Zu guter Letzt: Sex sells – wirklich?

Sex sells – keine Frage. Eine rumänische Autoversicherung hat sich in ihrem Werbespot an dieser Regel orientiert und ist dabei vielleicht ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen.

Zwei spärlich bekleidete Damen hüpfen ausgelassen auf Gummibällen umher und bauen, oh Schreck, einen Unfall. Zum Glück sind sie gut versichert, so dass das Problem schnell gelöst ist. Blöd nur, wenn man böse (=nicht versichert) ist und eine ebenfalls spärlich bekleidete Polizistin einen in Handschellen abführen muss … Der Spot wirkt stellenweise wie eine Parodie auf diese Softerotik-TV-Sendungen, wo halbnackte Mädchen versuchen, sich zu billigen Klängen lasziv zu bewegen. Aber wer weiss, vielleicht lässt sich trotzdem der eine oder andere rumänische Mann durch die viele nackte Haut verzaubern und zu einem Versicherungsabschluss motivieren. Die Frauen jedoch hat das Unternehmen als potenzielle Kundschaft wohl für immer verloren.

 

http://www.youtube.com/watch?v=DAyGeu5p9BM

USA: Comcast darf NBC Universal schlucken

Die US-Behörden haben eine Fusion des Medienkonzerns NBC Universal mit dem Kabelnetzbetreiber Comcast unter Auflagen gebilligt. Die Telekommunikationsaufsicht verpflichtete das neue Unternehmen unter der Führung von Comcast dazu, «den Wettbewerb auf dem Videomarkt zu fördern».

Zudem müsse das Gemeinschaftsunternehmen sein Angebot an regionalen Nachrichten auszubauen, mehr Angebote für Kinder entwickeln und zusätzliche Sendungen in spanischer Sprache produzieren, hiess es am Dienstag (Ortszeit) gemäss SDA.

Ausserdem wurde der neue Konzern verpflichtet, Menschen mit niedrigen Einkommen kostengünstige Internetzugänge zu ermöglichen und schnelle Netzverbindungen für Schulen, Bibliotheken und schwach versorgte Gebiete bereitzustellen. Die Wettbewerbsaufsicht im US-Justizministerium ergänzte, dass es für Konkurrenten von Comcast auch weiterhin möglich sein müsse, die Programme von NBC Universal auszustrahlen.

Comcast und der Elektronikgigant General Electrics, dem NBC Universal zu 80 Prozent gehört, hatten die geplante Fusion im Dezember 2009 angekündigt. Damals war von einem Kaufpreis in Höhe von 30 Milliarden Dollar die Rede.Das neue Unternehmen könnte zum grössten Medienkonzern der USA aufsteigen. 2009 setzte Comcast rund 32 Mrd. Dollar um, bei NBC Universal waren es etwa 15,4 Mrd. Dollar. Der Umsatz von Walt Disney lag 2010 bei rund 41 Milliarden Dollar, Time Warner nahm etwa 26,5 Milliarden Dollar ein.
 

Neidhart + Schön: Der neue CEO der heisst Dominik Hug

Dominik Hug ist seit Anfang Januar 2011 neuer CEO der Druckerei Neidhart + Schön.

Mit Dominik Hug übernehme eine erfahrene Führungspersönlichkeit die Aufgabe, das traditionsreiche Unternehmen Neidhart + Schön weiter zur innovativen Mediendienstleisterin auszubauen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Mittwoch. Dies gebe Olivier Neidhart den Freiraum, sich als CEO der Neidhart + Schön Group und als Verwaltungsratspräsident verstärkt der strategischen Entwicklung der Firmengruppe zu widmen.

Dominik Hug verfügt gemäss Mitteilung über 25 Jahre Erfahrung im Verkauf und über 20 Jahre in Führungspositionen. Seine Branchenkenntnisse basieren auf seiner Tätigkeit als Verkaufsleiter einer der führenden Formulardruckereien der Schweiz sowie als Marketing- und Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung im Druckzentrum eines grossen Schweizer Medienhauses.
 

Zu guter Letzt: Die spinnen, die Japaner

Der Durchschnittsjapaner liebt verrückte Computerspiele und Hightech-Toiletten mit Funktionen wie Duftzerstäuber und Klobrillenheizung. Der Videospiel-Hersteller Sega hat diese beiden Leidenschaften unter einen Hut gebracht.

«Toylet» –  dies ist der Name der neuesten Kreation aus dem Hause Sega, die sich zur Zeit in einer Testphase befindet. Und so funktionierts: Bei den Pissoirs sind Drucksensoren eingebaut, die auf den Urinstrahl der Benutzer reagieren. Auf einem kleinen Bildschirm in Augenhöhe kann der Spieler sehen, welche Wirkung sein Urinstrahl auf den Spielverlauf hat. Bei der Realisation der Games mit «urinalem» Spassfaktor hat Sega bezüglich Fantasie und Kreativität alles gegeben: Bei «Graffiti Eraser» etwa müssen die Nutzer virtuelle Graffiti wegspülen, bei «Manneken Pis» wird das Volumen des kleinen Geschäfts gemessen, und bei «Splashing Battle» kann der Pissoir-Benutzer seine Urin-Menge mit derjenigen seines Vorgängers vergleichen. Die Spitze der Originalität erreicht aber eindeutig das Spiel «The North Wind and The Sund and Me » – hier bestimmt die Dauer des Urinstrahls, wie hoch der Rock eines auf dem Display angezeigten Mädchens hochfliegt. Na, dann wünschen wir den Japanern viel Spass – und hoffen, dass der Toylet-Trend nicht irgendwann nach Europa überschwappt. Die Chancen stehen gut – das Experiment soll bloss die Aufmerksamkeit von Werbekunden erregen, eine Kommerzialisierung ist gemäss eines Unternehmenssprechers nicht geplant.
 

Finanz und Wirtschaft: Mark Dittli wird Chefredaktor

Peter Schuppli hat sich entschieden, die Chefredaktion des Magazins Finanz und Wirtschaft auf Ende 2011 abzugeben. Nach seiner Pensionierung wird Schuppli weiterhin als Autor für die Anlegerzeitung tätig sein. Sein Nachfolger heisst Mark Dittli.

Schuppli ist seit 1976 für Finanz und Wirtschaft tätig und leitet die Redaktion seit 2006. Zu seinem Nachfolger hat Verleger Pietro Supino gemäss Mitteilung vom Mittwoch Mark Dittli ernannt. Der bisherige Leiter der Auslandredaktion stiess im Jahr 2000 als Inlandredaktor zur Finanz und Wirtschaft. Anschliessend zeichnete der heute 36-Jährige während fünf Jahren als Auslandkorrespondent für die Wirtschafts- und Finanzberichterstattung aus den Vereinigten Staaten von Amerika verantwortlich. Mark Dittli studierte Betriebsökonomie an der Zürcher Hochschule Winterthur und Journalismus an der New York University in New York.

Während Peter Schuppli die Redaktion bis Ende 2011 weiter führt, wird Mark Dittli als designierter Chefredaktor in den nächsten Monaten gemeinsam mit Martin Coninx, Geschäftsführer Finanz und Wirtschaft, und einem Projektteam ein Konzept zur Weiterentwicklung von Finanz und Wirtschaft umsetzen. Dabei soll der fortschreitenden Internationalisierung der Finanzmärkte und der zunehmenden Bedeutung der Onlineplattform Rechnung getragen werden.

 

Scholz & Friends für Gerber: Ursula Schaeppi «chiflet» mit Nachbar

Ursula Schaeppi liest ihrem Nachbarn im neusten Gerber-Online-Video die Leviten. Nur das gemeinsame Fondue kann die Wogen schliesslich glätten.

Die vorläufig letzte Episode mit Ursula Schaeppi in der Hauptrolle stelle ein weiteres Highlight der Gerber-Fondue-Kampagne dar, heisst es in einer Mitteilung.

Bei der aktuellen Kampagne von Gerber – die Schweizer Fondue-Marke feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen – treffen ganz unterschiedliche Personen mit verschiedenen Ansichten aufeinander, um später doch noch vereint den gemeinsamen Fondue-Plausch zu zelebrieren.

 

Matthias Aebischer verlässt SRF

Der Moderator und Redaktor Matthias Aebischer verlässt das Schweizer Radio und Fernsehen und kandidiert für die Sozialdemokratische Partei bei den Nationalratswahlen.

Matthias Aebischer arbeitet seit 18 Jahren beim Schweizer Fernsehen in verschiedenen Funktionen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Er moderierte unter anderem die Sendungen «Tagesschau», «Kassensturz» und «Club». Nun beendet er sein Arbeitsverhältnis mit SRF und geht in die Politik.

Mitarbeitende beim Schweizer Radio und Fernsehen, die in ihrer Funktion publizistisch tätig sind, dürfen zwar einer politischen Partei angehören, in dieser Funktion aber nicht aktiv werden.
 

Jahrbuch der Werbung gibt Sieger bekannt

Die Preisträger des Wettbewerbes Jahrbuch der Werbung stehen fest. Für ein Megaphon, die höchste Auszeichnung im Wettbewerb, hat es den nominierten Schweizer Agenturen nicht gereicht. Kälinkom & Partner, die Neue LGK und die Agentur am Flughafen dürfen sich aber zu den Bereichs- beziehungsweise Branchensiegern zählen.

Aus über 400 Kampagnen und Werbemassnahmen, die es in der ersten Bewertungsrunde auf die Shortlist des Jahrbuchs der Werbung geschafft haben, wählte die Jury 36 Branchen-, 19 Bereichs- und acht Megaphonsieger. Folgende Kampagnen von Kälinkom & Partner, der Neuen LGK und der Agentur am Flughafen gehören zu den Siegern:

Agentur am Flughafen für Alois Scherrer
Branchensieger Transport, Zustelldienste und Logistik sowie Bereichssieger Dienstleistungen B2B: «Wenn der Newsletter zur Einkaufstasche wird.»

Agentur am Flughafen für Roundtech
Branchensieger Produktionsgüter: «Damit lässt sich jedes Budget kneten.»

Kälinkom & Partner für Siemens-Hausgeräte (Schweiz)
Branchensieger Haushaltswaren und –geräte: TV-Spot «Fußball».

Neue LGK für Gallo Suisse
Branchensieger Nahrung und Genuss: «Schweizer Eier» (> Zum Spot)

> Alle Sieger im Überblick (PDF)

Die Preisverleihung, das Megaphon-Event 2011, findet am 3. Februar 2011 statt. Alle prämierten Arbeiten werden ausführlich im Jahrbuch der Werbung 2011, Band 48 porträtiert und die Platzierten der Shortlist mit ihren Einreichungen dargestellt. So entsteht ein umfangreicher Überblick branchenspezifisch gegliederter Werbung im deutschsprachigen Raum. Das Standardwerk der Werbebranche erscheint im März 2011.

Das Jahrbuch der Werbung erscheint seit 1964 im Econ Verlag. Es dokumentiert das Werbegeschehen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Medien- und Kommunikationsbranche ist das Buch als Standardwerk und branchenspezifisches Nachschlagewerk etabliert. Die Sieger des Wettbewerbs werden mit den Silbernen Megaphonen ausgezeichnet.

 

Daniela Tobler verlässt 20 Minuten

Daniela Tobler, stv. Marketingleiterin 20 Minuten und stv. Verlagsleiterin 20 Minuten Friday, verlässt das Unternehmen per Ende Januar. Nachfolger wird Dominic Beurer.

Nach viereinhalb spannenden und lehrreichen Jahren bei 20 Minuten und insgesamt über sechs Jahren bei Tamedia ziehe es sie weg von der Werdstrasse und raus in die Welt, so Tobler. Ein Abschied falle immer schwer und sie verlasse 20 Minuten mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Tobler ist noch bis 24. Januar bei der Gratiszeitung tätig.
 

WEmad.org macht Social Media-Aktivitäten von Medien-Unternehmen online abrufbar

WEmad.org dokumentiert neue Entwicklungen bei den Online-Medien und veröffentlicht eine täglich aktualisierte Übersicht über die Social Media-Aktivitäten von Medien-Unternehmen.

Die Werbewoche veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 13. Januar eine Übersicht über die Social Media-Aktivitäten von Medien-Unternehmen. Diese Rangliste ist unter Wemad.org/social-media-survey abrufbar und wird täglich aktualisiert. Berücksichtigt werden vor allem Social Media-Aktivitäten, deren Entwicklung für die Kommunikations- und Werbebranche von Interesse ist. Zwar lag beim Aufbau der Liste der Fokus bei Medien-Unternehmen, doch können Unternehmen und Organisationen aus anderen Bereichen sich kostenfrei online eintragen und so dazu beitragen, dass ein möglichst umfassendes Bild zu Stande kommt.
 
WEmad.org will mit einfachen und pragmatischen Vorgehensweisen neue Entwicklungen bei den Online-Medien dokumentieren, die mit herkömmlichen Methoden kaum erfasst werden können. Gelingt es, WEmad.org als breit abgestütztes Branchenprojekt zu etablieren, soll es um verschiedene weitere Aspekte erweitert werden.

Presserat rügt voyeuristische Blick-Berichte

Der Presserat verurteilt die Publikation von Polizeibildern durch den Blick zum sogenannten Bügeleisenprozess. Die blutigen Bilder aus der Tatnacht hätten voyeuristische Bedürfnisse befriedigt und die Beschuldigte schutzlos der öffentlichen Neugierde ausgeliefert.

Im Herbst 2010 hatte die Boulevardzeitung gemäss SDA mehrere Tage gross aufgemacht über den Strafprozess berichtet. Bei diesem wurde der Beschuldigten vorgeworfen, sie habe im Frühjahr 2003 ihren Ehemann nach einem eskalierenden Ehestreit mit dem Bügeleisen erschlagen.

Ein Leser sowie später auch die vom Gericht wegen Totschlags zu 22 Monaten Gefängnis bedingt verurteilte Frau und ihre vier Kinder beschwerten sich daraufhin beim Presserat. Die beiden Beschwerden rügten hauptsächlich die Veröffentlichung von Polizeifotos aus der Tatnacht. Die Veröffentlichung der «blutrünstigen Fotos» verstosse gegen die Menschenwürde der Abgebildeten und ihrer Angehörigen. Die Abgebildete sei zudem aufgrund der Bilder und weiterer im Bericht enthaltener Angaben für Dritte identifizierbar geworden. Zudem habe der Blick-Reporter in Widerhandlung einer Anordnung der Gerichtspräsidentin im Gerichtssaal eine Aufnahme der Beschwerdeführerin und ihrer Anwältin gemacht und das Bild veröffentlicht.

Blick hatte erwidert, die Schwester des Verstorbenen sei rechtlich legitimiert gewesen, die Bilder für die Publikation freizugeben. Wenn es um ein Tötungsdelikt mit einem Bügeleisen gehe, könne man zudem keine harmlosen Bilder erwarten. In seiner am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme verneint der Schweizer Presserat ein öffentliches Interesse an der Veröffentlichung der dem Blick von einer Prozesspartei zugespielten Polizeibilder. Vielmehr diene die Publikation dieser «Schockbilder» vornehmlich der Befriedigung voyeuristischer Bedürfnisse.
 

Swiss Hotel Film Award startet in die zweite Runde

Nach der erfolgreichen Durchführung des ersten Kurzfilm-Wettbewerbs der Schweizer Hotellerie im Jahr 2009 startet der Swiss Hotel Film Award in eine weitere Runde.

Der Swiss Hotel Film Award wurde im Jahr 2009 von Hotelleriesuisse erstmals durchgeführt mit dem Ziel, aktiv zur Imageförderung der Schweizer Hotellerie beizutragen und neue Wege der Hotelvermarktung aufzuzeigen. Der Wettbewerb lädt Profi-, Nachwuchs- und Amateurfilmer zur kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema Hotel ein und öffnet ihnen Hoteltüren zu attraktiven Drehorten.

Der Wettbewerb ist zweistufig angelegt: In einer ersten Phase reichen die Teilnehmenden ihre Filmkonzepte ein, die von einer Fachjury beurteilt werden. Die Konzepteingabe erfolgt via Website, Eingabeschluss ist der 31. März 2011. Die Jury gibt am 12. Mai die Nomination von zwanzig Projekten bekannt. Die Nominationen bedeuten zugleich den Startschuss für die zweite Phase – die Dreharbeiten im Hotel. Maximal zwei Tage hat die Filmcrew Zeit, die Drehbücher umzusetzen. Die Dauer der Filme ist auf maximal fünf Minuten beschränkt. Bereits bei der Konzepteingabe geben die teilnehmenden Filmerinnen und Filmer ihre Hotel-Präferenz an. Alle Mitgliederhotels von Hotelleriesuisse haben die Möglichkeit, sich bis 31. März bei Hotelleriesuisse als Schauplatz für die maximal zweitägigen Filmaufnahmen zu bewerben.

Die eingereichten Filmbeiträge werden nicht nur von der Fachjury begutachtet, sondern stellen sich auf der Website Swisshotelfilmaward.ch auch dem Urteil der Internet-Community. In der Fachjury sitzen Kenner der Filmszene sowie Vertreter der Hotellerie, die aus allen Landesteilen der Schweiz stammen. Die Verleihung der Jurypreise für die drei besten Beiträge sowie des Publikumspreises findet am 25. August in der Arena Filmcity in der Sihlcity Zürich statt. Die Preissumme beträgt insgesamt 20'000 Franken.

Eingabe der Filmkonzepte: Swisshotelfilmaward.ch
Bewerbung der Hotels als Drehort: [email protected], Tel. 031 370 42 87
 

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