Der Verwaltungsrat der neuen Gesellschaft wird aus Vertretern von TDC und der France Télécom bestehen, wobei die Mehrheit der Sitze von France Télécom besetzt wird. Thomas Sieber soll Geschäftsführer des neuen Unternehmens werden. Christoph Brand bleibt Sunrise-Chef bis zum Abschluss der Transaktion. Danach wird er den Beginn des Integrationsprojekts überwachen, bevor er sich neuen beruflichen Aufgaben ausserhalb der Gruppe widmet. Die neue Gesellschaft wird ein starker Player auf dem Schweizer Telekommunikationsmarkt: Gemeinsam hat das neue Unternehmen, dessen Name noch nicht bekannt ist, 3,4 Millionen Mobilfunkkunden und 1,1 Millionen Festnetz- und Internetkunden. Dabei entstehen Marktanteile von 38 Prozent (Mobilfunk) und 13 Prozent (Breitbandanschlüsse).
Bakom wartet auf Eingabe von Orange und SunriseDas Bundesamt für Kommunikation (Bakom) erwartet in den nächsten Tagen eine Eingabe von Orange und Sunrise zu der geplanten Fusion. «Wir brauchen von den beiden Firmen die Darstellung der neuen Situation», sagte Bakom-Sprecher Roberto Rivola am Mittwoch auf Anfrage der SDA. «Wir wissen nicht, ob Sunrise auf die Konzession verzichtet oder ob Sunrise übernommen wird. Uns fehlen die Details», sagte Rivola weiter. Sobald das Bakom die Eingabe erhalten habe, werde eine Analyse vorgenommen, was die neue Situation für die Konkurrenz auf dem Telekommunikationsmarkt bedeute, und ob die Fusion genehmigt werden könne. Das Bakom werde auch die Weko bei der Analyse beiziehen.
Gleich tönt es laut SDA bei der Comcom: Im Falle einer Fusion müssten die Partner ein Gesuch, um die Übernahme der Konzession oder eine Annullation der nicht mehr gebrauchten Konzession stellen, sagte ComCom-Sekretär Peter Bär auf Anfrage. Comcom und Bakom könnten auch spezielle Bedingungen für die Gewährung von Konzessionen auferlegen, so Bär. Die Kommission wache im Rahmen der Gesetzgebung darüber, dass die Konkurrenz und die Sicherheit für die Kunden erhalten bleibe.
Es gebe keine Frist, innert der die Eingabe gemacht werden müsse, sagte Rivola. Damit die Fusionspartner ihren eigenen Zeitplan einhalten könnten, müsse die Eingabe in den nächsten Tagen erfolgen. Das Bakom werde die Eingabe analysieren, entscheiden werde aber die Comcom, die auch die Federführung innehabe.
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