Flächenvisualisierung von Plakatstellen neu auf Google Maps

Im Planungstool SPR +Expert steht für die Analyse der räumlichen Verteilung aller Plakatstellen einer Kampagne neuerdings das Kartenwerk von Google Maps zur Verfügung. Die Lage und Verteilung von Plakatflächen lassen sich nun wahlweise auf Strassen-, Satelliten-, oder Hybridkarten analysieren.

Im Planungstool SPR +Expert steht für die Analyse der räumlichen Verteilung aller Plakatstellen einer Kampagne neuerdings das Kartenwerk von Google Maps zur Verfügung. Die Lage und Verteilung von Plakatflächen lassen sich nun wahlweise auf Strassen-, Satelliten-, oder Hybridkarten analysieren. Ausserdem können die Agglomerations- Couronne-, und Kernstadtgebiete zugeschaltet werden.
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Heads bewirbt Ewz.selection

Die Zürcher Agentur Heads bewirbt die diesjährige Durchführung der Ewz.selection und gestaltet zum ersten Mal das zur Fotografie-Plattform gehörende Magazin Scope. Inhaltlich verantwortet das Magazin dieses Jahr der freie Publizist und Kunstkritiker des Tages-Anzeigers Sascha Renner.

Die Zürcher Agentur Heads bewirbt die diesjährige Durchführung der Ewz.selection und gestaltet zum ersten Mal das zur Fotografie-Plattform gehörende Magazin Scope. Inhaltlich verantwortet das Magazin dieses Jahr der freie Publizist und Kunstkritiker des Tages-Anzeigers Sascha Renner. Das Heft erinnere mit seiner Haptik an das US-Satire-Magazin Mad, schreibt Heads in einer Mitteilung. Unter Anderen ist die ehemalige Fotochefin bei Time Magazine eingeladen, im Blatt Stellung zu beziehen.
Verantwortlich bei d.o.k. Zerbini: Romano Zerbini , Lucia Degonda, Jérôme Bischler. Verantwortlich bei Heads: Corporate Communication BSW: Marco Simonetti (Creative Direction), Donovan Szypura (Grafik), Ralph Hermann, Nadia Francioso, Karin Kiss (Beratung), Sascha Renner (Text «Scope).
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Superspot: Deutliche Buchstaben in der Suppe

Zankende Kinder müssen nicht zwingend laut sein, wie es diese beiden Geschwister in der Maggi-Werbung vormachen. Dem Papa wurde es dennoch zu bunt. Uns hier scheinbar auch. Die Ausstrahlung dieses von Publicis Deutschland realisierten Spots wurde nämlich in der Schweiz verboten.

So muss es wohl aussehen, wenn man das Herz (wortwörtlich) auf der Zunge trägt. Was dabei herauskommt, wenn man sich zu arg ins Zeug legt, zeigt die Familie im deutschen Buchstabensuppen-Spot von Maggi. Hierzulande schien man die von Publicis Deutschland realisierte Werbung mit dem amüsanten «Suppenkaspar» als Vater nur bedingt lustig gefunden zu haben. Sie wurde erst gar nicht ausgestrahlt.

Digitale Rettung für den Wald

Der Digitalmarketing-Anbieter Nemuk hat für WWF die Online-Kampagne «Tropenwald» realisiert. Ein Tropenwald-Portal soll Webseitenbesucher zwischen März und Mai 2009 für den Schutz des Tropenwalds sensibilisieren. Zudem sollen durch die Kampagne Spendengelder generiert sowie neue Mitglieder für die Organisation gewonnen werden.

Der Digitalmarketing-Anbieter Nemuk hat für WWF die Online-Kampagne «Tropenwald» realisiert. Ein Tropenwald-Portal soll Webseitenbesucher zwischen März und Mai 2009 für den Schutz des Tropenwalds sensibilisieren. Zudem sollen durch die Kampagne Spendengelder generiert sowie neue Mitglieder für die Organisation gewonnen werden.
Eine Animation führt die Nutzer der Website www.wwf.ch auf das Portal für den Tropenwald. Dort findet man einen Wettbewerb mit viralem Charakter und Facebook-Anbindung, eine Datenbank mit Alltagstipps sowie Handy-Klingeltöne zum Downloaden. Ein dynamisches Spendenbarometer zeigt den aktuellen Stand der Spendengelder. Um zusätzlich auf die Kampagne aufmerksam zu machen, wurden Banner auf relevanten Webseiten sowie Google-Adwords geschaltet.
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Zu guter Letzt: Mit dem iPod in den Schützengraben

Den Kampf gegen seine digitale Konkurrenz hat der iPod längst gewonnen. Nun soll der allseits beliebte Multimediaplayer mit dem Apfel drauf angeblich in den realen Krieg ziehen.

Den Kampf gegen seine digitale Konkurrenz hat der iPod längst gewonnen. Nun soll der allseits beliebte Multimediaplayer des Herstellers Apple angeblich in den realen Krieg ziehen. Wie das US-Magazin Newsweek in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, will die amerikanische Armee den iPod Touch als neue Allzweck-Bedienungs- und Kommuinaktionstool einsetzen. Der Vorteil gegenüber herkömmlichem militärischen Gerät sei nicht nur seine Robustheit, sondern auch seine Bedienungsfreundlichkeit und Erschwinglichkeit. Die iPods würden die Soldaten um mehrere andere Geräte erleichtern, schreibt Newsweek. So könnten sie im Irak und in Afghanistan als Übersetzungsgerät, zur Kommunikation mit Kameraden und Geheimdiensten oder auch zur Steuerung von Bombenräumungsrobotern genutzt werden.
Die entsprechende Software werde bereits entwickelt. Die Logistiker der US- Armee unternähmen derzeit enorme Anstrengungen zur Entwicklung im Kriegseinsatz nützlicher Anwendungen, wird der Manager eines Softwareentwicklers aus Florida von Newsweek zitiert. Wie viel Megabyte jeder Wehrmann für private Filme, Fotos und Musik erhält, war bislang noch nicht zu erfahren. Gangsta Rap wird wahrscheinlich der Zensur der Generäle zum Opfer fallen, den der macht ja bekanntlich aggressiv…

Scholz & Friends geht für Blick in die Breite

Im extremen Querformat wirbt die Zürcher Agentur Scholz & Friends für die Boulevardzeitung Blick. Bis zu 14,4 Meter breite und 1,5 Meter hohe Werbeplattformen der CS Media sind ab Mittwoch, 22. April, in den Parkhäuser des Stade de Suisse, des Wankdorf Center in Bern sowie im Centralbahnparking in Basel zu sehen.

Im extremen Querformat wirbt die Zürcher Agentur Scholz & Friends für die Boulevardzeitung Blick. Bis zu 14,4 Meter breite und 1,5 Meter hohe Werbeplattformen der CS Media sind ab Mittwoch, 22. April, in den Parkhäuser des Stade de Suisse, des Wankdorf Center in Bern sowie im Centralbahnparking in Basel zu sehen. Das Sujet zeigt einen Messerwerfer in Aktion, dessen Assistentin auf der Wurfscheibe den Blick liest, statt sich auf ihren Partner zu konzentrieren. Unterlegt ist das Motive mit dem Claim «Die spannendsten Seiten der Schweiz».
Die querformatigen Werbeplattformen sind noch bis Mitte Juli 2009 zu sehen.
Verantwortlich bei Blick-Gruppe, Ringier : Thomas Passen (Bereichsleiter Blick-Gruppe), Corina E. Schneider (Leitung Lesermarkt), Marie-Eve Aegerter (Leitung Werbung), Mario Kurmann (Planung Werbung). Verantwortlich bei Scholz & Friends Zürich: Erich Baumgartner (CEO), Nicolas Vontobel (Creative Director), Markus Hammer (Art Director), Conrad Malcher (Copywriter), Pascal Baumgartner, Mathias Rösch (Beratung), Daniela Berther, Great Pictures (Art Buying). Fotograf: Scheffold.vizner.com. Post Production/CGI: [email protected].
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Zur Sache: Lass dich überraschen

Überraschungen allenthalben. Bundespräsident Merz ist überrascht von den harschen Reaktionen des deutschen Kavallerieobersten Steinbrück im Steuerstreit. Der gutgläubige Magistrat ist auch überrascht, dass Israel seinen Botschafter zu Konsultationen nach Hause beordert, nachdem er als Bundespräsident den Holocaust-Leugner Ahmadinejad zu einem offiziellen Nachtessen trifft.

Überraschungen allenthalben. Bundespräsident Merz ist überrascht von den harschen Reaktionen des deutschen Kavallerieobersten Steinbrück im Steuerstreit. Der gutgläubige Magistrat ist auch überrascht, dass Israel seinen Botschafter zu Konsultationen nach Hause beordert, nachdem er als Bundespräsident den Holocaust-Leugner Ahmadinejad zu einem offiziellen Nachtessen trifft. Überrascht wird auch die Schweizer Delegation an der Uno-Konfererenz gegen Rassismus durch den Auszug praktisch aller europäischen Delegationen, nachdem Irans Präsident nicht überraschend die Konferenz als Plattform nutzte, um Israel zu verhöhnen.
Überraschungen können sowohl positiv wie negativ sein. Man ist offen gegenüber allem und lässt sich überraschen. So wie Kinder sich durch den Osterhasen überraschen lassen. Überrascht wird man aber auch, wenn man wegen schlechter Planung auf einer Bergtour in einer für die tatsächlichen Wetterbedingungen ungenügenden Ausrüstung von der Rettungsflugwacht gerettet werden muss.
Auch die Wirtschaft ist immer wieder für Überraschungen gut. Der grösste Werbetreibende der Schweiz plant eine neue Werbekampagne. Der ganzen Geschichte voraus geht ein ausgeklügeltes Prozedere zur Evaluierung der bestmöglichen neuen Agentur. Gleichzeitig verkündet der oberste Migros-Verantwortliche, dass ihm die bestehende Werbung sowieso nicht gefalle – eigentlich keine Überraschung, denn sonst würde es gar nicht zu einem Pitch kommen –, dass das Werbebudget sowieso zu gross und deshalb Sparen angesagt sei. Auch das nicht wirklich überraschend.
Das wiederum überrascht die Medienbranche. Jahrelang war der orange Riese ein sicherer und wichtiger Umsatzbringer. Nur schon die geplante Ankündigung einer Budgetreduktion führte zu panischen Reaktionen. Ist das überraschend? Eigentlich nicht.
Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass die neue Migros-Werbung zu einem nationalen Ereignis hochstilisiert wird. Die Gästeliste des Lancierungs-Events zur neuen Werbung liest sich wie ein Verzeichnis von Chefredaktoren. Das ausführliche Porträt des Migros-Marketing-Mannes und seiner neuen Werbeagentur in der Schweizer Illustrierten, das am Tag der Premiere erscheint, überrascht auch keinen mehr wirklich. Überrascht waren vielleicht eher noch die Leser des Magazins, das in seiner jüngsten Nummer die Fotos des Migros-Geschäftsberichtes abbildet. Auf 47 Seiten, umrahmt von vier Seiten Migros-Werbung. Da lässt sich doch der TeleZüri-Zuschauer lieber durch einen Jöh-Beitrag überraschen, der zeigt, wie das Huhn im neuen Migros-Spot dazu gebracht wurde, zu gehorchen. Lassen wir uns überraschen, was noch auf uns zukommt.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Aber bitte keine Banner

Das Internet als Werbeplattform nutzen? Sicher schon! Jedoch ohne überteuerte Flashkampagnen oder faule Tricks wie Astroturfing. Oliver Reichenstein nennt drei Formen von Internet-Marketing, die tatsächlich funktionieren. Gastkommentar von Oliver Reichenstein, Informationsarchitekt in Tokio.

Die grösste Werbefirma ist nicht Interpublic, nicht Omnicom, nicht Publicis und nicht WPP, sondern Google. Die breiteste Vermarktungsfläche ist nicht die Kinoleinwand, sondern der Handy-Bildschirm. Die effizienteste Werbung ist nicht der Direktmailversand, sondern Twitter. Alles, was online geschieht, ist Werbung. Selbstwerbung, Fremdwerbung, bezahlt oder gratis, bewusst oder unbewusst, online wird angepriesen, was das Zeug hält.
Ich spreche nicht von Bannern oder irgendwelchen überteuerten Flash-Kampagnen. Im Gegenteil. Banner und die ganzen Hochglanzprodukte-Websites sind vielmehr Gegenbeispiele. Banner und OnlineKampagnen sind tatsächlich Rettungsversuche einer Kommunikationsform, die schon lange tot ist. Genauer gesagt ist das Internet nämlich das, was früher Werbung war. Das Internet hat die Werbung ersetzt. Und die Gesetze der Online-Promotion sind ganz andere als die der klassischen Werbung.
1. Während die klassische Werbung alle Energie darauf verwendet, eine möglichst zielgenaue Botschaft zu finden und sie über die geeignete Vermarktungsfläche ans Zielpublikum heranzutragen, muss man im Internet schlichtweg darauf hoffen, dass das jemand für einen tut.
2. Während die klassische Werbung darauf erpicht war, die Botschaft zu formen und deren Verteilung zu kontrollieren, muss man im Internet alles daran setzen, den Kunden die Botschaft schreiben und verteilen zu lassen. (O ja!)
3. Während die klassische Werbung im Vorverkaufsstadium markenbildend wirkt und mitunter hilft, ein Produkt über seinen Sachwert an den Mann oder die Frau zu bringen, muss man heute im Internet alles daran setzen, dass die Kommunikation mit dem anspruchsvollen Kunden so reibungslos wie möglich abläuft, um so wenig schlechte PR wie möglich zu provozieren.
Selbstverständlich hat sich inzwischen ein Heer von selbsternannten Online-Marketingspezialisten gebildet, die versprechen, dass sie wissen, wie man «Social Media» anzapft, um die eigene Botschaft kostengünstig weiterzuverteilen. Die meisten dieser Online-Marketingspezialisten sind entweder verzweifelte Vermarkter, die versuchen, mit einem Marketing-Tech-Lingo ihre Kundschaft zu blenden, oder irgendwelche Penner, die jahrelang ihre Zeit mit Facebook & Co. verschwendet haben und nun einen auf dicken Max machen.
In Tat und Wahrheit gibt es kaum eine gefährlichere Vermarktungsstrategie als was nun allerorts als «Social Media Marketing» angepriesen wird und im Internet unter dem Begriff «Astroturfing» läuft. Astroturfing ist der Versuch, heimlich kommerzielle Botschaften als nicht kommerzielle ins Internet einzuspeisen. Sobald der User merkt, dass die Nachricht, die er weiterverteilen soll, nicht authentisch ist, kann sich ein solches Anzapfen als Totalkatastrophe auswirken. Das berühmteste Beispiel einer Astroturfing-Katastrophe ist die Wal-Mart-Blog-Kampagne von Edelmann.
Die gute Nachricht ist: Es gibt drei Formen von Internet-Marketing, die funktionieren:
1. Die effizienteste ist: ein gutes Produkt und eine einleuchtende Erklärung. Wer ein wirklich gutes Produkt hat und dieses ohne PR-Pomp und Werbeschwurbel erläutert, kann davon ausgehen, dass es weiterempfohlen wird.
2. Die wichtigste ist: Online-Kundenservice. Schlechter Kundenservice ist heute eine gefährliche Bombe; guter Kundenservice kann umgekehrt eine kleine Werbekampagne ersetzen. Beim Online-Kundenservice zu sparen ist nichts anderes als selbstmörderisch.
3. Die ultimative Form ist: ein besseres Produkt. Firmen müssen lernen, das Kundenfeedback mit der Produktentwicklung zu koppeln. Der glücklichste Kunde ist der, der sich ernst genommen fühlt.
Das Internet hat die Werbung ersetzt. Durch Anti-Werbung. Und dagegen kann man nichts anderes tun, als sich anbahnende Katastrophen kommunikativ aufzufangen und mit dem unzufriedenen Kundenstamm auf Teufel komm raus das eigene Produkt zu verbessern.

Wer M sagt…

Die langerwartete Kampagne ist da: Jung von Matt/Limmat lässt ihre Ideen für die Migros aus dem Sack.

Die neue Kampagne der Migros ist da. In TV-Spots, Online-Spiel, Anzeigen und Plakaten rückt sie die Kernwerte der Migros ins Zentrum: Frische, Regionalität, Nachhaltigkeit, Preis/Leistung und Swissness. Nach dem Motto «Wo Migros drauf- steht, steckt ein Mehrwert drin», steht das orange M für das Plus an Leistung, das die Migros bietet.
«Ein M besser» wurde zum neuen Claim der Kampagne. Das orange M nutzt das bestehende Markenkapital und baut die Stärke der Bildmarke weiter aus. So ordnen bereits heute 92 Prozent der Bevölkerung ein oranges M «eindeutig der Migros zu», wie Jung von Matt/Limmat wusste und damit als Basis für ihre Kampagne dramatisieren wollte.
Dieses orange M wird jetzt in allen Medien durchgespielt. Die Kampagne eröffnete mit den Plakaten. Dann wurden als zweite Stufe die Filme gezündet. Als Drittes werden jetzt Inserate geschaltet. Und weil diese in der heutigen Zeit mehr als nur billige Werbung bedeuten, folgen seither als Novum in vielen Verlagen aktuell getimte Migros-Geschichten.

Migros-Werbung: Auch ein Medienthema
Auffällig ist, dass Migros und Konkurrentin Coop auf ähnliche Werte setzen: Naturverbundenheit, Frische und Swissness. Das meinte die Zeitung Sonntag und zitierte den Basler Marketing-Professor Manfred Bruhn: «Etwas mehr Pepp hätte nicht geschadet.» Der Tages-Anzeiger fragt wortspielerisch, ob die Werbung auch «ein M origineller» sei und vergleicht die Sujets mit bisherigen Kampagnen für das vegetarische Restaurant Hiltl. Cary Steinmann, der ehemalige Werber und heutige Dozent für Marketing, wird zitiert mit «schön gemacht» aber «irgendwie aufgewärmt, alte Ideen in eine neue Kampagne gepackt». Positiver hat es Tele Züri gesehen, wo die Kampagne mit einem Making-of zum Spot mit dem Huhn abgehandelt worden ist. Beim Schweizer Fernsehen ist das orange M witzig in das Logo der Satiresendung «Giacobbo/Müller» eingeflossen, allerdings mit einem medienpolitisch korrekten Verweis auch auf Coop.
Dass die Migros auf «Swissness» setzt, diese allerdings von einer ausländischen Filmproduktion visualisieren lässt, stört in der Branche einige namhafte Filmer. «Das wäre für uns eine Chance gewesen!» Die ausgebooteten Schweizer Filmer wollen sich aber nicht zitieren lassen. Man profitiert ja auch vom Kulturprozent.
Und was darf aus dieser Medienlese zusammenfassend geschlossen werden? Die Kommentare wären vielleicht ein M besser ausgefallen, wenn Marketingchef Oskar Sager im Vorfeld die bisherigen Ideen mit jahrelang preisgekrönter Werbung nicht einfach so billig ins Regal zurückgestellt hätte. Vielleicht hat er mit seinen Versprechungen auf etwas komplett Neues die Branche mit einem M zu viel geweckt. Wenn man provozierend in den Medienwald hineinruft, schallt es entsprechend zurück. So oder so.
Andreas Panzeri

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Einheimisch

Die Schwyzer Kantonalbank hat sich von Spillmann Felser Leo Burnett einen frischen Auftritt gestalten lassen – als sympathisches Finanzinstitut mit exzellenter Kundenkenntnis.

Diskretion ist in der Welt der Banken ein wichtiger Faktor, darf aber keinesfalls Anonymität bedeuten. Im Gegenteil: Die persönliche Kundenbeziehung ist das A und O für ein Finanzinstitut wie die Schwyzer Kantonalbank. «Der Kunde ist ein Mensch und nicht nur eine Kontonummer», lautet deshalb die Philosophie der Schwyzer. Das kleine, aber feine Finanzinstitut hat jetzt dieses Versprechen, das zugleich auch die Haltung der Bank ist, in einer umfassenden Kampagne zum Ausdruck bringen wollen. Eine Haltung, welche den Kunden und seine individuellen Bedürfnisse ins Zentrum stellt.
Nach einer Agenturevaluation im letzten Sommer ist Spillmann Felser Leo Burnett mit der Entwicklung einer Markenpositionierung sowie mit der Umsetzung und Realisation in internen und externen Medien betraut worden. «Nur wen man gut kennt, kann man auch gut beraten», heisst jetzt das neu formulierte Markenversprechen der Schwyzer Kantonalbank. Eine Haltung, die vermittelt, dass die Stärken der Schwyzer Kantonalbank die persönliche Beziehung, das Vertrauen und die kundenorientierte Beratungskompetenz sind.
In der kreativen Umsetzung zeigt SFLB mit einem Augenzwinkern, dass die Schwyzer Kantonalbank nicht nur ihre Kunden beim Namen kennt, sondern auch über deren Vorlieben, Ticks und Hobbys bestens Bescheid weiss. Deshalb ist in einer Bildlegende Herr Meier nicht anonym, sondern der Herr Meier, der zum Beispiel gerne seinen Kaffee schwarz trinkt. Oder die Bank weiss auch, dass Tamara von Euw es bei ihrer nächsten Partie Golf bestimmt schaffen wird, diesmal ihr Handicap auf unter 30 zu verbessern. Von Patrizia Reichlin wissen die Kundenberater der Bank, dass sie immer noch keine Idee für ein Hochzeitsgeschenk hat.
Grosszügige und weitläufige Aufnahmen vermitteln das Gefühl einer führenden Bank dank einer stark und eigenständig wirkenden Bildsprache. Entdecken kann man diese auf Plakaten, Anzeigen und in diversen internen und externen Publikationen. Zur Lancierung der Kampagne in den Schwyzer Zeitungen liess man sich einen speziellen Auftritt einfallen. So wurde die erste Anzeige im ersten Bund prominent als echtes Zenter-Pano mit Text rund um das Inserat platziert. Eine effektiv halbseitige Anzeige mit Wirkung über die Doppelseite – oder ein Auftritt, den es in diesen Zeitungen noch gar nie gegeben hat.
Die gleichen Bildmotive wurden zusätzlich für einen komplett neuen Auftritt aller internen und externen Publikationen verwendet. Dutzende von Broschüren und Prospekten sowie der Jahresbericht wurden ebenfalls von SFLB entwickelt und sind ab sofort in den Schalterhallen der Schwyzer Kantonalbank sichtbar.
Zur internen Lancierung des neuen Markenversprechens erhielt jeder Mitarbeitende eine kleine Schachtel mit einer Kampagnenbroschüre, angeschrieben mit seinem Namen und dem Titel «Kundenkenner» oder «Kundenkennerin». Zudem wurde eine Microsite entwickelt, auf welcher die Mitarbeitenden der Schwyzer Bank in einem Wettbewerb ihre Kenntnise über die Einwohner ihres Kantons unter Beweis stellen konnten.
Andreas Panzeri

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Stark wirkende Bilder aus der Region für eine starke Bank in der Region.

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Wiedererkennungswert: Die Bilder der Kampagne bilden auch die Basis für die Gestaltung zahlreicher Broschüren sowie interner Kommunikationsmittel.

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Die gleichen Fotos auch in den Anzeigen, aber hier mit mehr Text als auf den Plakaten.

Kopf der Woche: Der Werbeträger

Er war CEO bei Publimedia, Generaldirektor der Publicitas/Publipresse und Mitglied diverser Verwaltungsräte von Medienunternehmen. Nach einer Auszeit hat sich Otto Meier nun mit einer Firma für Medienmarketing selbstständig gemacht. Und er kandidiert als Sawi-Präsident.

Werbebudgets schrumpfen, der Werbemarkt krankt. Höchste Zeit, einen um Rat zu fragen, der sich mit Werbung und Medien auskennt. Im Februar gründete Otto Meier (57) seine Beratungsfirma Otto Meier Medienmarketing. «Ich unterstütze Medienunternehmen schweizweit dabei, sich im Werbemarkt zu positionieren, ihre Werbeangebote, Preise und Rabattsysteme optimal zu gestalten und den veränderten Marktbedürfnissen anzupassen», erklärt Meier. Damit füllt er eine Marktlücke. «Ich denke, dass ich Ansätze aufzeigen kann, wie man bestehende Werbung halten und neue generieren kann und wie man Kunden davon überzeugt, dass sie richtig investieren, wenn sie werben. Auch in der Krise.» Angst vor Herausforderungen kennt Meier nicht – er stellt sich ihnen lieber. Mit 54 Jahren tat er es im Tessiner Verzasca-Tal James Bond gleich: Sein Bungee-Sprung a la Goldeneye vom 220 Meter hohen Staudamm ist dem Werbeguru in wacher Erinnerung. «Geradeaus schauen und jumpen», riet ihm seine Tochter per SMS. Dieses Motto begleitet Meier seither, auch bei anderen Sprüngen.
Meiers Kernthema ist die Preis- und Angebotsgestaltung: «In den nächsten Monaten müssen Medienhäuser sich neue, kreative Werbemodelle einfallen lassen. Die althergebrachten Inserate werden zwar nicht verschwinden, aber wir brauchen neue und mehr crossmediale Angebote», sagt er. «Schweizer Medien sind noch sehr traditionell. Im Ausland, zum Beispiel in Irland, habe ich gesehen, was zusätzlich möglich wäre. Vor allem printbasierte Cross-
media-Angebote haben gute Chancen.» Die Entscheidung, Medienunternehmen als unabhängiger Berater sein Know-how anzubieten, fällte Meier während einer längeren Auszeit in Irland, Spanien und Österreich. Wenn einer eine Reise tut.
Krisen und Aufbau
Das Wissen, das Meier für die Beratung von Medienhäusern benötigt, hat er in 36-jähriger Berufs-praxis gesammelt. Nach der Schule will Meier eigentlich Sportlehrer werden. Aber dann entdeckt er in einem Schaufenster der Luzerner Publicitas-Filiale ein Inserat: «Lehrling gesucht.» Das klingt gut – auch wenn Meier keine Ahnung hat, was Publicitas überhaupt für ein Unternehmen ist. Er bewirbt sich, absolviert eine kaufmännische Lehre und entdeckt seine Leidenschaft für den Medienbetrieb. Nach der Ausbildung geht Meier für zwei Jahre nach Paris und London. Zurückgekehrt, zieht es ihn wieder zu Pub¬licitas. «Berufsbegleitend habe ich mich zum diplomierten Kommunikationsleiter weitergebildet», erzählt Meier. Ab 1979 arbeitet er «nebenbei» auch noch als Dozent, Fachbereichsleiter Media und Prüfungsexperte beim Sawi, zehn Jahre lang amtiert er als Mitglied des Schulvorstands. Ausserdem ist Meier Mitglied einiger Verwaltungsräte, zum Beispiel der Basler Zeitung, der Südostschweiz, der Wemf und von PrintOnline.
1981 wechselt Meier von Publicitas zu Ringier. Bis 1992 besetzt er dort unterschiedliche Positionen. Unter anderem leitet er die Anzeigenabteilung der Luzerner Neuesten Nachrichten und ist zwei Jahre lang Leiter Werbemarkt bei Ringier Zeitschriften. 1993 kehrt Meier zurück zu seinen Wurzeln: Bei Publicitas übernimmt er die Direktion der Luzerner Filiale, ein Jahr später wird er Leiter von Publicitas Zürich. Im gleichen Jahr wirkt Meier zudem an der Gründung der Zürcher Publimedia mit und übernimmt bis 2002 die Leitung des Unternehmens. Binnen zwei Jahren positioniert der Werbeprofi die Publimedia bei Grosskunden und Agenturen als starken Printmediaplaner – in einer Zeit, in der die Auswirkungen der Wirtschaftskrise 1991/92 noch gut zu spüren sind. Auch Meiers letzter Karriereschritt als Angestellter ist von einer Krise geprägt: 2002 wird er Generaldirektor der Division Publipresse der Publigroupe in Lausanne und Mitglied der Konzernleitung der Publigroupe. Die Publipresse wird kräftig durch die Depression nach dem Anschlag auf die New Yorker Twin Towers durchgeschüttelt. Meier führt sie durch die Talsohle. Als Generaldirektor trägt er Verantwortung für 1500 Menschen und 100 Filialen. Er ist permanent auf Achse, fährt von Lugano nach Basel, von Chur nach Genf. «Diese Zeit war sehr aufreibend. Auch wenn ich gerne reise: Ich bin froh, dass dieses Hin und Her vorbei ist», sagt Meier. Ende 2007 nimmt die Publigroupe ihre grosse Reorganisation in Angriff. «Die P wollte sich als All-Media-Vermarkter positionieren», erklärt Meier. «Der Verwaltungsrat hatte dabei andere Vorstellungen als ich. Ich fand es nicht glaubwürdig, bis zum 31.12. Printmediavermarkter zu sein und ab 1.1. plötzlich All-Media-Vermarkter. Darum haben wir uns getrennt.»
Auszeit und Abrundung
Es folgt: erst mal nichts. Meier gönnt sich Ruhe. «2008 habe ich mich wenig um den Beruf gekümmert», sagt er. «Bis Mitte 2008 war ich noch Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten, dann endete auch dieses Engagement.» Reisen in Europa geben Meier Zeit für neue Gedanken und Ideen. «Ich habe auf eine Eingebung gewartet. Ich wusste aber schnell, dass ich mich auf eine Selbstständigkeit vorbereite», verrät er. «Ich habe gespürt, dass ich mit meinen 57 Lebensjahren, meinen 35 Jahren Berufserfahrung und meiner Menschenkenntnis mein Wissen am klügsten als Selbstständiger einsetze. Ich empfinde den Schritt in die Selbstständigkeit als Abrundung meiner beruflichen Karriere.»
Meier spricht von Eingebung. Aber eigentlich ist der Gedanke, eine Firma zu gründen, schon lange in ihm gereift: «Ich habe lange Ideen für eine Selbstständigkeit gesammelt und nun ist der Entschluss gefallen, sie zu verwirklichen.» Er wisse, dass er mit nichts anfange, kokettiert Meier. «Nichts» ist übertrieben, mindestens aber meiertypisches Understatement. Denn der Mediendino hat jede Menge Erfahrung und ein dicht gewebtes Kontaktnetz. Auch die angespannte Wirtschaftslage kommt ihm zugute. Denn Medienunternehmen stehen derzeit mehr denn je vor der Herausforderung, Konzepte und Strategien zu entwickeln, mit denen sie trotz knapper Kassen nicht nur einfach über die Runden kommen, sondern ihren Informationsauftrag optimal erfüllen, Arbeitsplätze sichern und obendrein die Zukunft meis-tern. Das zeigt unter anderem die Übernahme der Edipresse durch Tamedi h in Zukunft Medienmarketing mache. Seit dem sind schon einige Unternehmen auf mich zugekommen», freut sich Meier. «Ich führe derzeit viele interessante Gespräche und habe auch schon erste Mandate von mittelgrossen und kleinen Medienhäusern übernommen. Namen nenne ich aber nicht.»
Preise und Beweise
Dafür spricht Meier über Ziele. Wer sich in Zukunft gut positionieren wolle, müsse seine Preise besser rechtfertigen. Bisher würden sie meist vergangenheitsbezogen und höchstens mit Blick auf Auflage und Leserzahlen bemessen. Doch Auftraggeber verlangten eine direkt leistungsbezogene Betrachtung und mehr Sicherheit bei der Werbewirkung. «Die Wirkung von Werbung ist von etlichen Faktoren abhängig, von der Gestaltu ng, von der Botschaft und natürlich vom Absender», sagt Meier. «Deshalb ist es schwer, Auftraggebern nun plötzlich exakt Aufschluss darüber zu geben, wie ihre Werbung wirkt. Wir müssen uns diesem Wunsch aber etappenweise annähern. Wenn der Chef der Migros bei der Verlegertagung auf die Frage, warum er für Werbung
50 Millionen Franken zu viel ausgibt, keine Antwort geben kann, dann ist das sehr bedenklich. Man muss ihm aufzeigen, dass Werbung keine Ausgabe ist, sondern eine Investition, die dem Erfolg den Weg bereitet. Und man muss Beweise dafür bringen, dass Werbung wirkt. Ich habe ein paar Ideen, wie man das künftig bewerkstelligen kann.» Meier will in dieser Mission eng mit seinen Auftraggebern zusammenarbeiten, aber auch mit Markt- und Meinungsforschungsinstituten.
Werden Medien nun in Zukunft nicht mehr für Leser, Seher oder Hörer gemacht, sondern für Werbekunden? Aus journalistischer Sicht eine fatale Aussicht. Meier beruhigt: «Medien müssen sich nach wie vor auf ihre Rezipienten ausrichten, denn nur wenn sie die haben, können sie überhaupt Werbung akquirieren. Natürlich gibt es Grenzfälle – aber der Fokus jedes Mediums muss auf dem Leser liegen, ohne dass es sich gegen den Werbemarkt richtet. Die Zusammenarbeit zwischen der publizistischen und der kommerziellen Seite von Medien muss intensiver werden.» Erste Anzeichen dieser Veränderung sind zum Beispiel beim Tages-Anzeiger zu beobachten: Seit einiger Zeit platziert die Zeitung links und rechts neben ihrem Titel zwei kleine Werbefelder. Und das ist nur ein Beispiel. Auch auf der Titelseite der NZZ prangt mittlerweile eine Werbefläche. Vor fünf Jahren wäre das undenkbar gewesen. Lange Zeit platzierte die NZZ auf ihren ersten drei Seiten überhaupt kein Inserat. Heute stören die Reklameflächen niemanden mehr. Auch Meier meint: «Die beiden Werbeflächen oben auf dem Tagi vergewaltigen Leser nicht. Genauso wenig werden Werbung und Redaktion miteinander vermischt. Es muss einfach immer klar sein, was redaktioneller Inhalt und was Werbung ist.»
Papst oder Aussenminister
Es ist vor allem der wirtschaftliche Druck, der Medien neue Werbefelder und Angebotsformen schaffen lässt. Aber es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, möglichst viele Seiten einer Zeitung mit Werbung zu füllen, um den redaktionellen Teil zu finanzieren. «Agentur, Kunde und Medium müssen gemeinsam kreative Formen für Werbung finden», sagt Meier. «Es gibt keine 08/15-Ansätze, die man aus der Tarifdokumentation ablesen und für alle Medien verallgemeinern kann. Die Zeit der klassischen Werbung ist nicht vorbei. Ein doppelseitiges Inserat in der Zeitung ist immer noch die plakativste Art zu werben und damit auch die vitalste Ader für ein Medium.» Überdacht werden müsse aber, in welcher Form man Kunden Inserate anbiete.
Meier schlägt vor, nicht nur das doppelseitige Inserat zu verkaufen, sondern ein Packet zu schnüren, das Print, TV, Radio und Internet umfasst. Denn Zeitungsverlage haben sich zu regionalen und überregionalen Medienanbietern entwickelt. «Nur der Verbund aller Kanäle ist wirklich schlagkräftig. Auch fixe Preise sind je länger, je weniger gefragt. Klar, alle wollen Rabatt. Aber darum geht es mir nicht. Ich rede
von Mehrwert und plädiere für eine Mehrwertskala.
Das klassische Inserat muss im Zusammenhang mit anderen Angeboten vermarktet werden.»
Meier hat viele Ideen, die Erfolg versprechen könnten. Angst davor, dass sein junges Start-up vom Krisensturm erfasst werden könnte, hat er nicht. «Wenn mein Geschäft nicht läuft, habe ich Pech gehabt. Dann werde ich halt Papst oder Aussenminister», scherzt er. «Ernsthaft: Ich denke, es ist die richtige Zeit für diesen Schritt. Denn sie ist reif für neue Angebote. Jemand muss jetzt zeigen, dass Werbung noch funktioniert, Print wie Online.» Typisch Meier. Er glaubt an seine Sache. Was er macht, wenn sie scheitert, überlegt er, wenn es tatsächlich passiert. Aber das hält er ohnehin für unwahrscheinlich.
Freiheit und Bildung
Natürlich könnte Meier mit seinen frischen Denkansätzen auch der angeschlagenen Publigroupe wieder auf die Spur helfen. Aber für ihn ist das Vergangenheit. «Bei der P musste ich immer viele verschiedene Interessen unter einen Hut bringen, auch wenn ich selbst anders dachte», erklärt Meier. «Das Besondere an der P ist ja, dass dort so viele konkurrierende Interessen zusammenlaufen. Als Aussenstehender kann ich nun viel mehr Position ergreifen, meinen gesamten Erfahrungsschatz einbringen und das Interesse meines Auftraggebers voll wahrnehmen. Heraus kommt die beste Lösung für ein Medium, nicht irgendein Kompromiss.»
Der jüngste Coup des Herrn Meier ist seine Kandidatur als Präsident des Sawi. Er soll auf den scheidenden Hans-Peter Rohner folgen, entschieden wird darüber an der Mitgliederversammlung am 15. Mai. «Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich als Sawi-Präsident vorgeschlagen werde», sagt Meier. «Vor einem Jahr hat mich die Mitgliederversammlung mit der Ehrenmitgliedschaft vom Sawi und vom Vorstand verabschiedet. Und als Selbstständiger bin ich auch nicht Mitarbeiter einer Sawi-Trägerschaftsfirma, also sprach wenig für eine Kandidatur. Aber ich habe seit meinem Werbeassistentenkurs 1974 eine intensive Verbindung zum Institut, deshalb hat mich Rohners Vorschlag auch nicht völlig kalt erwischt.» Als Sawi-Präsident wäre Meier verantwortlich für das komplette Aus- und Weiterbildungsangebot des Instituts, das von einigen Verbänden der Werbe- und Kommunikationsbranche getragen wird. «Ich würde mich freuen, diese Aufgabe zu übernehmen», sagt er. «Das Sawi soll das führende Aus- und Weiterbildungsinstitut im Bereich Werbung, Marketing und Kommunikation bleiben. Ich würde daran gerne entscheidend mitarbeiten und integrierend wirken.» Das ist er: Otto Meier, 57, und kein bisschen leise.
Anne-Friederike Wilhelm

Top der Woche: Google gelingt Gewinn- und Umsatzsteigerung

Scheinbar ist Google der Begriff «Krise» gänzlich unbekannt. Gut für den Suchmaschinenbetreiber, der seinen Gewinn im Anfangsquartal um neun Prozent steigern und so einen Überschuss von satten 1,42 Milliarden Dollar generieren konnte.

Scheinbar ist Google der Begriff «Krise» gänzlich unbekannt. Gut für den Suchmaschinenbetreiber, der seinen Gewinn im Anfangsquartal um neun Prozent steigern und so einen Überschuss von satten 1,42 Milliarden Dollar generieren konnte. Darüber hinaus wuchs der Umsatz verglichen mit 2008 um sechs Prozent auf 5,51 Milliarden Dollar. Die guten Zahlen überraschten sogar Analysten, welche zuvor mit einem tieferen Gewinn gerechnet
hatten.
Für Konzernchef Eric Schmidt ist die starke Leistung seines Unternehmens noch lange kein Grund, gleich die Contenance zu verlieren. Google habe angesichts der Schwere der Rezession ein gutes Quartal durchlebt, so der Chef. Weitaus enthusiastischer zeigte sich der Kurs der Google-Aktie. Dieser kletterte nach der frohen Botschaft signifikant nach oben. Vielleicht lag Schmidts Bescheidenheit auch daran, dass die Werbeflaute das Unternehmenswachstum verlangsamte. Man bekomme die Härte der Rezession zweifelsohne zu spüren. Auch für die Zukunft sieht Schmidt nicht so rosig: «Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld bleibt hart.»
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