grund dafür liegt in dem Bedürfnis nach einem positiven Selbstwertgefühl. Durch den Kauf eines Markenproduktes will der Kunde sein Selbstwertgefühl aufwerten. Er sucht sich gezielt diejenigen Marken aus, deren Bedeutung sich mit seiner eigenen Person oder seinem Idealbild decken. Durch die Zugehörigkeit einer bestimmten Marke geniesst er Anerkennung in seinem Umfeld und demonstriert gleichzeitig, welcher Szene er angehört. Überzeugte Kunden sind treue Kunden Ein überzeugter Kunde wird eine Marke eher weiterempfehlen als einer, der es nicht ist. Diese Bereitschaft ist auch stark mit der Loyalität zur Marke verbunden. Konnte eine Marke überzeugen, so sind dem Anbieter neue Kunden gewiss. Die im Vorfeld stattgefundene Weiterempfehlung führt letztlich zu gefüllten Kassen des Anbieters. Adriana Zilic
Der Versuch, hinter die Fassaden zu blicken Die Werbewoche wollte wissen, wer hinter den beiden Zwillingen von 1818 wirklich steckt und stellte dazu einige Fragen zusammen. Kooperiert wurde dabei hauptsächlich mit ihrer Werbeagentur, Draftfcb/Lowe Group. Die Fragen kamen zwar beantwortet zurück, auf ihre grösstenteils humorvollen Aussagen konnte man sich jedoch nur bedingt stützen. Man will sich schlicht und ergreifend nicht hinter die Fassade respektive hinter die Skianzüge und Schnäuze blicken lassen. Bereitwillig Auskunft gab die Agentur hingegen über die aktuellen Spots. Für den aktuellen Werbetrailer beispielsweise wurde Interlaken als Drehort ausgewählt, wo man bis tief in die Nacht arbeitete. Als aber erneut die Frage über die wahre Identität der Testimonials aufkam, winkte man mit der Begründung ab, diese solle weiterhin verborgen bleiben. So wünschten es die zwei Schauspieler.
WW: Gemäss eurer Agentur möchtet ihr Eure wahre Identität nicht preisgeben. Weshalb? 18: Uns kennt fast jeder. Und unsere Namen stehen auf unseren Kleidern. 18: Wir sind doch die bekannteste Auskunfts-Nummer der Schweiz. Befürchtet ihr , das Interesse an euch würde sonst abnehmen? 18: Gar nicht. Wir sind der beliebteste Auskunfts-Dienst. Schnell und hilfsbereit. Und schampar sympathisch. 18: Richtig, Achzäh. Was tut ihr, wenn Ihr mal gerade nicht für einen 1818-Werbespot dreht? Haben Maskottchen wie ihr auch Hobbies? 18: Am liebsten machen wir Sport. Gäll, Achzäh. 18: Ja, Achzäh. Am liebsten Skifahren. Und mit Thai Chi haben wir angefangen. Aber da müssen wir noch ein bitzli üben. Wie sieht euer Privatleben aus – habt ihr Frau und Kinder? 18: Also für Privatleben haben wir nicht viel Zeit. Wir arbeiten ja fast immer. 18: Sicher, Achzäh. Wir wollen ja den Schweizerinnen und Schweizern die beste Auskunft bieten. In den Spots seht man euch immer nur zu zweit. Seid ihr im wahren Leben genau so unzertrennlich wie in den Filmen? 18: Wir sind immer und überall zu zweit. Beim Tanzen. Oder beim Skifahren. 18: Da hast mich auf die Schultern genommen. Das war super, Achzäh. Wenn man sich die Fotos von euch genauer ansieht, kann man erkennen, dass ihr euch nicht zu 100 Prozent gleicht. Seid ihr tatsächlich Zwillinge? 18: Wir sind Achzäh und Achzäh. Zwei Mal Achzäh. 18: Oder sogar Doppel-Achzäh. Wurdet ihr schon mal von Passanten auf offener Strasse angesprochen? 18: Uns erkennt man fast überall. 18: Sicher, Achzäh. Das freut uns mega. Manchmal gibt es auch einen kleinen Rummel. In den Filmen reitet ihr ja nicht gerade auf der ultimativen Modewelle. Ihr trägt ulkige Anzüge und fiese Schnäuze. Trotzdem können die Zuschauer nicht genug von euch kriegen. Bestimmt erhaltet ihr täglich Liebesbriefe oder sonstige Fanpost, nicht wahr? 18: Fanpost. Und viele wollen die gleichen Skianzüge wie wir. 18: Ja, Achzäh. Die kann man nämlich auch bestellen. Oder mieten. Als 1818-Zwillinge erfreut ihr euch ziemlich grosser Beliebtheit bei den Kunden. An Fastnacht-Feiern tragen Nachahmer Kostüme von euch und auf der 1818-Homepage kann man sogar einem Fanclub beitreten oder Gratis-Handyspiele runterladen. Wie erklärt ihr euch diesen Erfolg? 18: Wir bleiben einfach immer dran. Und geben immer Guzi. Gäll, Achzäh? 18: Genau. Immer parat. Immer hilfsbereit. Das zählt. Kann man von den erhaltenen Gagen leben? 18: Ja. Ich arbeite den ganzen Tag daran, den Schweizern die beste Auskunft zu bieten. 18: Ich auch. Da braucht man sonst nicht mehr viel zum Leben. Was kommt nach 1818? Habt ihr weitere Pläne? 18: Ich hoffe, wir können das mindestens so lang machen wie unser Vorgänger. 18: Genau, Achzäh. So wie der nette alte Mann mit dem 111 auf dem Rücken. Wer hat euch entdeckt? Fand sowas Ähnliches wie ein Casting statt? 18: Ja. Ein Casting. Wir haben unseren Song gespielt. Und dazu getanzt. Weisch no, Achzäh? 18: Ja, Achzäh. Und dann war die Wahl klar.
Medien für alle Sinne
Zeitung, Internet, Radio, Fernseher – wir lesen, hören und schauen die Welt in allen Facetten. Taube, Blinde und Taubblinde dagegen müssen auf das Medium setzen, das ihren Sinnen zugänglich ist. Auch darin werden sie behindert.
Redaktion
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8. April 2009
Sie fahren mit dem Zug. Sie betrachten das Bergpanorama im gleissenden Mittagslicht und unterhalten sich angeregt mit Ihrer Sitznachbarin. Der Zug fährt in einen Tunnel. Das Licht geht aus, ringsherum wird es dunkel. Nur dumpfes Vibrieren bleibt vom Gespräch und den Zuggeräuschen. Der Tunnel hat kein Ende. So ging es Christine Müller (42). Die gelernte Primarschullehrerin war 29 Jahre alt, als sie innerhalb von drei Wochen durch eine Hirnhautentzündung Hören und Sehen verlor. «Ich denke heute noch, Licht und Geräusche kämen genauso plötzlich wieder, wie sie verschwunden sind», sagt sie. «Taubblind zu sein, bedeutet ständige Anspannung. Ich muss permanent aufpassen, dass ich nicht anschlage oder stürze, ich bin ständig irritiert und muss ständig interpretieren.» Christine Müller ist vollständig blind. Auf einem Ohr hört sie noch zu 30 Prozent, wenn sie ihr Funkhörgerät benutzt. Damit gilt Müller als taubblind. Weil sie 29 Jahre lang hören konnte, spricht sie wie eine Nichtsinnesbehinderte. Denn Menschen, die von Geburt an taub sind, haben häufig nur ein sehr geringes Sprachvermögen. Spracherwerb läuft übers Gehör. Dass Müller so gut sprechen kann, hilft ihr, mit der Welt in Verbindung zu bleiben. Sprache ist ihr wichtigstes Verständigungsmittel. Sie braucht Sprache für ihr Engagement in Primarschulen, in denen sie Kindern erklärt, wie es ist, taub und blind zu sein. Und sie braucht Sprache für die Artikel, die sie dreimal im Jahr in der Zeitschrift des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen (SZB) veröffentlicht. Aber: Weil Christine Müller nur noch wenig hört, nimmt auch ihr Sprachvermögen weiter ab. Um nicht auch noch ihre Sprache zu verlieren, braucht sie den Kontakt zu Menschen. Und den Zugang zu Medien. «Ich liebe es, Radio zu hören», sagt Müller. «Mein Funkhörgerät überträgt den Ton direkt in mein Ohr, so kann ich alles gut verstehen. Ich höre Nachrichten, Musik und Dokumentationen.» Schwierig wird es, wenn die Umgebung laut und voller Hintergrundgeräusche ist. Dann hat Müller keine Chance, aus der Geräuschsuppe Worte herauszufischen. Im Café zum Beispiel: Müller liebt Kaffeehäuser, ein Gespräch kann sie dort allerdings nicht führen. «Es wäre schön, wenn im Radio etwas langsamer gesprochen würde, und vor allem ohne Hintergrundmusik. Wichtige Informationen, zum Beispiel die Ausstrahlungszeiten bestimmter Sendungen, könnte man wiederholen. Oft geht es so schnell, dass mir diese Infos verloren gehen, obwohl mich die Sendung interessiert.» Besonders wichtig ist für Müller der Wetterbericht. «Ich muss wissen, ob ich rausgehen kann. Bei Regen oder Schnee ist es zu gefährlich, jeder Schneehaufen desorientiert mich», sagt sie. Christine Müller lebt seit drei Jahren allein. Niemand sagt ihr, ob die Sonne scheint oder ob es Katzen und Hunde hagelt. Sie macht aber gern allein Spaziergänge auf einigen wenigen gewohnten Wegen. Ohne den Wetterbericht, der sie mit wenigstens passablem Wetter in ihrem Vorhaben bestärkt, riskiert Müller keine Tour ohne Begleitung. Christine Müller nutzt Medien aber nicht nur funktional, sondern auch zur Unterhaltung. Hörbücher und Hörzeitschriften zum Beispiel. Daisy hilft ihr dabei. Daisy ist das Digital Accessible Information System. Mit diesem Gerät kann Müller im Hörbuch von Kapitel zu Kapitel zu springen oder sich zu einer Seite, einem Kapitel, einem Satz oder einer Fussnote und wieder zurück bewegen. Ausserdem kann sie die optimale Stimmlage, Lautstärke und Sprechgeschwindigkeit einstellen, Passagen markieren und auf eine Merkliste setzen. «Hörbücher und -zeitschriften sind für mich eines der grössten Vergnügen», sagt sie. Die für Sehbehinderte aufbereiteten Medien bekommt Müller beim Elektronischen Kiosk des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands (SBS). Er bietet 22 Zeitungen und 20 Zeitschriften auf Deutsch, Französisch und Italienisch in unterschiedlichen Formaten. Christine Müller kann auch die Blindenschrift Braille lesen. Sie schmökert aber nicht in Braille, sondern nutzt die Schrift, um in ihrem perfekt aufgeräumten Haushalt Gegenstände zu beschriften. «In Braille zu lesen – dafür habe ich zu wenig Geduld», sagt Müller. «Ausserdem habe ich kein besonders gutes Fingerspitzengefühl. Wenn man mit der Blindenschrift aufwächst, ist das etwas ganz anderes. Aber ich habe normal lesen gelernt. Als ich gerade erblindet war, war es ein echter Sieg, die ersten Buchstaben in Braille zu lesen. Trotzdem fällt mir der Umstieg auf Braille schwer.» Christine Müller schaut auch fern, überwiegend Dokumentarsendungen. «Ich habe aufgehört, Filme zu hören. Das bringt nichts. Es gibt viel zu viele für die Handlung wichtige Szenen, die ich nicht mitbekomme. Deshalb wäre es schön, wenn häufiger Hörfilme mit Audiodeskriptionen gezeigt würden.» Sinnesbehinderte profitieren vom technischen Fortschritt. «Der Computer ist mir ein wichtiger Hilfsgeselle, sowohl mit der Sprachausgabe als auch mit der Braillezeile», betont Müller. Gerne holt sie sich am Elektronischen Kiosk eine Tageszeitung und lässt sie sich vom Computer vorlesen. Doch oft muss sie lange nach dem suchen, was sie interessiert: «Zeitungen müssten beispielsweise ihre Veranstaltungshinweise klarer deklarieren und zentraler platzieren, und nicht irgendwo auf den Seiten verstecken», sagt Müller. «Dann wären sie für Blinde leichter zu finden.» Die computergesteuerte Sprachausgabe ist zudem alles andere als perfekt. Sie kann die verlorenen Sinne nicht hundertprozentig ersetzen: «Ich habe Tage gebraucht, bis ich wusste, wie der neue amerikanische Präsident heisst», erzählt Müller. «Aus meinem Computer kam immer sowas wie ‹Brrck Pmma›.» Wer mit einer Behinderung lebt, lebt mit Einschränkungen. Kochen, Geld abheben oder der Toilettengang können zum nervenaufreibenden Kraftakt werden. Auch die Teilhabe am täglichen Diskurs ist alles andere als einfach. Worüber spricht man gerade? Was ist in Mode? Menschen, bei denen einer ihrer Sinne nicht mehr funktioniert, ersetzen ihn durch einen anderen: Der Blinde setzt aufs Hören, der Taube aufs Sehen. Behinderte konzentrieren sich auf das, was geht, nicht auf das, was nicht geht. Blinde hören Radio. Zeitung, Bücher und Internetseiten lesen sie entweder mit ihren Händen, in Braille oder rezipieren sie per Sprachausgabe. Von Fernsehsendungen haben Blinde den Ton, Kurzerklärungen machen für sie auch die Bilder «sichtbar». Taube müssen aufs Radio verzichten. Dafür können sie fernsehen, am besten Filme, die mit Untertiteln oder Gebärdensprache unterlegt sind. Ausserdem können sie lesen: Zeitungen, Bücher, Internet. Und was tun Taubblinde? Ein kurzer Selbstversuch: Schliessen Sie die Augen und halten Sie sich für einen Moment die Ohren zu. Das ist der Alltag Taubblinder. Taubblinde wären froh um Bild ohne Ton oder Ton ohne Bild. Um ihren Alltag zu bewältigen, sind sie auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen. Trotzdem gibt es Wege, auch Taubblinden Nachrichten, allgemeine Informationen und Unterhaltung zugänglich zu machen. Denn wie Christine Müller haben viele Taubblinde einen Seh- oder Hörrest. Sei dieser Rest auch noch so klein, er ermöglicht Sinnesbehinderten den Zugang zur Welt. Es reicht aber nicht, dass Hör- oder Sehbehinderte die Reize für ihren noch funktionierenden Sinn verstärken, Radio und Fernseher laut drehen oder den Bildschirm x-fach vergrössern. Medienanbieter selbst können und müssen Sinnesbehinderten die Rezeption ihres Angebots erleichtern: durch Brailleversionen von Zeitungen und Zeitschriften, Untertitel, Unterlegung von Bildern mit Kurztexten, Gebärdendolmetscher oder Internetseiten in reiner Textfassung. Es ist Zeit, «behindertengerecht» als weitere Sprachfassung zu betrachten – neben Deutsch, Italienisch, Französisch und Rumantsch. Die rasante technische Entwicklung bringt Sinnesbehinderten weitere Möglichkeiten, Medien zu nutzen: Derzeit entwickeln Forscher des Massachusetts Institute of Technology eine Software, die Smartphones zum Hörgerät macht: Das Programm erkennt Töne und gibt sie als Vibrationen wieder. Daraus kann der Hörgeschädigte die Bedeutung der gesprochenen Worte ablesen. Eine Art Morsetechnik für den Alltagsgebrauch. Google arbeitet an einem Touchscreen-Handy für Blinde. Bisher können Blinde mit einem Touchscreen nichts anfangen. Die glatte Oberfläche verrät nicht, wo welche Funktionen verborgen sind. In Zukunft soll das Handy die Zahl 5 annehmen, wenn der Bildschirm berührt wird. Das ist die Zahl, die beispielsweise auch beim Telefon durch eine kleine Erhebung für Blinde taktil erkennbar ist. Andere Zahlen gibt der Anwender ein, indem er den Finger in die Richtung bewegt, in der die Zahlen auf dem herkömmlichen Zifferblock angeordnet sind. Bei Falscheingaben schüttelt man das Gerät einfach und die Zahl ist gelöscht. Trotzdem bleibt die Eingabe für Nichtsehende kompliziert. Medien leben davon, gelesen, gesehen, gehört und angeklickt zu werden. Jeder Rezipient ist wichtig. Dennoch sind noch die wenigsten Medien für Sinnesgeschädigte aufbereitet. In der Schweiz entgeht Medienanbietern damit eine Gruppe von etwa 160‘000 sehbehinderten und blinden sowie 4‘000 taubblinden Menschen. Alles potenzielle Leser, Zuschauer, Hörer und Klicker. Für Sinnesbehinderte ist vor allem das Internet die Riesenchance auf Anschluss ans alltägliche Leben. Via Internet bekommen sie alle gewünschten Informationen und können am öffentlichen Diskurs teilnehmen. Theoretisch. Denn Menschen, die kaum oder gar nicht sehen können, nutzen zur Rezeption von Websites eine spezielle Software, die Text erkennt und in Ton oder Braillebuchstaben umwandelt. Das funktioniert aber nur, wenn alle dargestellten Elemente mit einem erklärenden Text unterlegt sind. Bilder werden durch Bildbeschreibungen «sichtbar», Buttons durch Textfelder. Alle heisst alle – auch Menüleiste, Grafiken, Tabellen und Filme müssen mit Text unterlegt sein, sonst können Screen-Reader und Braillezeile ihren Inhalt nicht wiedergeben. Für das Verständnis wichtig ist ausserdem eine einigermassen logische Anordnung der Elemente. Sonst bekommt der Blinde von seiner Software einen wenig schmackhaften Inhaltssalat vorgesetzt. Ausserdem ist wie bei allem Geschriebenen auch in diesem Fall Qualität entscheidend: Wenn der Druck-Button den schlichten Text «Drucken» erhält, ist das in Ordnung. Wenn aber ein Bild von Ueli Maurer mit «Bild von Ueli Maurer» hinterlegt ist, weiss der blinde User noch immer nicht, was Sehende auf dem Bild sehen.
Der ICT-Dienstleister Namics hat sich das Thema «Accessibility» auf die Fahnen geschrieben. Das Spin-off-Unternehmen der Universität St. Gallen mit Niederlassungen in der Schweiz und Deutschland setzt sich bei der Umsetzung internetbasierter Lösungen für Barrierefreiheit ein. «Um einzuschätzen, ob es sich für ein Unternehmen lohnt, seine Website behindertengerecht zu programmieren, schauen wir uns die Firma und ihre Ziele genau an», sagt Jürg Stuker, CEO von Namics. «Viele unserer Kunden schreiben Accessibility in ihren Projektplan, ohne genau zu wissen, was das bedeutet. Wir klären dann gemeinsam, was geht, was nicht geht und was sinnvoll ist.» Wer eine behindertengerechte Website haben möchte, sollte das bereits bei den ersten Planungsschritten berücksichtigen. Denn eine Website im Nachhinein zugänglich zu machen ist bedeutend aufwendiger, als sie von Anfang an behindertengerecht zu programmieren. «Wird Accessibility gleich zu Beginn eingeplant und bei allen Schritten mitgedacht, ist sie nicht teurer als die klassische Programmierung», betont Stuker. Leider ist es nicht damit getan, jedes Element auf der Website mit einem aussagekräftigen (!) Text zu versehen. «Es ist wichtig, immer mehrere Angebote miteinander zu kombinieren, also zum Beispiel die Sprachausgabe mit einer Braillezeile», sagt Stuker. «Ideal ist, möglichst viele Bedürfnisse Behinderter zu decken.» Sinnesbehinderte sind zudem oft motorisch eingeschränkt und haben es schwer, die Maus zu bedienen. Die Website muss also mit der Tastatur bedienbar sein. «Wir beziehen möglichst Behinderte in unsere Projekte mit ein, zum einen um zu erfahren, welche konkreten Bedürfnisse sie haben, zum anderen um die Usability zu testen», so Stuker. «Es reicht nicht, stur ein paar Regeln zu befolgen, so wie der Architekt immer eine Rampe an jedes Haus baut. Das wird den Anliegen Sinnesbehinderter nicht gerecht. Blinde zum Beispiel haben andere Wünsche als Sehbehinderte.» Optimal seien als Berater Behinderte, die der Auftraggeber selbst beschäftigt. Sie kennen das Unternehmen und dessen Zielgruppe genau. Stehen Namics keine behinderten Mitarbeiter seines Kunden zur Verfügung, arbeitet die Agentur mit sogenannten Personas: Sie bestimmt eine Person, die die Bedürfnisse einer Zielgruppe verkörpert und diese immer wieder ins Projekt einbringt. Stuker verfechtet die Accessibility-Idee mit Herzblut. Er setzt sich nicht nur als CEO von Namics, sondern auch in Gremien, Foren und als Vorstandsmitglied der Schweizerischen Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte für die Bedürfnisse Sinnesbehinderter ein. Betriebsblind ist Stuker dennoch nicht: «Accessibility lohnt sich nicht unbedingt, man muss den Nutzen von Fall zu Fall abwägen. Tendenziell bringt ein behindertengerechter Internetauftritt Unternehmen, die im Internet Umsatz generieren, mehr, als Firmen, die sich im Netz nur präsentieren.» Vorbildlich kümmert sich zum Beispiel die Credit Suisse darum, dass ihre auf der Website platzierten Informationen und Angebote auch bei Sehbehinderten und Blinden ankommen. Selbstredend nicht aus reiner Menschenliebe. Denn Seiten, die für Sehbehinderte aufbereitet sind, können auch ältere Menschen mit Sehschwierigkeiten einfacher lesen. Ältere sind kaufkräftig – und damit für Banken eine wichtige Zielgruppe. Auch die Deutsche Bahn hat in der Zielgruppe Behinderte Wertschöpfungspotenzial erkannt. «Das Unternehmen schätzt, dass zirka zehn Prozent seiner Kunden behindert sind», berichtet Stuker. «Eine Umfrage ergab, dass rund 37 dieser zehn Prozent eine Reise nicht antreten, weil sie Angst haben, irgendwo steckenzubleiben.» Diese Klientel wollte die Deutsche Bahn besser über ihr Angebot informieren und beauftragte Namics mit der Umsetzung einer für Behinderte ohne Hürden nutzbaren Website. Für kleinere Unternehmen könnten behindertengerechte Websites eine Chance sein, extrem treue und loyale Kunden in der Zielgruppe der Sinnesbehinderten zu finden. «Für einen blinden Weinliebhaber zum Beispiel ist es mühsam, einen Weinladen aufzusuchen und sich dort jedes Etikett vorlesen zu lassen», gibt Stuker zu bedenken. «Im Internet kann er sich in Ruhe verschiedene Beurteilungen anhören, einen Wein auswählen und ihn direkt bestellen. Funktioniert das gut, wird sich das in dieser Käufergruppe schnell herumsprechen.» Nur wenige Kunden von Namics lehnen es von vornherein ab, ihre Inhalte im Internet auch Behinderten zugänglich zu machen. Doch wenn im Projektverlauf Zeit und Geld knapp werden, bleibt Accessibility oft auf der Strecke, so Stukers Erfahrung. Dabei war das Internet in seinen Anfängen quasi hundertprozentig behindertengerecht, weil weitgehend textbasiert. Heute müssen Navigationsbuttons, Flash-Animationen oder Videos extra mit Text unterlegt werden, damit Screen-Reader aus ihnen schlau werden. Auch Suchmaschinen haben ihre liebe Mühe mit dem Bild- und Animationswerk. «Google ist blind», pointiert Stuker. «Die Suchmaschine ist nicht grossartig gestaltet, sie arbeitet mit Text. Websites, die für Behinderte gut gestaltet sind, werden deshalb auch von Suchmaschinen besser gefunden. Das sollten Unternehmen bei ihrer Entscheidung pro oder kontra Accessibility berücksichtigen.» In der Schweiz engagieren sich mehrere Vereine für die Belange der Sinnesbehinderten. Beim Schweizerischen Zentralverein für das Blindenwesen (SZB) können Taube, Blinde und Taubblinde zum Beispiel lernen, wie sie mit ihren Händen sprechen und hören können, durch Lormen, Braille, Fingeralphabet, Blockschrift oder Gebärdensprache (siehe Randspalten Seite 5 und 6). «Wir helfen sinnesbehinderten Menschen bei ihrer Kommunikation, bieten ihnen blindentechnische und optische Hilfsmittel an, offerieren begleitete Ferien und Weiterbildungskurse und engagieren uns in der Forschung», sagt Matthias Bütikofer, Geschäftsführer des SZB. «Bis 2010 wollen wir den Bereich Forschung ausbauen, unser Freiwilligennetzwerk erweitern, die Berufseingliederung vorantreiben und vermehrt sehbehinderte Menschen im dritten und vierten Lebensalter ansprechen.» Eine Plakatkampagne des SZB macht derzeit auf die Anliegen Sinnesbehinderter aufmerksam: Die Testimonials Emil Steinberger, Monika Schärer und Bernhard Russi visualisieren mit geschlossenen Augen und zugehaltenen Ohren, was für Taubblinde «die Welt wahrnehmen» bedeutet. «Wir wollen mit der Kampagne keinesfalls Mitleid erwecken», sagt Bütikofer. «Wir wollen aufzeigen, dass wir gemeinsam mit den betroffenen Menschen echte Perspektiven zur Verbesserung ihrer behinderungsbedingten Einschränkungen schaffen. Und natürlich wollen wir auch Sympathie für den SZB wecken und unseren Spenderkreis erweitern.» Während in der Schweiz die freie Wirtschaft nicht verpflichtet ist, Websites oder andere Medien behindertengerecht zu gestalten, müssen staatliche Websites seit dem 1. Januar 2007 barrierefrei sein. Das legen das Behindertengleichstellungsgesetz und die dazugehörige Verordnung fest. Auch staatliche Sendeanstalten sind in der Pflicht: Die Schweizerische Radio- und Fernsehordnung verlangt, dass staatliche Sender ihre Leistungen für Sinnesbehinderte schrittweise auf ein Drittel steigern. «Die gesetzliche Basis ist sehr dünn und zudem zahnlos», urteilt Jürg Stuker von Namics. «Trotz aller Bemühungen werden die Vorschriften nicht eingehalten. Behindertenverbände könnten die Leistungen einklagen, tun das aber nicht.» Das Behindertengleichstellungsgesetz sei erst kürzlich in Kraft getreten, gibt Matthias Bütikofer vom SZB zu bedenken: «Wir suchen derzeit den Konsens mit den Sendern. In gewissen Teilbereichen werden wir aber bald den Weg über die Gerichtsbarkeit gehen müssen.» Seit 1984 bemüht sich der staatliche Sender SRG SSR idée suisse darum, Behinderten aller drei Schweizer Sprachregionen den Zugang zu seinen Sendungen zu erleichtern. Die Fernsehsender des Unternehmens haben im vergangenen Jahr 9618 Stunden ihrer Sendungen untertitelt. Das klingt imposant und ist gegenüber 2007 eine Steigerung von 76 Prozent – entspricht aber nur 18,6 Prozent der Totaldauer aller SRG-Sendungen. In der Deutschschweiz lag der Anteil untertitelter Sendungen bei SF 1 immerhin bei 31 Prozent, auf SF 2 bei 28,6 Prozent. Beide Sender gehören zu SRG SSR. Sendungen auf SF info erscheinen seit dem ersten März standardmässig untertitelt. Der Konzern hat neue Mitarbeiter eingestellt, seine Infrastruktur verbessert und setzt neuerdings auch Spracherkennungstechnologie ein, um Livesendungen zu untertiteln. Trotzdem schauen viele Seh- und Hörbehinderte bei mehr als zwei Drittel der SRG-Sendungen in die Röhre, sie sehen oder hören nichts. «Wenn wir den Anteil der untertitelten Sendungen innerhalb von drei Jahren auf ein Drittel steigern können, ist das bereits eine gute Leistung», betont Alberto Chollet, Leiter TV-Programmangelegenheiten bei SRG SSR idée suisse. «Einen Idealzustand anzustreben ist zwar schön und ehrenwert, doch das ist mit hohen Kosten verbunden, erfordert entsprechend geschultes Personal und Investitionen in die Logistik. Alle zusätzlichen Verbesserungen können nur realisiert werden, wenn mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.» Matthias Bütikofer vom SZB freut sich über den erreichten Standard: «Wir sind aktuell sehr zufrieden mit SRG SSR idée suisse. Die Verantwortlichen des Senders wissen, dass nicht nur Effizienzkriterien ausschlaggebend sind, sondern auch die Zugänglichkeit und Fächerung der Programmwahl für alle Schweizer Bürger. Dazu gehören auch blinde und sehbehinderte Menschen.» Die SRG SSR arbeitet an der Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe: Einzelne Sendungen werden mit Gebärdensprache versehen, bei ausgesuchten Spielfilmen fassen Audiodeskriptionen für Sehbehinderte kurz zusammen, was auf dem Bildschirm zu sehen ist. 24 so aufbereitete Filme will SRG SSR idée suisse in diesem Jahr ausstrahlen. Bis Ende dieses Jahres werden alle zwischen 18 und 23 Uhr ausgestrahlten Sendungen vollständig untertitelt sein, ebenso wie Live-Events auf allen Sendern. 2007 investierte der Konzern für seine Massnahmen 2,8 Millionen Franken, 2008 sieben Millionen Franken, für 2010 sind 12,5 Millionen Franken geplant. Alberto Chollet: «Es geht uns darum, eine noch höhere Qualität unserer Dienstleistungen zu erreichen und den behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen möglichst barrierefreien Zugang zu unseren Programmen gewähren zu können.» Gute Nachrichten für Regina Reusser (34). Die kaufmännische Angestellte ist seit ihrem 15. Lebensjahr blind und hört für ihr Leben gern fern. Vom Radio lässt sie sich lediglich wecken. Reusser arbeitet am Empfang des SZB und berät andere Behinderte bei der Auswahl von Hilfsmitteln wie Blindenstöcken, sprechenden Uhren oder Waagen. Am liebsten schaltet Reusser ihren Fernseher für Dokumentationen oder Serien ein, die Bilder zum Text macht sie sich selbst: «Zuhören genügt oft schon, das regt die Fantasie an.» Filme mit Audiodeskription sieht Reusser gern, sie hat sich aber bisher nicht die Mühe gemacht, diese seltenen Exemplare zu suchen. «Ich freue mich, wenn ich über einen untertitelten Film stolpere. Ärgerlich finde ich die Werbeblöcke – nicht weil sie die Sendung unterbrechen, sondern weil ich oft denke, der Strom sei ausgefallen. Denn es ist dann einfach still.» Die Werbung, welche die untertitelten Filme zerstückelt, wird im Normalfall nicht mit Audiodeskriptionen unterlegt. «Es heisst nicht einmal ‹jetzt kommt Werbung›», ärgert sich Reusser. «Das wäre aber für Blinde eine wichtige Information. Auch der Inhalt der Werbung interessiert mich. Warum sprechen mich als Blinde zum Beispiel Telekommunikationsdienstleister nicht an? Ich telefoniere doch auch.» Im Alltag hat es für Reusser keine grosse Bedeutung, ob sie sehen kann oder nicht. Mithilfe von Labradorhündin Philia meistert sie fast jede Hürde. Reusser interessiert sich brennend für Raumfahrt, widmet sich gemeinsam mit Freunden dem Modellbau und liest viel. Die Newsletter, Magazine und Bücher lädt sie sich im pdf-Format auf ihr Lesegerät mit Brailleausgabe. «Es ist schade, dass es bei Zeitungen noch kein Blindenabonnement gibt», sagt sie. «Man müsste einfach pdf-Files oder Worddateien vom kompletten redaktionellen Teil abonnieren können, im Internet ist nämlich immer nur eine Auswahl der Printartikel verfügbar. Und im Elektronischen Kiosk fehlen meine Lieblingsmagazine Geo und Welt der Wunder. Was soll ich mit einer Printausgabe?» Ein grosses Hobby von Reusser sind Kinofilme. Kino? Als Blinde? «Klar», sagt Reusser. «Viele Blinde gehen ins Kino. Leider gibt es wenig Kinofilme mit Audiodeskriptionen, obwohl das ganz einfach wäre. Das Kino müsste nur an jedem Platz Kopfhörer installieren, ähnlich wie bei einer Konferenz mit Teilnehmern aus verschiedenen Sprachregionen. In Paris war ich mal in einem Kino, das so ausgerüstet war. Man konnte zwischen verschiedenen Sprachen mit und ohne Audiodeskription wählen.» Klar, alles eine Kostenfrage. Aber die Investition könnte sich lohnen: Denn die Massnahmen, die morgen Sinnesbehinderten zugute kommen, könnten übermorgen uns selbst bei der Medienrezeption unterstützen. Denn wer Glück hat, wird alt. Und wer alt wird, bei dem lassen Hör- und Sehvermögen nach. Wäre es nicht schön, wenn wir dadurch nicht behindert würden? Anne-Friederike Wilhelm
Mit den Händen hören, sehen und sprechen Blockschrift Die sprechende Person schreibt grosse Druckbuchstaben oder Zahlen Zeichen für Zeichen in die Handfläche des Gesprächspartners. Lormen Buchstaben werden durch Berührungspunkte und Striche in der Handfläche ersetzt. So bedeutet ein Tipp auf die Spitze des Zeigefingers zum Beispiel E, ein Querstrich über das Handgelenk X. Ein leichter Klaps auf die Hand kennzeichnet das Ende eines Wortes. Fingeralphabet Das Fingeralphabet benutzen vor allem Gehörlose als Unterstützung der Gebärdensprache. Auch hier werden Worte buchstabiert. Die Faust bedeutet zum Beispiel A, die volle Hand mit ausgestreckten Fingern SCH. Ist der Gesprächspartner stark sehbehindert oder blind, legt er seine Hand auf die des Sprechers und ertastet die Stellung der Hand. Gebärdensprache Gebärdensprache besteht aus der Kombination von Gestik, Mimik und Mundbild mit der Körperhaltung. Im deutschen Sprachraum wird die deutsche, die österreichische und die Deutschschweizer Gebärdensprache gesprochen. Gebärden kennen auch Dialekte: In der Deutschschweizer Gebärdensprache wird Zürcher, Berner, Basler, Luzerner und St. Galler Mundart gesprochen. Wie bei der gesprochenen Sprache verstehen Dialektsprecher einander. Die verbreitetste Gebärdensprache ist die American Sign Language. Braille Die Blindenschrift wurde 1825 vom Franzosen Louis Braille entwickelt. Sie arbeitet mit Punktmustern, die von hinten in Papier gepresst werden. Die Erhöhungen können dann mit den Fingerspitzen ertastet werden. Jeder Buchstabe besteht aus einer unterschiedlichen Anzahl von Punkten, die auf einem Raster von drei Punkten in der Höhe und zwei Punkten in der Breite verteilt sind. Bei der Braillezeile am Computer bilden kleine Metallstifte die Buchstaben. Für das Schreiben von Braille per Hand nutzen Blinde eine Schablone, in die ein Stück Papier gespannt ist. Dabei stechen sie die Buchstaben von hinten im Sechsermuster ins Papier. Es gibt auch Brailleschreibmaschinen und -drucker.
Patrick Stämpfli neu bei Trimedia
Die internationale Full-Service-Agentur Trimedia engagiert Patrick Stämpfli am Standort St. Gallen. Stämpfli war zuvor Leiter der St. Galler Redaktion von .ch.
Redaktion
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8. April 2009
Die Kommunikationsagentur Trimedia Communications Schweiz engagiert Patrick Stämpfli als PR-Redaktor am Standort St.Gallen. In seiner neuen Funktion wird er auch im Bereich Bewegtes Bild tätig sein, wie die Agentur schreibt. Stämpfli hat rund 20 Jahre Berufserfahrung als Journalist. Zuletzt war er Leiter der St. Galler Redaktion von .ch. Vor seinem Engagement bei der Gratiszeitung war Stämpfli lange Jahre als Redaktor und Moderator bei Radio aktuell – dem heutigen Radio FM1 – beschäftigt. Seine journalistischen Wurzeln gehen zurück auf die redaktionelle Tätigkeit für das Gastromagazin Salz und Pfeffer.
Der Impact Check der Werbewoche
Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen beim Konsumenten abschneiden.
Redaktion
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8. April 2009
In Zusammenarbeit mit Marketagent.com Schweiz AG erheben wir künftig in regelmässigen Abständen den Werbewoche Impact Check. Zehn von uns ausgewählte Kampagnen werden nach den Kriterien Awareness (spontane Erinnerung), Uniqueness (hebt sich sehr stark von anderer Werbung in Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften ab), Brand Fit (passt sehr gut zu meinem Bild von dieser Marke) und Likeability (gefällt mir sehr gut) getestet. > Übersicht > Detaillierte Ergebnisse Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI). Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com-reSEARCH-Plattform. Zielgruppe: webaktive Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 59 Jahren. Sample-Grösse: n = 501 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten. Erhebungszeitraum: 23.03.2009 – 01.04.2009, Felddauer: 8 Tage 23 Std. 48 Min. Eingeladene Panel-Teilnehmer: 3270; Interviews: 501 Netto-Interviews in der Kernzielgruppe: 501; Rücklaufquote: 15,3%; Abbruchquote: 8,9%; Studienleitung: Marketagent.com. Fragen: Wir haben Ihnen zu Beginn der heutigen Befragung einige Anzeigen vorgestellt. An welche dieser Anzeigen können Sie sich erinnern? Bitte nennen Sie uns die werbenden Unternehmen bzw. die beworbenen Marken. (Awareness) Inwieweit heben sich diese Anzeigen Ihrer Meinung nach von anderer Werbung in Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften ab? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 = hebt sich überhaupt nicht ab bis 6 = hebt sich sehr stark ab. (Uniqueness) Inwieweit passen diese Anzeigen zu dem Bild, das Sie von den jeweiligen Marken/Unternehmen haben? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 = passt überhaupt nicht zu meinem Bild von dieser Marke bis 6 = passt sehr gut zu meinem Bild von dieser Marke. (Brand Fit) Inwieweit gefallen Ihnen die folgenden Anzeigen? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 = gefällt mir überhaupt nicht bis 6 = gefällt mir sehr gut. (Likeability) Marketagent.com Schweiz AG ist eine Beteiligung der Marketagent.com online reSEARCH GmbH, Österreichs führendem Online-Markt- und -Meinungsforschungsinstitut und Vorreiter in der Internet-basierenden Datenerhebung und -analyse. Das eigens rekrutierte Online-Access-Panel umfasst derzeit rund 20 000 Schweizer Panelisten (plus 178 000 in Deutschland und Österreich). Zu den Schweizer Referenzen gehören unter anderem Coca-Cola, L’Oréal, Nestlé, Parship.ch und Advico Young & Rubicam.
Otto Meier als neuer Sawi-Präsident vorgeschlagen
Sawi-Präsident Hans-Peter Rohner wird an der Mitgliederversammlung vom 15. Mai zurücktreten. Otto Meier, selbständiger Medien- und Unternehmensberater, soll seine Nachfolge antreten. Ausserdem stellt die Schule eine neue Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft vor.
Redaktion
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8. April 2009
Sawi-Präsident Hans-Peter Rohner wird an der Mitgliederversammlung vom 15. Mai zurücktreten. Otto Meier, selbständiger Medien- und Unternehmensberater, soll seine Nachfolge antreten. Ausserdem stellt die Schule eine neue Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft vor. Der Schulvorstand des Trägervereins Sawi ist in den vergangenen neun Jahren von Hans-Peter Rohner (CEO PubliGroupe) präsidiert worden. Er wird an der nächsten Mitgliederversammlung zurücktreten. Der Vorstand des SAWI hat an seiner letzten Sitzung Otto Meier, selbstständiger Medien- und Unternehmensberater aus Kriens (Luzern), als neuen Präsidenten vorgeschlagen. Der 57-jährige Otto Meier verfüge über einen exzellenten Leistungsausweis im Aus- und Weiterbildungsbereich, schreibt das Sawi in seiner Pressemitteilung vom Mittwoch. Meier ist diplomierter Kommunikationsleiter, war jahrzehntelang Dozent und Prüfungsexperte in unterschiedlichen Fachbereichen und gehörte 10 Jahre dem Schulvorstand an.Die Wahl des neuen Präsidenten erfolgt anlässlich der Mitgliederversammlung am 15. Mai 2009 in Chur. Neue Lehrgangs-Kooperation Zusammen mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur hat das Sawi ein Konzept entwickelt, das es ermöglicht, nach dem 3-semestrigen Studiengang Polycom am nahtlos an den Bachelor-Lehrgang für «Multimedia Production» an der HTW anzuknüpfen. Das Vollzeitstudium Polycom am Sawi ist eine Ausbildung als «Berater/Beraterin Unternehmens- und Marketingkommunikation» und schliesst mit einer von der Fachhochschule abgenommenen Diplomarbeit ab. Damit erhält man das Eintrittsticket an die HTW Chur, um den Lehrgang «Multimedia Production» zu besuchen und die Ausbildung mit dem «Bachelor of Science FHO in Media-Engineering» abzuschliessen. Der nächste Lehrgang Polycom startet im September 2009. Dieser kann im Februar 2011 abgeschlossen werden. Nach dem anschliessenden Studium an der HTW Chur ist im Frühling 2012 der Bachelor-Abschluss in Reichweite.
Da warens nur noch acht
Beim Bundesverwaltungsgericht haben sich die hängigen Rekurse gegen die Radio- und TV-Konzessionen mittlerweile auf acht reduziert.
Redaktion
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8. April 2009
Die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Bern konnten in letzten 14 Tagen gleich zweimal aufatmen. Denn in dieser Zeit haben sich zwei der zehn hängigen Rekurse gegen die vom UVEK Ende Oktober vergebenen Radio- und TV-Konzessionen fast von selbst erledigt. Zuerst einigten sich Tele M1 und Tele Alf im Gebiet Mittelland, und per 1. April ging auch der Handänderung des Innerschweizer Tele Tell von der AZ Medien an die LZ Medien über die Bühne. Dass in beiden Fällen Peter Wanners AZ Medien involviert war, ist kaum Zufall. Denn Wanner sah sich gleich von drei Seiten her bedrängt. Nach der Vergabe der TV-Konzession Innerschweiz an Neuling Tele 1 (LZ Medien) war die Zukunft seines Tele Tell zumindest ungewiss war. Und für Tele M1 und Radio Argovia hat er zwar die Konzessionen im Sack, sie wurden ihm aber streitig gemacht: Einerseits von Tele Alf und andererseits von Roger Schawinskis Radio AG. Mit den Einigungen im TV-Bereich kann sich Wanner nun vollständig auf die Auseinandersetzung mit Schawinski konzentrieren. Und dieser wird sich kaum auf aussergerichtliche Deals einlassen. Seine Antwort auf eine entsprechende Anfrage der Werbewoche war jedenfalls klar: «Ein Rückzug steht nicht zur Debatte», hielt der Radiopionier fest. Den selben Bescheid gab er auch für die Situation in der Südostschweiz, wo er gegen die Vergabe an Hanspeter Lebruments Radio Grischa rekurrierte. Könnte es in nächster Zeit dennoch zu weiteren Einigungen unter Radio- und TV-Kontrahenten kommen. Vermutlich nur in einem Fall: Denn beim Bundesverwaltungsgericht ist von den acht übrigen Rekursen immerhin einer sistiert – jener von Radio One FM gegen Buzz FM im Arc Lémanique. Das ist aber schon seit November 2008 so, hatte doch Newcomer Buzz FM nur wenige Tage nach Erhalt einer Konzessionen auf diese verzichtet und sie dem leer ausgegangenen Sender One FM angeboten. Wegen der anschliessenden Vergleichsverhandlungen sistierte One FM seinen Rekurs. Klar ist: Wenn One FM an Stelle von Buzz FM weiter senden will, muss es sein Konzept der Buzz-Konzession anpassen. Das fällt offenbar schwer. Hängig ist der Rekurs auch in der Ostschweiz, wo Günter Heubergers Tele Säntis dem St. Galler Tele Ostschweiz die Konzession streitig macht. «Einen Rückzug der Beschwerde – verbunden mit irgendeinem Deal – gibt es in unserem Verfahren nicht», schreibt Heuberger. Aufrecht sind die Rekurse von Ringiers Radio Energy in Zürich sowie von Christian Heebs Radio RBB in Basel. Ebenso im Jura: Radio Lune opponiert dort weiterhin gegen die Konzession, die an Pierre Steulets Arc FM ging, Steulet seinerseits will zu seinen zwei Radiokonzessionen auch noch eine TV-Konzession für sein Arc TV, weshalb er den Rechtsweg gegen TV-Konzessionär Canal Alpha beschritt. Kein Rückzug, hingegen etwas Bewegung gibts im Wallis. TV-Sender Canal 9/Kanal 9, der dort die Konzession für den ganzen Kanton und das Chablais erhielt, wird am 29. Juni seinen deutschsprachigen Betrieb im Oberwallis starten. Bereits wurde mit Roger Brunner, auch ein Leiter für die sechsköpfige Oberwalliser Redaktion gewählt, die ihre Arbeit am 1. Mai aufnimmt. Bunner ist seit sieben Jahren Redaktor des Walliser Bote und moderierte auch bei Tele Oberwallis. Das ist insofern pikant, als Tele Oberwallis und Walliser Bote am Konkurrenzprojekt Valais Wallis TV beteiligt waren, das bei der Konzessionsvergabe gegen Canal 9 unterlag. Der UVEK-Entscheid wurde zwar akzeptiert und Valais Wallis TV eingestellt. Doch Tele Oberwallis sendet als meldepflichtiges Fernsehen weiter und hofft nach wie vor auf eine Kooperation mit Canal 9. Brunners Wahl sei aber eine rein personelle Rochade und kein Signal für eine Annäherung der beiden bisherigen Kontrahenten, sagt Christian Stärkle, VR-Präsident von Tele Oberwallis. Markus Knöpfli
Unterschiedliche Strategien: Canal 9 hat sich bislang nicht mit seinem Konkurrenten geeinigt, Tele Alf dagegen schon.
Werbedruck verliert leicht
Der Schweizer Werbemarkt bleibt gemessen am Vorjahr schwach, entwickelt sich auf tiefem Niveau aber etwa innerhalb der Erwartungen. Gegenüber dem Januar hat der Februar 2009 ganz minim zugelegt, aber nicht so stark wie üblich in den vergangenen Jahren.
Redaktion
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8. April 2009
Mediafocus. Der Schweizer Werbemarkt bleibt gemessen am Vorjahr schwach, entwickelt sich auf tiefem Niveau aber etwa innerhalb der Erwartungen. Gegenüber dem Januar hat der Februar 2009 ganz minim zugelegt, aber nicht so stark wie üblich in den vergangenen Jahren. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Februar 9,4 Prozent im Minus, was die Schere zur Performance im letzten Jahr weiter leicht öffnet: Der Januar lag noch 8,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Mit der Ausnahme von Internet, Radio und der Fachpresse verlieren alle Mediengruppen an Boden. Am stärksten trifft es wie bereits im Vormonat die Mediengruppen Kino (–44,7 Prozent) und Publikums-, Finanz- und Wirtschaftspresse mit minus 26,3 Prozent. Trotz dieses deutlichen Negativtrends entwickeln sich einige Schlüsselmärkte positiv: Kosmetik/Körperpflege verzeichnet ein Plus von 30,6 Prozent, Pharma/Gesundheit eine Zunahme von 26,3 Prozent. Den deutlichsten Negativtrend aller Schlüsselmärkte verzeichnet die Branche IT (–32,1 Prozent), dicht gefolgt von den Sorgenkindern Getränke (–30,9 Prozent), Uhren/Schmuck (–28,1 Prozent) und Finanzen (–27,8 Prozent). Grösster Werbetreibender ist Coop, vor Migros und L’Oréal.