Media Focus: Steigender Werbedruck im Oktober

Zu Beginn des vierten Quartals will der Werbedruck wieder hoch hinaus. Im Oktober 2010 lag der Bruttowerbedruck bei über 441 Millionen Franken, was einem Plus von 7.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Zunahme von rund 7.8 Prozent im laufenden Jahr entspricht.

Ein Einblick in die Media Focus Werbedruck-Statistik zeigt, dass die stärksten Werbemärkte im Oktober die Branchen «Fahrzeuge» mit einem Bruttowerbedruck von rund 48.7 Millionen Franken, dicht gefolgt von der «Nahrungsmittel» mit 48.6 Millionen Franken und «Finanzen» mit einem Zuwachs von 40 Millionen Franken waren. Dies teilte das Marktforschungsunternehmen Media Focus am Mittwoch mit.
Für Finanzprodukte, angesichts des nahenden Jahresende vor allem für Vorsorge, wurde für 40 Millionen Franeken geworben. Das ist rund 1.9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Innerhalb der Produktgruppe «PKW (NEU)» wurde im Oktober 2010 das Segment «Geländewagen + SUV» mit 7.1 Millionen Franken am intensivsten beworben. Der Rückblick auf die Produktgruppe «Schokolade + Süsswaren» ist in der Branche «Nahrungsmittel» interessant. Diese Produktgruppe holte in den vergangenen Monaten kräftig auf und stieg von einem Tief im Juli dieses Jahres von 3.4 Millionen Franken auf knapp 12 Millionen Bruttowerbedruck im Oktober 2010 an.
Der grösste Anteil Werbung im laufenden Jahr wurde in den Printmedien geschaltet. Für Werbung in Printmedien wurden 9.1 Millionen Franken ausgegeben, was einem Media Mix Anteil von 68.9 Prozent entspricht. Gegenüber der Vorjahresperiode erhöhte sich dieser um 5.8 Punkte.

Zu guter Letzt: Anke Engelke schlägt Akademiker-Laufbahn ein

Im Wintersemester 2010/2011 unterrichtet Anke Engelke als Vertretungsprofessorin an der Kölner Kunsthochschule für Medien. Die Entertainerin und Schauspielerin lehrt «Fernsehdramaturgie und Kreative Fernsehproduktion».

Die Studierenden werden im Wintersemester mit Engelke die Produktion einer Staffel der Sat.1-Comedyserie «Ladykracher» hautnah miterleben, von den ersten Ideen bis zum TV-Termin. Engelke selbst hatte ihre akademische Ausbildung nach einem Pädagogik- Grundstudium beendet. Ihre künstlerische Arbeit wurde unter anderem mit drei Grimme-Preisen und zwölf Comedy-Preisen ausgezeichnet.
Sicherlich gibt Engelke den Studenten ein paar Ratschläge mit auf den Weg. Diesen zum Beispiel:

SNK: Neuer Markenauftritt für Hotel Storchen

Die Zürcher Agentur SNK hat eine neue Markenidentität und Positionierung für das Hotel Storchen entwickelt und den visuellen Auftritt neu gestaltet. Die neue Identität entstand in enger Zusammenarbeit der SNK mit der Hoteldirektion und dem Kader.

Im Zentrum stehen die lange Gastgebertradition, die Lage des Hotels in der Zürcher Altstadt und seine Funktion als lebendiger «Begegnungsort». Auch das neu entwickelte Logo soll diese Neupositionierung zum Ausdruck bringen: Es nimmt Bezug auf ein altes in Stein eingelassenes Relief in der Hotelhalle und steht in seiner Umsetzung für Savoir-vivre und langjährige Tradition.
Im Rahmen der Neupositionierung wurde Scholtysik Niederberger Kraft SNK mit der laufenden Anpassung des Erscheinungsbildes sowie der Konzeption und Gestaltung der Kommunikations- und Korrespondenzmittel betraut. Ein erster Botschafter des neuen Markenauftritts ist die komplett erneuerte Storchen-Website.

Aufgefallen: Grosse Träume

Bereits vor einem Jahr bezauberte die Kampagne für Pastorini-Spielzeug in der Vorweihnachtszeit kleine und kleinste Kinder samt ihren Eltern, Grosseltern und Paten.

So erfolgreich, dass in diesem Jahr die Fortsetzung folgt. Wieder steht der Hauptvorteil von Holzspielzeug im Mittelpunkt. Es regt die Fantasie an. Und macht aus einem kleinen Mädchen eine ganz grosse Pilotin oder aus einem Jungen einen Piraten. Die Sujets sind in den Spielzimmern von Lesch + Frei entstanden.
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Aus der Marke heraus

Implenia nutzt den Halbjahresbericht konsequent zur Markenführung.

Halbjahresberichte sind trockene Kost für Investoren und Finanzanalysten! Wer so denkt, verpasst einmal pro Jahr eine grosse Chance. Das Beispiel Implenia zeigt, dass es auch anders geht: Das grösste Schweizer Baudienstleistungsunternehmen nutzt den Halbjahresbericht, um Kerngeschäft, Werthaltung und Zukunftspotenzial zu vermitteln.
Markenführung im Halbjahresbericht
Im Geschäftsbericht 2009 hat Schneiter Meier Külling für Implenia die Marke im Publishing zum Leben erweckt. Mit dem Halbjahresbericht führt Implenia den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Im Zentrum des Neukonzepts von Schneiter Meier Külling stehen wie schon beim Geschäftsbericht die Leistungen von Implenia: Referenzprojekte illustrieren die Tätigkeit der Divisionen und setzen Themen sowie Leistungen in Szene. Die Reportage zur neuen Eisenbahn-Alpentransversalen Neat beispielsweise – dem längsten Tunnel der Welt – zeigt eindrücklich, in welcher Liga das grösste Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz spielt, und würdigt die Leistungen der Mitarbeitenden.
Mehrwert für die Zielgruppen und Implenia
Das Neukonzept verändert den Charakter des Halbjahresberichts – und schafft Mehrwert: für die bestehenden Mitarbeitenden, deren Leistung ein Denkmal gesetzt wurde, für potenzielle Mitarbeitende, welche die Werthaltung des Unternehmens kennenlernen, sowie für Investoren und Journalisten, denen der Halbjahresbericht anschaulich die Stärken und das Potenzial von Implenia vermittelt. Und nicht zuletzt für die Marke Implenia: Denn der Halbjahresbericht erhält durch die journalistischen Textsorten den Charakter einer modernen Imagebroschüre, die Implenia unter dem Jahr als Plattform für die Lancierung aktueller Themen nutzen kann. Damit wird die vormals trockene Pflichtübung Analysteninformation neben dem Geschäftsbericht zum zweiten Taktgeber für die Unternehmenskommunikation und zur Plattform für konsequente Markenführung und Agenda Setting im Corporate Publishing.
Journalistischer Ansatz
In der Umsetzung des Neukonzepts verfolgten Implenia mit ihrer Abteilung Corporate Communications und Schneiter Meier Külling konsequent einen journalistischen Ansatz. Daraus entstand eine spannende Reportage im Containerdorf Sedrun. Die Geschichte vermittelt ein lebendiges Bild der Herausforderungen im Tunnelbau, der technischen, ingenieursmässigen und planerischen Höchstleistungen und vom Zusammenleben der 500 Mineure aus über 30 Ländern im Sedruner Containerdorf. Damit bietet der Halbjahresbericht Journalisten Anregungen und Hintergrundmaterial für eine attraktive Berichterstattung über Implenia.
Moderne Berichterstattung
Auch in der gestalterischen Umsetzung steht die Informationsvermittlung an erster Stelle: Grafiken und die Aufsplittung der Inhalte auf mehrere Gefässe schaffen zusätzliche Leseeinstiege und eine intuitive Leserführung. Executive Summaries tragen Lesegewohnheiten aus dem Internet Rechnung und vermitteln die Kernbotschaften rasch und zugänglich. Mit der Umsetzung des Neukonzepts schneidet Schneiter Meier Külling die Berichterstattung von Implenia optimal auf die Kommunikationsbedürfnisse des Unternehmens zu und legt damit den Grundstein für eine konsistente Publikationenlandschaft – und die konsequente Pflege und Führung der Marke im Corporate Publishing. Gregor Herbst
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Sottens bleibt das Dorf der Radio-Pioniere

Radio Sottens ist Geschichte. Im 280-Seelendorf gibt es ab sofort nur noch DAB, behauptet werbewirksam Numéro 10.

In der welschen Schweiz hat der Name Sottens die gleiche Bedeutung wie früher in der deutschen Schweiz noch Beromünster. 1939 wurde im kleinen Waadtländer Dorf ein Antennenmast für die Mittelwelle des Landessenders der französischen Schweiz installiert. Wie im Falle von Beromünster wurde Sottens in der Folge auch zum Markenbegriff dieses Senders. Und wie bei Beromünster sind diese Zeiten inzwischen auch Geschichte. Die Radiostation «Option Musique» – das Pendant zur «Musigwälle» – sendet ab dem 6. Dezember nur noch über DAB. Für die 100 000 Fans von «Option Musique» bedeutet diese Umstellung, dass sie ab sofort auch ein DAB-Gerät anschaffen müssen. Um das zu kommunizieren, hat Radio Television Suisse die Werbeagentur Numéro 10 mit einer Imagekampagne betraut. Gilles Aeby und Cendrine Gafner setzen dabei auf Sottens als «Ort der Pioniere». In alten Zeiten wurde hier die erste Antenne errichtet. In modernen Zeiten ist Sottens das erste Dorf der Schweiz, das komplett mit DAB-Sendern ausgerüstet ist. Damit diese Kernaussage der Kampagne stimmt, hat Numéro 10 in einer nächtlichen Guerilla-Aktion sämtlichen Haushalten ein Geschenkpaket mit einem DAB-Gerät vor die Türe gestellt. Die Kampagne porträtiert seither die 280 Einwohner von Sottens als die grossen Pioniere des DAB-Radios. In drei Inseraten und zwei TV-Spots wird zudem gezeigt, dass Radiohören mit DAB technisch sehr einfach zu handhaben ist. Gearbeitet hat die Agentur mit möglichst authentischen Menschen als «DAB-Pioniere». Diese sind inzwischen auch international bekannt. Der zweite TV-Spot zeigt jedenfalls augenzwinkernd, wie Touristen aus Japan bereits nach Sottens reisen, um das erste Dorf der Welt zu bestaunen, in welchem Radio ausschliesslich über DAB empfangen wird. Andreas Panzeri
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Bundesstrafgericht: Vorläufige Beschlagnahmung der Gaddafi-Plakate in Genf

Das Bundesstrafgericht hat die vorläufige Beschlagnahme der Gaddafi-Plakate des rechtspopulistischen Mouvement citoyens genevois MCG bestätigt und eine entsprechende Beschwerde abgelehnt. Das MCG wollte mit den Plakaten für die SVP-Ausschaffungsinitiative werben.

Ursprünglich zierte das Plakat das Konterfei des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi. Als dies Ende Oktober bekannt wurde, leitete die Bundesanwaltschaft eine Untersuchung gegen MCG-Präsident Stauffer wegen Beleidigung eines fremden Staates ein. Gleichzeitig verfügte sie eine vorläufige Beschlagnahme der Gaddafi-Plakate.
Stauffer und das MCG reichten gegen diese Beschlagnahmung eine Beschwerde beim Bundesstrafgericht ein. Sie verlangten zudem eine aufschiebende Wirkung dieser Massnahme, um die Plakate bis zum definitiven Entscheid trotzdem aufhängen können. Denn am 28. November entscheiden die Stimmberechtigen über die Ausschaffungsinitiative der SVP.
Nun hat das Bundesstrafgericht am Dienstag das Vorgehen der Bundesanwaltschaft gutgeheissen und die von Stauffer geforderte aufschiebende Wirkung abgelehnt. Laut den Richtern in Bellinzona hat die Bundesanwaltschaft das Plakat nicht per se verboten. Diese habe lediglich verlangt, dass kein Zusammenhang zwischen der Ausschaffungsinitiative und Muammar Gaddafi sowie dem libyschen Staat hergestellt werden dürfe.
Der Entscheid der Bundesanwaltschaft beschneide damit nur sehr beschränkt die Meinungsäusserungsfreiheit, schreibt das Bundesstrafgericht in seinem Urteil. Dagegen könne vermutlich vermieden werden, dass ein fremder Staat durch die Plakate beleidigt werde, heisst es weiter. Dadurch könnten zudem die Interessen der Schweiz gewahrt werden, zumal die Beziehungen zwischen Bern und Tripolis nicht die besten seien.
Das Gericht forderte die Bundesanwaltschaft auf, sich in dieser Angelegenheit zu beeilen. Denn die Bundesanwaltschaft braucht die Erlaubnis des eidgenössischen Justizdepartements, um den Fall weiter verfolgen zu können. Diese hat sie bis anhin jedoch noch nicht erhalten. Laut dem Gericht ist es absolut notwendig, vor dem 28. November zu wissen, ob die Massnahme gerechtfertigt war oder nicht.
Kurz nach der Beschlagnahmung der Plakate mit dem Foto von Muammar Gaddafi kündigte das MCG an, nun Plakate mit dem Konterfei von dessen Sohn Hannibal drucken zu lassen. Die rechtspopulistische Partei unterliess diese Provokation dann aber doch. Die Abstimmungsplakate wurden zwar mittlerweile wie angekündigt aufgehängt, doch ohne das Bild eines Gaddafis. Die entsprechende Stelle wurde einfach weiss gelassen.

Top der Woche: IAB Switzerland lanciert «Digital Marketing Day»

Der Branchenverband IAB Switzerland lädt am 8. Dezember in Zürich zum ersten «Digital Marketing Day» ein. Im Rahmen dieses Anlasses küren die Veranstalter den «Digital Marketer of the Year» sowie den «Digital Pioneer of the Year».

Zudem wagen sie einen Ausblick auf die Trends des Online-Marketings vom kommenden Jahr. Nominiert für den «Digital Marketer of the Year» sind die folgenden Unternehmen: 20 Minuten, Blick, Swiss International Air Lines, CSS-Versicherung, Ron Orp, Adcloud und Wilmaa. Die Abstimmung findet online auf der IAB-Switzerland-Website statt. Nominiert für den «Digital Pioneer of the Year» sind folgende Persönlichkeiten: Daniel Grossen, Reto Hartinger, Martin Radelfinger, Imre Sinka und Andreas Widmer. Der «Digital Pioneer of the Year» wird durch den Vorstand und die Gruppen-Mitglieder des IAB Switzerland gewählt. Mithilfe des «Digital Marketing Day» verspricht sich IAB Switzerland, den Bereich des Online-Marketings voranzubringen und die gemeinsamen Interessen des Marktes in den Bereichen Ausbildung, Standards, Forschung, Veranstaltungen und Recht zu vertreten. Der Anlass findet im Papiersaal in Zürich statt.

Wunderman schult Microsoft-Partner in ganz Europa

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Frontwork setzt Akzente mit Wandgestaltung

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Facebook als neuer Werbegigant

Aktuelle Zahlen aus den USA lassen erkennen, was Facebook bei uns bedeuten könnte.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Linked-In, Xing und andere sind ein grosses Thema in der Medienbranche, wenngleich noch kaum jemand das richtige Kommunikationsrezept dafür gefunden oder sogar nachhaltig umgesetzt hat. Wer sich immer noch fragt, ob Community-Plattformen vorab als neue Vertriebskanäle, zur Kundenbindung, für PR oder zur Markenkommunikation eingesetzt werden sollen, übersieht allenfalls das nahe Liegende: klassische Werbung.
Fast jeder vierte Online-Werbebanner erscheint in den USA nun bei Facebook, wie einem Comscore-Report für das dritte Quartal 2010 zu entnehmen ist. Der Branchenriese spielte zwischen Juli und September 297 Milliarden Display Ads aus und steigerte damit seinen Marktanteil gegenüber der Vorjahresperiode um 13,9 Prozent auf 23,1 Prozent. Damit ist Facebook im Bannergeschäft grösser als Yahoo, Microsoft, Fox und Google zusammen. Weil allerdings die Click-thru-Raten auf Facebook vergleichsweise schlecht sind, liegen die Werbepreise bei Facebook mit einem Tausenderkontaktpreis (CPM) von einem Dollar (Branchenschätzung) im Keller.
Kurz auf die Schweiz umgerechnet (anhand der Nutzerzahlen), wären dies rund 1,7 Milliarden Display-Ad-Impressions pro Monat. Zum CPM-Preis von einem Dollar entspricht dies einem Umsatz von rund 1,7 Millionen Franken resp. 34 Millionen Franken, wenn man einen hierzulande gängigen CPM-Preis von 20 Franken zu Grunde legt. Welches Potenzial Werbung auf Facebook bei uns noch haben kann, zeigt sich, wenn man diese Zahlen mit den Angaben von Mediafocus zum Online-Werbemarkt in der Schweiz vergleicht. Für das erste Halbjahr 2010 wird der Bereich Klassische Online-Werbung (Display) mit 70,9 Millionen Franken ausgewiesen, was pro Monat 11,67 Millionen Franken ergibt.
Doch amerikanische Branchenbeobachter sehen die CPM-Preise bei Facebook im Steigen, da es immer besser gelinge, die sozio-demografischen Daten der Benutzer für gezielte Werbung aufzubereiten und einzusetzen. Derartige Verbesserungen im Targeting sind, nebst der einsetzenden wirtschaftlichen Erholung, ein wichtiger Treiber im gesamten Online-Display-Markt, der gemäss Comscore gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gewachsen ist.
Christoph J. Walther
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