Ringier: Management-Buy-out von Cicero und Monopol in Deutschland

Ringier trennt sich in Deutschland von Cicero und Monopol: Cicero-Chefredaktor Christoph Schwennicke sowie Alexander Marguier, Stellvertretender Chefredaktor Cicero, übernehmen die beiden Produkte im Rahmen eines Management-Buy-out per 1. Mai 2016.

Seit der Gründung von Cicero vor zwölf Jahren und der nachfolgenden Übernahme von Monopol im Jahr 2006 sei es nicht gelungen, die kleine Verlagseinheit von Ringier in Deutschland wirtschaftlich profitabel zu betreiben, schreibt das Medienhaus in einer Mitteilung vom Mittwoch.

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Es wurden deshalb verschiedene Möglichkeiten einer grundlegenden Neuausrichtung der beiden Qualitätstitel geprüft. Mit der Übergabe von Cicero und Monopol an die Führungs-Crew von Cicero wurde eine Lösung gefunden. Chefredaktor Christoph Schwennicke sowie sein Stellvertretender Chefredaktor Alexander Marguier übernehmen die beiden Zeitschriften und die für den Betrieb damit verbundenen Assets per 1. Mai 2016 und führen diese mit finanzieller Starthilfe von Ringier in ihre neu gegründete Res Publica Verlags GmbH über. Erklärtes Ziel sei es, beide Titel – in Print und Online – mittelfristig finanziell zu konsolidieren und langfristig in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

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Chefredaktor Christoph Schwennicke (Bild: Cicero.de)

Holger Liebs, Chefredaktor Monopol sowie Anne Sasse, Co-Geschäftsführerin von Ringier Publishing in Deutschland, verlassen das Unternehmen und orientieren sich neu. Co-Geschäftsführer Thorsten Thierhoff wird die neue Gesellschaft bis 2017 im operativen Verlagsgeschäft unterstützen.

Das Publikumsanzeigengeschäft der beiden Zeitschriften wird per 18.2.2016 an den Dienstleister IQ Media Marketing in Düsseldorf übertragen. Durch die Nutzung von Synergien bei der Vermarktung und in Verbindung mit gleichzeitig niedrigeren Kosten soll das Anzeigengeschäft profitabler gestaltet werden. Weiterhin selbständig wird der Kunstmarkt für Monopol aus Berlin betrieben werden. Die Auslagerung führt zu mehreren Entlassungen in der Anzeigenabteilung in München und in Berlin.

Auch in den Redaktionen werden Stellen reduziert. Der Personalabbau erfolgt noch in der Verantwortung des bisherigen Gesellschafters Ringier. Ringier will sich laut Mitteilung darum bemühen, diese betriebsbedingten Kündigungen mit fairen Abfindungsangeboten sozial abzufedern. Ringier CEO Marc Walder: «Der Verkauf oder gar die Einstellung der beiden Titel wären sicherlich kostengünstiger gewesen – aber auch eine Lösung ohne Phantasie und ohne publizistisches Herz. Ich freue mich deshalb sehr über diesen nun eingeschlagenen Weg, er sichert die langfristige Existenz dieser hochwertigen Produkte in der gewohnten publizistischen Qualität.»

Neue LZ: Chefredaktor Thomas Bornhauser verlässt Posten nach 20 Jahren

Thomas Bornhauser ist seit 20 Jahren Chefredaktor der grössten Tageszeitung der Zentralschweiz, der Neuen Luzerner Zeitung. Er ist damit eine Ausnahmeerscheinung in der Schweizer Medienlandschaft. Nun tritt der 60- Jährige von diesem Amt zurück.

Die Regionaltitel Neue Luzerner Zeitung und St. Galler Tagblatt erhalten auf Geheiss der Besitzerin NZZ einen gemeinsamen Chefredaktoren (Werbewoche.ch berichtete). Thomas Bornhauser hat sich im Zug der Reorganisation entscheiden, vom Chefposten in Luzern zurückzutreten, wie es in einer Mitteilung der NZZ-Mediengruppe vom Mittwoch heisst.

Bornhauser will weiter als Autor für die Neue Luzerner Zeitung schreiben. Die Details hierzu sind noch nicht bekannt. Ein Datum für die Ablösung stehe noch nicht fest, sagte eine NZZ-Sprecherin auf Anfrage. In einer Übergangsphase leitet er vorerst die Geschäfte als Chefredaktor weiter. Bornhauser steht seit 1996 an der Spitze der Neuen Luzerner Zeitung, die aus der Fusion der Luzerner Neuste Nachrichten und Luzerner Zeitung hervorging. Er lenkte die bürgerlich-liberal ausgerichtete Zeitung zwei Jahrzehnte erfolgreich durch wirtschaftlich turbulente Zeiten.

Treue Leser

Die einzige verbleibende regionale Tageszeitung in Luzern konnte bisher auf eine mehr oder weniger treue Leserschaft zählen. Trotz bröckelnder Auflage waren die Leserzahlen im Vergleich mit anderen Deutschschweizer Tageszeitungen stabiler. Die Neue Luzerner Zeitung mit ihren Regionalausgaben für Zug, Ob- und Nidwalden sowie Uri erreicht rund 294'000 Leser. Gemäss Wemf-Bulletin liegt die Auflage bei 122'401 Exemplaren. Selber in die Tasten griff der Chefredaktor relativ selten. Unter anderem kommentierte er wichtige Abstimmungen und publizierte unter der Rubrik «Meine Woche» wöchentlich eine kurze, pointierte Kolumne in der Sonntagsausgabe Zentralschweiz am Sonntag.

Kritik an «Kampagnen»

Bornhauser musste sich bisweilen auch Kritik anhören. So machte mehrmals Unmut über seinen angeblich «autoritären Führungsstil» die Runde. Zudem wurde der einzig verbleibenden Luzerner Tageszeitung hin und wieder «Kampagnenjournalismus» etwa gegen eine Wirtschaftsfakultät an der Universität Luzern vorgeworfen. Bornhauser, der in Zug lebt, studierte Volkswirtschaft und internationale Beziehungen. Vor seiner Berufung zum Chefredaktor war er mehrere Jahre in verschiedenen Ressorts als Redaktor tätig. Von 1980 bis 1983 arbeitete Bornhauser als Auslandredaktor beim Luzerner Tagblatt, danach als Auslandchef und als Sportchef bei den Luzerner Neusten Nachrichten und schliesslich als Inlandredaktor bei der NZZ. Nach einem Abstecher als Informationschef und Pressesprecher beim Verband Schweizerischer Maschinenindustrieller war er ab 1993 bis zur Fusion zwei Jahre später Chefredaktor der Luzerner Zeitung. (SDA)

Zu guter Letzt: Ferienreif

Wenn selbst der Terminkalender «Fuck this Life!» schreit, sollte man etwas ändern. Oder zumindest in die Ferien gehen.

Das ist vielleicht nicht die nachhaltigste, zumindest aber eine vorübergehende Lösung. Und mit aufgeladenen Batterien stehen die Chancen, es nach der Rückkehr bis zum nächsten wohlverdienten Urlaub durchzuhalten, relativ gut. McCann London zeigt mit der Kampagne für Ethos Travel, wann es Zeit wird, zu buchen. Ethos ist ein auf Südost-Asien spezialisierter Reiseanbieter, der Wert auf ethisch verträgliche und nachhaltige Arrangements legt. (hae)

endthishell
fuckmylife
makeitstop
helpmegod
savemenow
 

Schaffhauser Tourismus soll nach Leistungsprinzip finanziert werden

Für die Angebote der Schaffhauser Tourismusorganisation soll in Zukunft ein konsequentes Leistungsprinzip gelten. Dies empfiehlt die Task- Force Schaffhauserland Tourismus in ihrem Abschlussbericht.

Sie schlägt eine Übernachtungstaxe in Höhe von 2,50 Franken und einen kantonalen Beitrag für den Service Public in Höhe von 250'000 Franken vor. Das bisherige System der kantonalen und kommunalen Beitragszahlung soll durch Abgeltungen je nach Leistung ersetzt werden. Über den Service Public müsse mit Kanton und Gemeinden diskutiert werden, sagte der Leiter der Task-Force Thomas Hollenstein am Mittwoch vor den Medien. Es müsse geklärt werden, welche Leistungen die Politik in Zukunft wolle und was kantonal und was lokal finanziert werde. Fest steht jedoch: Ohne kantonale Mittel können die heutigen Leistungen nicht aufrechterhalten werden.

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«Leistung nach Bestell-Prinzip»

Bislang hat der Kanton jährlich 450'000 Franken an Schaffhauserland Tourismus (SHLT) gezahlt. Der Beitrag fiel jedoch weg, weil die Stimmberechtigten die Vorlage für ein neues Tourismusgesetz im vergangenen Oktober ablehnten. Inzwischen hat der Kantonsrat allerdings eine Volksmotion an den Regierungsrat überwiesen, die die Ausarbeitung einer neuen Gesetzesvorlage verlangt. Die Task- Force schlägt vor, darin einen reduzierten kantonalen Beitrag von 250'000 Franken zu verankern und eine Beherbergungstaxe in Höhe von 2,50 Franken pro Übernachtung. Statt obligatorische Beiträge von den Gemeinden zu verlangen, empfiehlt die Task-Force, mit den drei «touristischen Hotspots» Schaffhausen, Neuhausen am Rheinfall und Stein am Rhein individuelle kostendeckende Leistungsvereinbarungen abzuschliessen. Darüber hinaus sollen diese drei Gemeinden sich mit je 40'000 Franken jährlich am überregionalen Marketing beteiligen. Den übrigen Gemeinden soll ein Leistungspaket nach dem «Bestell-Prinzip» angeboten werden.

Businessplan mit zwei Varianten

Die Task-Force hat sämtliche finanziellen Kennzahlen überprüft und dabei vor allem bei den Tourist Offices und bei den jährlich rund 1400 Führungen ein Ungleichgewicht erkannt. Während der Info-Shop am Rheinfall rentiert, schreibt das Tourist Office in Schaffhausen rote Zahlen. Mit der Stadt müsse eine neue Leistungsvereinbarung erarbeitet werden, sagte Hollenstein. So habe sich das Tourist Office am Herrenacker zu einer Bürger-Anlaufstelle für Schaffhauserinnen und Schaffhauser entwickelt. Eine neue Leistungsvereinbarung soll auch mit dem Tourist Office in Stein am Rhein getroffen und die lokale Finanzierung erhöht werden. Nicht kostendeckend sind auch die Führungen, die SHLT anbietet. Daher wurden die Preise um 30 Prozent angehoben. Für das Jahr 2016 hat SHLT verschiedene Sofortmassnahmen ergriffen. So wurden unter anderem Stellen abgebaut und Kooperationen aufgekündigt. Die Öffnungszeiten der Tourist Offices in Stein am Rhein und in Schaffhausen wurden reduziert, die Imagewerbung zurückgefahren und französische Printprodukte fallen weg. Weiter ist geplant, bis zur Volksabstimmung über das neue Tourismusgesetz eine Projektgruppe einzusetzen. Diese soll einen Businessplan ausarbeiten und zwar in zwei Varianten: für ein Ja bei der Volksabstimmung und für ein Nein. «Die Stimmbürger müssen wissen, was passiert,» betonte Hollenstein. Bei der letzten Abstimmung hat dieser Plan B gefehlt. (SDA)

Fünf Advertiser-Trends, die Publisher 2016 kennen sollten

Von Content Promotion über Dynamic Ads bis zum Targeting auf Adblock-Nutzer – fünf Advertiser-Trends, die Publisher nach Meinung des Native- und Performance-Netzwerkes Ligatus 2016 kennen sollten.

Neue Werbeformate, wachsende Adblock-Nutzerzahlen und sich stetig wandelnde Konkurrenten wie Facebook – die Online-Marketing-Branche ist für Publisher ständig im Fluss. Wer vor Marken bestehen will, muss nicht nur Premium-Reichweite anbieten, sondern auch technisch und kreativ Schritt halten. Damit Publisher ihre Werbekunden 2016 beeindrucken, hat Ligatus fünf Advertiser-Trends identifiziert, mit denen sie sich zum Jahresbeginn befassen sollten.

Native Advertising wird programmatisch: Real Time Advertising hält auch im Native-Bereich Einzug. Die Nachfrage nach nativen Werbeformen steigt auf Werbekundenseite stetig. Um sie bedienen zu können, müssen Publisher sich entsprechend technisch rüsten sein und zukünftig mittels ihrer SSP native Formate auch programmatisch anbieten. Dieser Trend ist absehbar, wenn auch von den meisten technischen Dienstleistern und Plattformen aktuell noch nicht umgesetzt.

Content Marketing gewinnt an Bedeutung: 2015 drehte sich in deutschen Marketing-Abteilungen das Content Marketing darum, welche Kanäle sich am besten für das Erzählen von Geschichten eignen, welche Strategie erfolgversprechend ist und welche Effekte sich aus User-Sicht erzielen lassen. Für die Content Promotion blieb ein eher kleines Budget, das sich vorrangig auf die Social-Media-Kanäle verteilte. 2016 wachsen die Budgettöpfe im Content Marketing, erstellte Inhalte sollen über grosse Reichweiten promotet werden. Publisher, die Formate für Content Promotion integrieren, erhalten einen neuen Zugang zu Branding- und Performance-Budgets.

Werbeformen werden mit wenig Aufwand dynamisch: Gute Crossmedia-Werbeflächen wünschen sich Marketer seit Jahren. Besonders mit Blick darauf, dass Mobile immer relevanter wird, müssen Publisher 2016 endlich nachziehen. Dazu sollten sie Werbeflächen so gestalten, dass wenige Creatives ausreichen, um eine Kampagne auf den unterschiedlichsten Endgeräten und Kanälen bestmöglich auszuspielen, sei es auf Desktop- und Mobile-Sites oder innerhalb einer App.

Adblock-User werden zur Zielgruppe: Aufdringliche Werbeformate, Irrelevanz und wenig ansprechende Creatives haben die Verbreitung von Adblockern vorangetrieben. 18 Millionen Adblock-Nutzer gibt es laut Pagefair allein in Deutschland (Stand: August 2015). Mithilfe von technische Lösungen, die Werbemittelauslieferungen bei Adblock-Usern ermöglichen, können Publisher ihnen 2016 nicht nur dezente Werbung anzeigen, sondern sogar ein explizites Targeting darauf anbieten. Testkampagnen haben gezeigt, dass diese Nutzer weniger bannerblind und für Werbebotschaften ebenso zugänglich sind, wie nicht blockende Nutzer.

Native und Bewegtbild bilden eine Einheit: Native Advertising und Videowerbung gehörten zu den Trendthemen für Advertiser 2015. 2016 verschmelzen sie: Statt abverkaufsorientierter Werbevideos wird von Marken zunehmend Bewegtbildcontent angeliefert, der eine Geschichte mit Mehrwert für den Nutzer erzählt. Bisher endete hier der Nutzerfokus, Videoformate drängten sich dem User oft auf. 2016 fragen Advertiser deshalb Videowerbeformate ab, die sich nicht aufdrängen und dem User ein positives Nutzungserlebnis verschaffen, von Outstream bis zur Einbindung in eine Lightbox.

Ligatus ist (gemäss eigener Aussage) «Europas Native und Performance Netzwerk Nr. 1». Die 100-prozentige Tochtergesellschaft von Gruner + Jahr ist spezialisiert auf Direct Response-Kampagnen und Content Promotion für Mobile und Desktop.
 

Exxtra: Das Älplerleben im Blut

Exxtra hat für die Schweizer Berghilfe ein Spenden-Mailing kreiert. Im Zentrum steht die fünfjährige Sarina.

Nur belebte Berge sind gepflegte Berge. Darum unterstützt die Schweizer Berghilfe Projekte, welche die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven der Bergbevölkerung verbessern.
So konnte etwa die Bergbauernfamilie Muheim auf der Alp Wannelen im Kanton Uri eine neue Alphütte mit eigener Käserei bauen. Erst dieser Umbau hat den Betrieb familientauglich gemacht: Der harte Arbeitsalltag ist einfacher geworden und der Betrieb ist nun auch für die fünfte Generation gut aufgestellt. Schliesslich möchte die fünfjährige Sarina, die gross auf der Titelseite des aktuellen Spenden-Mailings zu sehen ist, vielleicht einmal in die Fusstapfen ihres Ur-Urgrossvaters treten, der die Alp 1913 erworben hat – und Sennerin werden.

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Mit Unterstützung der Spenderinnen und Spender steht diesem Berufswunsch nichts im Weg – und die Schweizer Berge werden auch in Zukunft von engagierten Leuten bewirtschaftet, die das Älplerleben von klein auf im Blut haben.

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Verantwortlich bei der Schweizer Berghilfe: Rudolf Streuli (Spenden), Ivo Torelli (Kommunikation). Verantwortlich bei Exxtra (Member of Y&R Group Switzerland): Christoph Hänsli (AD), Julia Brandstätter (Text), Edi Walker (Beratung); Yannick Andrea, (Fotografie), Beat Wirz (Text).

Christian Greder wird Partner von Medianovis

Christian Greder, Geschäftsleitungsmitglied von Medianovis, ist neu auch Partner des Beratungsunternehmens für Content Marketing und Corporate Media.

Der frühere Wirtschaftsjournalist ist seit 2015 publizistischer Leiter der Medianovis und unterstützt Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung multimedialer Content-Strategien. «Christian Greder hat sich mit seiner breiten Kommunikationskompetenz hervorragend ins Team eingefügt. Wir freuen uns sehr, dass er künftig auch unternehmerische Verantwortung übernimmt», erklärt René Grossenbacher, Verwaltungsratspräsident und Gründer von Medianovis. Gleichzeitig verstärkt Medianovis den Verwaltungsrat mit Rudolf Greder. Mit dem früheren CEO und Gründer der Dentalhandelsfirma Unor werden laut Mitteilung die Fachkompetenzen und das Kontaktnetz im Bereich der Industrie und der Medtech-Branche wesentlich erweitert.

Mit Havas Worldwide Genève blickt der Genfer Tierschutz weiterhin in die Zukunft

Verlassene Tiere haben eine oft schwierige Vergangenheit. Aber sie haben vor allem auch eine Zukunft. Das ist die Botschaft, die der Genfer Tierschutz SPA Genève in seiner Kampagne zusammen mit Havas Worldwide Genève verbreiten will.

Der im letzten Jahr gestarteten Kampagne folgt nun die zweite Phase, in welcher der Genfer Tierschutz die Erfolge aufzeigt. Seit dem Start der Kampagne im letzten Sommer konnten Menschen, die ein Tier beim Genfer Tierschutz adoptiert hatten, ein Foto von sich und ihrem Tier einschicken, um sich dann als Illustration auf einer Tarot-Karte wieder zu finden. Die Idee fand grossen Anklang, und der Genfer Tierschutz erhielt viele Fotos, teilweise begleitet von bewegenden Geschichten. Um noch zögernde Adoptionswillige zu überzeugen, dass die Adoption eines Tieres eine wundervolle Geschichte sein kann, wurden alle Bilder und Geschichten auf der Website des SPA Genève aufgeschaltet. In einem Wettbewerb wurden aus den vielen Einsendungen drei Paare ausgewählt, welche als Illustrationen auf Tarot-Karten abgebildet wurden. Diese drei Tarot-Sujets findet man nun wieder in der Fortsetzung der Print- und Plakatkampagne.

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Verantwortlich bei Havas Worldwide Genève: Gabriel Mauron (Creative Director), Thibaud Genevois (Copy writer), Pierre-Olivier Gardello, Simeon Brandner (ADs), Caroline Prince (Beratung), Alexis Mouthon (Strategische Planung). Illustration: Yeaaah! Studio. Photobearbeitunglithographie: Scan Graphic. Media Agentur: Mediatonic.
 

Abstimmungskämpfe stützen Werbeausgaben im Januar

Die anstehenden Abstimmungen haben für stabile Werbeausgaben im Januar gesorgt. Während im Vergleich zum Vorjahresmonat viele Unternehmen ihre Werbeausgaben zurückfuhren, wurde wegen den Abstimmungskämpfen mehr Geld in politische Kampagnen gesteckt.

In Kampagnen zur Sanierung des Gotthard-Strassentunnels wurden 819'100 Franken gesteckt, 55 Prozent davon flossen in die Ja-Kampagne. Das teilte das Marktforschungsinstitut Media Focus am Dienstag mit. In den Abstimmungskampf um die Durchsetzungsinitiative wurden im Januar 737'400 Franken gesteckt. Hier zeigt sich jedoch ein stärkeres Ungleichgewicht zwischen Gegnern und Befürwortern: Zwei Drittel der Ausgaben wurden für die Ja-Kampagne aufgewendet. Insgesamt wurde Werbung im Wert von 327,4 Millionen Franken verkauft – Rabatte sind in dieser Zahl allerdings nicht berücksichtigt.

Der Werbedruck gab damit im Vergleich zum Januar 2015 um 0,3 Prozent nach, wie das Marktforschungsinstituts Media Focus schreibt. In zehn Branchen verringerte sich der Werbedruck gegenüber dem Vorjahr. Weniger geworben wurde vor allem in der Bau-, Industrie- und Einrichtungsbranche. Aber auch für die Bewerbung von Nahrungsmitteln, Finanz- und anderen Dienstleistungen machten Unternehmen weniger Geld locker. Im Gegenzug steckten kleinere Branchen mehr Geld in die Werbung, wie es im Communiqué heisst. So schnellten die Werbeausgaben der Branchen Verkehrsbetriebe, Reinigen, Medien und Tabakwaren in die Höhe. Die Werbestatistik von Media Focus umfasst alle im Schweizer Werbemarkt beworbenen Marken und Produkte in Druckerzeugnissen, Fernsehen und Radio sowie auf digitalen Kanälen. (SDA)

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Werbedruck im Gesamtmarkt: Entwicklung des Werbedrucks per Januar 2016

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Eidgenössische Abstimmungen vom 28. Februar 2016

Die Produktgruppe Politische Kampagnen zeigt ein markantes Plus von 180 Prozent. Dieser massive Anstieg ist auf die kommende eidgenössische Abstimmung am 28. Februar 2016 zurückzuführen.

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Sanierung Gotthard-Strassentunnel

Der grösste Werbedruck wurde im Januar mit 0,81 Millionen Bruttofranken für die Volksinitiative für die Sanierung des Gotthard Strassentunnels (offiziell: Änderung vom 26. September 2014 des Bundesgesetzes über den Strassentransitverkehr im Alpengebiet) verzeichnet. Genau 55 Prozent des Werbedrucks für diese Initiative können der Ja-Kampagne und 45 Prozent der Nein-Kampagne zugeordnet werden.
 

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Durchsetzungsinitiative

An zweiter Stelle der Top 2 im Abstimmungskampf folgt die Durchsetzungsinitiative (offiziell: Volksinitiative zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer) mit einen Bruttowerbedruck von 0,73 Millionen Bruttofranken. Bei der Durchsetzungsinitiative kann dieser Betrag sogar zu 66 Prozent der Ja-Kampagne zugeteilt werden. Nur 34 Prozent des Werbedrucks erfolgte auf der Nein-Seite. Man darf gespannt sein, ob sich die Werbeverteilung im Abstimmungsergebnis widerspiegelt.

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Top 10 des Monats

Die Top Werbetreibenden und meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- und Imagewerbung) im Januar 2016.

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Verlegerverband reicht Klage gegen geplante Werbeallianz ein

Der Verband der Schweizer Medien erhöht den Druck gegen die geplante Werbeallianz von Swisscom, SRG und Ringier. Weil das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Einsicht in den Vertrag verweigert, haben die Verleger nun den juristischen Weg beschritten.

Der Verband der Schweizer Medien und weitere private Medien haben eine Klage beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, wie Gerichtssprecher Rocco Maglio am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erklärte. Maglio bestätigte entsprechende Berichte von 24 Heures und der Tribune de Genève. Die drei Unternehmen SRG, Swisscom und Ringier hatten im August 2015 angekündigt, ihre Werbung in Print, Online, TV und Radio künftig in einer gemeinsamen Firma zu vermarkten (mehr zum Thema). Dank den Swisscom-Daten wird die Allianz auf Zielgruppen zugeschnittene Werbung anbieten können.

Nationalrat stärkt Verlegern den Rücken

Der Verlegerverband wehrt sich vehement gegen das Joint Venture. Nach seiner Ansicht gefährdet dieses die Medienvielfalt in der Schweiz und führt zu ungleichen Spiessen in der Branche. Eine Hintertüre lassen die Verleger dennoch offen: Sollte das Bakom ihnen die Unterlagen zu dem Verfahren zugänglich machen, würde der Verband die Klage wieder zurückziehen, sagte Maglio weiter. Auf Nachfrage erklärte eine Bakom-Sprecherin, dass die Frage, wer Zugang zu den Dokumenten erhalte, zurzeit untersucht werde. Grundsätzlich sei dieser aber auf involvierte Parteien beschränkt. Das Bakom habe aber die einzelnen Branchenakteure konsultiert. Unterstützung erhalten die Verleger von der Kommission für Verkehrs- und Fernmeldewesen des Nationalrates. Sie empfiehlt dem Bundesrat unter anderem, die privaten Medienunternehmen in das Verfahren um die Teilnahme der SRG mit einzubeziehen. Diese sollen auch Einsicht in die Unterlagen zu dem Verfahren bekommen.

Warten auf Bakom-Untersuchung

Vorläufig darf die SRG die neue gemeinsamen Werbeplattform aber nicht nutzen. Um nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, hat das Bakom eine vorsorgliche Massnahme erlassen. Das Verbot gilt bis zum Abschluss des Aufsichtsverfahrens, längstens jedoch bis am 31. März 2016. In der Bakom-Untersuchung geht es um die Frage, ob die Beteiligung der SRG an der Werbeallianz den Programmauftrag der SRG beeinträchtigt oder den Entfaltungsspielraum privater Verlagshäuser und Medienanbieter erheblich beschränkt. Sollte das Bakom dies feststellen, kann es dem Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) konkrete Auflagen an die SRG vorschlagen. Die Wettbewerbskommission hat das Gemeinschaftsunternehmen im Dezember bereits ohne Auflagen genehmigt. (SDA)

Stämpfli: Neue Leiterin Marketing-Kommunikation

Tamara Katja Frast übernimmt die Bereiche PR und Marketingkommunikation bei Stämpfli in Bregenz. Zielsetzung ist eine erfolgreiche Markenbildung für den neu firmierten E-Business-Spezialisten.

Die 41-Jährige absolvierte den Universitätslehrgang für Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Wien. Ihre letzte berufliche Station war Kununu, wo sie als Head of Corporate Communications für den Gesamtauftritt des Portals verantwortlich war. Die gebürtige Wienerin ist seit über 20 Jahren in der Kommunikationsbranche in führenden Funktionen tätig.

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Aufgrund ihrer umfangreichen Berufserfahrung und ihrer Leidenschaft für Social Media wendet sie je nach Zielsetzung Offline- und Online-Massnahmen gleichermassen an. Frast freut sich über ihre neue Aufgabe: «Die digitale Revolution verändert die gesamte Gesellschaft. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, so viele Informationen wie möglich auf sämtlichen Kanälen verfügbar zu machen. Stämpfli bietet dafür die erforderlichen Tools und das Know-how an. Als PR-Fachfrau ist es mir daher ein Anliegen, Lösungen vorzustellen, die eine effiziente Kommunikation für Print und Digital gewährleisten.» Frast folgt auf Katharina Götz, die in Mutterschaftsurlaub geht.
 

«Puls»-Moderatorin Corinne Waldmeier verlässt SRF

Seit August 2011 moderiert Corinne Waldmeier «Puls». Nach fast fünf Jahren wird sie am 6. Juni 2016 zum letzten Mal durch das Gesundheitsmagazin führen und SRF danach verlassen.

Corinne Waldmeier begann ihre journalistische Karriere 1998 beim Zürcher Radio Z. Nach vier Jahren Morgenstimme wechselte sie in die Fernsehbranche, wo sie als Moderatorin, Redaktorin und Produzentin für verschiedene Fernsehformate von TV 3, diverse Regionalsender und für SAT.1 Schweiz tätig war. Corinne Waldmeiers Wechsel als Redaktorin und Moderatorin zu «Puls» erfolgte im August 2011. Kommenden Sommer beendet sie nun ihre Tätigkeit für das Gesundheitsmagazin und SRF.

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Corinne Waldmeier: «Fast fünf Jahre habe ich mit Freude bei «Puls» gearbeitet. Für mich ist nun aber der Augenblick für eine Neuorientierung gekommen. Ich freue mich auf frische Herausforderungen.» Die Nachfolge von Corinne Waldmeier bei «Puls» wird in den kommenden Monaten geregelt.

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