Manfred Strobl wird neuer Chef von OMD Schweiz

Manfred Strobl wird neuer CEO bei der Mediaagentur OMD Schweiz. Der 46-Jährige folgt auf Christof Kaufmann, der per 1. August 2010 zu Aegis Media Schweiz wechselt.

Manfred Strobl leitet seit 2005 als Executive Managing Director den Standort Optimedia Frankfurt innerhalb der VivaKi-Group (Publicis). Der Betriebswirt hat seither unter anderem für HP, Nestlé, Richemont, Kao Brands, Entega, Fidelity und andere Kunden gearbeitet. Strobl begann seine berufliche Laufbahn 1986 im Research und im Internal Consulting, unter anderen bei Roland Berger und Philip Morris in München. Später war er für Marketing Services bei der Lancaster Group verantwortlich, wo er Mitte der 90er Jahre auch die Mediaplanung für das Kosmetik-Premiumsegment aufbaute. Daran anschliessend folgte für die Verlagsgruppe Milchstrasse die Gründung einer eigenen Sales-Niederlassung in Frankfurt.
Manfred Strobl graduierte im Jahr 2000 in den Niederlanden und in den USA als MBA und MBI und war in dieser Zeit auch in Frankreich bei einem Internet-Start-Up engagiert sowie bei Dell (Texas) in Internet-spezifischen Projekten aktiv. Darauf folgend war er rund vier Jahre als Marketing Teamleiter in der Pharmaindustrie (Eli Lilly) tätig.

Tatort: Neuer Internetauftritt für den Oeschinensee

Seit Sonntagabend verfügt die Tourismusregion Kandersteg Oeschinensee über eine neue Onlinepräsenz. Die Berner Design- und Kommunikationsagentur Tatort hat die Website einem Relaunch unterzogen.

Ziel war, einen zeitgemässen und benutzerfreundlichen Webauftritt zu realisieren, der gluschtig macht auf die Naturlandschaften des Berner Oberlandes am Rand des Unesco-Welterbes Jungfrau-Aletsch. Das grafische Konzept, das Design der Site sowie das Flash-Intro stammen von Tatort. Die technische Umsetzung übernahm Jolimontdesign, Bern.

Verantwortlich beim Hotel-Restaurant Oeschinensee, Kandersteg: Christoph Wandfluh. Verantwortlich bei Tatort Kommunikation & Design, Bern: Diobe Wyss (Idee und Kreation), Francisco Rojas (CD). Übersetzung: Pam Adams, Kandersteg. Fotoaufnahmen: Christoph Wandfluh.

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Cognita verstärkt Verwaltungsrat

Die Medienbeobachterin Cognita hat ihren Verwaltungsrat um zwei Mitglieder verstärkt. Die Generalversammlung wählte die beiden Internetunternehmer Daniel Grossen und Martin Schlatter Villiger in das Gremium.

Grossen ist Gründer und CEO von Scout24 Schweiz. Er hat das Portal zusammen mit der Media Swiss Group im Dezember 2007 an den Ringier-Verlag verkauft. Schlatter Villiger hat sein Unternehmen Minick im Dezember 2006 an die Swisscom veräussert und ist heute in mehreren Start-Ups engagiert. Beide unterstützen Cognita in der weiteren Marktentwicklung und werden das Gründerteam in strategischen Fragen entscheidend begleiten, wie die Medienbeobachterin am Montag mitteilte.

Publigroupe: Mehrheit an Online-Vermarkter übernommen

Die Inseratevermittlerin Publigroupe übernimmt 75 Prozent an der Schweizer Onlinemarketingagentur Instanz. Die Gründer Andi Hess und Marc Pittner bleiben mit 25 Prozent an der Unternehmensgruppe beteiligt und führen die Agentur zusammen mit der dritten Gründerin Mirjam Gschank auch in Zukunft.

Instanz wurde im Jahre 1993 als Kommunikationsagentur gegründet, richtete sich jedoch seit 2005 verstärkt auf das Segment Online-Performance-Marketing aus. Die Firma beschäftigt 18 Mitarbeitende am Standort Zürich. Der Schwerpunkt der Unternehmensgruppe, zu der auch Medialution sowie Affiliate Media gehören, bildet der optimierte Einsatz diverser Onlinekanälen (Display, Search, Affiliate Marketing).

ROG: «Feinde der Pressefreiheit» auf Liste gesetzt

Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit hat die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) die Behinderung von Journalisten in vielen Ländern der Welt scharf kritisiert. Sie veröffentlichte am Montag eine Liste mit den 40 Politikern und Gruppierungen, die ihrer Ansicht nach die Pressefreiheit am meisten verletzen.

Bei den «Presse-Räubern» handle es sich um Präsidenten, Minister, religiöse Oberhäupter und bewaffnete Gruppen, erklärte die Organisation in Paris. Diese rückten mit Zensur, Gefängnis, Entführungen, Folter und im schlimmsten Fall Mord den Journalisten zu Leibe. Auf der Liste stehen 17 Präsidenten oder Ministerpräsidenten, wie der chinesische Staatschef Hu Jintao, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin, Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi und der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Als bewaffnete Untergrundorganisationen nannte die Organisation unter anderen die baskische ETA und die FARC-Guerilla. Als Unterdrücker der Pressefreiheit wird auch Talibanchef Mullah Omar genannt. Erwähnt werden in diesem Zusammenhang auch das israelische Verteidigungsministerium sowie die radikalislamische Hamas.

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Gutenberg Museum zeigt umstrittene Plakate

Über 60 Plakate mit Zündstoff sind bis Ende Juni in Freiburg zu sehen: Unter dem Titel «So nicht! » zeigt das Gutenberg Museum Affichen aus drei Jahrhunderten, die in der Schweiz einst für grossen Wirbel sorgten.

Zu sehen sind «Klassiker» wie die Benetton-Serie aus den 1990er Jahren – die Textilfirma warb mit sterbenden Aidskranken und blutigen Uniformen für ihre Kleider. Auch die entblössten Hinterteile der als sexistisch empfundenen Sloggi-Werbung und die nackte Haut einer Kampagne für Rifle-Jeans fehlen nicht. Die Ausstellung vom 6. Mai bis 27. Juni zeigt aber auch Plakate, die einst für rote Köpfe sorgten und inzwischen längst in Vergessenheit geraten sind. Es lasse sich erahnen, welche Moral, Mentalität und visuelle Kultur in der jeweiligen Epoche herrschten, teilten die Ausstellungsmacher am Montag mit. So fiel das älteste Plakat der Ausstellung, eine Affiche für die Landesausstellung 1883, wegen seiner als antiquiert befundenen grafischen Gestaltung in Ungnade. Aus einem ganz anderen Grund kämpften die Wirte 1947 gegen den Mineralwasser-Slogan «Trink lieber Eptinger»: Sie fürchteten einen Rückgang des Alkoholkonsums.

Das schwarze Schaf der SVP
Auch politische Plakate erhitzten des öftern die Gemüter. Bis 1990 wurden insgesamt zehn Plakate aus politischen Gründen verboten – sie stammten allesamt von linker Seite. Das änderte sich mit dem offensiven Auftreten der SVP ab den 1990er Jahren. Für besonderes Aufsehen sorgte 2007 das schwarze Schaf auf dem Plakat zur Ausschaffungsinitiative. Noch mehr Wirbel löste Ende 2009 das Anti-Minarett-Plakat aus, das den Verantwortlichen aus dem rechten Lager sogar einen Rüffel der Uno-Menschenrechtskommission eintrug. Eine Seltenheit sind blasphemische Plakate, wie die Ausstellungsmacher weiter schreiben. Unerwünscht war aber in der Vergangenheit die Abwandlung religiöser Bilder, etwa der Missbrauch von Leonardos «Abendmahl» für Küchengeräte-Werbung.

Anti-Aids-Kampagnen und die Kirche
Auch die Stop-Aids-Kampagnen riefen immer wieder Christen auf den Plan. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) titelte 2003: «Grüss Gott, Herr Pfarrer, wenn Rom es schon nicht gerne hört, dass Sie über Verhütung sprechen, reden Sie doch über Präservative.» Die Bischofskonferenz verlangte den Rückzug des Plakates, da es die Religion verspotte. Nach einer Aussprache zog das BAG das Plakat zurück. Die meisten der in Freiburg gezeigten Plakate stammen aus der Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel.

Curious About: Konzepter gründet eigene Agentur

Renato Soldenhoff, Konzepter bei Rufener Events BSW, wagte auf den 1. April 2010 den Sprung in die Selbstständigkeit. Soldenhoff hat eine eigene Firma für Konzeption und Prozess Design mit dem Namen Curious About gegründet.

Soldenhoff arbeitet on- und offline. Alle Projekte begleitet der 30-Jährige mit einem Projekt-Wiki. Kunden haben damit jederzeit die Möglichkeit, den aktuellen Stand des Projekts online zu überprüfen und eigenen Input zu liefern. In seiner zweijährigen Anstellung für Rufener Events BSW arbeitete Renato Soldenhoff beispielsweise für die World Expo 2010, Bacardi-Martini oder den Zürcher Verkehrsverbund. Zudem war er für den Relaunch von Rufenerevents.ch zuständig und führte eine agenturinterne Wissensplattform ein mit dem Ziel, die internen Abläufe zu optimieren. Soldenhoff hat weiterhin ein Mandat als Konzepter für Rufener Events BSW.

Etat: Rod gewinnt Sinalco

Die junge Zürcher Kommunikationsagentur Rod vermeldet dieser Tage einen Etatgewinn: Im Rahmen einer Agenturevaluation konnte Rod die Entscheider von Ramseier Suisse für die Vergabe des Mandates von Sinalco überzeugen.

Erste Früchte der gemeinsamen Arbeit werden ab Sommer 2010 zu sehen sein, wie die Agentur in einer Mitteilung schreibt.

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Stress rappt für neuen Werbespot von Coop

Für eine neue Kampagne zum Thema «Biodiversität» setzt Coop erneut auf den Schweizer Musiker Andres Andrekson alias Stress. Ein in Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsfirma Combo Entertainment entstandener TV-Werbespot soll dabei zum kritischen Hinterfragen des eigenen Konsums anregen.

Die Lyrics handeln vom Herzschlag der Natur, vom letzten Dominostein, der nicht fallen darf und von der Wichtigkeit der Biodiversität. Alles hänge zusammen, bilde einen Kreislauf – wie eine endlose Kette von Dominosteinen, so die Begründung. Parallel dazu wurde unter Coop.ch/stressmusic eine Onlineplattform aufgeschaltet. Zu finden sind Infos rund um die Entstehung des Spots, der Songtext inklusive Übersetzungen sowie der Werbespot.

McCann: Für Valser Silence die Stille zelebriert

McCann Erickson hat nach dem gewonnen Pitch von Valser Mineralquellen eine Kampagne für das neue Valser Silence realisiert. Ziel war, eine klare Differenzierung zur bestehenden Produktpalette zu schaffen sowie den milden Charakter des Wassers zum Ausdruck zu bringen.

Das neue Wasser präsentiert sich in Print- und Plakatmotiven, am POP und Online in einer fliessend-puren und milden Umsetzung. Die Idee: Den Kern des Produkts, das Wasser, zum Kern der Werbung zu machen. Folgeumsetzungen, die dem kreativen Grundgedanken in den Bereichen Mode, Lifestyle und Design freien Raum lassen, sind bereits geplant.

Verantwortlichkeit Coca-Cola Schweiz: Joëlle Vock (Brand Manager Water Alpine & Adriatics). Verantwortlich bei McCann Erickson: Annika Seidel (Account Director), Thilo Boullion (Planning Director), Silke Wartenberg (Copy writer), Christine Manger (AD).

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SW: Doris Leuthard ist Kommunikatorin des Monats April

Bundespräsidentin Doris Leuthard wurde von der Schweizer Werbung SW zur Kommunikatorin des Monats April ernannt. Leuthard habe beim Gipfeltreffen über nukleare Sicherheit in Washington bewiesen, dass gute Kommunikation auch darin besteht, Unangenehmes anzusprechen.

Dies sei schwieriger und erfordere mehr Kommunikationsfähigkeit – und Persönlichkeit, so der Verband in einem Communiqué. Die Bundespräsidentin habe den USA klargemacht, dass die eigentliche Bedrohung für den terroristischen Missbrauch von Nuklearmaterial nicht in erster Linie vom zivilen Bereich, sondern vom militärischen ausgehe. «Und dort haben wir keine Kontrolle und keine Transparenz. Das ist ein Ungleichgewicht, das natürlich die Atommächte nicht anpacken wollen.» Der SW hat es gefallen, mit welchem Selbstverständnis Doris Leuthard ihre Botschaft angebracht hat. Andere hätten wohl eingeschüchtert ehrfürchtig lieber geschwiegen, als dieses Ungleichgewicht zwischen den Atommächten und kleineren, weniger mächtigen Staaten auf den Tisch zu bringen. Auch Mut gehöre zu guter Kommunikation. Mut, seine Botschaft konsequent anzubringen, wenn man sie als richtig erachtet – unabhängig von der Stellung der Adressaten.

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(Bild: Keystone)

Nach wie vor wenig Frauen in tagesaktuellen Medien

Frauen sind in den Schweizer Medien untervertreten – als Journalistinnen wie auch als zitierte Fachpersonen. Zu diesem Schluss kommt die Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG). Die Organisation liess eine Analyse der Schweizer Tagesnachrichten aus Geschlechterperspektive anfertigen.

Bei Nachrichten seien Frauen vor allem bei den Themen Erziehung und Jugend vertreten (38 Prozent). Hingegen sei ihre Präsenz in der Rubrik Wirtschaft mit 10 Prozent «sehr gering», schreibt die SKG. Bei den erwähnten Personen in den Medien seien Frauen mit 22 Prozent immer noch untervertreten sind. Frauen würden in der Mehrheit (55 Prozent) bei Meldungen über Kultur, Freizeit und Unterhaltung zitiert. Grundsätzlich würden Frauen oft beigezogen, wenn es darum gehe, die Stimme des Volkes wiederzugeben. Weit weniger seien sie jedoch als Expertinnen oder Autoritäten in den Medien vertreten.

Unterschiede zwischen Sprachregionen
«Was die Seite der Nachrichtenproduzentinnen anbelangt, werden nur 34 Prozent aller Meldungen von Frauen gezeichnet», heisst es im Communiqué. Wobei es zwischen den Sprachregionen Unterschiede gibt: Mit 31 Prozent in der Romandie und 44 Prozent im Tessin sind Journalistinnen dort präsenter als in der Deutschschweiz (23 Prozent). Ferner kommen Frauen als Autoritäten in der Deutschschweiz weniger oft vor als in der lateinischen Schweiz.
Seit 1995 wird alle fünf Jahre eine weltweite Analyse der Tagesnachrichten aus Geschlechterperspektive durchgeführt. Die Schweiz ist in diesem Jahr mit allen drei Sprachgruppen das erste Mal vertreten. Die Untersuchung beschränkt sich auf einen Tag und ist als eine Momentaufnahme der Medienarbeit zu verstehen. Um das Thema zu vertiefen, liess die SKG 284 Nachrichten zusätzlich auswerten, die von 332 Journalisten und Journalistinnen verfasst wurden und in denen 802 Personen erwähnt sind.

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