Watson zieht nach zwei Jahren positive Bilanz

Die Trafficzahlen steigen nach Angaben des Medienunternehmens laufend. Und: Watson verdient inzwischen jeden dritten Franken mit Native Advertising.

Genau heute vor zwei Jahren ging Watson live und erhielt auf Anhieb viel Aufmerksamkeit innerhalb und ausserhalb der Branche. Vieles, was das Portal beim Start verkörperte, war für die Schweiz und die hiesige Medienlandschaft neu – so etwa der eigenwillige Mix aus Information und Unterhaltung oder die Fokussierung auf Social Media Marketing.

Native Advertising als Umsatztreiber

Ungewöhnlich war auch, dass Watson von Anfang neben klassicher Bannerwerbung stark auf Native Advertising und Inhaltssponsoring setzte. Dabei positionieren sich Kunden als «Ermöglicher» von redaktionellen Inhalten, die bei den Usern durch Kreativität und die richtige Tonalität ankommen, und so die gewünschten Markenwerte optimal vermitteln.

Dass Watson mit Native Advertising aufs richtige Pferd gesetzt hat, sollen laut Mitteilung auch einige Zahlen zeigen: Seit dem Start hat das Portal über 200 Native-Ad-Kampagnen mit Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen umgesetzt. Watson generiere bereits einen Drittel seiner Umsätze mit der neuen Werbeform.

Leserzahlen steigen stetig

Watson hat sich aber nicht nur im Werbemarkt, sondern offenbar auch im Lesermarkt etabliert. Die Trafficzahlen steigen seit Beginn stetig und liegen heute laut Mitteilung von Watson bei rund 1,2 Millionen Unique Clients, 8 Millionen Visits und 70 Millionen Page Impressions pro Monat. Die Watson App sei über 220’000 Mal heruntergeladen worden.

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Werbemarkt flaut nach Weihnachten ab

Wie schon in den vorhergehenden Jahren ging der Werbedruck im Dezember 2015 im Vergleich zum November zurück. Über das ganze Jahr gesehen hat sich der Werbedruck  gesteigert, allerdings nur minimal.

Der Werbemonat Dezember zeigt einen Rückgang des Werbedrucks auf 446 Millionen Bruttofranken auf. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Werbedruck dennoch um 2,5 Prozent höher als im Dezember 2014. Kumuliert landet das Jahr 2015 bei einen Gesamtwerbedruck von 4‘949 Millionen Bruttofranken, was einer minimalen Steigerung von rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die grössten Veränderungen

Die grössten Steigerungen im Vergleich zum Vorjahresmonat sind in den Branchen Verkehrsbetriebe (+26.3%), Detailhandel (+23.6%) Reinigen (+19.0%) sowie Pharma und Gesundheit (+17.6%) zu verzeichnen. Einen massiven Rückgang des Werbedrucks weist die Branche Tabakwaren mit einem Minus von 36.3% auf. Weitere grosse Veränderungen zeigen sich in den Branchen Fahrzeuge (-31.7%), Politische Kampagnen (-22.4%) sowie Dienstleistung (-10.2%) und Energie (-9.0%). 

Detailhandel im Aufwind

Die Branche Detailhandel erzeugt im Dezember einen Werbedruck von 53.4 Millionen Bruttofranken, was einer Steigerung von 25.7 Prozent zum Vorjahr entspricht. Auch entspricht dieser Wert gut einem Achtel des gesamten Werbedrucks in der Branche Detailhandel über das Jahr 2015 (CHF 442.9 Mio.), was die beachtliche Relevanz des Weihnachtsgeschäfts aufzeigt.

Erfolgreiche Branche Digital & Haushalt

Die neue Branche Digital & Haushalt, unter der die bisherigen Branchen Haushaltsartikel/-geräte, IT und Büro sowie Unterhaltungselektronik zusammengefasst wurden, zeigt sich im Monat Dezember gleich mit zwei Produkten unter den Top 10 der meistbeworbenen Produkte. An zweiter Stelle der Top 10 das Produkt Universal Music CD’s und an dritter Stelle das Produkt Ifolor.ch. Die Branche Telekommunikation ist ebenfalls mit zwei Produkten in den Top 10 vertreten: Auf Platz 8 findet sich das Produkt Teleclub Pay TV und auf Platz 10 Salt Plus Swiss. 

Den gesamten Werbemarkt Trend Report von Media Focus mit den wichtigsten Entwicklungen aus dem Monat Dezember 2015 finden Sie hier.
 

Verstärkung bei Publicis

Seit Anfang Januar 2016 arbeitet Frank Lang als Managing Director Digital bei Publicis und übernimmt dort auch die Funktion des Business Director Switzerland für das Team UBS.

Als Managing Director Digital übernimmt Frank Lang die Leitung der gesamten Digitalabteilung mit der Hauptaufgabe, den Ausbau der Kompetenzen, die Positionierung sowie die Repräsentation am Markt weiter voranzutreiben, wie Publicis in einer Mitteilung vom Donnerstag bekannt gibt.

Als Business Director Switzerland übernimmt Lang zudem die Leitung des Beratungsteams für UBS Schweiz – inklusive Koordination mit den internationalen Ansprechpartnern auf Agentur- und Kundenseite.

Damit engagiert Publicis einen Experten im digitalen Marketing mit rund 15 Jahren Agenturerfahrung. Frank Langs erste Station in der Agenturwelt war die Factum Kommunikation, danach arbeitete er mehrere Jahre bei McCann in Australien und nach seiner Rückkehr in die Schweiz über sechs Jahre bei Goldbach, zuletzt in der Funktion des Managing Director von Goldbach Interactive. Lang ist eidgenössisch diplomierter Marketingleiter und regelmässiger Dozent an verschiedenen Hochschulen.

Zu guter Letzt: Mit Buntstiften für sexuelle Toleranz

Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine schlüpfrige Werbekampagne für Büromaterial. Dieses 51-Sekunden-Filmchen dient aber dem alleinigen Zweck, (Gay) Sex zu promoten.

Mit blosser Unterstützung von Schreibtischutensilien wie Buntstiften, Spitzern und Leim bringt der deutsche Nachwuchs-Regisseur Matus the First die ganze Bandbreite an sexuellen Orientierungen und Praktiken auf den Tisch. Seine Botschaft: «Be proud of who you are. Fuck the hate.»

Was sein Kurzfilm ausserdem deutlich macht: Für den Auflärungsunterricht in der Schule braucht es keine Plüschvaginas und Holzpenisse. Eine gut sortierte Pultschublade genügt vollauf. (sis)
 

Havas sorgt für unerhörte Klänge

Hörberatung Kummer in Schaffhausen weiss, was eine Hörberatung aussergewöhnlich macht: wenn Kunden plötzlich Dinge hören, von denen sie vorher nicht im Geringsten gedacht hätten, dass sie ihnen jemals zu Ohren kommen.

In der Kampagne von Havas Worldwide Zürich wird das sichtbar gemacht. Schallwellen formen sich zu unerhörten Klängen: endlich kann man einmal einen Flohpups klar und deutlich hören, oder man erstaunt sich über die Lautstärke eines Mauspulses.

Die Kampagne ist im Dezember in Schaffhausen angelaufen und auf Plakaten im Zentrum, auf den Schaffhauser Bussen und vereinzelten Anzeigen sichtbar.

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Verantwortlich bei Kummer Hörberatung: Roger Kummer (Eigentümer). Verantwortlich bei Havas Worldwide Zürich: Frank Bodin (Gesamtverantwortung), Folker Wrage (CCO), Michael Kathe (Creative Direction), Hanning Beland (Art Direction), Yannick Schaller, Magnus Sambo (Text), Marina Tanner (Bildbearbeitung, Grafik), Ladina Scholz (Beratung), Toni Gadza (Print Production).
 

Zusammenschluss von Satzart und frappant webfactory

Die bisher im Printbereich tätige Agentur Satzart und frappant webfactory, die Agentur für den Web- und Screenbereich, positionieren sich ab 21. Januar 2016 neu als ein Gesamtdienstleister.

Unter dem Namen frappant bietet die neu ausgerichtete Agentur visuelle Kommunikation und Entwicklung von Weblösungen aus einer Hand. Sie beschäftigt rund 17 kreative Köpfe, ist unabhängig und inhabergeführt. Ziel sei die Bündelung der Kräfte in der Marktbearbeitung, bei der Entwicklung neuer Produkte und in der Innovation sowie in der Erzielung von Kostensynergien, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Der Zusammenschluss wurde am 21. Januar 2016 im Restaurant Du Nord in Bern offiziell verkündet und gefeiert.
 

Forderungsbrief gegen neue Werbeallianz

Verschiedene private Medien und Netzanbieter machen gegen die neue Werbeallianz von Swisscom, SRG und Ringier Front. Sie fordern vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom) in einem Brief klare Grenzen für das Bündnis.

Die Anbieter schlossen sich im Interesse einer wettbewerbsfreundlichen, föderalistischen Medienpolitik zusammen, wie sie am Donnerstag mitteilten. Sie wollen mit dem Forderungsbrief ans Bakom ein Zeichen für eine eingeschränkte Rolle der SRG in dem Joint Venture setzen.

Zu dem losen Bündnis gehören die AZ Medien, die Basler Zeitung, die TV- Sender 3+,4+, 5+, Goldbach Media, diverse Lokalradios und -TVs, der Kabelnetzverband Suissedigital oder die TV-Plattform Zattoo.

Das Joint Venture für ihre gemeinsame Werbeplattform hatten Swisscom, SRG und Ringier im August 2015 bekannt gegeben. Die Verleger und ihr Verband kündigten Widerstand an. Das Bakom untersagte der SRG Mitte Dezember bis spätestens Ende März, die gemeinsame Plattform zu nutzen. Es will zuerst eine rundfunkrechtliche Überprüfung vornehmen. Die Wettbewerbskommission genehmigte das Gemeinschaftsunternehmen aber bereits.
 

Übermotiviert und strategisch – Top 10 Schlagwörter in Nutzerprofilen

LinkedIn hat die Top 10 der überstrapaziertesten Schlagwörter in Nutzerprofilen veröffentlicht und kommt zum Schluss: Alle wollen hochmotiviert und strategisch sein. Ausserdem exklusiv hier: «LinkedIn Most Engaged Marketers 2015».

Nutzer verwenden in Karrierenetzwerken oft dieselben Begriffe um sich zu beschreiben. Dies bestätigt eine aktuelle Liste von LinkedIn: Sowohl in der Schweiz, als auch auf internationaler Ebene, ist «Führungsqualität» eines der meistgenutzten Schlagworte. Doch will man in Erinnerung bleiben, sollte man sich von der Masse abheben. Sieht man sich allerdings die Selbstbeschreibungen vieler Berufstätiger in Karrierenetzwerken an, liest man auf vielen Profilen dasselbe: alle haben Führungsqualitäten, denken strategisch, sind motiviert und natürlich kreativ – oder wollen es zumindest sein. Auf Basis seiner weltweit mehr als 400 Millionen Nutzer-Profile hat das Businessnetzwerk LinkedIn jetzt die Top 10 der meistgenutzten Schlagwörter in Deutschland als auch global 2015 ermittelt.

 

Die Top 10 der meistgenutzten Schlagwörter in der Schweiz Die internationalen Top 10 der meistgenutzten Schlagwörter
  1. strategisch
  2. Führungsqualitäten
  3. Erfolgsgeschichte
  4. motiviert
  5. Leidenschaft
  6. fachkundig
  7. Auslandserfahrung
  8. kreativ
  9. erfolgreich
  10. dynamisch
  1. Führungsqualitäten
  2. motiviert
  3. kreativ
  4. Leidenschaft
  5. strategisch
  6. erfolgreich
  7. engagiert
  8. hingebungsvoll
  9. umfangreiche Erfahrung
  10. Erfolgsgeschichte

 
 

 
Unterschiede in Berufsgruppen

Bei der Auswertung der LinkedIn-Buzzwords fielen feine Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen auf: Marketingfachleute und Vertriebsspezialisten arbeiten demnach immer strategisch, Personaler besitzen besonders ausgeprägte Führungsqualitäten. Studenten dagegen bezeichnen sich am liebsten als «leidenschaftlich». Mit diesen Begriffen beschreiben sich aber nicht nur die Schweizer. Im weltweiten Schnitt behaupten die meisten Nutzer Führungsqualitäten zu haben. Ebenfalls hoch im Kurs stehen global gesehen zudem die Attribute Motivation und Kreativität.

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Um im Netz ein gutes Bild von sich abzugeben, rät Alexandra Kolleth, Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz: «Ein starkes Online-Profil ist auf dem heutigen Arbeitsmarkt sehr wichtig. Stellen Sie sicher, dass Ihr LinkedIn-Profil vollständig und auf dem aktuellsten Stand ist. Sie sollten ein Foto hinzufügen, detailliert Ihre Expertise aufführen sowie Ihren beruflichen Werdegang abbilden. Auf LinkedIn können Kontakte eines Nutzers die Fähigkeiten, die dieser sich selbst zuschreibt, auch bestätigen. Wer also die Möglichkeit hat, eine öffentliche Empfehlung auf LinkedIn zu bekommen, sollte diese Chance nutzen. Nichts sorgt für mehr Glaubwürdigkeit als Bestätigung durch Dritte und ein aussagekräftiges Profil erhöht die Wahrscheinlichkeit, in den Suchmaschinen-Rankings weit oben zu stehen.»

Most engaged marketers

LinkedIn erstellt zudem jährlich eine Liste der «Most engaged marketers», basierend auf einer Reihe von Metriken, wie zum Beispiel die Anzahl Ihrer Verbindung, wie häufig Sie mit anderen Nutzern auf der Platt-form interagieren, Zugehörigkeit zu Gruppen etcetera. Alexandra Kolleth, Mitglied der Geschäftsleitung Deutschland, Österreich, Schweiz, über das LinkedIn’s Most Engaged Marketer Ranking: „Marketers in der Schweiz sehen einen enormen Wert darin, ein eigenes Netzwerk aufzubauen, hochwertige Inhalte zur Verfügung gestellt zu bekommen und auf dem Laufenden zu bleiben was Branchenkollegen mögen, diskutieren und teilen. In der DACH-Region nutzen bereits über sieben Millionen Mitglieder die Möglichkeiten und Vorteile, die LinkedIn ihnen als Plattform zu Vernetzung mit anderen Fach- und Führungskräften bietet. Wir freuen uns besonders, im aktuellen Ranking Marketers aus einem breiten Spektrum von Branchen präsentieren zu können.“ (uma)
 

Die Top 5 der Most Engaged Marketers 2015 in der Schweiz sind:

1)      Andreas Tölke, Head of Content Mgmt., Social Media & Communities Digital Private Banking (VP) / Innovation / Finance / Digital Native bei Credit Suisse
2)      Patrick Zanello, Sales Director DOOH bei Goldbach Media (Switzerland) AG
3)      Alicia Montoya, Vice President, New & Social Media at Swiss Re
4)      Riccardo Rossi,Digital Marketing, Social Media and Brand Manager bei Mondelez International
5)      Ernesto Izquierdo, Conseiller en communication digitale · Réseaux sociaux d'entreprise · Social Media & RH bei International Committee of the Red Cross – ICRC
 

NZZ gründet Abteilung für Content Marketing

Die NZZ erschliesst ein neues Geschäftsfeld. Zum Jahreswechsel hat sie die Abteilung NZZ Content Solutions gegründet, die für Werbeauftraggeber kommerzielle Magazine, Beilagen und digitale Lösungen realisiert. Geleitet wird die Abteilung von Elmar zur Bonsen.

NZZ Content Solutions bietet Kunden sämtliche Dienstleistungen – von der Konzeption über die Redaktion bis zur Realisation, in Print und digital. Zum Angebots-Portfolio gehören Kundenbeilagen in den Titeln der NZZ-Mediengruppe, eigenständige Unternehmensmagazine und künftig auch Videoformate und digitales Storytelling.

Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe: «Content Marketing wird im Markt immer wichtiger. Mit NZZ Content Solutions sind wir ideal aufgestellt, um unseren Kunden in diesem Bereich alle Dienstleistungen aus einer Hand zu bieten.»

Das Team von NZZ Content Solutions greife auf ein Netzwerk profilierter Journalistinnen und Journalisten zurück, schreibt das Medienunternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag. Gleichzeitig sei eine klare Trennung zwischen der Redaktion und der neuen NZZ Content Solutions sichergestellt, heisst es weiter. 

Der Markt reagiere positiv auf das neue Angebot. «Unsere erste kommerzielle Printbeilage, die wir mit der Post Finance zum Thema Working Capital Management erstellt haben, stiess im Markt auf grosses Interesse», sagt Karin Carpentier, CEO von NZZ Media Solutions.

Die kommerzielle Leitung des neuen Bereichs NZZ Content Solutions übernimmt Elmar zur Bonsen. Seit 2013 leitet er die Studiengänge Brand Journalism und Professionelle Medienarbeit am MAZ, der Schweizer Journalistenschule in Luzern. Davor war er als Publishing Director und Geschäftsleitungsmitglied der Zürcher Agentur Infel, als stellvertretender Verlagsleiter bei BurdaYukom, der ehemaligen Corporate-Publishing-Tochter von Hubert Burda Media, sowie als Redaktor bei der Süddeutschen Zeitung tätig. 
 

Kommunikation im Aufmerksamkeitsstress

Die Digitalisierung verändert unsere Wahrnehmung deutlich, eine Reizüberflutung findet statt. Dies hat auch Folgen für die individuelle Aufmerksamkeit. An der 17-Uhr-Akademie von Serviceplan gingen drei Referenten gezielt auf diese Veränderungen ein.

Wie gehen Medien-, Werbe- und Kommunikationsbranche gekonnt mit diesen Veränderungen um? Über diese Frage diskutierten Viktor Baumgarnter, Kommunikationstrainer und Co-Gastgeber des Abends, Martin Spillmann, Verwaltungsratsmitglied von Serviceplan Suisse und Marco Boselli, Chefredaktor 20 Minuten. Die Podiumsdiskussion leitete Claudio Rotter.

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Viktor Baumgartner gab Inputs zur Schwierigkeit, das Gegenüber mit einer Message zu erreichen. Wichtig sei, dass man wisse, was man will und sage was man (erreichen) will und dies eindrücklich kommuniziere, so seine Grundhaltung. «Wer diese Fähigkeiten beherrscht, gewinnt Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Souveränität gegenüber Medien, Investoren und Kunden.»

Laut Marco  Boselli ist der Aufmerksamkeitsstress auch bei Print- und Onlinemedien ein grosses Thema. «Aufmerksam zuhören, sich voll und ganz in einen Text vertiefen und im Internet recherchieren, mit Konkurrenz- und Publikationsdruck im Nacken, sind für uns die grossen Herausforderungen.»

In entspannter Athmosphäre haben Referenten und Moderator mit einem hochkarätigen Publikum aktuelle Aspekte des Themas beleuchtet und in der Diskussion Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. (uma)
 

Kooperation mit Schweizerischem Gewerbeverband

Suissedigital geht im 2016 eine verstärkte Kooperation mit dem Schweizerischen Gewerbeverband SGV ein. Suissedigital wird Hauptsponsor der SGV-Veranstaltung synergy 2016. Auch eine inhaltliche Zusammenarbeit zum Thema Digitalisierung ist geplant.

«Wir freuen uns sehr über die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gewerbeverband. So können wir die gemeinsamen Interessen – gerade auch in der Digitalisierung – noch besser vertreten», wird Simon Osterwalder, Geschäftsführer von Suissedigital, in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert.

Zentraler Punkt der zukünftigen Zusammenarbeit sei ein Engagement als Hauptsponsor der Veranstaltung synergy 2016, die am 2. November im Kursaal in Bern stattfindet. Das diesjährige Thema des Anlasses für kleine und mittlere Unternehmen ist die Digitalisierung. Es ist vorgesehen, dass Suissedigital zu diesem Thema im laufenden Jahr auch inhaltlich mit dem SGV zusammen arbeiten wird.
 

SRF verliert leicht Marktanteile

Trotz Service-Public-Diskussion und Kritik an einzelnen Sendeformaten: Die TV-Sender von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) stehen in der Zuschauergunst weiter zuoberst. Auch im vergangenen Jahr waren in Schweizer Stuben am häufigsten Sender von SRF eingeschaltet.

Der Marktanteil ging im Tagesschnitt allerdings leicht zurück, von 32,2 auf 30,3 Prozent. Auch in den wichtigsten Stunden des Tages, dem Hauptabend von 19 bis 22.30 Uhr, verlor SRF leicht Zuschauer. Hier ging der Marktanteil auf 38,8 (Vorjahr 41) Prozent zurück. Dies geht aus den Zuschauerzahlen hervor, die SRF am Mittwoch publizierte. Überrascht ist man beim SRF davon allerdings nicht, weil 2015 keine grossen Sportereignisse stattfanden. Die Marktanteile seien erwartungsgemäss etwas zurückgegangen.

«Natürlich sind die fehlenden Sportereignisse aber nicht der alleinige Grund», räumte SRF-Direktor Ruedi Matter vor den Medien ein. Es gebe immer mehr Konkurrenz. Vor allem am späteren Abend bekunden SRF-Sendungen Mühe, Zuschauer vor die Mattscheibe zu bringen und dort auch zu halten. Sendungen wie Rundschau, Club und Arena sind, was die Quote betrifft, unter Druck. Auf ihrem Sendeplatz seien sie aber nach wie vor Spitzenreiter, betonte Matter. «Das ist das, was uns interessiert.» Zudem seien diese Formate wichtig für das Land.

Politisch unter Druck

Unter Druck ist das SRF auch politisch. Das gebührenfinanzierte Fernsehen steht zunehmend in der Kritik. Matter betonte allerdings, dass sich dieser Druck «nicht auf die Gestaltung unserer Programme ausgewirkt hat.» Aber allen im Haus sei natürlich bewusst, dass man beste Qualität bieten müsse. «Dazu gehört auch, dass wir journalistisch unabhängig bleiben.»

Im laufenden Jahr dürfte es SRF – zumindest was die Marktanteile betrifft – wieder etwas einfacher haben. Mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, den Olympischen Sommerspielen in Rio, der Fussball-Europameisterschaft in Frankreich sowie dem Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac stehen gleich mehrere Grossereignisse auf dem Programm. Einer der zahlreichen Themenschwerpunkte in diesem Jahr widmet sich einem fiktiven achttägigen Stromausfall in der Schweiz. In einer Dokumentation «Blackout Schweiz» zeichnet das SRF nach, welch drastische Folgen ein solcher Stromausfall hätte. Innert weniger Tage würde sich das Land in einen rechtsfreien Raum verwandeln, in dem nicht einmal mehr die Wasser- und Lebensmittelversorgung funktioniert würde.

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Ruedi Matter, Direktor SRF, an der Jahresmedienkonferenz (Bild: SRF)

 

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