SBB verbietet Hakenkreuz-Plakat

Die SBB hat das vom Zürcher Werber Parvez Sheik Fareed kreierte Plakat mit Hakenkreuz-Symbol per sofort gestoppt. Bereits Mitte Februar sorgte BDP-Präsident Martin Landolt für Aufregung, als er das Sujet auf Twitter verbreitete.

Das Plakat habe die Gefühle zahlreicher Kunden in tiefster Weise verletzt und ihre persönliche Vergangenheit verharmlost, teilte die SBB am Mittwoch mit. Dies zeigten die vehementen Reaktionen, die bei ihr in den vergangenen zwei Tagen eingegangen seien. Das Plakat, das ein weisses Hakenkreuz auf rotem Grund zeigt, wirbt für ein Nein zur Durchsetzungsinitiative und verweist dabei auf Nazi-Deutschland und die Apartheid in Südafrika. Es wurde am Montag auf E-Boards im Hauptbahnhof Zürich und am Dienstag im Bahnhof Genf geschaltet.

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Foto: Twitter.com/@robinaschwarz

Die SBB mische sich nicht in den Abstimmungskampf ein und biete dem Inserenten an, sein Plakat ohne Symbol zu schalten, heisst es weiter. Sie wird das Plakat mit Hakenkreuz nicht weiter zulassen. Gemäss einem Bundesgerichtsentscheid aus dem Jahr 2012 handelt es sich bei öffentlichen Flächen in Bahnhöfen um öffentlichen Raum. Die SBB muss deshalb politische Werbung grundsätzlich zulassen. Die SBB geht davon aus, «dass mit dem Hakenkreuzsymbol an so prominenter Stelle die Grenzen des erwähnten Bundesgerichtsentscheids überschritten worden sind.» Beim Plakat handle es sich um einen «krassen Einzelfall».

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Der Zürcher Werber Parvez Sheik Fareed (links) – zuletzt aufgefallen durch das Projekt Donateballs.com (Werbewoche.ch berichtete) – verteidigte am Dienstag sein Plakat in der Sendung «Talktäglich» gegenüber Kommunikationsberater und PR-Fachmann Kaspar Loeb (rechts). Loeb, selbst ein Gegner der Durchsetzungsinitiative, warf Sheik Fareed vor, durch die Skandalisierung eine sachliche und aus Sicht der Gegner in die richtige Richtung verlaufende öffentliche Diskussion gestört und so den Befürwortern Auftrieb gegeben zu haben. Die Unentschlossenen, die am Ende die Entscheidung ausmachen, würden so eher ins Lager der Befürworter getrieben. Sheik Fareed entgegnete den Vorwürfen, sein Plakat habe die Diskussion endlich auf die relevante Ebene, weg von der bisher betriebenen Paragraphenreiterei, gebracht. Ausserdem legitimiere der wahre geschichtliche Hintergrund den Inhalt und die Form seines Plakates. Die Sendung kann auf Telezueri.ch angeschaut werden. (hae)

Wirbel um Tweet des BDP-Präsidenten

Das Sujet hatte bereits Mitte Februar für Schlagzeilen gesorgt. BDP-Präsident Martin Landolt veröffentlichte auf Twitter kommentarlos das Bild, welches ein zu einem Hakenkreuz entstelltes Schweizerkreuz zeigt. Sein Tweet löste auf Twitter heftige Reaktionen aus, viele davon negativ. Landolt sagte damals auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA, er habe die Provokation nicht aktiv gesucht. Das Bild bringe «die Sache aber auf den Punkt». Die zentrale Aussage sei, dass die Durchsetzungsinitiative eine Zweiklassenjustiz schaffen würde. Er sprach zwar von einer provokativen Bildsprache, sah darin aber keinen Nazi- Vorwurf an die SVP. Landolt zeigte sich vielmehr vom entstandenen Wirbel überrascht, da das Poster ja nicht neu sei. Einen Tag nach dem Tweet des BDP-Präsidenten folgte die Konsequenz aus der Westschweiz. Christine Bussat, Gründerin der Organisation Marche Blanche, trat per sofort aus der Partei aus. Sie goutierte die Botschaft nicht. Landolt habe einen abgrundtiefen Hass gegen die SVP. Es handle sich um einen Kampf gegen eine Partei und nicht für eine Sache, sagte sie damals. Bussat begründete den Austritt aber auch mit Meinungsverschiedenheiten – gerade bei der Durchsetzungsinitiative. Sie unterstützt die Initiative entgegen der Parole der BDP. (SDA)

NZZ-CEO Veit Dengler hält an Online-Projekt in Österreich fest

Die Neue Zürcher Zeitung hält an ihrem journalistischen Online-Projekt in Österreich fest. «NZZ.at wird es solange geben, wie es einen Markt dafür gibt», sagte der Chef der NZZ-Mediengruppe Veit Dengler amMontagabend an einer Diskussion in Wien.

Der Österreicher Dengler verwies auf die NZZ am Sonntag. Bei der Sonntagsausgabe der NZZ habe es sechs Jahre gedauert, bis die Gewinnschwelle erreicht worden sei. Ganz zufrieden ist Dengler mit dem Anfang 2015 gestarteten Angebot NZZ.at aber noch nicht. In der öffentlichen Debatte könnte das Medium noch relevanter sein. «Das ist ein laufender Prozess, wir werden sicher an dem Produkt weiter schrauben müssen», sagte er. NZZ Österreich hatte im Gründungsjahr 2014 von der Schweizer Mutter einen Kredit von umgerechnet rund 1,3 Millionen Franken erhalten. Ob die Verlagsgruppe seit dem Start von NZZ.at weiteres Geld nachschiessen musste, wollte Dengler nicht verraten. Nur soviel: Es sei klar, dass im ersten Jahr noch keine schwarzen Zahlen geschrieben wurden. Finanziert wird NZZ.at durch Beiträge der Nutzer sowie durch Werbung, wie es vor der Lancierung hiess. (SDA)

NZZ beschliesst digitales Bezahlangebot für Österreich

NZZ lanciert digitales Bezahlprodukt in Österreich

Ruf Lanz für die VBZ: Tram und Bus werden öfter gereinigt als die Zähne

Das neuste Sujet der VBZ-Kampagne ist dem Thema Sauberkeit gewidmet. Denn diese bleibt bei den VBZ nicht auf der Strecke.

So putzt das VBZ Clean Team im Durchschnitt jedes Fahrzeug fünfmal täglich. Zudem sammelt das Fahrpersonal an den Endhaltestellen regelmässig die herumliegenden Zeitungen ein. Abends im Depot wird jeder Wagen nochmals gereinigt. Und alle sieben bis zehn Tage heisst es für die Fahrzeuge: Ab in die Grosswaschanlage. Das Sujet ist derzeit an den Fahrerrückwänden in allen VBZ-Fahrzeuge zu sehen und erscheint online und offline in weiteren Anwendungen.

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Verantwortlich bei den VBZ: Heinz Vögeli, Silvia Behofsits (Leitung Unternehmenskommunikation bis Ende 2015 bzw. ab 2016), Julia Müller (Projektleitung). Verantwortlich bei Ruf Lanz: Markus Ruf, Danielle Lanz (Creative Direction), Marcel Schläfle (Art Direction), Markus Ruf (Text), Laura Hofer (Grafik), Pascal Trütsch (Beratung), CGI: Tobias Stierli, Simone Vogel.
 

Zermatt Bergbahnen lancieren eigene App

Die Zermatt Bergbahnen lancieren mit der «Skiguide Zermatt App» einen digitalen Begleiter für das Skigebiet. Für Design und technische Umsetzung zeichnet die Zürcher Agentur Dreipol verantwortlich.

Die App hilft den Nutzern, sich im Skigebiet per GPS punktgenau zu orten und auf der 3D Karte von Punkt A nach B zu navigieren. Nebst dem Routenfinder enthält die App viele weitere Features, die für den perfekten Skitag nützlich sind. Die kostenlose App ist ab sofort für iOS-Geräte verfügbar, die Android-Version folgt im März.

Das Herzstück der App bildet die innovative Navigationsfunktion auf der georeferenzierten 3D-Karte. Der Routenfinder zeigt dem User beispielsweise an, wie er von Zermatt zu seinem Lieblings-Bergrestaurant gelangt und wieviel Zeit er anhand den aktuell geöffneten Anlagen und Pisten dafür benötigt. Die berechnete Zeit ist abhängig vom individuell hinterlegten Fahrstil – sportlich oder gemütlich – und den gewünschten Pisten-Schwierigkeitsgraden. Auf der 3D Karte navigieren User sowohl frei wie auch innerhalb von festgelegten Gebietsansichten.

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«Damit sich User nicht im 3D-Raum verlieren, wurde für die App ein Rail-Snap System entwickelt. Dies erlaubt das Bedienen der Karte mit nur einem Finger, ein grosser Vorteil bei den oftmals tiefen Temperaturen im Skigebiet Zermatt/Cervinia», meint Sandra Stockinger, Leiterin Marketing und Verkauf der Zermatt Bergbahnen.

Sämtliche Inhalte auf der Karte wie Anlagen, Pisten, Restaurants und diverse Points of Interest sind interaktiv gestaltet und liefern nebst den Live-Stati auch Detailinformationen.

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Weitere Features

Bergrestaurant-Guide: Dank der App gelangen User zum gewünschten Bergrestaurant im Skigebiet. Der Restaurant Guide stellt die Bergrestaurants von Zermatt und Cervinia vor und liefert nebst  Details und Bildergalerien die Öffnungszeiten der einzelnen Betriebe. Abgerundet wird der Bergrestaurant-Guide durch intelligente Filter- und Suchoptionen.

Warnmeldungen für die Sicherheit der Gäste: Per Push-Notifications oder Anzeige in der App bleiben die User stets informiert über die Wind- und Lawinensituation oder allfällige ausserplanmässig geschlossene Anlagen und Pisten.

Webshop: Hier bucht der User den Skipass bequem online im Webshop der Zermatt Bergbahnen, der ebenfalls durch die Skiguide Zermatt App zugänglich gemacht wird. Neben Skipässen können auch Events, Angebote, Mietmaterial und Skikurse online gebucht werden. Tourenvorschläge: Mit dem Touren-Tool befahren die User vordefinierte Routen und behalten dabei stets den Überblick.

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Innovativer Umsetzungspartner aus Zürich

Die Skiguide Zermatt App wurde von der Interaction Design Agentur Dreipol aus Zürich designt und technisch umgesetzt. Während rund neun Monaten arbeitete die Agentur intensiv mit dem Marketingteam der Zermatt Bergbahnen an der Realisierung der App.

Mehr: App.matterhornparadise.ch

Pop: Helfen, wo sonst niemand hilft

Die Stiftung SOS Beobachter hilft seit mehr als 30 Jahren notleidenden Menschen in der Schweiz. Die Zürcher Agentur Pop hat für sie eine Kampagne umgesetzt.

Armut ist auch in unserem Land allgegenwärtig, und wer durch das soziale Netz fällt, steht schnell alleine da. Ob existenzielle Nöte oder persönliche Schicksalsschläge, ob verbaute Chancen oder geplatzte Träume – die Notlagen sind so individuell und vielschichtig wie die Biografie der Betroffenen.

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Drei Mal Punkt, drei Mal Strich, drei Mal Punkt. Der internationale Code für Menschen, die in Not geraten sind, kennzeichnet nun die Stiftung SOS Beobachter. Die Zürcher Agentur Pop inszeniert die universelle Symbolik ohne Pathos und zeigt, wie SOS Beobachter hilft, wo es sonst niemand tut: konkret, rasch und individuell. Die ersten Sujets der Kampagne sind ab sofort in Print, online und auf Facebook zu sehen.

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grössere Darstellung (4 Sujets)

Verantwortlich bei SOS Beobachter (Ringier Axel Springer Schweiz): Carmen Demund (Product Manager), Roland Wahrenberger (Präsident des Stiftungsrats), Walter Noser (Geschäftsführer Stiftung SOS Beobachter)
. Verantwortlich bei Pop Creative Services: Roli Hofer (Konzept, Art Direction), Michi Benz (Strategie, Beratung, Text).
 

Zu guter Letzt: Ruhige Hand

Wie bringt man Zuschauer dazu, fast zweieinhalb Minuten lang gebannt und fasziniert auf das Sitzangebot einer Airline zu starren? Singapore Airlines weiss es.

Nichts für Grobmotoriker: Die Agentur Dentsu Mobius demonstriert im Namen von Singapore Airline, was Liebe zum Detail heisst. Die Fluggesellschaft wird ja immer wieder ausgezeichnet für Kundenservice und -Zufriedenheit und landet in jedem Vergleich der Welt auf einem der vordersten Plätzen. Das erreicht man nur, wenn man darauf bedacht ist, dass wirklich jedes Detail stimmt. Wie im Film von Dentsu. Wenn am Ende sogar die Mechanik der Sitze funktioniert, hat man irgendwas richtig gemacht. Und eine sehr ruhige Hand. (hae)

Leo Burnett lanciert Kampf der Themen

Schweizer Tourismus: Stabilisierung in Sicht

Die Schweizer Tourismusbranche stemmte sich 2015 gegen den starken Franken. Das Land steht bei Einheimischen und in China hoch im Kurs. Schweiz Tourismus lanciert nun eine Sonderkampagne zur Bewerbung des Spätwinters.

Die einheimischen Gäste erwiesen als sehr loyal – mit etwas mehr als 16 Millionen Hotelübernachtungen konnte erneut ein Rekordergebnis verzeichnet werden. Auch in China ist die Schweiz gefragt wie nie. Zum ersten Mal kompensierte der Hotellogiernächtezuwachs aus diesem Markt sowie aus Indien die Rückgänge aus Deutschland. Der alpine Tourismus ist jedoch besonders von einem Rückgang der Hotelübernachtungen aus Europa betroffen. Am Dienstag zeigt Schweiz Tourismus (ST) Lösungsansätze im Rahmen der Marketing-Strategie 2016 auf und lanciert eine Sonderkampagne zur Bewerbung des Spätwinters.

Einheimische Gäste machen Ferien in der Schweiz wie nie zuvor: satte 16,05 Millionen Logiernächte (LN) generierten Schweizerinnen und Schweizer 2015, ein Rekordergebnis «wie nie zuvor». Und China ist neu der viertwichtigste Auslandmarkt für die Schweizer Hotellerie, nach Deutschland, den USA und dem Vereinigten Königreich sowie vor Frankreich und Italien. Gesamthaft zeigt die Logiernächte-Statistik jedoch einen leichten Rückgang von -0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Schweiz: +0,2% / nur Ausland: -1,7%).

Europa: Turnaround für Ende Jahr erwartet

«Nach grossen Rückgängen seit 2010 rechnen wir auf Ende 2016 mit einer Stabilisierung der Logiernächteentwicklung aus Europa. Ein sanfter Turnaround des alpinen und ländlichen Tourismus zeichnet sich ab», so Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus. Die starke Marktpräsenz in Europa wird in der Marketing-Strategie 2016 beibehalten, weiter konzentriert sich ST auch auf eine intensivere Bearbeitung weniger preissensibler Märkte wie Skandinavien. Die konsequente Ausrichtung auf kaufkräftige und schweizaffine Zielgruppen in Europa, beispielsweise Naturliebhaber oder Städtereisende, soll dazu beitragen, die erwartete Stabilisierung der Übernachtungs-Rückgänge zu unterstützen. Die Rückgänge der Hotelnächte im Berggebiet und die hohe Preissensibilität in Europa bleiben Herausforderungen, denen ST mit einer noch konsequenteren Ausrichtung auf das Erlebnismarketing begegnet.

Fernmärkte: Diversifikation beschleunigen

Das Reiseziel Schweiz ist in Asien emotional positiv positioniert, Meetings und Incentive-Reisen in unser Land sind mit einem hohen Prestige verbunden und bieten vielversprechende Perspektiven. ST verstärkt deshalb ihre Aktivitäten zur Promotion von Kongressen und Incentive-Reisen. Gleichzeitig wird die Marketing-Organisation auch den zunehmenden Trend zu Individualreisen weiter aufnehmen. Hier mit dem Ziel, den Aufenthalt der asiatischen Gäste zu verlängern und sie die Vielfalt der Schweiz auch jenseits der bekannten touristischen Hotspots entdecken zu lassen. Die Diversifikation des Angebots, wie etwa die Etablierung neuer Saisons (speziell des Winters in China), ist eine weitere tragende Säule des Engagements von ST in Asien. Zu möglichen hemmenden Faktoren der Entwicklung aus den Fernmärkten gehört die sich möglicherweise abschwächende Wirtschaft in Asien sowie die Angst vor Terroranschlägen in Europa, die das weltweite Reiseverhalten beeinträchtigen könnten.

Schweizer Schlussspurt für den Winter – #abindieBerge

«Der Wintersaisonstart war äusserst schwierig. Jetzt sind die Bedingungen hervorragend. Sonne, Schnee und lange Tage erwarten nun die Gäste – das ist auch die Botschaft der Zusatzkampagne #abindieBerge, die zu einem guten Saisonendspurt bis nach Ostern beitragen soll,» erklärt Jürg Schmid. Diese Kampagne lanciert ST am Dienstag zusammen mit den Partnern: im März ist der Pistenspass am grössten, der Sonnenstand höher und Preise nach der Hochsaison äusserst attraktiv. Der Spot der Kampagne läuft ab sofort im Fernsehen, auf den sozialen Medien und natürlich auf Myswitzerland.com.


 

In Flagranti: Studierenden-Akquise für die Hochschule für Life Sciences FHNW

In gestiegenem Konkurrenzdruck sucht die Hochschule für Life Sciences (HLS) neue Studierende. Mit einer Kampagne zu realen Projekten wird ihnen das Potential zur Gestaltung der Zukunft aufgezeigt.

Masse mit Klasse, so lässt sich die Idee hinter der Kampagne von In Flagranti für die Hochschule für Life Sciences (HLS) zusammenfassen. Das Ziel ist nicht nur, in einer verschärften Konkurrenzsituation mehr Interessierte an die Infoveranstaltungen für die Bachelor-Studiengänge zu bekommen. Es sollen auch die geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten mit Interesse an Naturwissenschaften und Ingenieurstechniken angesprochen werden. Diese Selektion erfolgt über Fragen, die den Idealismus der Zielgruppe ansprechen und gleichzeitig auf realen Projekten der HLS beruhen. Wer sich von diesen Fragestellungen angesprochen fühlt, ist grundsätzlich richtig hier. Geschrieben scheinen die Fragen «von Professorenhand» auf Wandtafeln zu sein. Die Auflösung «ja hier» führt zur Landingpage Ja-hier.ch als Hauptmedium, auf welches Google Adwords, Onlinebanner, Videos, ÖV-Hängekartons, Radiospots sowie Print-Inserate in Bildungsbeilagen hinweisen. Laut Mitteilung kommt die Jahreskampagne an. Zwei Wochen nach Beginn verzeichnet die HLS bereits einen neuen Anmelderekord für ihren ersten Infotag.

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Studie: Native Advertising wird bis 2020 dominierende digitale Werbeform

Native Advertising soll im Jahr 2020 mehr als die Hälfte der digital ausgespielten Werbung ausmachen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie «Native Advertising in Europe to 2020» von Yahoo und Enders Analysis.

Die Studie wird im Rahmen des diesjährigen Mobile World Congress erstmals vorgestellt. Schaltungen von Native Ads werden demnach in den kommenden fünf Jahren um 156 Prozent zunehmen und 2020 europaweit 52 Prozent der Digitalwerbung ausmachen. Drei Viertel des Wachstums bei Online-Anzeigen in den nächsten fünf Jahren entfallen der Studie zufolge auf Native Advertising.

Die Untersuchung führt das explosionsartige Wachstum des Native Advertising auf Veränderungen im Nutzerverhalten zurück, vor allem auf die verstärkte Nutzung von Smartphones und Tablets, die künftig die Suche und Nutzung von Inhalten dominieren werden. Daher wird der Grossteil des Ausgabenwachstums für Native Advertising auf das Ausspielen von Inhalten auf mobile Geräte entfallen. 2020 werden dafür europaweit voraussichtlich 8,8 Milliarden Euro ausgegeben – fast das Sechsfache der 1,5 Milliarden, die Werbetreibende dafür im vorigen Jahr investierten.

Die wichtigsten Prognosen aus «Native Advertising in Europe to 2020» im Überblick:

  • Die Ausgaben für Native Advertising in Europa werden in den nächsten fünf Jahren um das 2,6-fache von 5,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 13,2 Milliarden Euro im Jahr 2020 wachsen. Damit machen sie 2020 52 Prozent der gesamten Ausgaben für Online-Werbung aus.
  • Die Ausgaben im Mobilbereich belaufen sich 2020 auf 8,8 Milliarden Euro und steigen im Vergleich zu 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 deutlich an.
  • Native Advertising in sozialen Netzwerken wächst von 2 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 6,3 Milliarden Euro im Jahr 2020.
  • In-Stream-Werbung wächst von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 5,1 Milliarden Euro im Jahr 2020.

Länderspezifische Prognosen (Deutschland, UK und Frankreich):

Deutschland: Native Advertising soll den Prognosen zufolge von 545 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2020 wachsen.

UK: Native Advertising soll den Prognosen zufolge von 1,2 Milliarden Pfund (1,7 Mrd. Euro) im Jahr 2015 auf 2,8 Milliarden Pfund (3,9 Mrd. Euro) im Jahr 2020 wachsen.

Frankreich: Native Advertising soll den Prognosen zufolge von 343 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 824 Millionen Euro im Jahr 2020 wachsen.

Zugriff auf Inhalte über soziale Netzwerke als wichtiger Wachstumsfaktor

Der zunehmende Zugriff auf Inhalte über soziale Medien stellt einen weiteren wesentlichen Wachstumsfaktor dar. Dieser lässt die Ausgaben für Native Social Network Advertising bis 2020 um mehr als 300 Prozent ansteigen, von derzeit zwei auf 6,3 Milliarden Euro im Jahr 2020. Des Weiteren führt der steigende Videokonsum dazu, dass sich die Investitionen in In-Stream-Werbung von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 5,1 Milliarden Euro im Jahr 2020 mehr als verdoppeln werden.

Anhand einer Analyse des digitalen Werbemarkts in 19 europäischen Ländern bewertet der Bericht verschiedene Formate und Plattformen des Native Advertising wie Mobile, Social, Video, auf PC-Bildschirme zugeschnittene Anzeigen und Widgets. Er unterstreicht die Vorteile des Native Advertising für Medienhäuser, die in der Entwicklung neuartiger Formate ein Alleinstellungsmerkmal für ihr Werbeangebot sehen. Werbern und Agenturen soll Native Advertising mehr Leistung und Effizienz bringen.

Native Advertising für Ad-Blocker kaum zu erkennen

Die Studie zeigt ausserdem, dass sich mit Native Advertising die Auswirkungen von Ad-Blockern abmildern lassen, da diese Werbeform für Blocker nur schwer zu erkennen ist. Gleichzeitig weist die Studie darauf hin, dass Native Ads nicht völlig gefeit gegen Ad-Blocker sind. Allerdings biete das noch junge Format Werbetreibenden eine attraktive Möglichkeit, neue Standards aufzustellen. Im Kern stehen dabei die spezifischen Nutzerinteressen: Wer sie berücksichtigt, gibt Mediennutzern weniger Grund, Werbung zu blockieren.

«Mobile Nutzer sorgen für einen rasanten Wandel der Mediennutzung. Das ist eine Riesenchance für Werbetreibende», sagt Nick Hugh, VP EMEA, Yahoo. «Native Advertising ist ein Format, das auf kleinen Displays hervorragend funktioniert und für ein zum jeweiligen Kontext passendes und ansprechendes Nutzererlebnis sorgen kann. Es ist einerseits eine skalierbare Lösung für Publisher zur Monetarisierung und andererseits eine kreative und effektive Chance für Werber – also eine für alle Beteiligten optimale Lösung.»

«Native Advertising ist eine der in der Branche seltenen, für alle Seiten gewinnversprechenden Chancen», ergänzt Joseph Evans, Digitalmedienanalyst bei Enders Analysis. «Die noch junge Werbeform verspricht Werbern erhöhte Wirksamkeit, ist für Publisher wertvoll und wird von Nutzern eher akzeptiert als klassische Banner.»

Die Yahoo-Plattform für Native Advertising, Yahoo Gemini, ist ein einheitlicher Marktplatz für Native Advertising auf verschiedenen Geräten. Yahoo Gemini unterstützt Werber dabei, die gewünschte Zielgruppe zu erreichen, an sich zu binden und so messbare Ergebnisse zu erzielen.

Methode

«Native Advertising in Europe to 2020» wurde auf Grundlage von Branchendaten und Interviews mit Medien- und Agenturverantwortlichen erstellt. Die Studie untersucht das Native Advertising in europäischen Schlüsselmärkten und in Europa insgesamt. Ergänzend wurden Daten zu Internetzugängen, Geräteverbreitung und Internetnutzung berücksichtigt.

Native Advertising im Internet wird definiert als Werbung, die in ihr jeweiliges Erscheinungsumfeld nahtlos eingebettet ist. Es handelt sich daher um Werbung, die zu den sie umgebenden Inhalten passt, anstatt einfach links oder rechts davon zu stehen oder als Popup aufzutauchen. Die Prognosen beziehen sich vor allem auf die wichtigsten Geräte zur Internetnutzung, also Desktop- und Laptop-PCs, Smartphones und Tablets.

Tamedia: Ombudsmänner bestätigt

Der Verwaltungsrat der Schweizer Mediengruppe Tamedia hat die beiden Ombudsmänner Daniel Cornu und Ignaz Staub in ihrem Amt bestätigt.

Ignaz Staub, der dieses Amt seit 2010 ausübt, ist wie bisher für die Zeitungen, Zeitschriften und Newsplattformen von Tamedia in der Deutschschweiz sowie für 20 minutes und 20 minuti verantwortlich. Daniel Cornu bleibt Ombudsmann für die Medien von Tamedia Publications romandes in der Westschweiz.

Daniel Cornu blickt auf eine langjährige journalistische Karriere zurück, unter anderem als Chefredaktor der Tribune de Genève. Nach seinem Rücktritt gab er seine Erfahrung als Direktor des Centre romand de formation des journalistes CRFJ an junge Journalistinnen und Journalisten weiter und unterrichtete als Dozent für Medienethik an den Universitäten von Neuchâtel und Genf. Nachdem er 1998 zum Ombudsmann der Tribune de Genève ernannt worden war, übernahm er diese Aufgabe 2007 auch für alle anderen Medien der damaligen Groupe Edipresse in der Schweiz, die heute von der Tamedia Publications romandes verlegt werden.

Ignaz Staub stieg als freier Sportreporter beim Schweizer Radio und Fernsehen in den Journalismus ein, bevor er nach Stationen bei der Weltwoche und der Schweizer Illustrierten 1987 zum Tages-Anzeiger stiess. Während seiner mehr als zwanzigjährigen Tätigkeit für den Tages-Anzeiger leitete er unter anderem das Ressort Ausland und berichtet als Korrespondent aus dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten von Amerika. Er ist Mitglied der Organization of News Ombudsmen (ONO).

Die Ombudsmänner von Tamedia nehmen Beanstandungen redaktioneller und kommerzieller Inhalte entgegen, die Publikationen von Tamedia betreffen. Als unabhängige, nicht weisungsgebundene Persönlichkeiten tragen sie zur Qualitätssicherung der Medien von Tamedia bei. Alle Eingaben werden vertraulich behandelt und innerhalb von 60 Tagen beantwortet.

Ogilvy & Mather: Mailing mit 1000 Gründen für Ford

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