Ulmann+Partner: Gesamtkommunikation für den Dialogmarketing-Preis 2010

Die Agentur Ulmann+Partner hat im Auftrag von Kleistermeister Eventsolutions die Gesamtkommunikation für den Dialogmarketing-Preis 2010 realisiert.

Wer am 28. Mai 2010 an der Preisverleihung mit einem DM-Award ausgezeichnet werde, habe es geschafft, schreibt die Agentur in einer Mitteilung: Er oder sie gehöre für ein Jahr in den Olymp des Dialogmarketings. Auf diesem Kerngedanken sei die Kommunikation aufgebaut. Sie erfolgt in drei Schritten: In der Ausschreibung werden die künftigen Götter des Dialogmarketings gesucht, in der Ausstellung werden sämtliche eingereichte Werke gezeigt, und an der Award-Night erfahren die Teilnehmenden, wer den Einzug in den Olymp schafft.

Alle drei Schritte umfassen jeweils personalisierte Mailings, Beilagen (nur Ausschreibung), Inserate, Banner, E-Mail-Newsletter sowie PR-Artikel und münden in der Website Dm-preis.ch.

Verantwortlich bei Kleistermeister Eventsolutions: Marc Zehnder, Inhaber. Verantwortlich bei Ulmann+Partner: Jürg Ulmann (CD, Beratung), Daniel Hellstern (CD, Text, PR), Miranda Disler (AD), Dimitri Bachmann (DTP), Viktor Bildstein (Assistenz), Evienne Kreutz (Web).

1290581155_img100113_dm1
1290581155_img100113_dm2
img100113_dm3

SF-Direktor Haldimann: Rücktritt aus VR Konsumenteninfo

SF-Direktor Ueli Haldimann tritt mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat der Konsumenteninfo AG zurück. Damit will er nach aussen sichtbar machen, dass die Redaktion des Kassensturz nichts mit dem Abstimmungskampf des K-Tipp zu tun hat.

Die Konsumenteninfo AG gehört dem Zürcher Rechtsanwalt René Schuhmacher und ist unter anderem Herausgeberin der Zeitschrift K-Tipp, welche seit vielen Jahren redaktionell mit der SF-Sendung «Kassensturz» zusammenarbeitet. Die beiden Redaktionen sind voneinander völlig unabhängig, wie es in einer Mitteilung von des Schweizer Fernsehens vom Mittwoch heisst.
Die Zeitschrift K-Tipp hat das Referendum gegen die Senkung des Umrechnungssatzes bei den Pensionskassen unterstützt und engagiert sich in der neusten Ausgabe stark im Abstimmungskampf. «Die Sendungen des Schweizer Fernsehens hingegen verhalten sich grundsätzlich bei Abstimmungsvorlagen unparteiisch und achten konsequent darauf, dass beide Seiten gleich lange Spiesse haben», wie SF weiter schreibt. Mit dem Rücktritt aus dem Verwaltungsrat der Konsumenteninfo AG wolle Haldimann auch nach aussen sichtbar machen, dass die Redaktion des Kassensturz nichts mit dem Abstimmungskampf des K-Tipp zu tun habe.
Unabhängig von dieser jüngsten Entwicklung finden seit letztem Herbst Gespräche zwischen K-Tipp und Kassensturz statt, bei denen es um die Ausgestaltung der Zusammenarbeit geht. Diese Gespräche sind laut Mitteilung noch nicht abgeschlossen. Ergebnisse würden kommuniziert, sobald diese vorlägen.

Verband Schweizer Gratiszeitungen wächst

Der Verband Schweizer Gratiszeitungen VSGZ, in dem jene Schweizer Gratiszeitungen zusammengeschlossen sind, welche wöchentlich in alle Haushalte eines bestimmten Gebietes verteilt werden, hat sich vergrössert.

Neu hinzugekommen sind die Rhone-Zeitung aus dem Kanton Wallis und von den AZ-Medien die Stadt-Anzeiger von Aarau, Baden und Olten sowie die Bezirks-Anzeiger aus Affoltern, Dietikon und Lenzburg. Mit den insgesamt 21 Titeln können alle wichtigen Agglomerationen sowie weite Teile der deutschen und französischen Schweiz mit dem VSGZ-Kombi abgedeckt werden, wie der Verband in einer Mitteilung schreibt.
> Übersicht VSGZ-Mitglieder

Ruf Lanz: Für Real Clean Sauberkeit bis ins kleinste Detail dramatisiert

Ruf Lanz hat für das Reinigungsunternehmen Real Clean eine Printkampagne mit der Botschaft «Sauberkeit bis ins kleinste Detail» realisiert.

Real Clean mit Sitz in Kloten ist eine Reinigungsfirma für Büro und Gewerbe. Um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen, arbeitet das Unternehmen mit Ruf Lanz zusammen. Im vergangenen Herbst ist die Radiospot-Serie «Sauberkeit bis ins kleinste Detail» mit dem Goldenen Ohr 2009 ausgezeichnet worden, nun folgt die Printkampagne zur gleichen Botschaft. Sieben Sujets sollen verdeutlichen: Real Clean reinigt auch Stellen, von denen Sie noch nie gehört haben.
Die Sujets erscheinen das ganze Jahr hindurch in Fachmagazinen.
Verantwortlich bei Real Clean: Toni Romano (Gesamtverantwortung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Andreas Hornung (Text), Grit Wolany (Art Direction), Michael Gassler (Beratung). Fotografie: Oliver Nanzig.
1290581156_img100113_ruflanz1
1290581156_img100113_ruflanz2
1290581156_img100113_ruflanz3
1290581156_img100113_ruflanz4
img100113_ruflanz5

Spinas Gemperle: Für Caritas die Armut halbiert

Caritas hat eine auf zehn Jahre angelegte Kampagne zur Armutsbekämpfung gestartet. Das erklärte Ziel lautet, die Armut bis 2020 zu halbieren. Um der Kampagne zu visueller Prägnanz zu verhelfen, haben die Werber von Spinas Gemperle ein Signet und eine Symbolsprache entwickelt.

Sichtbar wird die Kampagne vor allem an zahlreichen Aktionen und Events sowie in der Medienberichterstattung wie etwa in der Tagesschau vom 29. Dezember des vergangenen Jahres.

1290581162_img100112_caritas5

Verantwortlich bei Caritas Schweiz: Odilo Noti (Leiter Kommunikation), Jörg Arnold (Leiter Fundraising). Verantwortlich bei Spinas Gemperle: Lorenz Spinas (CD), Stephan Huwiler, Andrea Reinhart (AD), Alex Moltzen (Grafik), Irene Stutz (Beratung).

1290581162_img100112_caritas2
1290581162_img100112_caritas3
1290581162_img100112_caritas4

M6 gewinnt gegen SRG: Werbefenster laut Bundesgericht zulässig

Der französische Privatfernsehsender M6 darf in der Romandie sein Programm mit einem Schweizer Werbefenster verbreiten. Die SRG ist vor Bundesgericht unterlegen. Laut Gericht verletzt M6 weder das Urheberrecht noch betreibt der Sender unlauteren Wettbewerb.

M6 überträgt sein Programm seit 2002 in Teilen der Westschweiz mit zwei Signalen. Das zweite Signal enthält ein Schweizer Werbefenster. Die SRG klagte deshalb gegen M6 vor Gericht und verlangte Schadenersatz von mindestens zehn Millionen Franken. Die SRG vertrat die Meinung, dass M6 mit diesen auf den Schweizer Markt ausgerichteten Werbeblöcken das Urheberrecht verletze und zudem unlauteren Wettbewerb betreibe. Insbesondere heble M6 so die von der SRG für die Schweiz erworbenen Exklusiv-Ausstrahlungsrechte für verschiedene Filme und Serien aus.
Zudem verschaffe sich der Sender einen Wettbewerbsvorteil. Das Freiburger Kantonsgericht gab der SRG vor einem Jahr Recht. Das entsprechende Signal wurde in der Folge von mehreren Kabelnetzbetreibern aus dem Netz gekippt. Das Bundesgericht hat am Dienstag die Beschwerde von M6 nun gutgeheissen und die Klage der SRG abgewiesen.

Keine Ermächtigung im Empfängerland
Die Richter der I. Zivilabteilung kommen zum Schluss, dass nach schweizerischem Urheberrecht auf Satellitenübertragungen die sogenannte Sendelandtheorie anwendbar ist. Dies bedeute, dass der Urheber die Zustimmung zur Ausstrahlung seines Werks nach dem Recht desjenigen Staats erteile, von dem die Übertragung ausgehe. Habe der Rechteinhaber seine Zustimmung entsprechend erteilt, sei eine weitere Ermächtigung in den Empfängerländern nicht mehr erforderlich. Es sei daher unerheblich, ob das Satellitensignal schweizerische oder französische Werbungen enthalte.

SRG befürchtet Ausfall von Werbeeinnahmen
Das Verhalten von M6 stelle auch keine widerrechtliche Handlung im Sinne des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb dar. Bernard Cron, Anwalt des französischen Privatsenders, zeigte sich über den Entscheid befriedigt. M6 werde versuchen zu erreichen, dass die Kabelnetzbetreiber das Programm wieder aufnehmen würden.
Laut SRG-Pressesprecherin Barbara Stutz ist das Schweizer Fernsehen über den Entscheid sehr enttäuscht. Das Verdikt des Bundesgerichts könnte schwere Konsequenzen für den Schweizer Werbemarkt bedeuten. Andere französische Sender könnten ebenfalls an Werbefenstern für die Romandie Interesse zeigen.

Draftfcb/Lowe Group: Samuel Knaus wird neuer Texter

Samuel Knaus wechselt als Texter und Konzepter zur Draftfcb/Lowe Group. Zuletzt war Knaus bei Jung von Matt/Limmat tätig.

Samuel Knaus trat seine neue Stelle bei der Agentur in Zürich-Wallisellen Anfangs Januar an. Der promovierte Publizistikwissenschaftler gewann 2009 mit der Printkampagne für die Stiftung Prostata Krebsforschung in Cannes einen Bronze Lion.

Ringier-Newsroom: Sämtliche Ressortleitungen bestimmt

Nach der Ernennung von Ilja Kaenzig zum Sportchef der Blick-Gruppe wurden am Dienstag auch noch die letzten vakanten Ressortleitungen besetzt: Andrea Bleicher wird Nachrichtenchefin der Blick-Gruppe, der Visual Director Stéphane Carpentier betreut das Ressort Bild.

Andrea Bleicher begann ihre Karriere bei Ringier 1997 mit einem Volontariat in der Ringier Journalistenschule. Von 1998 bis 2000 war die 35-Jährige als Journalistin für den Blick tätig. Anschliessend arbeitete sie als Redaktorin, später Blattmacherin für 20 Minuten und Metropol. Ab 2002 war Andrea Bleicher Inlandredaktorin der Sonntagszeitung und kam im Mai 2007 als Leiterin des Nachrichtenressorts zurück zum Blick.
Ressortleitungen: Nachrichten: Andrea Bleicher, Politik: Hannes Britschgi, Wirtschaft: Daniel Meier (37), People/Unterhaltung: Dominik Hug (40), Lifestyle: Roland Grüter (49).

SF: Marktanteil 2009 leicht unter Sportjahr 2008 – Internetnachfrage gestiegen

Das Schweizer Fernsehen schliesst das Jahr 2009 mit einem Marktanteil von 33,3 Prozent im Ganztagesschnitt ab. Damit liegt SF 0,9 Prozentpunkte unter dem Mittelwert des Sportjahres 2008 und 0,2 Prozentpunkte unter dem Ergebnis des letzten Nicht-Sportjahres 2007. Die Jahresbilanz des SF-Internetangebots fällt positiv aus: SF-Videos on Demand wurden mehr als doppelt so stark genutzt wie 2008.

Bei SF Zwei manifestieren sich 2009 die fehlenden Sportgrossereignisse (Fussball-Europameisterschaft, Olympische Sommerspiele) am stärksten, im Ganztagesschnitt sinkt der Marktanteil verglichen mit 2008 um 0,7 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent. SF 1 schliesst 2009 mit 22,7 Prozent Marktanteil (minus 0,4 Prozentpunkte) ab. SF Info legt seit der Lancierung 2001 jährlich leicht zu und erreicht 2009 im Ganztagesschnitt 1,6 Prozent Marktanteil (plus 0,2 Prozentpunkte).

Internetportal konnte zulegen
2009 verzeichnete Sf.tv durchschnittlich 270‘200 Visits pro Tag. Dies entspricht einer Zunahme um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sämtliche Plattformen legten zu. Das meistbesuchte Angebot 2009 war «SF Meteo» mit 91‘000 Visits pro Tag. Die grösste Zunahme (plus 56 Prozent) weist die «Tagesschau»-Plattform auf, sie erreicht im Jahresschnitt 52‘200 Visits pro Tag. Die Anzahl der Podcast-Downloads nahm um 61 Prozent zu (22‘600 Downloads pro Tag). Die Zugriffe auf SF-Videos steigerten sich gar um 110 Prozent (129‘900 Zugriffe pro Tag), und auch die Nutzung von SF-Videos auf Youtube hat sich mehr als verdoppelt (14‘100 Videoviews pro Tag).

Dezember über Vorjahresmonat
Im Monat Dezember 2009 legte SF mit einem Marktanteil von 32,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat 0,5 Prozentpunkte zu. SF 1 erreichte mit einer Reihe von Eigenproduktionen starke Marktanteile über 33 Prozent («Happy Day», «Total Birgit», «Giacobbo/Müller», «Sports Awards», «Silvesterstadl», «St. Moritz – ein Wintermärchen»). SF Zwei steigerte den Marktanteil mit gut beachteten Sportsendungen am Tag, Vor-, Haupt- und Spätabend (Ski alpin, Skispringen, Spengler Cup, «Sportpanorama», Fussball Champions League/Europa League, Boxen) im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich und erreicht im Ganztagesschnitt 8,6 Prozent (plus 1,2 Prozentpunkte).

Neues Erhebungssystem ab 2010: keine direkten Vergleiche mehr möglich
Seit dem 1. Januar 2010 werden im TV-Messpanel diverse Neuerungen umgesetzt. Ab Januar 2010 sind darum sämtliche mittels Telecontrol erfassten TV-Zuschauerzahlen und -Marktanteile nicht mehr direkt mit Vorjahresdaten vergleichbar. Dies gilt für die gesamte TV-Nutzungsmessung in der Schweiz und betrifft sowohl Durchschnittswerte für Kanäle als auch Werte für einzelne Sendungen. Auch die monatlich publizierten Bilanzen von SF müssen ab sofort ohne direkte Vergleiche mit den Vorjahreswerten auskommen. Datenerhebung und Datenauswertung wurden modifiziert, um den Veränderungen in der Medienlandschaft (Regional-TV-Konzessionen) gerecht zu werden sowie den internationalen Standards der Medienforschung zu entsprechen.

Ringier: Newsroom fordert 29 Vollzeitstellen

Ringier streicht in der Schweiz 29 Vollzeitstellen. Das Unternehmen begründet den Abbau mit der Schaffung des integrierten Newsrooms, der zu schlankeren Arbeitsabläufen und Synergien führe. Betroffen sind hauptsächlich Produktion, Layout, Bild und Korrektorat – nicht die schreibenden Ressorts.

Wie Ringier-Mediensprecher Stefan Hackh auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte, dürften in der Produktion 28 Prozent der Vollzeitstellen und in der Redaktion deren elf Prozent gestrichen werden. In den vergangenen Wochen haben Chefredaktoren, Ressortleiter und Projektteam die Arbeitsabläufe und das Zusammenspiel zwischen den Ressorts überarbeitet und angepasst. Auf diese Weise sei die Anzahl Mitarbeitervollzeitstellen (MAVZ) definiert worden, die ab dem 7. März 2010 im Newsroom benötigt würden, teilte der Verlag am Dienstag mit. Im Rahmen des Stellenabbaus lade die Geschäftsleitung über die kommenden vier Wochen die Personalkommission von Ringier zu Konsultativverhandlungen. Im Fall von Kündigungen komme ein mit der Personalkommission von Ringier verhandelter Sozialplan zur Anwendung, wie es weiter heisst. Wie viele Mitarbeitende vom Abbau betroffen sind und wie viele Personen im Newsroom beschäftigt sein werden, wird laut Hackh im Februar bestimmt.

Impressum fordert Moratorium
Der Verband von Medienschaffenden Impressum geht davon aus, dass mit dem Abbau von 29 Vollzeitstellen rund 40 bis 50 Personen ihren Job verlieren werden. Er unterstützt die Forderung der Ringier Personalkommission eines sechsmonatigen Entlassungsmoratoriums. Diese Forderung sei realistisch, zumal im grössten Ressort «News» sowieso mit Entlassungen zugewartet werde, weil ein dreimonatiger Probelauf geplant sei, teilte der Verband am Dienstag mit. Zur Zeit seien die Arbeitsabläufe noch nicht einmal definiert, der Zeitpunkt für den Entscheid über einen Stellenabbau sei deshalb verfrüht.
Darüber hinaus fordert Impressum, dass der Stellenabbau, sollte er wirklich nötig sein, via natürliche Abgänge und andere sozialverträgliche Massnahmen realisiert wird. Dies müsse in einem Unternehmen der Grösse von Ringier möglich sein. Sollte es zu Entlassungen kommen, fordert Impressum eine substantielle Verbesserung des bereits vorliegenden Sozialplans. Ringier zeige durch den Abbau, dass der Verlag der Qualität und Individualität ihrer Medien eine geringere Priorität einräume, heisst es in der Stellungnahme weiter. Der Abbau von «Doppelspurigkeiten», womit der Abbau begründet wird, bedeute nichts anderes als der Abbau von Medienvielfalt.

Comedia: Sozialplan muss angepasst werden
Auch die Mediengewerkschaft Comedia fordert eine Verbesserung des Sozialplans. Der bestehende Sozialplan, der im letzten Mai ausgehandelt wurde, müsse den jetzigen, schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen angepasst und auf das besondere Profil der Betroffenen zugeschnitten werden, so Comedia in einer Mitteilung. Ringier sei in seiner sozialen Verantwortung gefordert. Nebst der sozialen Abfederung der Entlassungen fordert Comedia, dass bei der Umsetzung des Newsrooms alle Mitarbeitenden die nötige Unterstützung erhalten. Der Newsroom könne nur zum Erfolg werden, wenn er vom Redaktionspersonal unterstützt und getragen werde.

US-Studie: Traditionelle Medien als Hauptinformationsquelle

Zeitungen und andere «traditionelle Medien» wie Zeitschriften, Radio und Fernsehen sind einer US-Studie zufolge trotz der Konkurrenz durch das Internet weiterhin die Hauptinformationsquelle der US-Bürger. 95 Prozent der Geschichten mit neuen Informationen stammen von den traditionellen Medien, hauptsächlich Zeitungen.

An den vornehmlich Zeitungen entstammenden Geschichten würden sich dann alle anderen Medien orientieren, heisst es in einer Studie des Pew-Forschungszentrums für Journalismus. 83 Prozent der Geschichten enthielten zudem keine neuen Informationen. In lediglich 17 Prozent der Geschichten habe es Neuigkeiten gegeben, diese stammten demnach fast ausschliesslich von traditionellen Medien.
Ihre Ergebnisse wollten die Forscher vor allem vor dem Hintergrund zunehmender Kürzungen bei «professionellem Journalismus» betrachtet wissen. Dies könnte zu mehr Einfluss der Regierungen führen, da viele der «neuen Medien» lediglich die offizielle Sicht der Dinge wiedergäben. Oft erschienen offizielle Pressemeldungen fast wortgleich in diesen Medien – meist ohne dies anzugeben. Vor allem in Onlinemedien wird laut der Pew-Studie oft kopiert und zitiert, ohne darauf zu verweisen.

> Zur Studie

Springer macht «Medienarchiv68» frei zugänglich

Am Sonntag geht das Archiv mit sämtlichen Artikeln der Springer-Zeitungen zu den Studentenprotesten der 68er-Ära online. Rund 5‘900 Artikel aus den Jahren '66 bis '68 zeigen, wie die Redaktionen von Axel Springer über die 68er-Bewegung berichtet haben.

Die Artikel sind ab Sonntag unter Axelspringer.de/medienarchiv68 verfügbar. Für das «Medienarchiv68» wurden alle relevanten Artikel zur Studentenbewegung aus folgenden damaligen Medienangeboten des Unternehmens gesammelt: Berliner Morgenpost, Bild, B.Z., Die Welt, Hamburger Abendblatt, Welt am Sonntag, Bild am Sonntag. Zudem kann die Berichterstattung dieser Blätter punktuell mit der von Konkurrenzzeitungen wie Tagesspiegel und Telegraf verglichen werden, wie der Branchendienst Meedia berichtete.
Bereits 2009 hatte Vorstandschef von Springer, Mathias Döpfner, zum «Springer-Tribunal 2009» eingeladen. Auf der Veranstaltung sollte diskutiert und analysiert werden, welche Rolle die Zeitungen des Verlags, aber auch andere Publikationen und die Akteure der Studentenbewegung 1968 spielten.

1290581161_img100112_springer
(Bildquelle: Axelspringer.de)

get_footer();