Türkei: Regierung hebt Youtube-Sperre auf

Die Türkei hat die vor mehr als zwei Jahren verfügte Blockade des Internetvideoportals Youtube aufgehoben. Der Zugang zu der Internetseite war am Sonntag wieder freigeschaltet.

Die Regierung in Ankara hatte die Sperrung des Portals mit Videos gerechtfertigt, die den Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk angeblich beleidigt haben. Internationale Bürgerrechtsgruppen und auch führende türkische Politiker hatten die Dauersperre aber kritisiert. Kommunikationsminister Binali Yildirim sagte im türkischen Fernsehen, die beanstandeten Videos seien aus dem Netz genommen worden. «Ich hoffe, dass sie aus der Erfahrung lernen und eine solche Sache nicht wieder passiert», sagte er. Er erwarte, dass Youtube sich an türkische Gesetze halte. Auf Youtube gibt es unzählige Videos, in denen sich Kurden und Türken gegenseitig beleidigen. Auch türkische und griechische Nutzer tragen auf der Plattform ihre Feindschaften virtuell aus. So war zeitweise ein Video zu sehen, das Atatürk als Affen zeigt.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte die Türkei im Juni wegen ihrer Internetzensur kritisiert. Das Land habe mehr als 5‘000 Seiten im weltweiten Netz für die Bevölkerung sperren lassen, teilte die OSZE-Beauftragte für Pressefreiheit, Dunja Mijatovic mit. «Ich bitte die türkischen Behörden, die Blockaden wieder aufzuheben, die die Bevölkerung davon abhalten, Teil der globalen Informationsgesellschaft zu sein», so die OSZE-Expertin. Das Land müsse sich internationalen Standards der freien Meinungsäusserung anpassen. Die türkische Regierung erklärte daraufhin im Juli, die Überwachung des Internets solle mit einer neuen Polizeieinheit weiter verstärkt werden. Das Innen- und das Justizministerium wollen dazu ein «Zentrum für IP-Verfolgung» einrichten. Gesperrt sind Seiten wegen Pornografie, Glücksspiel und verbotenen politischen Inhalten.

US-Studie: Browser sind beliebter als Apps

Applikationen für Mobilfunkgeräte liegen im Trend. Nutzer bevorzugen aber nach wie vor den klassischen Browser, wie eine in den USA vom Marktforschungsunternehmen eMarketer durchgeführte Studie aufzeigt.

Geschätzt wird offenbar der grössere Nutzenkomfort der Browser beim Surfen, um Zugang zu jeglichem Inhalt zu haben, wie der Branchendienst Pressetext.ch berichtet. Für den Zugang zu Produktinformationen beim Onlineshopping oder zu Blogs verwenden beispielsweise mehr als drei Viertel der Nutzer lieber den Browser. Selbst Sportnews, Nachrichten, Videos und lokale Informationen wie das Wetter rufen die Medienkonsumenten eher selten anhand dafür vorgesehener Anwendungen ab. Bei manchen Funktionen liegen die zweckspezifischen Anwendungen jedoch bereits voran. Soziale Netzwerke, Musik und Spiele steuern die Nutzer beispielsweise bevorzugt mittels Apps an.

Post: Direct Calendar 2011 erhältlich – auch als Onlineversion

Der Direct Calendar 2011 der Schweizerischen Post kann ab sofort bestellt werden. Zudem gibt es die Planungshilfe für Direct-Marketing-Aktivitäten neuerdings auch als Onlineversion.

Der gedruckte Direct Calendar zeigt sämtliche Ferien- und Feiertage in der Schweiz nach Kantonen an und listet alle Anlässe des Jahres in der Schweiz auf. Die Onlineversion bietet weitere Funktionen an, mit denen nach individuellen Interessen gefiltert werden kann: Google-Maps-Verknüpfungen zu Veranstaltungsorten, Links zu Veranstalter-Websites, RSS-Feeds sowie eine Exportfunktion in Microsoft Outlook. Der gedruckte Direct Calendar 2011 kann ab sofort auf Post.ch/directcalendar bestellt werden. Die Onlineversion steht dort zum Ausprobieren bereit.

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Inhalt & Form: Ring frei für Melectronics

Inhalt & Form hat für Melectronics einen TV-Spot realisiert. Um den Tiefstpreis-Schwur des Elektronikfachmarkts zu dramatisieren, hat die Zürcher Agentur einen Mitarbeiter im Boxring gegen einen überzogenen Preis antreten lassen.

Im Spot steigt der Melectronics-Mitarbeiter, der den Tiefstpreis-Schwur geleistet hat in den Boxring, steigt auf die Seile und schickt seinen Gegner – eine Preistafel – zu Boden. Getreu dem Motto: «Wir machen die Preise platt».

http://vimeo.com/16204945

Preiskampf – melectronics from Inhalt&Form on Vimeo.

Verantwortlich bei Melectronics: Frank Mades (Leiter Fachmarkt), Giovanna Colucci (Projektleiterin). Verantwortlich bei Inhalt&Form: Serge Riedener (Creative Direction), Karin Estermann (Art Direction), Fabian Zahner (Text/Konzept), Jürg Meyer, Melanie Scheiling (Beratung). Verantwortlich bei Wirzfraefelpaal Productions: Cello Schnyder (Regie); Stefan Fraefel, Gabi Benz (Produktion); Roland Schmid (Kamera); Mik von Buol (Schnitt); Arndt Baumüller (Digital Artist Post); Musik: Teddy Maier, Cello Schnyder; Ton: Jingle Jungle: Christoph Benz.

Weber Harbeke: Für Lancia die Herzen höher schlagen lassen

Den Lancia Delta 1.4 Turbo-Multiair gibt es jetzt mit Extras im Wert von bis zu 4‘000 Franken. Um diesen Vorteil bekannt zu machen, realisierte Weber Harbeke Partners ein Plakat.

Das Sujet soll plakativ zeigen, dass das neue Angebot von Lancia die Herzen höher schlagen lässt. Das Plakat ist seit 25. Oktober 2010 in der ganzen Schweiz zu sehen.

Verantwortlich bei Fiat Automobiles Switzerland, Zürich: Rudolf Schoch (Marketing Manager), Maurizio Melzi (Marketing Communication Director), Giusi Brullo (Communication Manager). Verantwortlich bei Weber Harbeke Partners, Zürich: Thomas Harbeke, Max Weber (CD), Giovanni Pucci, Christina Zvecevac (Beratung), Marcel Fässler (AD), Christian Sidow (Text).

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Matter & Gretener: Den Swiss Cup Zürich kommunikativ unterstützt

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Four gewinnt Auftrag von Smile Direct

Neuer Auftrag für die Multichannel-Creativity-Agentur Four. Der Direktversicherer Smile Direct hat sich für eine Zusammenarbeit mit den Zürcher Kreativen entschieden.

Von der Agentur werden Direktmarketingmassnahmen für die Autoversicherung des Walliseller Versicherungsunternehmen erarbeitet. Erste werbliche Umsetzungen werden in diesem Herbst realisiert.

Medienball 2010

Am Samstagabend nahmen rund 500 Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft im Dolder Grand in Zürich am Schweizer Medienball 2010 teil. Veranstaltet hat den Event der Zürcher Presseverein.

Als Präsident des Ehrenkomitees eröffnete Hans Heinrich Coninx den Ball. Weitere Medienvertreter, die über das Tanzparkett rauschten, waren Ralph Büchi, CEO Axel Springer Schweiz, Martin Kall, Vorsitzender der Unternehmensleitung Tamedia, Jürg Marquard, Verleger Marquard Media, Dirk Schütz, Chefredaktor Bilanz, Markus Spillmann, Chefredaktor NZZ, Albert Stäheli, CEO NZZ-Gruppe, Christian Unger, CEO Ringier und Marc Walder, Geschäftsführer Ringier Schweiz und Deutschland, um nur einige zu nennen. Als prominente Wirtschaftsvertreter nahmen Manfred Knof, CEO Allianz Suisse Gruppe, Hariolf Kottmann, CEO Clariant AG, Pierin Vincenz und CEO Raiffeisen Schweiz teil. Die Politik war unter anderem vertreten durch Hans Hollenstein, Regierungspräsident des Kantons Zürich und Martin Vollenwyder, Stadtrat Zürich. Der Erlös dieses Wohltätigkeitsfests zugunsten der Freiheit der Presse geht an die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen. Es dürften 50’000 Franken sein.

Brain2: Jack in the Box für Esso

Brain2 hat für Esso ein neues Konzept umgesetzt, um deren neues Treueprogramm zu kommunizieren.

Esso belohnt im neuen Treueprogamm die 30 Prozent der Kunden, welche 70 Prozent des Umsatzes an den Stationen generieren. Bis zum 19. Dezember erhalten diese Kunden Rabatte auf Dunlop Bags & Boxes. Die Idee «Jack in the Box» wird in einer Kombination von Werbemitteln am POS eingesetzt. Entwickelt wurde das Programm von TCC.
Verantwortlich bei Esso: Henryk Chudzia, Alejandro Schmid. Verantwortlich bei TCC: Max Widmer. Verantwortlich bei Brain2: Oliver Kindhauser, Urs Maurer (Foto), Axel Streich (Illustration).
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Zu guter Letzt: Bakom setzt bei SRG-Weinwerbung auf Nulltoleranz

Wegen eines vom Bundesamt für Kommunikation Bakom beanstandeten Wein-Werbespots wendet sich die SRG nun ans Bundesverwaltungsgericht. Sie hält es im konkreten Fall für unverhältnismässig, dass sie die gesamten Nettoeinnahmen aus dem Spot dem Bund abliefern soll.

Der Spot, welchen das Bakom beanstandete, enthielt ein unzulässiges Verkaufsangebot: Zeitweise wurden die Internet-Adresse der Weinkellerei und eine Telefonnummer zum Bestellen eingeblendet. Zudem wies der Film auch auf ein limitiertes Sonderangebot samt Preis hin. Dem Zuschauer wurde also nicht nur Alkohol schmackhaft gemacht, sondern auch vorgeschlagen, wo er diesen zu welchem Preis kaufen kann. Dasss dies gegen das Verbot von Verkaufsangeboten verstösst, hat die SRG habe jedoch schnell festgestellt. So sei der Film in Absprache mit dem Bakom angepasst und korrekt ausgestrahlt worden, wie Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA erläutert. Gemäss Steiner habe die Wein-Werbung das Verbot von Verkaufsangeboten nur wenige Sekunden lang verletzt. Ausserdem habe es sich um die erste von einem SRG-Sender ausgestrahlte Alkoholwerbung gehandelt, nachdem der SRG am 1. Februar 2010 Werbung für Bier und Wein erlaubt worden war. Die SRG hält es nun Anbetracht dieser Umstände für unverhältnismässig, dass das Bakom die gesamten Nettoeinnahmen für den Spot einziehen will. Diese bewegen sich im Rahmen von 160‘000 Franken. Die SRG hofft nun, dass sich die Summe mit dem Gang vor das Bundesverwaltungsgericht zumindest massgeblich reduziere.

Youtube-Gründer gibt Führung ab

Der Youtube-Gründer Chad Hurley gibt die Führung von Googles Videoplattform ab. Zugleich verlassen auch zwei weitere prominente Mitarbeiter Google: Der Gründer der Mobilfunk-Werbefirma AdMob, Omar Hamoui, und der Entwickler Lars Rasmussen, einer der Väter des Kartendienstes Google Maps.

Youtube-Chef Chad Hurley wird seinen Chefposten zwar abgeben, dem Unternehmen aber weiter als Berater zur Seite stehen, wie er ankündigte. Hurley war YouTube-Chef geblieben, nachdem Google die Video- Website 2006 für den aufsehenerregenden Preis von 1.65 Milliarden Dollar in Aktien gekauft hatte. Bereits in den vergangenen zwei Jahren habe er mehr als Berater agiert, während Google-Manager Salar Kamangar für das Tagesgeschäft zuständig gewesen sei, wie die Financial Times am Samstag Hurley zitierte. Er hatte in den vergangenen Jahren unter anderem eine Modemarke mit gegründet.
Omar Hamoui, Gründer der Mobilfunk-Werbefirma AdMob, begründete seinen Ausstieg bei Google mit persönlichen Gründen. Google hatte den Dienstleister für Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones AdMob im vergangenen Jahr für 750 Millionen Dollar gekauft.
Der Software-Entwickler Lars Rasmussen kündigte das Ausscheiden bei Google auf seiner Facebook-Seite an. Wer sein nächster Arbeitgebern sein werde, schrieb er nicht. Das Technologieblog TechCrunch berichtete gemäss SDA, dass Rasmussen zum Online-Netzwerk Facebook wechsle. Er hatte bei Google nach der Arbeit an Google Maps den Kommunikationsdienst Wave mitentwickelt, eine Art Kombination aus E-Mail und Kurznachrichten. Das Konzept wurde mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, erwies sich aber für die meisten Nutzer als zu kompliziert, so dass Google die Weiterentwicklung einstellte.

Spinas Gemperle polarisiert für Amnesty

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