Tamedia ohne TV/Radio?

Tamedia überprüft offenbar ihre Strategie bezüglich TV und Radio. Im Vordergrund stehen dabei das offenbar defizitäre Tele Züri sowie Radio 24. Was würde ein Verkauf dieser Sender für Tamedia bedeuten und wer käme als Käufer infrage.

An der Jahrestagung 2009 der Schweizer Presse bekannte VR-Präsident Pietro Supino in klaren Worten, dass für Tamedia Print und Online im Fokus stehen. Die elektronischen Medien sind also eher geduldet – solange sie keine grösseren Verluste einfahren. Wenn man sich jetzt bei Tamedia mit der Frage eines Verkaufs befasst, kann das nur heissen, dass es Verluste gibt. An der Präsentation der Halbjahreszahlen 2010 hielt Martin Kall denn auch fest, dass die Radio- und TV-Aktivitäten hinter den Erwartungen zurückbleiben und keinen Ergebnisbeitrag liefern würden. Und im Geschäftsbericht 2009 wurde für den ganzen Bereich elektronische Medien (also inkl. des als erfolgreich dargestellten Online-Geschäfts) ein Betriebsergebnis von –1,41 Mio. Franken ausgewiesen. Dabei ist offensichtlich, dass die Verluste nicht von Radio 24, sondern von TeleZüri stammen. Und dies trotz der relativ grossen Freiheiten, die der nicht mehr konzessionierte Sender bezüglich Verbreitung und Werbung geniesst.

Tele Züri – erfolgreichster Lokalsender Europas
Andrea Haemmerli, Kommerzielle Leiterin von TeleZüri und Radio 24, nimmt zu den Verkaufsgerüchten keine Stellung. Sie weist aber darauf hin, dass Tele-Züri 2010 zwischen 18 und 23 Uhr im Grossraum ¬Zürich hinter SF 1 und SF 2 auf die dritthöchste Nettoreichweite kam. Allein in der ersten Sendestunde (18–19 Uhr) erreichte TeleZüri gut 100 000 Zuschauer. Das sind zwar rund 48 000 weniger als SF 1, aber immerhin etwa 28 000 mehr als SF 2, das mit 73 000 Zuschauern auf dem dritten Rang liegt. Und die Sehdauer von 19 Minuten pro Zuschauer liegt in dieser Stunde auf Augenhöhe mit SF 1.

Diesen Zahlen fügt Haemmerli an, dass TeleZüri auch im europaweiten Vergleich der mit Abstand erfolgreichste Lokalsender sei – sowohl bezüglich Zuschauerzahlen als auch bezüglich Werbeertrag. Nur deckt der Werbeertrag offenbar trotzdem die Kosten nur in Jahren ohne ausserordentliche Investitionen. Solche ergaben sich 2010 durch das Projekt Schweizer Sportfernsehen (SSF) und 2011 durch neue, aber auch kostensparende Technik. Die Aussichten für 2011 schätzt Andrea Haemmerli auch deshalb sehr positiv ein, da sich die Ertragslage durch zusätzliche Sendungen (teilweise ausserhalb der Primetime) und Synergien mit SSF verbessern wird. In der lukrativen Primetime stellt die Stundenschlaufe allerdings einen Knackpunkt dar. Die stündliche Wiederholung ist einerseits das Erfolgsrezept auf dem Zuschauermarkt, schränkt aber andererseits die Möglichkeiten bezüglich verkaufter Werbezeit ein. Da der Sender sehr gut ausgelastet ist, kann ein Mehrertrag eigentlich nur durch entsprechende Preiserhöhungen hereingeholt werden. Die offene Frage ist deshalb, ob ein entsprechender höherer Preis im Markt Akzeptanz findet.

Nicht nur aufgrund des Erfolges im Zuschauermarkt wäre ein Verkauf der Zürcher Sender eine problematische Entscheidung. Denn er würde auch sofort die Frage nach sich ziehen, was mit Capital FM und Tele Bärn passieren soll. Dort ist die Situation nicht wesentlich anders als in Zürich. Immerhin kann Tele Bärn vom Gebührensplitting profitieren. Im Werbemarkt ist der Berner Sender aber stark von der Lokomotive TeleZüri abhängig. Denn nationale Werbung kommt praktisch nur über das Tele Regio Combi (TRC) herein. Und hier «liefert» TeleZüri fast 40 Prozent der Zuschauer. Wenn ein neuer Besitzer nicht mehr im TRC mitmachen würde, wäre dies auch für Tele Bärn (und die weiteren im TRC vereinten Sender Tele Basel, Tele M1, Tele 1 und Tele Ostschweiz) ein schwerer Schlag, den das TRC kaum überleben könnte.

Tamedia ganz ohne TV/Radio?
Im Endeffekt würde der Verkauf von TeleZüri also das Problem höchstens nach Bern verlagern und die Frage nach der Zukunft von Capital FM und Tele Bärn aufwerfen. Wobei ein Verkauf der beiden voll ins Medienhaus am Dammweg integrierten Studios ein eher schwieriges Unterfangen sein dürfte. Martin Kall, der strategische Kopf von Tamedia, würde aber wohl einen Grundsatzentscheid für den Konzern wollen. Und der könnte dann nur heissen: Tamedia gibt ihre Engagements im Bereich TV und Radio vollständig auf. Davon wären dann auch noch Minderheitsbeteiligungen von Edipresse am grössten Westschweizer Regional-TV-Programm La Télé und (indirekt) am Genfer Regionalradio Yes FM betroffen.

Sollte dieses Szenario Tatsache werden, wäre vor allem das weitere Schicksal von TeleZüri von grossem Interesse. So hat der Blick am Abend am 10. Februar die Frage gestellt «Kauft die SVP TeleZüri?». So direkt dürfte das wohl kaum der Fall sein. Aber denkbar wäre ein Konsortium von Weltwoche (mit dem stramm rechtspolemischen Chefredaktor Roger Köppel), Basler Zeitung (mit dem Chefredaktor und selbst ernannten Statthalter Blochers Erwin Somm) und den Schaffhauser Nachrichten auf dessen Website Tele Blocher ausgestrahlt wird. Die Finanzierung würde aber vermutlich über finanzstarke Sympathisanten im Hintergrund nach dem Vorbild der Basler Zeitung laufen. Nach einer solchen Übernahme würde aus TeleZüri sicher ein Deutschschweizer Sender, in dem auch die schon viel zitierte «Gegen-Arena» eine Heimat haben könnte. Ein solches Szenario ist nicht auszuschliessen. Erfolgreich dürfte es aber kaum sein. Die Zeit der politischen Medien ist schon im letzten Jahrhundert abgelaufen. Und was die SVP-Strategen nicht gemerkt haben: Es sind gerade die unsäglichen «Hau-drauf-Debatten», die den Marktanteil der «Arena» kontinuierlich schrumpfen liessen. Kommt dazu, dass politische Ambitionen im heutigen Medienmarkt den sichersten Garanten für einen Misserfolg bilden. Das beste Beispiel dafür ist Ringier, der mit den politisch motivierten Ratschlägen eines inzwischen nach Berlin ausgelagerten Mitarbeiters vor allem in den Neunzigerjahren genügend schlechte Erfahrung gesammelt hat.

Was macht Ringier?
Ringier könnte allerdings ein heisser Anwärter für den Kauf von TeleZüri sein. Übernommen würde dabei wohl nur die Infrastruktur. Denn das heutige Konzept passt nicht in die Ringierstrategie (siehe Werbewoche Nr. 2/2011, Seite 23). Ringier könnte aber aus TeleZüri ein Blick TV machen, auf dem Softnews im Stil von «Glanz & Gloria», aber auch Sportnews ausgestrahlt würden. Immerhin wird ja das Schweizer Sportfernsehen (SSF) bereits seit August 2010 bei TeleZüri produziert. Da könnten sich also durchaus weitere Synergien ergeben. Und wenn Ringier allenfalls Übertragungsrechte für Fussball und/oder Eishockey erwerben würde, hätte man gleich auch einen Kanal, der durch ein solches Angebot seine Präsenz in den Kabelnetzen sehr schnell auf die ganze Deutschschweiz ausdehnen könnte.

Ein solches Szenario ist zwar interessant, soll aber nach Aussage von Kommunikationsleiter Edi Estermann bei Ringier kein Thema sein. Vielleicht gehen Ringiers Gedanken in diesem Zusammenhang auch eher in Richtung des erfolgreichen Senders 3plus, der inhaltlich hervorragend zu Ringier passen würde. Allerdings hat Inhaber Dominique Kaiser bisher immer betont, dass sein Sender nicht zu verkaufen sei. Ob das immer noch so ist, wenn der Preis genügend hoch ist, bleibt natürlich offen.

Ueli Custer

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

Schweizerin als Image-Agent in Südkorea

Auf einem historischen Platz in der Stadt Gwangju in Südkorea wird 2014 ein Asian Culture Complex eröffnet. Bereits jetzt zu sehen ist ein Schweizer Beitrag der Künstlergruppe Etoy. Es ist die erste grosse Soloshow der 1994 gegründeten Zuger Gruppe in Asien.  

Als Künstlertochter und Werberin hat die in Zürich wirkende Tabea Guhl in ihrer Karriere immer wieder feststellen können: «Werbung und Kunst haben in der Ideenfindung und Produktion weit mehr miteinander zu tun, als dies auf den ersten Blick erscheinen würde.» In beiden Fällen geht es um das Herausschälen einer Botschaft aus einem bestehenden Inhalt und dann in der Folge um die Verpackung derselben: Mit welchen Medien und in welcher Form will man kommunizieren? In der Kunst ist allerdings die Form der Medien und die Art der Erscheinung «viel ungewöhnlicher, ungewohnter, einzigartiger und verspielter, da auch die Zielgruppe viel diversifizierter ist», glaubt Tabea Guhl.

Interessante Anfrage

Aufgrund ihrer internationalen Erfahrungen nicht nur in der Werbung, sondern auch als Grafikerin für das Künstlerduo Com & Com erhielt Guhl im Januar 2010 eine Anfrage, auch die Medienkunstgruppe Etoy mit ihrem Können bei einer ersten Soloshow in Südkorea zu unterstützen. Das Team von Etoy hat die Philosophie, dass eine Gruppe mit verschiedenen Fähigkeiten Kunst produziert und dass es nicht einzelne Künstlergenies gibt. Deshalb hat Guhl als direkter Teil der Gruppe, nämlich als Etoy.Tabea, die Soloshow über verschiedene Phasen mit konzipieren und produzieren können. «Dieses direkte persönliche Engagement, welches mich selbst zum Teil des Kunstwerks machte, prägte die Zusammenarbeit und Entwicklung besonders.» Jeder Handgriff, jede Skizze und Überlegung, ja sogar jede Sitzung wurde in der Folge zum Teil eines Gesamtkunstwerks. «Wir befolgten in jeder Form die Regeln der Corporate Identity von Etoy – unsere Skizzen waren in oranger Farbe gehalten, unsere Koffer waren orange, unsere Uniform in jedem Fall schwarz, weiss oder orange. Diese strenge visuelle Erscheinungsform lässt Identität verschwinden – zugunsten einer sehr vielfältigen Einheit.» Nur durch die verschiedenen Fähigkeiten und damit Blickwinkel unterschieden sich die einzelnen Macherinnen und Macher der Gruppe: Etoy.HG ist New-Technology-Experte, Etoy.Vincent Chemiker, Etoy.Zai New-Media-Artist, dazu kommen eine Webdesignerin, ein Open-Source-Developper, Interaktion-Designer. In dieser Zusammenarbeit entstand eine Ausstellung als interaktives Tool. 300 Bilder wurden auf einem CSS-Interface online abrufbar gemacht und im Rahmen der Ausstellung auch physisch gezeigt.

Kunst ist frei und die Arbeit war Spiel

Mit grossen Screens und kleinen Kameras verarbeitete Etoy Live-Skype-Sitzungen zu integrierten Elementen ihrer Kunst oder montierte zum Beispiel Sensoren und Mikrofone an Röhren, wo die Kinder durchkrochen, und überspielte diese aufgenommenen Geräusche direkt auf einen Computer, wo sie zeitgleich mit Filmen gemixt wurden. Nun soll die Schweizer Installation zum Teil des Asian-Culture-Programms werden, das 2014 im Herzen der Stadt Gwangju eröffnet wird. Sponsoren des Pavillons sind Pro Helvetia, Schweizer Botschaft, Soul, Lista Office, Bernina und Liip. pan

Tabea Guhl

Als Art Director hat Tabea Guhl bei Agenturen wie Spillmann Felser Leo Burnett und Exxtra Kommunikation zahlreiche Kampagnen entwickelt und realisiert. Sie hat internationale Preise gewonnen wie FAB Awards in London, Eurobest, Global Awards und Cannes Lions. Daneben hatte Tabea Guhl für das Künstlerduo Com & Com als Grafikerin Corporate Designs, Webseiten und Bücher mitgestaltet und auch als Produzentin internationale Projekte wie Roadmovies in Kalifornien und Ausstellungen in den Arabischen Emiraten realisiert. Nach einer Ausbildung zur Grafikerin in St. Gallen studierte sie in an der Kunstakademie in Danzig und holte sich weitere Erfahrungen als AD bei TBWA/Chiat Day in Los Angeles. Seit 2008 arbeitet sie als selbständige Grafikerin in Zürich, setzt Corporate Design und Homepages um und ist Image Agent für die Medienkunstgruppe Etoy, wo sie 2010 deren erste grosse Soloshow in Südkorea mit konzipiert und realisiert hatte.  

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Der Tag der Taten

Der Countdown läuft. Und am 8. März ist es so weit: Der Schweizerische Marketing-Tag im KKL wird auch dieses Jahr zum Füllhorn von Innovationen, Kontakten und Erfolgserlebnissen.

Wird die EgoKiefer AG mit ihrer neuen Fensterlinie abräumen? Schwingt die ISA Sallmann AG mit ihrer neuen Schwinger-Kollektion obenaus? Und wer staubt ab in der neuen Kategorie «Sonderpreis»? Wohin die begehrten Pokale wandern werden in der jährlichen Marketing-Trophy, das ist nur eine der vielen Fragen, die sich am 8. März anlässlich des Schweizerischen Marketing-Tages alle stellen werden. Wen werde ich kennen lernen, wieder treffen, neu als Kunden gewinnen – so könnten weitere Interrogative lauten im Vorfeld eines Anlasses, der ja dieses Jahr selber mit einer Frage in der Affiche aufwartet: «Wertvoll oder wertlos? Marketing für das Marketing» lautet das Motto beim heiss erwarteten Branchengipfel im KKL.

Trendspotter in Luzern

In der Leuchtenstadt ist auch dieses Jahr wieder ein hochkarätiges Panel zusammengestellt worden. Per Video-Webcast etwa wird das Marketing-Urgestein Prof. Dr. Philip Kotler zugeschaltet, sur place tritt Jeremy Gutsche auf, bekannt durch sein weltweit fein gesponnenes Netz an Trendscouts. Das Line-up wird vervollständigt durch Koryphäen wie Christian Belz von der Uni St. Gallen, dem deutschen Wirtschaftssoziologen Holger Rust und Thorsten G. Truijens, einer Autorität auf dem Gebiet der wertorientierten Führung und der Balanced Scorecard. Durch den Anlass führt die TV-Anchorlady Susanne Wille, die letztes Jahr schon unter Beweis stellte, wie man den Referenten gleichzeitig forsch und fair auf den Zahn fühlen kann.

Neue Networking-Area

Was den Schweizerischen Marketing-Tag auszeichnet – dass ein jeder nämlich nicht bloss Konsument, sondern auch Produzent sein kann –, wird dieses Jahr noch einmal optimiert. Im Wissen darum, dass das persönliche Networking immer weit oben auf der Agenda der Angereisten steht, wird die ganze Networking-Area in neuem Glanz erstrahlen. Sie ist für den Schweizerischen Marketing-Tag 2011 erstmals im Lounge-Stil gestaltet und wird so noch mehr für Anregung sorgen, sich zu vernetzen. Ganz im Sinne der Erfinder, die den 8. März 2011 im KKL zu einem Hotspot der inspirierenden Begegnungen machen wollen. Und machen werden. www.marketingtag.ch

 

Tamedia ohne TV/Radio?

Tamedia überprüft offenbar ihre Strategie bezüglich TV und Radio. Im Vordergrund stehen dabei das offenbar defizitäre TeleZüri sowie Radio 24. Was würde ein Verkauf dieser Sender für Tamedia bedeuten und wer käme als Käufer infrage.  

An der Jahrestagung 2009 der Schweizer Presse bekannte VR-Präsident Pietro Supino in klaren Worten, dass für Tamedia Print und Online im Fokus stehen. Die elektronischen Medien sind also eher geduldet – solange sie keine grösseren Verluste einfahren. Wenn man sich jetzt bei Tamedia mit der Frage eines Verkaufs befasst, kann das nur heissen, dass es Verluste gibt. An der Präsentation der Halbjahreszahlen 2010 hielt Martin Kall denn auch fest, dass die Radio- und TV-Aktivitäten hinter den Erwartungen zurückbleiben und keinen Ergebnisbeitrag liefern würden. Und im Geschäftsbericht 2009 wurde für den ganzen Bereich elektronische Medien (also inkl. des als erfolgreich dargestellten Online-Geschäfts) ein Betriebsergebnis von –1,41 Mio. Franken ausgewiesen. Dabei ist offensichtlich, dass die Verluste nicht von Radio 24, sondern von TeleZüri stammen. Und dies trotz der relativ grossen Freiheiten, die der nicht mehr konzessionierte Sender bezüglich Verbreitung und Werbung geniesst.

Tele Züri – erfolgreichster Lokalsender Europas

Andrea Haemmerli, Kommerzielle Leiterin von TeleZüri und Radio 24, nimmt zu den Verkaufsgerüchten keine Stellung. Sie weist aber darauf hin, dass Tele-Züri 2010 zwischen 18 und 23 Uhr im Grossraum ¬Zürich hinter SF 1 und SF 2 auf die dritthöchste Nettoreichweite kam. Allein in der ersten Sendestunde (18–19 Uhr) erreichte TeleZüri gut 100 000 Zuschauer. Das sind zwar rund 48 000 weniger als SF 1, aber immerhin etwa 28 000 mehr als SF 2, das mit 73 000 Zuschauern auf dem dritten Rang liegt. Und die Sehdauer von 19 Minuten pro Zuschauer liegt in dieser Stunde auf Augenhöhe mit SF 1.

Diesen Zahlen fügt Haemmerli an, dass TeleZüri auch im europaweiten Vergleich der mit Abstand erfolgreichste Lokalsender sei – sowohl bezüglich Zuschauerzahlen als auch bezüglich Werbeertrag. Nur deckt der Werbeertrag offenbar trotzdem die Kosten nur in Jahren ohne ausserordentliche Investitionen. Solche ergaben sich 2010 durch das Projekt Schweizer Sportfernsehen (SSF) und 2011 durch neue, aber auch kostensparende Technik. Die Aussichten für 2011 schätzt Andrea Haemmerli auch deshalb sehr positiv ein, da sich die Ertragslage durch zusätzliche Sendungen (teilweise ausserhalb der Primetime) und Synergien mit SSF verbessern wird. In der lukrativen Primetime stellt die Stundenschlaufe allerdings einen Knackpunkt dar. Die stündliche Wiederholung ist einerseits das Erfolgsrezept auf dem Zuschauermarkt, schränkt aber andererseits die Möglichkeiten bezüglich verkaufter Werbezeit ein. Da der Sender sehr gut ausgelastet ist, kann ein Mehrertrag eigentlich nur durch entsprechende Preiserhöhungen hereingeholt werden. Die offene Frage ist deshalb, ob ein entsprechender höherer Preis im Markt Akzeptanz findet.

Nicht nur aufgrund des Erfolges im Zuschauermarkt wäre ein Verkauf der Zürcher Sender eine problematische Entscheidung. Denn er würde auch sofort die Frage nach sich ziehen, was mit Capital FM und Tele Bärn passieren soll. Dort ist die Situation nicht wesentlich anders als in Zürich. Immerhin kann Tele Bärn vom Gebührensplitting profitieren. Im Werbemarkt ist der Berner Sender aber stark von der Lokomotive TeleZüri abhängig. Denn nationale Werbung kommt praktisch nur über das Tele Regio Combi (TRC) herein. Und hier «liefert» TeleZüri fast 40 Prozent der Zuschauer. Wenn ein neuer Besitzer nicht mehr im TRC mitmachen würde, wäre dies auch für Tele Bärn (und die weiteren im TRC vereinten Sender Tele Basel, Tele M1, Tele 1 und Tele Ostschweiz) ein schwerer Schlag, den das TRC kaum überleben könnte.

Tamedia ganz ohne TV/Radio?

Im Endeffekt würde der Verkauf von TeleZüri also das Problem höchstens nach Bern verlagern und die Frage nach der Zukunft von Capital FM und Tele Bärn aufwerfen. Wobei ein Verkauf der beiden voll ins Medienhaus am Dammweg integrierten Studios ein eher schwieriges Unterfangen sein dürfte. Martin Kall, der strategische Kopf von Tamedia, würde aber wohl einen Grundsatzentscheid für den Konzern wollen. Und der könnte dann nur heissen: Tamedia gibt ihre Engagements im Bereich TV und Radio vollständig auf. Davon wären dann auch noch Minderheitsbeteiligungen von Edipresse am grössten Westschweizer Regional-TV-Programm La Télé und (indirekt) am Genfer Regionalradio Yes FM betroffen.

Sollte dieses Szenario Tatsache werden, wäre vor allem das weitere Schicksal von TeleZüri von grossem Interesse. So hat der Blick am Abend am 10. Februar die Frage gestellt «Kauft die SVP TeleZüri?». So direkt dürfte das wohl kaum der Fall sein. Aber denkbar wäre ein Konsortium von Weltwoche (mit dem stramm rechtspolemischen Chefredaktor Roger Köppel), Basler Zeitung (mit dem Chefredaktor und selbst ernannten Statthalter Blochers Erwin Somm) und den Schaffhauser Nachrichten auf dessen Website Tele Blocher ausgestrahlt wird. Die Finanzierung würde aber vermutlich über finanzstarke Sympathisanten im Hintergrund nach dem Vorbild der Basler Zeitung laufen. Nach einer solchen Übernahme würde aus TeleZüri sicher ein Deutschschweizer Sender, in dem auch die schon viel zitierte «Gegen-Arena» eine Heimat haben könnte. Ein solches Szenario ist nicht auszuschliessen. Erfolgreich dürfte es aber kaum sein. Die Zeit der politischen Medien ist schon im letzten Jahrhundert abgelaufen. Und was die SVP-Strategen nicht gemerkt haben: Es sind gerade die unsäglichen «Hau-drauf-Debatten», die den Marktanteil der «Arena» kontinuierlich schrumpfen liessen. Kommt dazu, dass politische Ambitionen im heutigen Medienmarkt den sichersten Garanten für einen Misserfolg bilden. Das beste Beispiel dafür ist Ringier, der mit den politisch motivierten Ratschlägen eines inzwischen nach Berlin ausgelagerten Mitarbeiters vor allem in den Neunzigerjahren genügend schlechte Erfahrung gesammelt hat.

Was macht Ringier?

Ringier könnte allerdings ein heisser Anwärter für den Kauf von TeleZüri sein. Übernommen würde dabei wohl nur die Infrastruktur. Denn das heutige Konzept passt nicht in die Ringierstrategie (siehe Werbewoche Nr. 2/2011, Seite 23). Ringier könnte aber aus TeleZüri ein Blick TV machen, auf dem Softnews im Stil von «Glanz & Gloria», aber auch Sportnews ausgestrahlt würden. Immerhin wird ja das Schweizer Sportfernsehen (SSF) bereits seit August 2010 bei TeleZüri produziert. Da könnten sich also durchaus weitere Synergien ergeben. Und wenn Ringier allenfalls Übertragungsrechte für Fussball und/oder Eishockey erwerben würde, hätte man gleich auch einen Kanal, der durch ein solches Angebot seine Präsenz in den Kabelnetzen sehr schnell auf die ganze Deutschschweiz ausdehnen könnte.

Ein solches Szenario ist zwar interessant, soll aber nach Aussage von Kommunikationsleiter Edi Estermann bei Ringier kein Thema sein. Vielleicht gehen Ringiers Gedanken in diesem Zusammenhang auch eher in Richtung des erfolgreichen Senders 3plus, der inhaltlich hervorragend zu Ringier passen würde. Allerdings hat Inhaber Dominique Kaiser bisher immer betont, dass sein Sender nicht zu verkaufen sei. Ob das immer noch so ist, wenn der Preis genügend hoch ist, bleibt natürlich offen.

Ueli Custer
 

Aufgespiesst: Sollte nicht passieren

Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier über Tücken der Technik und menschliche Fehler.  

Die Geschichte liegt zwar schon beinahe zwei Monate zurück, doch nachdem ich Anfang Woche las, dass die Cablecom im Rahmen eines Rekordversuchs über ein herkömmliches Koaxial-Fernsehkabel Daten mit der unglaublichen Geschwindigkeit von 1,37 Gbit/s gesendet hat, kam die Erinnerung wieder hoch. Aber schön der Reihe nach.

Seit geraumer Zeit bin ich zwar Besitzer eines HD-Fernsehers, aber ich hatte immer noch die alte, nicht HD-taugliche Box der Cablecom. Die schöne neue Welt des HD-Fernsehens konnte ich also nicht geniessen. Am 30. Januar beschloss ich, besagte Box auszuwechseln. Ich packte sie in eine Tragtasche und fuhr ins Cablecom-Service-Center in Zürich. Dass ich vielleicht nicht gerade den geeignetsten Tag ausgewählt hatte, merkte ich, als ich in der Wartezone meine Nummer zog. Vor mir waren noch zehn andere Kunden am Warten. Aber es ging relativ schnell und bald fragte mich eine charmante junge Dame nach meinem Begehren. Der Handel ging rasch über die Bühne, und nach kurzer Zeit verliess ich das Service-Center mit einer neuen HD-tauglichen Box.

Zuhause angekommen packte ich das Gerät aus, das Anschliessen ging problemlos und nach Eingeben des Aktivierungscodes, den ich erhalten hatte, begann die Installation. Kurze Zeit später hiess es «der Empfang ist sehr gut», doch dann ging nichts mehr. Nach zwei weiteren erfolglosen Versuchen Griff zum Telefon und Wahl der Hotline-Nummer. Nach kurzer Wartezeit (Cablecom hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt) hatte ich jemanden am Draht, der sich meines Problems annahm. Es stellte sich rasch heraus, dass zwar alles korrekt war, dass aber scheinbar die Aktivierung der Box vergessen ging. Auf meine Frage, ob es denn nicht möglich wäre, die junge Dame, deren Namen auf dem Lieferschein stand, telefonisch zu kontaktieren, damit sie die vergessen gegangene Aktivierung nachholen könnte, meinte mein Helfer, das ginge nicht, aber er könnte eine E-Mail an das Service-Center schicken. Wenn ich aber auf sicher gehen wolle, sollte ich doch bitte nochmals persönlich vorbeigehen.

Okay. Ins Auto und zurück in die Stadt. Im Service-Center angekommen, versicherte man mir nach kurzer Wartezeit, dass nun alles in Ordnung sei. Zurück nach Hause und neuer Versuch. Nix! Erneutes Telefon an den Support. Diesmal war es eine Dame, die versuchte, mir zu helfen. Sie meinte, jetzt sei alles okay, es sollte also gehen. Ging es aber nicht. Nach kurzer Zeit dann der Entschluss, eine neuere Version der Software auf meine Box aufzuspielen. (Warum braucht es bei einem neuen Gerät eine neuere Software-Version?) Aber was soll ’s. Jetzt wurde es ein bisschen kompliziert, denn man musste mit zwei Fingern gleichzeitig zwei Tasten auf der Vorderseite drücken (und gedrückt lassen), dann auf der Rückseite des Gerätes den Netzschalter ausschalten und erst nach dem Einschalten durfte man die zwei Tas¬ten auf der Vorderseite loslassen. Tönt einfach, ist aber rein motorisch gesehen nicht so einfach. Aber es klappte und die Installation begann. Wieder nix. Grosses Rätselraten. Dann die zögernde Frage: Was haben sie für einen Aktivierungscode. Dabei stellte sich heraus, dass der auf dem Lieferschein aufgedruckte Code falsch war. Richtiger Code eingegeben und – o Wunder – alles funktionierte.
 

Doodle baut internationale Vermarktung aus: Tiziano Obrecht neuer Verkaufsleiter

Der Online-Terminplaner Doodle mit Sitz in Zürich will weiter wachsen: Mit Tiziano Obrecht übernimmt ab sofort ein neuer Verkaufsleiter die Vermarktung von Doodle.

Er wird die Vermarktung von Doodle als Werbeplattform stärker international und in Richtung Westschweiz ausrichten. Der deutsche Markt mit seinen stark wachsenden Doodle-Nutzerzahlen steht dabei in den nächsten Monaten besonders im Fokus. Dies schreibt Doodle in einer Mitteilung.
 
In der Schweiz gehöre Doodle bereits heute zu den zehn wichtigsten Werbeplattformen und auch in Deutschland könne sich das Unternehmen im AGOF-Ranking bereits unter den Top50 Online-Werbeanbietern platzieren. Diese Position soll Obrecht weiter ausbauen.
 
Tiziano Obrecht verfügt über mehr als elf Jahre Branchenerfahrung im digitalen Werbemarkt und kennt dabei sowohl die Vermarktungsseite als auch das Agentur-Business aus führenden Positionen. Als Mitglied der Geschäftsleitung hat er zuletzt bei Mediaedge:cia in Zürich den Aufbau der digitalen Ausrichtung der Group M gesteuert.
 
SAP vertraut auf Doodle
Nun vertraut auch SAP auf Doodle. Der Anbieter von Unternehmenssoftware macht Doodle jetzt seinen Nutzern zugänglich: Am Mittwoch hat SAP bekannt gegeben, seine Collaboration-Lösung SAP StreamWork um OpenSocial-Applikationen zu erweitern. Doodle gehört neben Google Translate, MindMeister, Atlassian und CS Odessa zu den ersten fünf Web-Diensten, die der Software-Konzern seinen Usern im SAP StreamWorks Katalog anbietet.

Bündner Kommunikationsmethode im gesamten deutschsprachigen Raum vermarktet

Was in Chur als Erfolgsgeschichte begann, wird von den ProzessPiraten, welche in der Schweiz und Deutschland tätig sind, in Lizenz weitergeführt. Die auf Marketing spezialisierte ProzessPiraten mit Sitz in Chur und Ulm übernimmt die Kommunikationstechnik von Hans-Peter Rest und vermarktet diese im gesamten deutschsprachigen Raum.

Die Technik schliesse aufgrund ihrer KMU-Tauglichkeit eine Lücke im Systemangebot, denn sie helfe Unternehmen auf einfache und klare Weise, mit weniger Aufwand mehr Wirkung zu erzielen. Für die Schweiz und Deutschland sehe man grosses Potenzial zur Anwendung im Rahmen des eigenen Angebots aber auch mit Blick auf Kurs- und Schulungsangebote, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Hans-Peter Rest, PR-Berater und Leiter Unternehmenskommunikation der Graubündner Kantonalbank GKB, hatte seine Kommunikationstechnik 2008 in seinem Praxisleitfaden «Als Firma auf- oder abtreten» publiziert. Nur ein Jahr später realisierte er im Auftrag seiner Arbeitgeberin 30 GKB-KMU-Kommunikationsseminare und begeisterte rund 300 Bündner KMUs mit der praxisnahen Text-, Leitbild- und Kommunikationstechnik, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

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Nicole Di Vizio, Geschäftsführerin ProzessPiraten und Mitgründerin übernimmt die Kommunikationstechnik in Lizenz von Hans-Peter Rest (von links).

Polyconsult: Die BEA ganz bernerisch

Dieses Jahr prägt das Emmental die BEA. In der Kommunikation und auf dem Messeplatz.

Mit dem Frühling kommt die BEA. Sie ist mit einer Viertel Million Besuchern die grösste Publikumsmesse der Hauptstadtregion und ein bewährter Berner Wert. Stadt und Land trifft sich zum Einkaufen, Staunen und Festen. Beworben wird die BEA von der Berner Agentur Polyconsult.

Verantwortlich bei der BEA bern expo: Christine Lerch (Bereichsleiterin Messen BEA & PFERD), Francine Thurnher (Bereichsleiterin Kommunikation), Roger Fuchs (Kommunikationsleiter). Verantwortlich bei Polyconsult: Silvio Truffer (CD), Ramon Niederhauser (Grafik), Caroline Bühler und Jasmin Stadelmann (Beratung), Croci & du Fresne (Foto).

Die Werbewoche auf Star TV: Seat und Anatole Taubmann in der 3. Runde

Am Donnerstag, um 19:45 Uhr, steht das Magazin Die Werbewoche ganz im Zeichen grosser Emotionen.

Der spanische Automobilhersteller SEAT will seine Kunden auf gefühlvolle Art abholen. Und Sie sind mit dabei, wenn der Seat Club Schweiz einen Einblick hinter die Kulissen des neusten TV-Spots gewährt. Und das mit niemand geringerem als dem Schauspieler und SEAT-Botschafter Anatole Taubmann.
 
Die lustigsten Patzer und spannendsten Hintergrundinformationen sehen Sie heute Abend, um 19:45 Uhr, im Magazin «Die Werbewoche». Natürlich nur auf Star TV.

Steve Ballmer: Zukunft von Windows Phone 7

Heute Mittwoch hat Microsoft-CEO Steve Ballmer die Schweiz besucht. Wie bereits an seiner Rede anlässlich des Mobile World Congress MWC in Barcelona sprach er über den erfolgreichen Weg, den Microsoft mit Windows Phone 7 eingeschlagen hat.

Das Unternehmen zeigte sich mit dem Marktstart in der Schweiz zufrieden und stellte gemeinsam mit Partnern drei neue bedeutende Apps für den lokalen Markt vor. Das intelligente Design mit seinen integrierten Funktionen geniesse einen hervorragenden Ruf und die Kundenzufriedenheit sei mit 93 Prozent überdurchschnittlich hoch, heisst es in einer Mitteilung. Microsoft habe bereits rund zwei Millionen Lizenzen weltweit verkauft. Nun liege der Fokus auf der Vergrösserung des Marktes über diejenigen 80 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten, die noch kein Smartphone benutzen.

In den nächsten zwölf Monaten wird Windows Phone 7 um eine Vielzahl an Funktionen und Leistungen erweitert: Copy & Paste, Twitter-Integration in den People-Hub, Support für Office-Dokumente in der Cloud, ein markant schnellerer Internet Explorer 9 und eine lange Liste neuer Multitasking-Anwendungen sind einige Beispiele. Am vergangenen Freitag haben Nokia und Microsoft zudem eine enge Partnerschaft bekannt gegeben. Diese wird die Kompetenzen und das Fachwissen beider Unternehmen vereinen, um ein neues globales Smartphone-Ecosystem aufzubauen.

Der Windows Phone 7 Marketplace habe bereits beim Start über mehr Apps verfügt als alle anderen Plattformen bei ihrer Lancierung. Und die Tendenz ist stark steigend, wie es in der Microsoft-Mitteilung weiter heisst. Über 8'000 Apps stehen derzeit im Angebot, rund 100 neue kommen täglich hinzu. Microsoft zählt zudem bis heute über eine Million Downloads des Windows Phone 7 Developer Tools, in der Schweiz sind gegen 2'000 Entwickler registriert.

Thuner Tagblatt und Berner Oberländer mit neuen Chefredaktoren

Das Thuner Tagblatt und der Berner Oberländer erhalten neue Chefredaktoren. Stefan Geissbühler und Bruno Stüdle treten die Nachfolge von René E. Gygax an.

Gygax hatte bislang beide Redaktionen geleitet. Er tritt Ende Juni in den Ruhestand. Dies teilte die die Berner Oberland Medien als Herausgeberin am Mittwoch mit
 
Stefan Geissbühler ist zurzeit News-Chef und Blattmacher bei der Berner Zeitung. Er moderiert ausserdem die Diskussionssendung BZ-Talk beim Regionalsender Tele Bärn. Bruno Stüdle ist seit 2006 Redaktionsleiter des Berner Oberländer. Zuvor war er für diese Zeitung als Blattmacher und Reporter tätig.
 
Bisher war die Redaktion des Berner Oberländer in Thun und Interlaken daheim. Neu wird sie in Interlaken zusammengefasst: die Redaktion des Thuner Tagblatt bleibt in Thun. Mit diesen Schritten würden die regional verankerten Tageszeitungen ihre Nähe zur Leserschaft betonen, schreibt die Berner Oberland Medien.

Futurecom: Das erste interaktive Kochbuch auf Facebook

Seit kurzem betreut Futurecom den international tätigen Gewürzehersteller McCormick. Als erste Kommunikationsmassnahme hat die Internetagentur eine Facebook-Fanpage kreiert, die sich rund um das Thema Kochen dreht.

Das erklärte Ziel ist es, alle Hobbyköche zu vereinen. Kernstück der neuen Plattform ist das erste interaktive Kochbuch, das durch die User stetig wachsen soll, heisst es in einer Mitteilung der Agentur. Ein Grundstock an Rezepten ist vorhanden – doch soll das Kochbuch durch die User stetig wachsen. Denn diese können ihre eigenen Rezepte erfassen, die Rezepte ihrer Freunde begutachten, bewerten und kommentieren. Zudem lassen sich die Lieblingsrezepte als PDF ausdrucken. Nach einem Monat kann die Marke bereits mit 750 Fans interagieren.
Für die Zukunft sind neben dem Ausbau des Kochbuchs noch Promotionsevents sowie Anzeigen geplant.
Verantwortlich bei McCormick: German Iwona (Product Manager McCormick Switzerland). Verantwortlich bei Futurecom, Zürich: Pavic Milan (Art Director), Rufer Sven (Text), Läubli Oliver (IT), Remmers Nina (Beratung).
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