Profeta Kommunikation zeichnet Italien so schön wie im Film

Die Agentur Profeta Kommunikation setzt mit Novasol zu Höhenflügen an. Ein Direct-Mailing an die bestehende Kundschaft des Feriendomizilvermittlers soll auf das neu einzuführende CRM-Tool vorbereiten.

Als Leitidee diente die Aussage: «Italien, so schön wie ein Film». Das Hauptziel des Direct-Mailings lag einerseits in der Bewirtschaftung und Aktualisierung der Datenbank, andererseits in der Botschaftsübermittlung, dass das Unternehmen in Italien über 2‘600 Ferienhäuser und –Wohnungen verfügt. Als Response-Element wurde eine Rückantwortkarte mit versandt.
Die Aktion wurde unter anderem auch durch die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT mit Bildern unterstützt. Die Wettinger Agentur Profeta Kommunikation setzte Italien als Ferienstandort, aber auch als Filmkulisse in Szene. «La vita è bella» – Das Leben ist schön – aus dem melodramatischen, oskarprämierten Film von Roberto Benigni diente zugleich auch als Titelclaim.
Verantwortlich bei Profeta Kommunikation: Eugen Profeta (Konzept und Beratung und Texte), Othmar Gübeli (Layout/Bildbearbeitungen), Albin Girardet (Übersetzungen),Henri Lohner (Datenbewirtschaftung und – Aggregation), Dr. Thomas Conrad (Lektorat; Studiotextart). Verantwortlich bei Novasol: Michael Kypreos (Marktleiter Novasol Schweiz), Jeannette Schade, Corina Eberhard (Novasol Schweiz), Vito D’Elia (ENIT Schweiz).
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Bundesgericht gibt Journalist Recht: Einsicht in Bundesratsakten

Das Bundesgericht geht einen Schritt in Richtung öffentlicher Zugang zu Dokumenten von Bundesratsgeschäften. Ein Journalist erhält Einsicht in die Abgangsregelung von Walter Eberle, dem früheren EJPD-Generalsekretär in der Ära Blocher.

Zuvor hatte sich das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement und anschliessend das Bundesverwaltungsgericht gegen die Herausgabe des fraglichen Dokuments gestellt. Sie vertraten die Ansicht, dass der Antrag an den Gesamtbundesrat zur Genehmigung der Abgangsvereinbarung als Mitberichtsverfahren zu qualifizieren sei. Für Dokumente aus diesem Verfahren bestehe gemäss dem Öffentlichkeitsgesetz indessen kein Recht auf öffentlichen Zugang. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid in seiner Sitzung vom Mittwoch nun umgestossen und die Beschwerde des Journalisten, der die Einsicht verlangt hatte, gutgeheissen.
Die Abgangsregelung selber zählt nach Ansicht der Richter in Lausanne nicht zum Mitberichtsverfahren. Dieses beginne erst mit dem Antrag an den Gesamtbundesrat. Da die Abgangsregelung bereits zuvor erstellt worden ist, sei diese deshalb freizugeben. Seinen Entscheid hat das Gericht mit drei zu zwei Richterstimmen gefällt.

Eine Region unter der Lupe

Erdmannpeisker präsentiert Sommerfreuden im Lötschberger-Land.

Die Lötschberger-Ausflugsregion zwischen Bern, Brig und Zweisimmen hat viel zu bieten. Wie gross die Vielfalt an Ausflugs- und Freizeitmöglichkeiten ist, demonstriert Erdmannpeisker für BLS (Bern Lötschberg Simplon Bahn) seit letztem Jahr mit Illustrationen im sympathischen «Tim und Struppi»-Stil. Auf den Plakat- und Inseratesujets für die kommende Sommersaison kommt neu eine Lupe zum Einsatz. Sie lenkt den Blick gezielt auf die schönsten Aussichtspunkte, die beliebtesten Wanderwege und die spannendsten Familienausflüge in der Region.
Gleichzeitig doppeln die Bieler Kreativen für BLS mit einer aktualisierten Version des beliebten Reisebegleiters und der passenden Panoramakarte nach. Das kurzweilige Lesefutter für unterwegs ist konzipiert als «die ideale Ergänzung zur zentralen Vermarktungsplattform www.loetschberger.ch», wie CD Gabriel Peisker meint. Die gelungen typisierten Illustrationen stammen von Felix Reidenbach sowie Arne Rohweder.
Die verstärkte Werbung für die Region und ihre Ausflugsziele ist zu einem Thema geworden, nachdem seit Dezember 2007 immer mehr Reisende mit dem Zug durch den 4,3 Milliarden teuren Basistunnel des Lötschbergs rasen und dabei die landschaftlichen Schönheiten der alten Linie gar nicht mehr zu Gesicht bekommen. Für die Lötschberg-Originalstrecke ist im Rahmen der Kampagne auch der Markenbegriff «Lötschberger» für den Regio-Express über den Berg geschaffen worden. pan
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Schäumende Einfälle für belgisches Bier

Anfang Mai reiste eine achtköpfige Delegation nach Leuven bei Brüssel, um die Schweiz beim Best Yet zu vertreten – ein Highlight nicht nur für den Kreativnachwuchs. Die Aufgabe für die kreativen Köpfe unter 29 Jahren war, innerhalb von 24 Stunden eine Printkampagne für das Lagerbier Stella Artois zu entwickeln.

Als Team 1 traten Manuel Rohrer* (Contexta (4)) und Samuel Huber* (Miami Ad School (1)) an, als Team 2 Filip Wolfensberger* (Maxomedia (3)) und Dominic Zach* (bis April Maxomedia (5)). Begleitet wurden die Vier von Juror und Team-Coach Andreas Prokesch (6), Inhaber von Andreas Prokesch Konzepte & Texte, dem Delegierten Toni Vetterli ?vom Verband Schweizer Presse, Marco Hendriks (7) von Publicitas, die den Anlass für die Schweizer sponserte, sowie von der Werbewoche als Medienpartner. Einer der beiden Schweizer Entwürfe kam auf die Shortlist, leider aber nicht aufs Treppchen. Beim neunten Best Yet war es das englische Team – Julia Earthrowl (Grey) und Gavin Johnson (BMB), das den Sieg davontrug. Zu den besten jungen kreativen Köpfen Europas zählen ausserdem Yannick Pringels und Antoine de Bellefroid vom College of Advertising and Design Brüssel sowie Emmanuel Guillon und Alban Gallée von TBWA Paris. Weil Best Yet bereits in England und Belgien zu Gast war, wird der Anlass 2011 in der Heimat der Drittplatzierten, in Frankreich, stattfinden.
Anne-Friederike Wilhelm
* siehe auch «Köpfe der Woche» in dieser Ausgabe
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10 Jahre Festi’neuch

Cosmic Romandie kommuniziert Kultur.

Vier Tage lang Rock-Folk, Reggae, Electro und World Musik stehen auf dem Programm bei Festi’neuch. Das Festival in Neuenburg dauert von 3. bis 6. Juni und kann in diesem Jahr das 10-Jahr-Jubiläum feiern. Der Event startete in einer Eishalle und entwickelte sich später zu einem richtigen Open-Air. Das Festivalgelände befindet sich direkt am See und verspricht damit eine einmalige Stimmung für hoffentlich heisse Sommernächte. Im letzten Jahr haben 30 000 Besucher sich am Festi’neuch über die neusten Trends in Sachen Musik informiert. Das Festival wird von rund 70 Freiwilligen organisiert und umgesetzt über den Verein Festi Concept. Dazu braucht es für die vier Konzertbühnen über vier Tage noch rund 1’000 Helfer. Das Zielpublikum sind Leute zwischen 18 und 35 Jahren, vorwiegend aus dem Kanton Neuenburg. Mit einer in diesem Jubiläumsjahr etwas breiter gestreuten Kommunikation soll der Event aber auch im weiteren Land bekannt werden. Für diese umfassende Werbung sowie den neuen Gesamtauftritt ist die Agentur Cosmic Romandie betraut worden. Die Zusammenarbeit ist auf mindestens drei Jahre ausgerichtet, wie Suzanne Scherer von Cosmic in Neuchâtel sich freut. Das Kommunikationskonzept mit einem neuen visuellen Auftritt hat die Verantwortlichen des Fes¬tivals bei einem Pitch überzeugen können. Entwickelt wurden Plakate, Inserate, das Konzertprogramm sowie Blachen und viele weitere Werbemittel von T-Shirts über Sticker-Tattoos bis zu Trinkbechern.
Andreas Panzeri
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Rechtzeitig zur Fussball WM: Urs Meier mit neuem Werbeauftritt

Design Labor hat für Urs Meier einen neuen Werbeauftritt gestaltet. Die Zürcher Agentur entwarf die neue Website und überarbeitete das CD für Urs Meier Management.

Noch immer ist Urs Meier ein bekannter Fussballakteur der Schweiz. Als er Ende 2004 offiziell seine Schiedsrichterkarriere beendete, hatte er in 27 Jahren 883 Spiele geleitet. Ausserdem wurde er von einer Fachjury zum zweitbesten Schiedsrichter der Welt gewählt. Seit 1994 Fifa-Schiedsrichter leitete er einige Spiele der Weltmeisterschaften seit 1998. Heute ist Urs Meier als Unternehmer, Referent, Fussball-Experte, Buchautor und Botschafter für die Kindernothilfe engagiert. In der Planungsphase der neuen Website bestand die Hauptaufgabe der Agentur darin, sein Engagement mit einem frischen Design und einer freundlichen Usability zu unterstreichen, so die Agentur in einer Mitteilung.
Mit Online-Pressearbeit, Suchmaschinenwerbung und Empfehlungsmarketing soll die Markenbekanntheit der Urs Meier Management nachhaltig gesteigert werden. Im Zentrum der Werbemaßnahmen steht dabei immer die suchmaschinenfreundliche Webseite.
Verantwortlich bei Design Labor: Zoran Bozanic (Konzept und Webdesign), Ivan Stokic (Technik). Verantwortlich bei Urs Meier Management: Andrea Kratzer (Projektleiterin).
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Ogilvy: Ein guter Deal für einen guten Zweck

Ford lanciert in Zusammenarbeit mit Ogilvy ein attraktives Tauschgeschäft: Unter dem Motto «I love Transit» erhält der Käufer die Möglichkeit, einen guten Zweck zu erfüllen.

Wer einen neuen Ford Transit erwirbt, kann 4‘500 Franken in Form eines Gutscheins für Waren und Dienstleistungen seines Unternehmens anzahlen. Diese Beiträge werden anschliessend von Ford an gemeinnützige, ZEWO-zertifizierte Institutionen weitergeleitet.
Im Zentrum der Kommunikation steht das Schlüsselbild in Form einer Kinderzeichnung. Sie zeigt den Ablauf und vermittelt den positiven Nutzen der Aktion. Die crossmediale Kampagne wird Schweiz-weit mit Inseraten in der Tages- und Fachpresse, mit PR-Artikeln und einer Webseite unterstützt.
Verantwortlich bei Ford Motor Company (Switzerland) SA: Danijel Dzihic (Direktor Marketing), Giselle Vaugne (Leiterin Kommunikation), Raphael Schneider (Senior Brand Manager CV). Verantwortlich bei Ogilvy & Mather: Thomas Bolliger (Creative Direction), Priska Meyer (Art Direction), Stephanie van Ophuisen (Grafik), Marc Schwitter (Text), Dominik Abt, Theresa Wagner (Beratung).
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Top der Woche 2: Vernetzen und Netzwerke nutzen

Gegen 200 Fachleute nahmen am Dienstag im World Trade Center, Zürich, an der Mediarena 2010 der Goldbach-Media-Gruppe teil. Orientiert wurde über Entwicklungen im Bereich Social Media sowie Onlinevideowerbung und deren Nutzung.

Referenten waren unter anderen der Social Media Marketer Alexander Wunschel und Felix Mendes, Vizepräsident von Xing. Patrick Meininger, Strategie- und Entwicklungschef von Adconion, zeigte, wie sich die kommerzielle Kommunikation immer stärker der Push-Technologie bedient. Ulrich Tilgner, Nahostkorrespondent des Schweizer Fernsehens, berichtete über die Bedeutung des Internets im kriegsaktiven Orient. OnEmotion hat während der ganzen Veranstaltung eine eigens entwickelte iPhone-Applikation betrieben (iVote), mit welcher die Tagungsteilnehmer laufend darüber abstimmen konnten, ob und wie ihnen das Gebotene gefallen hat. Bereits seit einigen Jahren verleiht Goldbach Media den Cross Media Award. CEO Klaus Kappeler kündigte für nächstes Jahr zudem die Verleihung eines Social Media Award an. Damit wolle Goldbach Media zeigen, welche Bedeutung die Nutzung sozialer Netze einnehme und wie vielfältig Social Media Networking sein könne.

Paperidentity® Balance

Die Sihl + Eika bietet Entscheidungsträgern und Werbedienstleistenden aus allen Geschäftsbereichen bei der durchgängigen Papierauswahl die grösstmögliche Unterstützung an.

Sie können dabei auf erfahrene Fachberater zählen, die dank ihres langjährigen Know-hows wissen, auf was es bei der imagegerechten und unternehmensspezifischen Auswahl der Druckmedien ankommt. Dank dieser Erfahrungsbasis hat Sihl + Eika auch das einmalige Dienstleistungskonzept PaperIdentity® weiterentwickelt.
Neben den drei Qualitätslevels «Premium», «Excellence» und «Royal» bietet Sihl + Eika nun auch das neue PaperIdentity®-Set «Balance» an. Mit «Balance» lassen sich CI-konforme Druckerzeugnisse produzieren, die der Corporate Sustainability gerecht werden und dem Bedürfnis, die ökologische Verantwortung wahrzunehmen, in idealer Weise nachkommt. Ob für Ihre Drucksachen, Kuverts oder als Kopierpapier!
Innerhalb der Qualitätsstufen «Premium» und «Excellence» können Sie zwischen drei Sets in den Nuancen Highwhite, White und Ivory auswählen. Die Qualität «Royal» beinhaltet bewusst nur ein Set in klassischem Weiss. Das Set «Balance», das aus Recyclingpapieren zusammengestellt ist, überrascht mit seiner hohen Weisse, die einem Frischfaserpapier in praktisch nichts nachsteht.
Die PaperIdentity®-Sets sind das ideale Hilfsmittel, wenn es darum geht, ein Corporate Design auf Papier zu bringen. Nicht irgendein Papier, versteht sich. Entsprechend dem Unternehmensimage wählen Sie Ihre Qualität und Farbnuance aus und erhalten ein durchgängiges Sortiment und dadurch einen wesentlichen Mehrwert in der Kommunikation.
Das erweiterte PaperIdentity®-Angebot wird durch die weltweit einzigartige Online-Plattform www.paperidentity.com unterstützt, die ebenfalls unter den Vorgaben «Einfach. Durchgängig. Konsequent.» gestaltet wurde.

ADC Gipfel Report

Premiere Erstmals hat der ADC-Gipfel der Kreativität in Frankfurt stattgefunden. Nachdem 17 Jahre lang Berlin die Ehre hatte, wurde die grösste Show der deutschen Kreativwirtschaft in einem Pitch neu ausgeschrieben. Sie geht jetzt für die nächsten drei Jahre in Frankfurt über die Bühnen.

«Gegen Berlin ist Frankfurt ein Dorf», motzten zwar einige Kreative aus der Bundeshauptstadt. Das Dorf hatte aber viel zu bieten mit seinem zeitgemässen Messezentrum, dem Museum für Angewandte Kunst, einem ADC-Schiff, Greentowers sowie dem Schauspiel Frankfurt als Zentren der Veranstaltung. Dazwischen verkehrten Shuttlebusse. Zahlen 6’700 Arbeiten wurden bewertet. 8 bekamen Gold, 56 Silber, 123 Bronze und 242 noch eine Auszeichnung. Erfolge Sechs der acht vergebenen Goldnägel gingen an Kampagnen aus der Kategorie klassische Medien. Vier davon waren «out of home». Die am meisten prämierten Agenturen waren Heimat, Jung von Matt und Scholz & Friends. Patriotisches Unter den Erfolgreichen waren auch zwei Schweizer Agenturen. Euro RSCG Zürich hat in der Kategorie Film-Kampagnen einen bronzenen Nagel gewonnen für die witzigen Kurzfilme «Zu schnell» für das Bundesamt für Gesundheit. Ebenfalls im Film hat Jung von Matt/Limmat eine Auszeichnung bekommen in der Kategorie Einzelspot für «Migros, Farm der Tiere». Jung von Matt/Limmat holte auch noch eine zweite Auszeichnung bei den Digitalen Medien/Banner für Pro Senectute und «Keine Freunde». Verwirrliches Heftig diskutiert in den Frankfurter Medien wurde das Plakat zum Gipfel. Man fragte sich: Wieso hat der Mann, der mit seiner Melone so freundlich grüsst, in seinem Kopf drei Nägel eingeschlagen? Eine Frau meinte, es handle sich wohl um einen Ausserirdischen mit Antennen und frischen «Ideen nicht von dieser Welt». Trends «Das Internet ist das Fernsehen der Zukunft», meinte Jochen Rädeker, Vorstandssprecher des ADC Deutschland. Er ist auch überzeugt, dass die klassische Werbung auf dem Rückzug ist und mit ihr auch die klassischen Werbeagenturen, die alles aus einer Hand anbieten. Die neuen Ideen liegen dort, wo Formen gesprengt und neue Wege genutzt werden. Nicht umsonst wurde deshalb die Ausstellungsfläche auf dem Gelände der Frankfurter Messe im Stil einer Baustelle gestaltet. Man merke: Wir befinden uns in einer Übergangszeit. Minimiertes In einem Referat wurde bemerkt, dass Google die am meisten angeklickte Website der Welt hat. Und gleichzeitig auch die einfachste Seite. Nur eine weisse Fläche und ein Viereck aus Strichen zum Eingeben der Suchanfrage. Tipps Der Boxer Wladimir Klitschko redete darüber, wie man einen Gegner ausknocken kann. Er meinte: Nicht so sein, wie die anderen, sich abheben von der Masse. An sich selbst glauben. An seine Sache glauben. Frech sein, keine Angst haben. Sich nicht vom Druck verrückt machen lassen. «Ich liebe Druck, auf mich hat er eine positive Wirkung», meinte Klitschko. Das bestätigte auch Armin Jochum, Geschäftsführer Kreation bei Jung von Matt/Alster. Eine seiner Taktiken zum Erfolg: «Warten Sie doch einmal mit dem ersten Brainstorming bis einen Tag vor der Präsentation.» Statistik Es steht heute für eine Kampagne weniger Geld zur Verfügung bei gleichzeitig viel mehr Medien. Eine Frage am Kongress hiess deshalb: Wo investiert man was? Wer neu denkt, denkt Medien neu und verlässt die alten Schubladen. Denn die Auftraggeber sind «dramatisch anders» geworden. Sie verlangen, dass alle Ideen schneller wirken. Es wird von uns verlangt, dass wir von einem Augenblick auf den andern Begehrlichkeiten wecken können. Dazu sitzt den Kreativen dauernd das Controlling im Nacken. Herausforderungen Die Konsumenten haben sich emanzipiert und interessieren sich nicht mehr für Reklame, die keine relevanten Informationen für sie bereithält. Dazu machen Konsumenten die Kommunikation für ihre Lieblingsmarken selber. Vergleich Wo früher ein Ackerweg zum Ziel geführt hat, bewegen wir uns heute auf einer achtspurigen Autobahn. Oder: Ist die klassische Werbung so vorbei wie die alte Langspielplatte? Akzeptanz Die für uns noch neuen Kommunikationsmittel werden morgen selbstverständlich sein. Wir sagen bereits heute «Ich habe mit ihm gesprochen» und machen keinen Unterschied mehr, ob das von Angesicht zu Angesicht oder nur über das Telefon erfolgte. So wird das Internet für die nächste Generation genau so zu einem neuen Alltag gehören. Ein kleiner Bub habe einmal gefragt: «Wie sind die Menschen ins Internet gekommen, als sie noch keine Computer hatten?» Noch keine grosse Akzeptanz hat aber in Frankfurt das Twittern gefunden. Nur gerade 11 Leute haben am ersten Tag des Kongresses irgendetwas rund um den ADC weitergegeben in «beschämenden 46 Tweets», wie Szenenguru Sacha Lobo in einer «Werberbeschimpfung» sich ärgerte. Businessmodell Wieso nur die Werbung erfinden, wenn man gleich das Produkt mit erfinden kann? Das wurde in einem Referat rund um eine Idee aus dem Brand Labor gefragt. Crossmedia Es reicht nicht mehr, wenn ein Spot im TV wirkt. Er muss auch noch über den Werbeblock hinaus eine Bewegung auslösen. Man muss über den Film, seine Darsteller oder seine Machart in den Medien diskutieren. Das wurde am Katjes-Joghurt-Spot mit Reiner Calmund gezeigt, der es bis in die Sendungen von Stefan Raab und Harald Schmidt geschafft hat. Auflockerndes Das Internet ist wie ein Automarkt. Man muss Hüpfbuden und Bratwurststände aufstellen – natürlich virtuell und in neuen Formen. Links Auf Youtube empfohlen rund um das Thema «neue Ideen» sei hier ein Film mit dem Titel «Deadline Express Courier Exploding» oder «Greatest Ad Campaign Ever».
Andreas Panzeri
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Die fantastischen Vier

Normalerweise werden in dieser Rubrik gestandene Werber und Kommunikatoren «geköpft» – wie wir in der Redaktion augenzwinkernd sagen. Heute richten wir die Kamera auf den Nachwuchs und machen Sie mit den vier jungen Kreativen bekannt, die die Schweiz beim Kreativwettbewerb Best Yet 2010 in Leuven vertreten haben.

«Neugierig sein und in allem eine Chance sehen»
Manuel Rohrer, 26, Grafiker bei Contexta in Bern
Manuel Rohrer ist in Bremgarten (AG) geboren. Nach seiner Grafikerlehre bei DDB Bern arbeitete er bei Denon Publizistik in Rapperswil (SG) und Euro RSCG Zürich, bevor er vor zwei Jahren zu Contexta wechselte. Mit seinem Augmented-Reality-Inserat, das aktuell in rund 100 Schweizer Medien geschaltet ist, gewann Rohrer Anfang des Jahres den Wettbewerb «Das kann nur ein Inserat» des Verbandes Schweizer Presse. Einen Geschäftsleitungsparkplatz hat ihm sein Sieg zwar noch nicht eingebracht, dafür aber die Teilnahme beim Best YET 2010 in Leuven. «Zeichnen ist nicht meine Stärke», gibt Rohrer zu.
«Um es zu trainieren, habe ich ein paar Wochen vor dem Wettbewerb immer Bleistift und Skizzenbuch mit mir rumgetragen.» Zwar konnten er und sein Teamkollege Samuel Huber mit ihrer kreativen Stiftführung in Leuven nicht reüssieren – aber da Rohrer in allem eine Chance sieht und fest davon überzeugt ist, dass man immer etwas lernen kann, ist er nicht mit leeren Händen in die Schweiz zurückgekehrt.
Rohrer und Huber kennen sich schon lange. «Neben der Leidenschaft für gute Werbung verbindet uns vor allem die Freude an Bier und Tischfussball», sagt Rohrer. Mit ihrer Liebe zum Gerstensaft waren die beiden in der Brauerstadt Leuven gut aufgehoben. «Das Schöne an meinem Beruf ist, dass man nie Gefahr läuft, dem Alltagstrott zu verfallen. Ärgerlich finde ich allerdings, wenn man es mit einer Kampagne allen recht machen muss und sie damit austauschbar und langweilig wird», skizziert Rohrer das Wohl und Wehe des Grafikerdaseins. Rohrer ist liiert und hat einen knapp eineinhalbjährigen Sohn. Louis ist seine liebste Freizeitbeschäftigung. Zumindest das Spielen mit ihm. Als kleiner Bub wollte Rohrer gleichzeitig Profifussballer und Rennfahrer werden. Konsequent, wie er ist, träumt er auch heute noch von einem Rennen in einem Formel-eins-Wagen.
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«Wo man auch hingeht – dort ist man»
Filip Wolfensberger, 27, Grafiker bei Maxomedia in Bern
Filip Wolfensberger versprach sich von seiner Teilnahme am Best YET 2010 «ein paar Sorten belgisches Bier und eine Trophäe». Seine Hoffnung auf diverse Biersorten hat sich erfüllt, der Plan, die begehrten Karten für Cannes heimzubringen, leider nicht. Doch immerhin schaffte es die Kampagnenidee von Wolfensberger und seinem Teamkollegen Dominic Zach auf die Shortlist der internationalen Jury.
Wolfensberger ist in Basel geboren. Als kleiner Junge wollte er erst Schauspieler, dann Polizist werden und schliesslich noch Bahnhofsvorsteher. Denn er fand die Mütze und die rote Kelle so toll. Heute ist Wolfens-
berger ausgebildeter Gestalter sowie Zeichen- und Werklehrer: 2000 bis 2004 absolvierte er den Vorkurs und den Lehrgang Gestalter an der Schule für Gestaltung Basel. Danach studierte er Lehrberufe für Gestaltung und Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste. «Während dieser Zeit habe ich an diversen Kunstprojekten mitgearbeitet und an etlichen Konzertveranstaltungen musiziert», erzählt der leidenschaftliche Drummer.
Seit zwei Jahren arbeitet Wolfensberger als Grafiker bei Maxomedia. Und ohne Musik geht bei ihm gar nichts. Was ihn mit seinem Teamkollegen Dominic Zach verbindet? «Spass am Kreieren und eine gesunde Portion Selbstironie», sagt Wolfensberger.
Am meisten Spass macht ihm sein Beruf, wenn er genug Entscheidungsfreiheit hat und das Team und das Umfeld stimmen – wie beim Best YET in Leuven. Bei seiner Arbeit schwört Wolfensberger auf Innovation, Austausch und Reduktion. Denn: «Wenn bei Projekten zu viele Ideen unter einen Hut gebracht werden sollen, können sie nicht als treffende Botschaft bestechen.»

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«Wenn ich unten bin, ist unten oben»
Samuel Huber, 27, Student an der Miami Ad School Europe in Hamburg
Sich selbst das Staunen zu bewahren – das ist Samuel Hubers grösster Traum. Dafür braucht er vor allem Durchhaltewillen, Begeisterungsfähigkeit und das Talent zu denken, was andere nicht denken. Noch bis Mitte Juni lernt Huber an der Hamburger Miami Ad School Europe die Kunst des Ideenmachens. Danach erwartet er gespannt, was die Zukunft ihm bringen wird. Denn Hubers liebste (Freizeit-)Beschäftigung ist, «das Leben in seiner Vielseitigkeit zu entdecken».
Huber ist in München geboren und in Bern aufgewachsen. Nach der Schulzeit versuchte er sich an der Handelsschule. Aber: «Schon nach wenigen Wochen war mir klar, dass Buchhaltung und Kopiermaschine nicht zu meinen Tagträumereien passten. Ich wollte Grafiker werden.» Huber jobbte als Pizzakurier, bis 2002 in Basel der Vorkurs begann. Seine Grafikerlehre absolvierte er bei Erdmannpeisker in Biel, danach arbeitete er anderthalb Jahre bei Euro RSCG Zürich. Seit Sommer 2008 studiert Huber Art Direction an der Miami Ad School: «Als Teil meiner Ausbildung hatte ich die letzten neun Monate die Möglichkeit, Städte zu bereisen und diverse Agenturen kennen zu lernen», erzählt er. «Ich war bei Ogilvy in Paris, bei Lowe in New York und bei Saatchi & Saatchi in Stockholm.» Und jetzt noch in Leuven. Beim Best YET 2010 dabei gewesen zu sein bedeutet Huber viel: «Die Schweiz ist ein Stück Heimat für mich. Sie hat mir viele Chancen geboten und manche Sünden verziehen. Ich habe sie gerne vertreten.» Huber reiste gut vorbereitet nach Belgien: «Seit zwei Jahren schlage ich mich intensiv mit Konzepten und Ideen herum. Vorbereitung genug, um zum gegebenen Augenblick intuitiv das Richtige zu machen.»
An seinem Beruf liebt Huber das Spielerische. Und er hasst es, wenn er zwanghaft kreativ sein muss. Das heisst aber nicht, dass er sich nicht gerne durchbeisst: «Am meisten Spass macht es mir, Konzepte zu erstellen und Ideen zu suchen, mich immer weiter zu pushen, um einzigartige Resultate zu erlangen.» Das passt zu Hubers Lebensmotto: Er ist immer oben. Und wenn er unten ist, ist unten oben. Manchmal schadet es nicht, die Welt von der anderen Seite zu sehen.

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«Ich hasse Kompromisse»
Dominic Zach, 27, Vorbereitung auf die Selbstständigkeit
Shaolin Kung-Fu ist Dominic Zachs liebstes Hobby. Auch im Beruf geht Zach gern geradeaus: «Jeder Kompromiss, der die Vision so verwässert, dass das Endprodukt noch höchstens mittelmässig und langweilig ist, ist ein Misserfolg», sagt er. «Ich hasse diese elenden Kompromisse.» Schon als Bub träumte Zach davon, Assistent von Michael Knight oder Ninja-Kämpfer zu werden. Die kämpferische Natur hat er sich bis heute erhalten.
Von der Teilnahme beim Best YET versprach Zach sich schlicht: «Den Sieg.» Dafür hat es leider nicht gereicht. Doch da es Zach vor allem am Herzen liegt, in seinem Beruf Spass zu haben, hat sich sein Besuch in Leuven allemal gelohnt: «Ich geniesse es immer, wenn ich die Möglichkeit habe, die Leute zu unterhalten und eigene Ideen einzubringen.»
Zach ist in Wengi bei Büren geboren. An der Universität Fribourg studierte er Medienwissenschaften und schlitterte dann durch einen Wettbewerb um ein Praktikum bei Maxomedia in die Werbebranche. Von Februar 2008 bis April 2010 arbeitete Zach in der Berner Agentur als Konzepter, Producer und Digitaler Berater. Nun plant er, sich im Online-Bereich selbstständig zu machen.
In Leuven trat Zach zusammen mit Filip Wolfensberger an. «Filip und ich haben Seite an Seite bei Maxomedia gedient und verschiedene werberische Feldzüge geplant und durchgeführt», erzählt Zach. Das schweisst zusammen.
Zachs Vorbild ist eine Mischung aus Spongebob, Super Mario, Jerry Seinfeld und Gary Larson. Was die Frage aufwirft, was ein abenteuerlustiger Schwamm, ein italienischer Klempner aus einem Videospiel, ein Schauspieler und Comedian und ein Cartoonist gemeinsam haben. Im Mindesten das Talent, die Welt nicht allzu ernst zu nehmen und ihr mit einer Prise Ironie zu begegnen. Humor und ein entspannter Umgang mit den Serpentinen des Lebens haben sich noch immer als gute Berater bewährt.

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Anne-Friederike Wilhelm

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Swiss Marketing: Die Website als Mutterschiff

Per Ende Jahr lanciert Swiss Marketing seine Website neu. Mit dem Relaunch soll die Homepage noch stärker als Community Tool wirken. Message an die Surfer: Bitte einsteigen mit Swiss Marketing.

Jetzt ist es offiziell: Zusammen mit der Schweizer Firma Webgearing wird Swiss Marketing seine Website relaunchen. «Im Herbst dieses Jahres», sagt Präsident Uwe Tännler, «soll die neu gestaltete Seite online gehen.» Die Web-Präsenz soll dabei weit mehr sein als ein blosses Internet-Schaufenster. Angestrebt wird zusammen mit der Partnerfirma Webgearing eine individuelle Plattform für den Wissens-Transfer. Die User sollen in der Lage sein, quasi ihr eigenes Cockpit einzurichten. Tännler erklärt: «Wer beispielsweise den Swiss-Flugplan oder die neuesten Börsenkurse ständig braucht, kann diese Informationen auf die persönliche Variante seiner Swiss-Marketing-Website feeden.» Dass man in der Online-Kommunikation vor allem auf die eigene Website setzt, hat System. So wie es in der Regel von Internet-Experten gefordert wird, will Swiss Marketing seine Homepage als Nukleus seiner Web-Aktivitäten positionieren, quasi als Mutterschiff. Dort sind die Inhalte zentriert, dort sitzt das Wissen, dort trifft sich die Community. Die neue Web-Präsenz von Swiss Marketing sollte so alle Vorteile einer typischen Einstiegsseite ins Internet bieten.
Schweizerischer Marketing-Tag wieder über Xing
Social Media will man bei Swiss Marketing selbstverständlich nutzen – aber nicht im Giesskannen-Prinzip, sondern sehr gezielt. Für den Schweizerischen Marketing-Tag etwa, sagt Tännler, hätten sich die Aktivitäten auf der Geschäftskontakt-Plattform Xing sehr gelohnt: «Innert kürzester Zeit konnten wir dort 700 Mitglieder aufbauen. Das Wertvolle daran ist, dass wir diese Bühne quasi zwölf Monate im Jahr bespielen und so die Mitglieder ständig auf dem Laufenden halten können. So ist es uns auch gelungen, über diese Xing-Präsenz effektiv Teilnehmer zu akquirieren.» Auf dem boomenden Network von Facebook hingegen sieht Tännler keine Aktivitäten vor: «Wir sind ein Berufsverband, der für die Themen Business-to-Business steht, der Bildung und Weiterbildung promotet. Das passt – mindestens aus aktueller Sichtweise – nicht optimal zu einer Plattform, die heute eher noch den Spassfaktor pflegt.»
Trotz dem grossen allseitigen Interesse an Web-Aktivitäten – gemäss Tännler ist auch ein Online-Marketing-Club in Planung – zieht der Swiss-Marketing-Präsident eine scharfe Trennlinie zwischen realer und virtueller Welt: «All diese neuen Tools bergen viele Chancen, und man tut gut daran, die Entwicklungen möglichst nahe zu verfolgen. Auf der anderen Seite muss aber auch gesagt sein, dass sich der Kontakt von Mensch zu Mensch durch kein virtuelles Mittel ersetzen lässt.» Das zeigen die erfolgreichen Events der Regionalgruppen ständig, das zeigte der Schweizerische Marketing-Tag im KKL auch dieses Jahr wieder aufs Deutlichste. Und das sagen auch die Amerikaner. Das schöne Bonmot jenseits des Atlantiks lautet: «You can’t email a handshake» – ein Handschlag lässt sich nicht per E-Mail verschicken.» Zum Glück nicht.
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