In eigener Sache: Weihnachtspause

Mit dem Mittwoch-Newsletter verabschiedet sich die Werbewoche in die Weihnachtspause. Wir sind aber bald wieder zurück.

Ab dem 4. Januar 2016 finden Sie auf Werbewoche.ch wieder News aus der Kommunikations- und Medienbranche. Der erste Newsletter im neuen Jahr erscheint am Dienstag, 5. Januar 2016. Die nächste gedruckte Werbewoche finden Sie am 15. Januar 2016 in Ihrem Briefkasten. Wir bedanken uns für Ihre Treue, wünschen Ihnen erholsame Festtage und einen guten Rutsch!

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Foto: hae

 

Landwirtschaftsregion startet mit eigener Marke und Kampagne durch

Start-up im landwirtschaftlichen Bereich: Mit einer eigenen Marke, einem Image-Film, einem Webshop und ab 2016 auch mit eigens designten Kleidern startet die Region Michelsamt durch.

Diese besteht aus den Luzerner Gemeinden Beromünster und Rickenbach und vermarktet regionale Produkte unter diesem Label.

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Das Michelsamt ist mehr als nur eine Region, das Michelsamt ist jetzt eine Marke. Als Basis für die Glaubwürdigkeit der neuen Marke stehen die drei Werte: Alles aus lokalem Kreislauf, verbunden mit der Natur und gemeinsam geschaffen. Ziel ist laut Mitteilung der gemeinsame Verkauf von Michelsamt Produkten, welche ökologisch, nachhaltig und tiergerecht produziert werden. Die Produkte wie Käse, Honig, Gebäck oder Apfelschaumwein sollen nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern tun auch der lokalen Landwirtschaft Gutes tun. «Wir sehen die Chancen in einem breit verankerten Bedürfnis nach authentischen und regionalen Produkten», erklärt Christina Bachmann-Roth, Geschäftsführerin der Vermarktungsplattform Michelsamt.

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Michelsamt Gründer: Pius Estermann, Franz Scheuber (Fläcke-Chäsi), Christina Bachmann-Roth (Gaudis), Werner Roth (Käserei Neudorf), Hanspeter Bucher (v.l.)

Die regionalen Anbieter sowie die Vermarktungsplattform Gaudis haben sich in der Wertschöpfungsgemeinschaft Michelsamt (WGM) zusammengeschlossen und investieren gemeinsam neun Millionen Franken über die nächsten sechs Jahre. Die privaten Investoren setzen sich aus den drei Käsereien Fläcke-Chäsi, Käserei Neudorf und Käserei Winon, den Detaillisten für den neuen Shop «Einkaufserlebnis» (Bäcker, Metzger, Blumenladen), lokale Müller für regionales Futter sowie diversen Landwirten zusammen. Lanciert wurden die ersten Produkte der neuen Marke über den Webshop Michelsamt.ch, über regionale Fachgeschäften sowie über 120 Coop-Verkaufsstellen in den Kantonen Aargau und Luzern. Dazu sind Auftritte an Märkten, Veranstaltungen und Degustationen geplant. Für 2016 sind eigens designte Kleider für diese Auftritte in Vorbereitung.

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Vorstand Wertschöpfungsgemeinschaft Michelsamt: v.l.n.r. hinten: Hans-Peter Arnold, Pius Estermann, Dominik Estermann, Hanspeter Bucher; vorne: Franz Scheuber, Christian Galliker, Christina Bachmann-Roth

Zur Lancierung der Marke wurden verschiedenen PR-Massnahmen wie ein Rundgang für die Medien hinter die Kulissen des regionalen Projektes sowie Themen wie Landessender Beromünster und 600-Jahr-Unabhängigkeit seit Marignano 1415 umgesetzt. Der einheimische, 22-jährige Filmemacher Patrick Schumacher hat mit einem Kurzfilm über die «Kuh Irma» zudem eine originelle Story geschaffen. Die Kuh läuft auf der Wiese davon und nun beginnt eine nervöse Jagd nach ihr durch das ganze Michelsamt.

Verantwortlich bei Michelsamt: Christina Bachmann-Roth (Geschäftsführerin Gaudis). Texte und Fotografie: Marketix, Luzern, Komtakt Neudor. Verantwortlich bei Dietle und Partner: Michael Dietle (Illustration, Design). Verantwortlich bei B-Public: Markus Baumgartner (PR-Beratung, Texte), Madeleine Stäubli-Roduner (Texte). Website und Webshop: Internezzo, Rotkreuz. Druck: Wallimann Druck, Beromünster. Filmproduktion aka Scuma: Patrick Schumacher (Regie, Kamera und Produktion).

E-Commerce: Werbedruck leicht rückläufig

Der Bruttowerbedruck des E-Commerce Werbemarkts lag im November bei 65,5 Millionen Franken und damit nochmals leicht über dem Wert des Vormonats Oktober (64,9 Millionen). Im Vorjahresvergleich zeichnet sich jedoch ein Minus von 3,0 Prozent ab.

Der Anteil von E-Commerce am gesamten Werbemarkt liegt bei 11,4 Prozent (Oktober: 11,6%) und damit leicht unter dem Vormonat. Das zeigt der E-Commerce Trend Report 2015/11 von Media Focus.

General Merchandise legt im grossen Rahmen zu

Der Werbedruck in der Kategorie General Merchandise ist im Monat November um 1,9 Millionen Franken auf 5,7 Millionen Franken angestiegen. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einer Zunahme von 50 Prozent, was mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft nicht sonderlich verwundert. Top Brand in dieser Kategorie ist Galaxus, der seinen Platz im Jahresverlauf hartnäckig halten konnte. In dieser Kategorie wurde im November der neue Online-Marktplatz Siroop.ch lanciert. Die Kooperation von Coop und Swisscom hat grosse Ziele und soll Galaxus und Amazon Konkurrenz machen. Auch in der Kategorie Baby & Children wird auf Weihnachten hin ebenfalls heftig geworben. Der Werbedruck hat im Monat November um 0,3 Millionen Franken zugenommen, was einer Zunahme von gut 60 Prozent entspricht.

Rückgang des Werbedrucks bei Food & Beverages

Die Kategorie Food and Beverages fällt im Monat November mit 1,6 Millionen Franken wieder auf den Wert vom Monat September zurück. Das entspricht einem Rückgang von 30 Prozent. Damit fällt die Kategorie wieder aus der Top Ten raus, in der sie sich nur im Monat Oktober halten konnte. Als Top Brand wurde im November in dieser Kategorie Denner-Wineshop (Oktober) von Mondovino abgelöst.

Aufschwung und Konzentration bei Print

Während Food and Beverages an Gewicht verliert, nutzt die Kategorie Print die Gelegenheit um sich unter den Top 10 Markt Kategorien zu positionieren. Besonders auffällig ist hier, dass sich die Werbeanteile mit aufgerundeten 90 Prozent besonders stark auf die Top 5 Player konzentrieren. Ähnlich dem General Merchandise scheint es sich um einen Werbemarkt zu handeln, bei dem die Top 5 Player den Ton angeben.

Gesamtmarkt

Entwicklung des E-Commerce Werbedrucks per November 2015

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Markt-Kategorien

Monatlicher E-Commece-Werbedruck und Top Brands

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Media Mix

November 2015

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Top 10 Kategorien

Werbeanteile der E-Commerce Brands im November 2015

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Hier gibt es den vollständigen E-Commerce Trend mit tabellarischer Trendindikation für 28 unterschiedliche E-Commerce-Märkte sowie methodische Hinweise als Download.

Kreisvier: Aktionskommunikation von Coop Bau+Hobby mit neuem Anstrich

Trendbarometer 2016: Video und Content sind hot, Apps sind tot

Die Werbewoche hat sich mit Bernhard Herzig, CEO von Maxomedia, und Simon Muster, Leiter Beratung bei Maxomedia, über die wichtigsten Entwicklungen 2015 und mögliche Trends für 2016 unterhalten.

Tenor: Video-Bewegtbild, Data-Driven Creativity und gezieltes Content-Management bescheren uns ein spannendes nächstes Jahr.

WW: Bernhard Herzig und Simon Muster, spielen wir zum Jahresende ein Spiel: Ich werfe Stichworte in den Raum und Sie sagen mir bitte jeweils Ihre Einschätzung dazu: hot oder tot? … es geht los: Big Data.
Bernhard Herzig: Hot, das kommt allerdings auf den Kontext an. Big Data an sich ist eher ein Unwort geworden, relevanter ist Data-Driven Creativity. Das war 2015 sehr relevant und wird es in der Kommunikation und für Kampagnen auch weiterhin sein. CRM, Personalisierung und einen Nutzen für den Endkonsumenten stiften – darum geht es. Je höher das Mass an Personalisierung, desto besser lassen sich Nutzer steuern. Dafür brauchen wir zum einen historische Big Data, bei denen die Herausforderung ist, die relevanten Daten herauszufinden und Smart Data daraus zu machen, und zum anderen Real-Time-Informationen, mit denen die Daten verknüpft werden müssen: Wo befindet sich der Nutzer, was hat er sich gerade angeschaut, in welcher Stimmung ist er etc. So können wir ihn zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Message konfrontieren und ein besseres Erlebnis schaffen, das für ihn einen Nutzen stiftet. Denn wir wollen ja nicht, dass er sich einen Ad-Blocker wünscht, sondern dass er sagt: Ach, das ist praktisch, dass dieses Angebot gerade jetzt kommt.

… Mobile
Simon Muster: Unerlässlich. Ist in diesem Jahr schon wahnsinnig hot gewesen und bleibt ein existenzielles Thema für die nächsten zwei, drei Jahre. Erstaunlich, wie viele Unternehmen sich trotz allem nicht adäquat auf diese Entwicklung vorbereitet haben. Ich glaube, es wird noch mehr Richtung Mobile- Sites gehen.

… und Apps?
Muster: Das ganze App-Universum wird im Moment zwar noch gebraucht, aber ich denke, das wird in Zukunft webbasiert ablaufen.
Herzig: Apps sind nicht gerade tot, aber deutlich weniger wichtig. Ich glaube, solange man von einer App einen steten Nutzen hat, hat sie noch eine Berechtigung, zum Beispiel kann man gewisse Sensoren nur nutzen, wenn man eine App als Container hat. Aber die Vorteile, die Apps in der Vergangenheit hatten, zum Beispiel dass man unabhängig vom Netz etwas machen kann, das wird nicht mehr relevant sein. Die Leute sind App-müde. Es gibt für alles eine App und man installiert Hunderte und nutzt dann doch nur fünf. Der Zauber, der Apps anhaftete – ich installiere die mal und schaue, was die alles Tolles kann – ist verflogen. Heute geht es mehr darum, eine Lösung für etwas zu finden. Ob das eine App ist oder eine Microsite, ist für den Endkonsumenten irrelevant.

… Content-Marketing
Herzig: Hot. Extrem relevant!
Muster: Ja, vor allem Bewegtbild, würde ich sagen. Heute hat fast jeder eine Cam daheim, mit der er relativ kostengünstig in relativ kurzer Zeit Bewegtbild produzieren kann. Man braucht keine Regisseure und Kameramänner mehr und keinen Beleuchter. Inzwischen erwarten die Leute bereits, dass zu -einem Sachverhalt jemand etwas in einem Video erklärt, statt dass sie dazu noch etwas lesen müssen. Low Budget gedrehter Video-Content wird zu einem Riesenthema werden.

Die geringe produktionstechnische Qualität der Garagen- und Wohnzimmer-Filme wird heute auch eher akzeptiert als noch vor zwei Jahren. Es geht nicht mehr so sehr um die Art, wie Video produziert wird, sondern darum, ob der Inhalt stimmt und dem Rezipienten nützt.
Herzig: Das ist so. Relevanter als die Machart ist das Thema, um das es geht und ob dieses dem Zuschauer einen Nutzen bringt. Will mir jemand etwas verkaufen, ist es eine Promotion, kann ich etwas lernen? Letztlich ist es auch egal, ob mir ein Brand oder ein Produkt ein Thema präsentiert – wenn es mich interessiert. Videos werden unsere Kunden und damit unsere Branche nächstes Jahr sehr stark beschäftigen. Momentan setzen nur wenige Unternehmen Videos konsequent um und es wird ein Gerangel geben, wenn es darum geht, wer welches Thema besetzt und wie. Aber das wird auch der Kreativität in diesem Bereich Anschub geben, und zwar nicht nur in Bezug aufs Visuelle, sondern beim Inhalt und beim Lösungsansatz. Das ist gut und spannend.

… Relationship-Marketing
Herzig: Hot. Sehr hot. Nicht nur 2016, sondern auch darüber hinaus. Und zwar in Kombination mit Big Data – also einer guten Datenfilterung und -segmentierung – und der Produktion von gutem Content. Zwei Beispiele von Maxomedia: Zum einen den Kundendialog für den Swiss Pass, bei dem wir die Frage beantworten mussten, wie sich der Dialog mit den Kunden verändert, wenn ohnehin ein Grossteil der Bevölkerung in irgendeiner Form eine ÖV-Kundenkarte hat, Halbtax oder Generalabo etc. Deshalb stand im Mittelpunkt des Dialogs, die Loyalität zu erhöhen und die Beziehung zu festigen: Welche Möglichkeiten eröffnet mir das Abo, welchen Mehrwert bietet es mir, für welche Themen ist das Abo der Schlüssel?
Muster: Ein zweites Beispiel ist TCS ETI, ein Reisemagazin. Im Kern geht es natürlich um Reiseversicherungen, kein wahnsinnig spannendes Thema. Wir haben ein Reisemagazin entwickelt, das monatlich erscheint und jeweils ein Land beschreibt. Es gibt dazu Reportagen, Rezepte, die man nachkochen kann – einfach alles, was es braucht, um die Community, die gern reist, bei der Stange zu halten und mit der Marke TCS das Thema Fernweh zu besetzen.

Aber das ist nicht neu, das ist Corporate Publishing, lediglich digital.
Herzig: Mit dem Unterschied, dass wir auf der Basis des Nutzungsverhaltens der User entsprechende Massnahmen draufsatteln; zum Beispiel, wenn man sieht, welches Thema jemanden interessiert oder welches Rezept er sich heruntergeladen hat, zusätzliches Material zu liefern. Das heisst: Man muss natürlich etwas zu erzählen haben und das auch gut machen. Aber nachher ist der zweite Schritt – und das ist neu im Vergleich zum klassischen Corporate Publishing –, sich zu fragen, was hat Herrn Meier speziell interessiert, was war sein Pfad? Wie lange ist er schon Kunde, was hat er bereits gekauft, wie aktiv ist er und welches spezielle Angebot könnten wir ihm machen? Oder: Könnte er ein Ambassador für unseren Brand sein? Das ist der spannende, neue Aspekt, dass man Daten nicht nur hat, sondern auch auswertet und einsetzt. Und wie man sie einsetzen könnte, findet man nur heraus, wenn man Inhalte anbietet.

Damit ist aber auch die Kundenpflege viel aufwendiger als früher – wenn man jeden Kunden gezielt bedürfnisspezifisch bedienen will.
Herzig: Ja, das stimmt. Im Moment wird sehr viel Manpower in diesem Bereich gebraucht. Da wir in dieses Zeitalter der Kundenpflege erst eintreten und künstliche Intelligenz noch nicht auf dem Level ist, dass solche Marketing-Prozesse automatisiert werden könnten – über «wenn er dort klickt, schicken wir ihm jenes» hinaus –, brauchen wir erst einmal Menschen, die sich darum kümmern, dass Kunden mit für sie relevanten Inhalten bedient werden. Das ist sicher die Eintrittsschwelle, die wir, die Unternehmen, auf diesem Weg überwinden müssen.

In Zeiten, in denen wieder einmal überall nur noch gespart wird, stelle ich es mir schwierig vor, dass Unternehmen Manpower aufbauen, ohne dafür mit einem garantierten ROI rechnen zu können. Das, womit man künftig Umsatz generieren könnte, kollidiert also mit der um sich greifenden Sparpolitik. Stehen wir auf der Bremse?
Herzig: Sicher. Und es gibt auch noch einen anderen Hemmschuh: CRM und die Pflege der Kundenstammdaten sind auf Kundenseite klassischerweise bei der IT angesiedelt. Auf der anderen Seite gibt es eine Kommunikationsabteilung – und zwischen beiden Bereichen geht dann das Budgetgerangel los, verstärkt noch durch das schweizerische Gärtlidenken.
Muster: Als Agentur hat man meistens mit der Marketingabteilung zu tun. Und man kann wunderschöne Ideen haben, trotzdem geht es schliesslich darum, erst einmal Marketing und Informatik zusammenzubringen. Das ist sicher etwas, das auf Kundenseite unbedingt zusammenwachsen muss, damit man kosteneffizient spannende Projekte umsetzen kann. Nur guter Content oder nur eine gute Datendurchleuchtung nützen überhaupt nichts. Im Moment ist die Rolle der Agentur, beides zusammenzubringen.

Aber dafür ist doch ein Top-down-Prozess nötig, sprich: Die Unternehmensleitung muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, welche Chancen für die Kundenbearbeitung aus der Zusammenführung guter Inhalte und zentraler Daten erwachsen – und dies dann bis zum letzten Mitarbeiter weitergeben. Doch wie ich das derzeit beobachte, hapert es an oberster Stelle an dieser Einsicht, an der Vorstellungskraft, welche Möglichkeiten sich ergeben könnten.
Herzig: Genau. Wenn man das wirklich konsequent von A bis Z durchziehen will, muss man viele Unternehmensbereiche anhängen, das ist eine weitere Schwierigkeit. Wenn wir von der Customer-Experience an sich reden, die die Basis für ein gelungenes Relationship Management ist, dann ist das CRM nicht nur ein Tool, das man in der IT evaluieren oder auswechseln kann, sondern es ist die Basis für viele Prozesse im Unternehmen, die den Umgang mit dem Kunden betreffen: Wie unterhalten wir uns mit ihm, was bieten wir ihm, welches Erlebnis ermöglichen wir ihm? Diese fundamentale Sache muss bei ganz vielen Unternehmen noch top-down programmiert werden, wie Sie richtig sagen. Und sie muss programmiert werden, denn die Massnahmen, die man bisher durchgeführt hat, stossen an Grenzen. Nun muss der CEO sagen: Wir wollen den Konsumenten in den Mittelpunkt stellen und unser CRM entsprechend ausrichten. Dieser Entscheid verändert Geschäftsprozesse und die Unternehmenskultur, was in Zeiten von Sparmassnahmen natürlich ein schwieriger Schritt ist. Deshalb wird uns dieser Trend noch etwas begleiten, er braucht noch Zeit, um sich durchzusetzen.

Interview: Anne-Friederike Heinrich

Das gesamte, dreiseitige Gespräch finden Sie in der aktuellen Printausgabe 23/2015(Themen).Hier geht's zu den Abos und zum Einzelverkauf über iKiosk.

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In Flagranti: Publishing Power für die BKW

In Flagranti realisierte die Inhalts- und Gestaltungskonzepte der BKW-Magazine Power und Contact.

In der aktuellen Ausgabe des Kundenmagazins Power erfährt man mehr über das Unternehmen Ahochn, das seit diesem Jahr zur BKW Gruppe gehört. Sie widmet sich komplexen Aufgaben im Gebiet der Gebäudetechnik verbunden mit Energieeffizienz auf höchstem Niveau. Auch sonst blickt die BKW nach vorne, etwa im Bereich der Selbstversorgung mit Energie bis hin zu Gebäuden, die sich weitestgehend selbst mit Energie versorgen.

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In einer «Power!»-Spezialausgabe gibt die BKW bekannt, wie sie seit Saisonbeginn den Schweizerischen Skiverband Swiss-Ski unterstützt. Die Verbindung zum alpinen Sport kommt nicht von ungefähr; seit dem Bau der Grimsel-Kraftwerke 1925 ist die BKW mit den Bergen und insbesondere dem Berner Oberland eng verbunden.

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In einer Spezialausgabe zum Thema Zukunft haben die Lernenden der BKW das Mitarbeitermagazin Contact umgesetzt. Unter anderem haben sie die BKW CEO Suzanne Thoma begleitet und sich die Frage gestellt, welche Perspektiven die Lernenden der BKW nach der Ausbildung haben. Entstanden ist diese Ausgabe von Contact durch die redaktionelle Arbeit der Lernenden der BKW und ihrer Konzerngesellschaften.

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SRF-Märchenwoche bezaubert Publikumsrat

Der Publikumsrat SRG.D ist bezaubert von der Märchenwoche, die SRF Kultur vom 2. bis 9. Dezember auf Radio und Fernsehen sowie im Internet angeboten hat. Der Publikumsrat lobte das umfassende Gesamtkonzept und die tadellose Koordinationsarbeit.

In der trimedialen Themenwoche «Märchenhaft – wir küssen Sie wach» sei «Märchenkultur vom Feinsten»geboten worden, schreibt der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Dienstag. Es wurde so viel geboten, dass «die Programmfülle hin und wieder für Verwirrung und Überforderung im Märchenwald sorgte». Die umfassende und auch experimentelle Themenwoche habe den Publikumsrat sehr beeindruckt, heisst es weiter. Insgesamt scheine sich das Radio tendenziell besser für das Thema zu eignen, als das Fernsehen. Begeistert hätten auch die «kurzen frechen Beiträge im Internet». (SDA)

Selbstverpflichtungserklärung für Media Audits

Die Auditoren Accenture und Ebiquity gehen unter der Koordination des SWA eine Selbstverpflichtungserklärung für Media Audits ein.

Viele Werbeauftraggeber arbeiten heute mit einer Mediaagentur und führen Media Audits durch. Ein solches Audit hat das Ziel die Arbeit der Mediaagentur nach qualitativen und quantitativen Kriterien zu analysieren und zu optimieren. Dazu benötigen die Auditoren unter anderem auch Zugang zu vertraulichen Daten aus der Geschäftsbeziehung des Werbetreibenden und den entsprechenden Medienvermarktern. Unter der Leitung des Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) wurde in den letzten Monaten mit interessierten Anspruchsgruppen eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung für Media Audits im TV-Bereich ausgearbeitet. Die Auditoren Accenture und Ebiquity haben laut Mitteilung bestätigt, dass sie sich grundsätzlich an die in der freiwilligen Selbstverpflichtung dargestellten Qualitätskriterien und Methoden halten. Im Gegenzug erhalten die Auditoren weiterhin Zugang zu den Kundendaten. Weiteren Auditoren steht es nun frei, diese Selbstverpflichtungserklärung ebenfalls anzuerkennen. Der SWA übernimmt hierzu die Koordination.

Selbstverpflichtungserklärung Media Audits (PDF)
 

Annabelle mit neuem Layout

Pünktlich zum Jahreswechsel gibt sich die Frauenzeitschrift Annabelle ein neues Gewand. Die erste Ausgabe des neuen Jahres, die bereits am 23. Dezember 2015 bei den Abonnentinnen eintrifft, erscheint in aufgefrischtem Layout.

Die Annabelle wird dadurch übersichtlicher, lesbarer, klarer und schnörkelloser. Es wurden drei neue Schriften gewählt, darunter eine von den Schweizer Schriftdesignern Grilli Type. Insgesamt werden jedoch weniger Schriften verwendet und auf einengende Linien verzichtet, um dem Layout mehr Ruhe zu verleihen und auch verspielten Elementen, wie einer Rubrikenschrift mit Schatten genügend Raum zu lassen. Entworfen wurde das angepasste Layout von Annabelle-Art Director Dieter Röösli gemeinsam mit Grafiker Bobi Hajas.

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Silvia Binggeli, Chefredaktorin der Annabelle zum neuen Layout: «Die letzte Anpassung unseres Layouts liegt vier Jahre zurück. Zum Jahreswechsel war nun der richtige Zeitpunkt uns weiterzuentwickeln, ohne den Charakter unseres 78-jährigen Kultprodukts komplett zu verändern. Die erste Spezialausgabe im neuen Gewand haben wir um 20 Reportage-Seiten erweitert und dem unvergänglichen Thema Liebe gewidmet.»

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Neben dem Layout werden auch neue redaktionelle Gefässe eingeführt. So gibt es neu eine Männerkolumne, die abwechselnd von den drei Annabelle-Redaktoren Thomas Wernli, Sven Broder und Frank Heer geschrieben wird.

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Mit dem Glanzstück beleuchtet eine Hintergrundseite Themen rund um die Uhrmacherkunst und Schmuck und im Beautybriefkasten beantwortet Beautychef Niklaus Müller die drängendsten Schönheitsfragen der Annabelle-Leserinnen. Diese neuen Gefässe ergänzen die gewohnt hintergründigen Reportagen sowie die aufwändig produzierten Mode-, Beauty-, Wohnen- und Gourmetgeschichten. Am 12. Januar geht die neue Annabelle-Website online, die mehr eigene Inhalte, zusätzliche Serviceseiten und eine E-Paper-Funktion umfassen wird.

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Zu guter Letzt: Seriensocken

Netflix präsentiert Socken, die merken, wenn der Träger eingeschlafen ist. Die Serie wird dann pausiert.

Auf dem von der Agentur Deeplocal kreierten Portal Makeit.netflix.com sammelt Netflix Ideen, die das Serien-Leben einfacher machen – und setzt sie um. Samt Anleitung zum Nachbauen. Der erste Lifehack war «The Switch» – ein Schalter, der mit nur einem Knopf und Knopfdruck das Licht dimmt, eingehende Anrufe stummschaltet, Essen bestellt und Netflix startet. Der Hintergrund: Netflix bietet auf Abruf zahlreiche Staffeln zahlreicher Serien, die in der Regel süchtig machen und den Zuschauer nicht selten in einem stundenlangen Marathon versinken lässt. Es sei denn, man schläft vor Staffelende ein und ärgert sich am nächsten Morgen, dass man nicht mehr weiss, zu welchem Zeitpunkt man den Faden verloren hat. Das soll wirklich vorkommen. Doch damit ist nun schluss, denn Netflix präsentiert die «Netflix Socks». Socken, die merken, wenn der Träger schläft und dann den Pause-Knopf auslösen. Die Strickanleitung im Design der Lieblingsserie stellt Netflix ebenso zur Verfügung, wie die Anleitung zum Nachbau des technischen Innenlebens. (hae)

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Landesmuseum lanciert digitales Quiz

Spielerisch durchs Museum gehen und dabei etwas lernen? Das Landesmuseum Zürich lanciert ein digitales Quiz durch die Ausstellung «Geschichte Schweiz». Ein Angebot fürs junge Publikum, denn es funktioniert wie ein SMS-Chat.

Lehrreich, unterhaltsam und herausfordernd: Mit dem neuen digitalen Quiz setzt das Landesmuseum Zürich auf Interaktion. Wissenswertes wird spielerisch vermittelt. Dabei setzen die Macher auf alles, was ein Spiel ausmacht: man beantwortet Fragen, sucht Bilder, man muss mal raten oder schätzen und sammelt im besten Fall Punkte. Zum Schluss winkt vielleicht ein Diplom. Das Quiz präsentiert sich in Form eines interaktiven Chats und kann auf dem eigenen Smartphone gespielt werden. Winzige Sender, Beacons genannt, lokalisieren die Museumsgäste und senden gezielt Fragen. Einmal gestartet, funktioniert das Quiz auch ohne Telekommunikationsverbindung. Eine digitale Revolution, die standortabhängige Benachrichtigungen ermöglicht und in Zukunft das Vermittlungsangebot im Museum weiter bereichern kann. Das neue digitale Quiz «Drallo» steht im Apple App Store und Google Play Store für Smartphones gratis zum Download zur Verfügung.

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Strukturelle Förderung für Schweizer Verlage

Der Bund begegnet der Strukturkrise in den Schweizer Verlagen nun mit einer Verlagsförderung im Umfang von 1,85 Millionen Franken für alle Sprachregionen.

Das Förderkonzept zu den Massnahmen gilt ab Januar 2016 und Gesuche können ab Februar 2016 eingereicht werden, bestätigt Anne Weibel, Leiterin Kommunikation beim Bundesamt für Kultur (BAK) entsprechende Informationen der Nachrichtenagentur SDA. Über Details will das BAK jedoch erst Ende Januar informieren. Die strukturelle Verlagsförderung ist Teil der Kulturbotschaft 2016 – 2020, die der Nationalrat nach dem Ständerat bereits Anfang Juni 2015 verabschiedet hat. Seither haben Arbeitsgruppen mit Vertretern aus den Verlagen und vom BAK an den Details gefeilt. Ähnlich wie in der Filmförderungen über Kinoeintritte sollen sich die Förderbeiträge für die Verlage über die Kassenumsätze einzelner Bücher errechnen.

Damit jedoch nicht einzelne Verlage mit Bestsellern, beispielsweise Diogenes mit einem Werk von Martin Suter, den Fördertopf überdurchschnittlich leeren, sollen die Beiträge pro Buch bei 80'000 Franken plafoniert werden; minimal sollen sie bei 7'500 Franken liegen. 2,5 bis 3,5 Prozent des Umsatzes mit einem Buch sollen über die Fördermassnahme gedeckt werden. Erwirtschaftet also ein Verlag mit einem Buch einen Umsatz von 1 Million Franken, erhält er rund 30'000 Franken aus dem Fördertopf; liegt der Umsatz aber beispielsweise bei 3 Millionen Franken, wird der Beitrag bei 80'000 Franken plafoniert.

Es liegt auf der Hand, dass Beiträge in diesem Umfang keinen Schweizer Verlag retten können. Auch die Währungsnachteile werden über diese Massnahmen nicht ausgeglichen. Aber: «Diese Förderung ist eine Anerkennung unserer kulturellen Leistung und deshalb ist sie wichtig», kommentiert Sabine Dörlemann vom gleichnamigen Verlag. Und Lucien Leitess vom Unionsverlag sagt: «Die Verlagsförderung ist nur die längst fällige Unterstützung für diesen bisher stiefmütterlich behandelten Bereich der Kulturwirtschaft.» Seit Jahrzehnten sei dieses Thema auf der Tagesordnung und in anderen Ländern, beispielsweise in Österreich, längst mit deutlich grösseren Budgets realisiert. Doch weder Dörlemann noch Leitess können Angaben machen, was sie für ihre Verlage an Fördermitteln erwarten. Beim Diogenes Verlag gibt man sich grundsätzlich zugeknöpft zu diesem Thema, da das BAK «noch nicht offiziell informiert hat». (SDA)

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