Walker: Neuer Spot für Pfister

Möbel Pfister hat Walker mit einem neuen TV-Spot beauftragt. Darin soll die Service-Leistung bekannt gemacht werden, dass der Einrichtungsfachhändler auch am Samstag liefert und montiert.

Der Spot zeigt überspitzt auf, wohin es führen kann, wenn man den Arbeitsplatz verlassen muss, um das bestellte Sofa in Empfang zu nehmen.
Verantwortlich bei Walker: Carlos Friedrich (Leiter Marketing Kommunikation), Gianne Holmgren (Leiterin Werbung), Marianne Kohler (Styling), Pius Walker (Creative Direction), Martin Arnold, Heinz Helle (Text), Golf Nuntawat, Steffi Huber (Art Direction), Cornelia Nünlist, Lisa Binkert (Beratung).

www.walker.ag

Aufgespiesst: Zum Hören gezwungen

Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier über Zwangshören im Stau.

Der erste Montag nach den Sommerferien. Die Verkehrsplaner oder wer immer für die Baustellensignalisationen auf den Nationalstrassen zuständig sind, haben sich entschlossen, just zum Ferienende der Autobahn A 3 zwischen Wädenswil und Richterswil eine einspurige Verkehrsführung pro Richtung zu verpassen. Dies nachdem die gleiche Baustelle jetzt schon ungefähr ein halbes Jahr in beide Richtungen zweispurig befahren werden konnte. Kleine Ursache grosse Wirkung: Der Rückstau reichte von Richterswil bis Horgen. Aufenthaltsdauer im Stau: 50 Minuten. Zurückgelegte Kilometerzahl: 15. Toll, vor allem wenn man daran denkt, dass sich am Abend wahrscheinlich das gleiche Bild zeigen wird – einfach in die Gegenrichtung.
Stillstehen im Stau, das erlaubt mal, ungestört Radio zu hören. Radio 1 – das Radio für Erwachsene. Für diejenigen, die das Programm von Radio 1 nicht kennen sollten: Es gibt dort sogenannte Morgenkolumnen. Wie es auf der Homepage so schön heisst, analysieren dort «profilierte Meinungsmacher pointiert das Thema der Stunde.» Das Ganze ist eine interessante Idee – die Beiträge oft witzig und spannend. Bei den Meinungsmachern handelt es sind im Normalfall um Patrik Müller, Chefredaktor der Zeitung Sonntag, Ex-Zürich-Stapi Elmar Ledergeber, Roger Köppel von der Weltwoche, meinen Kollegen Mat¬thias Ackeret von Persönlich und Regula Stämpfli, die sich auf allen Kanälen äussernde Berner Politologin mit Brüsseler Wohnsitz.
Regula Stämpfli kommt immer am Montag dran. So also auch heute. Seit Monaten hackt sie regelmässig auf Bundesrat Merz herum. Manche mögen sagen zu Recht, andere haben sich vielleicht daran gestört, aber Kolumnen sollen ja auch polarisieren. Was aber die scharfzüngige Dame heute in den Äther liess, ging einfach einen Schritt zu weit. Wäre Merz keine Person des öffentlichen Rechts, hätte er problemlos wegen Ehrverletzung klagen können und erst noch recht erhalten. Wie ein Kampfhund – die weibliche Form lasse ich jetzt mal höflicherweise aussen vor – verbiss sich Stämpfli in ihren Lieblingsgegner. Es ging aber nicht nur um Merz, alle kriegten in einem typisch stämpflischen Rundumschlag ihr Fett weg: Der Bundesrat, die FDP, die Banken. Alle ihre Feindbilder wurden brav abgearbeitet. Ich weiss nicht, ob ein ¬solch emotionaler Ausbruch von den Zuhörern wirklich goutiert wird. Auch wenn diese nicht im Stau stehen. Da konnte auch der von vielen Leuten als charmant geltende Berner Akzent nichts mehr ändern und die ausgleichende Art des Morgenshow-Moderators Marc Jäggi blieb ebenso erfolglos.
Umschalten auf Radio 24. Dort läuft Ufsteller – die «beliebteste Morgenshow von Zürich mit Patrick Hässig». Das Radio-24-Morgenspiel «Toast Hässig», in welchem der Ufsteller-Moderator Patrick Hässig gegen einen seiner Hörer antritt, ist vorbei. Die Schminktipps von Bea Petri sind an der Reihe. Da geht es um Puder, um losen und festen. Und darum, wie frau das Zeugs am Besten aufträgt. Patrick Hässig schwafelt etwas von Rasierpinsel, Bea Petri korrigiert ihn und jetzt weiss ich endlich, woraus die Schminkpinsel sind: aus feinstem Ziegenhaar vom Hals. Ach wie wohl tut ein wenig Banalität.

SF: Paddy Kälin wird Moderator der Sendung Sportlounge

Neuer Moderator der Sendung Sportlounge wird Paddy Kälin. Er war bisher als Präsentator und Redaktor mit den Spezialgebieten Fussball und Ski alpin sowie als Moderator der Sendung Sportaktuell für das Schweizer Fernsehen SF tätig.

Kälin ersetzt Regula Späni, die Ende Mai SF auf eigenen Wunsch verlassen hat. Die Hintergrundsendung zu Themen aus der Sportwelt moderiert Kälin abwechselnd mit Steffi Buchli, wie SF am Mittwoch mitteilte. Seinen ersten Einsatz bei der Sportlounge hat der gebürtige Herisauer am 20. September. Die Sendung Sportaktuell moderiert er weiterhin. Kälin ist seit 2000 in der Sportredaktion tätig.
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Die Sportlounge kommt nach der Sommerpause leicht verändert daher. Die ursprünglich monothematische Ausrichtung wird erweitert. Den Gesprächsteil ergänzen nun jeweils zwei längere Hintergrundbeiträge, wie es weiter heisst.
www.sf.tv
www.sda.ch

Indiens 26-Euro-Tablet-PC

Mit einem Mini-Rechner für 26 Euro fordert Indien die amerikanische Kulturmarke heraus. Für die Herstellung des Geräts, das dem Apple äusserlich ähnelt, fehlt aber noch ein Hersteller.

Der Tablet-PC wurde im Auftrag der Regierung an Indiens Universitäten entwickelt. Nun soll der kleine, tragbare Computer in Millionenstückzahl gefertigt werden, allerdings fehlt noch ein Hersteller. Doch mehrere Hersteller aus China und Taiwan hätten bereits grosses Interesse bekundet, wie es gemäss Handelsblatt aus dem Bildungsministerium heisst.
Bisher gaben Experten beim Marktforscher Gartner dem iPad zwei Jahre Vorsprung. Denn Wettbewerber würden das Paket von Apple aus Apps, intuitiver Benutzerführung, Design und Berührungsempfindlichem Bildschirm nicht auf die Schnelle schnüren können. Indien will mit seiner Version jedoch nicht so lange warte. Geplant ist, die iPad-Billigversion im Frühling an den Start zu schicken.
www.handelsblatt.com

Kunst und Werbung in einem kreativen Dialog

Die Migros hat in Marin-Epagnier ein kunstvoll gestyltes Einkaufscenter gebaut. Die Werber von Numéro 10 haben zur Eröffnung eine stilistisch passende Kunstaktion lanciert.

Monatelang wurde umgebaut, ohne dass der Verkauf im Marin-Centre eingestellt werden musste. Für die geduldig ertragenen Umstände wird die Kundschaft jetzt mit einem besonders attraktiven Shoppingtempel belohnt. Als ein «Palais des Beaux Arts» wird es sogar in der Werbung vermarktet. Das grosse Einkaufszentrum der Migros, Marin-Centre, wurde 1981 eröffnet und war eines der ersten seiner Art in der Schweiz. Marin kommt vom altfranzösischen Marens, was Marschland bedeutet, und bezeichnet die Agglomeration von Neuenburg. Mit 41 Geschäften und 1’700 Parkplätzen will Marin weiterhin das führende Center der Migros in dieser Region darstellen. Nach einem Gestaltungswettbewerb wurde die Lokalität deshalb jetzt umgebaut nach Ideen der Bauart Architekten und Planer AG. Ein herausragendes Stilelement sind die metallischen Pixelfassaden. Diese haben Numéro 10 auch zu einem durchgehenden Key-Visual für die gesamte Kommunikation inspiriert. Die Agentur von Gilles Aeby hat den Auftrag in einem Pitch gewonnen. Ein wichtiges Element innerhalb der Massnahmen bilden die Ideen des Buzz-Marketings. Numéro 10 hat die Kampagne in drei sich aufbauenden Phasen geplant. Diese starteten im Juni mit einem Guerilla-Vorspiel. Diesem folgte im Juli die Auflösung mit einem Event im Centre. Nach den Sommerferien geht es jetzt weiter mit einer klassischen Kampagne bis Ende Jahr.
Palais des Beaux Arts
Als Grundidee hat Numéro 10 das Einkaufscenter zu einem Kunstmuseum oder in der Regionalsprache «Palais des Beaux Arts» erklärt. Die erste Guerilla-Aktion bediente sich der künstlerischen Provokation, indem 200 verschiedene Objekte in der Region mit einem Schild «Das ist keine Statue», «Das ist keine Sitzbank» oder «Das ist keine Verbotstafel» gekennzeichnet wurden. Aufklärung brachten dann erste Plakate, die im genau gleichen Look zu einem Event ins neue «Palais des Beaux Arts» einluden. Dort wirkten sieben Kunstmaler aus Paris eine Woche lang an einem gemeinsamen Wandbild. Als letzte Phase folgt jetzt noch die klassische Kampagne. Hier versprechen die Plakate im «Kunstpalast» verschiedenste Lebenskünste wie eine neue «art de plaire» mit den wichtigsten Modelabels, «art de savourer» mit den Genüssen von Denner und Migros, «art de vivre» mit den nützlichsten Dienstleistungen sowie «art de flâner» mit einer Auswahl von Restaurants. Fotografiert wurden die Sujets natürlich nicht von einem Werber, sondern von einem Kunstfotografen.
Andreas Panzeri

Von einem Kunst-Happening inspirierte Guerilla-Aktion mit 200 Unikakten als Kleber sowie Sandwich-Plakate zur Einladung für einen Event im «Palace des Beaux Arts»:

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Happy New Year!

Unikat führt mit Ikea eine neue Zeitrechnung ein.

Die Chinesen feiern Neujahr im Januar, die alten Römer taten es im März, die Kelten im November und Ikea demnächst im September. Zu diesem Zeitpunkt erscheint nämlich der neue Ikea-Katalog, eine Publikation, die mittlerweile die Auflage der Bibel übertroffen hat. Man könnte demzufolge dieses Ereignis auf Wikipedia oder anderen Enzyklopädien zu einem historischen Datum hinaufstilisieren. Aber das wäre dann wohl doch zu viel Epos für ein Unternehmen, «das nichts anderes will, als gutes Design zu attraktiven Preisen in guter Qualität für möglichst viele Konsumenten anzubieten», wie Jan Maurer meint, der neue Marketingchef von Ikea Schweiz.
Die Designer von Ikea entwickeln jährlich über 1000 neue Einrichtungsobjekte – und diese wiederum haben ab September ihren Auftritt im neuen Ikea-Katalog und damit auch gleichzeitig in allen Schweizer Einrichtungshäusern. Darüber hinaus optimiert das schwedische Möbelhaus stetig bestehende Produkte. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage stellt das innovative Unternehmen auch hier auf den Kopf: So werden beliebte Produkte, die häufig gekauft werden, nicht teurer, wie das die Trivialwirtschaft lehrt, sondern günstiger, denn man kann dank hoher Stückzahlen effizienter produzieren. Dieser Vorteil wird mit viel schwedischem Charme an die Kundschaft von Ikea weitergegeben.
Dies ist der Hintergrund der News-Kampagne, die Ikea aktuell startet. In einer grossangelegten Outdoorkampagne wird plakativ auf die Produkte des neuen Jahres hingewiesen. Entdecken kann sie der Konsument vor dem Aushang nicht nur im Bild. Unikat hat die erste Plakatkampagne der Schweiz realisiert, «bei der die Zielgruppe den Teaser gleich selber auflösen kann», wie CD Daniel Meier sich freut. Das Erlebnis des Entdeckens wird aus dem Einrichtungshaus hinaus in den öffentlichen Raum getragen – mit dem Ziel, dadurch wiederum möglichst viele Konsumenten zum Besuch der sieben Einrichtungshäuser in der ganzen Schweiz zu bewegen.
Andreas Panzeri

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Der Impact-Check der Werbewoche

Wir zeigen, wie aktuelle Kampagnen bei den Konsumenten abschneiden.

Beim Kriterium Awareness liegt die Kampagne für das Migros Magazin der Werbeagentur Jung von Matt/Limmat unangefochten an der Spitze, gefolgt von der Anzeige für Appenzeller von Contexta und der Anzeige für GE Money Bank der Werbeagentur Comqed Dialog. Die Anzeige für Battery Bag von Wirz liegt beim Kriterium Uniqueness an der Spitze, dichtauf an zweiter Stelle folgt Insieme von der Werbe¬agentur Hesskisssulzersutter. Den dritten Platz belegt die Anzeige für das Migros Magazin. Beim Kriterium Brand Fit siegt Appenzeller vor den gleich platzierten Anzeigen für Insieme und der Anzeige für Floralp der Werbeagentur SFLB. Bei der Likeability gewinnt der Battery Bag vor dem Migros Magazin und Insieme.
> Ergebnisse im Überblick
> Detaillierte Ergebnisse

Fragestellung und Methodik
Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI).
Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com-reSEARCH-Plattform.
Zielgruppe: webaktive Personen aus der Deutschschweiz zwischen 14 und 59 Jahren.
Sample-Grösse: n = 500 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten.
Erhebungszeitraum: 20. 7. 2010–28. 7. 2010.
Fragen:
– Wir haben Ihnen zu Beginn der heutigen Befragung einige Anzeigen vorgestellt.
An welche dieser Anzeigen können Sie sich erinnern? Bitte nennen Sie uns die werbenden Unternehmen bzw. die beworbenen Marken. (Awareness)
– Inwieweit heben sich diese Anzeigen Ihrer Meinung nach von anderer Werbung in Zeitungen, Magazinen und Zeitschriften ab? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= hebt sich überhaupt nicht ab) bis 6 (= hebt sich sehr stark ab). (Uniqueness)
– Inwieweit passen diese Anzeigen zu dem Bild, das Sie von den jeweiligen Marken/Unternehmen haben? Bitte bewerten Sie jeweils von 1 (= passt überhaupt nicht zu meinem Bild von dieser Marke) bis 6 (= passt sehr gut zu meinem Bild von dieser Marke). (Brand Fit)
– Inwieweit gefallen Ihnen die folgenden Anzeigen? Bitte bewerten Sie jeweils von
1 (= gefällt mir überhaupt nicht) bis 6 (= gefällt mir sehr gut). (Likeability)
Bei den abgedruckten Werten handelt es sich jeweils um die Top-Box-Bewertungen «hebt sich sehr stark ab», «passt sehr gut zu meinem Bild der Marke», «gefällt mir sehr gut».
Die Verfasserin der repräsentativen Studie «Impact-Check» ist die auf Online-Markt- und -Meinungsforschung spezialisierte Marketagent.com Schweiz, die über ein ISO-zertifiziertes Panel von 20 000 befragungswilligen Personen in der Deutsch- und der Westschweiz verfügt. Marketagent.com Schweiz ist ein Tochterunternehmen des führenden österreichischen Marktforschungsunternehmens Marketagent.com online reSEARCH GmbH und der Schweizer Kommunikationsagentur Contract Media AG.

«Frisch in der Birne» mit Airwaves

Webguerillas konzipieren und betreuen für die Kaugummi-Marke Airwaves ab sofort die deutschsprachige Facebook-Präsenz. Die Agentur startet künftig verschiedene Aktionen und Gewinnspiele.

Aufgabe und Ziel der Webguerillas ist es, neue Fans für die Facebook-Präsenz von Airwaves zu gewinnen. Unter dem Motto «Frisch in der Birne» moderieren sie die Fanpage und unterhalten die Nutzer mit Inhalten und Aktionen rund um Denksport, Kaugummi-Genuss und Freizeitaktivitäten. Die erste größere Aktion auf der Facebook-Seite ist die Verlosungs-Aktion «Airwaves Fresh Friends». Zu gewinnen gibt es dabei insgesamt acht große Airwaves-Vorratspakete – bestehend aus je 600 Einzelpackungen. Voraussetzung: Jeder Fan muss insgesamt neun seiner Facebook-Freunde dazu aktivieren, einen Platz auf seiner virtuellen Airwaves-Packung einzunehmen. Erst wenn alle neun Plätze mit Facebook-Freunden besetzt sind, nimmt der Airwaves-Fan an der wöchentlichen Verlosung teil. Jeder Gewinner darf seine Lieblingssorte auswählen.
Die Kampagne dauert insgesamt vier Wochen. Eine weitere geplante Maßnahme ist unter anderem die Möglichkeit eine neue Geschmacksrichtung vor Markteinführung zu testen.

www.webguerillas.de
www.facebook.com/Airwaves

Rätselhafte Bestien

TBS Identity hat eine Serie von Maskottchen für das Zürcher Theater Spektakel entdeckt.

Von 19. August bis 5. September pilgert Zürich wieder zu Hunderttausenden auf die Landiwiese. Das diesjährige Theater Spektakel legt einen Fokus auf Ost- und Südostasien. TBS Identity inszeniert dazu die Werbung und hat sich stilistisch ebenfalls aus diesem Kulturkreis inspirieren lassen. CD Daniel Leber und AD Kathrin Treml haben die Tradition der Kaijus (zu deutsch: «rätselhaften Bestien») noch einmal neu entdeckt. In dieser animistischen Mythologie Japans gründet auch das Urmonster Godzilla, das seither sein Unwesen nicht nur in zahlreichen Filmen, sondern auch in Comics und Kunstgalerien im heutigen Japan treibt. Ein Glücksfall für die Kreativen war dabei, dass der Zürcher Rockmusiker und Gastronom Martin Stricker Kaijus sammelt. Der Fotograf Hans-Jörg Walter hat sechs Kaijus aus Strickers Sammlung fotografisch inszeniert. Die Sujets wurden von TBS Identity zu Plakaten, Inseraten, Webbannern, einem E-Board für den Hauptbahnhof Zürich sowie als Titel von Programmzeitung und Pocket umgesetzt. Auch die von TBS Identity konzipierte Website Theaterspektakel.ch inszeniert das diesjährige Kampagnenmotiv. pan
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Der Herr der Klicks

2007 brachte Daniel Hünebeck die Schweizer Filiale der deutschen Online-Marketing-Agentur Adisfaction nach Zürich. Er reüssierte mit Google-Adwords, intelligenten Bannern und cleveren Online-Marketingtools, die die Agentur teilweise selbst entwickelt hat. Schweizer Unternehmen schöpfen das Potenzial des Online-Marketings noch nicht aus – doch der Wind dreht.

Advertorials, Google-Adwords und Banner sind die Welt von Daniel Hünebeck (33) und seinem Mitarbeiter Alexander Tysl (28). Die Bank Vontobel und der Künzler-Bachmann-Verlag, der Flughafen Zürich und der Reiseanbieter FTI haben das bereits gemerkt und sich von Adisfaction wirksame Online-Werbetools aufbauen lassen. «Die Welt des Online-Marketings ist sehr komplex und entwickelt sich rasend schnell», sagt Hünebeck. «Man kann von der Marketingabteilung eines Kunden, die sich bereits um Print, TV, Radio, Point-of-Sale und Aussenwerbung kümmert, nicht erwarten, dass sie sich auch noch mit den diversen Marketinginstrumenten auskennt, die online einsetzbar sind. Wir führen unseren Kunden durch die Welt der Online-Werbung und finden genau die Werbeform, die zu ihm passt.» Selbst für eine reine Online-Agentur wie Adisfaction ist es zuweilen schwierig, den Überblick zu behalten. «Das schaffen wir, indem wir uns spezialisieren», erklärt Hünebeck. «Einer ist zuständig für E-Mail-Marketing, ein anderer für Mobile-Marketing, ein Dritter ist Experte für B2B- oder Performance-Marketing, für Social Media oder Monitoring.»
Schrauben am Erfolg
Viele Unternehmen wissen bereits genau, was sie wollen, wenn sie Adisfaction beauftragen. Das vereinfacht die Arbeit der Online-Marketer – jedenfalls auf den ers¬ten Blick. Hünebeck und Tysl schauen aber immer zweimal hin: «Es kommt vor, dass wir ein Banner entwickeln sollen, dann aber feststellen, dass das Unternehmen besser ein Advertorial schalten oder seinen Newsletter optimieren würde. Dann erarbeiten wir mit dem Kunden eine für seine Ziele optimale Strategie.» Andere Unternehmen schenken etwaigen Online-¬Aktivitäten jahrzehntelang keine besondere Beachtung. Und dann muss es auf einmal ganz schnell gehen: Hünebeck und Tysl haben schon des Öfteren binnen acht Stunden aus dem Nichts ein Advertorial oder ein Banner kreiert. «Das funktioniert allerdings nur, wenn Kunde und Provider ganz eng mit uns zusammenarbeiten», sagt Hünebeck. «Es ist ein schönes Gefühl, bereits am nächsten Tag das Ergebnis seiner Arbeit online zu sehen. Auch für unseren Kunden.»
Hünebeck versteht sich als Berater und Partner seiner Auftraggeber. «Eine enge Zusammenarbeit und ein vertrauensvoller Umgang mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig», betont er. «Wir sind mehr als eine ausgelagerte Online-Marketingabteilung, die Kampagnen umsetzt. Denn wir haben den Blick für das Ganze und legen grossen Wert auf die Verzahnung der einzelnen Werbetools eines Unternehmens, wie beispielsweise Printkampagnen, Newsletter oder Banner. Gerade diskutieren wir mit einigen Kunden, wie man ihre erfolgreiche Printkampagne online ebenso wirksam gestalten kann.» Viele Massnahmen, die Adis¬faction umsetzt, erfordern nicht einmal eine Budgetaufstockung, zum Beispiel die Optimierung von Such¬maschinen oder Websites. Hünebeck: «Es gibt Kunden, die sich wundern, dass Kontaktanfragen über Werbung bei Google ausbleiben. Aber wer Kontakte generieren will, kann es nicht einfach bei der Verlinkung seiner Website belassen. Er muss beispielsweise seine Telefonnummer oder ein Kontaktformular prominent auf der Website platzieren. Oft reicht es, an kleinen Stellschrauben zu drehen, um viel zu bewirken.»
Auf Umwegen voran
Hünebeck wird 1976 in Ostdeutschland geboren und wächst im Ruhrgebiet auf. Nach der Schule macht er eine Ausbildung zum Bankkaufmann. «Die Lehre war extrem vertriebslastig», erzählt er. «Mir war schnell klar, dass ich diese ‹Fondsklopperei› nicht mein ganzes Leben lang machen würde.» Die Commerzbank gibt Hünebeck die Chance, ein ausbildungsbegleitendes BWL-Studium zu absolvieren. Diese Gelegenheit ergreift er beim Schopfe. Als Hünebeck mit Lehre und Studium fertig ist, befindet sich die New Economy gerade auf ihrem Höhepunkt. «Der neue Markt und die Börse interessierten mich sehr», erinnert er sich. «Also bewarb ich mich bei Wallstreet online als Produktentwickler.» Dort erlebt Hünebeck zweieinhalb lehrreiche Jahre: Am ers¬ten Arbeitstag sieht er das erste Mal in seinem Leben, in der ersten Woche lernt er HTML und schliesslich entwickelt er neue Rubriken, Tools und Werbekonzepte für die Internetsite. Parallel absolviert Hünebeck ein Informatikdiplom, denn er arbeitet viel mit Programmierern zusammen und will Einblick in ihre Arbeit gewinnen. Mittendrin ist Hünebeck auch, als die Internetblase platzt: «Ich war einer der letzten 150 Mitarbeiter, der bei Wallstreet online eingestellt wurde», berichtet er. «Dann ging die Mitarbeiterzahl Quartal für Quartal runter, bis wir nur noch zehn Leute waren. Ich habe alles mitgemacht, von ganz oben nach ganz unten.»
2003 ist Zeit für eine Pause. Hünebeck geht auf Reisen, sechs Monate durch Mittelamerika. Wieder daheim sucht er nach einem Job: «Online konnte, musste aber nicht unbedingt sein. Schliesslich wurde ich Consultant in einer Unternehmensberatung für Restrukturierung, denn ich hatte ja gerade live einen Restrukturierungsprozess miterlebt.» Die Erfahrung, als Mitarbeiter von Quartal zu Quartal auf das Niedersausen des Damoklesschwerts zu warten, nutzt Hünebeck, um Unternehmen und Angestellte zu unterstützen, wenn es abwärts geht. «Der Job war anstrengend, aber unheimlich spannend», erzählt er. «Ich hatte mit Banken, Kreditabteilungen und Unternehmen zu tun, vom CD-Produzenten über Betten- und Türenhersteller bis zum Fitnessstudio.» 2005 stellt sich die Frage nach dem nächsten beruflichen Schritt. Controller will Hünebeck nicht werden. Er macht ein Marketing- und PR-Praktikum bei MTV in New York. Hünebeck: «Das war die Richtung, nach der ich gesucht hatte. Es war cool, auf einmal in einem Unternehmen zu arbeiten, dass 20 Prozent Gewinn macht und alles in Gold verwandelt, was es anfasst. Da war mir klar: Ich will zurück in den Medienbereich.»
Ruf doch mal an
Hünebeck telefoniert mit Stefan Swertz, seinem früheren Chef und Mentor von Wallstreet online. Swertz hatte 2002 die Agentur Edynamix, die heutige Adisfaction AG, gegründet. Und sucht Mitarbeiter. Hünebeck steigt ein und startet am deutschen Firmensitz in Meerbusch als Mediaplaner. Ein knappes Jahr später beteiligt er sich, übernimmt die kaufmännische Leitung des Unternehmens und die Geschäftsführung der frischeröffneten Filiale in der Schweiz. Als ersten Kunden gewinnt er die Bank Vontobel. «Vor der Gründung der Schweizer Filiale haben wir eine ‹Tour de Suisse› gemacht und Schweizer Onlineprofis von Cash und Financial Media gefragt, ob sie einer Filiale von Adisfaction Chancen einräumen», sagt Hünebeck. «Alle sagten: ‹Eine Agentur mit Eurem Know-how brauchen wir hier›.» Diese Einschätzung hat sich bestätigt: Adisfaction Schweiz hat in den letzten drei Jahren über 30 Kunden von Rang und Namen gewonnen, zum Teil sind sie längst Stammkunden. Vor allem Banken gehören zu den Auftraggebern der Agentur, aber auch Tourismusunternehmen, E-Commerce- und B2B-Anbieter. «Uns ist wichtig, dass wir das Geschäft unserer Kunden verstehen, egal in welcher Branche sie agieren», betont Hünebeck. «Natürlich kostet es Zeit, sich in die Produkte und Dienstleistungen hineinzudenken. Aber der Erfolg ist dann umso grösser.»
Und wie sehen Hünebecks Pläne für Adisfaction Schweiz für die nächsten ein, zwei Jahre aus? In jedem Fall will er den Standort Schweiz weiter ausbauen: «Wachstum ja, aber nur organisch», betont Hünebeck. «Vor unserer Tür stehen ein paar neue Kunden, darum stellen wir im September einen neuen Mitarbeiter ein. Es ist allerdings nicht einfach, qualifizierte Bewerber zu finden. Der Schweiz fehlen Fachleute in diesem Metier.» Noch.
Anne-Friederike Wilhelm
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Tops der Woche

Die Wirtschaftsmedien Bilan und Finanz und Wirtschaft lancieren ein landesweites Luxusmagazin. Und: Als International Weekly publiziert die New York Times in Kooperation mit Tageszeitungen in über 25 Ländern eine wöchentliche Best-of-Edition. Der Tages-Anzeiger (TA) hat sich dem internationalen Netzwerk der New York Times angeschlossen und wird exklusiv die Schweizer Ausgabe als wöchentlichen Zusatzbund zum TA herausgeben.

Top1: Bilan und Finanz und Wirtschaft führen Luxusmagazine zusammen
Die Wirtschaftsmedien Bilan und Finanz und Wirtschaft lancieren ein landesweites Luxusmagazin. Die beiden Zeitschriften Luxes par Bilan und Deluxe werden per Ende November 2010 in einer gemeinsamen Publikation unter dem Titel Luxe zusammengeführt. Als eigenständiges Magazin, das in französischer und in deutscher Sprache erscheint, bietet Luxe seinen Lesern Neuheiten aus den Gebieten Uhren, Automobil, Mode, neue Technologien, Reisen und Wellness. Die Leitung von Luxe Finanz und Wirtschaft in Zürich obliegt Konrad Koch, der gegenwärtig für Deluxe verantwortlich zeichnet. Die Leitung von Luxe par Bilan in Genf übernimmt Emmanuel Grandjean, der im September 2010 zum Team stossen wird. Das vierteljährlich erscheinende Magazin wird gesamtschweizerisch vertrieben, an die Abonnenten der beiden Publikationen sowie im Kioskverkauf. Mit einer Auflage von 65’000, davon 20’000 in französischer und 45 000 in deutscher Sprache, erreicht es über 240 000 Leser. Die erste Ausgabe erscheint am 24. November in französischer Sprache und am 27. November in deutscher Sprache.
Top 2: NYT: International Weekly wird dem Tages-Anzeiger beigelegt
Als International Weekly publiziert die New York Times in Kooperation mit Tageszeitungen in über 25 Ländern eine wöchentliche Best-of-Edition. Der Tages-Anzeiger (TA) hat sich dem internationalen Netzwerk der New York Times angeschlossen und wird exklusiv die Schweizer Ausgabe als wöchentlichen Zusatzbund zum TA herausgeben.
Die Zeitungsbeilage besteht aus Originalartikeln aus den aktuellen Ausgaben der New York Times zu den Themen Weltpolitik, Kultur, Leben und Trends. Die erste Ausgabe der englischsprachigen Beilage im Layout der New York Times erscheint am Montag, 6. September. Durch die Partnerschaft werde das publizistische Angebot des Tages-Anzeigers nochmals verstärkt, so Co-Chefredaktor Res Strehle. Auch den Anzeigenkunden werde so ein hochwertiges Werbeumfeld geboten, meint Anzeigenleiter Andy Bürki. Nach dem Standard in Wien und der Süddeutschen Zeitung in München ist der Tages-Anzeiger der dritte Partner im deutschsprachigen Raum. Die drei Zeitungen arbeiten bereits seit Längerem im Bereich der internationalen Vermarktung eng zusammen.

Die Rache der Verpackungen

ViznerBorel dramatisiert für die IGSU die Gefahren des Litterings.

Nicht mit dem Zeigefinger, sondern gleich mit einem ganz bösen Monster droht ViznerBorel den Jugendlichen, die gemäss Statistik zu den Hauptverursachern des Litterings gehören. Die zwar augenzwinkernd, aber ansonsten unmissverständlich deutliche Kampagne zeigt uns, wie sich das achtlose Wegwerfen von Abfall unvermeidlich einmal rächen wird. ViznerBorel hat die Sujets spezifisch für einen Einsatz in Schulen, im Internet und in anderen für die Zielgruppe der Jugendlichen relevanten Medien entwickelt.
Parallel dazu hat die Agentur im Rahmen ihres langjährigen Engagements für die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt eine Reihe von Folgesujets für die bereits laufende Kampagne gestaltet, die sich auch an ein allgemeines Publikum wenden. Seit rund sieben Jahren verfolgt die IGSU erfolgreich das Ziel, das unachtsame Wegwerfen von Abfall im öffentlichen Raum zu vermeiden. Mit den Anti-Littering-Botschaftern, dem «IGSU Anti-Littering-Contest» und weiteren innovativen Massnahmen erreichte die IGSU hohe Akzeptanz und Aufmerksamkeit für dieses sensible gesellschaftliche Problem.
Die IGSU ist im Mai 2007 von den Recycling¬unternehmen IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling und PET-Recycling Schweiz gegründet worden. Diese beiden privatwirtschaftlichen Organisationen engagieren sich seit 2004 gemeinsam gegen das Littering. Mittlerweile ist eine offene Plattform im Kampf gegen das Littering entstanden und weitere Partner aus konsumnahen Gebieten sowie der Recycling-Wirtschaft konnten für weitere gemeinsame Massnahmen gewonnen werden. Die laufende Kampagne wird national auf Plakaten, Anzeigen und im Internet zu sehen sein. pan
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