Match Communications: Kampagne für Wohnüberbauung in Lenzburg realisiert

Für die Bewerbung der Wohnüberbauung «Check-In Lenzburg» entwickelte Match Communications eine Kampagne, aus der bis heute, also zwei Monate vor Fertigstellung und Erstbezug, eine «Fast-Komplettvermietung» resultierte.

Die Agentur setzte in der Kommunikation auf die Nähe des Objekts zum Bahnhof – und damit zur Rest der Welt, wie es in einer Mitteilung heisst. In der Sprache der Reisebranche wurden Wohnungssuchende motiviert, ihre Traum-Wohndestination in Check-In zu finden. Die Vermarktungstafel glich beispielsweise dem Check-In-Board am Flughafen, die Broschüre einem Reiseführer, die Webseite einem Ferienportal mit Buchungsmöglichkeit und seit alle 74 Wohnungen klangvolle Namen beliebter Ferienorte erhalten haben, spricht der interessierte Mieter nicht von «Wohnung 12a links im OG 3» sondern einfach von Aruba, Phuket, Las Palmas und so weiter.
Beauftragt wurde Match Communications durch den Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund LivingPlus. Deren Anlagefokus liegt auf dem Erwerb und der Erstellung von zukunftsorientierten Schweizer Wohnimmobilien mit modernen Nutzungs- und Servicekonzepten.
Verantwortlich bei Match Communications, Zürich: Roland Sennhauser, Christian Staub. Verantwortlich bei Real Estate Asset Management der Credit Suisse: Petra Knecht.
1290580830_img100701_lenzburg1
1290580830_img100701_lenzburg2
1290580830_img100701_lenzburg3
1290580830_img100701_lenzburg4
1290580830_img100701_lenzburg5
1290580830_img100701_lenzburg6
img100701_lenzburg7

Swissprinters Gruppe: Nicolas Sauvant wird neuer Leiter Westschweiz

Nicolas Sauvant wird per 1. September neuer Leiter Westschweiz der Swissprinters Gruppe und nimmt Einsitz in die Unternehmensleitung. Er tritt damit die Nachfolge von Gérald Lechault an, der das Unternehmen per Ende August verlassen wird.

Der 39-Jährige kommt vom Bertelsmann-Unternehmen DM Michelotti in Rotkreuz, das er als CEO leitet. Daneben ist er Mitglied der Geschäftsleitung von AZ Direct, für das er schon vorher vier Jahre lang als Direktor für die Westschweiz in Crissier tätig war. Zuvor hatte er bei verschiedenen Unternehmen in der Westschweiz leitende Positionen in den Bereichen Verkauf, Kommunikation und Marketing inne.
Nicolas Sauvant wird die Geschäfte von Swissprinters Lausanne per 1. September übernehmen und damit für eine nahtlose Weiterführung der laufenden Projekte sorgen.

Thurgauer Zeitung: David Angst wird neuer Redaktionsleiter

David Angst wird künftig die Redaktion der Thurgauer Zeitung leiten. Dies teilte die St. Galler Tagblatt AG am Mittwochabend mit. Angst wird die neue Funktion im Januar 2011 übernehmen.

Der 44-Jährige ist gemäss Medienmitteilung seit vier Jahren Inland-Redaktor des St. Galler Tagblatts und stammt ursprünglich aus dem Thurgau, wo er 1993 seine journalistische Laufbahn bei der Thurgauer Volkszeitung begann. Später schrieb er unter anderem für die Thurgauer Zeitung und die Thurgauer Ausgabe des Tagblatts. Mit der Ernennung Angsts sei ein wesentlicher Entscheid «im Rahmen der Projektarbeit zur Integration der Thurgauer Zeitung in den Tagblatt- Zeitungsverbund» gefallen, wird die St. Galler Tagblatt AG von der SDA zitiert.
Im April war bekannt geworden, dass die Thurgauer Zeitung von der Zürcher Tamedia an die Freie Presse Holding AG (FPH) übergeht – eine Tochter der NZZ- Mediengruppe. Im Gegenzug übernimmt Tamedia von der FPH und der Verlegerfamilie Gut deren Beteiligungen an den Zürcher Landzeitungen. Die Thurgauer Zeitung wird somit ab Anfang 2011 in die St. Galler Tagblatt Medien integriert, die zur FPH gehören.
Die Thurgauer Zeitung, heisst es im Communiqué, werde ab nächstem Jahr als grösste Ausgabe des Tagblatt-Verbundes erscheinen. Dann werde eine Zeitung «mit gut dotierten Redaktionen in Frauenfeld, Arbon, Kreuzlingen und Weinfelden den ganzen Kanton abdecken».

Annemarie Kaser Leiterin der neuen ZMS Division Media Monitoring

Die Leiterin der neuen ZMS Division Media Monitoring heisst Annemarie Kaser. Die Marketing- und Verkaufsspezialistin ist seit 2008 bei ZMS und prägte die neue Struktur massgeblich mit.

Annemarie Kaser war zuvor bei Yendi, Schiesser und Diesel tätig. Sie bildet sich aktuell zur eidgenössisch diplomierten Verkaufsleiterin weiter. Im Online-Bereich arbeiten Annemarie Kaser und ihr Team an der Entwicklung von neuen Produkten, um aus dem Internet noch präziser die
Informationen zu filtern, die relevant sind.
Das Kerngeschäft der ZMS Division Media Monitoring ist die Medienbeobachtung. Täglich werden die Print- und elektronischen Medien nach Suchbegriffen wie Firmen- oder Produktnamen untersucht und die Treffer den Kunden zur Verfügung gestellt. Aber nicht mehr wir vor 20 Jahren per Post, sondern direkt über die Online-Plattform Info Management, die vor kurzem in einer aktualisierten Version aufgeschaltet wurde, damit die Clippings und Analysen über einen Internet-Zugang noch rascher abgerufen und weiterbearbeitet werden können.

Lesesommer

Sonne, Ferien, endlich mal wieder Ruhe zum Schmökern. Wir haben Ihnen Bücher zusammengestellt, für die Sie wirklich ein wenig Zeit brauchen – entweder zum Versinken und Geniessen oder zum Ausprobieren der Tipps. Gönnen Sie sich ein paar buchstabenvolle Stunden. Es lohnt sich.

Französischer Verlag übernimmt Le Nouvelliste

Die Schweizer Holding des französischen Verlergers Philippe Hersant, hat von der Rhône Média die Aktienmehrheit an der französischsprachigen Walliser Tageszeitung Le Nouvelliste übernommen. Laut dem Vertrag, der zwischen Rhône Média und dem französischen Verlag geschlossene wurde, soll die aktuelle publizistische Ausrichtung weitergeführt werden.

Der französische Verlag gibt in der Schweiz bereits die Neuenburger Tageszeitungen L’Express und L’Impartial und die Waadtländer Regionzeitung La Côte heraus. Die neue Besitzerin erhofft sich vom Kauf der Walliser Zeitung Synergien. Dies teilte der französische Verlag in einem am Dienstag verschickten Communiqué mit.
Jacques Lathion, der bislang mehr als 75 Prozent von Rhône Média hielt, gab sich überzeugt, dass das Blatt sowohl seine Unabhängigkeit, als auch seine Stellung bei den Lesern und im Werbemarkt beibehalten werde. Philippe Hersant,Verwaltungsratspräsident der EHS Gruppe, liess seinerseits per Communiqué mitteilen, er sei überzeugt, dass sein Verlag mit dem Erwerb des Nouvelliste seine Position in der Medienlandschaft stärken könne.
Auch die Vereinigung der Journalisten von Le Nouvelliste zeigte sich zufrieden mit dem Entscheid. Dieser beende eine Zeit der Gerüchte und der Unsicherheit, sagte Olivier Hugon am Dienstag auf Anfrage der SDA. Die Sicherung der Arbeitsplätze und die Fortführung der bisherigen Arbeitsbedingungen seien auch im Sinne der neuen Besitzer.
Philippe Hersant wird am Mittwoch im Rahmen der Generalversammlungen der Editions Le Nouvelliste und der Rhône Média Einsitz in die beiden Verwaltungsräte nehmen. Publigroupe, bereits Partner von ESH bei den Neuenburger Zeitungen, ist im Wallis mit einer Minderheitsbeteiligung von 7.5 Prozent ebenfalls mit dabei.
www.sda.ch

Frank Bumann verlässt Zürich Tourismus zum Jahresende

Frank Bumann, Direktor von Zürich Tourismus, verlässt nach mehr als siebenjähriger Tätigkeit das Unternehmen zum Jahresende. Eine Findungskommission beginnt in den nächsten Wochen mit der Suche nach einer Nachfolge.

Der Qualitätstourismus und Nachhaltigkeit seien dem scheidenden Direktor ein besonderes Anliegen gewesen, wie Zürich Tourismus am Mittwoch mitteilte. So ist das Unternehmen seit Anfang des Jahres die erste klimaneutrale Tourismusorganisation der Schweiz.
Vor seinem Engagement bei Zürich Tourismus war Frank Bumann Leiter der Marketing-Kommunikation bei der SBB.

Ehemaliger Fernsehdirektor Guido Frei gestorben

Der ehemalige Programmleiter und spätere Fernsehdirektor Guido Frei ist am Dienstag im Alter von 89 Jahren verstorben. SF bezeichnete Frei als Pionier des Schweizer Fernsehens.

Guido Frei begann seine Karriere 1946 bei Radio Zürich. Der studierte Germanist und Historiker arbeitete zwischen 1958 und 1989 für das Schweizer Fernsehen. Zuerst war er Programmleiter beim Fernsehen. 1965 wurde er zum Fernsehdirektor ernannt. Zwischen 1974 und 1979 war Frei zudem Programmdirektor DRS, nachdem ein Jahr zuvor Radio und Fernsehen in je einer Regionaldirektion zusammengefasst worden waren.
Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1986 war Guido Frei Stellvertreter des Regionaldirektors und für die Koordination der beiden Medien in gemeinsamen Programmbereichen verantwortlich. Er beschäftigte sich mit allgemeinen Programm- und Medienfragen sowie -Entwicklungen. Danach nahm er noch Aufgaben bei der schweizerischen Redaktion des Gemeinschaftsprogramms 3Sat wahr. Frei war auch als Autor tätig. So schrieb er unter anderem das Drehbuch zu einem Film über Homers «Ilias» im Rahmen der von ZDF, ORF und SRG koproduzierten Sendereihe «Schauplätze der Weltliteratur».

Hesskisssulzersutter gewinnt ersten Neukunden

Hesskisssulzersutter gewinnt nach dem Zusammenschluss den ersten Neukundenzugang: Den Schweizer Alpen-Club.

Der Klub hat 120’000 Mitglieder und wurde einst im Bahnhofbuffet von Olten ins Leben gerufen. Die Agentur unterstützt den traditionsreichen Schweizer Alpen-Club bei seinem Hüttenmarketing.

Nach dem Entscheid – ist vor dem Gerangel

Die SRG hat einen ausgewiesenen Finanzbedarf, aber die Gebühren werden nicht erhöht. Dies hat der Bundesrat entschieden. Bemerkungen zu einer verzerrten Kampagne und einem widersprüchlichen Entscheid. Gastkommentar von Hans Stutz, freier Journalist.

Die Printmedien-Kampagne gegen die SRG und ihren obersten Häuptling war unübersehbar, aber frei von Überraschung: Die Schreiber wiederholten einfach, was sie bereits seit Jahren behaupten. SRG=Koloss, Fett angesetzt, auf Diät setzen. Selbstherrlicher Chef mit fürstlichen Bezügen und einem Geschäfts-Offroader, grosses Sparpotenzial.
Unerwähnt blieben meist die beiden Sparrunden, die die SRG-Mitarbeiter – ähnlich ihren Kolleginnen in den Printmedien – in den vergangenen Jahren bereits über sich ergehen lassen mussten. Unerwähnt blieb auch, dass Tamedia-Chef Martin Kall, der einem Unternehmen mit weniger Umsatz und weniger Lohnabhängigen vorsteht, mehr als das Doppelte von Walpens Lohn jährlich bezieht, über 1,3 Millionen, sowohl 2008 wie 2009. Oder dass ein Verwaltungsrat wie Iwan Rickenbacher (Teilzeitpensum) sich rund 240‘ 000 Franken jährlich auf sein Konto schreiben lässt. Alles nachzulesen im Geschäftsbericht von Tamedia, die – weil börsenkotiert – zur Transparenz verpflichtet ist. Die anderen Medienunternehmen halten aber so viel unter dem Deckel wie nur irgendwie möglich. Apropos: Wieviel lässt sich eigentlich Michael Ringier jährlich auszahlen? Solchen Fragen schenken SRG-Kritiker wenig Beachtung, den Details der SRG schon. Und folglich werden Walpens zusätzlich ausgezahlte Spesen (27‘000 Franken) zur Aufregung hochstilisiert, die einen ganzen Sonntag anhalten soll. Oder sehr frei nach Bertolt Brecht: Auch der Verteilungskampf verzerrt die journalistische Wahrnehmung. Wieweit nun Armin Walpens Politik richtig, fast richtig und ganz falsch war, kann dabei offen bleiben.
Kurz vor der Mittsommerwende hat der Bundesrat nun entschieden und wie häufig bei umstrittenen Geschäften ist das Ergebnis widersprüchlich. Die Landesregierung anerkannt zwar einen zusätzlichen Finanzbedarf von rund 10 Prozent des SRG-Gesamtbudgets. Sie verweigert aber trotzdem die Erhöhung der Gebühren. Ein Entscheid, den auch die Medienschaffenden – und nicht nur jene der SRG – werden ausbaden müssen. Die SRG soll nämlich jährlich 58 Millionen jährlich einsparen. Die Rechnung ist einfach: weniger Geld für die SRG und damit die Branche insgesamt, schlechtere Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten für die Medienschaffenden insgesamt. Konkret: Weniger Geld für die SRG bedeutet Stellenabbau und eine Verringerung der Aufträge an Freischaffende.
Haben die Verleger und die SRG-Kritikerinnen also nun, was sie wollen, eine geschwächte SRG? Teilweise ja, teilweise nein. Weitreichender ein anderer Entscheid: Der Bundesrat erlaubt der SRG neben vermehrter TV-, auch Onlinewerbung. Bitter für die Verleger. Die Landesregierung begründet den Entscheid mit den vorenthaltenen Gebühren. Oder wie es so schön in der Medienmitteilung heisst. «Da der Gebührenfinanzierung Grenzen gesetzt sind, muss auch eine zumindest teilweise kommerzielle Finanzierung des Onlineauftritts ins Auge gefasst werden.» Allerdings fragt man sich, was die sieben vom Bundeshaus sich dabei gedacht haben. Bevor definitiv über die Öffnung entschieden wird und die Modalitäten festgelegt würden, erwarten sie, dass die SRG auf die Verleger zugehe und nach einer Lösung suche, «die es allen Beteiligten erlaubt, unter angemessenen Rahmenbedingungen im Onlinebereich» tätig zu sein.
Mit Verlaub, wie soll das gehen? Und was geschieht, wenn sich SRG und Verleger nicht einigen können? Kommt dann der Bundesrat auf seinen Entscheid zurück und genehmigt trotzdem noch eine (moderate) Gebührenerhöhung? Wie auch immer: Das Gerangel wird zuerst weitergehen, mit journalistischen Schrägschüssen ist zu rechnen. Vorsorglich muss man die Verleger und die SRG-Kritiker noch daran erinnern, dass rund 50 Millionen der SRG-Gebührengelder an die konzessionierten Privatsender (Radio und Fernsehen) gehen. Meist betrieben von jenen Verlegern, die sich eine schwache SRG wünschten. Und welche Leistung bringen die Privaten für diese Gelder? Nur wenn man es mit den Fakten nicht so genau nimmt, kann man behaupten, dass die Privatsender einen befriedigenden lokalen «Service public» erbringen.

Paid Content – Chancen für die Medienindustrie?

Eine Studie der Transaction Consulting soll zeigen, ob Nutzer bereit sind, für Inhalte zu bezahlen.

Niedrige Umsatzniveaus sind nicht mehr das kurzfristige Phänomen konjunktureller Krisen, sondern Zeichen einer nachhaltig strukturellen Krise. Seit 2000 fallen Marktanteil und Umsatz im deutschen Tageszeitungs- und Magazinmarkt markant. Von 2008 bis 2015 wird allein für Publikumszeitschriften ein Verlust von 500 Mio. Euro Umsatz im Werbe- und Anzeigenmarkt in Deutschland prognostiziert (VDZ, Studie Booz & Co.).
Die Verlage stehen vor einem enormen Strukturwandel und einer nachhaltigen Anpassung ihres Geschäftsmodells: Qualität und Effizienz verbessern – bei gleichzeitigen Einsparungen –, ist das möglich? Um überlebensfähig zu sein, müssen neue Geschäftsmodelle entwickelt und eingeführt werden. Die Umsätze im digitalen Bereich stiegen zwar in den letzten Jahren überproportional, können aber die Verluste im Stammgeschäft bei Weitem nicht kompensieren. Verschärft wird die Krise durch anhaltende und wiederkehrende Kosteneinsparungsprogramme und Personalabbau auch in den Redaktionen. Diese gefährden die Qualität bei der Produktion der Inhalte und damit die Kernkompetenz der Verlage.
Ergebnisse der Studie
Die Studie zeigt, dass eine neue Hardware – auch oder gerade wenn sie von Apple ist – der Verlagsbranche noch kein neues Geschäftsmodell beschert. Experten sehen im neuen iPad eine grosse Chance für die Branche, warnen aber zugleich davor, es als Allheilmittel zu betrachten. Digitale Paid-Content-Angebote sind vielmehr ein erster und entscheidender Baustein einer dringend erforderlichen umfassenden Digitalisierungsstrategie. Vom Start des iPad und anderer Tablet-PCs erwarten die Medienexperten in ers¬ter Linie ein neues Geschäftsmodell und einen neuen Vertriebskanal. Dies scheint auch dringend notwendig, da die Branche gefordert ist, ihre Umsätze über digitale Kanäle massiv zu steigern. Aktuell sind die Verlage mit durchschnittlich 5 bis 12 Prozent digitaler Umsätze noch weit von den prognostizierten 30 bis über 50 Prozent im Jahr 2015 entfernt. Contentkategorien wie Fachinformationen, Special Interest und aufwendig recherchierte Hintergrundstorys sind nach Meinung der Studienteilnehmer am besten geeignet für Paid-Content-Geschäftsmodelle. Entscheidend für den Erfolg von Paid-Content-Angeboten seien vor allem neue Inhaltskonzepte und multimedial verknüpfter Content sowie Location-based Services. Die Mehrheit der Befragten plant die Einführung von Paid-Content-Angeboten in den nächsten zwölf Monaten: 33 Prozent davon innerhalb der nächsten sechs und 20 Prozent innerhalb der nächs¬ten zwölf Monate.
Zwei Drittel der Befragten wollen bestehende digitale Plattformen (z. B. iTunes) für den Vertrieb ihrer Inhalte nutzen, die Hälfte plant mit einem Partner aus der Branche zusammenzuarbeiten und immerhin 38 Prozent wollen eine eigene Infrastruktur aufbauen. Beim Thema Kundendatenzugang sind jedoch für zwei Drittel der Befragten Plattformen ohne Zugriff auf die Kundendaten nicht akzeptabel.
Schlussfolgerungen und Herausforderungen
Der überwiegende Teil der Befragten sieht den Umsatzanteil von digitalen Geschäften im Jahr 2015 bei über 30%. Um diese Wachstumschancen zu nutzen, müssen die bestehenden und neuen Kundenbeziehungen in die digitale Welt überführt werden und neue Geschäftsmodelle konzipiert und umgesetzt werden.
Selbstverständlich bedeuten Paywalls – also die Unterscheidung von kostenpflichtigen Bereichen oder Inhalten – einen Rückgang der Zugriffe auf die Website und damit weniger Werbeeinnahmen. Doch in Summe werden die Erlöse mittel- und langfristig steigen. Dem gegenüber stehen Einnahmen in Form von digitalen Abonnements.
Gleichzeitig gewinnen die Verlage registrierte und profilierte Kunden, die sich monetarisieren lassen.
Die Unterscheidung von Paid- und Free-Content-Angeboten ist eine der anspruchvollsten und wichtigsten Herausforderungen für den Start von digitalen Paid-Content-Angeboten. Die Geschäftsmodelle sind noch nicht getestet und es gibt keine Patentrezepte. An einer klaren Abgrenzung zwischen Paid- und Free-Content-Angeboten führt jedoch kein Weg vorbei. Planvolles Testen und Optimieren ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Paid-Content-Angeboten.
Die Erwartungen an das iPad und die Apps sind sehr hoch. Die Mehrheit der Befragten erwartet das höchste Umsatzwachstum bei den Apps für iPhone und iPad. Erste Untersuchungen in den USA scheinen diese Erwartungen zu bestätigen: Die durchschnittlichen Preise für iPad Apps ($ 5.79) sind fast viermal höher als die für das iPhone ($ 1.51).
Enger an den Zielgruppen, aber auf allen Kanälen: Zielgruppenspezifische und medienkanalübergreifende Produkte – die Differenzierung des Con¬tents zwischen bestehenden Kanälen wie Print und Online aber auch die Einbindung neuer Kanäle wie Mobile und iPad – sind der richtige Weg.
Neue Kunden müssen in der Generation Facebook erreicht werden.
Interaktion zwischen Lesern und Redaktion durch Social Media ist hier der entscheidende Faktor, der das Geschäft vorantreibt und langfristig aus Gelegenheitslesern die digitalen Kunden der Zukunft mit enor¬mem Potenzial macht. Bei der Huffington Post werden jeden Monat von 800 000 registrierten Nutzern über 2,3 Mio. Kommentare generiert.
Durch die Einbindung von Social-Media-Angeboten steigt der Traffic auf der Website aus sozialen Netzwerken überproportional an und kann den Verlust durch eine Paywall ausgleichen. Referrals aus sozialen Netzwerken auf ABCNews.com stiegen in den letzten Monaten um 250%. Der Aufbau von mobilen Angeboten ist hier von entscheidender Bedeutung.
Dr. Marcus Garbe, Managing Partner bei Transaction Consulting
Zielsetzung und Methodik der Studie
Zielsetzung
– Aufzeigen des Status quo bei den befragten Unternehmen in der Medienindustrie
– Aufzeigen neuer Umsatzpotenziale durch kostenpflichtige Inhalte (Paid Content)
für die Medienindustrie
– Aufzeigen von Handlungsbedarf bei den befragten Unternehmen (neue
Businessmodelle, neue Inhalts- und Navigationskonzepte, neue Bezahlmodelle,
organisatorische Anpassungen, neue Vertriebs- und Partnermodelle)
Methodik wurde entwickelt mit dem Studienpartner FACIT Digital:
– Qualitativer Teil: Experteninterviews in Deutschland und in der Schweiz zur Ermittlung von Chancen und Hindernissen im Zeitraum März–Mai 2010.
– Insgesamt wurden über 30 Gespräche mit den Paid-Content-Verantwortlichen von den folgenden Unternehmen geführt: Verlagsgruppe Handelsblatt, Ringier AG, NZZ-Verlag, TAMedia, Axel Springer AG, Deutscher Pressevertrieb, dpa Deutsche Presseagentur, asv Vertriebs-GmbH, Rheinische Post, Burda Medien, Sevenval (YOC AG) und diverse Payment- und Plattform-Anbieter.
– Quantitativer Teil: Online-Befragung von Industrieexperten in Deutschland und in der Schweiz im Mai 2010. Nettostichprobe: n > 100. Datenerfassung und Auswertung durch FACIT Digital, München
1290580835_img100630_paid

Street Parade mit eigenem Radiosender

Das Radio Street Parade geht nach einigen Jahren Pause wieder auf Sendung. Vom 18. Juli bis am 15. August wird Radio Street Parade auf 96.9 MHZ in der Stadt Zürich On Air und weltweit Online zu hören sein.

Nebst Informationen und News rund um den Event steht bei Radio Street Parade als einzigem Radiosender 24 Stunden elektronische Musik auf dem Programm. Projektleiter Timo Wäschle (Corpmedia) und sein Team versprechen mit Radio Street Parade getreu dessen Slogan «The Spirit of Street Parade», einen kunterbuntes, pulsierendes Warm-up zum Grossereignis.
1290580835_img100630_streetparade10
get_footer();