Sonnenstube Schweiz präsentiert Meteo

Wallis Tourismus sponsert von Juli – September 2010 die Wettersendung Meteo auf den nationalen Fernsehsendern SF, TSR und TSI. Der Wallis-Werbespot, den sich das Wallis 600‘000 Franken kosten lässt, soll die Anziehungskraft des Kantons verdeutlichen und wird jeden zweiten Tag ausgestrahlt.

Der Spot, der die Anziehungskraft des Wallis zeigt, spielt in einer typischen Bergbeiz inmitten der einmaligen Walliser Natur und mit dem Bergpanorama im Hintergrund. Er erzählt die Geschichte einer charmanten Begegnung eines Jungen mit dem Wallis. Der Vorteil dieses Sponsorings liegt für das Wallis darin, dass die Botschaft nicht in einem Werbeblock mit anderen Anbietern untergeht sondern in eine der meist beachteten Sendungen zur Hauptsendezeit am Abend direkt einfliesst.

Aufgefallen

Aufgefallen sind der Werbewoche-Redaktion diesmal zwei neue Apps - eine für Festivalbesucher und eine für hungrige Mäuler.

Sechs Festivals im iPhone
An einem Open Air die Orientierung zu verlieren ist einfach. Noch einfacher kann man sie jetzt wieder finden – dank dem «Open Air Buddy» von Swisscom. Mit diesem App wissen Festivalbesucher jederzeit, wann welche Bands auf der Bühne stehen, wo es das beste Thai Curry gibt und wo man abhandengekommene Freunde wieder finden kann. Die App ist das letzte Puzzle der Kampagne «Are You Open Air», mit der Swisscom ihr Sponsoring bei sechs grossen Festivals begleitet, beworben von Jung von Matt/Limmat.
1290580835_img100630_aufgefallen
«Was essen wir heute?»
Ein iPhone ersetzt die Speisekarte. Dank einer neuen Applikation von Lunchgate wissen User, welche Mittagsmenüs in ihrer Umgebung angeboten werden. Mit wenigen Klicks werden nicht nur die Küche – vegetarisch, bürgerlich, mediterran –, sondern auch das genaue Menü, die Entfernung zum Restaurant und sogar Fotos der Location angezeigt. Aus dem Restaurantprofil kann direkt angerufen und reserviert werden. Oder man lässt sich den Weg auf der Karte zeigen. Mehr unter Lunchgate.com.

Top der Woche: Le Monde vorerst gerettet

Die französische Tageszeitung Le Monde ist vorerst gerettet. Das in schwere Finanznot geratene Blatt soll künftig von Investoren rund um den linken Kulturmäzen Pierre Bergé kontrolliert werden.

Der Verwaltungsrat der Gruppe Le Monde nahm am Montag ein entsprechendes Übernahmeangebot mit der knappen Mehrheit von 11 von insgesamt 20 Stimmen an. Das Trio mit Bergé wird voraussichtlich zwischen 80 und 120 Millionen Euro aufbringen müssen. Für die Journalisten der Abendzeitung bedeutet der Einstieg der Investoren eine historische Zäsur. Sie übten über die Redaktorengesellschaft SRM und ihre Partner bislang die Macht im Unternehmen aus. Mit dem Einstieg von Bergé und seinen Partnern wird der Kapitalanteil der Journalisten nun verwässert. Die Redaktion verliert erstmals die Kontrolle über die Zeitung. Bergé, der gemeinsam mit dem Bankier Matthieu Pigasse und dem Gründer des Internetanbieters Free, Xavier Niel, antritt, will den Redaktoren allerdings ihre Freiheiten garantieren. Sogar eine Sperrminorität soll es geben. Dies könne der Sockel für die Unabhängigkeit sein, sagte zuletzt Monde-Direktor Eric Fottorino.

Startbahnwest realisiert Erdgas-Werbebus für Basel

Startbahnwest gestaltete für Erdgas einen Vollwerbebus, der in Basel eingesetzt wird. Zum ersten Mal nutzte die Agentur auch das Dach des Busses als Werbefläche. Nach Grenchen und Bern ist Basel die dritte Stadt, für die ein solcher Bus realisiert wurde.

Die Baseler Verkehrsbetriebe BVB haben eine der grössten Erdgasflotten der Schweiz. Um dies zu kommunizieren, fährt seit letztem Freitag ein Werbebus durch die Stadt. Wie die beiden Busse, die bereits in Grenchen und Bern unterwegs sind, wurde auch der Bus für Basel im Rahmen der Kampagne «Natürliche Energie» gestaltet. Sowohl an der Aussenseite als auch im Innenraum sind Kinder abgebildet, die den Bus als Spielplatz zu nutzen scheinen. Sie sollen die natürliche Energie symbolisieren.
Anders als in den bisherigen Städten reichte das typische Erdgasgrün als Hintergrundfarbe in Basel nicht aus, um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erzielen. Denn grün ist auch die Farbe der BVB und somit sind Busse in Basel immer grün. Damit der Werbebus trotzdem auffällt, wählte Startbahnwest einen blauen Himmel mit weissen Wolken als Hintergrund aus.
1290580835_img100630_busbranding

Zur Sache: Blick zurück

Nachdem der Sommer jetzt endlich auch bei uns Einzug gehalten, die Fussball-Weltmeisterschaft für die Schweizer Nationalmannschaft ein frühes Ende genommen hat und die Medien nun langsam im Sommerloch versinken, bleibt noch Zeit für eine kurze Rückschau auf das vergangene erste Halbjahr. Da passierte doch einiges:

Im Februar verkauften die Verlegerfamilie Hagemann und die Publigroupe ihre Anteile an der Basler Zeitung Medien an die Investoren Tito Tettamanti und Martin Wagner. Die Basler Zeitung bleibt als eigenständige, unabhängige Zeitung bestehen.
Nach gut zweijähriger Planungs- und zehnmonatiger Bauphase hat der Integrierte Newsroom der Blick-Gruppe planmässig in der zweiten Märzwoche seinen Betrieb aufgenommen. Die Redaktionen von Blick, SonntagsBlick, Blick am Abend und Blick.ch bilden zusammen mit dem Web-TV-Center die grösste Redaktion der Schweiz.
Im April dann der grosse Überraschungcoup: Die Medienhäuser NZZ-Mediengruppe und Tamedia haben sich auf den Tausch ihrer Regionalzeitungsbeteiligungen in den Kantonen Thurgau und Zürich geeinigt. Die Verlegerfamilie Gut und die FPH Freie Presse Holding verkaufen ihre Beteiligungen an den Zürcher Landzeitungen Zürcher Unterländer, Zürichsee Zeitung und Zürcher Oberländer an Tamedia und Tamedia tritt der FPH Freie Presse Holding AG, einer Tochter der NZZ-Mediengruppe, ihre 100-Prozent-Beteiligung an der Huber & Co., der Herausgeberin der Thurgauer Zeitung, ab.
Im Mai veräussert die Werbevermarkterin Publi¬groupe ihre Beteiligung von 19,9 Prozent an Edipresse vollumfänglich. Ein Aktienpaket von 17,9 Prozent wird bis zum 25. Mai 2010 von der Mehrheitsaktionärin von Edipresse, der Lamunière SA, übernommen.
Ebenfalls im Mai dann die Wahl des neuen SRG-Generaldirektors. Der neue heisst Roger de Weck. Der 56-jährige de Weck wird als Nachfolger von Armin Walpen sein Amt am 1. Januar 2011 antreten. Die Wahl führt zu heftigen Reaktionen aus dem rechten Parteienspektrum.
Im Juni wird Rudolf Matter zum ersten Superdirektor der SRG gewählt. Der Radio-DRS-Chefredaktor wird Direktor der deutschsprachigen Radio- und Fernsehprogramme der SRG. Der 56-jährige Baselbieter tritt die neu geschaffene Stelle am 1. Januar 2011 an.
Mit dieser Nummer verabschiedet sich die Werbewoche in die Sommerpause. Die nächste Ausgabe (Ausgabe 13|2010) erscheint am 12. August.
Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern eine schöne Ferienzeit. Geniessen Sie einige unbeschwerte Tage!
Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Glamour in der Baubranche

Walder, Werber sieht Gold für den Schweizerischen Baumeisterverband.

Jedes Jahr im Frühling weht ein frischer Wind durch das Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes AZ SBV. Dann nämlich erscheint das Kursbuch der Institution mit dem breitesten Ausbildungsangebot in der Baubranche. In diesem Jahr umfasst das wichtige «Image-Marketing-Intsrument» des AZ SBV 168 Seiten und versprüht «wahren Glamour», wie Direktor Beat Jenni sich freut. Denn die Lernenden werden – trotz oder sogar wegen der Wirtschaftskrise – vergoldet. Bildlich dramatisiert wird das mit einem von Walder, Werber entwickelten Baumaster. Die goldene Statue symbolisiert die ausgezeichnete Ausbildungsqualität am AZ SBV und drückt dessen Nummer-1-Position in der gesamten Baubranche aus. Die Lernenden sollen dabei mit dieser Werbung lernen: Beim Baumeisterverband bin ich goldrichtig. In Zukunft soll der Baumaster als Leitfigur dienen, als «Idol für die Lernenden, die nach Exzellenz streben und zu den Besten gehören wollen», wie Reini Walder bei der Agentur erklärt. Die Kreationen vom Team um CD Tobias Fluck wurden in den Zürcher Elefant Studios in dreidimensional wirkende Bilder umgesetzt. pan
1290580836_img100630_walder1
1290580836_img100630_walder2
1290580836_img100630_walder3
img100630_walder4

Suchmaschine findet neue Anwendungen

Hochspannung positioniert Search.ch neu als erweitertes Portal.

Über die letzten Jahre hat Search.ch sein Angebot massiv ausgebaut. Inzwischen will das Online-Unternehmen auch als Planungs- und Organisationsplattform auftreten. Räber Information Management hat dazu die Werber von Hochspannung mit der Neupositionierung von Search.ch betraut. Basierend auf der neuen Kommunikationsstrategie, hat die langjährige Agentur auch ein neues Werbekonzept entwickelt. Die Sujets zeigen skurrile Situationen, die ganz offensichtlich schnelle und praktische Lösungen erfordern. Ein Fernseher fehlt, wenn die Fussballclique bereits auf der Couch sitzt. Das Konzertpiano wurde vergessen, obwohl der Starpianist bereits in die Tasten greifen will. «Zuerst wollten wir die Ideen mit Fotos umsetzen. Dann suchten wir aber nach kreativeren Möglichkeiten und haben uns für Illustrationen entschieden», erklärt Tom Fäh bei Hochspannung. Allerdings wollte man keine herkömmlichen Zeichnungen, sondern hat zuerst dreidimensionale Figuren modelliert, von Hand geknetet und koloriert. Dann wurden die Szenen fotografiert. «Dieses Konzept hat auch überraschende Perspektiven und Aufnahmewinkel erlaubt.» Für die Umsetzung konnte die New Yorker Künstlerin Liz Lomaz gewonnen werden. pan
1290580836_img100630_hochspannung1
1290580836_img100630_hochspannung2
1290580836_img100630_hochspannung3
img100630_hochspannung4

Wie kommt der Konsument auf die Website?

Seit kurzem sind die AdWords Search Funnels auch für Schweizer AdWords Accounts voll zugänglich. Diese Erweiterung im AdWords Account zeigt, welche (bezahlten) Keywords eine Conversion (Interaktion des Website Besuchers) assistiert haben. Jetzt ist es für die Werbetreibenden möglich, die Wege zu einer Conversion zu sehen und den effektiven Wert von Keywords besser zu beurteilen.

Bevor es zu einer Interaktion (Offertanfrage, Bestellung) kommt, kann der Konsument mehrere Websites konsultieren, die er zum grössten Teil über die Suchmaschinen findet. Die AdWords Search Funnels zeigen sämtliche (bezahlten) Assist Keywords, die der Konsument bis zu einer Conversion aufgerufen und geklickt hat. Sie dokumentieren auch populäre Keyword-Ketten, die zu einer Conversion geführt haben Die AdWords Search Funnels sind nur zu sehen, wenn das Conversion Tracking im AdWords Account eingerichtet ist. Ein Google-Video informiert detailliert über das neue Instrument: Youtube.com.
Welchen Nutzen bringen die Search Funnels
Bisher hat das AdWords Conversion Tracking die Conversion dem Keyword zugeordnet, das zuletzt angeklickt wurde. Was zu falschen Rückschlüssen führen konnte: Bei der Kampagnenoptimierung wurden Assist Keywords deaktiviert, die selber keine Conversion generierten. Damit wurden möglicherweise wichtige Such- und Informationspfade unterbrochen. Jetzt sind die Assist Keywords bekannt. Damit wird es möglich, die AdWords Budgets noch zielgenauer einzusetzen und so den ROI weiter zu optimieren. Voraussetzung für fundierte Rückschlüsse für die Kampagnenoptimierung ist allerdings ein Volumen von 500 Conversion und mehr pro Monat.
Organische Keywords sind nicht eingeschlossen
Leider werden die organischen Assist Keywords nicht in den Search Funnels angezeigt, die während des Conversion-Prozesses verwendet wurden. Somit ist die Aussagekraft der Search Funnels eingeschränkt, weil die Erfahrung zeigt, dass die Suchmaschinenbenutzer die organischen Suchresultate gegenüber den AdWords bevorzugen. Die Praxisrelevanz der Search Funnels würde durch die Erweiterung um die organischen Assist Keywords massiv erhöht.
Schade ist auch, dass nicht die exakten Keywords und individuellen Keyword-Ketten angezeigt werden, sondern lediglich Keyword-Gruppen und populäre Keyword-Ketten.
Alles in allem liefern uns die Search Funnels wichtige neue Erkenntnisse für die Optimierung von AdWords-Kampagnen.
Imre Sinka, dotpulse Webagentur AG, www.dotpulse.ch

Willkommen, welcome

Charles Krabichler ist Gründer und CEO von Eventframe. Mit seinem Team hat er in den letzten 20 Jahren schweizweit über tausend Corporate-Events geplant, organisiert und realisiert. Dazu bietet er mit «Stage One» und «Chicago 1928» zwei exklusive Locations an.

Firmenjubiläen sind eigentlich seine tägliche Arbeit und weniger ein Moment zum Festen. Diesmal hat es ihn aber gleich selber erwischt. Seit 20 Jahren wirkt Charles Krabichler im Event-Business. Seit zehn Jahren gibt es das Event-Lokal «Chicago 1928» und vor fünf Jahren wurde die Agentur Eventframe in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Gefeiert wurden diese Geschichten mit dem Umzug von «Chicago» in die ABB-Hallen nach Oerlikon und einer stilvollen Eröffnungsparty.
Charles Krabichler hat 1973 bei den SBB als Betriebsdisponent angefangen. Er spezialisierte sich auf Gruppenreisen. «Wir sagten Ausflüge. Der Begriff Events war damals noch nicht in Mode», erklärt er. Schon bald zeigte sich seine spätere Berufung aber bereits konkreter, als Krabichler in die Generaldirektion SBB wechselte. Im Marketing in Bern lancierte er den neuen Bereich Freizeit-Angebote für Gruppen und Einzelreisende. Nach zwei Jahren ging es weiter beim Migros-Genossenschafts-Bund.
In der Zürcher Zentrale des orangen M sammelte Organisator Krabichler zusätzliche Erfahrungen in der PR-Abteilung und liess sich auch noch fachlich weiterbilden. Er wurde verantwortlich für den Jahresbericht des Konzerns. Gleichzeitig durfte er weiterhin viele Events organisieren sowie spezielle PR-Aktionen. Krabichler war zuständig für die Koordination dieser PR-Massnamen innerhalb des gesamten Unternehmens mit den vielen Genossenschaften.
Nach vier Jahren beim wachsenden Riesen wagte auch Charles Krabichler den Schritt in die Selbstständigkeit. In einer ersten Phase organisierte er wieder Firmenreisen und Ausflüge für Gruppen. Event-Agenturen hat es damals immer noch keine gegeben. Höchstens eine Agentur namens «Fiesta» machte etwas Ähnliches. «Wir gehören wirklich zu den Pionieren», erinnert sich Krabichler und lächelt etwas stolz, wenn man ihm sagt, dass er über Jahre als Trendsetter überlebte in einer Branche, wo es inzwischen Agenturen gibt «wie Sand am Meer».
In der 20-jährigen Geschichte von Eventframe hat sich Charles Krabichler und sein anfänglicher Partner Heinz Omlin durch verschiedene Phasen durchkämpfen müssen. «Vor allem die ersten Jahre waren hart», erinnert er sich. Gleich nach der Euphorie mit dem eigenen Unternehmen folgte nämlich der erste Golfkrieg und damals für die ganze Wirtschaft eine tiefgreifende Rezession. Das war keine gute Zeit für Firmenfeste und entsprechend dauerte es fünf Jahre, bis Krabichlers Start-up den Break-even erreichen konnte. Erst dann durfte das 2-Mann-Unternehmen daran denken, erste Mitarbeiter anzustellen.
Ein entscheidender Meilenstein wurde im zehnten Jahr der Agentur das Angebot einer eigenen Event-Location. «Damals waren Themen gefragt bei allem, was mit Personal-Events zu tun hatte», blickt Krabichler zurück auf 1999. Wieso also jedesmal wieder viel Geld für Dekor und Logistik aufwenden, wenn man mit der richtigen Idee und Einrichtung die Kunden viel rationeller und günstiger bedienen könnte? Krabichler suchte zuerst in Zürich nach einem geeigneten Lokal. Weil alle Angebote aber entweder zu teuer oder nur kurzfristig nutzbar waren, baute er schliesslich in Glattfelden sein erstes «Grizzly Town» auf. Die Dekoration war ein Gelegenheitskauf. Das Thema «Country und Western» traf aber für zwei Jahre genau den Geschmack eines möglichst breiten Publikums. In den Kulissen einer kleinen Filmstadt konnten zahlreiche Interaktionen vom Rodeo-Reiten bis zum Glücksspiel inszeniert werden.
Noch bevor in der Westernstadt nach dem «High Noon» die jedem Trend folgende Ruhe einkehrte, wechselte Krabichler zur nächsten Szene und baute in Glattfelden «Chicago» auf. Die Nostalgie im Stil von 1928 spielte an auf die Zeit der Prohibition. Alkohol, Wetten und Glücksspiele waren verboten. In Glattfelden wurden sie für exklusive Gäste aber noch einmal erlaubt. Natürlich mit Falschgeld, dafür mit einem garantierten Gewinn für die Kunden.
Bei der Einrichtung von «Chicago 1928» liessen sich Krabichler und sein Team davon inspirieren, dass in einem solchen Event-Lokal «die verschiedensten Möglichkeiten abgedeckt werden müssen». Es braucht eine attraktive Kulisse für Musik und Unterhaltung. Dazu ist Raum gefragt für Interaktion und Kommunikation. Schliesslich wollen die Kunden auch noch gediegen essen und trinken können. Das alles konnte im «Chicago» geboten werden. Mit den inzwischen immer mehr zum Trend gewordenen Events fehlte aber im Portfolio von Krabichler immer mehr auch ein Lokal für grössere Anlässe.
Fündig wurde er schliesslich 2004 bei den ABB-Immobilien in Oerlikon. «Wow, das ist genau was wir suchen!», erinnert sich Krabichler an seinen ersten Eindruck von der zweiten «Ruine», die ihm die Verwalter der ABB zeigen konnten. Die mehrere Jahre lang brachliegende Montagehalle der MFO war aber immer noch «viel zu gross». So einigte man sich mangels anderer Interessenten auf die Vermietung der Hälfte. Davon war ein grosser Teil bereits immerhin renoviert sowie mit Lüftung, Heizung und Isolation versehen. Diese Einbauten stammen von den Unternehmensberatern PriceWaterhouseCoopers, welche die Halle kurzfristig als ein Provisorium nutzten.
Inzwischen hat Krabichler seine Trouvaille mit modernster Event-Technik und viel Infrastruktur im Backstage-Bereich zu einer Adresse umgebaut, die im Event-Kalender von Banken, Telecomfirmen, IT-Unternehmen oder auch Labels der Luxusgüterindustrie nicht mehr wegzudenken ist. «Wir sind sehr gut gebucht für Produktpräsentationen, Generalversammlungen und Kongresse. Anstelle der Konferenzbestuhlung können wir auch ein Bankett mit bis zu 1200 Gästen bedienen oder eine Stehparty mit 2000 Leuten.» Für solche Erweiterungen kann Eventframe temporär die zweite immer noch leer stehende Hälfte der ABB-Halle in den Fixtrakt integrieren.
Nach sechs Jahren hat Krabichler den Vertrag für sein «Stage One» jetzt eben verlängern können. «Zürich braucht eine solche Halle. Die infrage kommenden Hotels sowie auch das Kongresshaus sind für viele Anlässe zu klein.» Gleichzeitig konnte Event¬frame in diesen Tagen ein leer gewordenes Personalrestaurant im ABB-Areal dazumieten. Hier hat jetzt «Chicago 1928» noch einmal neue Koordinaten bekommen. «Bei einem Kunden-Event oder Personalanlass wollen die Mitarbeitenden auch etwas feiern können und ihr Auto zuhause lassen», weiss Krabichler. In diesem Sinn ist die Anbindung an die S-Bahn in Oerlikon nun ein entscheidender Vorteil.
Mit der Eröffnung des «Stage One» ist Krabichler auch mit seinem Büro aus Fehraltorf nach Oerlikon gezogen. In praktischer Nähe zu den Event-Lokalen arbeiten hier jetzt sieben Leute. Vor fünf Jahren wurde die Kollektiv- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt mit dem neuen Namen Eventframe. Charles Krabichler ist Mehrheitsaktionär und auch VR-Präsident. Als wichtige Partner kann er auf seinen früheren Arbeitgeber Migros sowie Habegger zählen. Beide haben ebenfalls in die beiden Event-Lokale in¬ves¬tiert. Dafür hat die Genossenschaft Migros Zürich die Exklusivrechte für das Catering und Habegger ist für die Event-Technik zuständig.
Exklusivität ist auch ein Argument für «Chicago 1928». Zwar wäre es verlockend, die stimmungsvolle Location auch öffentlich als ein Restaurant zu betreiben. Mit dem geltenden Konzept wird aber die Attraktivität erhöht, weil man nur für einen Event reinkommt. «Ein Unternehmen kann seinen Mitarbeitenden etwas bieten, das sie noch nie gesehen haben», freut sich Krabichler. Oft kämen deshalb die Gäste in passenden Kostümen zu diesen Personalfesten, die 80 Prozent der Vermietungen ausmachen.
Bei all seinen Events empfindet es Charles Krabichler als ein Privileg seines Berufes, dass er davon leben kann, den anderen Menschen Freude zu machen. «Wir sind immer dabei, wenn es etwas zu Feiern gibt, und damit ein positiv belegtes Metier», fasst er seine Motivation und Erfolgserlebnisse zusammen. Dazu gefällt ihm, dass er mit Kunden aus den verschiedensten Branchen zu tun hat. Aber damit muss er natürlich auch mit den verschiedensten Ansprüchen und Sonderwünschen umgehen können. Eine schöne Befriedigung sei es dann jeweils von Neuem, wenn er an einem Event persönlich präsent ist und das Lob bekommt: «Das war eine gelungene Veranstaltung.»
Andreas Panzeri
Im Team von Eventframe sind alle ausgebildet als Marketing-Spezialisten und haben Erfahrungen als Event-Manager. Zum Angebot der Hallenmiete kann deshalb auch das gesamte Know-how einer Event-Agentur genutzt werden. «Wir entwickeln Ideen und organisieren einen Event mit allem Drum und Dran – vom Catering bis zur Unterhaltung.» In diesem Bereich unterscheidet sich die «Stage One» zum Beispiel auch von den Maag-Eventhallen, wo man «nur» die Halle mietet. Eine andere Differenzierung sieht Krabichler im Image. Während die Maag-Halle davon profitieren kann, dass hier das Schweizer Fernsehen seine Casting-Shows wie «Musicstar» aufzeichnet, will «Stage One» bewusst anonymer bleiben. Ein regelmässiger Kunde wie zum Beispiel Economiesuisse oder andere hochwertige Business-Events schätzen dafür die Exklusivität.

Tangram wirbt für ein ruhiges Zuhause

Für die Schallschutzspezialisten im Heimbereich, die Firma Hafner aus dem nidwaldischen Stans, realisierte die in Zürich und Vaduz domizilierte Werbeagentur Tangram eine neue Markenwelt.

Die Agentur positioniert die Marke Hafner als Kompetenz-Leader im Schallschutzbereich. Das universelle Wissen zum Thema wird mit dem neuen Claim «Für ein ruhiges Zuhause» auf den Punkt gebracht und mit der Bildwelt emotionalisiert.
Die Agentur zeichnet sich für Corporate Design, Website und Packaging Design verantwortlich. Big Bang, Anfang September 2010.
Verantwortlich bei Hafner: André Hafner, Vital Weber. Verantwortlich bei Tangram: Nicole Wenger, Willy Tanner (Beratung), Simona Degiacomi (Grafik-Design), Armin Hoop (Realisation).
1290580833_img100630_tangram1
1290580833_img100630_tangram2
img100630_tangram3

Corporate Forum Best of 2010

Die Jury des grössten Wettbewerbs für Unternehmenskommunikation in Europa hat aus 600 eingereichten Arbeiten 177 ausgezeichnet. Die Schweiz holt 3 goldene und 15 silberne Awards.

Der BCP (Best of Corporate Publishing) gilt als die Leistungsschau der Innovationen im Corporate-Publishing-Markt. Die Jury zeigte sich in diesem Jahr «begeistert von den hervorragend umgesetzten crossmedialen Konzepten, gewagten Covern und aussergewöhnlichen Reportagen». Gerade die ¬digitalen Einreichungen spiegelten mit ideenreichen Videos, iPhone-Apps und neuen digitalen Magazinformaten die aktuellen CP-Trends wider.
Orchestrierte Medienkonzepte über alle Kanäle hinweg und die intelligente Steuerung unterschiedlicher Kommunikationswege ist für viele Publisher die zentrale Herausforderung. «Die Einreichungen des BCP haben deutlich gezeigt, wie weit Corporate Publisher diese intelligente Verknüpfung bereits beeindruckend umsetzen», freut sich Michael Höflich, Geschäftsführer des Forum Corporate Publishing. Die BCP-Pokale werden in 29 Kategorien vergeben. Der Hauptsponsor Steinbeis-Papier vergibt einen Sonderpreis «Green Publishing». LinguaKraft Language und Transatlantic Translations prämieren internationale Kommunikationskonzepte. Der Verlag Deutscher Drucker und der Fachverband Medienproduktioner zeichnen Publikationen mit herausragender Druckveredelung aus. Die Bildagentur Corbis vergibt zum ersten Mal den Sonderpreis «Cover des Jahres». Alle Preise wurden am 30. Juni im Anschluss an den BCP-Kongress im Grand Élysée in Hamburg übergeben und finden sich aktuell auf www.bcp-award.com. Die Werbewoche als Jurymitglied kann hier bereits die Schweizer Sieger vorstellen.
Die Jury des Wettbewerbs setzt sich aus rund 130 Experten aus Journalismus, Art-Direktion, Marketing und Unternehmenskommunikation zusammen, aufgeteilt in Jurygruppen. Jury I und Jury II bestehen aus rund 50 Teilnehmenden, die alle eingereichten Publikationen bewerten. Aus dem Durchschnitt der Noten beider Jurys ergibt sich die Shortlist. Diese Nominierten werden alle mit Silber ausgezeichnet. Dann filtert eine Jury III, bestehend aus 30 Teilnehmenden, noch einmal die Goldgewinner sowie die Sonderpreise heraus. Aus der Schweiz sind 15 Einsendungen mit Silber ausgezeichnet worden. 3 haben es zu Gold geschafft. Der Agentur Infel aus Zürich reichte es mit ihrer Publikation «Energy Forum» zum dritten Mal in Folge für Gold, was stattdessen einen Sonderpreis «Hall of Fame» zur Folge hat.
Digitales CP auf dem Vormarsch
Die Bedeutung digitaler Medien im Corporate Publishing wächst: 88 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen elektronische Formate für die Kunden- und Mitarbeiterkommunikation. Dabei werden pro Jahr 1,6 Milliarden Euro investiert. Insgesamt beläuft sich der Umsatz der Corporate-Publishing-Branche auf rund 4,5 Milliarden Euro. Das Jahresbudget für die digitalen CP-Medien beträgt im Durchschnitt 132‘000 Euro pro Unternehmen und macht damit 38 Prozent des durchschnittlichen Etats von 350‘000 Euro für die gesamte Kunden- und Mitarbeiterkommunikation aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Schweizer Marktforschungsinstitut Zehnvier im Auftrag des Europäischen Institutes für Corporate Publishing und des Forum Corporate Publishing umgesetzt hat. In diesem Forum sind rund 100 CP-Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum zusammengeschlossen. Das Forum ist Europas grösste Vereinigung von CP-Dienstleistern.
Gemäss dieser Spezialisten werden crossmediale Konzepte «weiter an Bedeutung gewinnen». Knapp 70 Prozent der Unternehmen sehen medienübergreifende Kommunikationsstrategien als eine der wichtigsten Entwicklungen im Corporate Publishing. Das weitere Wachstum wird aber «nicht zulasten der Print-Budgets» gehen. Print wird in Zukunft eine wichtige Rolle als «Navigationsinstrument» und Treiber neuer Kanäle spielen.
Andreas Panzeri
> Zu den Gewinnern (pdf)

Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Beim Kriterium Awareness liegt die Kampagne für Manor der Werbeagentur Saatchi + Saatchi an der Spitze, gefolgt von der Anzeige für Heineken der Werbeagentur JWT+H+F und der Anzeige für Lancia von Weber, Harbeke, Partners. Die Anzeige für Swissmilk von Ruf Lanz liegt beim Kriterium Uniqueness an der Spitze, an zweiter Stelle folgt die Anzeige für Heineken. Den dritten Platz belegt die Anzeige Lungenliga der Werbeanstalt. Beim Kriterium Brand Fit siegt Swissmilk vor Isostar der Werbeagentur + Söhne und Heineken. Bei der Likeability gewinnt ebenfalls Swissmilk vor Heineken und der Anzeige für Grächen der Werbeagentur Contexta.
> Zu den Ergebnissen im Überblick
> Zu den detaillierten Ergebnissen
Fragestellung und Methodik
Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI).
Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com-reSEARCH-Plattform.
Zielgruppe: webaktive Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 59 Jahren.
Sample-Grösse: n = 500 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten.
Erhebungszeitraum: 7. 6. 2010 –16. 6. 2010.
Fragen:
– Wir haben Ihnen zu Beginn der heutigen Befragung einige Anzeigen vorgestellt.
An welche dieser Anzeigen können Sie sich erinnern? Bitte nennen Sie uns die werbenden Unternehmen bzw. die beworbenen Marken. (Awareness)
– Inwieweit heben sich diese Anzeigen Ihrer Meinung nach von anderer Werbung in Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften ab? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= hebt
sich überhaupt nicht ab) bis 6 (= hebt sich sehr stark ab). (Uniqueness)
– Inwieweit passen diese Anzeigen zu dem Bild, das Sie von den jeweiligen Marken/Unternehmen haben? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= passt überhaupt nicht zu meinem Bild von dieser Marke) bis 6 (= passt sehr gut zu meinem Bild von dieser Marke). (Brand Fit)
– Inwieweit gefallen Ihnen die folgenden Anzeigen? Bitte bewerten Sie jeweils von
1 (= gefällt mir überhaupt nicht) bis 6 (= gefällt mir sehr gut). (Likeability)
Bei den abgedruckten Werten handelt es sich jeweils um die Top-Box-Bewertungen «hebt sich sehr stark ab», «passt sehr gut zu meinem Bild der Marke», «gefällt mir sehr gut».
Die Verfasserin der repräsentativen Studie «Impact-Check» ist die auf Online-Markt- und -Meinungsforschung spezialisierte Marketagent.com Schweiz, die über ein ISO-zertifiziertes Panel von 20 000 befragungswilligen Personen in der Deutsch- und Westschweiz verfügt. Marketagent.com Schweiz ist ein Tochterunternehmen des führenden österreichischen Marktforschungsunternehmens Marketagent.com online reSEARCH GmbH und der Schweizer Kommunikationsagentur Contract Media AG.

get_footer();