CNN schreibt Journalist Award aus

Der Nachrichtensender CNN International schreibt auch in diesem Jahr wieder den CNN Journalist Award aus. Nachwuchsjournalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich ab sofort bis zum 31. Juli 2010 bewerben.

Mit dem CNN Journalist Award werden herausragende journalistische Talente aus dem deutschsprachigen Raum für ihre Auslandsberichterstattung prämiert. Bereits zum sechsten Mal vergibt CNN International den Preis in den Kategorien Print, Radio, TV und Online für Beiträge zu internationalen Themen.
Teilnehmen können Journalisten, die zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung des eingereichten Beitrags nicht älter als 34 Jahre waren. Gerne können auch Beitragsempfehlungen von Dritten eingereicht werden. Die Erstveröffentlichung muss im Zeitraum zwischen dem 01. April 2009 und dem 31. Juli 2010 liegen.
Für die Nominierung und Bewertung der Arbeiten ist eine unabhängige Jury hochkarätiger Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen der deutschsprachigen Medienlandschaft verantwortlich. Dazu gehören unter anderem Uli Baur (Focus), Dominik Wichmann (SZ-Magazin) sowie Ueli Haldimann (Schweizer Fernsehen) und Ingrid Thurnher (ORF).
Der CNN Journalist of the Year nimmt an einem dreiwöchigen Journalisten-Programm im CNN-Headquarter in Atlanta teil. Gemeinsam mit internationalen Kollegen lernt er das Nachrichtennetzwerk CNN kennen und erhält Einblicke in die Arbeit der CNN-Redaktionen weltweit. Der Preis wird im Frühjahr 2011 in München vergeben.
Die Beiträge können online unter Cnnjournalistaward.com/ eingereicht werden. Informationen zu den Teilnahmebedingungen finden Sie ebenfalls auf der Website.

Red Dot Award Communication Design 2010: Ausschreibungsphase gestartet

Die Anmeldung zum Red Dot Award: Communication Design 2010 ist ab sofort und noch bis zum 11. Juni 2010 möglich.

Designer, Agenturen, Designbüros und Auftraggeber der internationalen Kommunikationsbranche sind aufgefordert, ihr gestalterisches Können und ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Erstmals wird in diesem Jahr der Ehrentitel «red dot: client of the year» verliehen. Mit dieser Auszeichnung wird künftig ein besonders mutiger und entscheidungsfreudiger Auftraggeber gewürdigt, der im aktuellen Wettbewerb besonders erfolgreich war und mit außergewöhnlich innovativen Einreichungen aufgefallen ist. Denn jene Firmen oder Institutionen, die der kreativen Kompetenz ihrer Agentur vertrauen, bieten Jahr für Jahr den Nährboden für spektakuläre, richtungsweisende Leistungen.
Die Preisverleihung und die Eröffnung der Sonderausstellung «Design on stage – winners red dot award: communication design 2010» finden am 8. Dezember 2010 im Red Dot Design Museum statt. Die ausgezeichneten Arbeiten werden anschließend vom 9. Dezember 2010 bis zum 9. Januar 2011 in einer Sonderausstellung im selben Museum präsentiert.
> Weitere Informationen und Anmeldung

Financial druckt Anti-Shell-Werbung nicht ab

Die Financial Times hat in letzter Minute den Abdruck einer Anti-Shell-Werbung von Amnesty International verweigert.

Die Anzeige, die sich gegen Shells Umweltverschmutzung im Niger-Delta richte, wurde als Werbung für britische Zeitungen konzipiert. Kurz bevor die Kampagne am Dienstag in den Zeitungen abgedruckt werden sollte, zog sich die Financial Times jedoch davon zurück, schreibt der Guardian gemäss Pressetext.
Warum genau sich das Blatt am Ende gegen den Abdruck entschied, darüber wird derzeit in Großbritannien spekuliert. Die Begründungen seitens der Financial Times werden in Zweifel gezogen. Amnesty International zeigt sich indes enttäuscht über die Entscheidung . «Wir haben schriftlich zugesichert, dass wir volle Verantwortung für die Kommentare und Meinungen in der Anzeige übernehmen», sagt Tim Hancock, Amnesty International Campaign Director UK, in einer Stellungnahme. Andere Zeitungen hätten kein Problem mit der Veröffentlichung der Anzeige gehabt, so Hancock.
Die Financial Times nennt rechtliche Ungereimtheiten als Grund für die Nicht-Veröffentlichung. Redaktionell sei die FT mehr als bereit, die Werbung für Amnesty abzudrucken, erklärte eine Sprecher der Zeitung gegenüber Press Gazette. Allerdings hätten die schriftlichen Zusicherungen von Amnesty nicht ausgereicht. Die Anwälte der Organisation haben laut Financial Times nicht genau genug geprüft, was hier veröffentlicht wurde. Daher sei es der Zeitung auch nicht möglich gewesen, sich auf die Aussagen von Amnesty zu verlassen.
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(Bild: Pressetext/Amnesty.org)

Zu guter Letzt: Kastriere deinen Hund, sonst ergeht es ihm wie Nadya

Nadya Suleman lebt in Kalifornien und hat Kinder. Nicht zwei, nicht drei, nicht vier, nein, stolze 14 kleine Sulemans hat sie bis jetzt zur Welt gebracht, darunter auch Achtlinge – alle sind das Resultat künstlicher Befruchtung.

Und sie steckt in finanziellen Schwierigkeiten, muss vielleicht ihr Haus verkaufen. Deshalb nimmt sie ein Angebot der Tierschutzorganisation Peta an und stellt ein Schild der Organisation in den Vorgarten ihres Hauses. Das Plakat trägt die Aufschrift: «Lass deinen Hund oder deine Katze keine Achtlingsmutter werden. Immer kastrieren oder sterilisieren.» Umsonst macht Nadya dies natürlich nicht: Sie erhält 5‘000 Dollar für die Aktion, ausserdem wird sie einen Monat lang mit vegetarischem Essen versorgt.
Übrigens sind laut einer vom US-Bildungsministerium in Auftrag gegebenen Studie 32 Millionen Erwachsene in den USA Analphabeten – jeder Siebte kann also nicht richtig lesen und schreiben. Besonders schwer soll die Lage dabei in den Bundesstaaten Kalifornien, New York und Florida wiegen. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die gute Frau überhaupt weiss, was auf dem Schild steht, das ihren Garten ziert…

Bundesrat will keinen neuen mehrsprachigen TV-Kanal

Der Bundesrat ist gegen den Aufbau eines Schweizer Fernsehkanals, der in allen Landessprachen sendet. Ein solcher Kanal wäre seiner Ansicht nach zu teuer und würde beim Publikum auf zu wenig Akzeptanz stossen. Stattdessen sieht der Bundesrat die SRG in der Pflicht.

Die Fernseh- und Radiosender der SRG müssten unter anderem zum Zusammenhalt zwischen den Sprachräumen beitragen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesrates auf zwei ähnlich lautende Motionen hervor, die gemäss SDA am Donnerstag veröffentlicht wurde. Er ruft damit den gesetzlichen Auftrag der SRG in Erinnerung. Zu Recht kritisierten die Motionäre, dass die SRG diesem Auftrag zu wenig gut nachkomme, hielt der Bundesrat fest. Eine Studie habe gezeigt, dass in den Fernsehprogrammen der SRG die jeweils anderen Sprachregionen im Vergleich zur eigenen Region deutlich weniger thematisiert werden.
Die SRG müsse diesen Leistungsauftrag in Zukunft besser erfüllen. Sie werde dem zuständigen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation in einem Bericht Rechenschaft ablegen müssen, wie und mit welchen Mitteln sie den Auftrag erfüllen wolle.

Eine Annabelle – hundert Covers

Unter dem Motto «Neues Leben, neuer Look» haben Annabelle und Nivea hundert Frauen aufs Cover gebracht, die alle eines gemeinsam haben: Sie wollen in ihrem Leben etwas verändern.

Den eigenen Laden eröffnen, auswandern, eine Fremdsprache lernen, endlich heiraten oder sich endlich scheiden lassen – wenn Frauen in ihrem Leben etwas bewegen, dann ist das in der Regel unübersehbar, führt doch ein erster Schritt in ein neues Leben meist zum Coiffeur, zu einem anderen Style. Seine Pläne in die Tat umzusetzen verbessert jedoch nicht nur das eigene Lebensgefühl und Aussehen, es inspiriert auch andere Frauen, ihre kleinen und grossen Träume wahrzumachen. Deshalb hat Annabelle gemeinsam mit Nivea Leserinnen gesucht, die ihr Leben verändern wollen. Hunderte von ihnen bekamen eine neue Frisur, ein Make-up und Styling geschenkt. Und einen Autritt als Annabelle-Cover-model, fröhlich, frech, sexy oder cool inszeniert von renommierten Fotografinnen und Fotografen.
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Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe der Werbewoche: Ein Interview mit der Annabelle-Chefredaktorin Lisa Feldmann, geführt von Pierre C. Meier.

Der Nippelverbieter

Oliver Reichenstein ist gegen allzu viel Kontrolle und gegen das Corporate Geschwurbel grosser Firmen. Dafür plädiert er für gute Produkte und echte Marktkommunikation. Kolumne von Oliver Reichenstein, Informationsarchitekt in Tokio.

Als Kindergärtner gab es zwei Dinge, die ich nicht verpassen wollte: «Raumschiff Enterprise» und die Werbung von Fa. Ja, die Werbung von Fa. Da gab es nämlich die 2 Sekunden Frontal-Busen in Zeitlupe. Eine Frau in den grossen Wellen in Atlantik oder Pazifik, die aus den Wellen rennt. Alles grün und schaumig und der Himmel, so blau!, und da geht sie einfach splitternackt, also mit dem Busen an der Luft. Sie und die Wellen und alles in Zeitlupe! Und dann schneidet einer ein Stück Seife mit einem Messer. So jedenfalls in meiner Erinnerung.
Wir alle lieben Brüste. Babys lieben Brüste, Mädchen studieren Brüste, Buben lugen auf Brüste, Frauen registrieren jeden Busen in ihrem Horizont – Männer betrachten solche Formen mit der denkbar grössten Aufmerksamkeit. Ja, sogar Schwule machen sich ihre eigenen Brüste in den Fitnessstudios.
Wenn etwas objektiv unabstreitbar super wichtig ist in der Gesellschaft, dann sind es Brüste. Brüs¬te sind immer eine ganz tolle Geschichte. Brüste in der barocken Malerei, Brüste im französischen Film, tiefe Ausschnitte in Koch-Magazinen. Grosse Brüste, kleine Brüste, Glockenbrüste, kreisrunde, birnenförmige, hochbusig, vollbusig – nie kann einer genug von Brüsten kriegen. Alle Brüste sind wunderbar, und wer das bestreitet, versteht gar nichts von der Welt. Aber wie immer, wenn etwas einfach fantastisch ist, dann kommt einer und muss alles vermiesen. Der Papst, der Mufti, eine verbitterte Alt-Feministin oder eben: Steve Jobs.
Im Ernst. Der tut jetzt ja Brüste verbieten auf dem iPhone und dem sogenannt magischen iPad. Und zwar nicht bloss die Badeanzug-Autosalon-Ecke oder die dubiosen Altherren-Sexy-Hexy-Comics, nein, jede Form von Brust. «Keine Nippel in meinem App-Store!» lautet das Dogma.
Man muss sich das mal vorstellen. Wir schreiben das Jahr 2010 und da will einer den öffentlichen Frauen-Nippel verbieten? (Nota bene: Männernippel sind okay.) Also, keine Fashionshow, kein Dazed and Confused, nix Araki, nix Blick, keine Bild, keine nackten Formen von Rhodin, keine Marmorgriechinnen. Aphrodite? NEIN! Alles verboten. Er will auch Flash verbieten; der Steve Jobs hat ja jetzt spezielle Regeln aufgestellt für alles, was mit ihm seinem Apple-Zeug zu tun hat. Man darf nur diese Software nutzen, nicht die andere, um Programme zu schreiben, man darf dies nicht, man darf das nicht. Ach!
Nun, die Wahrheit ist: Apple-Produkte sind Computer-Brüste, und, ja!, ich teile seinen Hass gegen Flash, und, ja! er hat ja meistens recht. Aber ehrlich gesagt, geht mir das Theater trotzdem langsam auf die Nerven. Diese Verbieterei ist ja albern. Alkohol, Sex, Kalorien, da kann man verbieten, wie man will, mit der Hölle und was auch immer drohen, ES BRINGT NICHTS, denn Alkohol, Sex und Kalorien kann man nicht bremsen. Und überhaupt: Was ich auf dem Gerät, das ich mir kaufe, anschaue, geht ihn einen feuchten Dreck an. Wenn ich mein ganzes Sackgeld für die gesammelten Werke von Dazed and Confused, Bild oder Blick ausgebe, dann ist das meine Verschwendung.
Nun gut. Das eigentliche Übel ist ja, wie wir alle wissen, ein ganz anderes. Nämlich das, dass Firmen öffentlich als Firmen kommunizieren. Denn selbstverständlich nimmt Adobe nun die Gelegenheit wahr, dem Jobs an die Karre zu fahren. Adobe meinte vor ein Paar Tagen offiziell: Apple sollte statt Verbote aufstellen den Markt Markt sein lassen. Statt die Konkurrenz mit Verboten in Schach zu halten, sollte Apple lieber innovativ sein. So die weissbärtigen Adobe-Gründer. Apple soll lieber innovativ sein? Mann! Ist nicht Apple die Firma, die fast jährlich den Markt mit neuen Produkten auf den Kopf stellt? Und ist nicht Adobe die Firma, die ihren Hauptkonkurrenten aufgekauft und damit ein Totalmonopol aufgestellt hat, das jede Innovation überflüssig macht und es ihnen nun möglich macht, fünfmal dasselbe Produkt als CS 1, 2, 3, und jetzt 5 verkauft?
Ich weiss, dass ich mich mit solch ungeschminkten Worten bei Apple, bei Adobe, bei den meisten Firmen und bei den Werbern unbeliebt mache, aber es muss mal gesagt werden: Hört auf mit der Kontrolliererei, dem Corporate Bullshit und konzentriert Euch lieber darauf, gute Produkte zu machen. Mit starken Produkten gewinnt man Kunden. Und mit glücklichen Kunden macht man echte Marktkommunikation. Nicht mit Plakaten. Nicht mit Spots. Und schon gar nicht mit Busenverboten. Busen sind magisch. iPads nicht.

SFLB: Auch Igel lieben Floralp

Wie die bisherige Kampagne mit Gipfeli, Zopf und Mütschli gezeigt hat, ist Floralp auch für Brot und Co. ein Grund zum schwach werden. Aber auch Tiere verfallen bei SFLB der Butter.

In einem neuen Sujet hat Spillmann/Felser/Leo Burnett diesen Gedanken wieder aufgenommen. So sind nun auch die klassischen Igeli der Vorzugsbutter verfallen. Und zwar so sehr, dass sie das Floralp Mödeli vom Fleck weg stibitzen.
Das Sujet kommt als Einzel- und Doppelplakat ab dem 10. Mai in der Deutsch- und Westschweiz zum Einsatz. Gleichzeitig ist auch das Mütschli noch einmal zu sehen.
Verantwortlich bei Floralp: Peter Ryser (Geschäftsführer BO Butter), Martin Rüst (Leiter Werbung + Media SMP), Daniela Schmutz-Beutler (Projektleiterin Floralp SMP), Matthias Glauser (AMS Media). Verantwortlich bei SFLB: Maren Beck (Text), Oli Kreienbühl (AD), Martin Spillmann (CD), Danielle Dubach, Pam Hügli (Beratung), Suzana Kovacevic (Art Buying); Fotograf: David Willen. Bildbearbeitung: Tanja Willen. 3D-Umsetzungen: Philipe Chrétien.
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Der Sommer zieht in Zürich ein – und H&M gleich mit

Paron und das Bekleidungsunternehmen H&M Hennes&Mauritz haben am Zürcher Sechseläuteplatz auf einer Länge von insgesamt 174 Metern eine Bauwand mit der neusten Bikinimode dieses Sommers sprichwörtlich eingekleidet. Die Werbung ist bis am 30. Mai 2010 zu sehen.

Paron, die Vermarkterin von Big Postern und Spezialist für Sonderumsetzungen, sowie der internationale Bekleidungskonzern H&M Hennes&Mauritz haben eine Bauwand auf einer Länge von 174 Metern mit Postern eingekleidet. Das Sujet: attraktive Models in der neusten Bikinimode dieses Sommers.
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Aufgespiesst: Sei freundlich – selbst zu Ausländern

Werbewoche-Redaktorin Anne-Friederike Wilhelm über die Kultivierung des Rassismus

Integration ist eine tolle Sache. Wenn sie funktioniert. Der Kanton Zürich hat am Dienstag eine Integrationskampagne lanciert, die Ausländern helfen soll, sich besser in ihren Gastkanton einzufügen. Schön. Präsentiert wurden die Sujets von Regierungsrat Markus Notter, SP. Zwar macht die SP gern auf links, für überbordende Hilfsbereitschaft gegenüber Ausländern ist sie dennoch nicht bekannt. Also wird die gut integrierte Ausländerin misstrauisch.
Nach einem völlig vorurteilsfreien Blick auf die Sujets überfällt mich, gelinde gesagt, ein übler Brechreiz: Von einem Plakat glotzt ein rotgesichtiger -Stefan Raab-Verschnitt, der Regierungsrat Markus Notter übrigens verblüffend ähnlich sieht, und macht deutlich, dass kein einziger Deutscher «bitte» sagen kann. Danke, Herr Notter! Ein hilfreicher Beitrag, um die schon fest zementierte Abneigung gegen Deutsche in der Schweiz weiter zu erhärten. Glauben Sie wirklich, dass dieses Plakat die Steinbrücks mit Bitt-Hemmung auch nur im Entferntesten animieren könnte, ihre Wünsche anders zu formulieren? Auch die Kosovaren kriegen eis uf d Schnurre: «Schtriit wanns muess sii, aber … nöd Aug um Aug.» Gopferteckel! Alle Kosovaren sind Schläger. Und Raser sowieso. Damit das allen klar wird, zeigt das Plakat neben der biblischen Lehrzeile einen Osteuropäer im Feinrippunterhemd. Wie diese Typen eben rumlaufen. «Seht einmal, da steht er, pfui, der Struwwelpeter!»
Jeder ist Ausländer. Fast überall
Die Botschaft jedes Plakats ist in zehn Sprachen übersetzt. Schliesslich sind die Macher der Kampagne ja nicht rassistisch, sondern wollen Verständigung auf breiter Front. Helfen statt motzen. Viel zu viele weitere Sujets geben den hilflosen Ausländern hilfreiche Tipps für ihren Alltag: anständig zu Frauen sein, mit einem Schnupfen zum Hausarzt gehen, aufs Sozial¬system achten, mehr lachen (?), Röschti essen (!), Flaschen nach Farben sortieren. Ach, so funktioniert die Schweiz! Ausländer müssen das natürlich wissen. Endlich kommt alles in Ordnung im Kanton Zürich. Schmerzlich vermisst man jedoch einen hilfreichen Hinweis zur Burka. Wie wär’s mit: «Ganzkörper¬schleier stören beim Fondue-Essen»?
Eine kleine Denkaufgabe für die Initiatoren dieses schwungvollen, 150‘000 Franken teuren Griffs ins Klo: Wie funktionieren Plakate? Der Betrachter schnappt sich die allererste Information, die er versteht, und verknüpft sie mit seinen Erfahrungen und Gefühlen. Und Vorurteilen. Die Schweizer Medien repetieren bis zum Erbrechen Klischees über «Einwanderer aus dem nördlichen Nachbarland», «Schläger mit Migrationshintergrund» und «Räuber mit slawischem Dialekt». So weiss schnell jeder, wie Ausländer sind – kennenlernen und differenzieren unnötig.
Bei dieser Integrationskampagne werden die meisten Schweizer denken: «Stimmt, so sind sie, diese Ausländer. Gut weist sie mal einer in die Schranken!» … um nicht zu sagen: hinter die Grenzen. Unwahrscheinlich, dass Plakatbetrachter aus dem helvetischen Mutterland auf die Idee kommen, die Aufforderung, zu allen nett zu sein und Flaschen zu trennen, könnte sich auch an sie richten. Ausländer, die die Schweiz als ihre Heimat begreifen, werden beim Anblick der unsäglichen Plakate leer schlucken: Glauben Schweizer ernsthaft, alle Kosovaren seien Schläger, alle Schwarzen Wilde, alle Deutschen unhöflich? Sind die Berge wirklich so hoch? Und wer glaubt eigentlich, dass Plakate integrieren können? Beschämend. Da trösten mich nur noch eine Butterröschti und ein Rivella rot.
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Bierkampagne à la Striker Beer

Anlässlich des Launches der Striker Beer-Dose in über 600 Deutschschweizer Coop-Filialen hat Striker Beer eine neue Kampagne entwickelt.

Von Below-the-Line-Aktivitäten, über PR-Massnahmen bis hin zur aktualisierten Website und einem wegweisenden Party- und Gastro-Konzept gipfelt die Kampagne nun in einem TV-Spot, mit computeranimierte Technik. Nacg dem Motto «The product is the hero» steht dabei die neue Dose im Mittelpunkt.
Der Spot ist nun auf diversen TV-Stationen (ProSieben, RTL, MTV) zu sehen oder kann direkt auf Striker-beer.ch angeschaut werden. Die Musik zum Spot stammt von Dabu Fantastic, welchen auch am grossen Striker Beer-Event vom 18. Mai im Exil aufgetreten sind.
Verantwortlich bei Striker Beer: Martin Padrutt (Gesamtverantwortung), Claude Bravi (Marketing- und Kommunikationsleitung). Verantwortlich bei Loco-Motive Productions: Sascha Plecic (Creative Direction).

Neue Studie rät zu Werbung in S-Bahnen und Intercity-Zügen

Die Wigra MediaTools AG präsentiert aktuelle Marktdaten basierend auf einer Studie von GfK Switzerland AG. Die Zahlen zeigen auf, dass Werbekampagnen in S-Bahnen und Intercity-Zügen grosse Wirkung erzielen.

Benjamin Keil, Leiter Wigra RailTools, ist ob der Resultate der neuen GfK-Studie hoch erfreut: «Die Fakten sprechen Klartext: Für Mediaagenturen, welche eine nationale Kampagne planen, ist das RailPoster und das RailMidiPoster in den S Bahnen und den Intercity-Zügen ein Muss.»
Hohe Kontaktchancen und lange Aufenthaltsdauer
Der Trend in Richtung öffentliche Verkehrsmittel lässt sich nicht leugnen. Laut der von GfK Switzerland AG durchgeführten Studie von 2009 ist die Aufenthaltsdauer in der Bahn pro Weg so hoch wie noch nie: In der S-Bahn beträgt die durchschnittliche Verweildauer 39,6 Minuten, in Intercity- und Interregio-Zügen 100,9 Minuten. Auch die Reichweiten sind enorm gewachsen: Bei vier Wochen Belegung zu 50 Prozent betragen die Kontaktchancen bei der S-Bahn Zürich 8,735 Millionen und bei Intercity- und Interregio-Zügen gar 10,951 Millionen.
Sympathische Werbeform
Die RailPoster sind ein beliebtes Werbemittel – auch seitens Betrachter! Die GfK-Studie zeigt, dass RailPoster sympathischer sind als andere Werbeformen und sich qualitativ von anderen Werbemitteln des öffentlichen Verkehrs abheben. RailPoster sind für interaktive Werbeformen prädestiniert: Mehr als 50 Prozent der Bahnreisenden nehmen an SMS-Gewinnspielen Teil. Bei 22 Prozent der Befragten löst das RailPoster gar eine Kaufaktion aus.
Psychografische Daten zeigen Affinitäten auf
Die Wigra MediaTools AG reichert die soziodemografischen Daten von GfK mit psychografischen Daten an. Interessierte erfahren hier beispielsweise, wie viel Prozent der Reisenden in der S-Bahn sich für Ferien/Reisen begeistern oder für Theater/Konzert affin sind. Die neuen Verkaufsunterlagen «Wirksam werben – Fakten, Daten, Tarife» sind per sofort auf Anfrage erhältlich sowie auf der Website einsehbar.
Weitere Informationen sowie die kompletten Verkaufsunterlagen mit aktuellen Marktdaten gibt es unter www.wigramediatools.ch.
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