Zu guter Letzt: Hirnhaube, türkis

Ikea führt jetzt die «Lattjo Hirnhaube» im Sortiment. Und sorgt damit – wohl kalkuliert – für Verwirrung.

«Regt zu Rollenspielen an, bei denen Kinder soziales Verhalten durch Nachahmen von Erwachsenen und durch Erfinden eigener Rollen entwickeln.» So beschreibt Ikea Sinn und Zweck der türkisfarbenen «Hirnhaube», die der Möbelriese jüngst weltweit ins Sortiment genommen hat. Auch in der Schweiz, erhältlich für knapp zehn Franken.

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Die im ersten Moment etwas verwirrend anmutende Hirnhaube ist Teil der Lattjo-Serie, mit der Ikea seit vergangenem November zum Spielen animieren will. «Diese Kollektion soll Jung und Alt dazu anregen, mehr miteinander zu spielen ‒ am besten überall und jederzeit. Dabei spielt es keine Rolle, ob du 7 oder 97 Jahre alt bist», schreibt Ikea. Im damals veröffentlichten, viereinhalb Minuten langen Werbevideo ist die Hirnhaube bereits zu sehen. 

Ob es Ikea beim neuen Produkt wirklich primär darum geht, Rollenspiele anzukurbeln, mag bezweifelt werden. «Die wahre Zielgruppe scheinen partywütige Hipster aus den Untergrund-Clubs Berlins und den Bratwurst-Buden des Ruhrgebiets zu sein», vermutet beispielsweise die Berliner Morgenpost. Der Berliner Kurrier ist mit der abstrakten Kopfbedeckung überfordert und geht davon aus, es handle sich um eine Badehaube: «Warum Kinder allerdings gerade in der Badewanne Mr. Superschlau spielen sollen, ist uns irgendwie immer noch nicht ganz klar…»

Und auch in den sozialen Medien verbreitet sich die seltsame Kopfbedeckung immer stärker – meist begleitet von ungläubligen Kommentaren. Viel kostenlose Aufmerksamkeit – und vermutlich viel Absatz in den Verkaufsstellen. Ikea weiss eben, wie's geht. (hae)
 

Netflix: Ruckel-Ärger für Swisscom-Kunden

Netflix-Kunden, die ihr Signal über Swisscom beziehen, haben in letzter Zeit vermehrt mit schlechter Bildqualität zu kämpfen. Auch bei UPC Cablecom gab es Probleme mit dem Netflix-Signal – diese sind aber gelöst.

Gegenüber der Schweiz am Sonntag bestätigt Swisscom, dass es in letzter Zeit vermehrt zu negativen Kundenreaktionen gekommen sei, was die Übertragung des US-Onlinedienstes Netflix betreffe: Ruckeln und Bildstörungen verderben den Serien-Spass.

Schuld an der Bild-Misere ist aber nicht das Swisscom-Netz. Beim Schweizer Start von Netflix im September 2014 wurden die Daten über die Netze der DT zu Swisscom übertragen. Im August 2015 kündigte Netflix den Vertrag für die direkte Übertragung mit der DT. Seither bezieht die DT das Signal über Transitanbieter wie Level 3 und Cogent und leitet es dann an Swisscom weiter. Insbesondere Cogent soll für überbuchte Kapazitäten bekannt sein – der Verkehr zwischen Cogent und DT soll am Anschlag sein.

Die Lösung für das Problem wäre eine direkte Verbindung zwischen Netflix und Swisscom. Laut Swisscom seien diesbezüglich Verhandlungen geführt worden, hätten aber «aufgrund kommerzieller Überlegungen zu keinem Ergebnis geführt», wie eine Swisscom-Sprecherin gegenüber der Schweiz am Sonntag erklärt. Man stehe aber mit Netflix im Kontakt, um Verbesserungen zu diskutieren.

Auch bei UPC Cablecom bestand das Problem. Der Kabelriese konnte es aber beheben, da die Verbindung zwischen Netflix und der Muttergesellschaft Liberty Global in Amsterdam verbessert wurde. (hae)
 

So gewinnt man im digitalen Business die Herzen der Kunden

Seine Marken und Produkte in der digitalen Interaktion mit Kunden und Interessenten positiv aufzuladen, ist heute ein entscheidender Erfolgsfaktor. Der Digital-Business-Experte Arithnea erläutert, wie Unternehmen das konkret erreichen können.

Angesichts der allgemeinen Reizüberflutung und schier unendlicher Auswahlmöglichkeiten ist Emotionalisierung heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Wenn es ihnen gelingt, ihre Produkte und Marken positiv aufzuladen, können sie sich von Mitbewerbern abheben, leichter neue Kunden gewinnen und bestehende enger an sich binden. Ausserdem erhöhen positive Emotionen gegenüber einer Marke die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiterempfohlen wird, ganz erheblich.

Deshalb darf die Emotionalisierung nicht bei der Werbung aufhören. Unternehmen sollten auch auf sämtlichen Kanälen, über die sie mit ihren Kunden und Interessenten kommunizieren, darauf abzielen, positive Gefühle zu erzeugen. Arithnea nennt fünf Schritte zur Emotionalisierung im digitalen Business.

1. Auf Bilder und Videos setzen: Will ein Unternehmen die Besucher seines Online-Shops oder seiner Unternehmens- und Marken-Webseiten emotional ansprechen, genügt es natürlich nicht, ihnen dort lediglich funktionale Produkteigenschaften zu präsentieren. Der erste Schritt zur Emotionalisierung ist deshalb der Einsatz von Bildern und Videos. Sie sind ideal dazu geeignet, positive Gefühle zu wecken, etwa indem sie aufzeigen, welche schönen Erlebnisse mit einem Produkt möglich sind oder welche positiven Reaktionen man damit in seinem Umfeld auslösen kann.

2. Produkte mit Storytelling einrahmen: Idealerweise sind die Bilder und Videos Teil eines umfassenden «Storytelling», bei dem zusätzlich mit authentischen und stimmigen Texten vermittelt wird, dass die Produkte nicht nur bestimmte technische Eigenschaften, sondern auch Freude und Spass mitbringen. Dazu können sie beispielsweise erzählen, wo der «Fun-Faktor» eines bestimmten Kleidungsstücks liegt, wie man ein Möbelstück in einer Wohnung ideal in Szene setzt oder welchen weiteren Nutzen ein Unterhaltungssystem hat, an den man vielleicht im ersten Moment gar nicht denkt.

3. Ausschliesslich relevante Inhalte anbieten: Auch die emotionalsten Bilder und authentischsten Stories entfalten keine Wirkung, wenn sie für den individuellen Webseiten- oder Shop-Besucher nicht relevant sind. Deshalb müssen sie gezielt auf die Nutzer angepasst werden. Dazu sollten Unternehmen zum einen analysieren, in welchen digitalen Kanälen sich die verschiedenen Zielgruppen bevorzugt bewegen, und die Inhalte darauf ausrichten. Aber auch innerhalb der Kanäle sollten sie ihren Content weiter personalisieren, indem sie die Bedürfnisse ihrer Besucher identifizieren und dann die passenden Inhalte ausspielen.

4. AR-/VR-Anwendungen einsetzen: Die ideale Möglichkeit, Marken und Produkte auf digitalem Wege persönlich erlebbar zu machen, sind Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen. Mit ihnen könnten Kunden und Interessenten etwa zuhause auf dem Sofa einen Geschäftsrundgang machen, die potentiell neue Kommode im Wohnzimmer begutachten oder ein Kleidungstück virtuell anprobieren, ohne dafür die lästige Anfahrt und Parkplatzsuche in Kauf zu nehmen – und damit besonders positive Erlebnisse mit dem Unternehmen verbinden.

5. Customer Engagement unterstützen: Ein weiterer guter Weg, um Kunden und Interessenten emotional an seine Marke zu binden, ist, mit ihnen eine möglichst persönliche Beziehung einzugehen. Dazu können Unternehmen ihnen die Möglichkeit bieten, über Kanäle wie Facebook und Twitter in Dialog zu treten, ihr Feedback abzugeben und eventuell sogar die Weiterentwicklung der Marke mit zu beeinflussen. Entscheidet sich ein Unternehmen zu diesem Schritt, muss es diese Kanäle aber auch kontinuierlich und zeitnah bedienen – sonst stellt sich genau der gegenteilige Effekt ein.

«Studien im Bereich des Neuromarketings zeigen immer wieder, dass Kaufentscheidungen zum grössten Teil unbewusst getroffen und ganz massgeblich von Emotionen beeinflusst werden. Wer Herzen gewinnt, gewinnt auch Kunden», sagt Nico Rehmann, Chief Sales Officer bei Arithnea in Neubiberg bei München. «Deshalb sollten Unternehmen alles daran setzen, ihre Marken auch in der digitalen Interaktion mit ihren Kunden und Interessenten positiv aufzuladen.»

Arithnea berät Unternehmen bei ihren Marktstrategien, kreiert Markenwelten und entwickelt integrierte IT-Lösungen. Damit schafft Arithnea ganzheitliche Kundenerlebnisse über sämtliche Kommunikationskanäle und Ländergrenzen hinweg. Das Unternehmen beschäftigt über 200 Mitarbeitende, hat seinen Hauptsitz in Neubiberg bei München und ist in Bremen, Dortmund, Frankfurt, Jena und Stuttgart vertreten. Das Unternehmen ist Teil eines Partnernetzwerks und unter anderem Partner von Adobe, E-Spirit und SAP Hybris.

Bild: Clownbusiness – Shutterstock, Inc.

Walker: Flyboard Fishing für Fisherman’s Friend

In der Arktis demonstrieren kernige Fischer mit einem Aqua Flyboard die Stärke von Fisherman’s Friend in einem erfrischenden TV-Spot von Walker.

Die Zürcher Agentur Walker hat den neuen spektakulären Werbeauftritt für Fisherman’s Friend #FlyBoardFishing kreiert, der in diesen Tagen on air ging. Das von Cobblestone Hamburg produzierte Video wurde von Deutschland, der Schweiz und England in Auftrag geben. Dabei wird die legendäre Stärke von Fischerman’s Friend mit einer aussergewöhnlichen Geschichte erzählt.

In den eisigen Gewässern der Arktis springt ein kerniger Fischer mit nacktem Oberkörper geschickt auf einem Flyboard über Eisberge. Er taucht anschliessend Delfin-ähnlich im arktischen Meer auf der Suche nach seiner Beute. Die faszinierenden Klänge, die seine Bewegungen begleiten, werden überraschenderweise von einem zweiten Fischer an Bord eines Fischkutters erzeugt. Dieser graue, alte Seebär bläst in ein langes Rohr und versorgt seinen Kumpel so mit dem nötigen Dampf. Dank seiner starken Lungen landet schon kurze Zeit später ein Fisch als Trophäe auf dem Schiff.

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Fotos: ZVG

Gedreht wurde der Film auf Mallorca bei 40 Grad brütender Hitze mit dem Hydroflight-Athleten Lindsay McQueen in der Rolle des zweiten Fischer unter der Regie von Axel Laubscher. Das Sounddesign kreierte Wave-Studios in London. Die paneuropäische Produktion des Films endete letztlich in Schweden, wo die Eisberge durch das auf visuelle Effekte spezialisierte Studio Important Looking Pirates integriert wurden.

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Der Spot wird im TV auf Sendern wie RTL, Pro7, Vox, SAT1 und MTV sowie als YouTube-Preroll und auf Facebook zu sehen sein. Auf Kundenseite bei Fisherman’s Friend zeichnen Chris Gibson (UK), Michael Geiseler (Deutschland), Philippe Bessire und J.Y. Cuendet (Schweiz) verantwortlich. Auf Agenturseite kreierten Pius Walker als CD und Roger Beckett als Texter den neuen TV-Coup.

Walker hat Fisherman’s Friend in einer Agenturevaluation vor einem Jahr gewonnen (Werbewoche.ch berichtete). Dies ist die erste Arbeit für den neuen Kunden von Pius Walker und seinem Team, das erst zu Weihnachten mit dem berührenden Demenz- Spot «Grace» für Ifolor weltweit für Schlagzeilen sorgte (Werbewoche.ch berichtete).

Mehr zur aktuellen Fishermen’s-Friend-Kampagne in der kommenden Printausgabe der Werbewoche.

Cicero: Symbolischer Preis, Frank A. Meyer bleibt

Ringier hat sich von den deutschen Magazinen Cicero und Monopol getrennt. Der neue Miteigentümer Alexander Marguier erläutert die Hintergründe zum Management-Buy-Out.

Ringier: Management-Buy-out von Cicero und Monopol in Deutschland

Wie Chefredaktor und Neu-Eigner Alexander Marguier gegenüber dem Portal Kress.de verrät, wurde das Management-Buy-Out nicht von Ringier initiiert, sondern hatte seinen Ursprung in einer Anfrage der Chefredaktion an Michael Ringier, ob dieser bereit wäre, Marguier und seinem Stellvertreter Schwennicke auch kaufmännische Verantwortung zu übertragen. «Wir hatten gute Ideen. Unser Ziel war es, ohne die Umwege über Zürich direkter auch auf die wirtschaftliche Entwicklung von Cicero Einfluss zu nehmen.» Später habe Marc Walder die beiden dann gefragt, ob sie sich «sogar noch mehr vorstellen könnten».

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Über die neue Situation ist Marguier glücklich: «Es ist optimal, wenn solche Liebhaber-Blätter kaufmännisch und redaktionell aus einer Hand gemacht werden.» Als Kleinverleger habe man nun einen besseren Blick auf das Geschäft, als dies «aus dem fernen Zürich» möglich gewesen sei.

Entsprechend zuversichtlich zeigt er sich, dass Cicero und Monopol endlich auch rentabel gemacht werden können – obwohl das laut Ringier in den letzten zwölf Jahren nie gelungen sei. Gegenüber Horizont.net erläutert er, wie sich das ändern könnte: «Wir sparen die ganzen Overhead-Kosten eines Grossverlags.» Entscheidend sei die Einnahmenseite – da setzte man nebst dem Berliner «Cicero Foyer Gespräch» auf neue Veranstaltungsformate in weiteren Städten. Und auf den neuen Vermarkter IQ Media, durch den man die gesamte, fünfköpfige Anzeigenabteilung einspare. Über den Kaufpreis wurde mit Ringier Stillschweigen vereinbart. Laut Marguier soll er aber eher symbolischer Natur sein.

Weiter für die Titel schreiben wird der Ringier-nahe Publizist Frank A. Meyer. Marguier gegenüber Horizont.net: «FAM kann anstrengend sein, aber er ist eine intellektuelle Bereicherung, ein streitlustiger, brillanter Kopf mit unglaublich guten Kontakten.» (hae)
 

Stämpfli lanciert für BEKB Online-Kundenmagazin

Die Berner Kantonalbank informierte ihre Kunden bis dato mit einem sechsseitigen Printmedium über Aktualitäten. Seit diesem Jahr erscheint das Kundenmagazin neu als Online-Publikation mit. Hinter dieser Neuerung steht Stämpfli Kommunikation.

Das Kundenmagazin namens «flash» der Berner Kantonalbank BEKB hat ein neues und vor allem virtuelles Gesicht bekommen. Aus einem sechsseitigen Printfolder ist ein Online-Magazin entstanden, das nicht nur BEKB-spezifische sondern ebenso gesellschaftliche Themen behandelt. Die redaktionelle Verantwortung trägt dabei Stämpfli Kommunikation. «Aus einem unauffälligen hat sich ein ebenso spannendes wie vielfältiges Produkt entwickelt», betont Karl-Martin Wyss, Leiter Marketing bei der BEKB. Neben der redaktionellen Verantwortung ist Stämpfli Kommunikation an der konzeptionellen Neu-ausrichtung massgeblich beteiligt. Das Magazin erscheint zusammen mit einem Online- wie auch mit einem Print-Newsletter vierteljährlich, und das jeweils zu einem bestimmten Thema – der gedruckte Newsletter wird vollständig bei Stämpfli hergestellt.

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Republica: Die Legende Mappamondo kehrt zurück

Republica hat im Auftrag der Sportgastro die Wiedereröffnung des Restaurants Mappamondo typographisch in Szene gesetzt. Bei der Inszenierung der Rückkehr der Berner Institution wurde im wahrsten Sinne des Wortes einiges umgedreht.


Im Januar hat das Kult-Restaurant Mappamondo an der Länggassstrasse 44 seine Wiedereröffnung gefeiert – unter der neuen Führung von Sportgastro. Republica durfte für die Neulancierung die CI-/CD-Entwicklung verantworten. Dazu wurde unter dem Motto «Mappamondo, die Legende kehrt zurück» die Rückkehr des legendären Lokals typografisch mit rückwärts gespiegelten Wörtern umgesetzt. Die Idee dahinter: Wenn eine Legende zurückkehrt, kehren damit auch Pasta, Pizza, Vino und Sugo zurück – und das folgerichtig rückwärts.

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Kombiniert wurden die Wortspielereien Atsap, Azzip, Oniv und Ogus mit illustrativen Darstellungen der vier Jahreszeiten sowie typisch italienischer Sujets, welche die Saisonalität der piemontesisch geprägten Küche im Mappamondo unterstreichen. Im Rahmen der Kampagne wurden Inserate, Postkarten, Speisekarten, die Website sowie die Wandbilder im Innern des Lokals und die Aussenbeschriftung gestaltet. Anlässlich der Premiere von «Star Wars» wurden im Weiteren Audiospots realisiert, die mit einem Augenzwinkern die Rückkehr der Legende und die «Macht der piemontesischen Küche» unterstrichen.

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Verantwortlich bei Sportgastro: Sven Rindlisbacher, Managing Director. Verantwortlich bei Republica: Linda Berger (Beratung), Aline Windler (Grafik), Marge Fellerer (Creative Direction), Mike Krüll (Creative Direction, Konzept, Text), Bala Trachsel (Gesamtverantwortung).
Link zum Bildmaterial http://bit.ly/1SUykdo
Links zu den Radiospots http://bit.ly/1or0cIJ / http://bit.ly/1SUgyHj
 

Geschlecht und Bildung beeinflussen Empfehlungsverhalten im Social Web

Webguerillas und die Hochschule Macromedia haben in Deutschland eine Studie zu Influencern soziodemographisch ausgewertet und zeigen:Zwei soziodemographische Merkmale prägen wesentlich das Empfehlungsverhalten der Influencer: das Geschlecht und die Bildung.

So kommunizieren weibliche «Influencer» im Social Web anders als männliche. Frauen liken ihre favorisierten Meldungen und teilen diese in ihrem Netzwerk, Männer schreiben tendenziell mehr Posts und Kommentare. Auch der Bildungsabschluss spielt eine wesentliche Rolle für die eigene Kommunikation: Multiplikatoren mit abgeschlossenem Studium posten mehr eigene Inhalte als solche mit geringerer formaler Bildung. Vom Alter her dominieren die jungen Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren. Zu diesen beiden Kernergebnissen kommt eine aktuelle Auswertung der Studie «Markenempfehlungen in sozialen Medien» von der Macromedia Hochschule und Webguerillas. Anhand einer repräsentativen Online-Befragung unter 2000 Probanden zwischen 18 und 65 Jahren wurde das Empfehlungsverhalten in den sozialen Medien untersucht.

Als «Influencer» in den sozialen Medien gilt, wer in den letzten sechs Monaten mindestens einmal eine Markenempfehlung oder auch eine negative Markenäusserung über soziale Medien getätigt hat und darüber hinaus besonders gut im Social Web vernetzt ist, ein überdurchschnittliches Markenbewusstsein und eine Reputation als Marktkenner aufweist. Zu den Influencern zählen circa neun Prozent der 18 bis 65-jährigen in Deutschland – das sind 4,6 Millionen Menschen. Der durchschnittliche Influencer ist über 35, männlich und besitzt einen Hochschulabschluss. Die beliebteste Plattform in dieser bei der Werbewirtschaft so begehrten Gruppe ist Facebook, 95 Prozent nutzen es täglich. Es folgen Blogs und Foren (93 Prozent) sowie YouTube (81 Prozent). Deutlich abgeschlagen landet Twitter (59 Prozent).

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Männer inszenieren sich im Social Web stärker als Frauen

«Ihr Expertentum leben Frauen und Männer im Social Web deutlich unterschiedlich aus», erklärt Prof. Dr. Dr. Castulus Kolo, wissenschaftlicher Projektleiter und Dekan der Hochschule Macromedia, «Männer sind hier extrovertierter und stärker auf Meinungsmache aus, Frauen agieren subtiler – das gilt für alle wesentlichen Plattformen». Auf Facebook etwa kommentieren und posten 66 Prozent bzw. 63 Prozent der männlichen Influencer regelmässig. Bei den Frauen liegen die Werte bei 56 bzw. 42 Prozent. Geht’s um das Liken und Teilen von Facebook-Inhalten, liegen wiederum die Frauen leicht vorn – mit 75 zu 71 bzw. 69 zu 63 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Blogs und Foren: Männer schreiben tendenziell mehr eigene Beiträge (53 vs. 49 Prozent) und kommentieren häufiger (68 vs. 62 Prozent). Gleiches gilt für Youtube: Jeder zweite männliche, aber nur jeder dritte weibliche Influencer kommentiert regelmässig Videos.

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Je höher die Bildung, desto mehr eigenen Content produzieren die User

Influencer mit Hochschulabschluss sind auf allen untersuchten Plattformen am aktivsten. Auf Facebook werden die Unterschiede besonders deutlich: 52 Prozent der Influencer mit Hochschulabschluss posten regelmässig eigene Inhalte –bei den Influencern mit nur einer Ausbildung, Mittlerer Reife oder Abitur kommt der Wert nicht über 33 Prozent. Entsprechend beteiligen sich Influencer mit Hochschulabschluss auf Blogs und Foren am stärksten: 71 Prozent schreiben Beiträge über ihre Lieblingsmarken, 82 Prozent kommentieren die Einträge anderer User. Bei Multiplikatoren mit nur Mittlerer Reife /Abitur liegen die Werte bei 32 bzw. 43 Prozent. Auch bei Influencern mit nur einer Berufsausbildung sind die Werte deutlich unter dem der Akademiker. Influencer mit Hochschulabschluss sind auch auf Youtube deutlich aktiver, so laden 58 Prozent der Influencer mit Hochschulabschluss eigene Videos hoch, aber nur jeweils 33 Prozent derer mit Ausbildung oder Mittlerer Reife/Abitur.

«Influencer sind keine homogene Gruppe, sie ticken grundverschieden. Schon die Betrachtung der sozio-demografischen Kriterien zeigt, wie gross die Unterschiede sein können. Entsprechend differenziert muss Influencer Marketing konzipiert sein, um die Wechselwirkungen zwischen Produkt/Marke, Influencer und Plattformen voll ausspielen zu können», so David Eicher, Geschäftsführer von Webguerillas.

 

Neue Führungs-Struktur bei OMD Schweiz

Der 50-jährige Georges Bérard, Geschäftsführer von OMD City, wird die Agentur nach zwölf Jahren auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neu zu orientieren.

Stefan Burgass, CEO der Omnicom Media Group Schweiz: «Ich bedauere die Entscheidung von Georges Bérard, die Agentur zu verlassen. Ich kann jedoch gut verstehen, dass er sich nach zwölf Jahren eine Auszeit nimmt, um sich neu zu orientieren. Er hat viel zur positiven Entwicklung der Agentur in den letzten Jahren beigetragen. Wir werden sein Ausscheiden zum Anlass nehmen, um die Führungsstruktur der OMD im Sinne unserer «Client First»-Strategie zu straffen.»

Die heutigen Units Nord, See und City werden neu strukturiert und OMD wird zukünftig von den beiden Geschäftsführern Markus Bettler und Christjan Esch geleitet. Zusätzlich wird die Ebene der Client Service Direktoren etabliert, um eine noch intensivere Fokussierung auf die strategische Kundenberatung sicherstellen zu können.
 

HWZ: Marcom Suisse übernimmt Patronat für CAS

Für den Studiengang CAS Marketing Communications der HWZ wurde ein weiterer Patronatspartner gewonnen: Neu stösst Marcom Suisse zu den bestehenden Partnern Leading Swiss Agencies und SWA Schweizer Werbe-Auftraggeberverband dazu.

Damit wird die Marketing-Kommunikations-Weiterbildung an der Hochschule für Wirtschaft Zürich HWZ noch breiter in der Schweizer Marketing- und Kommunikationsbranche verankert wie Stefan Vogler ausführt. Der Unternehmensberater für Branding, Marketing und Kommunikation, der diesen Studiengang seit Sommer 2015 leitet, meint: «Beide führenden Verbände sind schon an Bord und empfehlen unseren Studiengang ihren Mitgliedern. Mit Marcom Suisse folgt nun eine Vereinigung der Marketing-Executives.»
 

Criteo-Studie: Mobile Shopping boomt in der Schweiz

Criteo hat am Donnerstag den «Q4 2015 State of Mobile Commerce Report» veröffentlicht. In der Studie wird ersichtlich, dass vier von zehn Abverkäufen über mehrere Endgeräte stattfinden. Nahezu ein Drittel dieser Abverkäufe wird über ein mobiles Endgerät abgeschlossen.

Das Technologieunternehmen für Performance Marketing führt den «Q4 2015 State of Mobile Commerce Report» quartalsweise durch. Criteo untersucht damit mCommerce-Trends und bietet Einblicke in das Einkaufsverhalten der Nutzer. Der Report erfolgt auf Basis von weltweit 1,4 Milliarden Onlinetransaktionen.

Mobile Shopping boomt für Onlinehändler

Onlinehändler mit einer guten Mobile Experience haben 2015 gute Verkaufsergebnisse erzielt und konnten mobile Nutzer als Käufer gewinnen. Eine gute Mobile-Marketing-Strategie adressiert die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer über alle Endgeräte hinweg:

· Im vierten Quartal 2015 machten mobile Transaktionen in der Schweiz einen Anteil von 33,2 Prozent aller eCommerce-Transaktionen aus.

· Bei führenden Onlinehändlern in der Schweiz erfolgte fast die Hälfte (48,7 Prozent) der Transaktionen über mobile Endgeräte.

Die Kombination aus besseren Transaktionsmöglichkeiten, Erreichbarkeit, grösseren Bildschirmen und schnellem kabellosen Breitband bietet Onlinehändlern die Möglichkeit, ihre Produkte auf mobilen Endgeräten besser zu präsentieren und so letztendlich mehr Transaktionen zu erzielen.

· 19,3 Prozent der Schweizer nutzten für Mobile Shopping das Smartphone und 13,9 Prozent das Tablet.

· Im Vergleich zu Deutschland und Österreich wurden in der Schweiz für Onlineeinkäufe mehr iOS-Geräte (24 Prozent) als Android-Geräte (9,2 Prozent) genutzt.

· Wobei der Warenwert im Vergleich zum Desktop bei 85 Prozent lag.

Cross Device Nutzung nimmt weiter zu

Die Nutzung von mehreren Endgeräten während des Kaufprozesses ist bei immer mehr Kunden festzustellen. Das Kaufverhalten, den Einfluss und die Absicht dahinter zu verstehen, sind wesentliche Bestandteile, um Nutzer während ihrer Cross Device Journey anzusprechen. Damit Marken erfolgreich sind, müssen sie sich stark auf den Nutzer konzentrieren.

· Rund 40 Prozent aller Transaktionen weltweit wurden im vierten Quartal 2015 über mehrere Endgeräte oder Kanäle hinweg generiert.

· 37 Prozent der Nutzer am Desktop haben mindestens einmal, bevor sie etwas kauften, die Webseite des Onlinehändlers über ein anderes Endgerät besucht.

· 43 Prozent der Nutzer, die ihre Einkäufe über ein Tablet tätigen, verwenden in ihrem Kaufprozess mehrere Endgeräte.

Apps generieren Umsatz

Shopping Apps stellen Mobile Web in den Schatten. Sie schneiden im Kaufprozess – von der Recherche bis zum Kaufabschluss – deutlich besser ab.

· Diejenigen Onlinehändler, deren Apps darauf fokussieren, Kunden relevante Produkte einfach zu präsentieren, erzielten 54 Prozent aller mobilen Transaktionen im Handel.

· In mobilen Apps sehen sich Nutzer 286 Prozent mehr Produkte an als im Mobile Web, was wiederum zu einer 90 Prozent höheren Warenkorb-Rate als im Mobile Web führte.

· Die allgemeine Conversion-Rate bei Apps war im vierten Quartal 2015 120 Prozent höher als die im Mobile Web.

Globales mCommerce-Wachstum ungebrochen

Der Anteil von Abverkäufen über mobile Endgeräte an eCommerce-Transaktionen wächst auch weltweit stetig, angeführt von Japan, Grossbritannien und Südkorea. Da Nutzer vor allem das Smartphone als Endgerät ihrer Wahl für ihre Einkäufe verwenden, müssen international aufgestellte Marken sicherstellen, dass ihre Mobile-Marketing-Strategien dem Nutzerverhalten entsprechen:

· mCommerce machte 35 Prozent der weltweiten eCommerce-Abverkäufe im Onlinehandel aus.

· 50 Prozent aller globalen eCommerce-Transaktionen wurden geräteübergreifend getätigt.

Die vollständigen Ergebnisse des Criteo Q4 State of Mobile Commerce Report finden Sie hier.

 

Jenni Herren neu bei Radio 24

Eine neue Moderatorin verstärkt das Team bei Radio 24. Die Bernerin Jenni Herren arbeitete zuvor beim SRF und stösst jetzt ins Moderations-Team von Radio 24.

Erstmals wird Jenni Herren diesen Samstag den «Ufsteller» moderieren. Mit dieser Verpflichtung vergrössert der Privatsender sein Moderations-Team mit einer weiteren Frauenstimme. «Jenni Herren wird bei uns diverse Sendungen im Tages- und Wochenend-Programm moderieren. Wir waren auf der Suche nach einer symphytischen Frauenstimme, die wir breit einsetzen können. Ich freue mich sehr, Jenni bei uns On-Air zu hören», sagt Jan Müller, Moderationsleiter bei Radio 24.

Jenni Herren arbeitete bisher beim SRF als Moderatorin des Kindermagazins «Zambo». Zuvor war sie bei Radio BE1 und Radio 32, wo sie die quotenrelevante Morgensendung moderierte. «Ich bin gespannt auf die neue Herausforderung. Radio ist meine grosse Leidenschaft! Dass ich diese künftig bei Radio 24 ausleben kann, freut mich wahnsinnig», sagt die 32-jährige Bernerin.
 

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