Westschweizer Fernsehen kippt Mister Schweiz aus dem Programm

Der schönste Mann der Schweiz stösst beim Westschweizer Fernsehpublikum auf wenig Interesse. Der Sender TSR kippt die Übertragung der Mister Schweiz-Wahl aus seinem Programm. Im letzten Jahr erreichte die Sendung auf TSR nur noch 15 Prozent Marktanteil.

Die sei für eine Sendung in der Hauptsendezeit eindeutig zu wenig, sagte TSR-Unterhaltungschef Thierry Ventouras auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er bestätigte damit einen Artikel der Tribune de Genève vom Donnerstag. Mit dem Verzicht auf die Ausstrahlung wird TSR die Sendung künftig auch nicht  mehr alle drei Jahre produzieren. Bisher wurde die Wahl abwechslungsweise von SRF, TSR und TSI übernommen und in den entsprechenden Sprachregionen ausgetragen.
 
Dabei spare der Sender so alle drei Jahre mehrere hunderttausend Franken, die nun für andere Projekte verwendet werden könnten, sagte Ventouras. Nicht in Frage gestellt ist bei TSR hingegen die Ausstrahlung der Miss-Schweiz-Wahlen, welche gemäss Ventouras Marktanteile von rund 30 Prozent erreichen.
 
Auch im Tessin wird es eine Änderung geben: Das Tessiner Fernsehen TSI hat sich dazu entschlossen, sich nicht mehr an der Produktion der Mister-Wahlen zu beteiligen. Die Ausstrahlung ist von diesem Entschluss vorerst aber nicht betroffen: Die Wahl vom April 2011 wird auch im Tessin zu sehen sein. Ob es danach weitergeht,
will das TSI nach der Wahl entscheiden, wie TSI-Sprecherin Stefania Verzasconi erklärte.
  
Die Marktanteile der Wahl sind auf SF zwar noch deutlich höher als in der Westschweiz, aber in den letzten Jahren sind sie langsam aber stetig gesunken – von 31.4Prozent im Jahr 2008 auf 30.9 Prozent im 2009 und schliesslich auf 27.7 Prozent im letzten Jahr. Es steht lauf Reichlin nicht fest, wie viele Zuschauer die Wahl in diesem Jahr mindestens erreichen muss, um im Programm zu bleiben. Eine definitive Grenze gebe es nicht.
 

Neues Mandat für PR-KFS

Die PR-KFS, Karl Schneider AG betreut neu die Technomag. Das Schweiz-weit tätige Unternehmen Technomag ist Inhaberin der Marke CarXpert. Für eine Label-Ablösung hat das Unternehmen die Agentur PR-KFS engagiert.

Dieses neue Premium-Werkstattkonzept für unabhängige Multimarken-Garagen wird das bisherige Label von Technomag, AD Garage, bis Spätsommer 2011 ablösen. Die Agentur PR-KFS, Karl F. Schneider AG, steht der Technomag während der Umstellung beratend zur Seite und ist zuständig für die Medienarbeit von carXpert.
 

iStockphoto erweitert Angebot um redaktionelle Bilder

Die Bildagentur iStockphoto erweitert sein Angebot an Fotos, Grafiken, Sounds und Videos ab sofort um die Kategorie «Redaktionelle Bilder». Diese sind ausschließlich redaktionell nutzbar. Zielgruppe sind daher Nachrichtenredaktionen, Verlage, Magazine oder Blogger, welche die Dateien als Illustration im redaktionellen Kontext - also nicht für werbliche Zwecke - verwenden.

Die Bilder von iStock wurden zwar auch schon bisher weltweit für redaktionelle Zwecke verwendet. Mit dem vergrößerten Angebot von Fotos, die ausschließlich für die redaktionelle Nutzung bestimmt sind, präsentiere man nun eine Schatzkammer voll mit neuem Material: Bilder mit einem klaren Realitätsbezug zu Themen, die für Kunden weltweit relevant seien. Auch für Künstler bedeute das viele neue Arbeitsmöglichkeiten. Dies sagt Kelly Thompson, COO von iStockphoto in einer Mitteilung auf Presseportal.ch.

Da redaktionelle Bilder nicht für kommerzielle Zwecke eingesetzt werden können, werden die Bilder der neuen Kollektion zur eindeutigen Unterscheidung ein auffälliges Wasserzeichen besitzen und bei den Suchergebnissen an einem orange-farbenen Icon zu erkennen sein. Bei der Bildsuche kann die Anzeige redaktioneller Bilder auch ausgeschlossen werden. Wie bei allen iStock-Dateien beinhaltet der Erwerb der Nutzungsrechte die iStock Garantie – eine Zusage, dass die Medienhalte keine Urheberrechte, Warenzeichen, Rechte des geistigen
Eigentums noch Persönlichkeitsrechte verletzen.

 

Swiss Press Photo: Fotograf René Burri erhält nationalen Preis für Lebenswerk

Swiss Press Photo feiert dieses Jahr seinen 20. Geburtstag. Aus diesem Anlass überreicht die Fondation Reinhardt von Graffenried am 8. April im Berner Stadttheater dem Pressefotografen René Burri den «Swiss Press Photo Life Time Achievement Award» in der Höhe von 20'000 Franken.

Der Preis wird anlässlich der Verleihung der Schweizer Preise für Lokaljournalismus in Print, Online, Radio, Fernsehen und des Schweizer Preises für Pressefotografie verliehen. Die Jury wird die Journalisten, die in den verschiedenen Kategorien für die Nominierung vorgeschlagen werden, am 3. März 2011 bekannt geben.

René Burri, geboren am 9. April 1933 in Zürich, hat sein ganzes Leben der publizierten Fotografie verschrieben, wie es in einer Swiss Press Photo-Mitteilung vom Freitag heisst. Burri sei der weltweit bekannteste Schweizer Fotoreporter seiner Generation und habe auf allen Kontinenten für Schweizer und internationale Printmedien fotografiert. Swiss Press Photo feiert in doppelter Weise, denn am Tag nach der Preisverleihung begeht René Burri seinen 78. Geburtstag.
 

Neue Mediensprecherin bei Swisscom

Annina Merk wird per 1. März 2011 neue Mediensprecherin von Swisscom. Sie arbeitet seit 2008 für das Unternehmen und war seither in verschiedenen Bereichen tätig, zuletzt als PR-Spezialistin für den Bereich Privatkunden.

Annina Merk hat 2008 ihr Studium für Journalismus und Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in Winterthur abgeschlossen. Sie übernimmt unter anderem die regionale Medienarbeit in der Deutschschweiz und löst Myriam Ziesack ab, die das Unternehmen Ende Februar verlassen wird und als Mediensprecherin zur Fluggesellschaft Swiss wechselt. Dies schreibt Swisscom in einer Mitteilung vom Freitag.

Der Mediendienst setzt sich künftig wie folgt zusammen: Sepp Huber (Leitung), Carsten Roetz (Stv.), Annina Merk, Christian Neuhaus, Olaf Schulze und Andrea Tröhler (Assistenz).
 

Bastiaan van Rooden im Gespräch mit der Werbewoche

Die Berner Agentur Nothing hat sich weitgehend auf die Entwicklungen von Spielen spezialisiert. CEO Bastiaan van Rooden zeigt auf, worauf es ankommt und wie es weitergeht.

WW: Mit welchen Erwartungen an ein Werbespiel kommen Kunden zu Ihnen?
Bastiaan van Rooden: Oft sind unsere Kunden auf der Suche nach einem Ausweg aus den üblichen Online-Werbemethoden wie Bannern oder Microsites und wollen sich ihrer Zielgruppe moderner, mutiger und innovativer präsentieren. Sie erwarten von uns ein massgeschneidertes Konzept, von welchem wir wissen, dass sich ihre Botschaft, ihr Produkt oder ihre Dienstleistung in Form eines Spieles umsetzen lässt. Beratung spielt momentan noch eine grosse Rolle. Beim Erstkontakt können wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen und vorhandenen Statistiken unsere Kunden die Verunsicherung vor diesem neuen Medium nehmen. Wir können aufzeigen, dass die Besucher auch heute noch bereit sind, sich mit (Werbe-) Botschaften auseinanderzusetzen wenn sie im Gegenzug auch etwas bekommen – Spiel, Spannung und die Möglichkeit zu interagieren.

Was kostet die Entwicklung von Online-Werbespielen und mit welchem Eigenaufwand muss der Kunde insgesamt rechnen?
Um ein abgerundetes, qualitativ hochwertiges Spiel herzustellen, sprich Konzept, Design, Entwicklung auf eine Ebene zu bringen, welche eine relevante Wirkung erreicht, starten wir bei einem Budget von 20'000 Franken. Kommen ausgefeilte Server-Komponenten wie sichere Online-Hiscore und statistische Auswertung, aber auch Weiterempfehlungssysteme über E-Mail, Twitter und Facebook hinzu, sind höhere Investitionen nötig. Da Spiele in Logik, Gestaltung und Vermarktung komplex oder umfangreich werden können und wir unsere Produkte immer massgeschneidert herstellen, kann ein Budget z. B. für eine innerhalb einer Kampagne laufende Spielserie auch schon bis auf 200'000 Franken zu stehen kommen.

Mit welchen Zahlen können Sie aufgrund Ihrer Erfahrung den Erfolg von Werbespielen belegen?
Während Banner um Klickraten im Promillebereich oder Produkt-Websites um Aufmerksamkeit im Sekundenbereich kämpfen, sprechen wir von Klickraten im zweistelligen Prozentbereich und von mehreren Minuten intensiver Aufmerksamkeit. Im Extremfall sogar Stunden. Anlass genug, um Spiele als Werbemedium Ernstzunehmen! Auch seitens der Auftraggeber nimmt die Zahl derjenigen zu, die Spiele nach einer ersten Produktion fest in ihre Marketingaktivitäten aufnehmen.

Typischerweise sind Online-Games Teil einer Gesamtkampagne und der Gesamtaufwand entsprechend hoch. Stimmt der Eindruck, dass im kleinen Schweizer Markt sich diese Werbeform nur die ganz grossen Unternehmen leisten können?
Unser Kundenportfolio im Bereich der Werbespiele besteht tatsächlich vorwiegend aus grossen Unternehmen wie Migros, Viseca, Swisslos oder der BKW. Interessanterweise liegt dies jedoch eher an der Tatsache, dass die Marketingabteilungen der genannten Firmen die Wirksamkeit von solchen Spielen früher erkannt haben und KMU noch eher konservativ ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Dies trotz Budgets, die für Spielproduktionen ideal sind: mit 40 000 Franken kann eine umfassende Ein-Spiel-Kampagne gemacht werden, auch ein grosses Unternehmen zahlt hier nicht mehr. Klar haben in eine Gesamtkampagne eingebettete Werbespiele den Vorteil, initial viel Besucher anzuziehen, was sie dann hinsichtlich des viralen Effekts zu wahren Selbstläufern macht. Aber nicht allein die Besucherzahlen sind von Bedeutung, sondern auch die Qualität der Besucher: Spieler können zu wirksamen Markenbotschaftern werden. Denn Spiele haben enormen Brandingeffekt und können Botschaften durch ihre immersiven Eigenschaften hervorragend übermitteln. Spiele eröffnen hier gerade für nicht grosse Unternehmen sehr interessante Perspektiven für verhältnismässig wenig Budget.

Welche Online-Games – ob von Ihnen entwickelt oder nicht – erachten Sie als beispielhaft und weshalb?
Zwei Beispiele möchte ich hier erwähnen, die mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Budgets produziert wurden: http://www.gettheglass.com: Eine mehrfach ausgezeichnete Grossproduktion für das California Milk Processor Board, um die vielfältigen, sich positiv auf die Gesundheit auswirkenden Eigenschaften des Milchgenusses einem jungen Publikum zu präsentieren.
http://game.login.org: Für eine Cross-Media-Kampagne des Login, dem Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs, produzierte Nothing ein Actionspiel. Zukünftige Lehrlinge sollten damit mit den Leistungen des Login vertraut gemacht werden. Der gelbe Ball wurde hierbei im Sommer 2010 in Strandbädern mit aufgedrucktem Link zum Spiel verteilt. Das Resultat spricht für sich und ich zitiere die dafür verantwortliche Projektleiterin: «Das Beste, was Login je gemacht hat.» cjw

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Regional, national, international

Dachcom im Dreiländereck Rheineck wurde 1983 von Christin und Otto Gmeiner als Konzeptions-Atelier gegründet. Heute beschäftigt die Agentur für integrierte Kommunikation 64 Mitarbeitende an 5 Standorten und findet sich auf Rang 14 im Ranking des BSW.

Es muss nicht immer Zürich sein. In Rheineck SG hat sich innerhalb von 25 Jahren ein kleines Grafik-Atelier vom Küchentisch aus zu einer BSW-Agentur mit 5 Standorten und 64 Mitarbeitenden entwickelt. Dachcom ist heute auf Rang 14 im Ranking der «leading swiss agencies» positioniert – und sieht weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

«Der Agentursitz ist für uns kein Kriterium. Das Team und die Zusammensetzung der Talente sind entscheidend. In unserer Agentur arbeiten Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir haben über die Jahre gelernt, die verschiedenen Mentalitäten zu einer starken Einheit werden zu lassen. Wir betreuen Kunden in München, Stuttgart, Salzburg, Zürich, Bern und Lugano», stellt Otto Gmeiner seine Agentur im «Elevator-Pitch» vor.

Der Mitbegründer von Dachcom hat in der Ostschweiz die Berufslehre zum Typografen abgeschlossen, in Zürich an der Kunstgewerbeschule die Ausbildung zum Gestalter und am Sawi in Biel sowie am damaligen Institut für Absatz und Handel der Hochschule St. Gallen die Ausbildung zum Werbe- und Marketingfachmann. Seine Lebens- und Geschäftspartnerin Christin Gmeiner stammt ebenfalls aus der Region und hat sich autodidaktisch in Werbung und Kommunikation ausgebildet. 1983 entschieden sich die beiden, als Paar in einer Ateliergemeinschaft zu arbeiten. «Dieser Schritt war in unserem Bewusstsein kein Wechsel in die Selbständigkeit, sondern lediglich der Wunsch, unsere kreative Arbeit als Gestalter im Spannungsfeld von einer verflossenen zu einer neuen Arbeitsstelle sinnvoll zu überbrücken», erinnern sie sich. «Jung und unbelastet. Vielleicht sogar ein bisschen naiv. Finanzielle Sicherheiten waren nicht wichtig. Man konnte auch mit wenig leben. Kunden waren keine da. Nach einem Mailing und ein paar Telefonanrufen konnten wir dann erste Auftraggeber mit unseren Arbeiten begeistern.»

Zuerst geschäftete das Paar in seiner Privatwohnung. Schon bald musste aber eine Nachbarwohnung dazugemietet werden. Nach sieben Jahren beschäftigte das Atelier bereits 10 Mitarbeitende. 1988 wurde in Rheineck eine grosse Agentur-Liegenschaft gekauft. Die Leistungspalette wurde ständig erweitert. Zum grafischen Atelier sind Beratung, Strategie, Konzeption, Text und Web-Marketing dazugekommen. «Es braucht Glück, Freude und Neugier. Auch Durchhaltewillen, wenn einmal drei Präsentationen hintereinander nicht greifen. Aber es hat sich immer wieder Neues entwickelt.»

Das Unternehmen Dachcom gehört Christin und Otto Gmeiner zu gleichen Teilen. Christin Gmeiner ist verantwortlich für die Vernetzung und die Organisation der verschiedenen Dachcom-Standorte, ist die Anlaufstelle für die Mitarbeitenden und verantwortlich für die Personalentwicklung. Trotz dieses breiten Aufgabenbereichs findet sie weiterhin Zeit für die Betreuung ausgewählter Kunden. Otto Gmeiner trägt die Verantwortung für die Kunden- und Strategie¬beratung und für die New-Business-Entwicklung.

Dabei wird er von Hans Peter Kammermann unterstützt. Die beiden haben gemeinsam die Kunstgewerbeschule in Zürich besucht. Kammermann wirkte im Display-Bereich bei Möbel Pfister sowie 12 Jahre im Medien- und Verlagsbusiness, zuletzt als Marketingleiter beim Aargauer Tagblatt. Nach einem Aufenthalt in den USA hat er sich wieder mit seinem früheren Schulfreund getroffen. Seither hat Kammermann bei der Entwicklung verschiedener Diversifikationen innerhalb der Dachcom sein breites Fachwissen eingebracht.

Seit Jahren ist auch Heinrich Gmeiner, der Bruder von Otto, zusammen mit Bernd Leisner als CD für die Kreation am Standort Rheineck verantwortlich. Strukturell wird hier mit zwei Kreationsteams und zwei Beratungsteams gearbeitet. Am Agenturstandort Rheineck arbeiten aktuell 29 Leute.

Die weiteren Niederlassungen sind formal¬juris¬tisch eigenständig und werden jeweils von einem Standortleiter geführt. Seit mehreren Jahren ist Dachcom auch in Lindau (D) präsent. Dort arbeiten 8 Leute vor allem für Kunden im süddeutschen Raum, wie zum Beispiel für Real i. S., eine Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank. Ebenfalls 8 Leute arbeiten bei Dachcom in Schaan (FL). Der Standort wird durch Christoph Mähr und Alexandra Hofmänner geleitet. Ein wichtiger und langjähriger Kunde an diesen Standort ist Flumroc. «Liechtenstein ist ein kleines Ländle. Aber damit man dort Fuss fassen kann, muss man mit einer eigenen Firma vor Ort auftreten können.»

Der Grenzraum war für Dachcom schon früh sehr wichtig – was sich auch im Namen (D-A-CH) ausdrückt. «Konstanz, Lindau, Bregenz, Dornbirn ist unser privater Lebensraum wie auch unser Einzugsgebiet», erklärt Christin Gmeiner. 2003 kam am Standort Winterthur eine Fullservice-Agentur mit rund 10 Leuten dazu, die heute durch Röne Bertschi geleitet wird. Die traditionsreiche Agentur kämpfte damals mit Nachfolgeproblemen und bildet inzwischen den Brückenkopf der Dachcom zum Werbemekka in Zürich. Um neue Kunden im Raum Bern effizient betreuen zu können, wurde 2009 zusätzlich ein Beratungsbüro in Worb eröffnet.

Einen Vorteil der verschiedenen Standorte sieht die Geschäftsleitung in der breiten geografischen Kunden-Branchen-Struktur, die Sicherheit bedeutet. «Unsere Agentur steht auf verschiedenen Beinen. Übersichtliche Teamgrössen, nahe am Kunden, mit breitem Erfahrungs- und Dienstleistungsportfolio im Hintergrund, das ist unser Rezept.»

Um all diese Standorte optimal führen zu können, hat Dachcom viel in die entsprechenden IT-Tools investiert und ist heute sehr gut vernetzt. Die verschiedenen Standorte ergeben Synergien bei Kapazitäten, aber auch im kreativen Bereich. Wenn es einen gewissen Schub braucht, stehen mehrere Agenturen bereit. Die Mitarbeiter arbeiten standortübergreifend und projekt- sowie kundenorientiert. Auch der Wettbewerb zwischen den einzelnen Standorten macht Sinn. Aktuell steckt je ein Team in Winterthur und Rheineck im selben Pitch. In einer ersten Phase können auf diese Art unterschiedliche Ideen und Lösungsansätze unabhängig reifen, die später für die entscheidende Präsentation zusammengeführt werden.

Für die kreative und technische Umsetzung von Web-Marketing-Projekten kommt die Tochterfirma Dachcom Digital zum Einsatz. Diese ist ebenfalls in Rheineck zuhause. Die zwölf Spezialisten arbeiten allerdings nicht im Mutterhaus, sondern in einer Dependance in einem barocken Herrschaftshaus. Dieses historische Gebäude bietet «ein anregendes Spannungsfeld» für Ideen, bei denen sich Technik und Kreativität befruchten. Dachcom darf sich dabei rühmen, im Bereich Internet in der Schweiz eine Pio¬nier¬rolle eingenommen zu haben.

Bereits 1999 wurde Dachcom Digital als Aktiengesellschaft gegründet. Als Spezialist der ersten Stunde ist Thomas Kessler eine treibende Kraft zusammen mit Markus Scheffknecht und Manuel Schmidhauser. Die räumliche Trennung vom Stammhaus sieht Otto Gmeiner als Vorteil. Der digitale Bereich kann sich so zu einem wirklichen Hot Spot entwickeln und damit auch spannende Spezialisten anziehen.

Ansonsten sei es kein Problem, im Dreiländereck gute Leute für eine Werbeagentur zu finden. «Es gibt viele Kreative, die in diesem Grenzraum gross geworden sind und nach einem beruflichen Abstecher in Wien, München oder Zürich gerne wieder in ihre alte Heimat zurückkommen. Der Grenzraum kommt uns da entgegen», meint Christin Gmeiner.

Einen sichtbaren Dachcom-Stil nach aussen gibt es nicht. Nach innen typisch ist hingegen das pragmatische Vorgehen. «Wir arbeiten von Beginn weg spartenübergreifend und immer in einem grösseren Team.» Bei Dachcom spielt sich keiner als König auf, auch die Inhaber nicht. Entsprechend ist es nicht das Ziel, sich an möglichst schillernden Kreativwettbewerben zu beteiligen. «Wir sind Macher. Wenn die Leistung stimmt, ergeben sich unweigerlich weitere Anziehungspunkte», sind die Kreativen bei Dachcom von ihrem Arbeitsstil überzeugt. Ein Beweis für diese Haltung: Verschiedene Mitarbeiter des ersten Kunden Flawa-Watte sind heute für ganz andere Betriebe federführend. Sie wurden aber zu neuen Kunden und arbeiten nach wie vor mit Dachcom zusammen.

Einmal pro Jahr gibt es den D-Day, ein zentrales «Fest» für alle 6 Standorte. Wenn dann über 60 Leute zusammenkommen, wird es Christin und Otto Gmeiner bewusst, was sich in den Jahren aus ihrer spontanen Idee mit dem eigenen Atelier in ihrer kleinen Wohnung entwickeln konnte. Das Erfolgsrezept? «Vielleicht sind wir durch unsere Unbefangenheit und durch den speziellen Standort in der Grenzregion einfach andere Wege gegangen und haben unseren Wirkungskreis logischerweise über die nahen Landesgrenzen mit weiteren Agenturstandorten ausgedehnt. Wir hören gut auf unsere Kunden und setzen Bedürfnisse, die wir zu erkennen glauben, schnell und unkompliziert um. Wir machen die Dinge so, wie wir glauben, sie müssten sein, ohne uns vom Mitbewerber-Umfeld beeinflussen zu lassen.»

Und die Zukunft? Dachcom Digital soll noch in diesem Jahr weiterausgebaut werden. Für die anderen Standorte ist kontinuierliches Weiterwachsen angesagt. Wobei es hier neben den unternehmerischen auch noch zwei leibliche Töchter gibt. Diese arbeiten inzwischen auch im Familienunter¬nehmen. ¬Myriam als Kommunikationsplanerin, -Simone als Grafikerin. Andreas Panzeri

Dachcom – das Team
«Wichtig ist für uns das ganze Team und das Zusammenspiel der einzelnen Talente miteinander. Daneben tragen die leitenden Personen natürlich die Verantwortung. Die Standortleiter sind Jürgen Paudert, Lindau (D); Röne Bertschi, Winterthur; Christoph Mähr, Schaan (FL); Markus Scheffknecht, Digital, sowie Christin und Otto Gmeiner, Rheineck. Der Bereich U-Entwicklung liegt in der Verantwortung von Hans Peter Kammermann. Als CDs zeichnen Heinrich Gmeiner und Bernd Leisner verantwortlich. Die Beratungsgruppen werden durch Röne Frommelt und Didier Graf geleitet. Die Kreationsgruppen in Rheineck durch Hubert Stemer und Martin Küng. Im Bereich Dachcom Digital ist Thomas Kessler CD und Manuel Schmidhauser Leiter Projekte.»

Kernkompetenzen
Dachcom entwickelt integrierte Kommunikationslösungen für Kunden aus den D_A_CH-Ländern. Dazu gehören Analysen, Positionierungen und die Entwicklung von Markenwelten, die Entwicklung von Kommunikationskonzepten, Kommunikationsdesign, CI-CD-Konzeptionen, Editorial und Text, Projektabwicklung und Gesamtrealisation, Web-Marketing, Web-Screendesign, Web-GUI-Oberflächen, technische Umsetzung von webbasierenden Funktionalitäten (CMS, PIM, MAM).

dachkom
 

The House Agency öffnet im Zürcher Seefeld die Türen

Anfang 2011 wurde die Agentur The House in Zürich gegründet. Im Fokus steht die Verschmelzung von On- und Offline. Aufgrund der Informations-Überbelastung werde eine Denkhaltung konsequent gelebt: «Einfach, schnell, kreativ».

Die Agentur hinterfrage heutige Kommunikationsprozesse/-Methoden mit dem Ziel, die Effizienz von Kampagnen massiv zu steigern. Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung. Man agiere interdisziplinär nach dem Prinzip: Nur der Markt bestimmt, was Erfolg hat.
 
Die Agentur hat bereits erste Kunden gewonnen. Das 8-köpfige Team kennt sich aus gemeinsamer Zeit bei anderen Agenturen und wird aktuell von Peter Trüb, Nico Podgorny und Gerry Flückiger geführt, welcher die Aufbauphase aktiv begleiten wird.

Publisuisse: Umsatzplus von 35 Millionen Franken

Die Werbevermarkterin Publisuisse hat im Geschäftsjahr 2010 einen Nettoumsatz von knapp 322 Millionen Franken erzielt. Damit wurde das Vorjahresergebnis (287 Millionen Franken mit 12 Prozent deutlich übertroffen. Der Nettoumsatz aus der Vermarktung klassischer TV-Werbung für die Programme der SRG SSR beträgt rund 300 Millionen Franken.

Auch bei den übrigen Geschäftsfeldern (TV- und Radio-Sponsoring, Crossmedia) konnte mit total 21 Millionen Franken im Vergleich zum Vorjahresergebnis in diesen Bereichen ein markanter Zuwachs von 11 Prozent erzielt werden. Der Reingewinn nach Steuern beläuft sich auf 1.4 Millionen Franken.

Nach dem wirtschaftlich schwierigen 2009 mit Umsatzeinbussen in allen Geschäftsfeldern von Publisuisse hat sich die schweizerische Wirtschaft deutlich schneller als erwartet erholt. Getrieben durch ein starkes Wachstum der elektronischen Medien profitierte der gesamte Werbemarkt von dieser Entwicklung. Das Fernsehen baute seine Position als Leitmedium weiter aus und die Werbewirtschaft nutzte die qualitativen Vorzüge der Premium-Produkte der SRG für die Platzierung ihrer Botschaften verstärkt. Die schreibt die Publisuisse in einer Mitteilung vom Donnerstag. Zudem hätten sich auch die intensivierten Aktivitäten im Bereich der Neukundengewinnung positiv auf das Geschäftsergebnis ausgewirkt.

Obwohl die Wirtschaftsprognosen für 2011 eine leichte Verlangsamung des konjunkturellen Aufschwungs voraussagen, schätzt die Werbevermarkterin die Aussichten für den Werbemarkt weiterhin positiv ein. Dies zeige auch die gute Umsatzentwicklung bei Publisuisse im 1. Quartal. Zudem lasse die moderate Liberalisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Programme der SRG eine leichte Optimierung des Publisuisse-Angebots zu.
 

Schweizerische Diabetes-Stiftung: Medienpreis 2011 ausgeschrieben

Die Schweizerische Diabetes-Stiftung hat ihren Medienpreis zum zweiten Mal öffentlich ausgeschrieben. Angesprochen werden alle professionellen Medienschaffenden in der Schweiz, welche im Jahre 2010 einen Beitrag (print oder elektronisch) zum Thema Diabetes mellitus publiziert haben.

Inhaltlich müssen Themen rund um die allgemeine Aufklärung über die Zuckerkrankheit, die rechtzeitige Erkennung, die zweckmässige Behandlung, die Schulung oder die Prävention von Diabetes abgedeckt sein. Nicht teilnahmeberechtigt sind wissenschaftliche Publikationen in medizinischen Fachzeitschriften sowie Publireportagen und ähnliches. Die Preissumme beträgt 5‘000 Franken. Der Preis wird am 12. November 2011, während des 2. Deutschschweizer Diabetikertags in Basel verliehen.

Die Schweizerische Diabetes-Stiftung bezweckt die Förderung und Unterstützung der wissenschaftlichen Forschung über die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und der damit im Zusammenhang stehenden medizinischen und sozialmedizinischen Untersuchungen, die allgemeine Aufklärung über die Zuckerkrankheit, über ihre rechtzeitige Erkennung und zweckmässige Behandlung, sowie insbesondere über die Schulung der Diabetes-Betroffenen. Dies schreibt die Stiftung in einer Mitteilung auf Presseportal.ch.

Schriftliche Eingaben müssen bis zum 31.3.2011 an das Sekretariat der Schweizerischen Diabetes-Stiftung, Stichwort: Medienpreis, Rütistrasse 3a, 5400 Baden gerichtet werden, inklusive Originalpublikation und CV. Die Jury, die aus fünf Fachexperten besteht, wird den Preisträger oder die Preisträgerin bis Ende Juni 2011 schriftlich benachrichtigen.
 

Summa cum laude für die NZZ

Nachdem bekannt geworden ist, dass der Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg einen grossen Teil seiner Dissertation abgeschrieben haben soll, reagieren die Medien und werben mit dem Thema.

Die NZZ am Sonntag wirbt mit den Plagiatsvorwürfen für ihr Abo. Denn der Minister soll auch bei dem Wochenendableger der NZZ abgeschaut haben. Da Guttenbergs Doktorarbeit am Ende die Auszeichnung «Summa cum laude» erhielt, gibt es nun auch für das Werbemotiv die akademische Bestnote. Und so wirbt die NZZ mit «Summa cum laude – Universität Bayreuth» für ihre Sonntagsausgabe.
 

Hochspannung: Grünes Couvert von Cashgate neu inszeniert

Letzten Sommer gewann die Zürcher Werbeagentur Hochspannung den Pitch um den Privatkredit- und Leasinganbieter Cashgate. In der Zwischenzeit wurde die Gesamtkampagne, die seit einigen Monaten in der gesamten Schweiz zu sehen ist, realisiert.

Zentrales Element der neuen Kampagne ist das grüne Couvert, das bei Cashgate schon länger als Key-Visual im Einsatz ist. Die Agentur hat das ursprünglich blanke Couvert mit einem Smiley versehen und ihm so eine neue Bedeutung verliehen. Ziel der neuen Werbekampagne ist er, die Marke zu stärken, den Bekanntheitsgrad zu steigern sowie die Akzeptanz von Privatkrediten weiter zu erhöhen.
 
Die Kampagne ist in mehreren Wellen auf Plakaten, Inseraten, Mailings, Internetbanner sowie auf diversen Below-the-Line Massnahmen Schweiz-weit zu sehen.
 
Verantwortlich bei Hochspannung, Zürich: Tom Fäh, Stefanie Fricker, Marco Huber, Matthew
Katumba, Alex Taiganidis. Fotografie: Marc Straumann. Verantwortlich bei Cashgate: Edwin C. Dünki, Anita Bain, Ladina Baumann.
 
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