Zu guter Letzt: Vuvuzelas ade!

Vuvuzelas hier, Vuvuzelas da. Nicht nur das Gedröhne an den WM-Spielen nervt. Langsam aber sicher ist auch die Schmerzgrenze in Sachen Kommunikationshäufigkeit erreicht. Die Süddeutsche Zeitung hat sich dennoch an das Thema gewagt und für eine Eigenwerbung eine Vuvuzela-Klarinette gebastelt.

Erster Gedanke: Nein, nicht schon wieder! Eine Vuvuzela – oder ist es etwa eine missratene Klarinette? Dass die Süddeutsche Zeitung auch noch auf diesen Zug aufspringen muss. Als würden nicht schon genug ins gleiche Horn blasen. «More of the same» eben. Gerade vom Einheitsbrei versucht sich das Blatt aber mit dem Sujet zu distanzieren. So heisst es auf der Anzeige: «Alle Höhen. Alle Tiefen. Alle Zwischentöne.» Zugegeben, gar nicht so schlecht. Aber können wir das Thema nun bitte abhaken? Es reicht!

Ringier: Armin Meier wird Marketing- und Sponsoringdirektor

Ringier Schweiz verstärkt sein Marketing- und Sponsoringteam. IMG-Geschäftsführer Armin Meier wechselt per 1. Oktober als Direktor Marketing und Sponsoring zum Medienunternehmen.

Seit 2006 ist Armin Meier Geschäftsführer des Schweizer Ablegers der global tätigen Sport- und Eventvermarktungsagentur IMG in Zürich. Meier entwickelte und setzte das neue Geschäftsmodell von IMG Schweiz um, leitete in seiner Funktion ein Team von 30 Mitarbeitern. Meier ist Absolvent der Fachschule für Management, Führung und Personalwesen BPIH in Bern. In der neu geschaffenen Funktion als Direktor Marketing und Sponsoring Ringier Schweiz und Deutschland rapportiert er direkt CEO Marc Walder. Zudem wird der gebürtige Luzerner Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung Ringier Schweiz und Deutschland.

(Bild: Der ehemalige Radprofi und späterer Tour-de-Suisse-Vermarkter Armin Meier (Keystone).)

SBB: Schaerer und Partner organisieren Durchstichfeier

Schaerer und Partner Lenzburg werden den Event zur Durchstichfeier des Weinbergtunnels in Zürich gestalten und organisieren. An der entsprechenden Ausschreibung der SBB beteiligten sich insgesamt vier Agenturen. Das Konzept der Kommunikation- und Eventspezialisten schaffte dabei den Durchbruch.

Der Weinbergtunnel, eine der grössten Baustellen der Schweiz, bildet das Herzstück der sogenannten Durchmesserlinie Altstetten–Zürich HB–Oerlikon, die künftig der Kapazitätssteigerung dienen sowie den Richtungswechsel im Kopfbahnhof für manche Destinationen überflüssig machen wird. Aus bautechnischen Gründen kann der genaue Zeitpunkt des Durchstichs noch nicht bestimmt werden – «eine Tatsache, die von der flexiblen Mannschaft aus Lenzburg als spannende Herausforderung angenommen wird», schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Dienstag.

Verantwortlich bei den Schweizerisches Bundesbahnen SBB: Roland Kobel (Gesamtprojektleiter Durchmesserlinie), Marco Ceriani (Abschnittsleiter Weinbergtunnel). Verantwortlich bei Schaerer und Partner: Andi Schaerer, Marco Canonica (Gesamtleitung).

JvM/Limmat: Mit Swisscom für Orientierung an den Open Airs gesorgt

Jung von Matt/Limmat hat für Swisscom im Rahmen der «Are You Open Air»-Kampagne eine neue Applikation entwickelt. Der «Open Air Buddy» hilft Festivalbesuchern, die Orientierung zu behalten.

Mit diesem Freund an der Seite wissen die Open-Air-Besucher jederzeit, wann welche Bands auf der Bühne stehen, wo es ein Thai Curry gibt und wo dringende Bedürfnisse geregelt werden können. Und mit der Friend-Finder-Funktion lassen sich auch abhanden gekommene Freunde präzise auf dem Festivalgelände lokalisieren. Der «Open Air Buddy» ist das letzte Puzzleteil der Kampagne «Are You Open Air», mit der die Swisscom ihr Sponsoringengagement bei sechs grossen Festivals begleitet. Der kleine Helfer ist als iPhone App, als leicht abgespeckte Web-Version für andere Endgeräte und als Widget für Google Android und OVI von Nokia erhältlich.

Verantwortlich bei Swisscom: Pascal Reichmuth (Technik und Data). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Lukas Frei (CD), Thomas Engeli, Christian Schnellmann (Text), Björn Burkhard, Bruno Manser (AD), David Lüscher (Beratung), Anja Schatz, Alexander Schradt (Screendesign), Mobile Tecnics (Programmierung).

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Studimedia beteiligt sich am Great Place to Work Institute

Studimedia stärkt den Bereich Employer Branding. Die Marketing- und Mediaagentur beteiligt sich am Schweizer Partnerbüro des weltweit tätigen Forschungs- und Beratungsunternehmens Great Place to Work.

Das Great Place to Work Institute unterstützt Unternehmen dabei, die Qualität des Arbeitslebens ihrer Mitarbeiter zu evaluieren und mit Massnahmen zu erhöhen. Das Partnerbüro in der Schweiz ist seit 2008 aktiv und konnte in dieser Zeit bereits Kunden wie Cisco, Hilti, McDonald’s oder Philips gewinnen. Das Investment ermögliche es Studimedia, die Position im Employer Branding auszubauen und Kunden eine breitere Palette an Dienstleistungen anzubieten, wird Patrick Mollet, Geschäftsführer von Studimedia in einer Mitteilung zitiert. Zudem soll gemeinsam das Wachstum von Great Place to Work in der Schweiz vorangetrieben werden.

Publicitas Cinecom: 3D-Werbung in Kinos

Ab sofort können in rund 58 Schweizer Kinos dreidimensionale Werbespots gezeigt werden. Publicitas Cinecom hat die 3D-Werbung neu im Angebot.

Für alle Filme gilt derselbe Wochenpreis. Buchungen sind national wie auch auf die Sprachregionen fokussiert möglich (Deutschschweiz, Romandie, Tessin). Weitere Informationen: Cinecom.ch .

Wilmaa erobert mit neuen Sendern die Westschweiz

Wilmaa – vermarktet durch die beiden Goldbach Tochtergesellschaften Adlink Media und IP Multimedia – hat sechs französische Sender zu den bestehenden aufgeschaltet. Durch die nun insgesamt neun französischsprachigen TV-Sender wird ab sofort auch die Westschweiz mit Live-TV abgedeckt.

Bereits seit dem Oktober 2009 sind tsr1, tsr2 und TV5Monde online. Neu wurden France 2, France 3, France 5, RTL9, TF1 und M6 aufgeschaltet. Damit erweitert Wilmaa sein Angebot auf 40 Sender. Das Internet-TV wurde im Dezember 2008 lanciert und zählt derzeit in der Deutschschweiz über eine halbe Million registrierte Nutzer. Durch den Ausbau des französischsprachigen Senderangebots werden nun auch die Westschweizer Internet-TV-Nutzer für Werbekunden als Zielgruppe erreichbar.

Streuplan: Zürichs Velofahrer mit Mohnblumen beschenkt

Vergangenen Freitag durften sich einige Velofahrer in Zürich über eine rote Mohnblume an ihrem Lenker freuen. Was die Blume zu bedeuten hatte, war indes unklar. Einziger Hinweis gab eine kleine Kenzo-Marke. Nun ist klar, hinter der Aktion steckt die Agentur Streuplan.

Die Below-the-Line-Agentur liess die Mohnblume für ihren Kunden Kenzo erblühen. Kenzo ist ein japanisch-französischer Mode- und Kosmetikbrand, die rote Blume das Markenzeichen des im Jahr 2000 lancierten Dufts «Flower By Kenzo». Übrigens: Die Mohnblume hat im Auftrag von Kenzo auch schon andere Städte wie Paris, Mexiko City, London, Moskau und Singapur erobert.

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Strategiewechsel in China: Google stoppt automatische Umleitung

Google will chinesische Nutzer nicht mehr länger automatisch auf die Hongkong-Seite umleiten. Peking hat dem Internetkonzern gedroht, dass das Unternehmen seine Geschäftslizenz im Land verlieren könne. Nun behilft sich Google mit einer neuen chinesischen Startseite, auf der ein Link zur unzensierten Seite in Hongkong gesetzt wurde.

In den vergangenen drei Monaten wurden chinesische Nutzer umgeleitet, nachdem sich Google nicht mehr länger den Zensurmassnahmen der chinesischen Behörden unterwerfen wollte. Mit dem jetzigen Kurswechsel will wolle man sicherstellen, dass die Suchmaschine auch in Zukunft in China aktiv sein könne, sagte ein Google- gegenüber dem Branchendienst Pressetext.» Google hofft mit der neuen Lösung einen Kompromiss zu erzielen, da es keine automatische Umleitung mehr gibt. Die Frist zur Lizenzerneuerung läuft mit 30. Juni ab. Man hoffe auf baldige Antwort seitens der Behörden, so der Sprecher weiter. Sollten sich die Behörden auch mit der neuen Lösung nicht einverstanden erklären, kann Google in China keine kommerzielle Seite mehr betreiben. Eine Rückkehr zur bisherigen Lösung ist jedenfalls ausgeschlossen.

Lucky Strike im Fussballfieber

Lucky Strike hat das Fussballthema elegant für eine neue Plakatkampagne verwendet: «Das Runde muss aus dem Eckigen» ist auf den Sujets zu lesen. Darunter eine geöffnete Zigarettenschachtel, die Glimmstängel griffbereit.

Realisiert wurde das Sujet in Zusammenarbeit mit der Agentur Grey. Ganz neu ist die Idee jedoch nicht. Wie der Branchendienst W&V berichtet, wurde das Thema schon im Jahr 2002 verwendet. Damals hiess es aber: «Das Runde muss in das Eckige».

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Gesundheitskampagnen in den Medien: aus positiv wird negativ

Die Journalistenregel «only bad news are good news» scheint auch dort zu gelten, wo sie vom Inhalt her wenig Sinn ergibt. Das zeigen Forscher der Universität Genf mit der Analyse der Medienrezeption von Gesundheitskampagnen.

Unter die Lupe nahmen die Forscher zwei Kampagnen, bei denen es um Darmkrebsvorsorge ging. Deren Botschaften waren bewusst positiv zugeschnitten. Sie gingen meist in die Richtung «Pass auf!» oder «Sorge vor!». Was viele Schweizer Medien daraus machten, war ein «Krebs bedroht jeden» und eine «Überbetonung der Gefahr». Dabei sei bewiesen, dass Menschen bei positiv gestalteten Botschaften weit eher bereit seien, ihr Verhalten zu ändern, wie Studienleiterin Bettina Borisch gegenüber dem Branchendienst Pressetext sagte. Drohende Negativmeldungen machten hingegen Angst und lähmten. Die negative Berichterstattung war vor allem in den französisch- und italienischsprachigen Medien. In der Deutschschweiz, wo die Kampagne erfolgreicher war, wurden demgegenüber eher positive Aspekte übernommen.
Wie die Studie weiter zeigt, wird die Lokalpresse von den Initiatoren nur wenig beachtet. Kleinere Regionalmedien würden oft als «Blätterwald» oder «Käseblätter» geringgeachtet, obwohl sie deutlich mehr über die Kampagnen berichteten und die detailliertesten Artikel lieferten, so Borisch weiter.

Zu guter Letzt: Priester Padrini – der Spezialist für neue Medien

Wer etwas auf sich hält, besitzt eins. Nicht nur Geschäftsleute, Nerds und Apple-Fans. Reisefreudige Priester kommen ab sofort ebenso wenig um das iPad herum. Zumindest seit ein italienischer Priester eine Applikation entwickelt hat, die das vollständige Messbuch aufs iPad bringt.

Beim Schöpfer des virtuellen Messbuchs handelt es sich um Priester Paolo Padrini. Der 36-Jährige ist in der Kirche der Spezialist für neue Medien. Er hat bereits eine Anwendung für den Austausch von Gebeten auf Facebook entwickelt und ist der Erfinder der Website Pope2You, die es jungen Menschen ermöglicht, einander und auch dem Papst digitale Karten zuzusenden. Vor zwei Jahren konnte er zudem mit iBreviary, einem Programm, welches das offizielle lateinische Gebet der Kirche auf das iPhone brachte, einen Coup landen. Bis heute wurde es von 200‘000 Personen heruntergeladen. Ein beachtlicher Erfolg. Und derzeit vielleicht auch ein Segen für iPhone4-Nutzer. Schliesslich soll es Einfacheres geben, als mit dem neuen Ding zu telefonieren. Also, kräftig beten – und dies natürlich in der Sprache der Kirche – und dann klappt es vielleicht auch wieder mit dem Telefonieren.

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