Alleine im Apple App Store stehen über 250'000 Apps zum Download bereit; bis heute wurden insgesamt über 5 Milliarden Apps heruntergeladen. Bei diesen Zahlen regt sich bei Marketing- und Werbeverantwortlichen der Appetit nach einer App. Doch wie lässt sich dieser Appetit erfolgreich stillen?
Redaktion
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3. November 2010
Dass ca. 95 Prozent der Apps kaum oder gar nicht heruntergeladen werden, soll den Enthusiasmus nicht dämpfen, sondern zu realistischer Marktbeurteilung und überlegtem Handeln anregen. Da es keine Download-Garantien gibt, sind bei der App-Entwicklung einige wichtige Punkte zu beachten und Stolpersteine zu umgehen. Wichtig ist, dass sich die App auf eine Funktionalität fokussiert und dem Benutzer so einen Mehrwert oder eine schnelle Problemlösung bietet. Da die Listung im App Store von Apple nicht garantiert ist, empfiehlt es sich, bereits bei der Ideenfindung die Vorgaben von Apple zu beachten. Die wichtigste Arbeit kommt nach der Ideenfindung: Es gilt, Funktionen und Interaktionspfade bis ins letzte Detail zu definieren und aufzuzeichnen. In diese Arbeit müssen die Promotions- und Interaktionsmechanismen wie z. B. Facebook-Anbindungen, aber auch das Sound-Konzept einfliessen. Das Aufzeichnen der Wege durch die App deckt Brüche und Hindernisse im Use Flow auf. Das Involvieren von Konzeptern, Programmierern, Designern und Textern stellt sicher, dass ihre Anforderungen erfüllt werden. Es lohnt sich, gründlich zu arbeiten, da nachträgliche Modifikationen entnervend und kostspielig sind. Da alleine Apple bestimmt, ob die App im Store gelistet wird, zahlt sich das Beiziehen von erfahrenen App-Programmierern, die mit den Anforderungen und Validierungsprozessen von Apple vertraut sind, aus. Neue Apps werden beim Stöbern im App Store gefunden. Ein attraktives App Icon zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Ist der Beschrieb auch noch ansprechend formuliert, erhöht sich die Download-Chance. Diesem Fakt wird leider nicht immer genügend Beachtung geschenkt. Auch haben Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld sowie vom Apple Store und eine Top-Position in den Download Charts einen grossen Einfluss auf die Beachtung der App. Heute schafft es allerdings eine neue App kaum, ohne koordinierte Initialkommunikation die notwendige Beachtung und Bekanntheit zu erreichen. Voraussetzung für eine erfolgreiche App ist die Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Benutzer, von Apple sowie mit den Promotionsmechanismen. Wird dies unterlassen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sich die App in die ominösen 95 Prozent einreiht, die nicht oder kaum beachtet werden. Imre Sinka dotpulse Webagentur Zürich
Crome: I love U (-Abo)
Am 1. März 1984 führten die Basler Verkehrsbetriebe BVB und die Baselland Transport BLT gemeinsam das Umweltschutzabonnement U-Abo ein. Die von der Basler Werbeagentur Crome geschaffene U-Abo-Kampagne knüpft daran an und bringt die emotionale Bindung auf die Formel «I love U».
Redaktion
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3. November 2010
Das Konzept des Abonnements ist ohne zeitliche und räumliche Einschränkung im ganzen Verbundgebiet gültig. Der Erfolg des U-Abos brachte die Trendwende bei den Fahrgastfrequenzen; die Zahl der Fahrgäste verdoppelte sich innerhalb dreier Jahre, so die Agentur Crome in einer Mitteilung. Das U-Abo ist heute das Kernprodukt des Tarifverbunds Nordwestschweiz TNW mit über 2 Millionen Verkäufen pro Jahr. Ungefähr 80 Prozent aller Fahrgäste sind mit dem U-Abo unterwegs. Die seit drei Jahren laufende Kampagne will überraschen, verblüffen und provozieren. Dazu präsentieren die Plakate und Anzeigen mehr oder minder liebenswürdige Köpfe, die bestimmte Haltestellen respektive Ausflugsziele dramatisieren oder saisonal auf kalendarische Ereignisse in der Region Basel wie etwa die Basler Herbstmesse verweisen. Die augenzwinkernden lokalen Bezüge sollen die regionale Verankerung der Kampagne ebenso wie den Sympathiewert der Marke TNW verstärken. Verantwortlich bei Crome: Bernhard Wenger (Creative Direction), Nicole Wermelinger (Beratung), Thomas Strecker (Konzept), Helge Dilger (Art Direction), Patrizia Stalder (Grafik), Leu und Partner (Fotografie).
Erlebnis Luxus
Neutral verbindet für Bucherer Stil und Bewusstsein.
Redaktion
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3. November 2010
Die Zürcher Werbeagentur Neutral hat im Frühling 2010 den Pitch für den Kommunikations-Etat von Bucherer gewonnen. Die neue Imagekampagne glänzt unter dem Motto «Erlebnis Luxus». Die Sujets sind «ein wichtiger Schritt zur Wahrnehmung von Bucherer als zeitgenössischem Heritage House, das Anmut und Klasse mit traditioneller Handwerkskunst und Serviceverständnis verbindet», erklärt Jörg Baumann, Direktor Marketing und Verkauf. Michelle Nicol bei Neutral sieht das Element des Verbindens. Die internationale Luxusmarke ist die Verbindung von leidenschaftlicher Handwerkskunst und begeisterndem Ein¬kaufs¬er¬leb¬nis. Bucherer verbindet Joaillerie mit Haute Horlogerie, Präzision mit Leidenschaft sowie Tradition mit Zeitgeist. Bucherer positioniert sich als Haus dieser inspirierenden Verbindungen und setzt das Konzept mit der integrierten Marketing-Plattform konsequent um in der internen wie der externen Kommunikation sowie in allen Medien und Märkten. Das 1988 gegründete Haus wird heute von Jörg G. Bucherer in der dritten Generaton geführt ist sowohl Kreateur von Uhren, Schmuck und Juwelen sowie Händler mit 14 Geschäften in der Schweiz und einer expandierenden Präsenz in Deutschland und Österreich. pan
Neue Kontrolle für Le Monde
Das schwer in Finanznot geratene Traditionsblatt Le Monde wird künftig von Investoren rund um den linken Kulturmäzen Pierre Bergé kontrolliert. Der Rettungsplan ist somit unter Dach und Fach.
Redaktion
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3. November 2010
Künftig wird die von Pierre Bergé, Xavier Niel und Matthieu Pigasse gegründete Gesellschaft Le Monde Libre rund 60 Prozent der Anteile an der Gruppe halten. Das Trio investiert schätzungsweise 110 Millionen Euro. Die Hauptversammlung habe der dafür vorgesehenen Kapitalerhöhung zugestimmt, teilte die Zeitung am Dienstagabend mit.
Der Einstieg der Investoren bedeutet für die Journalisten eine einschneidende Veränderung. Über die Redakteurgesellschaft SRM und ihre Partner übten sie bislang die Macht im Unternehmen aus. Der Kapitalanteil der Journalisten wird mit dem Einstieg von Bergé und seinen Partnern nun verwässert. Erstmals verliert die Redaktion die Kontrolle über die Zeitung. Allerdings will Bergé, der gemeinsam mit dem Bankier Pigasse und dem Gründer des Internetanbieters Free, Niel, antritt, den Redakteuren ihre Freiheiten garantieren.
Die Gruppe musste sich im vergangenen Jahr 25 Millionen Euro leihen. Bereits 2005 hatte sie sich knapp 70 Millionen Euro gepumpt.
Personelle Veränderungen bei Infel
Beat Schaller, CEO von Infel, verlässt das Unternehmen nach 12-jähriger Tätigkeit auf eigenen Wunsch, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Neuer Geschäftsführer ad interim wird Paul Widmer.
Redaktion
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3. November 2010
Paul Widmer war langjähriger Stellvertreter Schallers und früherer Leiter der Geschäftsstelle Bern. Die Publishing-Bereiche in Zürich und Bern bleiben unverändert unter der Leitung von Elmar zur Bonsen, Peter Christoph und Andy Schärer. Infel ist im Corporate Publishing angesiedelt und beschäftigt über 45 Mitarbeitende. Das Schweizer Unternehmen akquiriert Kunden wie Ernst&Young oder DKSH.
Top der Woche: Klartext prüft Zusammenarbeit mit Edito
Das Medienmagazin Klartext führt Gespräche mit möglichen Partnern für eine organisatorische oder publizistische Zusammenarbeit.
Redaktion
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3. November 2010
Dazu gehören der 2009 gegründete Verband Kreativwirtschaft Schweiz, der bereits an der Dezembernummer von Klartext mitarbeitet, aber auch das Konkurrenzblatt Edito, mit dem das Heft eine Zusammenlegung prüft. Klartext geht auf die Vorgängerorganisation von Comedia, der Schweizerischen JournalistInnen-Organisation (SJU) zurück. Diese hat die Stiftung Klartext vor 30 Jahren lanciert und unterstützt sie seither massgebend. Nun wird über eine Partnerschaft mit dem Herausgeberverein von Edito verhandelt, zu dem seinerseits das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) sowie Impressum gehören. Der Stiftungsrat Klartext führe derzeit Gespräche mit dem Herausgeberverein von Edito für ein mögliches Joint-Venture-Projekt, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Stiftung und der Verein würden als gleichberechtigte Partner ein gemeinsames Medienmagazin herausgeben. Start des Magazins sei frühestens im Frühling 2011. Eine Delegation des Stiftungsrats führe nach Rücksprache mit seiner Stifterin, der Mediengewerkschaft Comedia, die Gespräche mit einer Delegation des Vereins.
Die Werbewoche auf Star TV: «Atupri: Ansteckende Tanzeinlagen»
Am Donnerstag um 19:45 Uhr schwingt Star TV das Tanzbein im Zeichen der Gesundheit. Die Krankenkasse Atupri hat die mitreissende Kraft der Kunstgattung Tanz erkannt und sie zu ihrem Eigen gemacht.
Redaktion
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3. November 2010
Die aktuelle TV und Kinospotserie versprüht Lebensfreude und sorgt für eine positive Resonanz bei den Zuschauerinnen und Zuschauern. Lassen auch Sie sich mitreissen und werfen im Making of einen Blick hinter die Kulissen des Energie- Spots, aktuell in «Die Werbewoche» auf Star TV am Donnerstag um 19:45 Uhr oder als Stream auf Startv.ch.
The Race
Numéro 10 lancierte Windows Phone 7 mit einem rasanten Game.
Redaktion
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3. November 2010
Die Einführung des neuen Windows Phone 7 hat in Zürich für einiges Aufsehen gesorgt. Numéro 10 als Spezialist für Buzz-Marketing hat über Facebook zu einem passenden Spiel aufgerufen. «Mehr erleben mit dem Windows Phone 7.» Das Smartphone steht schliesslich für eine neue Ära im Mobile-Gaming. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass man durch den Dienst «Mein Handy finden» ein verlorenes Smartphone jederzeit wieder finden kann. Und genau nach diesem Prinzip funktionierte auch die Schnitzeljagd «The Race» quer durch Zürich. Auf Facebook wurde das erste Kommando gegeben. Später gab es klingelnde Telefonkabinen. In diesen mussten die Teilnehmer im richtigen Moment die neuen Anweisungen von Sponsor Swisscom erwischen, bis nach weiteren kreativen Schikanen am Ziel schliesslich 20 Gewinner das neue Phone oder sogar 7000 Franken gewinnen konnten. pan
Rollout für eine noch gar nicht gegründete Werbeagentur
Laurent Ulrich, Michel Alraun und Susanne Riegler haben einen Traumjob für die Berner Airline SkyWork bekommen.
Redaktion
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3. November 2010
Es ist ein Auftrag, wie man ihn später als kaum mehr überbietbare Anekdote in der Firmengeschichte einer Werbeagentur zum Besten geben kann. «Wir wurden angefragt, ob wir in zehn Tagen einen Kinospot für eine Fluggesellschaft drehen können», erzählen Laurent Ulrich und Michel Alraun. Die beiden sind seit rund fünf Jahren mit ihrer Firma Maybaum im Geschäft als Videofilmer. Imagefilme, Werbespots und Firmenporträts gehören zu ihren Kernkompetenzen. Dass sie es mit der obigen Anfrage in nur zehn Tagen mit einer 3D-Animation tatsächlich in die Berner Kinos schafften, hat ihnen seither den Auftrag für eine umfassende Werbekampagne inklusive einem neuen CI für das Rebranding einer ganzen Fluggesellschaft eingebracht. SkyWork auf dem Flughafen Belpmoos beschloss in diesem Sommer, mit einem neuen Erscheinungsbild in die Offensive zu gehen. Die regionale Fluggesellschaft aus Bern will in Zukunft als «moderne, flexible und persönliche Airline» im Markt auftreten. SkyWork war sich bewusst, dass die Gesellschaft einen neuen, einheitlichen Auftritt benötigt, um ihre Ziele zu erreichen. Nachdem das Unternehmen bereits mit dem Kinofilm gute Erfahrungen machen konnte, fragte SkyWork bei Maybaum noch einmal um Unterstützung an. Alraun und Ulrich empfahlen die Grafikerin Susanne Riegler. Diese ist mit ihrem selbständigen Atelier gleich eine Tür neben den Filmleuten im «Creative Center» in Baden eingemietet. In den ehemaligen Räumlichkeiten der Werbe-agentur Grey haben heute rund ein Dutzend verschiedenster Start-ups aus dem kreativen Bereich eine gemeinsame Adresse mit artgerechter Infrastruktur gefunden. Ob jetzt nach dem Erfolg mit SkyWork drei davon sich zu einer «richtigen» Werbeagentur zusammen schliessen, wollen Ulrich, Riegler und Alraun vorderhand noch offen lassen. «Es ist eine Option.» Weil das neue Logo von Riegler gefallen hat und die gleichzeitig neu gewonnenen Investoren sofort durchstarten wollten, entschloss sich das Management, auf einen weiteren Pitch zu verzichten. «Take off in one minute», lautete die neue Strategie für SkyWork. Dann hat ein unkompliziertes Managerteam mit Flugpionier Alex Gribi, Sohn Nicholas und den jungen Führungsleuten Daniel Borer und Tomislav Lang sämtliche Schubhebel nach vorne geschoben. «Innerhalb eines Monats haben wir ein Dossier mit einem zweijährigen Marketingplan erarbeitet, das den Verwaltungsrat sowie die Geschäftsleitung von SkyWork überzeugen konnte», fassen Ulrich, Alraun und Riegler die weitere Entwicklung zusammen. Was braucht es für eine Kampagne? Wie kann eine regionale Fluggesellschaft auch mit wenig Budget Werbung in ganz Europa machen? Wie viele Mittel wollen wir für welche Zielgruppen einsetzen? Präsentiert wurden schliesslich vom Badener Kreativ-Trio drei mögliche Modelle, «bei denen der Kunde genau sehen konnte, was und wie viel er für sein Geld erwarten darf». Verschiedene Mediapläne wurden erstellt. Zum Zug gekommen ist jetzt ein Konzept, bei dem Plakate in der Region Bern bis Fribourg und Neuchâtel aufgehängt werden. In der Stadt Bern werden ein Bus und ein Tram im Design von SkyWork beschriftet. Gleiche Busse kommen in Biel, Thun sowie im Emmental zum Einsatz. Eine regelmässige Präsenz wird SkyWork in den lokalen Kinos sowie auf Tele Bärn bekommen. Direkt am Flughafen werden Megaposter aufgehängt. Railboards im ÖV. «Take-off» für all diese Printmittel heisst es mit der Aufnahme der Flüge im nächsten Frühling. Dazu gibt es dann auch Guerilla-Aktionen, Social Media oder einen SMS-Wettbewerb. Der sehr breit gefasste Auftrag bringt zudem eine motivierende Broschüre für die Mitarbeiter sowie diverse Gadgets vom Kugelschreiber mit Logo bis zum Zuckerbeutel. Aufwändige Spezialjobs bedeuten auch die vielen Gebäudebeschriftungen, Fahrzeugbeschriftungen, die Flugzeuglackierung, Uniformen oder ein geplantes Bordmagazin. Auch die neue Website von SkyWork hat das Trio in Baden gestaltet. Das neue Corporate Design in all diesen Massnahmen verbindet langjährige Tradition mit Dynamik und Innovation. «Gleichzeitig wird mit unterschiedlichen Farbgebungen im Logo auf die verschiedenen Sparten aufmerksam gemacht», erklärt Designerin Susanne Riegler. Die blaue Farbe weist auf sämtliche Aktivitäten der SkyWork hin, die grüne Farbe widerspiegelt Frische und Umweltfreundlichkeit die Flieger sind diesbezüglich auf neuerem Stand als viele Konkurrenten , und mit der goldenen Farbe wird schliesslich das exklusive und elegante Segment der Business Aviation dargestellt. Auf dieser neuen Basis wird eine für die SkyWork noch nie dagewesene Marketingkampagne umgesetzt, welche neben der Bemalung und Neuausstattung der Flugzeuge auch einen neuen Claim beinhaltet: «Your personal way to fly». «Ein Traumjob» somit für das Team Ulrich, Riegler, Alraun, bei dem die drei immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wurden. Wo bedruckt man kostengünstig einen Kugelschreiber? Mit welchen Teilen bringen wir welche Farbe in die neuen Uniformen? Was gilt es zu beachten, wenn ein Flugzeug umgespritzt wird? Wer kann uns das Logo in das Leder der Sitzpolster sticken? Wer kann uns am schnellsten ein Miniaturmodell des neuen Flugzeugs als Gadget für das Merchandising herstellen? In diesem Sinne war Vieles am Job auch «learning by doing» und dies in einer Rekordzeit von nur vier Monaten. Möglich wurde der erfolgreiche Abschluss pünktlich zu einer Medienkonferenz letzte Woche auf dem Belpmoos nur «dank einer sehr konstruktiven und offenen Zusammenarbeit» mit dem ähnlich jungen Managerteam bei SkyWork. Der Kunde zeigte von Beginn weg und über die ganze Entwicklungszeit ebenso viel Vertrauen in die Ideen der Kreativen wie diese in das Geschäftsgebaren der Flieger. «Ein gemeinsames Briefing mit Auftragsbestätigung haben wir erst gegen den Schluss unterschrieben. Es sind einfach täglich neue Ideen und Aufgaben dazu gekommen.» Inzwischen ist die noch nicht einmal formell gegründete neue Werbeagentur in Baden mit einem Zweijahresvertrag für SkyWork belohnt worden. «Your personal way to fly» Viele sind schon mit einer SkyWork-Maschine in die Ferien geflogen. Tunesien, Griechenland oder die Balearen waren bis jetzt beliebte Destinationen mit Abflugmöglichkeit in Bern. Die wenigsten Passagiere dürften während ihres Flugs allerdings bemerkt haben, mit wem sie überhaupt abgehoben sind. Das wird sich in Zukunft ändern. SkyWork baut nicht nur aus mit zusätzlichen Fluggeräten. Erstmals in seiner Geschichte lanciert das Berner Traditionsunternehmen mit den Ideen von Maybaum jetzt eine umfangreiche Marketingkampagne. Der Wachstumskurs von SkyWork soll zusätzlichen Schub erhalten mit dem frisch lancierten Claim: «Your personal way to fly». Seit 27 Jahren operiert das Unternehmen der Flugpionier-Familie Gribi auf dem Belpmoos. Die SkyWork Airlines hat sich in dieser Zeit zum Home-Carrier, also zur Stammfluggesellschaft des kleinen Flughafens in der Schweizer Bundeshauptstadt entwickelt. Neben dem Lokalmatador bieten hier auch Air France, Lufthansa, Cirrus Airline, Darwin oder flyBE Flüge nach Paris, Southampton oder zum Beispiel München an. Im Sommer wird zusätzlich Helvetic in Bern landen. SkyWork will in diesem attraktiven Umfeld des Regionalflughafens ihren Wachstumskurs verstärken und eröffnet ab Januar 2011 neue oder auch konkurrierende Ziele mit Berlin und Hamburg. Dazu werden die Frequenzen der bereits funktionierenden Angebote nach Barcelona, Berlin und Hamburg erhöht. Der Carrier will auch weiterhin als Charter mit Ferienanbietern zusammenarbeiten. Als sichtbares Zeichen des «Durchstartens» wird in Bern ein eigenes Reisebüro eröffnet. Alles in allem will SkyWork mit bisher 60 Mitarbeitenden bis ins Jahr 2013 noch einmal 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Alex Gribi, der Berner Flugpionier und Seniorchef von SkyWork, hat sich für diese Expansion zusätzliche Investoren ins Boot bzw. Flugzeug geholt. Als deren Vertreter ist Daniel Borer neu als VR-Präsident von SkyWork berufen worden. Als CEO der Holding wird auch Gründer-Sohn Nicholas Gribi dem Generationswechsel bei SkyWork Flügel verleihen. «Wir versuchen die Erwartungen der Kunden zu übertreffen!», verspricht der studierte Mediziner und Betriebswirtschafter. CEO der Sparte Airline ist Tomislav Lang. Für ihn bedeutet das neue Logo, in welchem die bisherige Nostalgie-Schrift einem modernen Design weichen musste, ein «Aufbruch zu neuen Horizonten». Andreas Panzeri Laurent Ulrich Er präsentiert sich auf der Website von Maybaum.ch mit «Kommunikationsexperte, Kameravirtuose, Initiant, Weltenbummler». Ulrich startete im Detailhandel und absolvierte dann eine Ausbildung für Kommunikationsplanung beim Sawi. In eine Werbeagentur hat es ihn trotzdem nicht verschlagen. 2006 machte er sich selbständig und begann die geschäftlichen Aktivitäten im Bereich der Videoproduktion mit Alraun in Burgdorf. Susanne Riegler Die ausgebildete Polygrafin ist die einzige des SkyWork-Teams mit einer richtigen Vergangenheit in einer Werbeagentur. Riegler arbeitete in verschiedenen grösseren und kleineren Agenturen in Zürich, u. a. bei Jung von Matt/Limmat. Seit dem 1. April dieses Jahres hat sich Riegler im Creative Center in Baden eingemietet. Im selbständigen Mix der hier konzentrierten Krea-Start-ups bietet sie als One-Woman-Show unter dem Namen Unikom «Konzept, Grafik und Umsetzung» an. Dabei hat sich mit dem Auftrag für SkyWork die Zusammenarbeit mit den Büronachbarn Alraun und Ulrich «ziemlich intensiviert». Michel Alraun Er stellt sich auf der Website von Maybaum.ch vor als «Meistercutter, Visionär, Gute Fee, Kamerakenner, Lebemensch». Seine berufliche Ausbildung startete Alraun mit Werbetechnik an der Gewerbeschule Bern. Schon früher hat er aber «in jeder freien Minute irgend einen Kurzfilm gedreht». Er war Dauergast an allen möglichen Filmfestivals. Im ersten Job durfte er beim Migros Genossenschafts-Bund Aare an einem neuen CI mitarbeiten. Mit 25 Jahren machte sich Michel Alraun selbständig.
14. Berner Marketingtag: «Wege zum Erfolg»
Am Berner Marketingtag hatten die rund 550 Teilnehmenden Gelegenheit, von den prominenten Referenten und Gästen zu erfahren, welche Faktoren auf dem Weg zum Erfolg einer Marke eine zentrale Rolle spielen.
Redaktion
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3. November 2010
Wie man eine Marke zum Premium Brand entwickelt, davon berichtete Philippe Gaydoul im Gespräch mit dem Tagungsmoderator Patrick Rohr. Gaydoul, der mit 28 Jahren bereits den Denner- Konzern leitete, ist seit 2008 unter anderem Besitzer der Schweizer Marke Navyboot. Eine Marke müsse nicht allen gefallen, sondern sich klar positionieren, wie ihn der Verein Berner Marketingtag in einer Mitteilung zitiert. Über einen starken Botschafter verfüge auch die Kaffee-Marke Nespresso: Frauenliebling George Clooney. Die Marketingverantwortliche Sina Leemann gab Einblicke in die 25-jährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens und nannte als wichtigste Faktoren «Qualität, kontinuierliche Innovation sowie das Erlebnis». Michael Hengl demonstrierte dem Saalpublikum, wozu «kollektive Intelligenz» fähig ist. Der Inhaber von «1492 GmbH» hat mitgeholfen, bei Nokia einen Kulturwechsel und Innovationssprung einzuleiten, wie es in der Mitteilung des Vereins weiter heisst. Hengls Botschaft: «Die Ergebnisse sind besser, wenn man die Masse oder doch das Team in die Lösungssuche einbezieht.» Dass sich das Risiko lohne, zeigte Hengl anschaulich mit einem interaktiven Spiel für das Publikum. Dieses lenkte als Kollektiv einen Flugsimulator. Michael Hengls Blick in die Zukunft: «Das Nutzen von kollektiver Intelligenz steht erst am Anfang. Wenn man sie intensiver nutze, werden sich die Aufgabenbereiche der Chefs massiv verändern.» Einen anderen Erfahrungshintergrund hat der Genfer Winzer-Pionier Jean-Daniel Schlaepfer. Der frühere Anwalt und Quereinsteiger scheute sich nicht, Regeln und Tabus zu brechen, um seine Vorstellung von Top-Weinen zu verwirklichen. Der Erfolg hat ihm Recht gegeben. Berner Marketingtag Der Berner Marketingtag fand 2010 zum 14. Mal statt. Verantwortlich für die Durchführung ist der Verein Berner Marketingtag. Diesem gehören die regionalen Clubs von Swiss Marketing, das Institut für Marketing und Unternehmensführung IMU der Universität Bern sowie der Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung der Berner Fachhochschule an. Das Ziel des Berner Marketingtag ist es, griffiges Know-how sowie Denkanstösse, Ideen und Lösungsansätze zu den Themen Unternehmensführung, Marketing, Verkauf und Kommunikation zu liefern. Am 2. November 2011 geht es am 15. Berner Marketingtag um die Schweiz. Der Anlass dreht sich um die Fragen: «Was ist es, das die Schweiz in aller Welt so prominent präsent macht? Und warum sind wir bei all dieser Prominenz doch meist erschreckend zurückhaltend?» Diesen Fragen geht der Berner Marketingtag 2011 unter dem Motto «Best of Switzerland» nach.
Time Warner wächst mit TV-Geschäft
Für Time Warner lohnt sich das TV-Geschäft. Im dritten Quartal haben Werbespots und Gebühren für seine Bezahlsender dem US-Medienkonzern die Kasse gefüllt. Die Kinofilme dagegen liefen durchzogen.
Redaktion
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3. November 2010
Trotzdem stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 6.4 Milliarden Dollar. Die vorzeitige Begleichung von Schulden verhagelte dem Unternehmen allerdings den Gewinn. Unterm Strich kamen lediglich 522 Millionen Dollar heraus, ein Rückgang von 21 Prozent. Langfristig aber rechnet sich die Aktion für Time Warner: Das Unternehmen spart sich hohe Zinszahlungen. Medienkonzerne hatten zuletzt weltweit von der Konjunkturerholung und dem damit einhergehenden Anziehen der Werbeausgaben profitiert. Deutsche Marktgrössen wie Axel Springer und ProSiebenSat.1 füllten wieder ihre Kassen und gaben sich optimistisch.
Schlafzimmer-Video vergrämt Türkei den Youtube Spass
Die Türkei hat wegen heimlich gedrehter Schlafzimmer-Aufnahmen von einem Politiker die Video-Plattform erneut gesperrt. Ein Gericht in Ankara ordnete diese Zensur an.
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3. November 2010
Das heimlich aufgenommene Video zeigt den früheren Oppositionsführer Deniz Baykal in Begleitung einer Frau, die nicht seine Ehefrau ist. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anatolian am Mittwoch mitteilte, habe sich YouTube geweigert, die Aufnahme zu entfernen. Dies reichte dem Gericht in Ankara, die Plattform wieder sperren zu lassen. Dies wenige Tage nach dem ein mehr als zweijähriges Verbot gerade aufgehoben worden war. Beim Versuch die YouTube-Seite zu öffnen, erschien am Mittwoch die Nachricht, die türkische Telekommunikationsaufsicht habe die Seite gesperrt.