Auch Prüfungsexperten müssen optimal auf eine Prüfung vorbereitet sein (Teil 2)

Für die Vorbereitung von Prüfungsexperten auf die mündliche Prüfung zur «Berufsprüfung für Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis» wurden neue Standards gesetzt.

Vom 14. bis 17. April 2009 finden in der Kantonsschule in Reussbühl LU die mündlichen Prüfungen für Marketingfachleute mit eidg. Fachausweis (früher Marketingplaner) erstmals nach neuer Prüfungsordnung statt. Eines der neuen Fächer sind die Präsentations- und Kommunikationstechniken (siehe Bericht in der Werbewoche vom 15. 1. 09 über den ersten Teil der Prüfungsvorbereitung der Experten). In einem zweiten Teil wurde nun mit ausgelosten Prüfungskandidaten die mündliche Prüfung in Anwesenheit aller Experten prüfungsgerecht simuliert.
Peter Gilli, Fachvorstand:
«Es ging darum, dass alle Experten, die bereits im November auf einen einheitlichen Prüfungsstandard gebracht wurden, diesen nun in der Praxis an einer 1:1-Prüfungssituation anwenden und weiter optimieren. Die gesetzten Ziele wurden erreicht, teilweise sogar übertroffen, sodass ich sicher bin, dass die bevorstehende Prüfung in perfekter Qualität durchgeführt wird. Alle Prüfungsexperten sind nun ‹prüfungsreif› und auf gleich hohem Level.»
Nina Jordi, Prüfungsexpertin:
Ich bin zwar bereits seit über zwei Jahren als Prüfungsexpertin tätig, hier bei den Marketingfachleuten aber ganz neu dabei. Der Anlass war für mich deshalb ein sehr gutes Instrument zur Vorbereitung. Auch stellte die Probeprüfung sicher, dass die Bewertungskriterien für die Leistung der Prüfungskandidaten weiter verfeinert werden konnten. Dass das Ganze durch einen versierten Moderator begleitet wurde, rundete den professionell gestalteten Workshop ab.»
Robert W. Zurbriggen, Prüfungsexperte:
«Ich bin seit 15 Jahren Prüfungsexperte und habe von den Workshops sehr profitiert, weil die Prüfungssituation wirklich 1:1 und perfekt prüfungsbezogen simuliert wurde. Es war eine ausgezeichnete Idee von Peter Gilli, das so zu machen. Super waren auch die kompetente Moderation von Dr. Walter Koller und die reibungslose Organisation durch das Prüfungssekretariat von Swiss Marketing in Olten.»
Dr. Walter Urs Koller, Moderator und Experte für Qualitätssicherung:
«Peter Gilli hatte sein Expertenteam im November bereits sehr gut informiert, instruiert und dokumentiert. Die unterschiedlichen Leistungen der drei Prüfungskandidaten waren für diese Probeprüfung sehr fruchtbar, weil die Experten dadurch auf unterschiedlichste Art und Weise gefordert wurden. Genau das wollten wir erreichen. Ich bin nun schon bald 20 Jahre im Rahmen von höheren Fachprüfungen und Prüfungsqualität mündlich wie schriftlich unterwegs. Was hier organisiert, von den Experten gezeigt und im Team reflektiert und diskutiert wurde, gehört zur Spitzenklasse.»
Claude J. Dubois, Prüfungsleiter für Marketingfachleute und Bereichsleiter Prüfungswesen» bei Swiss Marketing:
«Weil es sich um eine eidgenössische Berufsprüfung handelt, muss von Beginn an auch in bisher nicht geprüften Fächern die Prüfungsqualität gemäss der vom BBT genehmigten Prüfungsordnung gewährleis-tet sein. Die von Peter Gilli durchgeführten Schulungen und Workshops garantieren diese Qualität und damit die korrekte Bewertung aller Prüflinge.»
Karin Greuter aus Uster, eine der drei ausgelosten Prüfungskandidaten:
«Die Experten waren freundlich und korrekt, was mir half, meine Nervosität zu mindern. Die Herausforderung bestand für mich darin, dass man das zu präsentierende Thema nicht nur überzeugend präsentieren, sondern auch fachlich beherrschen muss. Ein schwieriger Punkt war das Zeitmanagement, man sollte deshalb eine Armbanduhr bei sich haben. Die Beurteilung meiner Präsentation durch die Experten habe ich als sehr objektiv und fair empfunden.»

Publicis Modem und Nemos schliessen sich zusammen

Publicis Modem übernimmt die Zürcher Online-Marketing-Agentur Nemos GmbH. Nemos-Geschäftsführer Pascal Urscheler nimmt im Gegenzug Einsitz in die Geschäftsleitung von Publicis Schweiz. Mit diesem Schritt will die Agentur am Stadelhofen ihre Technologiekompetenz gemäss globaler Strategie von Publicis ausbauen.

Publicis Modem und die Online-Marketing-Agentur Nemos führen ihr Geschäft zusammen. Publicis übernimmt dabei 100 Prozent des Gesellschaftskapitals der Nemos GmbH mit Sitz in Zürich und integriert die zehn Mitarbeitenden per Anfang Mai vollständig in ihre digitale Division Publicis Modem. Pascal Urscheler, Geschäftsführer von Nemos, wird die Abteilung zusammen mit Marion Marxer leiten und zudem Einsitz in der Geschäftsleitung von Publicis Schweiz nehmen. Nemos hat sich auf Multimedia- und Flash-Programmierung spezialisiert.
Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen will Publicis Schweiz ihre Technologiekompetenz im Bereich der digitalen Marketingkommunikation ausbauen, was der globalen Strategie von Publicis Worldwide entspricht, wie das Unternehmen schreibt. «Die Werbebranche steht vor weit reichenden Umwälzungen – weniger durch die konjunkturelle Krise, als durch die sich verändernde Mediennutzung hin zu einem digitalen Lebensstil und wegen der neuen Möglichkeiten, wie Unternehmen mit ihren Kunden online kommunizieren», wird Publicis-Chef Fredy Collioud in der Mitteilung zitiert.
Zu den Kunden von Publicis Modem in der Schweiz gehören Nestlé, Swiss, UBS, Chocolat Frey, Postfinance, Postmail und Microsoft. Die Agentur wurde letztes Jahr in Cannes mit einem Cyber Lion ausgezeichnet.

Artgerecht, saftig und einheimisch

Polyconsult schärft für Proviande die Marke «Schweizer Fleisch» mit neuem Logo.

Bereits im Jahr 2013 oder spätestens 2015 wird in der Schweiz für sämtliche Agrarprodukte aus Ländern der Europäischen Union der Markt geöffnet. Die fallenden Barrieren werden zu einem verschärften Konkurrenzkampf führen. Absehbar ist, dass im konkreten Fall Fleisch im Ausland billiger produziert werden kann. Der Import wird zunehmen, weil Schweizer Fleisch aufgrund der hiesigen Strukturen teurer ist. Dafür bietet Schweizer Fleisch die Garantie, dass die Tiere sichtbar vor unseren Augen im freien Auslauf rund um einen Bauernhof aufwachsen und nicht in gigantischen Fleischfabriken gezüchtet werden. Unsere Tierschutzgesetze sind griffiger als in vielen anderen Ländern. Das Wort Bio hat in der Schweiz eine nachhaltige Bedeutung erlangt. Das soll jetzt kommuniziert werden.
Bis jetzt hat die Agentur Polyconsult, die das Budget für Schweizer Fleisch bereits im zehnten Jahr betreut, in ihren Kampagnen vor allem die Gattung beworben. Schweizer Fleisch ist wertvoll, gesund und gut. Mit der aktuellen Kampagne geht es jetzt erstmals darum, «sich gegen die ausländische Konkurrenz zu profilieren», wie Beratungsleiter Michael Brodbeck bei Polyconsult erklärt. Schweizer Fleisch soll «als eine Marke aufgebaut» werden. Damit wird auch das Profil für eine klare Erkennung und Wiedererkennung geschärft. In der Kampagne wird nicht vordergründig mit Heimatschutz argumentiert, sondern die Strategie aufgezeigt: Wer Schweizer Fleisch konsumiert, erhält bessere Qualität und damit grösseren Genuss.
Das CI der Kampagne führt kontinuierlich die bereits laufenden Bildwelten weiter. Mit zehn neuen Sujets sind jetzt 20 verschiedene «Fleischstücke» servierbereit. Fotografiert hat sie Julien Vonier mit der Rezeptvorgabe, dass die Bilder beim Betrachter unweigerlich «das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen», wie CD Jürg Tscharner hofft. Auffallend ergänzend wird dazu ab sofort in allen Publikationen das neugeschaffene Logo mit dem weissen Kreuz im roten Kotelett die Botschaft stützen. Für den Einsatz am POS hat Polyconsult spezielle Stecknadeln mit dem Logo anfertigen lassen, mit denen die Fleischstücke in der Auslage mit der Schweizer Herkunftsbezeichnung qualitativ ausgezeichnet werden können. Die Bildmarke soll auch auf den verschiedensten Werbemitteln wie Rotair, Servietten, Einkaufstaschen oder Grillutensilien zum Einsatz kommen.
Einen besonders cleveren Mechanismus haben sich die Werber für den Einsatz der Spots ausgedacht. Einer wird zum Beispiel nur in den Pausen einer Sportsendung geschaltet und dabei jeweils dreigeteilt. Dabei wird eine Bratwurst konsequent als erster Film eines Werbeblocks auf den Grill gelegt, in der Mitte des Blocks kurz gewendet und dann im letzten Beitrag vom Feuer genommen –mit dem Hinweis, dass es mit dem Programm gleich weitergeht. Solche möglichst sinnvollen Verbindungen mit dem redaktionellen Umfeld hat die Mediaplanung auch beim Einsatz der Printsujets angestrebt, wie die unten stehenden Beispiele mit der witzigen Anspielung in einer Programmzeitschrift oder einer Schaltung im grünen Beobachter zeigen.
Andreas Panzeri
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Wirtschaft im Abschwung, Rezepte im Aufschwung

Von Dr. Peter Petrin, Vizepräsident Swiss Marketing (SMC) und Direktor des SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie (www.sib.ch).

Nun wissen es wohl auch die Menschen in den abgelegensten Winkeln: Die Weltwirtschaft ist in der Krise. Wenn der Absatz von Gütern und Dienstleistungen schrumpft, wächst die Zahl guter und gut gemeinter Rezepte, um aus der Krise zu kommen. Die Absatzkrise wird auch zur Wertekrise erklärt. Ein neues Verantwortungsbewusstsein, eine neue Managerkultur, eine neue Wirtschaftsethik etc. tun Not. «Neu» klingt immer gut, «Innova-tion» noch besser. Wie wäre es also mit einer Werte-Innovation?
Nicht alles, was sich gut anhört, muss auch schön sein. Das wissen wir Marketer. Ich zum Beispiel glaube nicht, dass wir wirklich neue Werte brauchen. So wie ich nicht glaube, dass wir den neuen Menschen erschaffen können. Ich glaube, die Werte, die zu befolgen wären, sind schon längst erfunden. Man muss sich ihrer nur bedienen. Nicht einfache Rezepte, nicht Freiheitsbeschränkungen werden den Wirtschaftsmotor wieder zum Brummen bringen. Wachstum braucht Bewegung und Raum. Wenn wir Raum begrenzen und Bewegung behindern, indem wir die Zahl der Ge- und Verbote weiter erhöhen, verheddern wir uns immer mehr. Damit will ich nicht sagen, dass man gesellschaftliche Normen und Regeln nicht ändern dürfen soll. Neues darf Altes ersetzen. Das war immer schon so.
Zwischen Freiheit und Wohlstand besteht nachweislich ein kausaler Zusammenhang. Mit der Aufklärung begann eine atemberaubende Erfolgsgeschichte für jene Völker, die aufgeklärt handelten. Natürlich verlief der Wohlstandszuwachs nicht linear, aber es ging in der Summe mehr auf- als abwärts. Weil der Mensch nicht mehr bloss glauben, sondern auch wissen wollte. Nicht das Handeln nach einfachen Rezepten und Glaubenssätzen brachte uns weiter, sondern der Mut, sich auf das noch Unbekannte einzulassen und zu lernen. Heute wissen wir noch nicht, wie wir uns aus der Wirtschaftskrise herausarbeiten werden. Wie wäre es mit folgendem einfachen Rezept: Bilden wir uns weiter und lernen wir. Damit lösen wir zwar die anstehenden Probleme nicht unmittelbar. Aber wir erweitern unser Verhaltensrepertoire und damit die Wahrscheinlichkeit, was vor uns liegt, produktiv zu gestalten. Der Weg in die Zukunft führt vorwärts, nicht rückwärts.

Nachäffen herzlich empfohlen

Numéro 10 lanciert für das Bundesamt für Energie acht witzige Spots zu einem ernsten Thema.

Energiesparen ist «so einfach»! Oder wer weiss nicht, dass man bis zu 3 Prozent Treibstoff sparen kann, wenn man die Reifen seines Autos 0,5 bar über den vom Hersteller empfohlenen Reifendruck aufpumpen lässt und damit gleichzeitig das Fahrverhalten des Fahrzeugs verbessern und das Risiko eines Reifenplatzers vermindern kann. Und jeder weiss auch, dass man den Wasser- und Energieverbrauch mit einem Spar-Duschkopf um bis zu 50 Prozent reduzieren kann.
Schön wärs – wenn dieses Wissen jedem geläufig wäre. Denn die zahlreichen Tipps zum Energiesparen vom Bundesamt für Energie BFE sind tatsächlich hieb- und stichfest. Sie müssten nur noch allgemein verständlich unter das Volk gebracht werden.
Nicht mit einem moralinsauren Appell allerdings, sondern mit überraschendem Witz. Die Idee dazu hat Numéro 10 entwickelt und damit diesen wichtigen Pitch beim BFE gewonnen. Stratege Gilles Aeby hat sich dabei überlegt: Wenn ich die Tipps zum Energiesparen von Menschen abgeben lasse, dann wirkt das schal nach Zeigefinger. Die gleichen Botschaften von einem cleveren Affen gesprochen, können aber eine Welle der Sympathie auslösen. Seit Ende März strahlt nun EnergieSchweiz, das Programm für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, jeden Monat bis Ende November 2009 einen neuen von insgesamt acht witzigen TV-Spots aus. Mit tierischem Humor propagieren diese kurzen Sketches, dass es für jede und jeden von uns «so einfach» wäre, Energie und Geld zu sparen. Und zwar ohne Anstrengung und ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Die Tipps der Affen drehen sich um Abgas, Warmwasser, Pneudruck, Stand-by-Geräte, Sparlampen, Heizung. Eine besondere Aktion im Herbst offeriert einen Energie-Check-up für Wohnhäuser für 200 statt 1200 Franken. Dazu wird am 24. Oktober ein nationaler Energie-Tag ausgerufen.
Das Konzept der Filmchen baut darauf, dass jeweils ein Affe besonders clever ist und einen etwas trägeren Artgenossen belehren will. Diese entsprechend doof wirkenden Energiesünder geben sich aber uneinsichtig, obwohl die Argumente des menschenschlauen Besserwissers überzeugend wären.
Für die acht Szenen hat Numéro 10 rund um die Welt viele Archive wie National Geographic nach Affenfilmen durchsuchen lassen. Aus den gefundenen Dokumenten wurden dann die schrägsten Situationen und affigsten Gesten montiert und mit einem Dialog unterlegt. Die Agentur hofft nun, dass die Inhalte von Schülern zum Beispiel bald einmal «nachgeäfft» und damit verstanden werden.
Die TV-Spots werden zur Primetime auf den drei nationalen Sendern ausgestrahlt. Ergänzend bietet www.so-einfach.ch noch mehr Informationen zum Thema mit zahlreichen Energiespartipps. Dort können auch die Spots noch einmal angesehen werden, über die man am Vorabend vor dem Fernsehgerät geschmunzelt hat.
Andreas Panzeri
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Die acht Spots funktionieren jeweils nach der gleichen Dramaturgie: Ein Affe ist der schlauere und erklärt seinem noch bockenden Dialogpartner, wie man Energie sparen könnte.

Pressespiegel wird Publikumsorgan des Verbandes Schweizer Werbung

Der Mediaforum-Pressespiegel wird zukünftig regelmässig die Mitteilungen des Verbandes Schweizer Werbung SW in den Dienst aufnehmen. In einem Verbandsfenster innerhalb des Pressespiegels informiert die Schweizer Werbung SW über Themen der Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation, Weiterbildung sowie Fragen um politische Rahmenbedingungen, insbesondere Werbeverbote.

Der Mediaforum-Pressespiegel wird zukünftig regelmässig die Mitteilungen des Verbandes Schweizer Werbung SW in den Dienst aufnehmen. In einem Verbandsfenster innerhalb des Pressespiegels informiert die Schweizer Werbung SW über Themen der Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation, Weiterbildung sowie Fragen um politische Rahmenbedingungen, insbesondere Werbeverbote. Zudem wird einmal im Monat über die Wahl des «Kommunikator des Monats» berichtet.
Der Verband, welcher das Branchengeschehen in der Medien- und Kommunikationsbranche wöchentlich zusammenfasst, vertritt die Interessen der Werbeauftraggeber, der Kommunikationsagenturen und der Werbemedien. Mittlerweile zählt der Verband rund 1000 Mitglieder.

Totales Alkohol-Werbeverbot im Fernsehen rückt näher

Nach dem Ständerat sprach sich nun auch die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats für ein totales Werbeverbot für Alkoholika in Schweizer Sendern und Schweizer Werbefenstern aus. Der Bundesrat bevorzugte eine beschränkte Liberalisierung.

Nach dem Ständerat will nun auch die Aussenpolitische Kommission (APK) des Nationalrats die Alkoholwerbung in inländischen und ausländischen Fernsehprogrammen verbieten, die sich ans schweizerische Publikum richtet. Das schliesst explizit auch ausländische Werbefenster mit ein. Damit rückt die Gesetzgebung dem totalen Werbeverbot für Alkohol im Fernsehen einen weiteren Schritt näher. Der Bundesrat schlug hingegen eine begrenzte Liberalisierung vor.
Hintergrund der Diskussion über die Alkoholwerbung ist das Media- Filmförderungsabkommen mit der EU. Wenn der Schweizer Film weiterhin von diesem Programm profitieren will, müsste die Schweiz als politischen Preis ihre Werbeverbote lockern. Das sieht vorerst nicht danach aus. Der Beschluss des Ständerats war vom Präventionsgedanken und vom Jugendschutz motiviert.

Daniel Flück neuer Geschäftsführer von APG Traffic

Daniel Flück ist seit 1. April neuer Geschäftsleiter der Affichage-Tochter APG Traffic. Er löst Hans Peter Mueller ab, der im Verwaltungsrat Einsitz nimmt.

Am 1. April 2009 hat Daniel Flück die Geschäftsleitung der Affichage-Tochter APG Traffic übernommen. Der 43-Jährige löst Hans Peter Mueller ab, der als Vizepräsident im Verwaltungsrat der APG Traffic AG Einsitz nimmt. Weiter ist Andreas Steltzlen neben seiner bisherigen Funktion als Teamleiter von APG Traffic Bern-Solothurn zum stellvertretenden Geschäftsführer gewählt worden. Flück war vor seiner Wahl in verschiedenen führenden Positionen tätig. Unter anderem als Direktor Kommerz von Radio Canal 3 sowie als Geschäftsführer von Conradio-TV, das zur Espace-Media-Gruppe gehörte.

Aufgefallen

Aufgefallen ist der Werbewoche unter anderem das Komitee «Rettet den Bund», welches weiterhin aktiv ist und im Mai sogar eine weitere Trägerschaft ins Leben rufen will. Unter den bisher weit über 13'000 Mitgliedern finden sich auch zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Kuno Lauener, der Sänger von Züri West.

Starke Stimmen
Wie soll es in der Berner Medienszene weitergehen? Das Komitee «Rettet den Bund» ist weiterhin aktiv und will im Mai sogar eine weitere Trägerschaft ins Leben rufen. Unter den bisher weit über 13’000 Mitgliedern finden sich auch zahlreiche Prominente wie zum Beispiel Kuno Lauener, der Sänger von Züri West. Sollte auf der Site Rettet-den-bund.ch genug Dynamik entstehen, wäre die Gründung einer Stiftung die logische Weiterentwicklung. Diese könnte dann die Trägerschaft bilden für den Bund oder ein Nachfolgemedium.
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Viele Ideen auf einen Blick
Die Ausgabe 46 des Jahrbuchs der Werbung ist soeben ausgeliefert worden. Das Standardwerk in der deutschsprachigen Medien- und Kommunikationsbranche dokumentiert die besten Ideen, die jährlich von mehr als 300 Agenturen mit über 1’000 Arbeiten beim Wettbewerb um das silberne Megaphon eingereicht werden. Im Jahrbuch sind nun auf über 800 Seiten alle Shortlistplatzierten und Gewinner des Wettbewerbs ausführlich portraitiert. Dazu auch die siegreichen Agenturen wie zum Beispiel Rod als beste Newcomer aus der Schweiz. Das Buch aus dem Econ Verlag kann über www.jdw.de bestellt werden.

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Auf Mitarbeitern gebaut

Die Berner Agentur Wapico kreiert für Stämpfli eine Reihe von gedruckten und elektronischen Publikationen.

Eine langjährige Zusammenarbeit findet ihre Fortsetzung: Die Stämpfli AG hat in den letzten Jahren mit verschiedenen Berner Werbe- und Kommunikationsagenturen gearbeitet, allerdings stets mit denselben Ansprechpartnern. Diese haben vor zwei Jahren Wapico gegründet, und die Agentur hat jetzt das Mandat bekommen, eine neue Bildwelt und die daraus zu realisierenden Kommunikationsmittel zu kreieren. Stämpfli vereint fünf Unternehmen für elektronische und gedruckte Publikationen und Publikationssysteme.
CD René Walker hat spezifische Stämpfli-Charaktereigenschaften mit Mitarbeitenden umgesetzt, die ihre Hobbys am Arbeitsplatz ausüben, ganz nach dem Motto «Abeitsort ist Lebensort». So wird echte Nähe und Identifikation mit dem über 200-jährigen Familienunternehmen dokumentiert. Entstanden ist eine Serie von Porträts, welche die Vorgaben einfühlend umsetzen und den gelebten Familienstil des rund 300 Mitarbeitende zählenden Unternehmens treffend wiedergeben.
Die Fotos, von Charlotte Walker aus Lausanne, wurden in der Folge eingesetzt für die Imagebroschüre, für eine Anzeigenserie in Fach- und anderen Medien, für Produktbroschüren sowie für weitere Werbemittel.
Eigenständigkeit und Einheit, nach diesen Vorgaben ist eine Bildwelt entstanden, die (fast) überall eingesetzt werden kann. Peter Stämpfli, Verwaltungsrat und Leiter der Abteilung Publikationen, meint: «Das Fotokonzept hat auch intern bewegt und ist sowohl bei den Mitarbeitenden als auch bei den Kunden auf gute Resonanz gestossen.» (pan)
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Algerien betreibt Medienzensur

Wegen Vorberichten zur Präsidentenwahl am Donnerstag hätten die Zeitung Le Journal du Dimanche sowie die Magazine L'Express und Marianne in Algerien nicht erscheinen dürfen, berichtete der internationale Journalistenverband Reporter ohne Grenzen (RSF) am Mittwoch. Der Verband bezeichnete die Zensur als Skandal.

Wegen Vorberichten zur Präsidentenwahl am Donnerstag hätten die Zeitung Le Journal du Dimanche sowie die Magazine L’Express und Marianne in Algerien nicht erscheinen dürfen, berichtete der internationale Journalistenverband Reporter ohne Grenzen (RSF) am Mittwoch. Der Verband bezeichnete die Zensur als Skandal. Diese Zensur leugne die Pressefreiheit und damit die Demokratie, erklärte RSF.
Präsident Abdelaziz Bouteflika gilt als absoluter Favorit bei der Wahl. Grosse Oppositionsparteien boykottieren die Abstimmung. Als Stimmungsbarometer wird die Zahl der Nichtwähler gesehen.
Der Express hatte sich unter dem Titel «Abdelaziz und die Seinen» kritisch mit Bouteflika auseinandergesetzt, ebenso Marianne mit dem Artikel «Bouteflika, der letzte Sultan». Das Journal du Dimanche hatte seinen Bericht überschrieben mit: «Die Algerier wählen. Die Verzweiflung der Urnen.»
Zuvor hatte schon die Zeitschrift Afrique Magazine nicht erscheinen können, weil sie den Artikel «Algerien: Dämmerung der Generäle» enthielt.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er…

Witzige Einsichten aus ungemütlichen Situationen: Wirz Werbung für Travel Book Shop.

Reisen bildet. Und der Lernerfolg wird mit viel zusätzlichem Vergnügen noch gesteigert, wenn man vor seiner Reise ein Vorabend-Checking beim Travel Book Shop macht. Dieser kleine Laden im Zürcher Niederdorf ist mittlerweile eine Institution. Egal, wohin der Weg auch führt, der Travel Book Shop hält die entsprechenden Reisebücher, Fotobände, Ratgeber, Landkarten und Fahrpläne für jede nur erdenkliche Destination bereit.
Diese riesige Auswahl und das grosse Know-how der Mitarbeitenden rund um Inhaberin Gisela Treichler haben die Kreativen von Wirz auf die Idee für eine kleine, feine und ziemlich freche Kampagne gebracht. Gezeigt werden Traveller in extrem ungemütlichen Situationen, bei denen sofort klar wird: Hier hat es jemand versäumt, vor seiner Reise dem Travel Book Shop einen kurzen Besuch abzustatten. Die Sujets werden als Kleinanzeigen, Ladenplakate, Postkarten und T-Shirts eingesetzt.
Die witzigen Figuren sind bei Wirz inhouse von Iwan von Rickenbach gestaltet worden. Der Grafiker, der schon an der Kunstschule sein Diplom zum Thema Illustration machte, ist bei Wirz entdeckt worden, als er eine Einladungskarte zum jährlichen Cocktail gestalten sollte. Jetzt hat von Rickenbach eine ganze Familie von Figuren erschaffen. Er hat aber nicht nur diesen Stil im Programm. Ganz anders wird ein Kinderbuch aussehen, an dem er bereits arbeitet.
Andreas Panzeri
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