Journalist nach Verbreitung von «Dölf»-Retweet freigesprochen

Weil er eine Meldung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter weiterverbreitet hat, ist ein Journalist wegen mutmasslicher Verleumdung beziehungsweise übler Nachrede vor dem Bezirksgericht Zürich gelandet. Dieses hat ihn nun freigesprochen.

Die Weiterverbreitung eines Retweets sei nicht strafbar. Die Staatsanwaltschaft warf dem Woz-Journalisten vor, am 13. Juli 2012 eine Meldung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit einem sogenannten Retweet weiterverbreitet zu haben. Im Tweet, den ein anonymer Twitterer verfasst hatte, war der Thurgauer SVP-Kantonsrat Hermann Lei als «Hermann 'Dölf' Lei» bezeichnet worden. Mit dem Zusatz «Dölf» wird laut Staatsanwaltschaft suggeriert, Lei sympathisiere mit Adolf Hitler und dessen nationalsozialistischem Gedankengut. Der Beschuldigte habe um die Unrichtigkeit dieser Unterstellung gewusst, habe aber mit der Weiterleitung des Tweets zumindest billigend in Kauf genommen, den Ruf Leis zu schädigen. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine bedingte Geldstrafe von 4500 Franken sowie eine Busse von 1000 Franken, Lei verlangte eine Genugtuung von 1500 Franken.

Retweet als medientypische Verbreitungskette eingestuft

Das Bezirksgericht Zürich sprach am Dienstag den Beschuldigten frei. Zudem erhält er eine Prozessentschädigung von 5400 Franken. Nach Ansicht des Gerichts ist die Weiterverbreitung eines Retweets «eine medientypische Verbreitungskette». Es verglich das Vorgehen mit dem Aufkleben eines Plakates. Dabei sei auch nur der Autor der Botschaft strafbar, nicht aber die Person, die das Plakat aufhängt. Wer den ursprünglichen Tweet verfasst hat, ist unklar. Strafrechtlich hat der Woz-Journalist deshalb nichts zu befürchten. Zivilrechtlich sieht es etwas anders aus. Hier haftet der Verbreitung laut Gericht durchaus etwas Persönlichkeitsverletzendes an. Das Gericht verlangt deshalb vom Journalisten, einen Tweet zu verfassen, in dem er klar stellt, dass die Weiterverbreitung des «Dölf»-Tweets nicht strafbar gewesen sei, wohl aber persönlichkeitsverletzend. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (SDA)

Teaserbild: Gerichte-zh.ch

Zürich Tokio: St. Moritz zu Besuch

Die Agentur Zürich Tokio hat im Rahmen der Kooperation zwischen Engadin St. Moritz und dem Concept Store N°2 das Editorialdesign eines St. Moritz-Guides umgesetzt.

Die Tourismusorganisation Engadin St. Moritz ist eine Partnerschaft mit Schweizer Concept Store N°2 eingegangen. Am Neumarkt 20 in Zürich wird von November 2015 bis März 2016 das Thema St. Moritz auf zwei Etagen inszeniert. Zürich Tokio wurde beauftragt, als flankierende Massnahme einen St. Moritz-Guide zu gestalten, der sowohl in Zürich als auch in St. Moritz aufliegt und N°2 als innovative Marke positioniert und bekannt macht.

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In einer Liebeserklärung an das Winterparadies befasst sich der Guide «N°2 loves St. Moritz» mit den scheinbar nebensächlichsten Fakten eines der weltweit renommiertesten Grand Hotels und verschafft einen Überblick über die Hotspots der Saison 15/16, von Couscous-Quinoa-Salat und Party-Gondeln bis hin zum freien Fall – alles dabei.

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Comcom muss Preise für Entbündelung der letzten Meile überprüfen

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde des Telekommunikationanbieters Sunrise im Zusammenhang mit den Tarifen für den Zugang zum Swisscomnetz teilweise gutgeheissen.

Die Eidgenössische Kommunikationskommission Comcom muss bei der Berechnung der Preise in vielen Punkten nochmals über die Bücher. Sunrise hatte gegen eine Verfügung der ComCom vom 18. Dezember 2013 eine Beschwerde eingelegt. Der Telekomregulator hatte darin die Preise für die alternativen Anbieter für die Mitbenutzung der Swisscom-Infrastruktur festgelegt. Darunter fällt zum Beispiel der Interkonnektionspreis, mit welchem die Nutzung des Festnetzes der Swisscom zur Durchleitung von Telefonanrufen abgegolten wird. Für die Berechnung der Preise müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden, wie der Fremdkapitalkostensatz oder Netzstrukturanpassungen. Das Bundesverwaltungsgericht ist in seinem Urteil zum Schluss gekommen, dass ein Grossteil der Rügen der Sunrise gutzuheissen ist. Da es sich um sehr fachspezifische Fragen handelt, haben die St. Galler Richter die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. (SDA)

B-Public eröffnet Niederlassung in Frankfurt

Die Schweizer PR Agentur B-Public expandiert nach Deutschland. Geschäftsleiter ist der Finanzjournalist Christian Hiller von Gaertringen.

Hiller hat mehr als 25 Jahre lang als Journalist über Finanzthemen und Banken berichtet und  war die vergangenen 14 Jahre für die Frankfurt Allgemeine Zeitung (FAZ) tätig. «Wir freuen uns, dass wir mit Christian Hiller einen Partner gewinnen konnten, der in der Finanzwelt in Deutschland gut vernetzt ist», so Markus Baumgartner, Gründungspartner von B-Public, in einer Mitteilung. Die Kommunikationsagentur mit Sitz in Zürich hat bereits eine Vertretung in der französischsprachigen Schweiz. «Mit diesen Standorten und unserer guten lokalen Vernetzung können wir unseren Kunden wirklichen Mehrwert bringen», freut sich Baumgartner.

B-Public wurde 2012 gegründet und hat sich seither vor allem mit einem integralen Ansatz in der Kommunikation einen Namen im Finanzsektor gemacht. «Wir unterstützen unsere Kunden sowohl in der klassischen Öffentlichkeitsarbeit als auch in der Onlinekommunikation», erklärt Baumgartner. Ausserdem bietet B-Public umfassende Leistungen im Bereich IT-Solutions & Advisory an. Die Agentur wird von den vier Partnern geführt: Neben Markus Baumgartner sind dies Thomas Egger, Daniel Jazbec und Christian Hiller von Gaertringen.

B-Public bietet eine lückenlose Dienstleistungspalette für Banken, Fondsgesellschaften und Vermögensgesellschaften und deckt den gesamten deutschsprachigen Raum und die französischsprachige Schweiz ab. «Unser Team nimmt weiter zu und wird noch dieses Jahr auf insgesamt zehn Personen wachsen. Wir verstärken uns gezielt in der Breite, damit Qualität, Kompetenzen und Erreichbarkeit für die wachsenden Kundenansprüche gewährleistet bleiben», so Agentur-Gründer Baumgartner.

Havas: Ungestörter Musikgenuss mit dem Zürcher Kammerorchester

Havas Worldwide Zürich lädt mit einem neuen Motiv für das Zürcher Kammerorchester ein zu einer Pause vom Alltagsstress.

Das Zürcher Kammerorchester spielt seit 1945 Klassik auf höchstem Niveau. Fast wöchentlich erwarten das interessierte Publikum Konzerte mit den Werken grosser Meister. Dies ist stets eine ideale Gelegenheit, um Musik bewusst zu geniessen und sich so eine Auszeit vom Alltagsstress zu gönnen. Mit einem eingängigen und reduzierten Motiv will das ZKO nun vermehrt zu solch gehaltvollen Pausen anregen: So formt ein handelsübliches Smartphone auf einem Notenblatt schlicht den Notenwert einer ganzen Pause. Das Motiv wird seit November als Plakat im direkten Umfeld des ZKOs eingesetzt und ist als Anzeige in ausgewählten Zeitschriften erschienen.

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Verantwortlich beim Zürcher Kammerorchester: Michael Bühler (Direktor), Lukas Bernays (Marketing & Kommunikation). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Folker Wrage (CCO), Michael Kathe (Creative Direction), Mathias Bart (Text), Denis Schwarz (Art Direction), Davide Schenker (Grafik), Claudia Sigg (Beratung).

Zu guter Letzt: Trocknende Farbe – Der Film

In England müssen Filme geprüft werden – für teures Geld. Daran stören sich Independent-Filmer. Genial: Ein Kickstarter-Projekt liess nun die Zensurbehörde 14 Stunden lang Farbe beim Trocknen zuschauen.

Das British Board of Film Classification (BBFC) ist eine britische Organisation, die Filme, aber auch Computer- und Videospiele, bewertet und Altersfreigaben erteilt. Die Organisation wurde 1912 gegründet, um sicherzustellen, dass es keine «unschickliche Tänze», «Männer und Frauen im selben Bett» oder «Hinweise auf strittige Politker» in die Kinos schafften. Heute noch wird dem BBFC immer wieder vorgeworfen, ungerechtfertigerweise und nach veralteten Massstäben Zensur zu üben.

Problem Nummer eins: Will es ein Film in die Kinos schaffen, braucht er ein BBFC-Zertifikat. Problem Nummer zwei: Die Prüfung ist teuer. Die Produktionsfirma eines Blockbusters mag es wohl weniger stören, dass pro Minute Film sieben Pfund Bearbeitungsgebühr fällig werden. Finanziell weniger gut aufgestellte Filmer hingegen schon, denn für einen gut eineinhalb Stunden langen Film werden gegen tausend Franken fällig. Nur um einen Stempel zu kriegen, den man eigentlich ohnehin doof findet.

Der Londoner Filmemacher Charlie Lyne hat deshalb zum ultimativen Gegenschlag ausgeholt und das Kickstarterprojekt «Make the Censors Watch «Paint Drying»» gegründet. Mit dem Mindestbetrag von sieben Pfund konnten Unterstützer eine Minute des Filmes «Paint Drying» finanieren und so die Zensurbehörde zwingen, stundenlang Farbe beim Trocknen zuzuschauen – in 4k, versteht sich. Angepeilte Länge: 14 Stunden. Die benötigten 6000 Pfund kamen vom   zusammen.

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Der Film zeigt 14 Stunden lang, wie die Farbe auf einer Wand trocknet.

Beruhigend: Die Behörde garantiert mit dem Zertifikat, dass sie jede Minute des zu prüfenden Filmes zu zweit prüft: «The BBFC claim that all theatrical submissions are watched in their entirety by a pair of examiners, who then discuss the work before writing a detailed report.» Und das wird auch nötig sein, denn Lyne hätte ja Prüfsteine (z.B. Audiobotschaften oder kurze, verbotene Einblendungen) einbauen können.

Die Sichtung fand am Montag und Dienstag statt, da die Prüfer maximal neun Stunden Material pro Tag sichten dürfen, wie Lyne verrät. Bei der anschliessenden Diskussion der Prüfer wäre man gerne anwesend. Mit dem Resultat und dem Zertifikat rechnet Lyne in den kommenden Wochen – wir gratulieren bereits jetzt. (hae)

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Groupon stellt in der Schweiz den Dienst ein

Groupon, der US-amerikanische Anbieter für Rabatt-Coupons, hat seinen Dienst in der Schweiz eingestellt.

«Es tut uns leid, Sie informieren zu müssen, dass Groupon am 25. Januar 2016 seine Geschäftstätigkeiten in der Schweiz eingestellt hat und wir Ihnen daher keine Deals anbieten können», wird der Schweizer Kunde auf der hiesigen Website informiert. Kunden, die im Internet den Schweizer Auftritt von Groupon anklicken, landen auf einer Seite, die mitteilt, dass der Dienst in der Schweiz per Montag, 25. Januar eingestellt worden sei. Der Anruf auf die angegebenen Nummern für Kunden oder Händler führt in eine Warteschlaufe, die einen wissen lässt, dass derzeit leider alle Mitarbeiter in Kundengesprächen seien: «Ihr Anruf ist uns wichtig» und: «Haben Sie bitte noch einen Moment Geduld».

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Für eine Stellungnahme zum Groupon-Dienst in der Schweiz war niemand erreichbar. Allerdings informierte der Hauptsitz in Chicago im vergangenen November, dass das Unternehmen im damals abgelaufenen Quartal 27,6 Millionen Dollar verloren hatte. Schon im Jahr zuvor war ein Verlust von über 21 Millionen Dollar vermeldet worden. Und der Umsatz war bei 713 Millionen Dollar stagniert. An der Börse war die Aktie abgestürzt.

Rasante Expansion führte zu hohen Verlusten

Und im vergangenen September hatte Groupon in den USA angekündigt, dass von den schätzungsweise rund 12'000 Mitarbeitern weltweit 1100 Stellen gestrichen würden. Zudem gab der Anbieter bekannt, sich aus sieben Ländern zurückziehen zu wollen. Gleichzeitig sollten für 2016 bis zu 200 Millionen Dollar mehr für Marketing ausgegeben werden. Wie der Blick am Dienstag meldete, habe Groupon den Schweizer Kunden mitgeteilt, man sei nach einer Marktanalyse zu dem Schluss gekommen, dass für eine profitable Geschäftstätigkeit in der Schweiz in der näheren Zukunft keine Basis bestehe. In den ersten Jahren war Groupon rasant gewachsen und wurde zeitweise als Börsenstar gehandelt. Doch die überhastete internationale Expansion hatte für hohe Verluste gesorgt. Restaurants, Dienstleister und andere Geschäfte können auf der Plattform Rabatt-Coupons anbieten. Ausserdem verkauft Groupon selbst Waren mit Preis-Abschlägen. (hae/SDA)

Teleclub baut Sportangebot aus

Teleclub baut das Sportpaket aufgrund einer erweiterten Zusammenarbeit mit Sky Deutschlandaus und strahlt ab Februar 2016 neu fünf lineare 24-Stunden-Sportkanäle aus. Zusätzlich zeigt der Sender neu die italienischen- und spanischen Cup-Wettbewerbe.

Anstatt auf drei Kanälen, bisher Teleclub Sport 1 bis 3, sendet Teleclub neu auf insgesamt fünf linearen Sportkanälen ein durchgehendes Programm mit Premium-Sportinhalten. Neben Teleclub Sport 1 und Teleclub Sport 2 / Sky Sport 2 sind via Swisscom TV neu auch Sky Sport 1, Sky Sport 2 und Sky Bundesliga 1 verfügbar. Teleclub Sport 2 und Sky Sport 2 teilen sich einen Programmplatz, um den Kunden die bestmögliche Auswahl aus beiden Programmen bieten zu können, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit Teleclub Sport 3 bis Teleclub Sport 29 werden die Sportfeeds neu benannt.

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Noch mehr Fussball

Teleclub betreibt das grösste Sportfernsehen Europas mit jährlich über 5000 Liveübertragungen, sowie bis zu 35 parallelen Sportfeeds. Dieses Sportangebot wird nun erweitert: Ab Januar überträgt der Sender die Spiele der italienischen Coppa Italia und der spanischen Copa del Rey. Gezeigt werden alle Partien ab den Viertelfinals bis hin zum Endspiel der beiden Pokal- Wettbewerbe. Auch die Supercup-Spiele beider Länder, bei welchen der Landesmeister auf den Pokalsieger trifft, sind ab sofort im Teleclub-Angebot enthalten.

Auch auf internationaler Ebene wird das Angebot durch die Übertragung von Länderspielen ausgebaut. Neu werden nun auch alle Freundschaftsspiele der spanischen Nationalmannschaft auf heimischem Boden übertragen. «Wir haben mit der italienischen Serie A und der spanischen LaLiga bereits die Meisterschaften beider Länder im Programm. Für die zahlreichen Fans der ausländischen Ligen stellen die Cup-Turniere eine ideale Ergänzung unseres Angebots dar», erklärt Claudia Lässer, Programmleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei Teleclub.
 

Neue Programmleiterin bei Radio SRF 2 Kultur

Die neue Programmleiterin von Radio SRF 2 Kultur heisst Barbara Gysi. Sie tritt die Nachfolge von Franziska Baetcke an.

Im Zuge des Sparprogramms bei SRF hat Nathalie Wappler, Abteilungsleiterin Kultur, die Organisation und Abläufe bei Radio SRF 2 Kultur reorganisiert. In diesem Zusammenhang werden die bisherigen Bereiche «Aktualität und Debatte» sowie «Musik» zusammengelegt. Neue Bereichsleiterin und damit Programmleiterin von Radio SRF 2 Kultur wird Barbara Gysi.

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Seit 2011 ist die studierte Musikwissenschaftlerin Barbara Gysi Bereichsleiterin Musik der Abteilung Kultur. Zuvor war die 52-Jährige in verschiedenen Funktionen bei SRF tätig, unter anderem bei der Abteilung Information Radio. Ebenfalls in ihrem Bereich angesiedelt sind die drei nationalen Programme Radio Swiss Classic, Swiss Jazz und Radio Swiss Pop. Barbara Gysi tritt die Nachfolge von Franziska Baetcke an, die innerhalb von Schweizer Radio und Fernsehen ein anderes Angebot prüft.

Franziska Baetcke ist seit 1995 bei SRF tätig. In der Abteilung Kultur durchlief sie verschiedene Stationen, unter anderem als Redaktionsleiterin Kultur DRS 2, Redaktionsleiterin «DRS2 Aktuell» und seit 2010 als Programmleiterin Radio SRF 2 Kultur.

 

Thomas Harbeke verlässt Weber Harbeke Partners

Nach etwas mehr als 25 Jahren trennt sich Thomas Harbeke von der Zürcher Agentur Weber Harbeke Partners, die er 1991 zusammen mit Max Weber gegründet und seitdem als Teilhaber, Co-Geschäftsführer und Creative Director geführt hat.

Damit ist der Generationenwechsel, der vor drei Jahren mit der Pensionierung von AD Max Weber eingeleitet wurde, abgeschlossen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die neuen Partner Sven Oeschger und Guido Zehnder sind beide bereits seit 2013 in der Geschäftsleitung von Weber Harbeke Partners. Unter ihrer Führung wurden in den letzten drei Jahren vor allem die Bereiche Online-Werbung und Social Media stark ausgebaut.

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«Wir sind heute als integriert denkende und agierende Full-Service-Agentur gut aufgestellt und ich bin glücklich, dass ich das «Baby» trotz aller Krisen, die wohl jede Werbeagentur in über zwei Jahrzehnten durchmacht, in einem sehr guten Zustand übergeben kann», kommentiert Harbeke seinen Weggang.

Der 54-jährige Creative Director will sich zunächst eine Auszeit gönnen und sich danach beruflich neu orientieren. «Ich möchte ein neues Kapitel aufschlagen und mich in der Kommunikation vermehrt nur noch der strategischen Entwicklung von neuen Marken widmen. Mit dem Erschaffen der Brands ok.- für Energy Drinks, Schnägg für vegetarisches Fastfood oder zum Beispiel Why-Nut für Nuss-Schokolade-Bissen konnte ich über die Jahre in diesem Bereich wertvolle Erfahrungen sammeln», erläutert Thomas Harbeke seine Pläne. Thomas Harbeke bleibt der Agentur jedoch kollegial verbunden. «Bei ausgewählten Projekten werden wir weiterhin zusammenarbeiten. Einige langfristige Projekte sind bereits in der Pipeline.» so Stratege Sven Oeschger.

Die neuen Inhaber Sven Oeschger und Guido Zehnder haben angekündigt, Weber Harbeke Partners, nach dem Weggang des zweiten Namensgebers, demnächst unter neuem Namen zu firmieren.
 

E-Commerce: Neun Trends auf dem Vormarsch

Die Neuerungen im E-Commerce entwickeln sich mit hohem Tempo. Händlern und Verbrauchern bieten sich stets neue Möglichkeiten beim Online-Verkauf und -Shopping. Britta Kristin Böhle, Expertin für SEO/SEA bei Trusted Shops, stellt neun Trends für 2016 vor.

Anlass ist der Kongress Online Handel 2016, der am 26. und 27. Januar in Düsseldorf stattfindet. Das 1999 gegründete Kölner Unternehmen Trusted Shops ist seit über 15 Jahren die bekannteste europäische Vertrauensmarke im Bereich E-Commerce.

Trend 1: Noch mehr Fokus auf Mobile

Mobile Zugriffe und Transaktionen werden auch 2016 weiter wachsen. Im Zuge dessen werden noch mehr Shop-Betreiber auf mobile Formate wechseln müssen. Im Publishing-Bereich wird aktuell das neue Format AMP (Accelerated Mobile Pages) als System der Zukunft diskutiert. Inwieweit das auch für Online-Shops relevant wird, zeigt sich wohl in den nächsten Monaten.

Trend 2: Augmented Reality

Der Vorteil des stationären Handels im Gegenzug zum E-Commerce ist das direkte Look-and-Feel, also das Aus- und Anprobieren. Hier könnten besonders Fashion-Shops stärker mit Augmented Reality Angeboten punkten und den anscheinenden Nachteil ausgleichen. So können virtuelle Kleidungsstücke getragen oder Make-Up ausprobiert werden.

Trend 3: Personalisierung

Der auch von Google gepushte Fokus auf den User selbst wird konsequenterweise in mehr personalisierten Ansprachen münden. Wer als User besser und genauer angesprochen wird, nutzt Online-Shops in der Regel intensiver. Das bedeutet für den Shop-Betreiber zufriedenere Kunden, die öfter und mehr kaufen. Die Telekom machte es mit Familie Heins und verschiedenen Identifizierungsfiguren schon vor. Ein weiteres Themenfeld in diesem Zusammenhang ist die geschlechterspezifische Fokussierung, das unter Shecommerce gebündelt wird.

Trend 4: Kanalverwässerung

Die Customer Journey wird noch differenzierter und die Verknüpfung zwischen Online und Offline noch stärker werden. Es müssen weitere Lösungen gefunden werden, die Besucher- und Verkaufsanteile sinnvoll den einzelnen Kanälen zuzuordnen.

Trend 5: Amazon SEO

Obwohl viele Händler kritisch zum Verkauf über Amazon stehen, sind viele (noch) auf die Reichweite angewiesen. Dabei ist es wie bei Google wichtig, auch in der Amazon-Suche möglichst weit oben mit den eigenen Produkten zu erscheinen. Als neues SEO Unterthema ist damit Amazon SEO entstanden. Dazu hat der SEO-Toolboxanbieter SISTRIX ein kostenloses Keyword-Tool entwickelt, mit dem E-Commerce Suchbegriffe gecheckt werden können.

Trend 6: Google Buy Button

Als mögliche Reaktion auf die Marktmacht von Amazon will Google direkte E-Commerce Transaktionen in den Shopping-Ergebnissen ermöglichen. Das würde für Händler eine weitere Abhängigkeit bedeuten, die die Vorteile eines schnelleren Kaufprozesses nicht aufwiegen könnte. Dagegen muss ein Online-Shop mit einem optimalen Einkaufserlebnis stehen, dessen Stammkunden nicht den «Umweg» über Shopping gehen. Wann der Buy-Button kommen soll, steht aber noch nicht fest. Derzeit testet Google aber bereits mehr Product Listing Ads im sichtbaren Bereich der Suchergebnisse.

Trend 7: Video-Marketing

Als zweitgrösste Suchmaschine bietet YouTube riesiges Potenzial, interessierte User zu erreichen –ob mit organischer Reichweite oder mit bezahlten Videoanzeigen. Das True-View-Format beispielsweise erlaubt auch kleineren Werbetreibenden, Video-Anzeigen mit niedrigem Budget zu schalten. Aber auch auf der Webseite eingebettete Videos wirken sich positiv aus. Dadurch steigen in der Regel Verweildauer und Engagement der Nutzer.

Trend 8: Social Media

Nachdem Facebook mittlerweile schon zum Standard für Online-Händler gehört, sollte man sich 2016 auch verstärkt mit Instagram und Pinterest beschäftigen. Dabei ist es noch wichtiger als auf Facebook, nicht-werblich aufzutreten und Nutzer mit interessantem Content und beliebten Influencern neugierig zu machen. Es bleibt auch spannend, inwiefern sich die Messenger-App WhatsApp als Kommunikationskanal aufbauen lässt. Einige Nachrichtenseiten bieten bereits Aktualitätsnachrichten per WhatsApp.

Trend 9: Wearables Marketing

Nachdem Mobile (Punkt 1) ein Muss für die allermeisten Händler ist, folgt eine weitere Marketingplattform mit Wearables wie der Apple Watch. Die ersten Apps gibt es schon für die Technik am Handgelenk. Da hier sicherlich noch einige Technologien folgen werden, sollte man die sich neu ergebenden E-Commerce-Möglichkeiten genau im Blick behalten.

 

Karling: Neue Sujets für die Schweizer Bauern

Karling führt die Hoftiere-Kampagne für die Schweizer Bauern weiter und lanciert neue Sujets. Erstmals werden auch animierte E-Panels eingesetzt.

Vor gut einem Jahr startete die neue Plakatkampagne für die Schweizer Bauern (Werbewoche.ch berichtete). Nach dem zweiten Aushang wurde die Kampagne vom Marktforschungsinstitut GfK einer Werbewirkungskontrolle unterzogen. Dabei konnte ein positives Fazit gezogen werden: Die Mehrheit der Befragten fühlt sich angesprochen. 77 Prozent empfinden das Markenversprechen als glaubwürdig und knapp zwei Drittel geben an, dass ihnen die Werbung sympathisch ist.

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So wird die Kampagne ab Montag fortgesetzt und um neue Motive und Massnahmen ergänzt. Ab sofort stehen auch ein Schwein und ein Schaf im Mittelpunkt. Beide wurden auf einem Hof in Kaisten, Kanton Aargau aufgenommen.

Mit dem Schwein soll das Bewusstsein für die artgerechte Tierhaltung und die richtige Ernährung geschärft werden. Mit dem Schaf wollen die Bauern darauf aufmerksam machen, dass sie die Landschaft stark prägen und sie täglich pflegen. Die Kampagne von Karling erscheint in der ganzen Schweiz. Zum Einsatz kommen Plakate in diversen Formaten und APG E-Panels mit Bewegtbild. Zusätzlich wird ein kleiner Film mit dem Schaf auf Landwirtschaft.ch und in den sozialen Medien eingesetzt.

 

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