Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Beim Kriterium Awareness liegt die Kampagne für Sihlcity der Werbeagentur Spielmann, Felser, Leo Burnett an der Spitze, gefolgt von der Anzeige für Max Shoes der Werbeagentur Jung von Matt und der Anzeige für Axpo von Young & Rubicam. Die Anzeige für Max Shoes liegt beim Kriterium Uniqueness an der Spitze, an zweiter Stelle liegen punktegleich die Anzeigen für Thomy von Young & Rubicam und Dar-Vida von Jung von Matt. Beim Kriterium Brand Fit siegt die Anzeige für Thomy vor Max Havelaar, die inhouse gemacht wurde, und der Anzeige Kopfstützen der Werbeagentur cR basel. Bei der Likeability gewinnt ebenfalls Thomy vor Dar-Vida und Max Shoes.
> Ergebnisse im Überblick
> Detaillierte Ergebnisse
Fragestellung und Methodik
Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI).
Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com-reSEARCH-Plattform.
Zielgruppe: webaktive Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 59 Jahren.
Sample-Grösse: n = 501 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten.
Erhebungszeitraum: 5. 5. 2010 –13. 5. 2010.
Fragen:
– Wir haben Ihnen zu Beginn der heutigen Befragung einige Anzeigen vorgestellt.
An welche dieser Anzeigen können Sie sich erinnern? Bitte nennen Sie uns die werbenden Unternehmen bzw. die beworbenen Marken. (Awareness)
– Inwieweit heben sich diese Anzeigen Ihrer Meinung nach von anderer Werbung in Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften ab? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= hebt
sich überhaupt nicht ab) bis 6 (= hebt sich sehr stark ab). (Uniqueness)
– Inwieweit passen diese Anzeigen zu dem Bild, das Sie von den jeweiligen Marken/Unternehmen haben? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= passt überhaupt nicht zu meinem Bild von dieser Marke) bis 6 (= passt sehr gut zu meinem Bild von dieser Marke). (Brand Fit)
– Inwieweit gefallen Ihnen die folgenden Anzeigen? Bitte bewerten Sie jeweils von
1 (= gefällt mir überhaupt nicht) bis 6 (= gefällt mir sehr gut). (Likeability)
Bei den abgedruckten Werten handelt es sich jeweils um die Top-Box-Bewertungen «hebt sich sehr stark ab», «passt sehr gut zu meinem Bild der Marke», «gefällt mir sehr gut».
Die Verfasserin der repräsentativen Studie «Impact-Check» ist die auf Online-Markt- und -Meinungsforschung spezialisierte Marketagent.com Schweiz, die über ein ISO-zertifiziertes Panel von 20 000 befragungswilligen Personen in der Deutsch- und Westschweiz verfügt. Marketagent.com Schweiz ist ein Tochterunternehmen des führenden österreichischen Marktforschungsunternehmens Marketagent.com online reSEARCH GmbH und der Schweizer Kommunikationsagentur Contract Media AG.

Die Werbewoche auf Star TV: «Priorin – der animierte (Haarverlust-)Alptraum»

Am Donnerstag, um 19:45 setzt Star TV zusammen mit der Zürcher Werbeagentur JWT+H+F auf grosse Emotionen. In einer aufwendig produzierten Animations-Sequenz wird die Horrorvision des Haarverlustes dramatisch visualisiert.

Der 30-Sekunden TV- Spot des neuen Präparats «Priorin LF», wirkt aber auch stark durch die musikalische Untermalung des Komponisten Moritz Schneider; Kult-Regisseur Tim Burton lässt grüssen.
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Einen hollywoodreifen «Spot der Woche» sowie einen unterhaltsamen Blick in die Animationswelt bietet die Werbewoche auf Star TV oder der Internetstream auf Startv.ch.
Die Werbewoche auf Star TV: Neu jeden Donnerstag um 19:45 Uhr auf Star TV.

Media Focus: Wieder mehr Werbung im April

Auch im April ist in der Schweiz wieder mehr geworben worden. Um 2.8 Prozent brutto oder knapp 10 Millionen Franken legte im Vergleich zur Vorjahresperiode zu.

Die Werbeschaltungen hatten in den beiden Vormonaten Februar und Mäzr allerdings noch stärker zugenommen. Über die ersten vier Monate dieses Jahres gesehen beträgt das Plus im Vergleich zum Vorjahr 6.1 Prozent. Dies teilte das Marktforschungsinstitut Media Focus am Mittwoch mit.
Vor allem für Unterhaltungselektronik+Foto, Nahrungsmittel und Kosmetik+Körperpflege erschien im April mehr Werbung. Rund die Hälfte der Werbung wurde in Printmedien veröffentlicht, das Fernsehen kam auf einen Anteil von 31 Prozent.

Google löscht illegal gesammelte Daten

Die über Streetview-Autos gesammelten Daten sollen nun gelöscht werden. Google hat die Daten im Vorbeifahren «versehentlich» aus ungesicherten Wlan-Netzwerken mitgehen lassen.

Nun hat das Unternehmen in Irland im Beisein eines externen Gutachters begonnen, diese wieder zu löschen. Wie die Netzwoche schreibt, sollen die Daten nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen auch in anderen Ländern entfernt werden.

Unterwegs für die SBB

Contexta hat die Freizeittester wieder auf die Pirsch geschickt.

Die neue Abverkaufskampagne für die Freizeitangebote der SBB ist erfolgreich gestartet. Seit Januar testen Sergio, Benoît und Beat monatlich die aktuellen Tagesausflüge der SBB. Diese locken jeweils mit Vergünstigungen bis zu 50 Prozent. Jeden Monat widmen sich die drei Freizeittester einem neuen Thema: Im Januar dem Schnee, im Februar den Museen, im März den Wellness-Oasen. Im April standen Frühlingsausflüge und jetzt im Mai die schönsten Ausflüge ans Wasser auf dem Programm.
Ein erster Rückblick zeigt, dass die vernetzte Kampagne «bestens funktioniert», wie Reto Meissner, Leiter Marketing-Kommunikation Personenverkehr bei den SBB, erklärt. Bereits im ersten Quartal hat die neue Freizeitkampagne die ambitionierten Verkaufsziele übertroffen. Contexta setzt bei den zahlreichen Massnahmen auf kurze, überraschende TV-Spots sowie augenfällige Plakate. In diesen werden die jeweiligen Monatsthemen mit den drei Identifikationsfiguren als Tester inszeniert. Dabei soll das Zielpublikum auf die Freizeitplattform Sbb.ch gelotst werden. Dort finden die Kunden alle Testergebnisse: über 400 Freizeitangebote, übersichtlich geordnet und kategorisiert, dazu monatlich einen unterhaltenden Online-Film mit Sergio, Benoît und Beat, der das jeweilige Thema aufnimmt und bei den Zuschauern die Lust weckt, eines der Angebote zu kaufen.
Auf der Website der SBB kann man sein Wissen über die beworbenen Ausflugsziele auch gleich in einem Quiz testen. Wer die Fragen richtig beantwortet, nimmt an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es Reisegutscheine. Die Online-Umsetzung wurde von Maxomedia beigesteuert. Für die Filme spannte Contexta mit Peek und dem Regisseur Tobias Fueter zusammen. pan
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Eine der zahlreichen Massnahmen: Billboard auf den Kanälen der SRG.
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Zu guter Letzt: Facebook in Pakistan wegen Mohammed-Karikatur offline

Der Streit um Mohammed-Karrikaturen ist nun schon seit Jahren am lodern. Nun hat er in Pakistan für das soziale Netzwerk Facebook Konsequenzen.

Weil dort Medienberichten zufolge ein Mohammed-Zeichenwettbewerb geplant war, hat ein Gericht des Landes die Sperrung der Internetseite angeordnete. Die Regierung wurde angewiesen, Facebook bis zum 31. Mai sofort zu blockieren, wegen «blasphemischer Veranstaltungen», wie einer der Beschwerde führenden Anwälte am Mittwoch sagte.
Kritiker der geplanten Facebook-Sperrung hingegen meinten, dass die Entscheidung des Gerichts übers Ziel hinausschiessen könnt, was vor allem junge Nutzer verärgern könnte, so der Chef des Internet-Dienstleisters Nayatel, Wajaj-us-Siraj. Denn Facebook sei gerade da sehr beliebt.
Den Organisatoren geht es selbstverständlich weder um eine Beleidigung, noch hauptsächlich um einen Zeichenwettbewerb. Sie erklärten auf ihrer am Mittwoch noch zu erreichenden Facebook-Informationsseite, es gehe ihnen um die Meinungsfreiheit. Dies sei die Antwort auf einen muslimischen Blogger, der wegen einer Mohammed-Darstellung unlängst Drohungen gegen die Produzenten der Serie South Park ausgesprochen habe. Man könne ihnen nicht das Recht auf Redefreiheit nehmen und schon gar nicht mit Drohungen ein Schweigen erreichen.
Immer noch empfinden viele Muslime jegliche Abbildung von Mohammed als Beleidigung. Im Jahr 2005 hatten Mohammed-Karikaturen in der dänischen Zeitung Jyllands-Posten weltweit Protesten ausgelöst, bei denen mindestens 50 Menschen starben.

Bakom verweist Kabelnetzbetreiber in seine regionalen Schranken

Regionalfernsehsender, die auch über Konzessionsgelder finanziert werden, dürfen nur in ihrem angestammten Sendegebiet ausgestrahlt werden. Die Behörden haben deshalb einen im bernisch-luzernischen Grenzgebiet tätigen Kabelnetzbetreiber angemahnt.

Am Mittwoch hat die Sprecherin des Bundesamtes für Kommunikation Bakom, Deborah Murith, einen Bericht des Mediendienstes Klein Report bestätigt. Der Kabelnetzbetreiber Zapp aus Worb BE wollte Tele Bärn im Kanton Luzern sowie Tele 1 (Zentralschweiz) und Tele M1 (Aargau) im Kanton Bern ausstrahlen. In den von Zapp bedienten Luzerner Gemeinden sei Tele Bärn vor einem Monat aufgeschaltet und bereits wieder abgeschaltet worden. Im Falle des Kantons Bern wurde das Bakom aktiv, bevor die Sender definitiv ins Angebot aufgenommen wurden.

Eine Annabelle – hundert Covers

Die aktuelle Ausgabe der Annabelle sieht hundert Mal anders aus.

Unter dem Motto «Neues Leben, neuer Look» haben Annabelle und Nivea hundert Frauen aufs Cover gebracht, die alle eines gemeinsam haben: Sie wollen in ihrem Leben etwas verändern.
Den eigenen Laden eröffnen, auswandern, eine Fremdsprache lernen, endlich heiraten oder sich endlich scheiden lassen – wenn Frauen in ihrem Leben etwas bewegen, dann ist das in der Regel unübersehbar, führt doch der erste Schritt in ein neues Leben meist zum Coiffeur, zu einem anderen Style. Seine Pläne in die Tat umzusetzen verbessert jedoch nicht nur das eigene Lebensgefühl und Aussehen, es inspiriert auch andere Frauen, ihre kleinen und grossen Träume wahr zu machen. Deshalb hat Annabelle gemeinsam mit Nivea Leserinnen gesucht, die ihr Leben verändern wollen. Hundert von ihnen bekamen eine neue Frisur, ein Make-up und ein Styling geschenkt. Und einen Auftritt als Annabelle-Covermodel, fröhlich, frech, sexy oder cool inszeniert von renommierten Fotografinnen und Fotografen. PCM

Annabelle-Chefredaktorin Lisa Felmann im Interview
WW: Wie kamen Sie auf die Idee einer Annabelle mit 100 verschiedenen Titelseiten?
Lisa Feldmann: Das ist ein alter Traum von mir – den ich aus Budgetgründen bisher nie realisieren konnte. Dann kam mir im Gespräch mit Nivea die Idee, das ambitionierte Unterfangen gemeinsam umzusetzen: Nivea wollte ihre Kompetenz im Haare- und Make-up-Bereich unterstreichen, und ich konnte sie davon überzeugen, dass wir das gleich hundertmal in die Tat umsetzen!
Welche Rolle spielte Nivea bei der ganzen Geschichte?
Sie liessen sich spontan begeistern – und das nicht zum ersten Mal: Bereits vor drei Jahren machten wir das Projekt «1 bis 100» gemeinsam – damals fotografierten wir hundert Schweizerinnen im Alter von 1 bis 100, und Nivea war auch damals Sponsor.
Wie lange dauerten die Vorbereitungsarbeiten?
Insgesamt beinahe drei Monate. Eine ausgeklügelte Planung – beinahe ein «Master-Plan» – startete Ende Januar, dann gingen im Februar die Coiffeur-Termine los, bis in den März hinein. Dann wieder-um produzierten wir insgesamt zehn Tage lang in unserem Fotostudio. Um die aufwendige Verteilung und Durchmischung zu garantieren, mussten darüber hinaus alle Covers zwei Wochen früher als üblich in der Druckerei ankommen – da hat ein Menge Leute bei der Annabelle über eine Woche lang Doppelschichten geschoben.
Wie ging das Casting vor sich?
Wir haben Aufrufe in der Annabelle, 20 Minuten Friday sowie auf beiden Websites geschaltet. Ein Team der Bildredaktion sowie aus der Reportage hat dann die spannenden Fälle ausgewählt und auch darauf geachtet, dass jede Altersklasse berücksichtigt wird.
Wie viele Frauen haben sich gemeldet?
Knapp 500.
Was waren die Selektionskriterien?
Ihr jeweiliges Anliegen sollte möglichst der Rede wert sein, auch wenn es nicht existentiell sein musste. Und wir wollten eine Mischung aus der Annabelle-Leserinnen-Welt: von 18 bis 68!
Wie lange dauerte die Foto-Produktion der 100 Titelfotos?
Die reine Foto-Produktion dauerte zehn Tage.
In welcher Grössenordnung bewegten sich die Gesamtkosten (Foto, Produktion, Druck)?
Darüber möchte ich, auch im Interesse unseres Partners Nivea, keine Auskunft geben.
Wie werden die 100 Titelbilder verteilt?
Eben sehr gleichmässig und flächendeckend. Wir haben uns an grossen Kiosken (Bahnhofsbuchhandlungen, Flughafen) so genannte «Inseln» gesichert, die wir gesamthaft belegen. Darüber hinaus liegt jeder Annabelle ein Poster bei, das sämtliche Covers zeigt, damit die ahnungslose Leserin begreift, was sie da in Händen hält.
Machen Sie auf der Website etwas Spezielles?
Ja, es gibt zwei verschiedene Wettbewerbe, um das Lieblings-Cover unserer Leserinnen zu wählen, sowie über die Facebook-Seite der Annabelle eine Vernetzung der Models: Wer sein eigenes Heft nicht oft genug findet, kann sich im Panini-Bildli-Austauschverfahren miteinander vernetzen.
Im Nachhinein: Was war das Schwierigste an der ganzen Produktion? Was würden Sie heute anders machen
Nichts. Es war wunderbar, von A-Z. Viel Aufwand, von dem ich nichts bereue! Und dann noch 100 Leserinnen, die sich allesamt so schön wie noch nie gefühlt haben: Das war die grösste Belohnung!
(Das Interview wurde schriftlich geführt.) Pierre C. Meier

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Zur Sache: Die Überraschung

Nun ist es endlich so weit, der neue SRG-Generaldirektor wurde gewählt. Dies rund ein Jahr nachdem Armin Walpen nach 14 Jahren seinen Rücktritt auf Ende 2010 angekündigt hatte. Nach monatelangem Geheimhaltungstheater und einer daraus resultierenden Spekulationslust der Medien ist die Sache nun endlich vollbracht.

Wer bei dieser Art von Wahl an poststalinistische Zustände denkt, liegt nicht ganz falsch. Das Versteckspiel im Vorfeld, das mit der Geheimhaltungspflicht den Kandidaten gegenüber erklärt wird, führte zur kompletten Intransparenz. Einer Intransparenz, die von einem zwar privatrechtlich organisierten, aber zu rund 75 Prozent über Gebühren finanzierten Medienunternehmen nicht akzeptiert werden darf. Handelt es sich bei der Wahl des SRG-Generaldirektors doch immerhin um die wichtigste Stelle im Schweizer Medien¬zirkus. Aber es kam dennoch gut!
Gewählt vom Verwaltungsrat wurde Roger de Weck als neuer SRG-Generaldirektor am Dienstag vom obersten SRG-Gremium, der Delegiertenversammlung, und in seinem zukünftigen Amt be¬stätigt.
Dass diese wichtige Stelle heute von einem wirklichen Topmann eingenommen werden wird, lässt das unsägliche Wahl-Theater beinahe vergessen. Der 56-jährige Roger de Weck wird sein Amt am 1. Januar 2011 antreten. «Sternstunden»-Moderator de Weck war Chefredaktor von Zeit und Tages-Anzeiger und Mitglied der Tamedia-Konzernleitung. Er ist Präsident des Institut de hautes études internationales et du développement (Graduate Institute) in Genf und freier Publizist. In Freiburg geboren, ist er in Genf und Zürich zweisprachig aufgewachsen. De Weck hat an der Universität St. Gallen Wirtschaft studiert und in Hamburg ein Trainee als Verlagskaufmann absolviert. Er ist Ehrendoktor der Universität Luzern.
Endlich einmal kein Funktionär an der Spitze der SRG, sondern ein Medien-Macher. Ein Mann, der als Top-Journalist die Medien à fond kennt. Was sich hingegen erst zeigen muss, sind seine Fähigkeiten, dem Koloss SRG den notwendigen harten Sparkurs zu verordnen und gleichzeitig die Qualität zu verbessern. Sparmassnahmen durchzusetzen war zu seinen Tamedia-Zeiten nicht unbedingt de Wecks Stärke.
Das wird also keine leichte Aufgabe werden. Umso mehr, als ihm von der politischen Rechten her ein scharfer Wind entgegenwehen wird. Denen ist die liberale proeuropäische Haltung von de Weck schon seit Langem ein Dorn im Auge.
Und die ewige Leier vom links unterwanderten Schweizer Fernsehen werden wir in Zukunft noch öfters zu hören bekommen. Ich glaube nicht, dass das de Weck stören wird.
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Maxomedia kreiert für Immoscout24.ch

Maxomedia hat die Wohnungsnot in gewissen Zürcher Städten aufgegriffen und Immoscout24.ch als perfekten Partner für Wohnraum positionniert.

Die neue Kampagne geht direkt auf das Bedürfnis nach mehr Wohnraum ein. So steht in diesem Konzept der Webbanner als Medium, stellvertretend für die eigenen vier Wände. Die verschiedenen Bannerformate symbolisieren Wohnräume, die den Bewohner einengen. Auf diese Weise wird Immoscout24.ch zum perfekten Partner für mehr Wohnraum gemacht.
Maxomedia ist verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung der Kampagne.

Web-Marketing: Heilsbringer oder Hype?

Eine Marketing-Welt ohne E-Mail-Newsletters, Google-Adwords, Facebook und YouTube? Fast undenkbar. In der Prüfungswelt der Top-Ausbildungswege hingegen spielt Web-Marketing noch eine untergeordnete Rolle. Das hat seine Gründe. Erste E-Pflöcke sind bereits eingeschlagen, und weitere kommen dazu.

Dieser Marketing-Schuss ging hinten raus. Als der deutsche Unternehmer Wolfgang Gropp jüngst auf dem Online-Portal Innovativ-in.de zu seiner Internet-Affinität und zu Social Media befragt wurde, fand der Chef des Textilkonzerns Trigema markige Worte: «Ich beschäftige mich damit nicht. Twitter ist für mich einfach nur dumm, und die Menschen, die das nutzen, sind für mich Idioten.» Gropp, mit seinen 68 Lenzen ein typischer Vertreter der so genannten «digitalen Immigranten», löste damit ein regelrechtes Twitter-Gewitter aus. Aus allen Winkeln und Ecken des Landes meldeten sich Online-Jünger, die Gropp und seine Firma mit virtuellen Flüchen eindeckten. Das Beispiel zeigt zweierlei: Der Graben ist gross zwischen denjenigen, die ohne Internet aufgewachsen sind, und den anderen, die ohne nicht mehr können. Zweites Learning: Botschaften, liebsame und unliebsame, breiten sich online aus wie das sprichwörtliche Lauffeuer.
Gerade für letzteres interessieren sich Marketer immer stärker. Virale Kampagnen über die grosse Filmchen-Bühne YouTube, E-Mail-Newsletters mit nachverfolgbarer Öffnungs-Quote, Brand-Fanclubs auf Facebook – das gehört heute in der Praxis zum guten Ton, hier spielt die Musik. Online-Marketing generell, Web-Marketing über Social Media, das hat hohen Stellenwert. Eine Szene, die sich rasend schnell entwickelt, wo es mitunter schwierig ist, den Überblick zu behalten und Gags von wirklich relevanten Strömungen zu unterscheiden. Eine Szene auch, die in der Ausbildung oft nicht oder nur schwach behandelt wird. Besonders deutlich sagte es letzthin Dominique P. Locher, Direktor Marketing und Verkauf vom Online-Händler LeShop: «Heute kommen Uni-Abgänger als Product Manager in eine grosse Firma und gebärden sich dort gemäss der offiziellen Lehre als Kontroll-Freaks, die alle Details in den relevanten Abverkaufsstellen und Märkten im Griff haben wollen. Dabei spielen in den neuen Märkten Transparenz und Regionalität eine unglaublich wichtige Rolle. Wenn etwa eine südafrikanische Hausfrau ihren Blog zum Thema Pringles Chips führt und damit 26 Millionen Leser erreicht, übernimmt sie quasi die Kontrolle vom betreffenden Product Manager.» So stark mögen die Konsumenten nicht überall schon in die Domäne der Marketer eingreifen, doch in der Tendenz hat Locher recht: Mit dem Web 2.0, dem «Mitmach-Internet», mischen sich Konsumenten, die früher einfach mit Botschaften und Produkten bedient wurden, selber in den Marketing-Prozess ein.
Relevanz erkennen – und verfolgen
In den Ausbildungs- und Prüfungsplänen bei Swiss Marketing spielen heute Themen wie Online-Marketing und Social Media noch eine untergeordnete Rolle. Teils, weil die Reglemente auf Jahre hinaus angelegt werden, teils aber auch, weil es selbst für Fachleute schwierig ist, wirklich wichtige Strömungen aufzuspüren, die bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts Relevanz haben werden. «Der Online-Aspekt und Social Media – das ist aus dem praktischen Marketing-Alltag heute nicht mehr wegzudenken», sagt Christoph Portmann. Der Inhaber und Geschäftsleiter des Beratungsunternehmens Score Marketing im zürcherischen Stäfa, Dozent in der Ausbildung von Marketing- und Verkaufsleitern, staunt selber über die enorme Dynamik in den neuen Feldern: «Gerade der Bereich Social Media hat sich nur schon in den letzten Monaten explosionsartig entwickelt.» Portmann ist Fachvorstand und Experte im schriftlichen Fach «Marketingkonzept» sowie Experte im mündlichen Fach «Marketingkonzept» bei den eidgenössischen Marketingfachleute-Prüfungen. Hier hat das Online-Thema bereits erste Spuren hinterlassen. In der Wegleitung der Marketingfachleute, die per 2009 in Kraft gesetzt worden ist, wird E-Marketing thematisiert. Im Prüfungsfach «Integrierte Kommunikation» spielen das Search Engine Marketing (Suchmaschinen-Marketing) und das so genannte Permission Marketing (Erlaubnis-Marketing, das etwa beim Zustellen von E-Mail-Newslettern zentral ist) eine Rolle. Damit nicht genug: In der jährlichen Weiterbildung der rund 80 Experten, sagt Portmann, werde dieses Jahr im Bereich Marketingkonzept der Schwerpunkt auf die Themen Online-Marketing und Social Media gesetzt. Damit wird die grundsätzliche Herausforderung, dass die Experten in der Regel ältere Semester als die zu Prüfenden sind, konkret angegangen.
Peter Petrin, Vizepräsident Swiss Marketing, zuständig für das Ressort Bildung, sieht im Online-Marketing ein Must: «Es geht mindestens einmal darum, eine Mitsprachekompetenz zu erwerben auf dem Gebiet, man muss wissen, wie man Instrumente wie Facebook oder Xing – beides Realitäten in unserem Geschäftsleben – einsetzen kann im Marketing.» Petrin, Direktor des Schweizerischen Instituts für Betriebs-ökonomie, lanciert an seinem Ausbildungsinstitut im Herbst erstmals den elftägigen Lehrgang zum «Digital Marketing Expert». Zu den Modulen gehören unter anderen E-Mail-Marketing, Mobile- und Ingame-Marketing, Social Media, Blogs und Podcasts. Wolle man das Thema auch bei den Lehrgängen von Swiss Marketing prüfen, stelle sich gemäss Petrin eine hauptsächliche Schwierigkeit: «Wir wollen nicht graue Theorie vermitteln, sondern Best Practice weitergeben, also Erfolgsmethoden aus der Realität aufzeigen. Doch dazu gibt es heute noch nicht sehr viele Erfahrungen in der Schweiz, es mangelt an wirklich guten und tief gehenden inländischen Fallstudien.» Trotzdem könne man das Thema auf unkomplizierte Art und Weise in Prüfungen einbauen, findet Petrin, «zum Beispiel als Baustein von Verkaufskonzepten». Wolle man rasch handeln, könnten Wegleitungsänderungen für die Prüfungen ins Auge gefasst werden, «denn diese müssen nicht vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT bewilligt werden; die jeweilige Prüfungskommission kann dies selber anpassen.»
«Das stimmt so natürlich in den Grundzügen», bestätigt Claude Dubois, Leiter Prüfungswesen Swiss Marketing, «aber mit einer solchen Änderung der Wegleitung zur Prüfungsordnung müssen zuerst alle Trägerverbände, also neben Swiss Marketing auch die Gesellschaft für Marketing (GfM), KV Schweiz und der Schweizer Direktmarketingverband (SDV), einverstanden sein.» Dazu kommt, dass man bei neuen Prüfungsinhalten den Ausbildungsinstituten eine Vorlaufzeit von rund eineinhalb Jahren geben müsse, damit diese die neuen Themen adäquat aufarbeiten und schulen können. Die allgemeine Stossrichtung formuliert Dubois so: «Inhalte aus dem Online-Marketing werden in naher Zukunft zwingend aufgenommen werden müssen, das ist klar, schliesslich wollen wir jüngere Generationen ansprechen, und da gehören diese Stoffe einfach dazu.» Da man im Jahr 2009 eben erst eine Prüfungsreform durchgeführt hat, wolle man aber nichts überstürzen und damit Gefahr laufen, Stückwerk abzuliefern: «Nach dieser Reform ist eine zwei- bis dreijährige Phase der Erfahrungssammlung angesagt, das heisst also, dass wir wohl schon nächstes Jahr daran gehen werden, eine nächste Reform anzupacken.»
Welche Phase im Hype-Zyklus?
Beschäftigt man sich mit Inhalten aus dem Online-Marketing und den omnipräsenten Social Media Networks, taucht schnell einmal die Frage nach der Halbwertszeit dieser Tools auf. Ist etwa Twitter bloss ein Phänomen, das ein, zwei Jahre anhält – oder ist es so relevant für Marketer, dass es in die Prüfungspläne gehört? Ein Stück weit werden Prüfungsreglemente, die auf mehrere Jahre hinaus angelegt sind, wohl immer der schnelllebigen Online-Realität hinterherhinken. Dafür dürften sie aber die richtigen Gewichte setzen und so dafür sorgen, dass der gelernte und geprüfte Stoff von Relevanz ist – heute und morgen. Aber wie soll man auswählen aus der Fülle von Tools, wo Schwerpunkte setzen? «Man sollte sich auf Instrumente und Anwendungen konzentrieren, die den ersten Abschnitt des Hype-Zyklus hinter sich und eine gewisse Relevanz erlangt haben», sagt Marcel Bernet, Inhaber der Zürcher Bernet PR AG für Kommunikation. Dazu gehöre bestimmt Facebook, «das mit seinen 2,2 Millionen Schweizer Usern eine Reichweite hat, die auch in den nächsten fünf Jahren wichtig bleiben wird». Zu weiteren relevanten Web-Marketing-Einsatzfeldern zählt Bernet virale Kampagnen, wie sie etwa über YouTube geführt werden, Blogging, Online-Bewertungsplattformen und ganz generell der Kundendialog via Firmen-Website. Bernet, der an der Schweizer Journalistenschule MAZ doziert, glaubt, dass man Online-Themen ohne Reglementsänderung heute schon an Prüfungen thematisieren könnte, «etwa im mündlichen Teil, wenn der Experte die Frage aufbringen kann, wie der Kandidat Social Media im allgemeinen Marketing-Mix beurteilt und wie er diese einsetzen würde». Fallstudien zum Einsatz von Online-Marketing liessen sich heute bereits in hohen Zahlen für die USA und Europa, in kleinerem Masse für die Schweiz finden.
Es ist wohl bloss eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande eine genügende Menge an Fallstudien zu beschaffen ist. Damit wäre ein Boden gelegt, um das Curriculum des Nachwuchses auch im Bereich des Online-Marketings zu vervollständigen.
Und Wolfgang Gropp, der Twitter-Verachter? Entschuldigte sich mit einem offenen Brief bei denjenigen, die er verunglimpft hatte: «Falls sich dadurch Personen beleidigt fühlten, möchte ich mich dafür entschuldigen. So war es nicht gemeint! Wir selbst sind ja ebenso bei Twitter oder Facebook oder beispielsweise YouTube aktiv, worauf man als Unternehmen in der heutigen Zeit auch nicht verzichten sollte.» Mit dem Ort seiner Entschuldigung machte Gropp schon den ersten Schritt vom digitalen Immigranten zum Digital Native: Das Mea Culpa erschien auf der Trigema-Seite auf Facebook.
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Top der Woche 1: Youtube wird fünf – und wächst weiter

Das Videoportal Youtube erfreut sich steigender Beliebtheit. Die Zahl der abgerufenen Clips hat sich innerhalb des letzten Halbjahres verdoppelt. Inzwischen sind es über 2 Milliarden, die jeden Tag von Millionen von Nutzern angeklickt werden.

Analysten glauben, dass Youtube dieses Jahr erstmals einen Profit für Google abwerfen könnte. Zunehmend streamt das Portal auch ganze Filme, entweder als Einzelkaufangebot oder mit Werbeunterbrechungen. Allerdings ist die Auswahl derzeit noch sehr begrenzt. Bisher ist es Youtube nicht gelungen, mit amerikanischen Filmstudios oder TV-Sendern eine Partnerschaft einzugehen. Obwohl pro Minute 24 Stunden Videomaterial neu auf Youtube geladen werden, verbringt der durchschnittliche Nutzer nur gerade 15 Minuten pro Tag auf dem Portal. Zum Vergleich: Der typische US-Fernsehzuschauer sitzt über 5 Stunden vor dem TV-Gerät. Aber Youtube nutzt die wachsende Popularität, um im Werbemarkt aggressiver aufzutreten. Eine Rolle dürfte das Portal auch bei den neusten Plänen des Mutterhauses spielen, das diese Woche «Google TV» vorstellen wird, eine Softwareplattform fürs Fernsehen, das der Internetkonzern gemeinsam mit Sony, Intel und Logitech entwickelt.
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