Autor: admin
Numéro 10 gewinnt BFU für sich
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) setzt auf Numéro 10. Die Berner Kreativen haben das Kommunikationsbudget für die dreijährige Kampagne «Müdigkeit am Steuer» erhalten.
Die Kampagne wird von der BFU in Zusammenarbeit mit dem TCS sowie dem Verkehrssicherheitsrat, im Namen des Fonds für Verkehrssicherheit lanciert. Die Kommunikation umfasst TV, Print und Plakate, wie die Agentur am Dienstag mitteilte. Geplant seien aber auch dynamische Massnahmen. Zu entdecken ist die Kampagne ab 2011.
Thomas Schöb verlässt AY&R
Nach nur wenigen Monaten bei Advico Young & Rubicam, verlässt Executive Creative Director Thomas Schöb per Ende November die Agentur. Er wird ab diesem Datum wieder als Freelance tätig sein.
Dies teilte das ADC-Mitglied in einer Medienmitteilung vom Dienstag mit. Thomas Schöb war im Frühling an die Hardturmstrasse 133 gekommen, wo er als Executive Creative Director die Kreativteams von Advico Young & Rubicam sowie Exxtra leitete. Ausserdem war er Mitglied der Geschäftsleitung.
Presserat: Verdeckte Recherche von «K-Tipp»-Journalistin verteidigt
Journalisten dürfen verdeckt recherchieren, wenn das öffentliche Interesse an der Berichterstattung gross genug ist. Zu diesem Schluss kommt der Presserat im Fall einer «K-Tipp»-Journalistin, die zwei Informationsveranstaltungen für umstrittene Persönlichkeitskurse besuchte.
Die Journalistin hatte im November 2009 an zwei Info-Abenden der «Business Academy» teilgenommen. Sie tat dies zwar unter ihrem richtigen Namen; ihren Beruf verschwieg sie aber. Danach veröffentlichte sie im Konsumentenmagazin «K-Tipp» unter dem Titel «Das Business mit den Träumen» einen Artikel über das Geschäftsgebaren der Firma. Diese verkaufe unter anderem Namen, nämlich «Corporation Unlimited», Persönlichkeitskurse für 6800 Franken, hiess es darin. Die Firma locke Interessierte mit dem Versprechen, mit wenig Einsatz könne man mit dem Vermitteln von neuen Kunden bis zu 8000 Franken im Monat verdienen.
Der Presserat wies nun eine Beschwerde der «Business Academy» gegen das verdeckte Vorgehen der Journalistin ab. «Verdeckte Recherchen sind ausnahmsweise zulässig, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse an den damit recherchierten Informationen besteht und wenn diese Informationen nicht auf andere Weise beschafft werden können», schrieb der Presserat in einer Mitteilung vom Dienstag.
In dem Fall seien beide Bedingungen erfüllt gewesen. Da die «Business Academy» seit längerem gegen den «K-Tipp» prozessiere, wäre die Journalistin bei offener Recherche wohl umgehend aus dem Saal geflogen oder die Veranstaltung wäre anders verlaufen, argumentiert der Presserat. Zudem stuft er den Informationswert der Recherche als hoch ein: Die Warnung der Öffentlichkeit vor dem zweifelhaften, rechtlich umstrittenen Geschäftsmodell der Firma mit Sitz in der Karibik sei wichtig. Zwischen der Selbstdarstellung der Firma und der Fremddarstellung verschiedener Konsumentenschutz-Medien bestehe eine grosse Kluft.
Der Presserat wies nun eine Beschwerde der «Business Academy» gegen das verdeckte Vorgehen der Journalistin ab. «Verdeckte Recherchen sind ausnahmsweise zulässig, wenn ein überwiegendes öffentliches Interesse an den damit recherchierten Informationen besteht und wenn diese Informationen nicht auf andere Weise beschafft werden können», schrieb der Presserat in einer Mitteilung vom Dienstag.
In dem Fall seien beide Bedingungen erfüllt gewesen. Da die «Business Academy» seit längerem gegen den «K-Tipp» prozessiere, wäre die Journalistin bei offener Recherche wohl umgehend aus dem Saal geflogen oder die Veranstaltung wäre anders verlaufen, argumentiert der Presserat. Zudem stuft er den Informationswert der Recherche als hoch ein: Die Warnung der Öffentlichkeit vor dem zweifelhaften, rechtlich umstrittenen Geschäftsmodell der Firma mit Sitz in der Karibik sei wichtig. Zwischen der Selbstdarstellung der Firma und der Fremddarstellung verschiedener Konsumentenschutz-Medien bestehe eine grosse Kluft.
Zu guter Letzt: RTL II ohne «Big Brother»?
Auf «Big Brother»-Fans kommen harte Zeiten zu. Nur weil RTL II künftig qualitativ hochwertigere Inhalte anbieten will, soll das Superformat gestrichen werden. Dicke Post!
«Qualitätsoffensive» unter diesem Titel verkaufte RTL II im August sein neues Konzept. Eigentlich war ja der Sender mit Dokusoaps wie «Frauentausch» oder der «Big Brother»-Show erfolgreich. Noch mehr Peinlichkeiten liefern, dachten sich da wohl die Macher und haben diesen Herbst gleich drei Formate dieses Schlags lanciert: «Abenteuer Afrika Deutsche Teenies beissen sich durch», «Das Tier in mir» und «Tattoo Attack Promis stechen zu». Vermutlich doch etwas zu viel, die Formate wollen beim Publikum nicht recht ankommen. Mehr Qualität, heisst nun die Antwort, und da passt offenbar «Big Brother» nicht mehr dazu. Wie der Branchendienst Kontakter weiss, soll der Starttermin auf unbestimmte Zeit verschoben worden sein. Es besteht aber Grund zur Hoffnung: Voyeurismus und Peinlichkeiten wird es bei RTL II dank bestehender und neu lancierter Sendungen weiterhin geben. Von nun an einfach qualitativ etwas hochwertiger. Das Erkennungsmerkmal des Senders bleibt also grosso modo erhalten.
APG: ÖKK-Sujet ist Poster of the Month
Die APG hat die ÖKK-Herbstkampagne zum Poster des Monats Oktober bestimmt. Verantwortlich zeichnet Advico Young & Rubicam.
Auf Platz zwei hat die Allgemeine Plakatgesellschaft ein Sujet von Hofer Kommunikation für den Ausbildungsverbund Login gewählt. An dritter Stelle steht ein Plakat, das die cR Werbeagentur für den Kursaal Bern realisiert hat.
Eine Übersicht findet sich auf: Apg.ch/awards/poster-of-the-month.
Eine Übersicht findet sich auf: Apg.ch/awards/poster-of-the-month.
Draftfcb/Lowe: Daihatsu-Kampagne weitergeführt
Die Kampagne «Daihatsu, ledig, sucht...» des japanischen Autohersteller Daihatsu geht jetzt auch online auf Partnersuche. Die Agentur Draftfcb/Lowe hat für den Schweizer Importeur Ascar mehrere Viral-Spots sowie Internet-Banners kreiert.
Auf dem Daihatsu Youtube Channel Youtube.com/daihatsudating laufen die Filme «Partner-Dating». In drei interaktiven Viralspots sind die Hauptdarsteller Zoe, Marc und Natalia zu sehen, die sich dem Publikum in der Situation eines Partner-Datings präsentieren. Dabei sitzen sie vis-à-vis der Kamera und stellen dem Zuschauer mehr oder weniger indiskrete Fragen. Diese sollen klären, ob das unbekannte Gegenüber der perfekte Partner ist oder nicht. Nach jeder Sequenz stehen die Antworten «Ja» oder «Nein» zur Auswahl, die jeweils zur nächsten Sequenz führen. «Sagen Sie ja zum neuen Partner», heisst es am Schluss; gemeint sind die beiden 4×4-Sondermodelle Terios und Sirion «4seasons». Die Filme sind ebenfalls auf Mydaihatsu.ch zusehen, wo auch die Sondermodelle vorgestellt werden. Zusätzlich ist Daihatsu mit Internet-Banners auf verschiedenen Nachrichtenportalen präsent. Die Chat-Dating-Fragen erscheinen dort als Pop-up-Dialog mitten auf dem Bildschirm.
Verantwortlich bei Daihatsu: Roland Hüsser (CEO Ascar AG/Daihatsu), Simon Widmer (Marketing). Verantwortlich bei Draftfcb/Lowe Group: Daniel Comte (Executive Creative Director), Roy Spring (Konzept/Text), Frédéric Nogier (Art Direction), Cinthia Stettler (Grafik), Christoph Bögli, Martin Rubli (Beratung), Sarah Dovlo (Online), Cornelia Harder (Gesamtverantwortung); Snap Film, Michael Kindermann (Filmproduktion, Regie); Daniel Tschanz (Future Connection).



Clariant: Kommunikationsverantwortlicher verlässt das Unternehmen
Arnd Wagner, Head of Group Communications bei Clariant, verlässt den Chemiekonzern per Ende 2010. Mit der kommissarischen Leitung der Abteilung wurde mit sofortiger Wirkung Ulrich Nies betraut.
Arnd Wagner ist seit 2007 bei Clariant als Head of Group Communications tätig. In den vergangenen Jahren habe Wagner mit dem Aufbau und der Leitung der weltweiten Konzernkommunikation einen Beitrag für die Positionierung des Unternehmens geleistet, schreibt Clariant in einer Mitteilung vom Montag. Darüber hinaus war er für die kommunikative Begleitung der Restrukturierung und Konsolidierung der Clariant verantwortlich. Mit dem absehbaren Abschluss dieser Phase habe sich Arnd Wagner entschieden, eine neue Aufgabe ausserhalb des Unternehmens zu übernehmen, wie es weiter heisst. Mit der kommissarischen Leitung der Abteilung hat das Chemieunternehmen Ulrich Nies, Head Communication Services EMEA, betraut.
Green Graffiti: Kreidegraffitis für Genfer Energieunternehmen
Green Graffiti hat für den Energiedienstleister SIG (Services Industriels Genevois) eine Kampagne umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Trio Agentur und Mediabox haben die Werber die Stadt Genf mit Kreidegraffitis bemalt.
Die Werbemitteilungen wurden dabei mit ökologischer Farbe geschrieben. Ungefähr 85 Kreidegraffitis haben die Lausanner Werber für ihren Kunden in Genf gezeichnet.



Zu guter Letzt: Mit Tipp-Ex gegen unzüchtige Websites
Neues aus der Walliser Schulpolitik. Für einmal geht es nicht um die Kruzifix-Problematik, sondern um ein Buch, das Schüler auf verruchte Websites führt. Die Antwort aus dem Wallis: Die Entdeckung der Links mittels Tipp-Ex verhindern.
Die im Lehrmittel «Schritte ins Leben» erwähnten Links «mittels Tipp-Ex oder anderer solider Klebematerialien» eliminieren, so lautet gemäss Blick der Auftrag von CVP-Staatsrat Claude Roch an die Walliser Sekundarlehrer. Ein Dorn im Auge sind ihm Angebote wie Feelok.ch, Tschau.ch, Lilli.ch oder Mysize.ch. Seiten, die Jugendliche punkto Sex aufklären aber wohl weniger prüde, als sich dies Staatsrat Roch und die rechtsorientierte Bürgerinitiative IG Sorgfalt, die übrigens die Links aufgespürt hat wünschen.
Ironischerweise dürfte gerade der Versuch, die Links zu verheimlichen, die Schüler erst recht auf die Internetseiten aufmerksam machen. Kommt hinzu, dass das ganze Spektakel heutzutage vollkommen sinnlos ist. Interessieren sich die Jugendlichen wirklich für die Websites, dürfte ihnen der Sprung über Google zur Verlagswebsite oder zum Blickartikel gelingen, wo die Links verfügbar sind. Und noch wahrscheinlicher, womit die IG Sorgfalt aber vermutlich nicht gerechnet hat, dass sie über Google auf andere, noch viel «schlimmere», «themenverwandte» Websites stossen. Und da kann man halt mit Tipp-Ex auch nichts mehr ausrichten.
Ironischerweise dürfte gerade der Versuch, die Links zu verheimlichen, die Schüler erst recht auf die Internetseiten aufmerksam machen. Kommt hinzu, dass das ganze Spektakel heutzutage vollkommen sinnlos ist. Interessieren sich die Jugendlichen wirklich für die Websites, dürfte ihnen der Sprung über Google zur Verlagswebsite oder zum Blickartikel gelingen, wo die Links verfügbar sind. Und noch wahrscheinlicher, womit die IG Sorgfalt aber vermutlich nicht gerechnet hat, dass sie über Google auf andere, noch viel «schlimmere», «themenverwandte» Websites stossen. Und da kann man halt mit Tipp-Ex auch nichts mehr ausrichten.
