Sunrise erweitert Kooperation mit Whatsapp

Ab 1. März 2016 ist Whatsapp in der Schweiz für alle Sunrise Freedom Abonnenten inklusive, ohne dabei das Datenvolumen des Abos zu belasten. Stellt die Kooperation eine Verletzung der Netzneutralität dar?

Sunrise ist bereits im Frühjahr 2014 eine Kooperation mit Whatsapp eingegangen. Seither sind Whatsapp Messaging Daten beim Jugendsegment unter 30 Jahren in allen MTV mobile Freedom Abos inkludiert. In Zukunft wird auch bei allen Sunrise Freedom Abos, das durch die Nutzung der App verursachte Datenvolumen im Inland nicht mehr vom High Speed Datenvolumen abgezogen, wie Sunrise in einer Mitteilung vom Freitag bekannt gibt. 

Verletzung der Netzneutralität?

Verfechter einer strengen Auslegung von Netzneutralität )wie die digitale Gesellschaft Schweiz) sehen in der Kooperation mit Whatsapp eine Verletzung der Netzneutralität, da Sunrise damit Daten im Netz ungleich behandet bzw. alternative Messaging-Dienste benachteiligt. Mit der Zeit, so die Befürchtung, würden so keine unabhängigen innovativen Dienste mehr entstehen.

Die von den Kabelbetreibern Ende 2015 gegründete Schlichtungsstelle Netzneutralität hingegen sieht gemäss ihrem Verhaltenskodex (Werbewoche.ch berichtete) nur vor, dass Netzanbieter Dienste nicht sperren dürfen. Auf Kunden zugeschnittene Angebote sollen erlaubt sein. Eine gesetzliche Regelung der Netzneutralität gibt es bis anhin nicht. (sis)

 

Zu guter Letzt: Schlemmen gegen Hunger

Eine australische NGO stellt auf originelle Weise einen Zusammenhang zwischen unserem Essen und dem Hunger in Afrika her.

Früher wurden Kinder häufig an die hungrigen Menschen in Afrika erinnert, wenn sie ihren Teller nicht leer essen wollen. Manch ein Kind fragte sich wohl, was das eine mit dem anderen zu tun hat: Was bringt es den Menschen in Afrika, wenn wir hier mehr essen?

McCann Sydney hat nun eine sinnige Aktion lanciert, die ohne erhobenen Zeigefinger das Schlemmen in Australien mit dem Hunger in der dritten Welt verbindet – und dafür sorgt, dass das eine dem anderen tatsächlich zugute kommt: A Table to end Hunger.

Die Ausgangslage: In Australien gibt es unzählige Menschen mit grossem Hunger nach guten Restaurants. Sie sehen sich – vor allem am Wochenende – häufig mit dem (Luxus-)Problem konfrontiert, in letzter Sekunden einen freien Tisch zu ergattern.

The Hunger Projekt sorgt dafür, dass einige Tische in Australiens Top-Restaurants frei bleiben und kurzfristig an den Höchstbietenden versteigert werden. Der Erlös soll Menschen in der dritten Welt zugute kommen. (sis)
 

Journalistenverbände pochen auf GAV

Deutschsprachige Journalistenverbände pochen auf gute Arbeitsbedingungen und Schutz für Journalisten. Als beste Voraussetzung dafür sehen sie Gesamtarbeitsverträge (GAV), die es in der Deutschschweiz und im Tessin nicht gibt.

Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter von Journalistenverbänden und Gewerkschaften aus der Schweiz, Deutschland und Österreich lancierten in Bern den «Berner Appell» für gute Arbeitsbedingungen und eine Stärkung des Service public in den Medien. Das teilten die Gewerkschaften Syndicom und Impressum am Freitag mit.

Medien müssten gestärkt werden in ihrer Rolle als «Wachhunde» der Demokratie. Sichere Anstellungsbedingungen, verankert in Gesamtarbeitsverträgen oder Tarifverträgen, erlaubten es Medienschaffenden, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und ihre Rolle in der demokratischen Gesellschaft zu erfüllen.

Thema GAV nicht vom Tisch

Die Verbandsvertreter tauschten sich über Arbeitssituationen und Vertragsbedingungen aus. In Deutschschweizer Verlagshäusern gibt es seit mehr als zehn Jahren keinen GAV mehr. Vom Tisch ist das Thema aber nicht: Der Verband Schweizer Medien beauftragte im September eine Arbeitsgruppe, dem Präsidium einen Vertragsrahmen vorzulegen.

Stephanie Vonarburg von Syndicom sagte am Freitag auf Anfrage der SDA, dass es noch keinen Termin für Gespräche mit den Verlegern gebe. Die Verbände seien daran, sich vorzubereiten und ihre Erwartungen und Bedürfnisse zu formulieren.

Ob es im laufenden Jahr Verhandlungen gebe, sei noch offen, sagte dazu Andreas Häuptli, Geschäftsführer ad interim beim Verband Schweizer Medien. Ob Verhandlungen aufgenommen würden, würden die Mitglieder entscheiden.

Während die Westschweiz einen GAV für Medienschaffende hat, ist laut Vonarburg auch das Tessin ohne GAV. Gesamtarbeits- oder Tarifverträge gebe es auch in Deutschland und in Österreich.

DSI sei faktische Entrechtungsinitiative

Thema an der Versammlung war auch die Durchsetzungsinitiative der SVP, über die am 28. Februar abgestimmt wird. Die Verbandsvertreter befürchten, dass Journalistinnen und Journalisten ohne Schweizer Bürgerrecht mit dieser «faktischen Entrechtungsinitiative» durch eine gewissenhafte Ausübung ihres Berufs ihre Ausschaffung riskierten. (SDA)
 

In eigener Sache: Werbewoche-Relaunch

Die Werbewoche wird nach der Sommerpause Print und Online in relaunchter Form erscheinen. Chefredaktorin Anne-Friederike Heinrich gibt im Interview mit Seilers Werbeblog schon einmal einen kleinen Einblick, woran derzeit gearbeitet wird.

«Die Werbewoche wird mobil. Aber auch die Gestaltung und Bedienung unseres Fachmagazins wird moderner, zeitgemässer sein. Vieles bleibt aber auch gleich: hochwertige, gut geschriebene Hintergrundinformationen über die Branche etwa.»

Mehr dazu, was die Leser der Werbewoche erwartet, erfahren Sie aktuell auf Seilers Werbeblog.

Teaserbild: Seilers Werbeblog

Zur Sache: Vom Auge direkt ins Herz

Über die Frage, was Journalisten wann, wo und wie veröffentlichen dürfen, wird wieder einmal öffentlich debattiert. Im bayerischen Bad Aibling ist ein furchtbarer Zugunfall passiert, bei dem zehn Menschen ums Leben gekommen sind.

Wer von einem solchen tragischen Ereignis erfährt, will es normalerweise genau wissen, möglichst schnell: Was ist passiert? Wie konnte das passieren? Sind Menschen verletzt worden oder gar gestorben? Gibt es Bilder vom Unfall, die vorstellbar machen, was dort geschehen ist?

Das hat nichts mit Sensationsgier zu tun oder mit abartigen Ambitionen, sondern mit der Neugier des Menschen, der über das Geschehen in seiner Umgebung Bescheid wissen will; der sich vom Leid anderer Menschen berühren lässt, der mitempfindet, Ereignisse für sich gedanklich noch einmal nachspielt, um sie zu verstehen – und im Normalfall wohl auch froh ist, dass ihm nicht das Gleiche wider­fahren ist.

In diesem Prozess haben Bilder eine hohe Be­deutung. Sie lassen den Betrachter Sachverhalte und Begebenheiten unmittelbar erfahren, transportieren Informationen ohne den Umweg übers Gehirn vom Auge direkt ins Herz.

«ARD-aktuell» beantwortete einige der drängenden Fragen seiner Zuschauer zum Unglück in Bad Aibling mit einer umfassenden Berichterstattung, darunter eine zehnsekündige Videosequenz aus dem Inneren eines der verunglückten Regionalzüge, gefilmt von einem Betroffenen (Werbewoche.ch berichtete).

Warum filmt einer, der in einem Zug sitzt, der gerade schwer verunglückt ist, der vielleicht blutet, sich angeschlagen hat, was er sieht? Weil er in dem Moment denkt: «Das verkauf’ ich an die ARD!» oder «daraus mach ich einen viralen Hit»? Oder weil der reflexartige Griff zum Smartphone ihm in diesem Moment hilft, Ruhe zu bewahren, Distanz zum Geschehen auf­zubauen und zu begreifen, was geschehen ist? Der gleiche Prozess, der beim Betrachter später aus der anderen Richtung abläuft.

Ich habe zwei kleine Söhne. Und habe mir das Bild des Flüchtlingsbuben Aylan, der vergangenes Jahr in Bodrum tot angespült wurde, unzählige Male angeschaut. Warum wohl? Aus Sensationsgier? Sicher nicht! Aus Wissensdurst? Auch nicht. Mir wurde beim Anblick des kleinen Toten körperlich übel und ich konnte mit Mühe die Tränen zurückhalten. Ich spürte grossen Kummer, Trauer, Mit-Leiden – aber auch Dankbarkeit. Dafür, dass meine Jungs heil und am Leben sind. Nennen Sie es abstossend, widerlich, solche Bilder zu betrachten – wir Menschen ticken eben so: Je unvorstellbarer etwas ist, desto mehr brauchen wir Bilder, um begreifen zu können. Jugendliche sagen «jetzt blicke ich’s» und meinen damit: «Ich hab’s verstanden.»

Wie oft haben Sie sich erschrocken, bedrückt, ungläubig Bilder der rauchenden Twin Towers in Manhattan angeschaut? Menschen springen aus den Fenstern in den Tod und wir schauen genau hin. Ist das etwas anderes als der «Fall Aylan» oder der Amateurfilm vom Zugunglück in Bad Aibling? Nur weil die Aufnahmen das Geschehen aus der Entfernung zeigen, weil man nicht so nah dran ist, nicht so viel sieht? Ich denke nicht. Der Mensch muss nicht unbedingt verstümmelte Leichen sehen, um Tragweite und ­Tragik von Ereignissen zu begreifen.

Die Frage, was wir zeigen und was nicht, was wir anschauen und was nicht, ist nicht grundsätzlich zu klären. Denn die Antwort ist abhängig davon, wer hinschaut und was gezeigt wird. Für direkt in ein Unglück Involvierte ist solches Bildmaterial nahezu unerträglich, es vertieft und verschlimmert das Leiden, egal, ob man Details von Menschen sieht oder nur eine verwackelte Aufnahme vom Unfallort. Doch für Menschen, die sich informieren wollen, und letztlich auch für Ermittlungsbehörden, die ein Unglück aufklären müssen, sind Bilder wichtig. Die einzigen Grenzen, die es hier gibt, sind die des guten Geschmacks und der Pietät.

Kai Gniffke­, Chef von «ARD-aktuell», entschied sich für die Ausstrahlung einer zehnsekündigen Videosequenz über den Unfall von Bad Aibling, zusammen­geschnitten aus sechs Minuten Material, ohne Ton. Verletzte sind nicht zu sehen. Trotzdem wurde Gniffke hart kritisiert. Unter anderem dafür, dass die Videosequenz geringen Informations­wert habe. Klar, wenn sie mehr Informationen transportieren würde, hätte Gniffke wahrscheinlich gegen die Regeln des guten Geschmacks und der ­Pietät verstossen …

Der Videoschnipsel ist wie eine kleine Zeugenaussage in Bildform und hat in Ermangelung eines Statements Berechtigung im Gesamtbericht. Die Filmaufnahmen, die die zerborstenen Züge und den Abtransport von Leichen zeigen, erschüttern allerdings weit mehr und bohren sich ins Gedächtnis. Letztlich ist es die Aufgabe von Journalisten, ihr Publikum ver­stehen zu machen. Das ist «ARD-aktuell» gelungen.

Er habe einen Kompromiss zwischen Informationsauftrag und Respekt vor den Opfern und Zuschauern finden müssen, rechtfertigte sich der angegriffene ARD-Mann Gniffke. Er hat richtig gehandelt und den schwierigen Spagat gut gemeistert, den jeder vollbringen muss, der über grauenvolle Ereignisse berichtet, bei denen Menschen gestorben sind.

Das Einzige, was Journalisten bei solchen Verrenkungen Flankenschutz und Orientierung gibt, ist ihre eigene Menschlichkeit.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]
 

Wer gewinnt die Marketing-Trophy 2016?

Die Nominierten in den drei Kategorien Grossunternehmen, KMU und Non-Profit-Unternehmen stehen fest. 

Die Marketing-Trophy wird jedes Jahr von Swiss Marketing am Schweizerischen Marketing-Tag vergeben. Die interdisziplinäre Fachjury unter der Leitung von Werber und Unternehmer Peter Felser hat in diesem Jahr folgende Projekte für den Award nominiert:

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Notch kreiert virale Kampagne für Straumann

Die Zürcher Agentur konnte sich in einem Pitch durchsetzen und bewirbt nun eine Produktinnovation von Straumann mit einem «sagenhaft» spannenden Online-Film.

Grundlage des Films ist die Artussage. Für alle, die sich nur noch dunkel erinnern: Das legendäre Schwert Excalibur war vom Zauberer Merlin durch einen Stein getrieben worden und konnte nur von dem wahren künftigen Herrscher wieder herausgezogen werden. Nachdem viele Adlige und Ritter an dieser Aufgabe gescheitert waren, meisterte Artus sie mit Bravour, was ihn zum rechtmässigen König machte.

Die Kreativen von Notch Interactive arbeiten in ihrer Version von «King Arthur» mit den klassischen Elementen eines Fantasyfilms: mystisch-düstere Atmosphäre, charismatische Protagonisten und dramatische, eigens komponierte Musik. Doch am Ende nimmt der Film eine überraschende Wendung: Nicht einmal Artus kann das Schwert aus dem Stein ziehen. Es steckt fest – wie ein Straumann Implantat im Kiefer feststeckt.

Diese Pointe soll der Zielgruppe, Zahnärzten und Zahntechnikern, die aussergewöhnliche Qualität von Straumann Implantaten aus dem innovativen Material Roxolid vermitteln. Diese patentierte Titan-Zirkonium Verbindung soll stabiler sein als reines Titan und den Heilungsprozess verkürzen.

Um die Zielgruppe optimal zu erreichen, entwickelte Notch Interactive eine internationale Online/Seeding Strategie für diverse Social Media-Kanäle. Rollout von «King Arthur» ist Anfang 2016 in den USA, weitere Länder werden im Lauf des Frühjahrs folgen. Der Film ist ausschliesslich in den digitalen Medien zu sehen und setzt auf einen hohen viralen Effekt.

Verantwortlich bei Notch Interactive: Peter A. van der Touw (Gesamtverantwortung), Jeff Gerber (Executive Creative Director), Martin Stauch (Senior Art Director), Marcel Vogt (Group Account Director), Paola Gächter (Consultant/Project Manager). Musikkomposition: Jingle Jungle. Produktion: Zeitsprung Commercial.

Furrerhugi lanciert einen eigenen Blog

Die Agentur betreibt seit Freitag auf Influence.ch einen Blog und Newsletter zu wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Themen.

In sieben Rubriken greift die Agentur auf Influence.ch im Zweiwochenrhythmus Themen auf, die wichtig werden, wie eine Mitteilung vom Freitag bekannt gibt. Das agenturinterne Redaktionsteam unter der Leitung von Pascal Ihle publiziere Analysen, fasse relevante Studien zusammen und führe Gespräche mit Persönlichkeiten, die über den Tellerrand hinausschauen. 

Furrerhugi will mit dem Blog dazu beitragen, komplexe Zusammenhänge aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einzuordnen, Hintergründe verständlich zu machen und die richtigen Fragen zu stellen, heisst es weiter. In der ersten influence-Ausgabe von heute Freitag wurden unter anderem ein Interview mit Valentin Vogt, 7 Antworten zum Völkerrecht oder eine Zusammenfassung der WEF-Studie zur Zukunft der Arbeit publiziert. 

Der Blog ist frei zugänglich und der dazu gehörende Newsletter kann kostenlos abonniert werden.

Thomas Passen wechselt doch nicht zu Tamedia

Der Ringier Marketing-Leiter Thomas Passen wechselt doch nicht zur Konkurrentin Tamedia. Noch im Oktober hatte die Mediengruppe über den Wechsel von Passen als Leiter des Werbemarkts nationale Medien informiert.

Passen hätte die neue Position Ende 2016 antreten sollen. Nun habe er jedoch entschieden, sich beruflich selbständig zu machen, teilte Tamedia am Donnerstagabend mit.

Tamedia verzichtet laut Mitteilung auf die Erfüllung des geltenden Arbeitsvertrages. Thomas Passen wird wie folgt zitiert: «In den letzten Wochen hat sich für mich eine neue Möglichkeit eröffnet, die ich nicht ausschlagen möchte. Ich danke Marcel Kohler und Tamedia für ihre Flexibilität und ihr Entgegenkommen bei der Auflösung unseres Vertrages.»

Tamedia will nun zu gegebenem Zeitpunkt darüber informieren, wer ab Ende 2016 die Leitung des Werbemarktes nationale Medien übernehmen wird. Alle anderen leitenden Funktionen der zukünftigen Organisation hätten aber besetzt werden können, so Tamedia. 
 

Zu guter Letzt: Engagiertes Testimonial

Anthony Hopkins ist das Testimonial für die Software Turbo Tax. Dass er für die Marke wirbt, will er in diesem Film aber nicht zugeben.

Werbung, die ihre eigenen Mechanismen auf die Schippe nimmt, findet oft Anklang im Netz. So auch dieser Spot mit Anthony Hopkins, der dabei erst noch die Marke inszeniert.

Von der Kaffetasse über die Hausschuhe bis zum Schosshündchen ist in diesem Spot alles am Schauspieler mit Labels von Turbo Tax versehen. Er mache aber keine Werbung für die Marke, wird Hopkins nicht müde zu betonen. Denn da gibt es gar nichts zu verkaufen. (sis)
 

https://www.youtube.com/watch?v=c6T3F69oK30

Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle TV-Spots bei den Konsumenten abschneiden.

Schon länger testet Marketagent.com für die Werbewoche einmal im Monat ausgewählte Plakate und Anzeigen. Seit Anfang 2015 werden alternierend auch TV-Spots von den Meinungsforschern untersucht. Die Redaktion hat fünf Filme ausgewählt, die in den letzten Wochen häufig am Bildschirm zu sehen waren. Vorgespielt wurden die Spots 461 webaktiven Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 65 Jahren. Bei der Befragung wurde getestet, wie gut die TV-Spots von der Bevölkerung erinnert werden (Awareness) und wie sie hinsichtlich der zentralen Eigenschaften «Gefällt mir» (Likeability), «Hebt sich von anderen TV-Werbungen ab» (Uniqueness) und «Passt zu meinem Bild von diesem Absender» (Brand Fit) auf einer sechsstufigen Skala abschneiden. Die Werbewoche präsentiert in diesem Artikel die insgesamt erzielten Awareness-Werte und die Top-Box-Bewertungen der zentralen Eigenschaften.

Chocolat-Frey-Spot passt gut zum Brand

«In Brasilien liebt man die Chocolat-Frey-Pralinen aus der Schweiz». Damit rangiert der Spot zwar lediglich an dritter Stelle der ungestützten Werbeerinnerung (63,6%), passt dafür gemäss den Befragten sehr gut zur Marke (38,5%). Der Interdiscount-Spot steht in der ungestützten Erinnerung auf Platz 1 (87,9%), gefolgt von Sunrise (80,7,%). Microsoft schneidet in der ungestützten Werbeerinnerung zwar verhältnismässig weniger gut ab (59,7%), erzielte dafür bei den Befragten aber den höchsten Likeability-Wert (18,7%) sowie den höchsten Uniqueness-Wert (15,8%). Auch der Spot für JobCloud erzielte in der Eigenschaft Uniqueness einen guten Wert (10%). Interviewt wurden die Mitglieder des rund 45 700 aktive Schweizer Teilnehmer (Stand: Februar 2016) umfassenden Marketagent.com-Online-Access- Panels mittels Computer-Assisted-Web-Interviews (CAWI). Die Online- Befragung als Methode gewährleistet Anonymität und Objektivität.

Zum detaillierten Ergebnisbericht (PDF)

Die abgefragten TV-Spots:

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Neue Co-Geschäftsführerin bei Serviceplan

Pam Hügli hat per 1. Januar 2016 die Funktion einer Geschäftsführerin der Serviceplan Suisse übernommen. Sie wird gemeinsam mit Gründungspartner Christian Baertschi die operative Führung der Agentur verantworten.

Ihre langjährige Werbe-Laufbahn begann Hügli bei Advico Young & Rubicam in Gockhausen. Weiter ging es dann an die Aemtlerstrasse, wo sie zusammen mit Christian Baertschi zum Gründungsteam der Agentur Spillmann/Felser/Leo Burnett gehörte. Dort war sie als Beratungsgruppenleiterin und Mitglied des Managements für die Geschicke der Agentur mitverantwortlich.

Danach übernahm Pam Hügli die Führung von Alpha 245, welche sie gemeinsam mit Kreativpartnerin Diana Wick Rossi zur 25-köpfigen Agentur ausbaute und fügte damit auch unternehmerisches Know-how zu ihrer bereits breit gefächerten Branchen-Erfahrung hinzu. Pam Hügli hat in den letzten zwei Jahrzehnten diverse nationale und internationale Markenprojekte betreut – und dabei viele Kampagnen entscheidend mitgeprägt, die für ihre Kreativität und Effektivität ausgezeichnet wurden.

Pam Hügli freut sich laut Mitteilung vom Donnerstag auf ihre neue Aufgabe: «Meine persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten in einem inhabergeführten Unternehmen waren mitunter ausschlaggebend für diesen Entscheid. Zudem, und das war und ist für mich besonders wichtig: Mit Christian Baertschi arbeite ich eng mit jemandem zusammen, den ich seit meinem Einstieg in die Werbebranche kenne und dem ich vertraue. Und nicht nur diesen Weggefährten treffe ich an der Freiestrasse an, sondern auch weitere, auf die ich mich sehr freue. Das Persönliche war und ist mir sehr wichtig und lag in der Vergangenheit vielen kleinen und grossen Erfolgen zu Grunde. Ich freue mich, meinen Teil zum Erfolg der Serviceplan Gruppe beizutragen.»

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