Weber Harbeke: Für Lancia Delta Plakatsujet kreiert

Die Agentur Weber Harbeke Partners hat für Lancia ein Plakatsujet realisiert. Beworben wird der Lancia Delta 1.4 T-Jet. Die Plakate sind ab 7. September in der ganzen Schweiz zu sehen.

Die Agentur Weber Harbeke Partners hat für Lancia ein Plakatsujet realisiert. Beworben wird der Lancia Delta 1.4 T-Jet mit 120 PS, den es bis Ende Oktober 2009 ab 26‘ 950 Franken oder im Leasing ab CHF 276.– monatlich gibt. Die Agentur beweise mit schlichten schwarzen Plakaten, dass Eleganz und Preisangebot kein Widerspruch sein müssen, heisst es in einer Mitteilung von Weber Harbeke.
Die Plakate sind ab 7. September in der ganzen Schweiz zu sehen.
Verantwortlich bei Fiat Automobiles Switzerland SA, Zürich: Rudolf Schoch (Marketing Manager), Maurizio Melzi (Marketing Communication Director), Giusi Brullo (Communication Manager). Verantwortlich bei Weber Harbeke Partners, Zürich: Thomas Harbeke (CD), Giovanni Pucci, Christina Zvecevac (Beratung), Christian Sidow (Text), Priska Meyer (AD), Pablo Scheidegger Grafik.
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Art & Work setzt Ambi Pur Car duftend in Szene

Art & Work hat eine Plakatkampagne realisiert, die den neuen Look vom Autolufterfrischer Ambi Pur Car bekannt machen soll.

Art & Work hat eine Plakatkampagne realisiert, die den neuen Look vom Autolufterfrischer Ambi Pur Car bekannt machen soll. Die Hauptzielgruppe seien Männer und Frauen zwischen 25 und 55 Jahren, die Wert auf ihr Auto und auf einen frischen Duft im Innenraum legten, heisst es in einer Mitteilung der Zürcher Agentur.
Die Sujets erscheinen auf Normal- und Leuchtplakaten F 12-Formaten in deutscher, französischer und italienischer Sprache.
Verantwortlich für Ambi Pur Car bei Sara Lee Household & Body Care Schweiz AG, Birr-Lupfig: Verena Hachenberg (Group Product Manager). Verantwortlich bei Art & Work AG, Zürich: Carmen M. Schiltknecht (Konzept, Text und Beratung), Tina Lechner und Marianne Kieser (Graphic Design & Produktion). Druck: Reproscan, Zürich.
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Lowe: 1818-Zwillinge auf neuer Mission

Seit drei Jahren unterhalten die 1818-Zwillinge der zur Draftfcb/Lowe Group gehörenden Lowe das Publikum mit ihrer sympathischen Art. Mitten im Sommer steigen die beiden Schnauzträger wieder in ihre Skianzüge und stürzen sich als Action Heroes in drei neue Missionen.

Seit drei Jahren unterhalten die 1818-Zwillinge der zur Draftfcb/Lowe Group gehörenden Lowe das Publikum. Mitten im Sommer steigen die beiden Schnauzträger wieder in ihre Skianzüge und stürzen sich als Action Heroes in drei neue Missionen. In der für sie typischen, unkonventionellen Art dramatisieren sie, wie hilfreich und nahe dank 1818 in jeder Situation eine kompetente Auskunft ist.
Die neusten Abenteuer der 1818-Zwillinge sind ab sofort schweizweit in allen Landesteilen on Air.
Verantwortlich beim Auskunftsdienst 1818: Peter Josika (Geschäftsführer). Verantwortlich bei Lowe: Daniel Comte (ECD), Sebastian Hugelshofer, Frédéric Nogier (AD), Markus Rottmann, Boris Beuckmann (Text), Rolf Jeger, René Kaiser (Beratung), Melanie Auerbach (Agency Producer), Achim Bornhak (Regie), Rosas’n’Co/Kerstin Reulen (Filmproduktion), Spacetrain (Musik), Ultraimages (Postproduction), JingleJungle (Tonstudio), OMD (Media).
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Matter & Gretener: Kreation mit Julia Batzlen verstärkt

Matter & Gretener verstärkt sein Team. Die diplomierte Kommunikationsdesignerin Julia Batzlen ist seit Anfang August im in der Agentur tätig.

Matter & Gretener verstärkt sein Team. Die diplomierte Kommunikationsdesignerin Julia Batzlen ist seit Anfang August im in der Agentur tätig. Sie unterstützt das Team im Bereich Grafik-Design.

www.mattergretener.ch

Microsoft: Erste Werbespots zum Launch von Windows 7

Am 22. Oktober bringt der Softwareriese das neue Betriebssystem Windows 7 weltweit in den Handel. Erste Werbespots kursieren schon vor dem offiziellen Start der Launch-Kampagne im Netz.

Am 22. Oktober bringt der Softwareriese das neue Betriebssystem Windows 7 weltweit in den Handel. Erste Werbespots kursieren schon vor dem offiziellen Start der Launch-Kampagne im Netz.
Das vielkritisierte Vorgänger-BetriebssystemWindows Vista sollte mit dem Claim «The Wow starts now» Emotionen wecken. Die dem Vernehmen nach von Regisseur Marty Martin im Auftrag von Microsoft produzierten Windows-7-Spots gegen nun konkret auf die Produkt-Features ein. So werden in den Commercials gemäss Horizont.net etwa die Desktop-Personalisierung, der Gaming-Service „Aero-Shake“ und verschiedene Live-Dienste vorgestellt.
Nicht klar ist, ob die Spots Teil der klassischen Kampagne sind oder nur vorab im Netz für Aufmerksamkeit sorgen sollen. Microsoft konnte auf Anfrage von Horizont.net keine näheren Infos dazu liefern.

Horizont.net

Pensionskasse: Recht auf Transparenz

Pensionskassen sind komplexe Gebilde. Seit 2004 müssen diese transparent informieren. Was muss der Arbeitgeber über diese Vorschriften wissen und was kann er selber tun? Von Hansjürg Reber, Bankfachexperte , Finanzplaner, Sozialversicherungskaufmann und Redaktor beim Beobachter.

Sponsoring eines Curling-Clubs, grosszügige Spesenentschädigungen an den Stiftungsrat oder überhöhte Ausgaben für Werbung waren Verstösse einer Pen¬sionskasse, gegen die gerichtlich vorgegangen wurde. Seit 1. April 2004 ist so etwas nicht mehr so einfach. Denn damals trat ein Paket von Bestimmungen in Kraft, die die Pensionskassen zur transparenten Information der Versicherten verpflichtet.
Das Beitragssystem, die Finanzierung, die Kapitalanlagen und die Rechnungslegung einer Kasse müssen für alle Versicherten durchschaubar oder eben transparent sein. Auch über den Kapitalertrag, den Risikoverlauf, die Verwaltungskosten, den Deckungsbeitrag und die Reservebildung muss die Kasse offen informieren. Auf Anfrage muss sie den Versicherten auch Jahresrechnung und Jahresbericht aushändigen.
Was können Sie als Arbeitgeber tun, damit Ihre Angestellten gut informiert sind? Sorgen Sie dafür, dass jede und jeder über seinen Versicherungsausweis und das aktuelle Reglement verfügt. Auch die Namen der Mitglieder des paritätischen Organs der Kasse müssen bekannt sein. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jede Pensionskasse ein so genannt paritätisches Organ – meist als Stiftungsrat bezeichnet – bestellen muss. Paritätisch bedeutet, dass gleich viele Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter Einsitz ins oberste Organ der Vorsorgeeinrichtung nehmen. Sind die Namen der Vertreter bekannt, so ist es Ihren Angestellten nämlich möglich, Informationen über die Kasse bei den Vertretern einzuholen. Die Angestellten können insbesondere über die Arbeitnehmervertreter auch Reglementsänderungen anregen. Wollen sie beispielsweise einen tieferen Mindestlohn als die gesetzlich vorgesehenen CHF 20 520, damit auch Teilzeitangestellte noch besser versichert sind, soll dies am besten über die Arbeitnehmervertreter geschehen. Achten Sie auch darauf, dass sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmervertreter über die nötigen Kenntnisse verfügen. Das Gesetz sieht nämlich vor, dass die Weiterbildung durch die Pensionskasse finanziert werden muss. So bieten insbesondere die kantonalen BVG-Aufsichtsbehörden Kurse an, die es Vertretern von paritätischen Organen ermöglicht, sich Wissen zu verschaffen oder dieses zu vertiefen.
Jüngste Zahlen belegen, dass eine Vielzahl der Pensionskassen eine Unterdeckung haben, also ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen nicht mehr hundertprozentig erfüllen können. Dies schürt Ängste der Versicherten, dass ihre zukünftige Altersrente gefährdet ist. Es ist deshalb empfehlenswert, die Versicherten über den aktuellen Deckungsgrad der Pensionskasse zu informieren. Tragen Sie im Weiteren mit dem Beizug von Experten dazu bei, dass keine Fragen unbeantwortet bleiben. Leisten Sie also Ihren Anteil zu mehr Transparenz, auch wenn es in erster Linie die Aufgabe der Pensionskassen ist, die Versicherten umfassend zu informieren.

Buchtipp:
Pensionskasse von Ueli Kieser, Jürg Senn
Worum es bei der Pensionskasse geht? Um 625 Milliarden Schweizer Franken. Genaueres Hinsehen lohnt sich also. «Pensionskasse. Vorsorge, Finanzierung, Sicherheit, Leistung», der neue Ratgeber aus dem Beobachter-Buchverlag nimmt die berufliche Vorsorge unter die Lupe.
240 Seiten, broschiert
2., aktualisierte und erweiterte Auflage 2009
Beobachter-Buchverlag,
ISBN 978-3-85569-425-9,
Fr. 38.–. Erscheint Mitte Oktober 2009. Wir merken Ihre Bestellung vor!

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Neu für KMU: Rechtsberatung bei Fragen, die Ihr Unternehmen betreffen
Der neue Service des Beobachters: kompetente Rechtsberatung für KMU und ihre Mitarbeiter. 6 Monate für nur Fr. 99.– (Einführungspreis).
Sie erreichen die Rechtsexpertinnen und -experten montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 043 444 54 09. Zudem erhalten Sie vollen Zugriff auf die Beratungsplattform Helponline.ch und eine Beobachter-Zeitschrift alle 14 Tage. Im Preis inbegriffen ist auch ein Geschenk: das Standardwerk für KMU vom Beobachter-Buchverlag,
«So kommen Sie zu Ihrem Geld», im Wert von Fr. 48.–.
Bestellen Sie das Beratungsabonnement für KMU unter: www.werbewoche.ch oder per Telefon: 0800 83 0800.

Das Original

Ein Stück Schweiz. So positioniert Spillmann Felser Leo Burnett «unseren» Emmentaler AOC als Qualitätsprodukt bei Endkonsument und Handel. Die Agentur hat einen neuen homogenen Auftritt bis hin zur Verpackung gestaltet. Die neue Werbewelt von Emmentaler Switzerland ist verfilmt worden von Oscar-Preisträger Xavier Koller. Zu sehen auch im Ausland.

Wenn alles so gut ist, wie es sein muss, von der Tierhaltung bis hin zur Käse-Lagerung, nur dann wird aus einem Käse ein Emmentaler AOC, also ein Stück Schweiz.
Das ist der Grundgedanke der neuen Werbung für Emmentaler aus der Hütte von Spillmann Felser Leo Burnett. Im Frühling hat die Agentur die Konkurrenz-Präsentation dazu gewonnen und dann «sehr schnell reagieren müssen». In der Phase quasi vom Alpaufzug bis zum Alpabzug mussten auf Basis der Grundidee neue Broschüren, eine Website, einheitliche Packungen mit Adaptionsmöglichkeiten für alle Retailer, ein Newsletter, diverse Anzeigen, Promotions-Flyer und vieles mehr gestaltet werden. «Ein Emmentaler AOC muss 120 Tage reifen, bist er dieses Gütesiegel bekommt. Unsere Arbeit an der Kampagne hat ziemlich genau gleich lang gedauert», zeigt sich CD Martin Spillmann stolz über das Erreichte. Wobei man dem urchig-modernen Auftritt trotz den nur vier statt zwölf Monaten eigentlich das Prädikat «höhlengereift» geben müsste.
Oscar-reif
Ein Prachtslaib innerhalb des gesamten Auftritts verkörpert dabei ein Werbespot von Xavier Koller. Nur wenige Schweizer Filmer schaffen es bis Hollywood. Mit seinem Film «Reise der Hoffnung» hat der heute 65-jährige Regisseur 1991 den Oscar gewonnen für den besten nicht englischsprachigen Film. Prädestiniert für seine Mitarbeit an dieser Kampagne war Xavier Koller für Martin Spillmann aber noch mehr wegen seines künstlerischen Sinns für diesen Mix aus Tradition und Moderne. «Das gefrorene Herz» und «Der schwarze Tanner» waren und sind immer noch zeitgenössische Heimatfilme mit einer Bildsprache voller Tradition – aber ohne Heimatkitsch, so wie sie den Werbern für Emmentaler vorschwebte. Amüsantes Detail dabei am Rande: Martin Spillmann hat seine ersten TV-Spots bereits mit Xavier Koller gedreht, der damals ebenso seine ersten Erfahrungen mit Werbung sammelte. Die auch über den Atlantik reichende Welt der Webseiten hat die beiden jetzt noch einmal zusammengebracht.
Als dritter im Bunde für diesen echt eidgenössischen Spot hat Rapper Bligg die Musik beigesteuert. So wie auf seinem aktuellen Album schaffte er für die neue Werbewelt des Emmentalers mit einer eigens komponierten Musik den Spannungsbogen zwischen Tradition und Moderne. Bildlich erweitert wird dieser gewollte Gap mit animierten Grafiken.
Diese modernen Grafiken sollen informieren, dass es für den echten Emmentaler neben den idealen Bedingungen für die Kühe in der Natur auch eine ausgefeilte Technik in der Hütte zum Käsen braucht. Rund 600 Käser dürfen in der Schweiz ihren Emmentaler als AOC in den Handel bringen. Diese zertifizierten Unternehmen sind alle mit einer Nummer registriert, die sich auch auf der Rinde des Emmentalers wiederfindet. So kann der Konsument über die Website den Weg seines Laibs ohne Löcher bis zurück auf die Weide der Kuh verfolgen. «Eine urchige Idee, um in einer weiteren Phase mit den Möglichkeiten einer modernen Community zu werben», meint Martin Spillmann. Käseliebhaber besuchen ihre persönliche Alphütte, so wie Weinkenner zu Degustationen in den Keller ihres Lieferanten fahren.
Das Konzept der jetzt angelaufenen Kampagne ist auf mindestens drei bis fünf Jahre angelegt. Durchgezogen wird in allen Massnahmen auch der von SFLB neu entwickelte Claim «Ein Stück Schweiz». Die Kampagne wird auch im Ausland eingesetzt. Insbesondere in Deutschland und Italien – den grössten internationalen Abnehmern für Emmentaler – werden auch die Spots geschaltet. Um die Swissness zu unterstreichen, sind die Filme dort mit einer wehenden Schweizer Fahne als Opener adaptiert worden.
Verband begeistert
Die Premiere des Spots und seiner Versionen hat Emmentaler Switzerland zusammen mit begeisterten Käsern und Bauern in einem Kino im Bern gefeiert. Viele von ihnen haben im Film als Statisten mitgewirkt. Identifizieren mit der Kampagne können die Lieferanten und Händler des echten Emmentalers sich auch über einen Newsletter, wo eine Making-of-Reportage die Verbindung zwischen Werbung und Produkt herstellt: «Nur wenn alles perfekt ist, wird aus einem Käse ein Emmentaler AOC. Ein Stück Schweiz.»
Gedreht wurde auch in der Schaukäserei in Affoltern im Emmental. Die moderne «Hütte», die jährlich von über 300‘000 Interessierten besucht wird, hat für den Film ideale Platzverhältnisse bieten können. Und die Werber noch einmal zu ein paar weiteren Ideen angeregt. Schliesslich findet sich im Portfolio von SFLB neben Emmentaler auch noch das Budget von Schweiz Tourismus.
Andreas Panzeri
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Flop der Woche: Werbeverbot für Raucherlokale

In der aktuellen Verordnung zum Schutz vor Passivrauchen wird gefordert, dass die Kennzeichnung von Raucherbetrieben keinen Werbecharakter aufweisen dürfe. Die Schweizer Werbung (SW) hat nun beim BAG eine Stellungnahme eingereicht, da die Verordnung in zahlreichen Punkten die Gesetzesnorm verletze , ideologisch gefärbt und bevormundend wirke.

In der aktuellen Verordnung zum Schutz vor Passivrauchen wird gefordert, dass die Kennzeichnung von Raucherbetrieben keinen Werbecharakter aufweisen dürfe. Die Schweizer Werbung (SW) hat nun beim BAG eine Stellungnahme eingereicht, da die Verordnung in zahlreichen Punkten die Gesetzesnorm verletze , ideologisch gefärbt und bevormundend wirke. Statt Schutz der Nichtraucher werde ein eigentliches und weitreichendes Konsumverbot angestrebt, so der SW. Konkret in ihrer Aufgabenstellung betroffen ist die Kommunikationsbranche durch Artikel 4 Absatz 2, in welchem gefordert wird, dass die Kennzeichnung von Raucherbetrieben keinen Werbecharakter aufweisen dürfe. Diesen Passus lehnt der SW klar ab: «Entweder entsprechen diese Räume den gesetzlichen Bestimmungen und sind damit legal oder sie sind es nicht. Es ist nicht einzusehen, warum legal betreibbare Räume nicht beworben werden sollen.» Nicht nachvollziehbar sei, inwiefern eine werbewirksame Aufschrift und Deklaration einem Nichtraucher Schaden zufügen könne. Denn: Kein Nichtraucher würde sich durch eine Werbeaufschrift, und sei sie noch so attraktiv, dazu verführen lassen, ein Raucherlokal zu betreten.

Crossmedia: Wer überall sät…

Die Quintessenz aus einer Bachelor-Arbeit zum Thema Crossmedia Publishing in Europa: fünf Thesen.

Crossmedia avanciert in vielen Disziplinen zum Modewort. Die Corporate Publisher der Zukunft sollen alle Kanäle nutzen. Was bleibt, klingt wie eine Binsenweisheit: Wer heute überleben will, muss überall sein. Was steht jedoch hinter dem Zauberwort Crossmedia, und wie crossmedial sind die europäischen Corporate Publisher? Wir fragten bei Experten aus acht europäischen Ländern nach. Was dabei entstand, sind fünf Thesen für eine journalistische Unternehmenskommunikation in einer crossmedialen Zukunft.
Corporate Publishing ist von Haus aus eng mit Printprodukten verknüpft. Die Wurzeln liegen in gedruckten und sogar handgeschriebenen Kundenmagazinen, die an bestehende und potenzielle Kunden und Investoren weitergereicht wurden. Heute nutzen die Unternehmen nach und nach eine Vielfalt von Kanälen, um ihre Botschaft an ihre Kunden, Aktionäre und Mitarbeitenden zu verbreiten. So sieht sich Print einem aufstrebenden Arsenal an Medienkanälen gegenüber, und diese sind oft billiger, zeitnaher und gelenkiger. Der geschickte Publisher orchestriert die Kanäle gemäss ihren Stärken und fordert so die linearen Strukturen heraus. Dies klingt einleuchtend, doch die richtige Mischung zu finden, ist schwierig. Denn wer überall sät, wird nirgends ernten.
Die neuen Medien – Gefahr oder Chance?
Die wachsende Bedeutung der neuen Medien hat eine Fülle von Ideen und neue Möglichkeiten zur Folge. Dies ist besonders auch für Corporate Publisher interessant, denn es bieten sich neue Wege, um die Inhalte zu kommunizieren. Sak van den Boom, mitunter Organisator der «National Custom Media Conference» in Amsterdam, setzt klar auf Partnerschaften: «Die Corporate Publisher brauchen einen Sinneswandel und die richtigen Partner, um sich von traditionellen zu digitalen Publishern zu entwickeln.» Eine Verbindung mit einem auf neue Medien spezialisierten Partner ermöglicht in kurzer Zeit einen wichtigen Wissenstransfer. Kreative Kooperationsideen sind gefragt, und so gelingt es den Corporate Publishern, nicht in die Nische abgedrängt zu werden.
Der Leser – nicht das Medium
Medienkanäle sind nicht wahllos austauschbar. Oft wird Crossmedia mit einem «All-you-can-eat-Buffet» verwechselt, wobei die Lesenden auf der Strecke bleiben. Doch Crossmedia sollte vor allem eines sein: lesernah. «Es ist Zeitverschwendung, primär über die Medienträger zu diskutieren», meint auch Viviane Egli, Geschäftsführerin der Corporate-Publishing-Agentur Primafila AG. Vielmehr geht es im Wesentlichen um die Bedürfnisse der Leserinnen und Leser. Crossmedia ist nicht das Ziel, sondern Mittel zum Zweck, und dieser Zweck ist deutlich: die Leser dort erreichen, wo sie sind. So ist in einigen Fällen das Internet oder das bewegte Bild eine passende Ergänzung. Doch auch die entgegengesetzte Form wird prominenter.
Technologie und Kreativität – was ist die treibende Kraft?
In einer Zeit, in der sich die technologischen Innovationen den Rang ablaufen, sind der Kreativität immer weniger Grenzen gesetzt. Überspitzt gesagt: Die Technologie treibt heute die Kreativität an, und es entstehen fortwährend neue Ausdrucksmöglichkeiten. Julia Hutchison, COO der britischen Association of Publishing Agencies APA, sieht da einen grossen Vorteil für Corporate Publisher: «Die Möglichkeit, den Kunden ein wahrlich persönliches Erlebnis zu bieten – durch Magazine und noch anpassbarer digital und in Echtzeit, ist grossartig.» Doch wie heben sich Corporate Publisher von ihren Mitbewerbern ab? Durch die Art und Weise, wie sie den Inhalt – ihre Kernkompetenz – auf die neuen digitalen Voraussetzungen zuschneidern. Die Technologie steckt zwar den Rahmen, doch der Inhalt füllt ihn passend aus.
Die Krise, die beschleunigt
Die Finanzkrise betrifft jeden. Anzeigen brechen ein, Kommunikationsbudgets werden gekürzt. Trotzdem hat sich gezeigt, dass sich eine journalistische Unternehmenskommunikation in der Finanzkrise als ein sehr stabilitätsorientiertes Modell erweist. Die Krise birgt zudem einen Beschleunigungseffekt. Die Digitalisierung, so beispielsweise, war schon seit Beginn ein heisses Eisen, über das jeder sprach, das jedoch niemand anpacken wollte. Es ist gut denkbar, dass die Entwicklung in grösseren Schritten fortschreitet. «Das Interessante an der Krise ist sicherlich», so Marina Specht, CEO von MRM Spain, einem führenden Anbieter für Digital Marketing und integrierte CRM-Lösungen, «dass die Krise Trends beschleunigt, die ohnehin bereits im Gange waren.» Diese Trends beschränken sich bei weitem nicht nur auf die Digitalisierung. Auch Abkommen mit der Post rücken wieder in den Fokus, um die Distributionskosten zu verringern.
Print lebt
Hat das Internet den Printmagazinen geholfen oder geschadet? Die Antwort lautet: sowohl als auch. Während einige Statistiken kleinere Auflagen und weniger Leserschaft indizieren, zeigen andere Daten, dass das Internet vielen Magazinen auch wieder neue Leser und Leserinnen bescherte. Es zeigt sich auch, dass das Internet und Print verflochtener sind, als man denkt. Beide Formen ergänzen die Schwächen des anderen und profitieren umgekehrt von dessen Stärken. So bewies jüngst eine Studie der Ohio and Illinos State University, dass Kunden bereit sind, mehr Geld für ein Produkt zu bezahlen, das sie zuvor berühren konnten. Es entsteht eine Art Verbundenheit, und die Stärke dieser Verbundenheit nimmt zu, je länger und öfter der physische Kontakt erfolgt. Fürs Publishing bedeutet dies, dass Print nicht nur ein stärkeres Engagement fördert, sondern auch eine stärkere Wertschätzung auslösen kann. Print schafft immer noch eine Wertigkeit, die den Online-Publikationen vorenthalten bleibt.
Fazit für die Corporate Publisher: die Medienkanäle richtig und gekonnt kombinieren. «Die Publisher sollen sich so darstellen, dass sie tatsächlich in der Lage sind, Kommunikationsaufgaben in der internen und externen Kommunikation zu lösen – unabhängig von den Medienkanälen», davon ist Michael Höflich, Geschäftsführer des Branchenverbands Forum Corporate Publishing, überzeugt. Nur so wandelt sich Crossmedia vom substanzlosen Modewort zur zukunftsträchtigen Unternehmensstrategie.
Tobias Häusermann
Tobias Häusermann ist Projektleiter bei der Zürcher Corporate-Publishing-Agentur Primafila und schliesst diesen Herbst seinen Bachelor-Studiengang Business Communications an der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) ab. In seiner auf Englisch verfassten Bachelor-Arbeit mit dem Titel «Cross-Media in B2C Corporate Publishing across Europe –between Theory and Cultural Practice» befragte er neun Corporate-Publishing-Experten aus acht europäischen Ländern zum Thema Crossmedia und den feinen kulturellen Unterschieden.

Von der allmählichen Abnahme des Abstands

Werbewoche-Redakteurin Anne-Friederike Wilhelm über die neue Nähe.

Merken Sie etwas? Wir lassen nicht nur die Köpfe hängen, sondern auch unsere Ellenbogen – und rücken wieder näher zusammen. Trotz der Schweinegrippe. In der Flaute, der Krise, der Talsohle zählt der Austausch mit dem Menschen vom Nachbarschreibtisch endlich wieder etwas, Schulterschlüsse und Kollegialität gewinnen an Wert. Zwar steigt der Druck auf uns alle unaufhörlich, gecancelte Aufträge, Kurzarbeit und reduzierte Stundenpensen machen es uns aber auch wieder möglich, ein paar Minuten des Tages an unsere Mitmenschen zu verschenken. Es liegt schwer im Trend, ehemalige Arbeitskollegen in der Beiz wiederzuerkennen, bei Xing alte Kontakte aufzukochen, gute Freunde endlich mal wieder zu besuchen oder den Geschwistern oder Eltern einen Besuch abzustatten.
Auch Paare besinnen sich angesichts der bröseligen Wirtschaftslage eines Guten und ehelichen und gebären, was das Zeug hält. Trennungen waren gestern, heute sind Schwangerschaftsbäuche in Mode. Selbst der Nachbar grüsst wieder täglich – schliesslich sitzt man im gleichen Boot. So gesehen hat die Krise etwas wirklich Gutes: Das Wesentliche ist nicht länger völlig unsichtbar. Nur das rücksichtslose Gerangel im Tram ist nach wie vor das Gleiche, morgens, mittags und abends. Aber vielleicht kann da ja die Schweinegrippe noch etwas ausrichten.
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