Basler Zeitung erscheint neu als Zweibundzeitung

Die Basler Zeitung (BaZ) hat sich zum Jahresbeginn einen neuen Auftritt verpasst: Statt wie bisher mit vier erscheint die BaZ künftig mit zwei Bünden.

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Durch die Reduktion auf zwei Bünde werde die Basler Zeitung übersichtlicher, kompakter und praktischer, hiess es in der am Samstag erschienenen ersten Ausgabe des neuen Jahres. Beim redaktionellen Angebot gebe es jedoch keinerlei Abstriche. Mit der Umstellung folgt die Basler Zeitung gemäss eigenen Angaben einem internationalen Trend. Weil als Folge des Inseraterückgangs die Gesamtumfänge in den letzten Jahren abgenommen haben, erscheinen viele Zeitung nur noch mit zwei oder drei Bünden. Als Zweibundzeitung weist die BaZ eine neue Abfolge bei den Ressorts auf: Der erste Bund umfasst neben der Front, den beiden Themenseiten sowie den Ressorts Schweiz und International neu auch den Wirtschafts- und den Kulturteil. Im zweiten Bund stehen das regionale Geschehen und der Sport im Zentrum. (SDA)

Stadt Luzern prüft die Akzeptanz von digitalen Werbeplakaten

Auf dem öffentlichen Grund der Stadt Luzern wird es möglicherweise an elf Standorten digitale Werbeplakate geben. 2016 werden als Pilotversuch auf dem Bahnhof- und Löwenplatz zwei digitale Plakatstellen eingerichtet.

Verlaufe der Versuch erfolgreich, würden an neun weiteren Standorten digitale Plakatstellen realisiert, teilte der Stadtrat am Montag in einem Bericht an das Parlament mit. Der Markt für Aussenwerbung unterliege einem grossen Wandel. Papierplakate würden zunehmend durch Leuchtplakate ersetzt. Für die Digitalisierung in Frage kommen die sogenannten Cityplanstellen. Diese sind beleuchtet und zeigen auf einer Seite Werbung und auf der anderen den Stadtplan. Die digitalen Plakate müssen die Vorgaben zum Ortsbildschutz und zur Verkehrssicherheit einhalten. Filme dürfen nicht gezeigt werden. Die Motive müssen in einem ruhigen Rhythmus wechseln, und die Unterschiede zwischen Hell und Dunkel müssen gering sein. Für die digitalen Plakate und auch die anderen Plakatstellen auf öffentlichem Grund wird in der Stadt Luzern von 2016 bis 2024 nicht mehr die APG SGA Allgemeine Plakatgesellschaft verantwortlich sein, sondern Clear Channel Schweiz. Diese hatte in einer öffentlichen Ausschreibung das attraktivere Angebot gemacht. Der Vertrag muss noch vom Stadtparlament genehmigt werden.

Mehr Einnahmen erwartet

Betroffen vom neuen Plakatvertrag sind rund 600 Papierplakate, Leuchtplakate und Plakatstellen an Bushaltestellen. Das Ausschreibungsverfahren für die neue Kategorie Kleinplakate wurde abgebrochen, da gemäss Stadtrat keine überzeugende Offerte eingegangen war. Die Stadt prüft, die Kleinplakate im freihändigen Verfahren zu vergeben. Der auslaufende Vertrag brachte der Stadt jährlich Erträge von 1,2 Millionen Franken. Mit dem neuen Vertrag rechnet die Stadt mit Einnahmen von bis zu 2 Millionen Franken. Clear Channel darf keine Plakate aufhängen, die gegen ein geltendes Gesetz verstossen. Die Plakate dürfen ferner weder religiöse noch sittliche Gefühle noch die Würde des Menschen verletzen, geschlechterdiskriminierend sein oder für Suchtmittel und Konsumkredite werben. (SDA/hae)

Zeitungsabos 2016: Aufschläge weit über Teuerung

Per 2016 erhöhen wieder zwei von drei Tages- und Wochenzeitungen ihre Abo-Tarife – teils massiv. Auch E-Paper und Digitalabos schlagen auf. Das zeigt: Die Verleger glauben, dass bei den Abonnenten noch viel zu holen ist.

Glaubt man dem Bundesamt für Statistik (BfS), dann kam es dieses Jahr für die Haushalte zu einer Minusteuerung (-1%), also insgesamt eine Warenverbilligung. Für mindestens eine Kategorie des statistischen Konsumentenwarenkorbs trifft dies aber ganz und gar nicht zu: für die Tages- und Wochenzeitungen. Denn viele von ihnen erhöhen erneut ihre Abo- und Kiosktarife. Von 93 erfragten Aboangeboten (inkl. Doppelabos von Werktags- und Sonntagsausgaben) schlagen 62 per 2016 auf – im Durchschnitt um 14.28 Franken oder 4,7 Prozent. 28 Titel verzichten darauf. Und zwei Titel reduzieren sogar ihren Preis. Das ist zum einen die Ausgabe Zofingen der Schweiz am Sonntag: Sie vergünstigt ihr Printjahresabo, das bisher 134.30 Franken kostete, um 30 Rappen (nicht Franken!) oder -0,2 Prozent. Grosszügiger ist die Basler TagesWoche: Sie reduziert den Abo-Tarif um -46 Prozent auf neu 120 Franken.

Zeitungsabos zwischen 188 bis 700 Franken

Doch zurück zum Normalfall: Die deutlichste Tariferhöhung beim Print-Jahresabo nimmt die Oltner-Ausgabe der Schweiz am Sonntag (CHaS) vor – sie wird um 74 Franken teurer (neu 173 Franken). Der Hintergrund: Die AZ Medien, die kürzlich das OT vollständig übernommen haben, verlangten schon bisher 173 Franken für das CHaS-Solo-Abo, liessen ihren Oltner Partnern aber die Tarifhoheit. Nun gleichen die AZ Medien den Abo-Tarif auch im Gebiet Olten an, jedenfalls für CHaS-Neuabonnenten. Mit den rund 50 Oltner Haushalten, die schon bisher die CHaS solo abonniert hatten, habe man eine Übergangslösung vereinbart, sagt AZ-Sprecherin Anina Räbsamen.

Den zweithöchsten Preisaufschlag nimmt der Tages-Anzeiger vor, nämlich um 30 Franken oder 6 Prozent. Die geringsten Aufschläge – bloss 2 Franken – finden sich dagegen beim Willisauer- und Seetaler Boten sowie bei der Zentralschweiz am Sonntag.

Das teuerste Abo eines Einzeltitels hat immer noch die Westschweizer Wirtschaftstageszeitung Agéfi – dort bezahlt der Abonnent pro Jahr 700 Franken – seit Jahren unverändert. Dicht dahinter mit 675 Franken folgt die NZZ, die den Abo-Tarif erstmals seit 2010 nicht erhöht. Und mit 188 Franken das günstigste (5-Tages-)Abo ist jenes der romanischen Zeitung La Quotidiana, das ebenfalls bleibt, wie es ist.

Im Durchschnitt 73 Franken teurer als 2010

Dass sich die Tarife der Zeitungsabos völlig anders entwickeln als die Teuerung, gilt übrigens nicht nur kurz-, sondern auch langfristig. So haben fast alle Zeitungsabos zwischen 2010 und 2016 aufgeschlagen – im Durchschnitt um 73 Franken oder 22 Prozent. In dieser Zeit betrug die Teuerung 0 Prozent, jedenfalls gemäss BfS-Teuerungsrechner.

Den grössten Ausreisser leistete sich die NZZ, die 163 Franken mehr kostet als noch 2010. Der Tages-Anzeiger folgt mit einer Preisdifferenz von 154 Franken. Massiv aufgeschlagen haben auch der Bund (114 Franken), die Basellandschaftliche Zeitung (105 Franken), der Zürcher Unterländer und die Finanz und Wirtschaft (je 100 Franken). Prozentual betrachtet sieht die Reihenfolge allerdings etwas anders aus: Hier steht der Tages-Anzeiger mit insgesamt +41 Prozent an der Spitze, dann folgen Zürcher Unterländer (+34%), Finanz und Wirtschaft (+33%), NZZ (+32%) und NZZ am Sonntag (+31%).

Der Grund für diesen starken Preisanstieg wurde von den Verlegern immer wieder kommuniziert: Wenn die Inserateeinnahmen zurückgehen, werden halt die Abonnenten stärker zur Kasse gebeten. Denn sie sind die zweitwichtigste Einnahmequelle.

E-Paper-Abo: bis 54 Prozent billiger als Print

Doch die Abonnenten springen zusehends ab oder wechseln zum E-Paper- oder Digital-Abo. Auch weil Letztere in 93 Prozent der Fälle günstiger sind als das Printabo. Im Durchschnitt bezahlt man ab 2016 für ein E-Paper-Abo an Werktagen 291 Franken, das sind 113 Franken oder 28 Prozent weniger als für das Printabo. Sonntags kostet ein E-Paper im Mittel 165 Franken, 55 Franken oder 33 Prozent weniger als das Printabo. Die grössten Preisunterschiede in Franken machen hier Le Matin semaine mit 220 und Tages-Anzeiger mit 214 Franken, gefolgt vom Blick (204.50). Prozentual den grössten Nachlass aufs E-Paper gewähren Blick und SonntagsBlick (je 54%), TagesWoche (50%) und Matin semaine (45%). Mit 4 Franken die kleinste Vergünstigung gegenüber dem Printabo bietet die Volksstimme in Sissach an.

Mindestens ein Dutzend Titel schickt sich allerdings an, die grosssen Preisdifferenzen zu verkleinern, indem sie beim E-Paper stärker aufschlagen als beim Printabo. Am meisten wagen hier die Tamedia-Blätter ZürichseeZeitung, Landbote, Zürcher Unterländer, 24 heures und Tribune de Genève, deren E-Paper um 50 bis 92 Franken aufschlagen.

Digitalabo: bis 87 Prozent billiger als Print

Bei den – wie auch immer gearteten – Digital-abos sind die Unterschiede zu den Printabos noch grösser: Für ein reines Non-Replica-Abo (ohne E-Paper), also für fortlaufend aktualisierte Artikel auf der Website oder per App, bezahlt man beim Zürcher Unterländer 344 Franken weniger (-82%) als für das Printabo. Auf Platz zwei folgt der Blick, der sein Digi-talabo 331 Franken günstiger abgibt (-87%) als in gedruckter Form. Im Durchschnitt kostet ein Digitalabo 29 Prozent weniger als das Printabo. Doch einige (kleinere) Titel machen keinen preislichen Unterschied, nämlich Agéfi, Höfner Volksblatt, March Anzeiger und Bote der Urschweiz. Und wieder sind es vor allem Tamedia-Titel, die den Unterschied zum Printabo verkleinern. Doch es gibt auch die umgekehrte Strategie: Le Temps hat eines seiner Digitalabos gesenkt und das Printabo erhöht, was die Differenz von ehemals 25 auf 37 Prozent vergrössert.

Am Kiosk 43 Rappen teurer als 2011

Bleiben noch die Einzelverkaufstarife: Auch hier kommt es aktuell zu Veränderungen, allerdings sind die Verleger diesbezüglich zurückhaltender. «Nur» 28 Titel kosten neu mehr als bisher. Eine Erhöhung von einem Franken wagt der Werdenberger & Obertoggenburger (W&O), ein Sprung um 40 Prozent. 60 Rappen teurer wird die Samstagsausgabe von Le Temps (+14%). Andere erhöhen den Kiosktarif um 10, 20, 30 oder 50 Rappen, was je nach Titel 2 bis 20 Prozent ausmacht. Den höchsten (aber unveränderten) Kioskpreis verlangt die WoZ (6 Franken), den tiefsten der Bote der Urschweiz (1.80).

Die Zurückhaltung der Verleger ist auch bei der längerfristigen Kioskpreis-Entwicklung feststellbar. Immerhin 14 Titel nahmen seit 2011 keine Erhöhungen vor. Am stärksten schlug dagegen das Bieler Tagblatt auf: Im Einzelverkauf ist es neu 1.20 Franken oder 44 Prozent teurer als vor sechs Jahren. Den zweithöchsten Aufschlag am Kiosk verzeichnet der erwähnte W&O, und man findet weitere 1-Franken-Aufschläge bei Nouvelliste (35%) sowie 24 heures und Tribune de Genève (je (31%). Im Durchschnitt kostet eine einzelne Zeitung seit 2011 43 Rappen oder 13 Prozent mehr.

Markus Knöpfli

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Die zum Artikel gehörende Tabelle «Abo- und Kiosk-Tarife 2016» finden Sie in der aktuellen Printausgabe der Werbewochde (23/2015). Zu den Abos

Abo-Spezialitäten und -Kuriositäten

– Die Zeitungen der AZ Medien und auch die Neue Luzerner Zeitung lassen offen, ob sie 2016 eine Paywall einführen werden. Anders der Giornale del Popolo: Er hat eine, allerdings ist sie freiwillig. Wie das funktioniert, wurde aber nicht mitgeteilt.

– Manche Titel erhöhen ihre Tarife auch unter dem Jahr: 24 heures und Tribune hatten für 2015 eine Printabo-Preiserhöhung um 20 Franken angekündigt, Ende Januar gleich nochmals 20 Franken aufgeschlagen, und nun verlangen sie erneut 20 Franken mehr – innert Jahresfrist als ein Plus von 60 Franken oder 13 Prozent.

– Einige Titel kennen einen Einzelverkaufstarif für digitale Ausgaben. So neu auch die BaZ, bei der man dafür 1 Franken bezahlen muss. Wahrscheinlich zum ersten Mal schlägt zudem ein Titel in diesem Bereich auf: Der Walliser Bote erhöht seinen digitalen EV-Preis um 30 Rappen auf 2.80 Franken (+12%).

– In den meisten Fällen beinhaltet das Printabo auch den Zugang zum E-Paper und andern digitalen Ausgabeformen. Nicht so bei La Liberté: Wer Print abonniert, erhält nur Print. Wer auch das E-Paper will, muss noch 14 Franken dazu bezahlen. Allerdings kann man das E-Paper auch solo haben und bezahlt dann 267 Franken, also 34% weniger als fürs Printabo.

– Mehrere E-Paper-Abos sind heute teils deutlich billiger als noch vor sechs Jahren, so jene der Nordwestschweiz-Titel, des Quotidiana, des Boten der Urschweiz und des Tages-Anzeigers. So kostet beim Tages-Anzeiger das E-Paper heute 84 Franken weniger als 2011, das Zofinger Tagblatt reduzierte seinen Preis gar um 95 Franken.

Update: SRF greift Berichterstattung der Werbewoche auf

Inhaberwechsel bei Maurer + Salzmann

Beim Winterthurer Unternehmen Maurer + Salzmann gibt es per 1. Januar 2016 einen Inhaberwechsel. Die Aktienmehrheit geht an vier langjährige Mitarbeitende über und das Unternehmen wird von Andreas Künzli als CEO und Mehrheitsaktionär geführt.

Maurer + Salzmann ist seit Jahrzehnten in Winterthur ansässig und in verschiedenen Bereichen der Kommunikation tätig. Bis Ende 2015 gehörte das Unternehmen zur Wigra Gruppe. Per 1. Januar 2016 verzeichnet es einen Inhaberwechsel. Vier langjährige Mitarbeitende – Andreas Künzli, Nadine Boksberger, Frank Günthardt und Martina Bundi – übernehmen die Aktienmehrheit des Unternehmens. Das KMU wird von Andreas Künzli als CEO und Mehrheitsaktionär geführt und beschäftigt zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Andreas Künzli, neuer CEO Maurer + Salzmann

Zu Maurer + Salzmann gehört die hundertprozentige Tochtergesellschaft Zomag in Wetzikon. Beide Unternehmen sind in der Messe- und Eventorganisation tätig und organisieren die Winti Mäss, die Wohga Winterthur, das KMU Forum Region Winterthur, die ZOM Züri Oberland Mäss, die Zürcher Oberländer Frühlingsmesse «wohnen&genuss», das KMU Forum Zürcher Oberland sowie das volkstümliche Schlager-Zelt Zürcher Oberland. Weiter ist Maurer + Salzmann seit über 15 Jahren als Vermarkterin von Verkehrsmittelwerbung tätig. Im vergangenen Jahr gewann das Unternehmen eine Ausschreibung vom Zürcher Verkehrsverbund. Neben den zwei bisherigen Marktgebieten bietet die M+S AG seit dem 1. Januar 2016 vier weitere an. Das neue Tätigkeitsfeld der ÖV-Werbung umfasst mit Ausnahme der Stadt Zürich alle Zürcher Verkaufsgebiete. Dazu wurde auf den 1. Januar 2016 eine neue 80 Prozent Stelle geschaffen.

Andreas Künzli, neuer CEO der Maurer + Salzmann, blickt stolz und optimistisch in die Zukunft. «Wir führen unsere Arbeit mit Leidenschaft aus, sind in den relevanten Regionen verwurzelt und pflegen ein aktives Netzwerk. Mit der Übernahme der Aktienmehrheit setzen wir ein weiteres Zeichen für unsere leidenschaftlichen Bemühungen über all die vielen Jahre», so Künzli. «Zusammen mit einem starken Team werden wir unsere Messen, Events sowie die Verkehrsmittelwerbung mit viel Herzblut weiter entwickeln», ist Künzli überzeugt.
 

Kaffeeindustrie: Technologie statt Marketing

Die Kaffeetrinker sind anspruchsvoll geworden, seit Kaffeekapseln den Markt aufgemischt haben. Die Unternehmen reagieren nun: Nachdem sie lange Zeit auf das Marketing gesetzt haben, investieren sie vermehrt in Innovationen auf der Suche nach dem perfekten Kaffee.

Die Produkte, die heutzutage auf den Markt gebracht werden, basieren immer mehr auf neuen Technologien, sagt Chahan Yeretzian, Professor an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil. In seinen acht Jahren bei der ZHAW hat der Wissenschaftler ein internationales Kompetenzzentrum für Kaffee aufgebaut. Während zahlreicher Jahre fristete die Forschung in der Kaffeeindustrie ein Schattendasein. Die Branche fusste vor allem auf geschicktem Marketing und Verpackung. Heute ist das anders. Die Verarbeiter stellen die Wissenschaft ins Zentrum des Kaffees, wie Yeretzian sagt. Forschung und Entwicklung gedeihen in dem Sektor, auch wenn im Vergleich zu den Renditen in der Kaffeeindustrie nicht enorm viel Geld investiert wird.

Die Wissenschafter in Wädenswil haben zahlreiche Forschungsmandate ergattert. Mit den Röstereien arbeiten sie an Mitteln zur Verbesserung des Mahlvorgangs, mit den Herstellern von Kaffeemaschinen an der Extraktion des Kaffees. Die Zürcher Hochschule untersucht auch, wie sich die Qualität des Wassers auf den Kaffee auswirkt, wie Yeretzian erklärt. Auch Kapselproduzenten aus Südamerika, Australien und Europa zählen zu seinen Kunden. Zudem arbeitet die ZHAW mit Produzenten in Bolivien und Indien zur Verbesserung des Rohkaffees zusammen. (SDA)

Toyota zeigt Google und Apple die kalte Schulter

Toyota sperrt sich als einer der wenigen grossen Autobauer weiterhin dagegen, Google und Apple Zugang zu den Unterhaltungsanlagen seiner Fahrzeuge zu geben.

Der japanische Konzern kündigte am Montag an, auf eine Software von Ford zu setzen, statt Smartphones mit Googles Android Auto oder Apples CarPlay einzubinden. Ford selbst gab dagegen wenige Stunden zuvor den Widerstand gegen die Systeme von Google und Apple auf und gab zur Elektronik-Messe CES in Las Vegas ihre Integration in neuere Fahrzeuge bekannt. Zugleich soll das eigene System «AppLink», auf dem auch das von Toyota genutzte «SmartDeviceLink» basiert, ebenfalls weiterhin eingesetzt werden. In der Autobranche ist umstritten, ob den Herstellern durch eine grössere Rolle der Smartphone-Schwergewichte im Auto ein zukünftiges Geschäft mit Daten und Dienstleistungen entgehen könnte. Toyota verwies bisher auf nicht näher konkretisierte Sicherheitsbedenken gegen den Einsatz der Software von Apple und Google. Der japanische Autoriese will seine Fahrzeuge miteinander verbinden, damit sie sich über Cloud-Server gegenseitig zum Beispiel vor Unfällen warnen können. Zum Jahr 2019 will Toyota weltweit ein einheitliches Kommunikations-Modul in die Fahrzeuge einbauen. Zunächst werden es verschiedene Technologien in einzelnen Regionen sein. (SDA)

Publicis: Salt grüsst zum Jahreswechsel

Orange heisst jetzt Salt. In Anlehnung an das Rebranding des Schweizer Mobilfunkanbieters entwickelte Publicis einen Salt-typischen Neujahrsgruss.

That’s it.

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Verantwortlich bei Salt: Sabine Kuszli (Director Brand & Marketing Communications). Verantwortlich bei Publicis: Thomas Wildberger (CCO); Lorenz Clormann, Patrick Suter (CD); Marvin Hugentobler (AD); Manuela Schikor (Beratung).
 

Crossmedia Award: Jetzt einreichen

Zum zwölften Mal zeichnet die Goldbach Group innovative Kampagnen aus, die crossmediale Inhalte überzeugend und originell verknüpfen. Konzepter und Gestalter können ihre Kampagnen vom 5. Januar bis zum 19. Februar 2016 einreichen.

Eingereicht werden kann über Crossmedia-award.ch. Die Goldbach Group verleiht zum zwölften Mal in Folge den mit 10'000 Franken dotierten Crossmedia Award und ehrt herausragende Ideen und deren Kampagnenumsetzung. Nebst Gold, Silber und Bronze werden zudem die Spezialpreise «Best in» an Kampagnen mit wegweisender Vernetzung der crossmedialen Teilbereiche Mobile, Social Media und Video verliehen. Wie bereits in den vergangenen Jahren beeinflussen sämtliche Auszeichnungen das Kreativranking der Werbewoche. Die Werbewoche ist Medienpartner des Awards.

Kampagnen können unter Crossmedia-award.ch eingereicht werden. Beurteilt werden sie anschliessend von unabhängigen Spezialisten und Werbefachleuten.

Der zwölfköpfigen Jury, unter der Leitung von Marco Taborelli, gehören an:

Andreas Dürr, Goldbach Interactive Switzerland
Karin Estermann, Inhalt&Form Kommunikations
Peter Felser, Serviceplan Suisse
Carlos Friedrich, Möbel Pfister
Markus Gut, Y&R Group Switzerland
Roman Hirsbrunner, Jung von Matt/Limmat
Sonja Hofstetter, ÖKK
Curdin Janett, Publicis Communications Schweiz
Stephan Küng, The whole Media
Maurizio Rugghia, Serranetga
Thomas Städeli, Wirz Werbung
Rolf Suter, Mediakanzlei

Welche Kampagnen sich einen Shortlist-Platz sichern, wird am 8. April 2016 kommuniziert. Die Siegerehrung findet am 21. April 2016 im Zürcher Komplex 457 statt.
 

Seco prüft Forderung der OECD nach Privatisierung der Swisscom

Das Seco prüft die Forderung der OECD nach einer Privatisierung des Telekomriesen Swisscom. Es gelte herauszufinden, ob die Eignerstrategie des Bundes den heutigen Anforderungen noch genüge, sagt Seco-Direktorin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch im Interview.

Dieser Frage werde das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in der neuen Wachstumsstrategie 2016 bis 2020 nachgehen, sagte Ineichen-Fleisch gegenüber der NZZ am Sonntag. Die Swisscom ist laut der Seco-Chefin zwar ein gut geführtes Unternehmen. Die Schweiz müsse aber sicherstellen, dass sie den Schritt zur Digitalisierung der Wirtschaft nicht verpasse. «Wir müssen uns fragen: Ist eine Swisscom in der Lage, das in ihrem angestammten Bereich der Telekommunikation genügend rasch und agil zu machen? Und zu welchen Kosten?» Der Bund muss sich gemäss Ineichen-Fleisch zudem fragen, ob sich für ihn als Eigentümer keine Zielkonflikte ergeben, wenn sich staatliche Unternehmen ausserhalb ihres Service-public-Auftrages in neue digitale Unternehmen ausbreiten. Die Seco-Direktorin zielt mit dieser Aussage implizit auf die neue Werbeplattform, welche die Swisscom zusammen mit den Medienhäusern Ringier und SRG betreiben will.

Mehrheit des Bundes sogt für Gesprächsstoff

«Zumindest der Nachweis, dass ein Unternehmen in Staatshand schneller und effizienter als eine Privatfirma ist, ist gemäss OECD schwierig zu erbringen», gibt Ineichen-Fleisch zu Bedenken. In einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) kam die Swisscom jüngst schlecht weg. Als ehemalige Monopolistin geniesse sie immer noch Vorteile und bremse so den Wettbewerb, lautete die Kritik. Die OECD forderte in diesem Zusammenhang gar eine vollständige Privatisierung des Branchenprimus. Dagegen wehrte sich Swisscom-Chef Urs Schäppi Mitte Dezember. «Die Swisscom ist kein Staatsbetrieb, sondern eine börsenkotierte Firma mit einer Marktkapitalisierung von 26 Milliarden Franken», sagt er im Interview mit der
Sonntagszeitung. Der Bund habe zwar eine knappe Mehrheit, aber ein Blick auf die strategischen Ziele zeige, dass der Mehrheitseigentümer der Swisscom den unternehmerischen Freiraum lasse. (SDA)

Zu guter Letzt: Füdligate

Die Junge CVP Zürich hat sich mit einem gar nicht so christlichen Werbesujet in die Nesseln gesetzt.

Wobei die Bezeichnung «Werbesujet» etwas übertrieben ist. Vielmehr handelte es sich beim Sujet, das über die Feiertage für einen kurzen Aufschrei sorgte, um den Versuch eines originellen Facebook-Headers. Die jungen, christlichen Politikfreunde aus Zürich wollten nämlich zeigen, dass sie pro Gotthardsanierungstunnel sind. Mit anderen Worten: für die berühmte zweite Röhre. Diese wird bekanntlich nicht gleichzeitig geöffnet, sondern ersetzt die erste Röhre während deren Sanierung. Sonst könnte es geschehen, dass das Tessin plötzlich von der restlichen Schweiz abgeschnitten und nur noch über den Pass mit Mauleseln zu erreichen ist.

Das Sujet, das die Junge CVP zur Visualisierung gewählt hat, ist alles andere als christlich. Nicht, dass ein Frauenhintern etwas Verruchtes wäre, aber in Kombination mit dem Spruch, dem Thema und… «this is wrong in so many ways»!

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Die Junge CVP hat sich mit der Aktion in die mittlerweile lange Liste der Jungparteien eingereiht, die durch nackte Haut und andere plumpe Aktionen kostengünstig Aufmerksamkeit provozieren. Mit Erfolg. So reicht ein Füdlifoto und ein – mit einem unter dem Strich gar nicht so unorigineller – Spruch, um auf Blick.ch prominent Erwähnung zu finden. Und auf Twitter den obligaten Shitstorm auszulösen. So wissen wir jetzt, dass es in Zürich eine Junge CVP gibt und dass diese sogar eine eigene Meinung hat. Im Gegensatz zu den jungen Grünen mussten sich die jungen Christen hierzu nicht mal selbst ausziehen. Das übernahm nämlich das unbekannte Füdli-Model, das es im Internet bereits zu beachtlicher Berühmtheit gebracht hat – unter anderem mit Auftritten in der Huffington Post oder auf Weekend.at. Sie haben es erraten: Die Unterhose des Anstosses gibt es gar nicht wirklich! Beeindruckend, was man mit Photoshop alles so machen kann! (hae) 

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Spinas Civil Voices lässt Bruno Manser weiterleben

Um den Regenwald auf der malaysischen Insel Borneo zu schützen, hat der Schweizer Umweltaktivist Bruno Manser viel gewagt. Spinas Civil Voices hat für den Bruno Manser Fonds eine Print-Kampagne realisiert.

Jahrelang hat Manser im Dschungel gelebt und sich mit Hand und Fuss und Worten gegen den korrupten Staat und die Holzfällermafia gewehrt. Bis zum 22. Mai 2000, als Bruno Manser im Dschungel von Borneo für immer spurlos verschwand. Auch wenn Bruno Manser sein Leben verlor, sein Kampfgeist ist nicht verloren gegangen. Mit gleichem Engagement führt heute der von ihm gegründete Bruno Manser Fonds sein Lebenswerk fort. Um in Zukunft noch schlagkräftiger zu werden, hat sich der Bruno Manser Fonds nun mit der Agentur Spinas Civil Voices verbündet. Aus dieser Zusammenarbeit ist jetzt eine Print-Kampagne entstanden, die in diesen Tagen schweizweit zum Einsatz kommen wird.

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Verantwortlich bei Bruno Manser Fonds: Lukas Straumann (Geschäftsleiter), Valentine Vogel (Fundraising). Verantwortlich bei Spinas Civil Voices: Matthias Freuler & Stephan Huwiler (Kreation); Hannes Aeschlimann (Grafik); Sandra Wittwer (Beratung).

 

Aus Denz Digital und Bedruckbar wird Form

Das Berner Traditionsunternehmen Denz Digital und seine Tochterfirma Bedruckbar treten ab Januar 2016 unter dem Namen Form und mit einem neuen Erscheinungsbild auf.

Der Schwerpunkt hat sich laut Mitteilung verlagert: Wo früher die klassische Druckvorstufe dominierte, stehen heute Lösungen für Shop Design, Messeauftritte, Displays und Dekomaterial im Vordergrund. «Wir sind kreative Macher, die den Wünschen unserer Kunden neue Form geben», so Geschäftsführer Stefan Ingold. «Dabei werden gedruckte 2D-Lösungen immer häufiger durch eine dreidimensionale Gestaltung ergänzt oder abgelöst – auch das drückt unser neuer Name aus». Dreidimensional: Das kann bedeuten, eine Schneelandschaft aus Styropor für eine Produktlancierung im Shop zu produzieren, Mobiliar aus Karton für einen Messeauftritt zu entwerfen oder als aufmerksamkeitsstarkes Gadget das eigene Firmenlogo in ein Nudelholz lasern zu lassen. Über 45 Mitarbeitende – Fotografen, Polygrafen, Werbetechniker, IT-Spezialisten und mehr – erarbeiten auf über 3000 Quadratmetern Fläche Lösungen für Werbung und Markenerlebnisse. Die Kunden erhalten dabei von der Beratung über die Konzeption und Umsetzung bis zur Auslieferung alles aus einer Hand. So kann Form laut Mitteilung «ein in der Schweiz einzigartig breites und zusammenhängendes Angebot an Leistungen und Produkten im Bereich Druckvorstufe, Spezialdruck auf verschiedenste Materialien, Oberflächenbearbeitung, Einrichtung von POS, Messeständen und Theaterbau sowie logistischen und IT-Leistungen bieten».

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