Der Schweizerische Arbeitgeberverband hat Medianovis beauftragt, das Verbandsmagazin Schweizer Arbeitgeber grundlegend zu erneuern. Dazu entwickelt die Agentur eine neue Magazinarchitektur sowie ein neues visuelles Konzept.
Redaktion
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20. Januar 2010
Zudem sollen die Kommunikationssynergien im crossmedialen Bereich verstärkt genutzt werden, indem das Magazin und die Website aufeinander abgestimmt und mit einem elektronischen Newsletter ergänzt werden. Das im 105. Jahrgang erscheinende Magazin wird ab September 2010 neu monatlich anstatt wie bisher 14-täglich publiziert. Der Newsletter wird im Zweiwochenrhythmus verschickt. Hintergrund für die Erneuerung ist eine 2008 durch Publicom durchgeführte Leserbefragung. Sie zeigte auf, dass das Magazin bei den Lesern zwar einen hohen Stellenwert in punkto Informationsgehalt, Glaubwürdigkeit und redaktionelle Qualität geniesst, dass die Leserbindung und Nutzung aber durch verschiedene konzeptionelle Mängel eingeschränkt ist.
Ein grosses Theater für feine Töne
Noise hat mit Manifesto den Marken-Relaunch für Amplifon in der Schweiz eingeläutet.
Redaktion
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20. Januar 2010
Amplifon mit Niederlassungen in 13 Ländern ist der weltweit führende Anbieter von Lösungen im Bereich Hörgeräte. Vertreten werden verschiedene Marken. In der Schweiz ist der Fachhändler aus Italien mit über 80 Filialen und Partnerfirmen in allen Landesteilen präsent und gilt damit als Marktführer. Geboten wird «professionelle Hörberatung immer in Kundennähe». Aus dieser Tatsache entsprang für Noise die Idee zum Claim, der diese einmalige Kundennähe von Amplifon manifestiert: «Amplifon. Immer in Ihrer Hörweite.» Noise hat das Budget von Amplifon Schweiz in einem Pitch gewonnen und präsentiert jetzt eine umfassende Neupositionierung vom Claim über den neuen Firmenauftritt bis hin zur Anzeigen- und TV-Kampagne. Die Zielgruppe der Kampagne sind Menschen zwischen 55 und 75 Jahren. Bei ihnen soll die Schwellenangst für den Entscheid zu einem Hörgerät abgebaut werden. Hauptmedium ist deshalb ein TV-Spot, der gezielt vor den Lieblingssendungen dieser Altersgruppe wie zum Beispiel «Benissimo» geschaltet wird. Gedreht wurde der Spot an einem spielfreien Montag in der Staatsoper von Kiew. In der Schweiz hätte man ein ähnlich grosses Theater nie für einen ganzen Drehtag frei bekommen, meint Produzentin Shannon Mildon von Manifesto, die im Osten aus sechs verschiedenen Spielstätten auswählen konnte. Ein klassisches Theaterhaus mit Logen, Plüsch und grosser Bühne wollte das Konzept, «weil der Spot entsprechend dem Zielpublikum eine gewisse Wertigkeit ausstrahlen soll», wie CD Patrik Giacobbo von Noise erklärt. Passend zu diesem Image hat Regisseur Reto Salimbeni in Kiew ein stilvoll modernes Bühnenbild bauen lassen. 500 Statisten wurden über mehrere Stunden ins Publikum gesetzt. Zu sehen bekommen sie einen Dr. Faust, der in seinem Monolog «Da steht ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor…» nicht mehr weiter weiss. Die Souffleuse will dem Schauspieler helfen, doch dieser kann ihr Flüs-tern nicht verstehen. Ein Hörgerät würde die Situation retten. Aber der Held auf der Bühne ist genau wie das Zielpublikum: Er spielt zwar eine wichtige Rolle, wo er «alle Zwischentöne» hören sollte. Er ist aber auch eitel – und trägt deshalb kein Hörgerät. Bei der Konzeption der Dachkampagne wurden solche Fakten mit starken emotionalen Impulsen verknüpft. Noise hat dazu auch Poster, Broschüren, Flyer, Strassenstopper, Kunden-Mailings und Anzeigen gestaltet. Die verschiedenen Printmittel argumentieren mit Quotes von Kunden. Diese Statements zeigen auf, welche kleinen, aber äusserst wertvollen Momente verloren gehen, wenn man nichts gegen seine Hörschwäche unternimmt. Der Verkauf und die Anpassung von Hörgeräten basiert auf Vertrauen. Deshalb sollen auch die Hörgeräte-Akustiker der Amplifon-Verkaufsstellen in dieser Kampagne «ein Gesicht bekommen», wie Marketingleiterin Claudia Schilter erklärt. Die Agentur hat dazu die Printsujets für 56 verschiedene Lokalmedien mit den Köpfen der jeweiligen Akustiker «personifiziert». Andreas Panzeri
Der Spot aus der Staatsoper von Kiew soll mit seinem Dekor und Ambiente eine hohe Wertigkeit ausstrahlen.
Keystone vertritt neu Konstanzer Agentur
Der Kreis der von Keystone in der Schweiz vertretenen Agenturen weitet sich. Neu dabei ist Image Trust aus Deutschland.
Redaktion
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20. Januar 2010
Image Trust aus Konstanz wurde vor knapp einem Jahr gegründet und produziert Einzelbilder, Reportagen in Text und Bild sowie audiovisuelle Präsentationen zu Kultur, Politik, Wirtschaft, Portrait und Reportage – auch im Kundenauftrag. Zusätzlich organisiert die Agentur Seminare und Workshops rund um Fotografie und Bildmarketing. Folgende Fotografen werden vom Unternehmen vertreten: Bernd Arnold, Franz Bischof, Christian Burkert, Henning Bode, Jesco Denzel, Dirk Gebhardt, Michael Hauri, Robert Kah, Carsten Koall, Stefan-Thomas Kröger, Helge Krückeberg, Michael Löwa, Ralf Meyer, Rolf Nobel, Daniel Pilar, Götz Schleser, Felix Seuffert, Florian Sonntag, Heiko Specht und Julia Zimmermann.
Honeymoon oder Pressekonferenz im Riesenrad
Der Singapore Flyer, das 2008 eingeweihte Riesenrad in Singapur, wird offensiv und phantasievoll vermarktet und hat sich rasch zu einer der touristischen Hauptattraktionen der tropischen Stadt entwickelt.
Redaktion
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20. Januar 2010
In der Gondel Nummer 3 des Singapore Flyer sitzen die Mitarbeitenden einer Software-Firma beim Neujahrsdinner, in der Nebengondel bestaunt eine Touristengruppe aus Neuseeland mit Champagnergläsern in den Händen die Skyline der Stadt aus ungewohnter Perspektive. Das mit 165 Metern höchste Riesenrad der Welt ist eine der wichtigsten touris-tischen Attraktionen und ein zunehmend beliebter Party-Ort im südostasiatischen Stadtstaat, und das ist auch das Verdienst von Chew Boon Heang, Direktorin Corporate Planning & Business Strategy der Adval Brand Group, welche das Rad vermarktet und mit neuen Ideen ins Gespräch bringt. Das Riesenrad ist im Besitz der Singapore Flyer Gmbh&Co, welche anfangs Mühe hatte, das umgerechnet rund 200 Millionen Franken teure Wahrzeichen zu finanzieren. Singapur ist namentlich als Handels-, Banken-, Kongress- und Messestadt bekannt. Was sollte da ein verspieltes Riesenrad? Adval («adding value to your brand») betreut mit 30 Mitarbeitenden eine ganze Reihe Kunden, von denen der Singapore Flyer der prominenteste ist. Offensive Vermarktung «Wir vermarkten den Flyer offensiv und suchen ständig nach neuen Ideen», sagt Frau Heang mit einem ansteckenden Lachen. Antrieb ihrer Dynamik ist die Vereinbarung, den Betreibern des Rades für einen Jahresumsatz von mindestens 16 Millionen Singapur Dollar (S$) – ca. 12 Millionen Franken – zu garantieren. Die Agentur erhält eine Provision, und je höher der Umsatz, desto mehr kann sie abschöpfen. 29 S$ beträgt der volle Preis für die halbstündige Rundfahrt, die spektakuläre Ausblicke auf die Stadt und bis nach Malaysia bietet. Adval entwickelte einen Fächer von Tickets mit Reduktionen für Familien, Gruppen etc., ja auch Jahresabos sind auf dem Markt, für Menschen, die immer wieder mal das Rad erleben wollen. «Je nach Wetter sind die Szenarien komplett unterschiedlich», weiss Heang. «Manche Gäste lieben die Ausblicke bei Tropenregen, wo die Wolkenkratzer im nassen Dunst verschwimmen, andere bevorzugen den wolkenlosen Himmel, wieder andere geniessen das gleissende Lichtermeer während der Nachtfahrt.» Honeymoon über der Bay von Singapore Singapur ist Weltmeisterin in der Vermarktung, was sich exemplarisch beim Flyer zeigt. Rasch kam die Idee auf, die geräumigen Kabinen als atemraubende Partyräume zu vermieten. Prospekte mit den Angeboten wurden gedruckt, Journalisten eingeladen, Fernsehteams drehten in den futuristischen, schwebenden Weinstuben, rasch zog die Nachfrage an. Junge Paare buchen gleich mehrere Umdrehungen für ein komplettes Honeymoon-Dinner, andere Kabinen werden von ganzen Familien belegt, um den Geburtstag der Grossmutter zu zelebrieren. Ein Dinner für zwei Personen mit zwei Rotationen (ca. eine Stunde) kostet 199 S$ (150 Fr.), eine private Kapsel mit Dinner und Getränken für bis zu 10 Personen schlägt für zwei Runden pauschal mit 1’500 S$ zu Buche. Wer mit der noch grösseren Kelle anrichten will, kann am schönsten Tag des Lebens ein Hochzeits-Package für die ganze Gesellschaft buchen mit Champagner-Apéro und Lachsbrötchen in einer extra romantisch dekorierten Kapsel für bis zu zwei Dutzend Gäs-te während zwei Umrundungen. Als weiterer Höhepunkt kreuzt die Gesellschaft anschliessend mit einer Luxusjacht in den Gewässern von Singapur; inklusive Limousine-Service zum Hafen schlägt das alles mit 2999 S$ zu Buche, mit Dinner in der VIP-Lounge oder in der Event Hall des Flyer entsprechend mehr. Wers einfacher mag, erlebt den luftigen Rundkurs mit einem Signatur-Cocktail (69 S$), das Glas bekommt man als Souvenir geschenkt und darf anschliessend in der VIP-Lounge (auf eigene Rechnung) weiter bechern. Vom Flugzeug in den Flyer Während andere Riesenräder einfach Tickets verkaufen, machte Adval den Singapore Flyer zur atemberaubenden Event-Maschine; Schweizer Tourismusanbieter könnten sich hier eine Scheibe abschneiden. Singapur ist mit den preisgekrönten Singapore Airlines und dem in Passagierumfragen hoch bewerteten Changi Airport eine der grossen Flugdrehscheiben Asiens. Manche Fluggäste benutzen den Airport nur zum Umsteigen oder legen hier vor dem Weiterflug, zum Beispiel nach Australien, einen eintägigen Stopover ein. Da viele Flugzeuge aus Europa oder den USA frühmorgens landen, haben das Singapore Tourism Board und Adval gemeinsam mit den Hotels Programme zusammengestellt, um während diesen Stopover den Gästen möglichst viel zu zeigen. Per Bus werden die Touristen vom Airport in die Stadt geführt und, da die Hotels am Morgen zum Einchecken oft noch nicht bereit sind, gleich auf den Flyer gebracht: vom Flugzeug aufs Riesenrad! Die Zusammenarbeit mit der Tourismusorganisation Singapurs ist intensiv, so wird das Rad in viele Stadtrundfahrten integriert, was zur Wertschöpfung beim Singapore Flyer beiträgt. An strategischen Orten,wie dem Airport oder in Shopping Centers, wird mit Plakaten für das Erlebnisrad geworben. «Unsere Werbekosten sind aber nicht hoch», sagt Chew Boon Heang. «Presseberichte, TV-Sendungen etc. sind unsere wichtigste Werbung, wir gewähren gerne Unterstützung bei der Realisation von Medienprojekten.» Zu negativer Publicity führte ein Zwischenfall kurz nach der Eröffnung, als das Rad wegen eines Stromausfalls stillstand und die 170 Passagiere während Stunden in ihren Kapseln ausharren mussten; zu Schaden kam niemand. Seither sind in allen Kabinen Überlebenskits untergebracht, mit Nahrung, Getränken und sogar sanitarischen Utensilien. Kostenlos ist ein «In-Flight Audioguide», der den Gästen in mehreren Sprachen, im Ticketpreis inbegriffen, die Aussicht auf die City und das Umland erklärt. Dschungel und Yield Management Am Fusse des Rades grünt gar ein kleiner Dschungel mit Wasserfällen, eine gratis zu besuchende Attraktion. Rund herum sind Läden und Restaurants gruppiert, im oberen Stock neben der VIP-Lounge zieht ein grosser Souvenir Shop viele Besucher an. Die Läden und Restaurants werden nicht von der Brand Group Adval betreut, und deren Mieten und Umsätze sind für die Tantiemen der Agentur nicht relevant. Im Entrée bei den Billetkassen für den Flyer ist Platz, um gegen Gebühr Autos auszustellen, immerhin strömen hier pro Jahr Hunderttausende erwartungsfroh gestimmte Menschen vorbei. Beim Flyer pflegt man das Yield Management: Während der eher betriebsschwachen Zeit in den Sommermonaten gibt es Discounts und Aktionen, während des Formel-1-Rennens (24. – 26. September 2010), dessen Rundkurs unter dem Flyer vorbeiführt, gehen dagegen die teuren 600-Dollar-Packages für wenige Rad-Fahrten wie frisches Wok-Gemüse weg. Die bisher jährlich 800’000 Besucher sind zwar einiges weniger, als die hochfliegenden Prognosen vor der Eröffnung hochrechneten, doch dies ist für Adval ein Ansporn, das Rad noch kreativer zu bewirtschaften. Zusammenarbeit mit andern Veranstaltern War Singapur früher eher eine Stadt am Fluss, so wendet sich die Metropole durch Aufschüttungen zunehmend dem Meer zu. Der Flyer, am Ufer der Bay von Singapur, ist ein Vorposten dieser Entwicklung. Ganz in der Nähe wächst jetzt das gewaltige integrierte Resort Marina Bay Sands mit drei Hoteltürmen aus dem Boden, die von einem riesigen Park in 200 Metern Höhe überdacht werden, auch Kongresshallen, Shopping-Arkaden und ein Casino umfasst der 5,2 Milliarden US$ teure Komplex. Bereits werden bei Adval Strategien entwickelt, um mit dem Marina Bay Sands Resort, das 2010 eröffnet wird, produktiv zusammenzuarbeiten. Wie die Marketing-Strategin erklärt, werden immer mehr reguläre Tickets und Events für den Flyer per E-Mail gebucht. Gefragt sind die «Unique Corporate Packages», wo Firmen eine oder mehrere Kapseln für ihre Präsentationen buchen. Chew Boon Heang: «Immer beliebter werden auch Pressekonferenzen im Flyer, weil die Veranstalter dabei sicher sind, dass die Journalisten nicht vor dem Ende der Präsentation davoneilen.»
Aufgefallen: Verpennt ist anders
Was ist ein Penner? Ein Loser, ein Drogenabhängiger, eine Zecke der Gesellschaft, ein Krimineller, der unter der Brücke schläft? Oder einer fast wie du und ich? Obdachlose bewegen sich in einer Welt voller Vorurteile. Und denjenigen, die sie haben, macht es nicht selten Freude, ihre Fehleinschätzungen zu kultivieren.
Redaktion
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20. Januar 2010
In einem besonders schwachen Moment muss das Internetspiel «Pennergame» entstanden sein, promoted von Bild, Hamburger Abendblatt, dem Tagesspiegel, Spiegel online und Sat.1. In dem Spiel kann man die Identität eines Obdachlosen annehmen, der schnorrt und bettelt. Wer dabei erfolgreich ist, wird reich. «Jetzt kostenlos und ohne weitere Risiken obdachlos werden», heisst es. Was für ein Spass! Das Spiel kam 2007 heraus und wurde ein Jahr später traurigerweise sogar «Browserspiel des Jahres». Das Hamburger Obdachlosenmagazin «Hinz & Kunzt» – vergleichbar mit der in der Deutschschweiz erscheinenden «Surprise» – hat nun zu einem cleveren Gegenschlag ausgeholt: Es startete das Onlinespiel «Egoseller». Die Spieler können sich virtuell in die Lage eines «Hinz & Kunzt»-Verkäufers versetzen, der in zwei Minuten in einer Kneipe möglichst viele Exemplare des Magazins verkaufen muss. So könne man am eigenen Leib erfahren, wie schwierig es sei, pro Tag so viele Hefte zu verkaufen, dass man sich einen trockenen Schlafplatz und eine warme Mahlzeit sichern könne. Der Titel «Egoseller» ist ein kräftiger linker Haken für all diejenigen, die sich Obdachlosen und Strassenverkäufern für menschlich überlegen halten. Produziert wurde das Spiel von «Labor1 – Gesellschaft zur Entwicklung digitaler Inhalte mbH». Eins heisst obdachlos ganz bestimmt nicht: ideenlos. (afw)
An der Consumer Electronics Show, CES, in Las Vegas wurden die neusten Würfe, Ideen und Konzepte präsentiert, die über kurz oder lang die Medienwelt prägen werden.
Redaktion
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20. Januar 2010
Die Voraussage in der letzten Werbewoche (44/17.12.2009), wonach eReader das neue Jahr beherrschen werden, wurde eindrücklich bestätigt. Tablett-PC, eReader und überdimensionierte Smartphones waren allgegenwärtig. Wenige Tage vor der Messe stellte Google sein Super-Phone Nexus One vor; eher wenig Enthusiasmus löste Microsoft bei der Präsentation eines Tablett-PC von HP aus, und verschiedene Hersteller zeigten Dual-Screen-Modelle, die sich wie ein Buch aufklappen lassen. Aufsehen erregte der IdeaPad U1 Hybrid von Lenovo: Bei diesem Notebook kann der Bildschirm einfach entfernt werden und funktioniert dann eigenständig als Tablett-PC, wobei jeweils beim An- und Abdocken aktuelle Informationen (wie z. B. geöffnete Webseiten) abgeglichen werden. Bemerkenswert ist auch der Adam Prototype von Notion Ink: Per Tastendruck kann das Display vom farbigen LCD-Modus zu einem stromsparenden, aber immer noch schnellen ePaper-Modus gewechselt werden. Es wird nun interessant zu beobachten sein, welche Geräte zusammen mit welchen Geschäftsmodellen für Inhalte und für die Telekommunikation im Markt angenommen und welche durchfallen werden. Eine bedeutsame Frage ist, ob reine eReader-Lesegeräte, die mit Datendiensten und Inhalten gebündelt sind, sich gegenüber den multifunktionalen Tablett-PC werden etablieren können. Derzeit warten die betroffenen Branchen noch gespannt auf die Ankündigung von Apple Ende Januar, die ebenfalls ein derartiges Gerät (iTablett/iSlate) betreffen soll. Doch wird die Kultmarke nur dann wesentliche Marktanteile für sich gewinnen können, wenn Steve Jobs mit wahrhaft revolutionären Merkmalen auftrumpfen kann. Sonst, das hat die CES deutlich gezeigt, wird auch ein Apple-Tablett nur ein weiterer (vermutlich teurer) Mitbewerber sein. Klar ist, dass Mobile sich als weiterer Medienkanal etablieren und weit facettenreicher sein wird als die bisherige Online-Welt. Zwei bisher weitgehend Internet-freie Räume, das Wohnzimmer und das Auto, sollen nun auch fürs Netz erschlossen werden. Das grosse Hype-Wort in Las Vegas war 3D-TV. Hier darf ruhig die Frage offen bleiben, wer ernsthaft darauf gewartet hat, sich mit unabdingbar nötigen Spezialbrillen vor dem Fernseher zu versammeln, um ein vorderhand sehr dürftiges Programmangebot zu konsumieren. Doch das ist nicht der Punkt: In TV-Geräten wird immer mehr Rechner-Power eingebaut, sei es für die Bildaufbereitung für 3D-Programme oder für Internet-TV oder Videokonferenzen (via Skype). Vorgestellt wurden auch neue Standards (WiDi resp. WHDI), um PC oder Notebooks drahtlos an Fernsehgeräte anzuschliessen. Dazu kommt ein immer grösseres Angebot an separaten Boxen (wie Boxee oder Roku), mit denen der Hausaltar ans Internet angeschlossen werden kann. Oft sind Programmangebote damit gebündelt. Gerade auch für die Werbung besonders interessant sind Widgets, kleine Informationsfensterchen, die so zum laufenden Programm mit eingeblendet werden können – etwa um aktuelle News, Sportresultate oder neue eMails anzuzeigen. Der TV-Konsum wird mit all diesen Möglichkeiten weit individueller werden. Mit Nischenprogrammen werden Zielgruppen für die Werbung sehr genau erreicht werden können – und Inhaltsproduzenten werden dafür einen Aufschlag verlangen können. Wer bislang in ein Auto einstieg, fiel kommunikationsmässig auf den Stand der 1970er-Jahre zurück. Mit dem Autoradio und dem Kassetten- resp. CD-Spieler waren die Möglichkeiten erschöpft. Der amerikanische Autohersteller Ford setzt sich hier nun mit MyFord Touch an die Spitze und bietet eine integrierte Gesamtlösung, die bis in fünf Jahren 80 Prozent aller Neuwagen zum Standard gehören soll. Kernstück ist die Sprachsteuerung, mit der nicht nur das Unterhaltungsprogramm bestimmt, sondern auch Inhalte aus dem Internet (etwa Navigationshinweise) abgerufen werden können. Für die Mitfahrer gibt es einen WiFi-Hotspot, um mit eigenen Geräten über mobile Datenfunknetze oder untereinander auf Informationen zugreifen zu können. Gut möglich, dass sich herkömmliche Radiostationen bald von einem wichtigen Teil ihres im Auto pendelnden Stammpublikums werden verabschieden müssen. Für die Werbung ist dieser Trend interessant, weil so nun Autofahrer komfortabel mit standortbezogenen Botschaften versorgt werden können. Wer auf das Parkfeld vor der Shopping Mall einbiegt, hört gleich die Ansagen der tagesaktuellen Sonderangebote… Christoph J. Walther
An der CES, der grössten Fachmesse für Unterhaltungselektronik, werden jeweils im Januar in Las Vegas Tausende von Neuheiten präsentiert.
(Bilder: Keystone)
Sieben Fragen an Eleonore Droux
Warum haben Sie – zusammen mit anderen Schweizer Investoren – die Schweizer Filiale von Springer Business Media gekauft?
Vor fast zehn Jahren bin ich bei Bertelsmann Springer alias Medien&Medizin Verlag eingestiegen – vier medizinische Fachzeitschriften gehörten damals dazu. Ich habe diesen Verlag aufgebaut und mit weiteren fünf Fachzeitschriften ergänzt und von einem unbedeutenden Nice-to-have-Verlag zu einer wichtigen Stütze für die ärztliche Fortbildung gemacht.
Redaktion
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20. Januar 2010
Warum haben Sie – zusammen mit anderen Schweizer Investoren – die Schweizer Filiale von Springer Business Media gekauft? Vor fast zehn Jahren bin ich bei Bertelsmann Springer alias Medien&Medizin Verlag eingestiegen – vier medizinische Fachzeitschriften gehörten damals dazu. Ich habe diesen Verlag aufgebaut und mit weiteren fünf Fachzeitschriften ergänzt und von einem unbedeutenden Nice-to-have-Verlag zu einer wichtigen Stütze für die ärztliche Fortbildung gemacht. Wir reihen uns heute in der Medizin in der Schweiz unter den grössten drei Verlagen ein. Als der Verlag vor vier Jahren von Cinven und Candover gekauft wurde, war die Schönwetterperiode vorbei – knallharte Renditerechnungen standen im Vordergrund. Zu den guten Zeiten war das ja noch erträglich – mit den schwieriger werdenden Marktbedingungen und der bevorstehenden Fusion mit dem Media Daten Verlag wurden die Überlegungen einer Verselbstständigung immer akuter. Da im Frühsommer bereits spekuliert wurde, dass Springer Business Media wieder verkauft werden sollte, lagen die Gedanken für eine Verschweizerung dann nahe. Dass es geglückt ist, verschiedene Partner zu gewinnen, ist nicht zuletzt meiner Ausdauer zuzuschreiben – wenn ich von einer Sache überzeugt bin, bin ich unermüdlich. Wie wird die neue Firma heissen? Wir werden wieder Medien&Medizin Verlag heissen. Wir haben nun lediglich zwei Jahre unter dem Namen Springer Business Media operiert – der Wechsel auf den ursprünglichen Namen, der darüberhinaus heute noch besser zu uns passt, braucht nicht viel Umgewöhnung. Was erhoffen Sie sich von der neuen Situation? Vor allem mehr Flexibilität und weniger konzernabhängige Entscheide. Ich meine, wenn man den Hauptteil der Energie für den Markt einsetzen kann und nicht für mehr oder weniger hilfreiche Zentralen, hat man gute Chancen. Was sind Ihre Ziele? Die Medizin-Zeitschriften und die Werbewoche praxisnah, aktuell und zielgruppengerecht als Need-to-have-Zeitschriften zu positionieren. Und das sowohl im Leser- wie auch im Anzeigenmarkt. Wo sehen Sie neue Chancen? Als Schweizer Verlag – vor allem im Medizin-Bereich – noch mehr Akzeptanz zu gewinnen Was werden Sie ändern? Eigentlich nichts. Mit dem, was ich vor einem ¾-Jahr geändert habe – Frequenzänderung der Werbewoche auf 14-täglich, die Integration der Media-Trend-Seiten in die Werbewoche sowie die Senkung der Frequenz des Media Trend Journals und last but not least den Verkauf des Media-Daten-Buches –, haben wir uns auf den Kern unseres Business konzentriert. Ich bin nun zuversichtlich, damit die richtigen Weichen gestellt zu haben. Was wollen Sie beibehalten? Alles. Natürlich muss man immer den wirtschaftlich ökonomischen Blick haben und sonst hauptsächlich mit gesundem Menschenverstand und «Bodenhaftung» die Aufgaben und Situationen anpacken und ausführen.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
Eleonore E. Droux, Verlegerin.
Knatsch am Zürichsee
Der geplante Verkauf der Zürichsee-Zeitung sorgt für Unruhe. Die bisherigen Aktionäre sind sich über die Auslegung des bestehenden Vorkaufsrechtes scheinbar uneins.
Redaktion
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20. Januar 2010
Die Zürichsee-Zeitung steht zum Verkauf. Thedi Gut, der Verwaltungsratspräsident der Zürichsee Medien AG erklärte schon im vergangenen Dezember gegenüber der Branchenpublikation Klartext: «Es geht um die Regelung der Nachfolge; ich bin jetzt 62-jährig. Der Verwaltungsrat und die Familie haben beschlossen, dass wir diese Nachfolgeregelung bis nächsten Sommer ausgearbeitet haben wollen. Der Verkauf der gesamten Zürichsee Medien AG (ZSM) ist dabei keine Option». Die Zürichsee Presse AG (ZSP) ist die Herausgeberin der Zürichsee-Zeitung, die Zürichsee Druckerei AG (ZSD) ist, wie man ihrer Homepage entnehmen kann, «ein Dienstleistungsunternehmen, das für seine Auftraggeber die gedruckte Kommunikation mit ihren Kunden effizient und attraktiv gestaltet». Es ist ein Unternehmen der Druckvorstufe, Druckmaschinen gibt es keine, der eigentliche Druck erfolgt bei Partnern. Während die ZSD eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Zürichsee Medien AG ist, hat die ZSP neben der Zürichsee Medien AG noch einen weiteren gewichtigen Aktionär: Die NZZ-Gruppe. Diese ist über ihre Tochter Freie Presse Holding AG mit 40 Prozent an der Zürichsee Presse AG beteiligt. Es ist also anzunehmen, dass die NZZ über ein Vorkaufsrecht an der ZSP verfügt. In letzter Zeit mehren sich aber die Anzeichen, dass auf breiter Basis Käufer gesucht werden. Neben Tamedia und NZZ soll es noch weitere Interessenten geben. Auf Anfrage der Werbewoche meinte Thedi Gut diese Woche: «Die Zürichsee Medien AG ist eine Familienaktiengesellschaft. Aus der Familie ist niemand willens, meine Nachfolge anzutreten. Wir haben deshalb im Verwaltungsrat beschlossen, verschiedene Varianten für diese Nachfolgeregelung zu prüfen. Eine dieser Varianten ist, dass wir einen Teil der Zürichsee Medien AG, nämlich die Zürichsee-Druckerei und unsere Mehrheit an der Zürichsee-Zeitung im Markt anbieten. Auf die Frage, ob denn die Freie Presse Holding nicht ein Vorkaufsrecht am 60-Prozent-Anteil der Zürichsee Medien AG an der Zürichsee Presse AG habe, sagte Gut: «Sie haben ein Vorkaufsrecht an diesen 60 Prozent, aber nur, wenn wir diese allein verkaufen. So ist es in den Verträgen wörtlich formuliert. Es war der Wille der Personen, die die Verträge dannzumal unterzeichnet haben. Wenn wir die Zürichsee Medien AG verkaufen oder mehrere Bestandteile der Zürichsee-Medien, dann haben sie kein Vorkaufsrecht». Gut weiter: «Wir haben klare Vorstellungen, wie die Zürichsee Medien AG – das Mutterhaus – in fünf bis zehn Jahren aussehen soll. Einen einseitigen Verkauf unseres 60-Prozent-Anteils an der Zürichsee Presse AG, bei dem nur die NZZ als Käufer in Frage käme, wollen wir nicht. Ein solcher Verkauf würde unsere familieninternen Probleme nicht lösen. Diese Variante prüfen wir also gar nicht.» Auf die zusätzliche Frage, ob die NZZ an diesem neuen Konstrukt auch interessiert sei, meinte Gut: «Das Verfahren fängt erst an. Ich gehe davon aus, dass die NZZ auch daran interessiert ist. Aber dazu kann ich keine Aussage machen, weil wir noch keine Rückmeldungen seitens der NZZ haben.» Ob weitere Kaufinteressenten kontaktiert worden sind, wollte Gut nicht bestätigen: «Dazu geben wir keine Auskunft. Man kann aber davon ausgehen, dass wir dieses Verfahren nicht gewählt hätten, wenn wir nur mit einer Partei reden wollten.» Wir wollten von der NZZ wissen, was sie von der ganzen Sache hält. Im Gespräch mit der Werbewoche meinte Albert Polo Stäheli, der CEO der NZZ-Gruppe: «Als langjähriger Partner an der Zürichsee Presse AG erstaunt uns das Vorgehen der Zürichsee Medien AG. Beide Partner der Zürichsee Presse AG verfügen über ein vertragliches Vorhand- und Vorkaufsrecht auf die Beteiligung des anderen. Ob dieses Vorhand- und Vorkaufsrecht durch das jetzt gewählte Konstrukt einer Subholding mit Beimischung von Vorstufendienstleistungen umgangen werden kann, werden allenfalls die Juristen klären müssen. Letztlich geht es klar um den Verkauf der Zürichsee-Zeitung. Und genau für diesen Fall haben die Partner das Vorhand- und Vorkaufsrecht vereinbart. Anders wäre es nur, wenn die übergeordnete Zürichsee Medien AG verkauft werden sollte. Da waren sich die Partner einig, dass keine Einschränkung bestehen soll. Mit der Ergänzung des Verkaufspakets mit der Zürichsee-Druckerei, die praktisch nur Durchlaufumsatz macht, da sie gar keine Druckerei ist, ist dies aber nicht der Fall. Das soll offensichtlich allein dem Zweck der Umgehung unserer Vorrechte dienen. Die Freie Presse Holding ist selbstverständlich an der Übernahme der Zürichsee Presse AG interessiert und hofft, sich in den aufgeworfenen Fragen mit der Zürichsee Medien AG gütlich einigen zu können.» So weit die Fakten, wie sie jetzt vorliegen. Ob wirklich die Juristen den Zwist entscheiden müssen, wird sich zeigen. Eine faire partnerschaftliche Lösung zwischen zwei Partnern wäre sicher die bessere Lösung. Und vor allem eine, die keinen schalen Nachgeschmack hinterlässt. Pierre C. Meier
Medientrends aus der Wüste
An der Consumer Electronics Show, CES, in Las Vegas wurden die neusten Würfe, Ideen und Konzepte präsentiert, die über kurz oder lang die Medienwelt prägen werden.
Redaktion
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20. Januar 2010
Die Voraussage in der letzten Werbewoche (44/17.12.2009), wonach eReader das neue Jahr beherrschen werden, wurde eindrücklich bestätigt. Tablett-PC, eReader und überdimensionierte Smartphones waren allgegenwärtig. Wenige Tage vor der Messe stellte Google sein Super-Phone Nexus One vor; eher wenig Enthusiasmus löste Microsoft bei der Präsentation eines Tablett-PC von HP aus, und verschiedene Hersteller zeigten Dual-Screen-Modelle, die sich wie ein Buch aufklappen lassen. Aufsehen erregte der IdeaPad U1 Hybrid von Lenovo: Bei diesem Notebook kann der Bildschirm einfach entfernt werden und funktioniert dann eigenständig als Tablett-PC, wobei jeweils beim An- und Abdocken aktuelle Informationen (wie z. B. geöffnete Webseiten) abgeglichen werden. Bemerkenswert ist auch der Adam Prototype von Notion Ink: Per Tastendruck kann das Display vom farbigen LCD-Modus zu einem stromsparenden, aber immer noch schnellen ePaper-Modus gewechselt werden. Es wird nun interessant zu beobachten sein, welche Geräte zusammen mit welchen Geschäftsmodellen für Inhalte und für die Telekommunikation im Markt angenommen und welche durchfallen werden. Eine bedeutsame Frage ist, ob reine eReader-Lesegeräte, die mit Datendiensten und Inhalten gebündelt sind, sich gegenüber den multifunktionalen Tablett-PC werden etablieren können. Derzeit warten die betroffenen Branchen noch gespannt auf die Ankündigung von Apple Ende Januar, die ebenfalls ein derartiges Gerät (iTablett/iSlate) betreffen soll. Doch wird die Kultmarke nur dann wesentliche Marktanteile für sich gewinnen können, wenn Steve Jobs mit wahrhaft revolutionären Merkmalen auftrumpfen kann. Sonst, das hat die CES deutlich gezeigt, wird auch ein Apple-Tablett nur ein weiterer (vermutlich teurer) Mitbewerber sein. Klar ist, dass Mobile sich als weiterer Medienkanal etablieren und weit facettenreicher sein wird als die bisherige Online-Welt. Zwei bisher weitgehend Internet-freie Räume, das Wohnzimmer und das Auto, sollen nun auch fürs Netz erschlossen werden. Das grosse Hype-Wort in Las Vegas war 3D-TV. Hier darf ruhig die Frage offen bleiben, wer ernsthaft darauf gewartet hat, sich mit unabdingbar nötigen Spezialbrillen vor dem Fernseher zu versammeln, um ein vorderhand sehr dürftiges Programmangebot zu konsumieren. Doch das ist nicht der Punkt: In TV-Geräten wird immer mehr Rechner-Power eingebaut, sei es für die Bildaufbereitung für 3D-Programme oder für Internet-TV oder Videokonferenzen (via Skype). Vorgestellt wurden auch neue Standards (WiDi resp. WHDI), um PC oder Notebooks drahtlos an Fernsehgeräte anzuschliessen. Dazu kommt ein immer grösseres Angebot an separaten Boxen (wie Boxee oder Roku), mit denen der Hausaltar ans Internet angeschlossen werden kann. Oft sind Programmangebote damit gebündelt. Gerade auch für die Werbung besonders interessant sind Widgets, kleine Informationsfensterchen, die so zum laufenden Programm mit eingeblendet werden können – etwa um aktuelle News, Sportresultate oder neue eMails anzuzeigen. Der TV-Konsum wird mit all diesen Möglichkeiten weit individueller werden. Mit Nischenprogrammen werden Zielgruppen für die Werbung sehr genau erreicht werden können – und Inhaltsproduzenten werden dafür einen Aufschlag verlangen können. Wer bislang in ein Auto einstieg, fiel kommunikationsmässig auf den Stand der 1970er-Jahre zurück. Mit dem Autoradio und dem Kassetten- resp. CD-Spieler waren die Möglichkeiten erschöpft. Der amerikanische Autohersteller Ford setzt sich hier nun mit MyFord Touch an die Spitze und bietet eine integrierte Gesamtlösung, die bis in fünf Jahren 80 Prozent aller Neuwagen zum Standard gehören soll. Kernstück ist die Sprachsteuerung, mit der nicht nur das Unterhaltungsprogramm bestimmt, sondern auch Inhalte aus dem Internet (etwa Navigationshinweise) abgerufen werden können. Für die Mitfahrer gibt es einen WiFi-Hotspot, um mit eigenen Geräten über mobile Datenfunknetze oder untereinander auf Informationen zugreifen zu können. Gut möglich, dass sich herkömmliche Radiostationen bald von einem wichtigen Teil ihres im Auto pendelnden Stammpublikums werden verabschieden müssen. Für die Werbung ist dieser Trend interessant, weil so nun Autofahrer komfortabel mit standortbezogenen Botschaften versorgt werden können. Wer auf das Parkfeld vor der Shopping Mall einbiegt, hört gleich die Ansagen der tagesaktuellen Sonderangebote… Christoph J. Walther
An der CES, der grössten Fachmesse für Unterhaltungselektronik, werden jeweils im Januar in Las Vegas Tausende von Neuheiten präsentiert.
Ruf Lanz: Für Suva die Wildschweine auf die Piste geschickt
Ruf Lanz hat für Suva Liv einen neuen TV-Spot realisiert. Er zeigt, dass gewisse Wintersportler sich auf der Piste wie Wildschweine benehmen.
Redaktion
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20. Januar 2010
Umgesetzt wurde der TV-Spot von Wirz Fraefel Paal Productions unter der Regie von Ernst Wirz. Gedreht wurde während drei Tagen am Lauberhorn in Wengen. Dabei kamen auch einheimische Kinder zu einem Stunt-Einsatz. Für die Hauptdarsteller des Films, eine Horde rücksichtsloser Pistensäue, wurde bei Artem in England eigens ein Wildschweinkostüm kreiert. Im Inneren des Schweinekostüms steckte ein sportlicher Darsteller. Die Mimik wurde von aussen von einem Spezialistenteam ferngesteuert. Der Soundtrack kommt von Yello. Die Suva-Angebotsmarke Suva Liv hat in den letzten Jahren bereits mit mehreren Präventionskampagnen an die Eigenverantwortung der Wintersportler appelliert. Diesen Winter kamen bereits Plakate und Anzeigen zum Einsatz.
Die Neue Lgk kommuniziert neu für Switzerland Cheese Marketing (SCM) und den Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP). Die Agentur konnte sich in einer mehrstufigen Konkurrenzpräsentation durchsetzen.
Redaktion
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20. Januar 2010
Switzerland Cheese Marketing (SCM) und der Verband der Schweizer Milchproduzenten (SMP) unterstützen die Schweizer Käsebranche und die Vermarkter in ihren Bestrebungen um eine Erhöhung der Absatzmengen im In- und Ausland. Für 2010 plant die Agentur eine landesweite Kampagne zur Unterstützung des Konsums von Schweizer Käse. Die Kampagne startet Anfang April.
Zu guter Letzt: Mit Erdinger fit wie ein Turnschuh
Bier und Sport, wie passt denn das zusammen? Sehr gut, finden jedenfalls die Bierbrauer von Erdinger Alkoholfrei. Zusammen mit Ryffell Running und Kuoni suchen diese für die Aktion «Lauf deines Lebens» nach einem Marathon-unerfahrenen Läufer, den sie fit machen und an den berühmten New Yorker Marathon schicken wollen.
Redaktion
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20. Januar 2010
Aber warum ruft gerade eine Biermarke eine solche Aktion ins Leben? Die Antwort liefert das Unternehmen gleich mit: Erdinger Alkoholfrei sei isotonisch, vitaminhaltig und kalorienreduziert. Diese drei Eigenschaften würden das Bier zu einem idealen Fitnessgetränk für Ausdauersportler machen. Dass ihr Getränk ein echter Fitmacher ist, liessen sich die Bierbrauer sogar von Professor Anton Piendl von der Universität Weihenstephan bestätigen. Ab sofort werden online Teilnehmer für das Casting gesucht. Nach dem Castingevent Mitte März wird der Gewinner mit einem persönlichen Aufbautraining mit dem Team des Olympia-Silbermedaillengewinners Markus Ryffel minutiös auf den rund 42 Kilometer langen Lauf im November vorbereitet. Nichts wie los, Erdinger trinken und fit werden.