Valentin Landmann: USA führen PR-Vernichtungskrieg gegen die Fifa
Anwalt Valentin Landmann nimmt die Fifa und Joseph Blatter in Schutz: «Die USA haben das Ziel, die Fifa kaputt zu machen. Vielleicht weil die Fifa einmal Russland den USA bei einer Vergabe vorgezogen hat.»
Blatter sei in eine Mühle geraten, die er wohl zum kleinsten Teil zu verantworten habe, erklärt er in der «Handelszeitung». «Einen ähnlichen PR-Vernichtungskrieg haben die USA auch gegen die schweizerischen Banken geführt», so Landmann. Klar sei, dass die USA die Fifa weghaben wollen. Man wisse nur noch nicht, womit sie sie ersetzen wollen. «Vielleicht mit einer Organisation, in der die USA Vetorecht haben.»
Die Fifa sei aber nur eines von vielen PR-Desastern, die die Schweiz in den letzten Jahren erlebt habe. Auch im Fall Sika blicke niemand mehr durch. «Warum stellt man nicht einmal nüchtern den jeweiligen Standpunkt dar. Das vermisse ich bei der Sika-Sache.» Landmann erwähnt die Fälle Fifa, Bankenstreit und Sika im Zusammenhang mit seinem neuen Buch zum Thema «Desaster-Kommunikation». Darin beschreibt er den Kampf um die öffentliche Meinung bei spektakulären Kriminalfällen von Bankern, Managern und Serienmördern.
Desasterkommunikation (aus der Werbewoche 1/2015)
Misslungene Krisenkommunikation kann für Unternehmen und Personen, die tief in der Tinte sitzen, schnell zum Desaster oder gar zur Existenzfrage werden. Das Interesse der Öffentlichkeit ist immer dann besonders gross, wenn Beteiligte alles andere wollen, als dieses Interesse auf sich zu ziehen. Wie kommunizieren Betroffene in einer solchen Lage «richtig»? Klassisches Vorgehen nach Public- Relations- und Werbegrundsätzen erweist sich nicht als zielführend. Wie man im Ernstfall sinnvoll mit den Medien umgeht, thematisiert das neue Buch von Valentin Landmann: «Retten, was noch zu retten ist.»
Valentin Nikolai Josef Landmann ist einer der bekanntesten Strafverteidiger der Schweiz. Einen Namen machte er sich als Anwalt der Hells Angels, von Prostituierten und anderen Randgruppen, aber auch von Polizeibeamten, Politikern, Managern und Bankiers.
Landmann lehrt an der Universität Luzern Strafverteidigung und ist weder Werber noch PR-Mann. Aber er ist es gewohnt, in schlimmsten Situationen medial zu retten, was noch zu retten ist. Sein Wissen aus seiner über 30-jährigen Erfahrung gibt er in diesem Buch auch anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis weiter. (afh)

Valentin N. J. Landmann: Retten, was noch zu retten ist. Desasterkommunikation. Mit einem Vorwort von Sacha Wigdorovits. 152 Seiten, gebunden. CHF 34.—. ISBN 978-3-7272-1465-3. Stämpfli Verlag.













