Adwebster lanciert Live-DMP

Nach über drei Jahren Forschung und Entwicklung bringt Adwebster eine neuartige Data Management Platform (DMP) auf den Markt. Diese soll neue Massstäbe setzen im Bereich der datengesteuerten Auslieferung digitaler Werbung.

Die neue Live-DMP erfasst alleine für die Schweiz über 13 Millionen Datensätze pro Tag und verarbeitet diese mit Hilfe von dynamischer Cloud Technologie. User werden in beliebige Zielgruppen unterteilt und differenziert angegangen. Digitale Kampagnendaten und beliebige externe Datenquellen können direkt angeschlossen und zielführend verwendet werden. Nicht nur die Auslieferung wird live vollzogen, auch die eigentliche Datenaufbereitung geschieht bei der Adwebster DMP in Echtzeit.

Die komplette Live-DMP wurde im Hause Adwebster in Zürich programmiert. Als komplex galt die serverseitige Datenverarbeitung sowie die Gewährleistung eines stabilen Systems. Die modernen Technologien verarbeiten die immense Datenflut und stellen dabei den Big-Data Ansatz sicher.  

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Die Vision von Adwebster – digitale Werbung so personenbezogen und bedürfnisorientiert auszuliefern, dass sie vom User als Mehrwert wahrgenommen wird – stand bei der Entwicklung im Zentrum. Die Anonymisierung der Daten schützt dabei die Privatsphäre der Internet User zu jeder Zeit.

Zu guter Letzt: Heimat kommt nach Zürich

Mit einem eigenständigen Ableger in Zürich soll Heimat Berlin im April seinen vierten Standort eröffnen. Jetzt ist bekannt, wer das Dreierteam leiten wird – und mit welchen Mandaten sie anfangen.

Den Start einer Zürcher Agentur unter dem Dach der Agentur Heimat hatte der Mit-Gründer und Geschäftsführer Matthias von Bechtolsheim bereits im Januar angekündigt (Werbewoche.ch berichtete). Aufgebaut von drei Schweizern geht mit Heimat in Zürich ein «vollständig lokal und selbständig agierendes Team in die Offensive». Dies bestätigt Matthias von Bechtolsheim gegenüber New-Business.de.

Nun sind auch die Namen der Geschäftsführer bekannt: Aufgebaut werde die Agentur von Nico Ammann, Roman Jud und Simon Rehsche, so Bertolsheim. Sie starten mit einem Team von rund 15 Personen. Gemeinsam mit den Berliner Gründer von Heimat, Andreas Mengele, Matthias von Bertolsheim und Guido Heffels, teilen die drei Geschäftsführer die feste Überzeugung, dass der Zeitpunkt für eine Neugründung im Schweizer Markt perfekt ist. «Die Schweizer Werbebranche verändert sich nur träge, hat Staub angesetzt, klebt an überholtem Eigenverständnis und Rollenvorstellungen», so die drei Zürcher Geschäftsführer gegenüber Nwe-Business.de. Daher geben sie nichts auf historisch gewachsene dogmatische Vorstellungen in Prozessen und Organigrammen.

Als erstes Mandat wird Heimat Zürich die Marke des Online-Marktplatzes Siroop entwickeln. Bis anhin hat die Berliner Agentur – mit Standorten in Hamburg und Wien – die Schweizer Kunden Swisscom und Jelmoli mit einzelnen Personen in Zürich betreut. Wir sind gespannt wie‘s weitergeht. (uma)

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Die Geschäftsführer v.l.: Roman Jud, Nico Ammann, Simon Rehsche (Foto: Heimat)
 

HWZ: Spezialisten in Marketing Communications diplomiert

Die HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich hat 24 neue Marketing-Kommunikationsprofis diplomiert.

Im Art Directors Club in Zürich Wiedikon wurde am 4. Februar 2016 der erste Jahrgang unter der Leitung von Stefan Vogler mit dem Certificate of Advanced Studies (CAS) in Marketing Communications diplomiert. Vogler ist Unternehmensberater für Branding, Marketing und Kommunikation und hat die Leitung dieses Studiengangs der HWZ im vergangenen Sommer neu übernommen. 24 Spezialisten haben den berufsbegleitenden CAS in Marketing Communications nun erfolgreich abgeschlossen.

Für die erfolgreiche Führung von Marken spielen ein strategisches Markenverständnis, differenzierende Marketing-Kommunikation und das profunde Wissen über alle Kommunikationsinstrumente, Medien, Massnahmen, Mittel und angrenzenden Disziplinen die entscheidenden Rollen. Mit dem CAS in Marketing Communications erhalten Studierende in 18 Kurstagen State-of-the-art-Wissen und aktuelle Praxis-Inputs als karriererelevante Basis für das moderne Management von Marken und Kundenbeziehungen. Der Studiengang steht unter dem Patronat der Verbände BSW – Verband führender Werbeagenturen der Schweiz und dem Schweizer Werbe-Auftraggeber Verband SWA.

Die 24 Absolventinnen und Absolventen 2016 des CAS Marketing Communications:
Aurelia Carlen, Marija Cirkovic, Fabia Dellsperger, Emma Drenth, Selina Eugster, Daniela Frangi, Marc Gooch, Daniel Hasenfratz, Valérie Huber, Ljiljana Ilic, Franziska Kamp Lindell, Ursula Keller, Alexander Larcher, Aline Litchenhaus, Manuela Marty, Eveline Moser, Marco Portmann, Maria Sägesser, Bettina Scheidegger, Reto Schorta, Sanchika Shantakumaran, Dominik Stauber, Michelle Widmer, Nancy Wolf.

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Rekrutierungskampagne für Kinderspital Zürich umgesetzt

Die soeben lancierte Rekrutierungskampagne «Pflege mit uns den Kispi-Spirit» bietet Pflegefachleuten eine einfache Bewerbung. Damit reagiert das Kinderspital Zürich auf den anhaltenden Fachkräftemangel.

Entwickelt und umgesetzt wurde die Kampagne von C-Factor und Xeit. Drei Klicks ausführen und schon wieder zurücklehnen? Beim Kinderspital Zürich ist dies ab sofort möglich. Interessierte Pflegefachleute können sich auf der Microsite Kispi-spirit.ch innert 15 Sekunden bewerben und erhalten innert zwei Tagen eine Rückmeldung vom Kinderspital Zürich. «Wir wollen damit die einfachste Bewerbung in der ganzen Gesundheitsbranche ermöglichen», erläutert HR-Leiter Matthias Bisang die soeben gestartete Rekrutierungskampagne «Pflege mit uns den Kispi-Spirit».

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Nebst der grösstmöglichen Einfachheit steht der «Kispi-Spirit» im Zentrum der Kampagne – der aussergewöhnliche Teamgeist und der gute Zusammenhalt aller Mitarbeitenden zum Wohle der Kinder. Erlebbar wird er in sechs kurzen, persönlichen Videos, auf Facebook und natürlich im Kinderspital selbst. Die Kampagne setzt für die Zulieferer auf die Microsite mit gezielten AdWords, Display Ads, Facebook Ads und Youtube Video Ads in erster Linie auf Online-Marketing, fällt aber auch offline auf: Ab heute rollt ein «Kispi-Spirit» Tram durch die Stadt Zürich. «C-Factor und Xeit überzeugten uns in der Zusammenarbeit mit kreativen Ideen, starker Beratung und viel Umsetzungspower», beschreibt Matthias Bisang das rund neunmonatige gemeinsame Projekt.

Verantwortlich bei Kinderspital Zürich: Matthias Bisang (HR-Leiter), Sonja Auf der Maur (Bereichspersonalleiterin), Manuela Frey (Kommunikation), Jörg Buckmann (Beratung). Verantwortlich bei C-Factor: Philipp Metzler (Beratungsleitung/Content), Marlen Steiner (Beratung). Verantwortlich bei Xeit: Simon Künzler (Strategie/Beratung), Thomas Lecher (Beratung/Projektleitung). Verantwortlich bei Hauptstadtfilm: Roland Luder, Beni Leoni (Videos).
 

Publikumsrat findet langsam Gefallen an «Glanz & Gloria»

Dem Publikumsrat SRG.D gefällt «Glanz & Gloria» auf SRF 1 besser als auch schon. Mehr Vertiefung wünscht sich das Gremium beim Format Reporter, das ebenfalls auf SRF 1 ausgestrahlt wird.

«Glanz & Gloria» habe sich seit den letzten Beobachtungen weiterentwickelt. Die Sendung komme locker daher und lade mit Infotainment zum Entspannen ein, hält der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Diens-tag fest. Die Sendung pflege einen persönlichen Themenzugang, indem sie Prominente zu aktuellen Ereignissen zu Wort kommen lasse. Das People-Magazin bilde nicht mehr einfach Veranstaltungen ab, sondern stelle den Prominenten immer wieder relevante Fragen und biete damit Informationsgehalt. Besonders in der Wochenendausgabe schaffe «G&G Weekend»¨Nähe und Vertiefung. Die Moderation wirke sympathisch und souverän, das neue Studio ruhig und edel.

Nicht zur Sendung passt nach Ansicht des Publikumsrates jedoch das Signet. Dieses suggeriere Nachtclub-stimmung und zementiere ein antiquiertes Frau-Mann- Schema.

An «Reporter» gefällt dem Publikumsrat, dass die Sendung aussergewöhnliche Menschen mit ihren eigenwilligen Geschichten und überraschenden Entwicklungen ins Zentrum rückt. Zudem beleuchte die über das Persönliche hinaus gesellschaftlich relevante Themen.
Die Autorinnen und Autoren pflegten einen respektvollen Umgang mit den porträtierten Personen. Die Reportagen seien mehrheitlich informativ und feinfühlig. Die Mehrheit des Publikumsrates wünscht sich jedoch noch mehr Vertiefung. Das Format dürfe jedoch nicht in einen «moralisierenden Betroffenheits-Journalismus» abdriften. (SDA)
 

Unheimlich ähnlich: Warum bei Robotern das Äussere zählt

Die Akzeptanz für Roboter fällt ab, wenn sie dem Menschen zu sehr ähneln. Aber gegen Helfer, die Kunden am Eingang freundlich begrüssen und schwere Einkaufstaschen zum Auto schleppen, ist nichts einzuwenden.

Die Roboter kommen. Besser: Sie sind schon mitten unter uns. Denn während die Ankunft der Roboter letzte Woche am WEF in Davos prominent diskutiert wurde, haben sich die automatisierten Gehilfen längst durch die Hintertür in unseren Alltag eingeschlichen. Sie reinigen unsere Wohnungen, mähen Rasen oder helfen bei der Pflege alter Menschen. Unspektakulär und fast unbemerkt sind sie aus den Laboren der Robotikforscher in unser Leben getreten, um uns gefährliche, anstrengende oder monotone Arbeiten abzunehmen. Und wurden uns dabei immer ähnlicher. Denn nicht nur das Innenleben der Roboter hat sich stetig weiterentwickelt, auch ihr Erscheinungsbild hat sich gewandelt. Zwar nehmen wir manche Roboter nach wie vor als Maschinen wahr. Andere wiederum sind so winzig, dass der Betrachter sie mit blossem Auge nicht mal zu erkennen vermag. Doch einige sehen dem Menschen mittlerweile unheimlich ähnlich. Es sind diese, die uns besonders faszinieren. So beispielsweise die «Hubots» (eine Wortkombination von «human» und «robot»), die in der populären schwedischen TV-Serie «Real Humans – Echte Menschen» zum Alltag der Bewohner in einem schwedischen Städtchen der nahen Zukunft gehören. Sie erledigen den Haushalt, fahren Auto, kochen und lesen den Kindern Gute-Nacht-Geschichten vor. Sie sind ausserordentlich dienstwillig, serviceorientiert und meist gut gelaunt. Trotzdem bleibt die Frage: Müssen wir sie fürchten? Denn je humanoider ein Roboter wird, desto unheimlicher erscheint er uns. «Uncanny Valley» heisst dieses Phänomen in der Robotik, das unheimliche Tal. Und es ist messbar: Die Akzeptanz für Roboter fällt schlagartig ab, sobald sie dem Menschen zu sehr ähneln. Das kann Innovation bremsen. Aus der Forschung ist längst bekannt, dass neue Technologien sich nur durchsetzen, wenn sie von den Menschen auch akzeptiert sind. Immerhin, aus dem unheimlichen Tal führen zwei Wege wieder heraus. Der einfachere besteht darin, den Figuren ihre Menschenähnlichkeit zu nehmen. Wer beispielsweise so «knuddelig» daherkommt wie der populäre «Paro», erzeugt keine Skepsis. Mit ihren grossen schwarzen Knopfaugen und dem flauschigen weissen Fell erobert die intelligente Babyrobbe die Herzen aller Tierfreunde. Nicht nur Demenzkranke reagieren positiv auf den für sie konzipierten Therapieroboter. Auch junge Menschen verfallen dem Charme der interaktiven Robbe, möchten sofort mit ihr spielen, sprechen und kuscheln.

Warum gruseln uns Maschinenmenschen?

Schwieriger gestaltet sich der zweite Weg aus dem unheimlichen Tal. Er besteht darin, diejenigen Schlüsselreize zu identifizieren, die unser ungutes Gefühl gegenüber der Maschine überhaupt erst auslösen. Das ist in der Praxis meist komplexer als gedacht. Denn ein bestimmter Maschinenmensch wirkt nicht auf alle «echten» Menschen gleich gruselig. So sind Kinder tendenziell offener und positiver gegenüber Robotern eingestellt als Erwachsene. Und wer in Videospielen regelmässig mit Avataren kommuniziert, wird sich vermutlich in Zukunft auch im richtigen Leben schneller von einem humanoiden Roboter bedienen lassen. Was heisst hier «in Zukunft»? Mit Pepper ist der erste wirklich menschliche Roboter nun im Handel. Ausgestattet mit Augen und Armen, die eine (noch beschränkte) Mimik und Gestik zulassen, ähnelt er uns Menschen nicht nur äusserlich. Auch seine Interaktion ist unserer Kommunikation nachempfunden. So kann er dank Gesichts- und Stimmerkennungssoftware auf die Gefühlslage seines Gegenübers eingehen. Glücklich, traurig oder gestresst? Pepper findet den richtigen Ton und die richtigen Worte. Das ist auch notwendig, schliesslich wurde er nicht wie viele der bisher bekannten Roboter fürs Pakete-Rumschieben in der Lagerhalle konzipiert oder fürs Staubsaugen zu Hause. Vielmehr soll Pepper zur emotionalen Rundumstütze seiner Besitzer avancieren, oder genauer: zu unserem Freund werden.

Helfer willkommen

Ein Freund allerdings, der – wie diese Tage so oft diskutiert – auch im Arbeitsmarkt eingesetzt werden könnte. Bereits heute testet Nestlé die Fähigkeiten von Pepper an der Servicefront, nämlich im Verkauf. In japanischen Haushaltswarenläden preist er den Kunden die Vorzüge von Kaffeemaschinen an, liefert Infos, beantwortet Fragen und berät beim Kauf. Vorerst dient Pepper vor allem als Ladenattraktion, die mehr Kunden in die Shops locken soll. Mittelfristig wird er seine menschlichen Arbeitskollegen aber insbesondere da ernsthaft unterstützen, wo es um einfache und repetitive Aufgaben geht. Kunden am Eingang freundlich begrüssen, Einkaufswagen effizient aus- und einparken, Gemüse abwägen, Bezahlungen abwickeln, schwere Einkaufstaschen zum Kofferraum des Autos schleppen – alles Tätigkeiten, die er den Kunden in Zukunft abnehmen könnte. Was durchaus auch bei heute noch skeptischen älteren Kunden auf Anklang stossen würde. Werden die Aufgaben komplexer, vernetzen Pepper, Oshbot und wie die automatisierten Shoppingassistenten sonst noch heissen ihre Kunden mit menschlichen Verkaufsberatern – zumindest heute noch. Je intelligenter und lernfähiger Roboter in den kommenden Jahren werden, desto mehr Aufgaben können ihnen längerfristig an der Front von serviceintensiven Branchen wie dem Handel, der Gastronomie, der Hotellerie und dem Tourismus übertragen werden. Reklamationen entgegennehmen, Ladendiebe stellen, ungehaltene Kunden im Zaum halten – die Möglichkeit, in Zukunft den künstlichen Kollegen in schwierigen und hektischen Situationen vorschicken zu können, ist durchaus verlockend. Und vielleicht führen sich die neuen Diener so am Ende gar selber aus dem unheimlichen Tal heraus.

Martina Kühne ist Senior Researcher am Zürcher GDI (Gottlieb-Duttweiler-Institut). Sie analysiert gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Veränderungen.

Martina Kühne schreibt neu als Kolumnistin für die Printausgabe der Werbewoche.
 

«Because I had no better idea»

Frank Bodin nimmt an der Jury des New York Festivals teil. Warum, erzählt der Werber des Jahres 2009 in einem Interview der Festival-Betreiber.

Auf der Website des Festivals gibt der CEO von Havas Worldwide Zurich darüber Auskunft, warum er als Jury-Mitglied teilnimmt und was er mitnimmt: Der studierte Pianist und Komponist ist der Ansicht, dass die Beurteilung von Arbeiten zum Job einer Führungskraft in einer Agentur einfach dazugehöre. Gleichzeitig könne man aber so auch mit den besten Kreativen weltweit diskutieren und von Ihnen lernen. Auf die Frage, warum er seine Karriere in der Werbung macht: Weil ich keine bessere Idee hatte. (uma)

Teaserbild: Advertising.newyorkfestivals.com

Geyst baut weiter aus

Die Zürcher Agentur Geyst erweitert das Berater-Team mit Julia Hartung.

Die diplomierte Medienwissenschaftlerin arbeitete schon einmal bei Geyst, bereiste zwischendurch für ein Jahr die Welt. Nun ist Julia Hartung wieder in der Welt von Geyst zu Hause und verstärkt das Berater-Team. Ihr biografischer Werdegang führte unter anderem über die Suisse Emex. Bei der Schweizer Marketingmesse verantwortete Julia Hartung die Medien- und Presseabteilung.

julia

Ticketeröffnung: ADC Gala am 12. März 2016

Die diesjährige ADC Preisverleihung geht am Samstag, 12. März im Konzertsaal der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) über die Bühne. Die Preisverleihung ist öffentlich.

Die ADC Gala findet im Anschluss ab 19 Uhr in der Maag Halle statt.

– 17 Uhr öffentliche Preisverleihung in der ZHdK
– 19 Uhr ADC Gala und Party in der Maag Halle (Türöffnung, Einlass nur mit Ticket)
–
Die Tickets für den öffentlichen Verkauf können ab sofort online über Adc.ch bestellt werden. First come, first served.
 

Unheimlich ähnlich: Warum bei Robotern das Äussere zählt

Die Akzeptanz für Roboter fällt ab, wenn sie dem Menschen zu sehr ähneln. Aber gegen Helfer, die Kunden am Eingang freundlich begrüssen und schwere Einkaufstaschen zum Auto schleppen, ist nichts einzuwenden.

Die Roboter kommen. Besser: Sie sind schon mitten unter uns. Denn während die Ankunft der Roboter letzte Woche am WEF in Davos prominent diskutiert wurde, haben sich die automatisierten Gehilfen längst durch die Hintertür in unseren Alltag eingeschlichen. Sie reinigen unsere Wohnungen, mähen Rasen oder helfen bei der Pflege alter Menschen. Unspektakulär und fast unbemerkt sind sie aus den Laboren der Robotikforscher in unser Leben getreten, um uns gefährliche, anstrengende oder monotone Arbeiten abzunehmen. Und wurden uns dabei immer ähnlicher. Denn nicht nur das Innenleben der Roboter hat sich stetig weiterentwickelt, auch ihr Erscheinungsbild hat sich gewandelt. Zwar nehmen wir manche Roboter nach wie vor als Maschinen wahr. Andere wiederum sind so winzig, dass der Betrachter sie mit blossem Auge nicht mal zu erkennen vermag. Doch einige sehen dem Menschen mittlerweile unheimlich ähnlich. Es sind diese, die uns besonders faszinieren. So beispielsweise die «Hubots» (eine Wortkombination von «human» und «robot»), die in der populären schwedischen TV-Serie «Real Humans – Echte Menschen» zum Alltag der Bewohner in einem schwedischen Städtchen der nahen Zukunft gehören. Sie erledigen den Haushalt, fahren Auto, kochen und lesen den Kindern Gute-Nacht-Geschichten vor. Sie sind ausserordentlich dienstwillig, serviceorientiert und meist gut gelaunt. Trotzdem bleibt die Frage: Müssen wir sie fürchten? Denn je humanoider ein Roboter wird, desto unheimlicher erscheint er uns. «Uncanny Valley» heisst dieses Phänomen in der Robotik, das unheimliche Tal. Und es ist messbar: Die Akzeptanz für Roboter fällt schlagartig ab, sobald sie dem Menschen zu sehr ähneln. Das kann Innovation bremsen. Aus der Forschung ist längst bekannt, dass neue Technologien sich nur durchsetzen, wenn sie von den Menschen auch akzeptiert sind. Immerhin, aus dem unheimlichen Tal führen zwei Wege wieder heraus. Der einfachere besteht darin, den Figuren ihre Menschenähnlichkeit zu nehmen. Wer beispielsweise so «knuddelig» daherkommt wie der populäre «Paro», erzeugt keine Skepsis. Mit ihren grossen schwarzen Knopfaugen und dem flauschigen weissen Fell erobert die intelligente Babyrobbe die Herzen aller Tierfreunde. Nicht nur Demenzkranke reagieren positiv auf den für sie konzipierten Therapieroboter. Auch junge Menschen verfallen dem Charme der interaktiven Robbe, möchten sofort mit ihr spielen, sprechen und kuscheln.

Warum gruseln uns Maschinenmenschen?

Schwieriger gestaltet sich der zweite Weg aus dem unheimlichen Tal. Er besteht darin, diejenigen Schlüsselreize zu identifizieren, die unser ungutes Gefühl gegenüber der Maschine überhaupt erst auslösen. Das ist in der Praxis meist komplexer als gedacht. Denn ein bestimmter Maschinenmensch wirkt nicht auf alle «echten» Menschen gleich gruselig. So sind Kinder tendenziell offener und positiver gegenüber Robotern eingestellt als Erwachsene. Und wer in Videospielen regelmässig mit Avataren kommuniziert, wird sich vermutlich in Zukunft auch im richtigen Leben schneller von einem humanoiden Roboter bedienen lassen. Was heisst hier «in Zukunft»? Mit Pepper ist der erste wirklich menschliche Roboter nun im Handel. Ausgestattet mit Augen und Armen, die eine (noch beschränkte) Mimik und Gestik zulassen, ähnelt er uns Menschen nicht nur äusserlich. Auch seine Interaktion ist unserer Kommunikation nachempfunden. So kann er dank Gesichts- und Stimmerkennungssoftware auf die Gefühlslage seines Gegenübers eingehen. Glücklich, traurig oder gestresst? Pepper findet den richtigen Ton und die richtigen Worte. Das ist auch notwendig, schliesslich wurde er nicht wie viele der bisher bekannten Roboter fürs Pakete-Rumschieben in der Lagerhalle konzipiert oder fürs Staubsaugen zu Hause. Vielmehr soll Pepper zur emotionalen Rundumstütze seiner Besitzer avancieren, oder genauer: zu unserem Freund werden.

Helfer willkommen

Ein Freund allerdings, der – wie diese Tage so oft diskutiert – auch im Arbeitsmarkt eingesetzt werden könnte. Bereits heute testet Nestlé die Fähigkeiten von Pepper an der Servicefront, nämlich im Verkauf. In japanischen Haushaltswarenläden preist er den Kunden die Vorzüge von Kaffeemaschinen an, liefert Infos, beantwortet Fragen und berät beim Kauf. Vorerst dient Pepper vor allem als Ladenattraktion, die mehr Kunden in die Shops locken soll. Mittelfristig wird er seine menschlichen Arbeitskollegen aber insbesondere da ernsthaft unterstützen, wo es um einfache und repetitive Aufgaben geht. Kunden am Eingang freundlich begrüssen, Einkaufswagen effizient aus- und einparken, Gemüse abwägen, Bezahlungen abwickeln, schwere Einkaufstaschen zum Kofferraum des Autos schleppen – alles Tätigkeiten, die er den Kunden in Zukunft abnehmen könnte. Was durchaus auch bei heute noch skeptischen älteren Kunden auf Anklang stossen würde. Werden die Aufgaben komplexer, vernetzen Pepper, Oshbot und wie die automatisierten Shoppingassistenten sonst noch heissen ihre Kunden mit menschlichen Verkaufsberatern – zumindest heute noch. Je intelligenter und lernfähiger Roboter in den kommenden Jahren werden, desto mehr Aufgaben können ihnen längerfristig an der Front von serviceintensiven Branchen wie dem Handel, der Gastronomie, der Hotellerie und dem Tourismus übertragen werden. Reklamationen entgegennehmen, Ladendiebe stellen, ungehaltene Kunden im Zaum halten – die Möglichkeit, in Zukunft den künstlichen Kollegen in schwierigen und hektischen Situationen vorschicken zu können, ist durchaus verlockend. Und vielleicht führen sich die neuen Diener so am Ende gar selber aus dem unheimlichen Tal heraus.

Martina Kühne ist Senior Researcher am Zürcher GDI (Gottlieb-Duttweiler-Institut). Sie analysiert gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Veränderungen.

Martina Kühne schreibt neu als Kolumnistin für die Printausgabe der Werbewoche.
 

Zu guter Letzt: «Gefällt’s dir? Sei dort zuhause»

Winter Wonderland, Baumhaus, Surfertraum mit Meerblick, Treehouse oder Beachfront Retreat. Gefällt‘s dir?

«Gefällts dir? Sei dort zuhause», so der Slogan der neuen Promo-Kampagne von Airbnb. Auf der Online-Plattform können Reisende weltweit einzigartige Unterkünfte entdecken und so ihre Leidenschaften ausleben – unter diesem Motto hat Airbnb hat für die Kampagne mit Disney und Man vs. Wild zusammengearbeitet. (uma)
 

https://www.youtube.com/watch?v=cbs9_-f8fpU

Inhalt&Form: «Für ein gutes Bauchgefühl»

Die neue Dachkampagne der Migros Gastronomie spielt mit Entscheidungen, die man besser nicht auf leeren Magen trifft.

Essen muss in erster Linie schmecken. Faktoren wie der gesundheitliche, ökologische und regionale Aspekte sowie die Verfügbarkeit spielen jedoch bei der Kaufentscheidung eine immer wichtigere Rolle. Die neue Dachkampagne für Migros Gastronomie geht darauf ein.

Vor diesem Hintergrund bestand die Aufgabe darin, für die Gastro-Kommunikation der Migros eine übergeordnete Klammer für das Restaurant und für Take-Away zu entwickeln. Die drei übergeordneten Botschaftsschwerpunkte müssten genauso integriert wie die unterschiedlichen nationalen und regionalen Gegebenheiten berücksichtigt werden, um die auf verschiedenen Ebenen gesteckten Ziele zu erreichen. Insbesondere sollte die Migros Gastronomie mit abwechslungsreichen und unkomplizierten Genusserlebnissen assoziiert werden.

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Rund 550 Plakatstellen werden mit Sujets bespielt, die oft einen standortspezifischen Bezug herstellen. So werden Passanten vor der Migros-Bank in Zürich-Oerlikon mit der Frage «Anlegen oder spekulieren?» konfrontiert. Die Absender Migros-Restaurants und Migros-Take-Away raten: «Erst essen, dann entscheiden. Für ein gutes Bauchgefühl.» Denn bei der Migros Gastronomie kann darauf vertraut werden, dass Werte wie Herkunft, Frische und Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Das gibt ein gutes Bauchgefühl, welches die Entscheidungsfindung erleichtert.

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Die Plakatkampagne wird mit Online-Massnahmen ergänzt. Durch den modularen Aufbau können die Sujets standort-, zielgruppen- und produktspezifisch zusammengestellt werden, an Plakatstellen sowie in den Migros-Restaurants und –Take-Aways.

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Verantwortlich bei Migros-Gastronomie: Roman Reichelt (Leiter Marketing-Kommunikation), Yvonne Hiller, (Projektleiterin Kommunikation Gastronomie), Natalie Estermann (Projektleiterin Kommunikation Gastronomie), Philipp Marquard, (Leiter Media), Valeria Marra (Projektleiterin Media). Verantwortlich bei Inhalt&Form, Zürich: Serge Riedener (CD), Karin Estermann (Senior AD), Fabian Zahner, Judith Maurer (Text); Raymi Mendoza (Grafik); Kristian Brändle, Julienne Locher (Beratung); Martin Hemmi (Fotografie), Linda Hemmi (Food Styling).

 

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