Roland Hess verlässt Hesskiss

Nach neun Jahren Zusammenarbeit haben sich Tamás Kiss und Roland Hess entschlossen, aufgrund unterschiedlicher Auffassungen bezüglich der Führung und weiteren Entwicklung der Agentur in Zukunft getrennte Wege zu gehen.

Roland Hess verlässt die Agentur auf eigenen Wunsch, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Der Verwaltungsrat danke Roland Hess für seinen grossen Einsatz und seine engagierte Arbeit. Zusammen mit Tamás Kiss sei es ihm gelungen, die Zürcher Hesskiss AG von einem kreativen Zweimann-Hot-Shop zu einer erfolgreichen und renommierten Kommunikationsagentur zu entwickeln. Die neu formierte Führung der Agentur freue sich auf die nächsten Entwicklungsschritte, heisst es weiter. Man werde alles dafür tun, dass Hesskiss auch in Zukunft ein Garant für intelligente, emotionale und wirkungsvolle Kommunikation sowie ein verlässlicher und effizienter Partner bleibe.
Die Leitung der Kreation, welche Roland Hess in den vergangenen Jahren inne hatte, wird von Tamás Kiss übernommen. Die Leitung der Beratung liegt bei Nathalie Zeller.

+Söhne Werbung: Für Ovo und Isostar am Start

Wander hat die Agentur +Söhne mit der Konzeption und Realisation der Ovo Drink Promotion 2010 beauftragt.

Start der Promo ist Anfang Mai. Dann werden laut Mitteilung auch erste Umsetzungen zu sehen sein.
Bereits im zweiten Jahr vertraut der Nahrungsmittelhersteller mit Isostar auf die Winterthurer: Nach der nationalen Kampagne 2009 floss auch das Budget 2010 zu den Söhnen.

Front National kopiert Anti-Minarett-Plakate

Der französische Front National (FN) hat die Idee, Minarette als Raketen darzustellen, für eine regionale Kampagne in Frankreich übernommen. Die Agentur, welche die Anti-Minarett-Plakate für die SVP kreiert hatte, will rechtlich gegen die Partei von Le Pen vorgehen.

Das sei Diebstahl, ärgerte sich Alexander Segert, Geschäftsführer der Werbeagentur Goal, laut SDA in einem Interview in der Westschweizer Tageszeitung La Liberté vom Donnerstag. Die Agentur werde mit allen Mitteln gegen die Ideen- Klauer vorgehen. Man wolle nicht, dass die Plakate von anderen Parteien und Gruppierungen instrumentalisiert oder verfälscht würden, sagte der Chef der Werbeagentur. «Wir haben noch nie für den FN gearbeitet. Und werden das auch nie tun.»
Der Titel des französischen Plakats lautet «Nein zum Islam». Es stammt von der Parteijugendorganisation des FN der Region Provence-Alpes-Côtes-d’Azur. Sie wirbt mit dem Plakat für Jean-Marie Le Pen bei den anstehenden Regionalwahlen im März, wie auf ihrer Webseite zu lesen ist.
Nicht zum ersten Mal werden Plakate von Alexander Segert, die er für SVP- Kampagnen kreiert hatte, von rechtsextremen Parteien übernommen. 2007 hatte die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) das SVP-Plakat zur Ausschaffungsinitiative für ihre eigene Kampagne im Bundesland Hessen kopiert. Auf dem SVP-Plakat waren drei weisse Schafe zu sehen, die ein schwarzes Schaf aus der Schweiz warfen.

Bezahlsender Sky schreibt rote Zahlen

Der Bezahlsender Sky hat auch 2009 rote Zahlen geschrieben. Der Nettoverlust ist von 270 Millionen auf 677 Millionen Euro gestiegen, der Umsatz ist von 941 auf 902 Millionen Euro gesunken.

Die Umstellung des Namens von Premiere auf Sky hatte für den Konzern eine Abschreibung von 254 Millionen Euro zur Folge. Dies schreibt der Mediendienst Kress.de. Seinen Schuldenberg hat Sky indes verkleinert, von 318 auf 162 Millionen Euro. Darin sind die Erlöse aus der jüngsten Kapitalerhöhung in Höhe von 110 Millionen Euro noch nicht enthalten. Trotz der millionenschweren Werbekampagne anlässlich des Namenswechsels hat sich die Zahl der Abonnenten im vergangenen halben Jahr nur um 105‘000 erhöht.

BGKS: Kampagne für Minerva Schulen realisiert

Die Agentur BGKS mit Sitz in Basel hat für die Basler Privatschule Minerva eine Printkampagne realisiert.

Die Kampagne richtet sich direkt an die Eltern und fordert diese auf, bei Schulproblemen nicht zuzuwarten, sondern das Gespräch mit den Minerva Schulen zu suchen – es soll rechtzeitig abgeklärt werden, ob eine Privatschule die richtige Lösung sei.
Verantwortlich bei den Minerva Schulen: Christian Straub (Schulleiter). Verantwortlich bei BGKS: Flavian Kurth (Gesamtverantwortung), Thomas Schaub (CD), Markus Milligan, Alexine Rüegger: (Grafik), Stephanie Brünger (Beratung).
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Baldiges Aus für Swissinfo.ch?

Der Bundesrat will der Internetplattform Swissinfo trotz steigender Beliebtheit den Geldhahn zudrehen. Stimmt das Parlament der Streichung des Bundesbeitrags von 13,4 Millionen Franken zu, dürfte dies das Ende des Informationsportals für Auslandschweizer sein.

Heute teilen sich Bund und SRG die Kosten von gut 26 Millionen Franken. Ohne das Geld des Bundes könne Swissinfo in der heutigen Form sicher nicht mehr weiterbetrieben werden, sagte SRG-Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Mehr wollte Steiner nicht sagen, «so lange Unklarheit über den Leistungsauftrag besteht und der Beschluss noch nicht definitiv ist». Der SRG-Sprecher erinnert jedoch daran, dass die SRG selber bei Swissinfo 7 Millionen Franken einsparen will. Geprüft worden seien drei Modelle, nämlich Einsparungen innerhalb von Swissinfo, die Integration der Plattform in Schweizer Radio DRS und die Integration in die neue Westschweizer Radio- und Fernsehgesellschaft RTS.
Markante Zunahme der Nutzer
Alle Varianten hätten sich als machbar erwiesen – bei voller Auftragserfüllung, wie Steiner betonte. Die Umsetzung sei aber auf Eis gelegt, so lange nicht klar sei, in welchem Umfang sich der Bund in Zukunft beteilige. Bei der Swissinfo- Chefredaktion war auf Anfrage keine Stellungnahme zu den Sparabsichten des Bundesrats erhältlich.
Gemäss dem Geschäftsbericht 2008 hat Swissinfo knapp 123 Vollzeitstellen. Die Internet-Plattform war 1999 aus Schweizer Radio International hervorgegangen. Anfang Februar konnte Swissinfo für 2009 eine markante Zunahme der Nutzer (Unique-Clients) um gut 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr bekannt geben. Gemäss Net-Metrix wurden im Monat durchschnittlich 901’000 einzelne Benutzerendgeräte registriert. Die Seitenabrufe nahmen um 17,6 Prozent auf 6,41 Millionen zu.

Orell Füssli-Chef verlässt Unternehmen

Sönke Bandixen, Chef der Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli, verlässt das Unternehmen per sofort. Die Trennung erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen wegen unterschiedlicher Auffassung über die strategische Führung der Geschäfte.

Dies teilte das Unternehmen am Donnerstag gemäss SDA mit. Die Suche nach einem Nachfolger von Sönke Bandixen sei bereits eingeleitet worden. Verwaltungsrats-Präsident Klaus Oesch wird ad interim den Vorsitz der Geschäftsleitung übernehmen. Die Trennung sei nicht auf einen Eklat zurückzuführen, sagte Oesch auf Anfrage der Finanznachrichtenagentur AWP. Die Gründe für den Abgang Bandixens seien auch nicht in der Vergangenheit zu suchen, sondern lägen alleine bei Meinungsverschiedenheiten zur zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens. Er sei ein prinzipieller Gegner des Doppelmandats, so Oesch weiter. Deshalb hoffe er, dass schnell eine Nachfolge für Bandixen gefunden werden könne. Der Fokus bei der Suche liege auf einem externen Kandidaten. Eine interne Lösung zu finden sei für ein diversifiziertes Unternehmen dieser Grösse schwierig.
69 Prozent weniger Gewinn
Orell Füssli hatte im vergangenen Jahr einen herben Gewinneinbruch erlitten.
Unter dem Strich verdiente das Unternehmen noch 15 Millionen Franken. Das sind 69 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Betriebsgewinn (Ebit) sackte gemäss dem provisorischen Abschluss um 62 Prozent auf 23 Millionen Franken ab. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 306 Millionen Franken. Der detaillierte Geschäftsabschluss wird am 8. April veröffentlicht.
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(Bildquelle: www.orellfuessli.com)

Zu guter Letzt: Die geheimen Gefahren der Spielekonsole Wii

Die Spielekonsole Wii sorgt zwar für viel Bewegung und Spass, hat aber auch ihre kleinen Tücken.

Schmerzhaft am eigenen Leib erfahren musste dies eine 14-jährige Britin, die sich die Zeit auf dem Wii Fit, einem Brett zum sportlichen Balancieren, vertreiben wollte: Sie ist von dem Gerät, dessen Bewegungen an einen Bildschirm übertragen werden, gestürzt und hat sich dabei den rechten Fuss gebrochen. Dumm gelaufen. Dies scheint aber nicht der einzige Zwischenfall im Zusammenhang mit dem beliebten Spiel zu sein. So soll bei einem Wii-Patienten nach einem Sturz sogar Blut in den Brustraum gelangt sein. Wer nun aber denkt, das Wii Fit-Brett sei das einzig Gefährliche an der Konsole, der täuscht sich gewaltig: Das Wii-Spiel über die klassische Handsteuerung birgt ebenfalls Gefahren – wenn auch eher für das angeschlossene TV-Gerät als für das Wohlbefinden des Spielers. Gleitet die Steuerung nämlich beispielsweise beim simulierten Schwung einer Bowlingkugel aus der Hand des Spielers, kann sie nach kurzem Flug direkt in den Monitor krachen. Alles schon passiert. Nicht ganz ohne also, dieses Spiel – es empfiehlt dringendst, vor Spielbeginn eine gute Haftpflicht- und Unfallversicherung abzuschliessen.

SRG streicht 100 Stellen

Die SRG streicht in den nächsten vier Jahren 100 Vollzeitstellen. Betroffen vom Abbau sind Bereiche wie IT-Infrastruktur, Immobilien, Logistik, Personal und Ausbildung, Kommunikation sowie Marketing und Buchhaltung.

Bis 2014 werden im Gesamtunternehmen der SRG 100 Vollzeitstellen gestrichen. Mit den Einsparungen wollen Radio und Fernsehen das Konvergenzprojekt finanzieren und die Eigenproduktionen sichern. Der Stellenabbau erfolge im Supportbereich und werde über einen Zeitraum von mehreren Jahren und mehrheitlich über die natürliche Fluktuation aufgefangen, teilte die SRG am Donnerstag mit. Betroffen seien IT-Infrastruktur, Immobilien, Logistik, Personal und Ausbildung, Kommunikation sowie Marketing und Buchhaltung.
Im Rahmen der geplanten Zusammenlegung von Radio und Fernsehen hatte die SRG im vergangenen Juni ein Effizienzprogramm gestartet. Vorgabe war, die Produktivität der Supportdienste zu erhöhen und die Kosten von derzeit rund 230 Millionen Franken um mindestens 10 Prozent zu senken. Der gesamte Supportbereich umfasst gemäss SRG rund 850 Vollzeitstellen. Davon werden bis 2014 deren 100 gestrichen. Darin eingeschlossen seien sowohl Outsourcing als auch ein Stellenabbau. Für die Betroffenen bestehe ein Sozialplan. Noch nicht überprüft wurden die Bereiche Controlling und Rechtsdienst.
Wie die SRG weiter mitteilte, sollen mit dem Stellenabbau ab 2011 rund 17 Millionen Franken eingespart werden. Danach soll das Sparvolumen bis 2014 sukzessive auf rund 33 Millionen ansteigen. Mit Einsparungen allein könne das strukturelle Defizit nicht aufgefangen werden, so die SRG. In der Mittelfristplanung und im Bericht «Finanzbedarf 2011 bis 2014» seien die finanziellen Auswirkungen der Effizienzprojekte bereits berücksichtigt gewesen.
Mit den Einsparungen will die SRG – wenn möglich – einerseits die Umsetzung des Konvergenzprojektes mit der vorgesehenen Zusammenlegung von Radio und Fernsehen zu regionalen Unternehmeneinheiten finanzieren. Andererseits würden die Mittel benötigt, um im Sinne der Konzession die Eigenproduktionen zu fördern, schreibt die SRG.
SSM protestiert
Das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) protestierte in einer Mitteilung gegen den Stellenabbau. Die Mitarbeitenden bei SRG litten durch die Effizienzgewinne seit Jahren unter zunehmendem Stress. Ohne Verbesserung der Finanzierungsbasis werde sich der Stellenabbau fortsetzen.
Nicht akzeptabel ist für die Mediengewerkschaft der Sozialplan. Wer Versetzungen, Lohnreduktionen, Kürzung des Arbeitspensums ablehne, solle keien Leistungen aus dem Sozialplan erhalten. Diese Klauseln seien überflüssig uind unfair. Niemand werde in der heutigen Situation seine Stelle leichtfertig aufs Spiel setzen, um eine «magere Abfindung» zu kassieren.

Weniger Marktanteil für TV-Werbung

2009 kamen die TV-Programme mit Schweizer Werbung in allen drei Sprachgebieten auf insgesamt wengier Marktanteil als 2008. Die Verluste verteilen sich auf alle Tageszeiten.

Schriftliches Erbe von Le Temps vollständig digitalisiert

Le Temps gibt den Abschluss der vollständigen Digitalisierung dreier Tageszeitungen bekannt, deren Erbe der Verlag angetreten hat: das Journal de Genève, die Gazette de Lausanne und Le Nouveau Quotidien.

Diese Initiative, die im Jahr 2006 begann, habe sich zu einer Forschungserfahrung entwickelt, so eine Le Temps-Mitteilung. Die gesamte Textsammlung ist kostenlos auf der Website Letempsarchives.ch verfügbar. Die Sammlung beinhaltet Berichte über das wirtschaftliche, politische, kulturelle und gesellschaftliche Leben unseres Landes über mehrere Jahrhunderte hinweg, zu Zeiten, in denen die Pressefreiheit in anderen Ländern mitunter bedroht war. Die Archive reichen bis ins Jahr 1798 zurück und umfassen rund 4 Millionen Artikel.
Sämtliche Inhalte – Artikel, Abbildungen, Fotos und Werbung – sind über einfache Schlüsselwort- und/oder Datumssuche abrufbar. Jeder Artikel wird im Originallayout der jeweiligen Tageszeitung angezeigt. Die zahlreichen Funktionen der Website ermöglichen das Blättern in einer vollständigen Ausgabe, das Versenden von Artikeln oder das Speichern der Abfragen in einem persönlichen Ordner.
Dieses Projekt zur Aufwertung der historischen Archive verdankt seine Entstehung einer Partnerschaft mit der Schweizerischen Nationalbibliothek, der Bibliothèque de Genève und der Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne und dem Unterstützung von der Sandoz-Familienstiftung, der Mirabaud & Cie Banquiers Privés und der PubliGroupe.
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