BVB und BLT gründen gemeinsame Werbevertriebsgesellschaft

Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) und die Baselland Transport AG (BLT) haben beschlossen, die Aktivitäten der beiden Unternehmen im Bereich Verkehrsmittelwerbung zusammenzulegen und gründen die gemeinsame Gesellschaft Moving Media Basel.

Die wird ab April 2016 die Werbeflächen an und in Trams und Bussen aus einer Hand vermarkten. Für die Werbekunden soll sich ein einfacherer Zugang zu den Basler ÖV-Werbeflächen sowie eine grössere Reichweite für ihre Werbung ergeben.

Die BVB vermarkteten ihre Werbeflächen bisher in Eigenregie, wie Mediensprecher Benjamin Schmid auf Anfrage von Werbewoche.ch erklärt. Die Innenwerbung der BLT wurde bisher von APG|SGA Traffic vermarktet. Für die Aussenwerbung – namentlich die Dachreklame – war die BLT selbst zuständig. Man habe, so BLT-Direktor Andreas Büttiker gegenüber der Werbewoche, diese Einnahmequelle aber nicht aktiv bewirtschaftet und die Werbeplätze auch nicht zu marktüblichen Preisen vermietet. «Unser Kerngeschäft ist das Transportwesen, nicht die Werbevermarktung», so Büttiker. Dieses brachliegende Potential soll nun mit einer gemeinsamen Einheit, die sich voll und ganz auf den Werbemarkt fokussiert, erschlossen werden.

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«Entlastung der öffentlichen Hand»

Zusammen erzielen die beiden Unternehmen heute einen Umsatz mit Verkehrsmittelwerbung von knapp acht Millionen Franken pro Jahr. BVB und BLT versprechen sich von der neuen Organisation und der gemeinsamen Nutzung von Werbebuchungssystemen deutliche Synergien und damit signifikante Ertragssteigerungen aus diesem Nebengeschäft. Man erwarte, so Büttiker, in den kommenden fünf Jahren Mehrerträge von rund drei Millionen Franken, die dem ÖV zugute kommen. «Auf diesem Weg finanzieren wir das ÖV-Angebot mit, entlasten so die öffentliche Hand und reduzieren den Druck, Tarifanpassungen vornehmen zu müssen», sagt Büttiker. «Es liegt in unserer Verantwortung, Mehrerträge zu erwirtschaften».

Die gemeinsame Werbevertriebsgesellschaft wird als Aktiengesellschaft mit einem Beteiligungsverhältnis von 66,6 Prozent (BVB) zu 33,4 Prozent (BLT) ausgestaltet. Die Gesellschaft soll im Endausbau rund fünf Mitarbeitende zählen. In den nächsten Wochen erfolgt der Aufbau der neuen Gesellschaft. Der operative Start erfolgt im April 2016. Die beiden Regierungen Basel-Stadt und Basel-Landschaft sind über das Vorgehen von BVB und BLT informiert und begrüssen laut Mitteilung den Aufbau einer gemeinsamen Werbevertriebsgesellschaft.

Die aktuellen Verträge zwischen APG|SGA Traffic und BLT, respektive BVB laufen bis mindestens Ende 2016 weiter, wie Daniel Flück, Leiter APG|SGA Traffic Schweiz, auf Anfrage der Werbewoche sagt. Zurzeit seien Gespräche über die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit geplant. «APG|SGA Traffic ist Marktführerin in der Vermarktung von ÖV-Werbung und an neun Standorten in der ganzen Schweiz präsent. Sowohl im Raum Basel wie auch in der restlichen Schweiz ergänzen sich die beiden Vermarktungsunternehmen gut.» Dies wird auch von Andreas Büttiker bestätigt – man sei offen, die Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit APG|SGA Traffic beispielsweise durch Zusatzangebote weiterzuführen. (hae)
 

Best of Swiss Web verlängert Anmeldefrist

Best of Swiss Web 2016 verlängert die Anmeldefrist um eine Woche. Neuer Abgabetermin ist der 8. Februar 2016.

Der am Best of Swiss Web integrierte Spezialpreis «Swiss Digital Transormation Award» verlängert analog dazu seine Frist auch. Nach Ablauf der verlängerten Anmeldefrist werden die Organisatoren über weitere Schritte informieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Best of Swiss Web ist eine Initiative der Simsa (Swiss Internet Industry Association) und der Netzmedien. Ziel von Best of Swiss Web ist die Förderung von Transparenz und Qualitätsstandards in der Schweizer Web- und ICT-Branche sowie das Angebot von attraktiven Networking-Gelegenheiten.

Zur Sache: Zeit zu Geld machen

Sinkende Werbeausgaben, schrumpfende Druckauflagen, Digitalisierung auf der einen Seite, nicht funktionierende Bezahlschranken, Ad-Blocker, Gratismentalität auf der anderen – schon seit geraumer Zeit ist die Medienbranche unter Druck. Und mit ihr die Werbebranche.

«Wie sieht das Medium der Zukunft aus? Wie mache ich aus meiner Zeitung eine unverzichtbare Medienmarke? Wie kann man mit Journalismus noch Geld verdienen? Und wie kann ich in diesem Umfeld clever werben?», fragen sich Medienmacher und Journalisten, Werbeauftraggeber und Werber.

Und der Kunde, unser Leser, fragt sich schlicht: «Warum soll ich für diese Leistung Geld ausgeben?»

Mathias Müller von Blumencron, Chef von faz.net, startet das Jahr voller Euphorie und mit vier Thesen: 2016 wird das Jahr des digitalen Journalismus, schreibt er. Denn in der Flut von Informationen, die über digitale Kanäle und Social Media verbreitet werden, steige der Wert glaubwürdiger Informationen, hinter denen eine etablierte Medienmarke stehe. Leser wollten Inhalten wieder vertrauen können. Hoffen wir, dass er recht hat. Für die Leser, die wir aus dem Printgeschäft bereits kennen, trifft das sicher zu. Doch was ist mit den Jungen, die gerade erst zu Medienrezipienten werden? Was lesen die eigentlich in Zukunft? Und warum?


Weiter prognostiziert Müller von Blumencron eine «Offensive der Exzellenz im Digitalen»: Für Qualität würden Leser in Zukunft bereit sein, zu zahlen, nicht mehr nur in gedruckter Form, sondern auch im Netz. Wenn immer mehr gedruckte Medien vom Markt verschwinden, bleibt ihnen natürlich auch nichts anderes übrig. Medienmacher müssen endlich begreifen, dass Leser für die Qualität der Informationen zu zahlen bereit sind, nicht für die Auslieferung auf einem bestimmten Kanal; Print oder Digital ist irrelevant. Der Wert der Information muss stimmen.

Weiter sieht Müller von Blumencron eine «Explosion journalistischer Formate» kommen. Natürlich, die Möglichkeiten, im Digitalen ein Thema aufzubereiten – mit Text, Bild, Film, Ton und Querverweisen –, sind paradiesisch. Formate wird es dennoch nur mehr zwei geben: Tempo und Tiefe. Die eine Variante sind schnelle, kleinteilige Informationen, die möglichst rasch und kostenlos an den Leser gebracht werden. Die andere Variante sind Geschichten: gut recherchierte Storys, Hintergrundberichte und Ratgeberartikel, für die der Autor Zeit investiert hat und die erst dann in die Öffentlichkeit geraten, wenn sie rund und fertig sind. Für diese Arbeit muss der Leser bezahlen, denn die Produktion solcher journalistischer Leistung kostet Geld. Eine klassische Wertschöpfungskette.

Betreiber von Redaktionen, die immer weiter ausgeblutet und zusammengeschrumpft werden, müssen sich gut überlegen, was das bedeutet: Redaktionen brauchen Leute fürs Tempo und Leute für die Tiefe. Eine One-Man-Show kann nicht Tag für Tag kontinuierlich beide Formate bedienen. Und auch im Newsroom ist tief bohren schwierig. Kurz: Journalisten brauchen auch im Alltag wieder Zeit für Recherche, Denken und Schleifen am Text.

Als Viertes erwartet Müller von Blumencron die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells: Journalistische Angebote würden sich von Medienpräsenzen lösen und über globale Online-Plattformen den Weg zum Leser finden. Die Redaktion erhalte im Gegenzug die Werbeerlöse. Interessanter Ansatz. Und vielleicht d i e Chance für freischaffende Edelfedern: In Ruhe recherchieren, geschliffenen Text und spannende Rechercheergebnisse platzieren und kassieren. Doch wie kontrolliert und beschränkt man die Verwendung seines geistigen Eigentums, wenn es einmal im Netz gelandet ist? Und können ein paar Werbebanner eine Familie ernähren? Geschweige einen Verlag finanzieren?

Da greift vielleicht der Aufbau
 eines E-Commerce-Angebots, der
in einer aktuellen Trendstudie des 
Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger als «der dominie
rende Trend» der Stunde definiert
 wird. Wenn Zeitungsverlage in
den Internethandel mit Lebens
mitteln und Gebrauchsgütern ein
steigen – à la Entlebucher Anzeiger (Entlebucher-shop.ch) –, berge 
das «riesiges Potenzial», wie es in 
der Studie heisst. Die Besinnung auf den eigentlichen journalistischen Auftrag und dessen Übertragung ins Digitale gerät durch solche Aktivitäten allerdings ins Hintertreffen. Dabei ginge es vorrangig erst einmal genau darum.

Ich denke, das Angebotsspektrum von Medienunternehmen ist nur sehr begrenzt dehnbar. Sonst setzen sie ihre Glaubwürdigkeit aufs Spiel.

Überlegen Sie mal: Wann geben Sie Geld für Geschriebenes, Durchdachtes aus, egal, ob es gedruckt oder digital daherkommt? Ich zahle, wenn ich etwas von meinem allerknappsten Gut sparen kann: Zeit.

Leser gewinnen Zeit, wenn sie entweder für sie wichtige Informationen schnell und bündig aufbereitet erhalten. Oder wenn die von ihnen ins Lesen investierte Zeit mit Spannung, Unterhaltung, Wissen oder Hilfestellung honoriert wird. Das ist die Wertschöpfungskette der Zukunft. Nur, wer Lesern Zeit spart oder ihre Zeit mit Gewinn ausfüllt, wird mit Journalismus noch Geld verdienen können. Mehr denn je hat Benjamin Franklin recht: Zeit ist Geld.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin Werbewoche

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Telebasel startet unter Widerstand neues Multimedia-Angebot

Telebasel hat am Donnerstag sein neues multimediales Angebot lanciert. Neben dem überarbeiteten Fernsehprogramm setzt der teilweise gebührenfinanzierte Sender stark auf ein neues Newsportal im Internet. Zwei Basler Medienunternehmen wehren sich dagegen.

Um 18.30 Uhr begrüsste ein Moderator zur ersten Ausgabe der neuen «Telebasel-Stunde». Zuvor sendete Telebasel für rund einen Tag lang einen Countdown und das neue Logo, ein grosses buntes B.

Das Fernsehprogramm, das neu aus einem multimedialen Studio gesendet wird, beginnt mit Schlagzeilen und dem Wetter. Die nachfolgende Sendung «News», die das bisherige Nachrichtenmagazin «7vor7» ersetzt, bringt während rund fünf Minuten kurze Beiträge zu tagesaktuellen Themen. Neben regionalen Beiträgen gibt es auch nationale und internationale Kurzmeldungen. Der einzig längere Newsbeitrag folgt nach dem Sport mit dem Tagesthema. Anschliessend wird ein «Talk» gesendet, danach weitere kurze Newsmeldungen sowie eine Börsensendung und das neue Peoplemagazin «Glam». Nach der Wiederholung der News-Inhalte zur vollen Stunden wird täglich ein neues Magazin wie etwa die neue Kochsendung «Kitchen Stars» ausgestrahlt.

Zusammen mit dem vollständig überarbeiteten Fernsehprogramm lancierte Telebasel am Donnerstag auch ein ausgebautes Internetangebot. Eine neue Onlineredaktion stellt täglich zwischen sechs und 23 Uhr Nachrichten und Filmbeiträge ins Internet. Neu gibt es auch eine Telebasel-App für Smartphones. Ansprechen will der Regionalsender mit dem multimedialen Angebot gemäss eigenen Angaben vorab Menschen zwischen 30 und 50 Jahren. Im Vordergrund stehen dabei News, Sport, Gesellschaft und Genuss.

Barfi.ch und BaZ reichen Anzeige ein

Gegen das neue Angebot von Telebasel hat sich noch vor dem Start Widerstand gebildet: Der Basler Medienunternehmer Christian Heeb, der das Onlineportal Barfi.ch betreibt, hat beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) eine Anzeige eingereicht: Telebasel, das teilweise aus Gebührengeldern finanziert wird, verstosse mit dem neuen Onlineauftritt gegen seine Konzession. Der Programmauftrag enthalte verbindliche Vorgaben, heisst es in der Anzeige. Das Programm müsse sich auf lokale und regionale Nachrichten konzentrieren. Der Einsatz von öffentlichen Geldern für Aufgaben, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit der Produktion und der Verbreitung von Nachrichtensendungen via Fernsehen stehen würden, sei daher unzulässig. Der Anzeige von Barfi.ch schloss sich die Basler Zeitung (BaZ) an, wie das Unternehmen in seiner Donnerstagsausgabe bekannt gab. Das Online-Engagement von Telebasel sei ein Angriff auf private Medienunternehmen, schrieb die Zeitung in einem Kommentar. Der Angriff könne aufgrund staatlicher Subventionen risikolos geführt werden.

Telebasel: Änderungen abgesprochen

Telebasel argumentierte vor dem Neustart, dass es rund 70 Prozent seiner Erträge mit Werbung erwirtschafte. Nur 30 Prozent entfielen auf die Konzessionsgelder. Der Sender versteht sich daher als privates Medienunternehmen. Zudem sei die Neuausrichtung mit dem Bakom abgesprochen. Telebasel beschäftigt aktuell 120 Mitarbeitende. Die Konzession für den Betrieb eines Regionalfernsehens ist im Besitz der Stiftung Telebasel. Der Sender ging 1993 als Stadtkanal auf Sendung und heisst seit 1997 Telebasel. (SDA)

Y&R Group Switzerland: Die Trends des Jahres 2016

2016 wird ein Jahr der evolutionären, aber beschleunigten Entwicklung werden. Keine Revolution also, aber ein Wandel mit exponentiellem Verlauf. So fassen es die Trendforscher der Y&R Group Switzerland zusammen.

Ein gutes Indiz hierfür sind die dominierenden Themen der Consumer Electronics Show (CES) anfangs Januar 2016 in Las Vegas: Self Driving Cars, Drohnen, das Internet of Things, Roboter oder Wearables sind allesamt keine völlig neuen Entwicklungen. Aber vieles, was vor kurzem noch als utopisch oder zumindest experimentell galt, hat inzwischen Marktreife erlangt und wird Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig prägen.

Im Bereich von Marketing, Medien und Technologie sind insbesondere die folgenden Trends erwähnenswert:

Messaging Apps

Nicht etwa das Telefonieren, sondern das Versenden von Nachrichten ist heute der Hauptverwendungszweck von Smartphones in der Schweiz. Wie der Media Use Index der Y&R Group Switzerland belegt, schreiben 63% der Schweizer Bevölkerung täglich Nachrichten, 54% lesen und schreiben E-Mails. Zum Telefonieren wird das Smartphone hingegen nur von 46% der Befragten jeden Tag genutzt.

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Auch auf globaler Ebene gewinnen Messaging Apps an Bedeutung und laufen sogar den Social Networks den Rang ab: Die vier grössten Messaging Apps haben zusammen mehr Nutzer als die vier grössten Social-Media-Plattformen, nämlich annähernd 3 Milliarden Monthly Active Users (Businessinsider.com). Führend ist WhatsApp, gefolgt vom Facebook Messenger, WeChat und Viber.
Das Beispiel von WeChat zeigt aber, dass Messaging Apps längst nicht nur für das Plaudern mit Freunden genutzt werden. Der aus China stammende Dienst erlaubt es seinen Benutzern auch ein Taxi zu bestellen, Tickets zu kaufen oder sogar Bankgeschäfte zu tätigen. Messaging Apps entwickeln sich zu universellen Service-Plattformen, zu einer «Fernbedienung des Lebens». Auch Facebook entwickelt den Messenger in diese Richtung weiter, wie etwa das Projekt «M» zeigt. Für Unternehmen wird es deshalb in Zukunft entscheidend sein, dass ihre Services über Messaging Apps verfügbar sind.

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Marketing Automation

Marketing Automation erlaubt es, im Rahmen einer digitalen Kampagne automatisch und individuell auf das Verhalten der Zielgruppe zu reagieren und so eine maximale Conversion zu erzielen. Ein Unternehmen, das zu einem Event einlädt, kann beispielweise unterschiedliche Prozesse aufsetzen für Personen, welche sich a) anmelden, b) abmelden und c) nicht reagieren. So erhalten etwa die Angemeldeten einen Reminder kurz vor der Veranstaltung, während bei einer fehlenden Reaktion über zusätzliche Kanäle Nachfass-Massnahmen ausgespielt werden.

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Eine weitere Stufe der Marketing Automation besteht darin, unterschiedliche Kampagnen für einzelne Zielgruppen-Segmente zu fahren. Derart komplexe Abläufe waren bis vor kurzer Zeit ein organisatorischer Albtraum, sind allerdings heute mit spezialisierter Software automatisch und effizient zu bewältigen. Mit Adobe Campaign, Marketo, Silverpop oder Autopilot stehen Lösungen zur Verfügung, um alle Abläufe über sämtliche Kanäle zu managen.

Programmatic Buying

Im Bereich von Display Ads und Text Ads sorgt Programmatic Buying für noch effektivere Kampagnen als die derzeit üblichen Fixplatzierungen. Denn während bei Fixplatzierungen der Werbetreibende aufgrund relativ grober Kategorien definiert, wer eine Kampagne zu sehen bekommt, wird dies beim Programmatic Buying durch Software gesteuert. Diese optimiert eine laufende Kampagne kontinuierlich bezüglich Conversions und Kosten. Innert 120 Millisekunden wertet sie eine Vielzahl an Parametern aus und entscheidet so für jede einzelne Werbeeinblendung, welches Werbemittel angezeigt wird. Programmatic Buying erlaubt es zugleich, über ein einziges Cockpit Kampagnen weltweit zu schalten.

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Virtual Reality & Augmented Reality

Die bevorstehende Markteinführung des 3D VR Headsets Oculus Rift markiert einen Meilenstein im Bereich der Virtual Reality. Dass die Consumer Version innert 24 Stunden nach Verkaufsstart für vier Monate ausverkauft war, zeigt die hohe Akzeptanz dieser Technologie bei den Konsumenten – trotz eines Verkaufspreises von 599 US Dollar.

Werden VR Headsets vielfach noch als reines Gamer-Accessoire verstanden, so zeichnen sich inzwischen vielfältige Einsatzmöglichkeiten ab – auch im professionellen Umfeld. Architekten etwa können Räume und Gebäude bereits in der Planungsphase virtuell begehbar machen, während die Psychiatrie auf neue Behandlungsmethoden bei posttraumatischen Belastungsstörungen oder bei Phobien hofft.

Dass Virtual Reality einer der wichtigsten Trends des Jahres 2016 ist, zeigt auch die Vielfalt an Lösungen, welche dieses Jahr erscheinen: Sie reichen von einfachen Cardboards (bei denen ein Smartphone als Bildschirm dient) über die Playstation VR bis hin zur hochpreisigen HTC Vive.

Noch nicht ganz marktreif sind derzeit die Lösungen im Bereich der Augmented Reality. Google Glass oder Microsoft HoloLens zeigen aber bereits das Potential, welches in dieser Technologie steckt. Viele Unternehmen investieren massiv in diesen Bereich – was eindrücklich die über 800 Millionen US Dollar Venture Capital belegen, welche Magic Leap für eine Entwicklung erhielt, von der erst einige Screenshots und Animationen an die Öffentlichkeit gelangt sind.

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Internet of Things

Auch das Internet of Things (IoT) gehört zu den wichtigen Trends des Jahres 2016. Während sich das Interesse allerdings oft auf die einzelnen Produkte (die «Things») und deren Features konzentriert, verkennen Konsumenten und Unternehmen noch oft die Bedeutung der Daten, welche das IoT generiert.

Am Beispiel des von Google für eine Rekordsumme aufgekauften Home-Automation-Anbieters Nest Labs lässt sich zeigen, dass bereits die Raumtemperatur-Einstellungen Rückschlüsse auf das Verhalten einer Familie ziehen lassen. Die Aussagekraft dieser Daten steigt um ein Vielfaches, wenn sie mit den Daten zusätzlicher vernetzter Geräte kombiniert werden. Dies erklärt, warum derzeit alle namhaften Technologieunternehmen versuchen, einen Standard für die Vernetzung von Smart-Home- und anderen IoT-Komponenten zu etablieren.

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Personal Digital Assistants

Apple Siri, Google Now und Microsoft Cortana geben uns derzeit einen Vorgeschmack darauf, was wir von digitalen Assistenten mit künstlicher Intelligenz erwarten können. Auch Amazon hat sich mit Echo eine gute Ausgangslage insbesondere als Smart-Home-Plattform geschaffen. Alle diese Lösungen überzeugen durch ihre Sprachsteuerung, scheitern allerdings noch daran, kostenpflichtige Transaktionen auszuführen.

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Hier sind textbasierte Systeme teilweise weiter. Sowohl die Messaging App WeChat als auch der im Facebook Messenger integrierte Dienst «Assist» erlauben es zum Beispiel, über Textnachrichten ein Taxi anzufordern, einen Restauranttisch zu reservieren oder Blumen zu bestellen. Es zeichnet sich ab, dass Konsumenten viele Transaktionen bald nicht mehr über ein Telefongespräch oder eine Web-Oberfläche, sondern über Nachrichten in natürlicher Sprache tätigen werden.

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Swiss Poster Award: Nominationen stehen fest

Die Nominierten für den Swiss Poster Award 2015 stehen fest. Aus über 239 eingereichten Kampagnen hat die Jury 29 Kreationen ermittelt.

Alle Nominierten wurden bereits persönlich informiert. Wer es ist, bleibt bis zur Verleihung geheim. Diese Neuerung soll die Spannung an der Verleihung erhöhen, erklärt APG|SGA auf Anfrage der Werbewoche. Nominierte und Gewinner werden mit einer grossen Show an der Swiss Poster Night im Maag-Areal bekannt geben. Die «APG|SGA Poster Night» findet am 10. März 2016 in der Maag Halle in Zürich statt.

Neue Formate, überraschende Sujets

Im Dezember 2015 traf sich die zwanzigköpfige, unabhängige Fachjury mit renommierten Persönlichkeiten aus Werbung, Kultur und Design zur Bewertung der eingereichten Kampagnen. «Die Aufgabe der Jury war es, aus über 239 Wettbewerbseingaben der Kategorien Commercial National, Commercial Local and Regional, Public Service, Culture, Digital Out of Home und Poster Innovations die 29 besten und erfolgreichsten Kreationen auszuwählen und auszuzeichnen. 2015 war ein insgesamt ausserordentlich spannendes Aussenwerbejahr, das uns mit neuen Formaten, überraschenden Sujets und mit Excellenz im Bewährten überzeugt hat», so der Jurypräsident Christian Brändle.

Im Mittelpunkt der Bewertung standen: Originalität der Idee, innovative Ansätze und Inspiration, plakative Umsetzung der Werbebotschaft, kommunikative Nachhaltigkeit, grafische und gestalterische Ausführung sowie Typografie.

Die Preisträger des Swiss Poster Award 2015 werden am 10. März 2016 im Rahmen der «APG|SGA Poster Night» feierlich bekanntgegeben. Höhepunkt des Abends ist die Verleihung des Titels «Poster of the Year». Die grosse Show mit zahlreichen Gästen findet in der Maag Halle in Zürich statt und wird vom Schweizer Radio- und Fernsehmoderator Röbi Koller präsentiert.

Die Verleihung des Swiss Poster Awards wird jährlich durchgeführt. Der Award unterstreicht die Bedeutung des Plakats im Intermediawettbewerb und dokumentiert die Vielfältigkeit, Kreativität und Impact-Stärke der Aussenwerbung in der Schweiz. Der Wettbewerb kann beim Kreativranking der Werbewoche angerechnet werden.
 

Neues Werbewoche-Format: Branchenreports

Die Werbewoche bietet ab sofort ein neues Format, den Werbewoche-Branchenreport. Und auch bei der Werbewoche ändert sich in naher Zukunft einiges.

Der Branchenreport ist eine neue, 16-seitige Sonder­publikation, die künftig sechsmal im Jahr unter dem Label Werbewoche erscheint und verschiedene Ausschnitte unserer Branche ganz gezielt beleuchtet.

Dabei geht es uns nicht darum, den Status quo im jeweiligen Segment festzuhalten, sondern Visionen für die nahe Zukunft zu entwerfen und wegweisende Praxisbeispiele zu präsentieren, von denen Sie sich im Tagesgeschäft anregen lassen können. Vordenker, Trendsetter und wichtige Vertreter des betreffenden Branchensegments – national sowie international – kommen im Branchenreport zu Wort.

Der erste Branchenreport zum Thema Marketing erscheint am 26. Februar und wird gemeinsam mit der Werbewoche 4/2016 an alle Abonnenten versandt. In dieser Ausgabe lesen Sie zum Beispiel einen Beitrag von Mirko Kaminski zum Thema Story­doing und ein Interview mit dem Autor und international führenden Experten in Marketing-Hirnforschung Hans-Georg Häusel.

Es folgen:

Branchenreport Digital
15. April; mit Werbewoche 7/2016

Branchenreport Werbung
27. Mai; zum Tag der Werbung mit dem
«Werbewoche-Werber des Jahres 2016»

Branchenreport Content-Marketing
15. Juli; mit Werbewoche 12/2016

Branchenreport Direct
18. November; mit Werbewoche 19/2016

Branchenreport Branchenbilanz
16. Dezember; mit Werbewoche 21/2016

Die Branchenreports bieten unseren Abonnenten zusätzlich zur Werbewoche einen prägnanten Überblick über den aktuellen Stand im betreffenden Branchensegment und Werbetreibenden die Möglichkeit einer sehr gezielten Zielgruppen­ansprache. Die Branchenreports sind für Nicht-Abonnenten auch separat bestellbar. Bestellungen richten Sie bitte an [email protected].

Sie möchten als Inserent im Branchenreport vertreten sein? Alle Infos finden Sie hier.

Werbewoche: Relaunch

Ausserdem bieten Ihnen die ersten vier Branchenreports schon einmal einen Vorgeschmack auf die neue Printausgabe der Werbewoche, wie sie nach unserer Sommerpause aussehen wird. Denn wir arbeiten derzeit an einem Relaunch der Werbewoche, die ab dem 19. August Print und Digital in neuem Format, neuem Gewand und mit neuen Inhalten begeistert. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Nur dieses: Sie dürfen sehr gespannt sein.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin Werbewoche

E-Commerce Trend Dezember 2015

Der Bruttowerbedruck des E-Commerce Werbemarkts lag im Dezember bei 58,2 Millionen Bruttofranken und damit deutlich unter dem Vormonatswert (65,5 Millionen). Im Vorjahresvergleich liegt der Werbedruck im Dezember 5,2 Prozent höher.

Der Anteil am gesamten Werbemarkt liegt wie im Vormonat bei 11,4 Prozent. Dies zeigt der E-Commerce Trend Report 2015 von Media Focus zur Entwicklung der Werbung im Schweizer E-Commerce.
 

Consumer Electronics erstmals unter den Top 3

Unter den Top 3 der Marktkategorien fällt auf, dass Consumer Electronics erstmals seit Monaten unter den Top 3 mitmischt. Diese Platzierung ist aber nicht nur einer Mehrinvestition in der Kategorie selbst geschuldet, es sind auch die Kategorie Travel die mit einem Minus von 0,5 Millionen Franken den dritten Platz der letzten Monate abgegeben hat. Der erste Platz wird weiterhin von der Kategorie Search & Find belegt die sich im Dezember mit einem kleineren Werbedruck von 7,7 Millionen Franken zeigt (-5,3 Millionen Franken). Bei den Top Brands stechen zwei grosse Veränderungen besonders heraus: Erstmals in der Kategorie Travel hat es Twerenbold an vorderste Front geschafft und die Kategorie Finance wird neu von Swissquote angeführt.

Der Media Mix im Umbruch

Im Dezember wurde im Media Mix weniger in Print (-5 Prozent), in TV (-4 Prozent), Out-of-Home (-1 Prozent) und Online-Display (-2 Prozent) investiert. Dafür zeigt sich bei Search Advertising ein markantes Plus von elf Prozent gegenüber dem Vormonat. Dieser Anstieg ist vor allem den Bereichen Search & Find (+18 Prozent) und Clothing & Accessories (+15 Prozent) geschuldet.

Im Rückblick zeigen sich die Trends

Im Rückblick auf das letzte Halbjahr zeigt sich deutlich, in der Kategorie Search & Find haben von Juli bis Dezember 2015 monatlich rund zehn Brands mehr Werbung gemacht. Mit aktuell 256 Brands ist sie auf Platz zwei der am Stärksten umkämpften Kategorien. Auf Platz eins ist mit 497 Brands im Dezember die Kategorie Clothing & Accessories, eines der am Stärksten umkämpften Onlinegeschäfte überhaupt. Hier zeigt sich: Im letzten Halbjahr haben in dieser Kategorie aber monatlich nur durchschnittlich fünf Brands mehr um die Gunst der Käufer geworben. Um in dieser Kategorie erfolgreich mitmischen zu können, muss man entweder hohe finanzielle Mittel einsetzen oder sich von der Masse abheben.

Gesamtmarkt

Entwicklung des E-Commerce Werbedrucks per Dezember 2015

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Media Mix

Dezember 2015

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Top 10 Kategorien

Werbeanteile der eCommerce Brands im Dezember 2015

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Hier gibt es den vollständigen E-Commerce Trend mit tabellarischer Trendindikation für 28 unterschiedliche eCommerce-Märkte sowie methodische Hinweise als Download.

Freundliche Grüsse: Das erste Duschgel zum Trinken

Anhand eines fiktiven Produktes klärt die neue Kampagne des Verbands Schweizer Markt- und Sozialforschung (VSMS) über den persönlichen Nutzen von Marktforschung auf und möchte die Schweizer Bevölkerung zur Teilnahme an Umfragen motivieren.

Der Verband lanciert damit den dritten Flight seiner Aufklärungskampagne «Ihre Meinung entscheidet mit». Bereits mit den ersten beiden Kampagnen (2012, 2014) ist es laut Mitteilung sehr gut gelungen, das Ziel der Aufmerksamkeits- und Bekanntheitssteigerung zu erreichen: «Die Rückmeldungen bei der Geschäftsstelle und aktive Teilnahmeanfragen bestätigen, dass die Kampagne gut ankommt und die Botschaft angenommen wird. Nur durch eine aktive Kommunikation kann der Nutzen von Markt- und Sozialforschung aufgezeigt werden», so Susan Shaw, Präsidentin des VSMS.

Dieser Nutzen soll mit dem neuen Auftritt noch emotionaler und pointierter transportiert werden. Herzstück der Kampagne ist ein TV-Spot, in dem ein neuartiges Produkt gelauncht wird – das trinkbare Duschgel «Jetset» mit Prosecco-Geschmack. Der Spot dramatisiert die Botschaft, dass man durch die Teilnahme an Umfragen seiner Meinung Gehör verschaffen und so Produkte mitgestalten kann.

https://www.youtube.com/watch?v=cskdqmoWZjA

Der Film läuft seit Weihnachten 2015 in mehreren Wellen in der Deutsch- und Westschweiz. Anzeigen in diversen Tages- und Sonntagszeitungen, Online-Banner sowie die Kampagnenwebsite sollen die Botschaft weiter stärken.

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Verantwortlich beim Verband Schweizer Markt- und Sozialforschung: Mitja Ruggle (Gesamtverantwortung), Nicole Siegrist (Geschäftsführung), Susan Shaw (Präsidentin). Verantwortlich bei Freundliche Grüsse: Res Matthys, Karsten Friemel (Creative Direction), Max Benrath (Text), Anne Dikkerboom (Online), Mr. Bob Films (Filmproduktion), Christopher Schlierf, Benjamin Kratzin (Regie), Daniel Krebs, Tino Bungert (Produktion), Px1 (Fotografie und Printproduktion).
 

Gemi Dezember 2015: Elektronische Medien zum Jahresende im Steigflug

TV, Radio, Internet und Digital out of Home legten im letzten Monat des Jahres 2015 nochmals zu. Zum Teil sogar massiv.

Einzig Teletext musste einen Rückgang hinnehmen. Insgesamt führte dies zu einer erneuten markanten Zunahme für die elektronischen Medien, während der Gesamtmarkt nur gering zulegte. Das zeigen die Zahlen des Goldbach Index (Gemi) zum Werbedruck im Dezember 2015.

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Das Jahr 2015 schliesst für die elektronischen Medien sehr erfreulich. TV legt um drei auf neu 670 Punkte zu und präsentiert sich auf dem höchsten je gemessenen Wert. Auch der Bereich Radio konnte auf 390 Punkte zulegen. Mit einer Zunahme von fünf Punkten sogar so stark wie seit Oktober 2013 nicht mehr. Sogar um 25 Punkte steigerte sich die Sparte Internet und schliesst auf dem Rekordwert von 917 Punkten. Alles übertroffen hat im Monat Dezember jedoch der Bereich Digital out of Home. Ganze 115 Punkte betrug die Zunahme. Und die nun erreichten 815 Punkte bilden auch hier einen Rekordwert.

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Folgerichtig präsentieren sich auch die elektronischen Medien gesamthaft mit 672 Punkten, dank der Zunahme um fünf Punkte, auf einem neuen Höchststand. Dies trotz Rückgang um vier auf neu 39 Punkte für den Bereich Teletext. Währenddessen konnte der Gesamtmarkt nur um einen auf neu 240 Punkte zulegen. Verglichen mit den Vorjahreswerten legte Digital out of Home um 23 Prozent, Internet um 19 Prozent und TV um zwei Prozent zu. Radio verlor zwei Prozent, Teletext sogar 20 Prozent. Die elektronischen Medien steigerten sich um 3 Prozent während der Gesamtmarkt nur um ein Prozent zulegen konnte.
 

NP8-Initianten gründen Verein

Seit einem halben Jahr ist die Newsportal-Plattform «NP8» produktiv im Einsatz. Nun haben die Initianten für den Ausbau der Lösung einen Verein gegründet.

Vor rund eineinhalb Jahren haben Somedia in Chur und Gassmann in Biel gemeinsam die Entwicklung der Newsportal-Plattform «NP8» in Auftrag gegeben. NP8 ist eine auf Drupal 8 basierende Newsportal-Lösung. Als Gesamtlösung konzipiert, kümmert sich NP8 nicht nur um die Kommerzialisierung der Inhalte, sondern deckt viele Bereiche rundherum ab, von der Einbindung der lokalen B2B-Kunden bis zur Personalisierung der Inhalte. Das Vorhaben wurde von den SWS Medien in Willisau von Anfang an unterstützt. Seither konnten die Portale Suedostschweiz.ch, Willisauerbote.ch, Seetalerbote.ch und Letemps.ch von Ringier auf der Basis von NP8 neu lanciert werden.

Nun haben die Initianten zur Intensivierung ihrer Zusammenarbeit den «Media Commons Verein» gegründet. NP8 ist das erste Produkt, in Zukunft sollen weitere Projekte zusammen lanciert werden. Und der Verein soll wachsen: Mit weiteren Medienunternehmen werden Gespräche über eine Mitgliedschaft geführt. 2016 werden ausserdem zumindest Zol.ch und Bielertagblatt.ch auf der Basis von NP8 neu lanciert.

Eines der Hauptziele des Vereins ist die Bündelung von Entwicklungs-Budgets und eine damit verbundene Kostenreduktion. Die Mitglieder entwickeln und warten die technische Basis der Newsportal-Plattform gemeinsam und beraten sich beim «à jour Halten». Branchenübliche Funktionalitäten werden gemeinsam spezifiziert und entwickelt. (hae/pd)

Westschweizer Raucher sollen dank Facebook aufhören können

In der Westschweiz sollen diesen Frühling tausende Raucher dank Facebook von den Zigaretten wegkommen. Dafür wird eine Kampagne in allen französischsprachigen Kantonen lanciert.

Erste Versuche im Wallis im vergangenen Herbst verliefen ermutigend. «Zwischen 4000 und 6000 Westschweizer könnten dank Facebook aufhören zu rauchen», hofft Roland Savioz, der das Präventionsprojekt konzipiert hat. Bei einem Versuch im Wallis schrieben sich im September rund 1000 Personen ein, über die Hälfte hörte mit dem Rauchen auf. Das von verschiedenen Westschweizer Präventionsorganisationen lancierte Projekt setzt auf den positiven Druck von Gruppen. Wer aufhören will, soll bis am ersten Frühlingstag am 20. März der jeweiligen Gruppe seines Wohnkantons auf Facebook beitreten. Während sechs Monaten erhalten die Teilnehmer danach Ratschläge zum Abgewöhnen des Rauchens.

Der Trick des Programms ist, dass die Teilnehmer nicht allein sind. «Das körperliche Verlangen nach einer Zigarette dauert ungefähr drei Minuten», sagte Alexandre Dubuis, Koordinator des Programms in der Westschweiz, am Mittwoch vor den Medien in Neuenburg. Facebook statt Zigarette Während dieser Zeit sollen die Entzugswilligen auf Facebook gehen, Kommentare schreiben und die Erfahrungen anderer Personen lesen, bis das Verlangen vorbeigegangen ist. Die Organisatoren haben eine Zielgruppe zwischen 26 und 34 Jahren im Visier. Der Fonds zur Tabakprävention finanziert das Programm mit 600'000 Franken. Ebenso viel sollen die Kantone beisteuern. Nach Angaben der Organisatoren wird das Projekt zunächst nicht auf die Deutschschweiz ausgeweitet. (SDA)

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