Digitalradio: SRG gründet Tochtergesellschaft

Die SRG will das Digitalradio (DAB) besser vermarkten. Sie hat dafür im Dezember eine Tochtergesellschaft gegründet, die alle bisherigen Marketingaktivitäten innerhalb der SRG bündelt und die Digitalradio-Branche vernetzen soll.

Das neue Unternehmen MCDT AG – Marketing and Consulting for Digital Broadcasting Technologies, ist eine 100-prozentige Beteiligung der SRG-Tochter Telvetia, wie die SRG am Mittwoch gemäss SDA mitteilte. Zu ihren Aufgaben gehört es, mit Herstellern, Importeuren und Handel sowie mit den Privatradios Lösungen zu finden zur Einführung von Digitalradio, diese zu finanzieren und zu realisieren.

Der Digitalradio-Markt weist gemäss SRG ein grosses Potenzial auf. Innert vier Jahren sei der Verkauf von Empfangsgeräten in der Schweiz von 15'000 auf knapp 650'000 gestiegen. Und weil die Kosten eines DAB-Programms nur rund 15 Prozent der Kosten eines UKW-Programms betragen, ist die Förderung von DAB für die SRG auch finanziell interessant.

Die Tochtergesellschaft ist ausserdem die Schnittstelle zwischen der SRG und dem benachbarten Ausland. Dies sei umso wichtiger, als sich in Deutschland im Dezember 2010 eine Gruppe von Privatsendern, Deutschlandradio und der Netzbetreiber Media Broadcast auf den Aufbau eines landesweiten Digitalradio- Netzes (DAB+) hätten einigen können, so die SRG.
 

ADC Schweiz und Publisuisse präsentieren die ADC-Prediction 2011 online

Nach einem erfolgreichen Start 2010 mit annähernd 1'000 Usern präsentieren der ADC Schweiz und Publisuisse die ADC-Prediction 2011 erneut online.

Vom 19. bis 29. Januar 2011 können die zur Jurierung eingereichten TV-Spots unter Adcprediction.ch angeschaut und bewertet werden. Unabhängig von Ort und Zeit kann sich jedermann seine eigene Shortlist erstellen und auf die «würfelverdächtigen» Einreichungen tippen. Dies noch ehe die Juroren des ADC entscheiden, welche TV-Spots es auf die Shortlist schaffen und welche anlässlich der Award-Verleihung am 30. Januar 2011 im Zürcher Schiffbau mit einem der begehrten Würfel in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet werden. Zur Jurierung eingereicht wurden total 45 Einzelspots und 27 Spotserien.

Matter & Gretener für Switchplus: Helferlein Switchie zum Leben erweckt

Die Agentur Matter & Gretener hat für Switchplus eine Reihe von Publireportagen realisiert. Hauptfigur ist das Helferlein Switchie.

Daniel Düsentrieb habe das kleine Helferlein, die Schweizer Online-Community habe Switchie, schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Switchie ist eine Comic-Figur, die alle Fragen rund ums Thema Internetauftritt beantwortet und so die Werte des neuen Internet-Dienstleisters Switchplus vermitteln soll: Transparenz, Einfachheit, Qualität und Service.

In den nächsten Monaten werden gemäss Mitteilung weitere Publireportagen aus der Feder von Matter & Gretener erscheinen. Die jeweils einem Thema gewidmeten Beiträge erscheinen in der PC-Fachpresse sowie auf Switchie.ch

Verantwortlich bei Switchplus: Wolfram Schmidt (Geschäftsführer). Verantwortlich bei Matter & Gretener: Daniel Matter (CD), Dominik Imseng (Text), Julia Batzlen (Grafik), Marcus Gretener, Simone Frei (Beratung).

 

Schneiter Meier Külling: Onlinegeschäftsbericht für EGL realisiert

Der zur Axpo-Gruppe gehörende europaweit tätige Energiehändler EGL hat Schneiter Meier Külling mit der Entwicklung und Realisation der integrierten Jahresberichterstattung beauftragt. Gegenüber herkömmlichen Ansätzen mit einem gedruckten Geschäftsbericht und einer Online-Adaption steht bei EGL neu der Online-Geschäftsbericht im Zentrum.

Die neue Leserführung und Inhaltsdramaturgie schaffe rasch einen Überblick und führe den Leser intuitiv ins Detail, kommentiert die Branding-Agentur ihre Arbeit. Herunterladbare Dateien machen den Online-Geschäftsbericht zum Arbeitsinstrument. Das Konzept sei zudem auf dieser Basis modular und kostengünstig über die nächsten Jahre weiterentwickelbar. Ergänzend vermittelt ein gedrucktes Executive Summary das Wichtigste in Kürze. Der komplette Geschäftsbericht ist online als PDF verfügbar und erfüllt somit alle gesetzlichen Anforderungen. Neben EGL betreut Schneiter Meier Külling im Bereich der Jahresberichterstattung auch Kunden wie Implenia, SV Group, Axpo oder Sanitas.

 

Fernmeldekommission will keine Radio- und TV-Gebühren für kleine Betriebe

Radio- und Fernsehgebühren soll künftig auch bezahlen müssen, wer kein Empfangsgerät hat. Geht es nach dem Willen der zuständigen Ständeratskommission, sollen kleine Betriebe aber von der Gebührenpflicht ausgenommen werden.

Die Fernmeldekommission des Ständerates (KVF) teilt die Auffassung von Bundesrat und Nationalrat, dass das heutige Gebührensystem nicht mehr zeitgemäss sei. Sie beantragt dem Ständerat einstimmig, den Bundesrat mit der Erarbeitung einer geräteunabhängigen Gebührenpflicht zu beauftragen. Die Kommission spricht sich jedoch für Ausnahmen aus: Von der Gebührenpflicht befreien möchte sie kleine Gewerbe, Fabrikations-, Dienstleistungs- und Landwirtschaftsbetriebe. So könnten «ungerechte Doppelbelastungen» vermieden werden, schreibt die Kommission in ihrer Mitteilung vom Dienstag. Die KVF änderte den Text einer Motion aus dem Nationalrat entsprechend ab.

Bundesrat ist für geräteunabhängige Radio- und TV-Gebühr

Gewerbeverband wehrt sich gegen geräteunabhängige Gebühren

 

Media Focus: Werbedruck 2010 um 9 Prozent gestiegen

Die Schweizer Medien haben im letzten Jahr von der wirtschaftlichen Erholung profitiert: Der Werbedruck ist gemäss Media Focus um 9 Prozent gestiegen. Er belief sich 2010 auf 4,35 Milliarden Franken. Eine Sonderanalyse liefert zudem einige Eckdaten zum Werbemarkt 2010.

Im Dezember 2010 resultierte sogar eine Zunahme von satten 18 Prozent auf 422,5 Millionen Franken, wie Media Focus am Dienstag in einer Medienmitteilung schrieb. Einzig im Januar 2010 nahm der Werbedruck gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent ab. Ansonsten legte das Werbevolumen in allen Monaten zu.

Am meisten Geld gaben die Unternehmen für Nahrungsmittel-Werbung (487,4 Millionen Franken) aus. Am intensivsten beworben wurde dabei die Produktgruppe «Schokolade und Süsswaren». Es folgten Fahrzeuge (482,8 Millionen Franken) und Kosmetik und Körperpflege (381,4 Millionen Franken). Die Branche Kosmetik und Körperpflege verdreifachte in den vergangenen zehn Jahren ihre Werbeausgaben.

Am meisten profitierte auch 2010 das Fernsehen von den erhöhten Werbeausgaben. Die Mediengruppe TV legte um 12,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken zu. Die Mediengruppe Plakat übertrifft das Vorjahresvolumen um 4,2 Prozent und weist für das Jahr 2010 einen Wert von 446 Millionen Franken aus. Das Werbevolumen in Printmedien nahm um 7,3 Prozent zu (+ 150 Millionen Franken), einzig die Fachpresse musste ein Rückgang von 2,4 Prozent (- 2,1 Millionen Franken) hinnehmen.

Sonderanalyse zum Werbemarkt 2010

Zum Jahresbeginn liefert Media Focus zudem einige Eckdaten zum Werbemarkt Schweiz 2010: Die durchschnittliche Dauer der TV-Spots betrug 21,8 Sekunden, diejenige der Radio-Spots 19,7 Sekunden. Rund 21‘047 Firmen waren vergangenes Jahr werblich aktiv. 20,7 Prozent des Bruttowerbedrucks stammen von den Top 10 Werbungtreibenden.
 

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(Tab.: Media Focus)

Im Jahr 2010 wurden insgesamt 1‘210‘811 TV-Spots ausgestrahlt. 21,5 Prozent davon waren aus der Branche Kosmetik + Körperpflege, 19,7 Prozent aus der Branche Nahrungsmittel.
 
Der Wochentag mit dem durchschnittlich grössten Werbevolumen in den Printmedien war der Mittwoch, im TV war es der Sonntag und im Radio der Freitag.

Goldbach Group: Umsatzwachstum im Offline- und Onlinebereich

Die Goldbach Group hat am Dienstag die provisorischen Netto-Umsatzzahlen für das Jahr 2010 bekannt gegeben. Die Werbevermarkterin konnte ihren Umsatz sowohl im Offline- als auch im Onlinebereich steigern. 

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Die in der Werbevermarktung von privaten elektronischen, interaktiven und mobilen Medien tätige Goldbach Group erzielte im Geschäftsjahr 2010 mit ihren internationalen Gesellschaften in Deutschland, Österreich, dem adriatischen Raum und Osteuropa ein Umsatzwachstum von 7 Prozent. Der Netto-Umsatz beträgt dabei 328 Millionen Franken. Bereinigt um negative Währungseinflüsse beträgt die Umsatzsteigerung acht Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
 
Der mit dem Offline-Bereich erzielte Anteil am Gesamtumsatz beträgt 64 Prozent (Vorjahr 63 Prozent); 36 Prozent des Gesamtumsatzes stammen aus dem Online-Bereich (Vorjahr 37 Prozent). Der Anteil des internationalen Geschäfts am Gesamtumsatz beträgt 21 Prozent (Vorjahr 20 Prozent).
 
Der Offline-Bereich für die Vermarktung der Werbezeit von privatem Radio und Fernsehen mit einem Schwerpunkt in der Schweiz wuchs um 8 Prozent. Im Online-Bereich beträgt das Umsatzwachstum 5 Prozent. Der seit dem Geschäftsjahr 2008 nicht mehr zum Kerngeschäft gehörende rumänische Print-Bereich erzielte 2010 einen Umsatz von 7 Millionen Franken (Vorjahr 12 Millionen). Inklusive des Print-Geschäfts beträgt der Gesamtumsatz der Gruppe 335 Millionen Franken (Vorjahr 318 Millionen). Die Ebit- und die definitiven Umsatzzahlen publiziert die Goldbach Group am 3. März 2011.

Goldbach Media mit 54 Prozent weniger Reingewinn

 
 
 
 

Radio 105: Führungscrew erweitert

105-Chef Giuseppe Scaglione hat sein Führungsteam ausgebaut. Jan Müller, Moderator der Morning-Show und bisheriger Moderationsleiter, wurde zum Programmchef befördert. Die bisherige stellvertretende Moderationsleiterin Corinne Wacker hat die Moderationsleitung übernommen.  

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Der neue Programmchef Jan Müller wird auch weiterhin die Morning-Show moderieren, wie der Sender am Dienstag mitteilte. Der 26-Jährige arbeitet seit fünf Jahren beim Jugendsender.

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Corinne Wacker, neu Moderationsleiterin, arbeitet seit einem Jahr bei Radio 105. Zuvor war sie bei Radio Argovia hauptsächlich in der Morgenshow zu hören. Von 2001 bis 2008 war Wacker Moderatorin und stellvertretende Musikchefin bei Radio Top in Winterthur.
 

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Neu zur Führungscrew zählt seit 1. Januar 2011 auch Pascal Aminzadeh. Der 25-jährige Zürcher übernimmt die Redaktionsleitung. Er ist seit dem UKW-Sendestart im September 2009 dabei und arbeitete bisher als Redaktor.

 

 
 
 

 
 
 

Wemf: Presse mit mehr Inserateeinnahmen im 2010

Dank des Wirtschaftsaufschwungs konnte die Schweizer Presse im vergangenen Jahr mehr Werbefläche verkaufen: Ihre Inserateeinnahmen stiegen um 4,7 Prozent auf 1,64 Milliarden Franken, wie die Wemf AG für Werbemedienforschung am Dienstag mitteilte.

Vor einem Jahr waren die Inserateverkäufe der Printmedien noch um gut ein Fünftel eingebrochen. Den Aufschwung spürten die Verlage insbesondere bei den Prospektbeilagen und den kommerziellen/übrigen Anzeigen. In diesen beiden Kategorien erhöhten sich die Einnahmen um 6,6 beziehungsweise 5,7 Prozent. Bei den Stellenanzeigen blieb das Niveau unverändert, bei den Liegenschaftsanzeigen sanken die Einnahmen im Vergleich zu 2009 um 8 Prozent.

Die wichtigste Printmediengattung, die Tagespresse, verkaufte 4,4 Prozent mehr Inserate als vor einem Jahr (total 919 Millionen Franken). Noch besser lief das Inserategeschäft bei der Publikumspresse (+7,3 Prozent) und der Spezialpresse (+8,9 Prozent).

Die Sonntagspresse konnte in Franken gerechnet 2,8 Prozent mehr Inserate verkaufen, bei der Finanz- und Wirtschaftspresse betrug das Plus 1,8 Prozent. Nicht vom Aufschwung profitieren konnte hingegen die Fachpresse (-0,1 Prozent) und die Regionale Wochenpresse (-3,8 Prozent).

Der Jahresabschluss 2010 verlief erfreulich: Im Dezember stiegen die Inserateeinnahmen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 137,3 Millionen Franken. Mit Ausnahme der Fachpresse verzeichneten sämtliche Medienkategorien ein besseres Geschäft als im Vorjahr.

Zur Inseratestatistik 

 

Metzgerlehner bewirbt Jubiläumsedition von Suzuki

Als Dankeschön für die Treue bietet Suzuki Schweiz seinen Kunden zum 30-Jahre-Jubiläum diverse Modelle als Barry Edition mit Jubiläumsvorteilen an. Beworben wird dies von Metzgerlehner.

Die schweizweite Kampagne startet flächendeckend ab Februar 2011 in Tages- und Sonntagszeitungen, in Magazinen, in der Fachpresse und online mit einer Microsite. Elf Jubiläumsmodelle mit exklusiven Barry-Edition-Sonderausstattungen sind erhältlich. Mit jedem verkauften Fahrzeug wird die Fondation Barry unterstützt – und somit auch die Schweizer Bernhardiner.

Verantwortlich bei Suzuki Automobile Schweiz: Hanspeter Bachmann (Generaldirektor), Jürg Naef (Leiter Marketing & PR). Verantwortlich bei Metzgerlehner Worldwide Partners, Erlenbach/ZH: Felix Dammann (Creative Direction), Marco Lehner und Patrick Meyer (Strategie/Text), Claudia Hübner, Nadine Neufeld (Beratung), Corinne Räber (Desktop), Mario Müller (Produktion), Bálint Dobozi (Metzgerlehner digital). Media: MM&B Media, Olivia Gass-Sieber.

 

CEO Christian Unger über Ringiers Strategie

Christian Unger, Vorsitzender der Ringier-Konzernleitung, äussert sich in einem Interview mit der NZZ über das Geschäftsmodell des Medienhauses. Er erklärt, welche Pläne Ringier in den Bereichen Print, Unterhaltung und Internet verfolgt.

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In der Schweiz entwickle Ringier drei Standbeine: erstens das Stammgeschäft Print, zweitens die Unterhaltung mit Radio Energy, Ticketverkauf und Konzertveranstaltung und drittens das Internet. Da fokussiere man auf das transaktionsorientierte Geschäft, so CEO Unger. In allen Bereichen richte man sich neu aus.

Die klarste Korrektur sei beim Blick erfolgt. Das Blatt habe sich aufgrund von vielen hausgemachten Problemen in den letzten Jahren unterdurchschnittlich entwickelt. Man habe den Blick bereits stärker im Boulevard positioniert, werde ihn aber noch weiter inhaltlich aufladen. «Der Blick ist noch nicht ganz da, wo ich ihn haben will.»

Glücklich zeigte sich Unger über die Rettung Radio Energys. Der Sender sei ein Baustein in der Unterhaltungsstrategie und spiele bei der Abdeckung der Wertschöpfungskette im Mediengeschäft eine wichtige Rolle. «Das ist ganz wichtig, wenn wir uns den Verbundeffekt von Print zu Radio, zu Events und zu Ticketverkäufen anschauen. Wir wollen Stars vermarkten.»

Unabhängigkeit trotz Vermarktung

Die Unabhängigkeit der Ringier-Medien sieht Unger durch die Vermarktungsinteressen des Konzerns aber nicht gefährdet und fügt folgendes Beispiel an: Wenn der Blick einen gedopten Sportler nicht mehr als solchen darstellen würde, weil dieser von Ringier vermarktet werde, dann würden die andern Medien draufspringen. Dies würde die Ringier-Journalisten abstrafen und den Titel schwächen. «Unsere Redaktionen sind stark genug, zu erkennen, dass sie das aus ureigenem Interesse thematisieren müssten.»

Als Basisgeschäft in der Schweiz sieht Unger immer noch den Printbereich. «Ohne ihn würde ein grosser Baustein in der ganzen Kette fehlen.» Für die weitere Expansion sei jedoch Media Swiss, mit der das Unternehmen die traditionellen Rubrikenmärkte bearbeitet, von höchster Bedeutung. Media Swiss sei eine der rentabelsten Firmen, vor allem die Sparte Autoscout.

Onlinegeschäft zum Teil hochprofitabel

Der Anteil des digitalen Geschäfts von Ringier in der Schweiz liegt derzeit bei über 20 Prozent. Und in zwei Jahren möchte Unger einen Anteil von über 30 Prozent erreichen. Dabei verfolgt der Konzern punkto Online zwei unterschiedliche Strategien: Bei verlagsnahen Onlineaktivitäten gehe es um Grösse, um Traffic. Gewinne brächten aber Services wie Tickets oder Immobilien, so Unger weiter. Hochprofitabel sei neben Autoscout beispielsweise auch Geschenkidee.ch.

Auch zur digitalen Offensive der SRG äusserte sich der CEO: «Ich würde die SRG laufen lassen.» Man solle nicht vorauseilend eingreifen. Der Konsument müsse entscheiden. Wenn dieser mit dem neuen Angebot unzufrieden sei, müsse das zu einer Veränderung der Gebühren führen. 

Interview aus der Werbewoche-Printausgabe mit Christian Unger: «Traffic muss mehr Qualität haben».

Ringier bestimmt Christian Unger zum neuen Konzernchef

(Foto: Keystone)

Publica Data: Radiodaten für das zweite Semester 2010 publiziert

Publica Data hat am Dienstag die Radiodaten des zweiten Halbjahres 2010 veröffentlicht. An einem durchschnittlichen Tag hörten im zweiten Semester 2010 in der Deutschen Schweiz 89,1 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren Radio während durchschnittlich 131,5 Minuten.

Sowohl Reichweite wie Nutzung des Mediums sind in den anderen Sprachregionen leicht tiefer: 86,5 Prozent der Menschen in der Suisse romande hörten täglich rund 118 Minuten Radio. In der Svizzera italiana erreichte das Medium Radio 88,0 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren und die Nutzung lag bei 122,7 Minuten pro Tag.

Die SRG-Programme erreichten in der Deutschschweiz einen Marktanteil von 65,9 Prozent. Die privaten Anbieter kamen auf einen Anteil von 29,3 Prozent. Die DRS-Sender erreichten zusammen einen Marktanteil von 61,3 Prozent. Durchschnittlich rund 1,8 Millionen Menschen hörten in der Deutschschweiz täglich DRS 1. Damit beanspruchte der Sender mit 33,9 Prozent den grössten Marktanteil für sich. Bei DRS 3 waren es durchschnittlich 1,4 Millionen Hörer (Marktanteil: 17,9 Prozent). Beliebtestes Privatradio ist nach wie vor Radio 24. Täglich hörten in der Deutschschweiz rund 292‘800 Menschen den Sender (Marktanteil: 3,1 Prozent). Bei den privaten Kabelradios steht mit rund 98'700 Hörern und einem Marktanteil von 1 Prozent Eviva an erster Stelle. 

Hier geht es zu den Hörerzahlen.

 

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