Zu guter Letzt: Glotze aus und mit Lego spielen!

Kinder verbringen heute viel Zeit vor dem Flimmerkasten. Zuviel, meint der Spielzeughersteller Lego. Um die Kinder vom Fernseher wegzulocken, hat das Unternehmen den Kindersender Nickelodeon davon überzeugt, am Weltspieltag eine Sendepause einzulegen.

Wer sich am 28. Mai 2010 zwischen 12 und 18 Uhr das Unterhaltungsprogramm von Nickelodeon zu Gemüte führen will, hat Pech gehabt. Im Auftrag von Lego herrscht dann nämlich Funkstille beim Kinderkanal. Die Sendepause soll Kinder dazu animieren, sich den Tag anders zu vertreiben. Ja, oft vergessen, es gibt auch noch andere Möglichkeiten, sich zu beschäftigen – beispielsweise mit einem Spiel des dänischen Herstellers. Bleibt abzuwarten, ob die Kinder während der Sendepause wirklich ein Lego-Spiel zur Hand nehmen, oder einfach auf einen anderen TV-Kanal wechseln oder sonst was machen – oder noch fieser, sich mit einem Konkurrenzprodukt amüsieren. Um dieses Risiko zu minimieren, werden im Vorfeld auf Nick.de jedenfalls zahlreiche Spielepakete verlost.

Basler Zeitung verkauft Lokalzeitungen

Die Basler Zeitung verkauft ihren Lokalzeitungsbereich: Die LV Lokalzeitungen Verlags AG mit den Titeln Allschwiler Wochenblatt, Birsfelder Anzeiger, Muttenzer & Prattler Anzeiger sowie dem Internetportal Reinacherzeitung.ch geht an die Friedrich Reinhardt AG in Basel. Der Verkauf erfolgt rückwirkend auf den 1. Mai 2010.

Dank dieser Transaktion könne der Friedrich Reinhardt Verlag, der unter anderem den Birsigtaler Bote und die Riehener Zeitung herausgibt, mit seinen Lokalzeitungen die Agglomeration Basel besser abdecken, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag. Alle Titel sollen weitergeführt werden, ein Abbau im Verbreitungsgebiet oder in den Redaktionen sei nicht geplant. Die Basler Zeitung ihrerseits will den lokalen Bereich im eigenen Produkt ausbauen und stärken. Der Verkauf der Verlagseinheit LV Lokalzeitungen sei ein weiterer Schritt in Richtung Konzentration auf das Kerngeschäft der bezahlten Tageszeitung, so der Verlag.

Reaktionen auf die Wahl des neuen SRG-Generaldirektors

Die Reaktionen auf die Wahl von Roger de Weck zum neuen Generaldirektor der SRG liessen nicht lange auf sich warten. Bei SP und CVP kommt die Wahl de Wecks gut an. Zufrieden zeigen sich auch die Mediengewerkschaften. Die SVP hingegen spricht von einer «politischen Wahl» und gibt sich enttäuscht. Skeptisch ist die FDP.

Wecks Kontrahent, FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger, erklärte sich «überrascht». Zu seiner Wahlniederlage wollte er nicht viel sagen. «Ich wünsche Roger de Weck alles Gute für die anspruchsvolle Aufgabe», so Leutenegger. De Weck verfüge zwar über viele Kompetenzen, aber ihm fehle Managementerfahrung, sagte der Zürcher Nationalrat und FDP-Vizepräsident Markus Hutter. Ein Unternehmen mit über 6‘000 Mitarbeitern zu führen und erst noch Reformen durchzubringen, das sei eine enorme Herausforderung.

SVP: «Rotes Staatsfernsehen»
Äusserst unerfreut zeigte sich Christoph Mörgeli von der SVP. «Es überrascht mich nicht, dass das linke Schweizer Fernsehen eine solche Figur wählt. Es ist nur eine besondere Ironie des Schicksals, dass einer der fanatischsten EU-Hohepriester diesen Posten kriegt», kommentierte der Politiker die Wahl auf Blick.ch. «Ich frage mich auch, wie er bei der SRG wirtschaften wird – schliesslich schreibt er seit Jahrzehnten gegen die Marktwirtschaft an.»
Deutliche Worte fand auch SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner: Mit dem linksliberalen Europabefürworter Roger de Weck bleibe alles beim alten: «Rotes Staatsfernsehen», sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Das Lobbying der bürgerlichen Kreise sei wahrscheinlich einfach zu kurzfristig gewesen, übte sich Giezendanner in Selbstkritik. Seine 21-köpfige, bürgerliche «Mediengruppe» werde nun aber erst recht aktiv. Der Zürcher SVP-Nationalrat und AUNS-Geschäftsführer Hans Fehr wittert einen Skandal: Eine sachliche und ausgewogene Berichterstattung unter dem «EU-Turbo im Quadrat» sei ein Hohn.
Zudem sucht die SVP das Gespräch mit de Weck: Bei einer Aussprache in den kommenden Wochen erwarte die Partei von ihm eine «Klärung seiner Position zu wichtigen politischen und unternehmerischen Fragen sowie gegenüber der SVP», heisst es in einem Communiqué.

SP und CVP zufrieden
Erfreut über den neuen SRG-Generaldirektor zeigten sich CVP und SP. De Weck sei ein erklärter Kämpfer gegen die Polarisierung im Land, sagte CVP-Sprecherin Marianne Binder. Ihre Partei hoffe, dass er damit auch bei Radio und Fernsehen Erfolg habe und lösungsorientierte, konstruktive und pragmatische Ansätze stärke. Als «überzeugten Kämpfer für den Service Public» charakterisierte SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr den designierten SRG-Generaldirektor. De Weck sei eine gute Wahl, gerade weil er vom Journalismus komme und kein Manager sei, sagte der Schaffhauser SP-Politiker.

Mediengewerkschaften erfreut
Mit de Wecks Wahl setze der SRG-Verwaltungsrat ein klares Zeichen und demonstriere, dass für ihn in Zukunft die journalistische Qualität und Vielfalt oberste unternehmerische Priorität habe, teilte Impressum am Dienstag mit. Man sei zuversichtlich, dass die SRG mit ihrem neuen Generaldirektor weiterhin ein zuverlässiger Sozialpartner, fairer Arbeitgeber und Garant für innere und äussere Pressefreiheit und für Qualitätsjournalismus bleibe.
De Weck sei eine politisch und menschlich integre Person, sagte Comedia- Sprecherin Nina Scheu am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der designierte SRG-Generaldirektor vertrete einen Service Public, wie sie es sich wünsche, hielt Barbara Büttner vom Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) fest.
Zweifel an der Konkordanzfähigkeit hegt hingegen der Schweizerische Gewerbeverband (SGV): De Weck habe mit seinem bisherigen journalistischen und politischen Engagement weite Bevölkerungskreise ausgegrenzt, schreibt der Verband. Er sei daher nicht geeignet, die auf Ausgleich beruhende «idée suisse» im Bereich der Monopolmedien zu fördern.

Inhalt & Form: Matthias Städeli ergänzt die Geschäftsleitung

Inhalt & Form baut die Bereiche Werbung, Branding und Digital Media weiter aus. Seit dem 1. Mai 2010 ist Matthias Städeli neu in der Geschäftsleitung der Zürcher Agentur.

Der 38-jährige Berater und eidg. dipl. Marketingleiter bringe langjährige Führungs- und Praxiserfahrung in Kommunikationsagenturen sowie im Bereich der Neuen Medien mit, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Sein Hauptaugenmerk liege auf der Entwicklung disziplinübergreifender Kommunikationslösungen, on- sowie offline.

Aus ZMS/PMA Medienbeobachtung wird ZMS Monitoring Services

Nach 20 Jahren gibt sich ZMS/PMA Medienbeobachtung ein neues Gesicht. Ab dem 1. Juni 2010 tritt die AG unter dem Namen ZMS Monitoring Services auf. Zudem werden die Aktivitäten neu in drei Divisionen gegliedert.

Der Geschäftsbereich «Media Monitoring» wird von Annemarie Kaser, Director Sales Departement Media Monitoring, geführt. In der Division «Ad Monitoring» werden Informationen über Werbemittel und Mediaspendings angeboten. Geleitet wird sie von Ivo Knüsel, Director Sales & Media. Die Division «Analytics» bündelt Medienanalysen in Sport, Wirtschaft, Politik und Kultur sowie Sponsoring-Erfolgskontrollen. Über letztere informiert das Unternehmen auch am 8. Juni 2010 im Rahmen des ZMS Analytics Summit. Verantwortlich für die Division «Analytics» zeichnet Stephan Wyss, Head of Sales Department/Member of Management Board.
Weitere Informationen: Zms.ch.

Youtube wird fünf – und wächst weiter

Das Internetvideoportal Youtube feiert seinen fünften Geburtstag und erfreut sich steigender Beliebtheit. Die Zahl der abgerufenen Clips hat sich innerhalb des letzten Halbjahres verdoppelt. Inzwischen sind es über zwei Milliarden, die jeden Tag von Millionen von Nutzern angeklickt werden. Analysten gehen nun davon aus, dass Youtube dieses Jahr erstmals einen Profit für Google abwerfen könnte.

Zunehmend streamt das Portal auch ganze Filme, entweder als Einzelkaufangebot oder mit Werbeunterbrechungen. Allerdings ist die Auswahl derzeit noch sehr begrenzt. Bisher ist es Youtube nicht gelungen, mit amerikanischen Filmstudios oder TV-Sendern eine Partnerschaft einzugehen. Obwohl pro Minute 24 Stunden Videomaterial neu auf Youtube geladen werden, verbringt der durchschnittliche Nutzer nur gerade 15 Minuten pro Tag auf dem Portal. Zum Vergleich: Der typische US-Fernsehzuschauer sitzt über fünf Stunden vor dem TV-Gerät. Aber Youtube nutzt die wachsende Popularität, um im Werbemarkt aggressiver aufzutreten. Eine Rolle dürfte das Portal auch bei den neusten Plänen des Mutterhauses spielen, das diese Woche in San Francisco «Google TV» vorstellen wird, eine Softwareplattform fürs Fernsehen, das der Internetkonzern gemeinsam mit Sony, Intel und Logitech entwickelt.

Mitlinks: Eine Website zum Hören

Mitlinks hat für die Agentur Marina Schramm aus Düsseldorf eine neue Website gestaltet. Diese will vor allem gehört und erst in zweiter Linie gelesen werden.

Die schlicht gestaltete Seite rückt dabei die Schauspieler und deren Hörproben ins Zentrum. Bei den Schauspielern, die in den Bereichen Werbung, Hörspiel und Hörbuch mit der Agentur Marina Schramm zusammenarbeiten, handelt es sich um Bühnen-, Film- und Synchronschauspielern, darunter auch Patrick Güldenberg vom Schauspielhaus Zürich. Das Design der Seite basiert auf den bestehenden Kommunikationsunterlagen der Agentur. Das Corporate Design ist dafür sanft weiterentwickelt und erweitert worden.

Verantwortlich bei der Agentur Marina Schramm: Marina Schramm (Agenturinhaberin). Verantwortlich bei Mitlinks: Lorenzo Mutti (CD), Roland Hunziker (Projektleitung).

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Wunderman: Radiospots für den Internet Explorer

Wundermann hat für Microsoft zwei neue Radiospots umgesetzt. Diese machen auf die Vorteile des Internet Explorer 8 aufmerksam.

Die Spots nehmen die InPrivate-Funktion zur Erhöhung der Sicherheit als Kernbotschaft auf. Diese sorgt dafür, dass Nutzer exakt bestimmen können, welche Daten gespeichert und welche in Cache, Cookies und Verlauf festgehalten werden.

> Zum Spot 1
> Zum Spot 2

Verantwortlich bei Microsoft: Daniel Furger (Marcom Lead, Consumer & Online Switzerland), Christina Prinzip (Windows Channel Manager, Consumer & Online Switzerland), Nicole Josi (Marketing Communications Manager, Central Marketing Group). Verantwortlich bei Wunderman: Florian Tillmann (Text/Konzept), Roger Rüegger (Creative Direction), Carmela Carbone (Projekt-Management), Dario Bernardi (Projektleitung).

Flowcube: Marken- und Produkte-PR für Maag

Flowcube Communications ist neu für Syngenta Agro Schweiz im Einsatz. Die Agentur mit Hauptsitz in Zürich wurde vom Pflanzenschutzmittelhersteller mit der PR- und Medienarbeit für die Marke Maag beauftragt.

Die Geschichte der Marke Maag reicht über 165 Jahre zurück. Darunter wird eine breite Palette an Pflanzenpflege- und Pflanzenschutzprodukten angeboten: jene für private Gartenbesitzer und Pflanzenliebhaber unter der Marke Maag, diejenige für professionelle Anwender unter der Marke Maag profi.

Sunrise mit neuem Mediensprecher

Roger Schaller ist ab dem 1. Juni 2010 neuer Mediensprecher bei Sunrise. Er löst Gottardo Pestalozzi ab, der das Unternehmen verlässt.

Bisher war Roger Schaller in der Corporate-Communications-Abteilung von Sunrise für den Bereich Public Affairs zuständig. Er dürfte vielen Medienschaffenden als Spezialist für Antennenbegehren, Umweltfragen und Behördenbeziehungen bekannt sein. Gottardo Pestalozzi, seit 2006 Mediensprecher, wird ab dem 1. Juni 2010 das Team «Kommunikation WSL» an der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf bei Zürich leiten.

Deutsches Kartellamt prüft AP-Übernahme durch DDP

Das deutsche Bundeskartellamt nimmt den Zusammenschluss der Nachrichtenagenturen DDP und AP Deutschland genau unter die Lupe. Ausgelöst wurde die Untersuchung durch eine Beschwerde der Konkurrenzagentur DPA, die das Kartellamt aufgefordert hatte, die Fusion der Wettbewerber zu untersuchen.

Die Kartellwächter prüfen nun die Auswirkungen der Fusion auf den Medienmarkt. Kommen sie zu dem Ergebnis, dass durch den Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung begründet oder verstärkt wird, können sie Auflagen erlassen. Die aus AP und DDP neuformierte Nachrichtenagentur-Gruppe DAPD DDP will einem Sprecher zufolge dem Kartellamt schnellstmöglich alle nötigen Informationen liefern. Grosse Einwände der Wettbewerbshüter gegen die Fusion seien nicht zu erwarten. Das Entstehen einer zweiten Vollagentur neben DPA beeinträchtige den Wettbewerb nicht, sondern kurble ihn vielmehr an.

Planet Luzern: Für Ramseier auf die Kraft der Natur gesetzt

Ramseier Suisse hat zum 100-jährigen Jubiläum eine Kampagne lanciert. Beworben wird unter anderem der neue Ramseier Apfel Cranberry. Die Werbeagentur Planet Luzern hat dazu Sujets kreiert.

Die Sujets sollen die Produkteigenschaften vermitteln und die Positionierung «Die Kraft der Natur» unterstreichen. Begleitet wird die Kampagne von einem umfangreichen Kommunikationspaket, bestehend aus klassischer Kommunikation (Plakataushang und Inserate in Publikumszeitschriften sowie in der Sonntagspresse), POS-Ausstattung, Verkaufsförderungsmassnahmen und Onlinemarketing. Weitere Massnahmen betreffen die gesamte Produktpalette: So hat Ramseier einen nationalen Bandwettbewerb sowie eine Sammelaktion in Kooperation mit SBB Rail Away ins Leben gerufen. Mit diesen Massnahmen sowie einem Sponsoring-Engagement beim Slow Up sollen Attribute wie «Natürlichkeit», «Qualität» und «bodenständiger Charme» betont werden.

Verantwortlich bei Ramseier Suisse: Marco Imfeld (Leiter Marketing), Jürg Emmenegger (Brand Manager), Celine Stierli (Assistentin Brand Manager). Verantwortlich bei Planet: Silvan Kaeser (CD), Reto Odermatt (Grafik), Sonia Baumann und Stephanie Waller (Beratung). Fotografie: Pascal Kamber.

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