Video- und Computerspielemarkt 2010 unter den Erwartungen

2010 sanken der Gesamtabsatz und -umsatz von Videospiel-Hardware und Games im Vergleich zum Vorjahr. Der Grossteil des Rückgangs gründet auf dem massiven Verkaufseinbruch bei den portablen Konsolen und den Spielen für dieses Segment.

Gemäss den von Media Control erhobenen Zahlen ist der Gesamtmarkt (Konsolen sowie Games für Konsolen und PC) gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent (Absatz) beziehungsweise 10,6 Prozent (Umsatz) geschrumpft. Das traditionell deutlich verkaufsstärkste vierte Quartal hat insgesamt weniger Impulse gebracht, als die Branche erhofft hatte. Besonders massiv fiel der Rückgang mit über 30 Prozent (Absatz und Umsatz) bei den portablen Konsolen (Handhelds) aus, wie der Branchenverband SIEA (Swiss Interactive Entertainment Association) am Montag mitteilte. In diesem Segment habe sich die Verschiebung zu mobilen Apps und Online-Games, die nicht in den SIEA-Marktzahlen erfasst werden, negativ ausgewirkt. Bei den Home-Konsolen waren die Einbussen geringer. Auch der Spielemarkt (Software) lag 2010 mit -6,3 Prozent (Absatz) beziehungsweise -5,8 Prozent (Umsatz) leicht im Minus. Hier stammt der Rückgang ebenso aus dem Segment Handhelds.
 
 

Zu guter Letzt: Sexy, wie es nur ein «Subi» sein kann

Subaru schickt erneut die Sumo-Ringer ins Rennen. Dieses Mal posieren sie für den Autohersteller in lasziver Pose. Genau so sexy wie der «Subi» selbst.

2008 liess Subaru Canada schon einmal die Sumo-Ringer für sich werben. Die vollschlanken Sportler lehnten sich bei der Autowäsche ins Zeug. In der neuen Kampagne zeigen sich die leichtbekleideten Sumos unter dem Motto «Sexy Comes Standard» noch aufreizender – zumeist auf der Motorhaube des Fahrzeugs. Man habe die japanische Tradition zelebrieren und gleichzeitig das «robuste und sexy Design» des Japaners hervorheben wollen, meinen die Kreativen zu ihrem Werk. Aufgabe erfüllt. Schliesslich ist der Subaru Forester ja auch kein schnittiger Sportflitzer!

http://www.youtube.com/watch?v=rOlluDJhXew

Verantwortlich zeichnet die Agentur DDB Canada, Toronto. Die Kampagne ist seit Februar zu sehen.

Der Spot aus dem Jahr 2008:

http://www.youtube.com/watch?v=0EVNDnvnAHs

 

Joiz startet erst Ende März

Der Jugendfernsehkanal Joiz geht später als geplant auf Sendung. Der Start wurde vom 28. Februar auf den 28. März verschoben. Grund dafür ist die fehlende Glasfasernetzleitung im Gebäude des Senders in Zürich-Oerlikon, die für das Streaming notwendig ist.

Mit dem verlegten Sendestart gehen dem Kanal Werbeeinnahmen für einen Monat verloren. Man nutze diese Zeit, um sich noch besser auf den Start vorzubereiten, meint Mitgründer Kurt Schaad gegenüber der Zeitung Sonntag. «Wir sind nicht ganz happy damit», sagte demgegenüber CEO Alexander Mazzara der Sonntagszeitung. Welche Kosten mit der Verschiebung verbunden sind, wollte er jedoch nicht sagen. Swisscom und Cablecom seien daran, das Glasfasernetz einzubauen, so Mazzara weiter.

Es sind nicht die ersten Verbreitungsprobleme, mit denen der Sender zu kämpfen hat. Ende vergangenen Jahres verkündete Cablecom, man wolle Joiz zwar ins digitale, nicht aber ins analoge Angebot aufnehmen. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat den Kabelnetzbetreiber mit einer Aufschalte-Konzession verpflichtet, den Fernsehkanal auch im analogen Netz zu verbreiten. Daraufhin reichte Cablecom eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Der Streit ist hängig.

Joiz für die Multitasking-Generation
 

Sportkommentator Hans Jucker überraschend gestorben

Wenige Tage nach seiner Pensionierung ist Kommentatoren-Legende Hans Jucker im Alter von 65 Jahren überraschend verstorben. Der Moderator erlag am Samstagmorgen einem Herzinfarkt.

Hans Jucker war für das Schweizer Fernsehen rund 46 Jahre im Einsatz. Kommentiert hat er vor allem Radsport, Reiten und Boxen. Bei 13 Olympischen Spielen (Sarajewo 1984 bis Peking 2008) stand Hans Jucker als Kommentator im Einsatz. In den 1980er- und 1990er-Jahren war er auch die Fernsehstimme bei zahlreichen Frauen-Skirennen. Hans Jucker hatte 1965 seinen Einstand als freier Mitarbeiter beim Schweizer Fernsehen gegeben. Sein letzter Live-Einsatz war Ende Januar dieses Jahres anlässlich des CSI Zürich.

Mit Hans Jucker verliere die Schweizer Sport- und Medienszene einen charismatischen Kommentatoren, liess sich Urs Leutert, Leiter Sport Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), in einer Medienmitteilung zitieren. Jucker war eine Kultfigur in der Sportjournalistengilde. Kult wurden auch seine nicht für das Fernsehpublikum bestimmten Sprüche über «Schissponys», die «dumme huere Ruderer» oder die Verwechslung von Skirennfahrer Peter Müller mit Pirmin Zurbriggern.

(Bild: SRF/Oscar Alessio) 

Tagesanzeiger: Zwei iPad-Versionen geplant

Seit längerem ist bekannt, dass Tamedia auch für den Tagesanzeiger eine kostenpflichtige iPad-Version in Planung hat. Offenbar soll die Bezahl-App ab Mitte Jahr erhältlich sein – jeweils als Mitternachts- und als Abendausgabe.

Ende August letzten Jahres lancierte Tamedia für die Sonntagszeitung eine kostenpflichtige App. Seit Anfang Februar ist auch die Wochenendbeilage Das Magazin als App erhältlich. Schon vergangenen September sagte Unternehmenssprecher Christoph Zimmer gegenüber der Werbewoche, es sei auch für den Tages-Anzeiger eine kostenpflichtige iPad-Version in Planung. Details dazu hat nun der Sonntag, der sich auf «interne Informationen» beruft, bekannt gemacht.

Geplant ist gemäss Bericht eine Abendausgabe, die jeweils ab 19 Uhr zur Verfügung stehen soll. Diese enthält Inhalte der Printausgabe vom aktuellen und vom folgenden Tag sowie Inhalten aus dem Newsnetz. Zudem soll es eine aktualisierte Zweitausgabe geben, die jeweils ab Mitternacht bereitstehen wird und inhaltlich in etwa der Printausgabe vom nächsten Tag entspricht, angereichert mit Zusatzelementen wie Bildstrecken. Ein Teil der Inhalte soll allerdings weiterhin gratis zugänglich sein.
 

Zu guter Letzt: Clooney springt für Swisscom in die Bresche

Derzeit gilt die Swisscom-Tochter Fastweb noch als Sorgenkind des Unternehmens. Dies soll sich ab 2012 ändern. Unter anderem dank George Clooney. Der Hollywood-Beau springt für Swisscom in die Bresche beziehungsweise aus dem Gully.

Korruptionsgeschichten und Millionen-Abschreiber ade. Fastweb soll nach einem Übergangsjahr 2011 in den Folgejahren durch eingeleitete Vermarktungsinitiativen und Effizienzsteigerungen «ein starkes Umsatz- und Cashflow-Wachstum» erzielen, gab Swisscom vergangene Woche bekannt. Die Vermarktungsstrategie heisst George Clooney. Schliesslich verhilft der Schauspieler doch auch der Marke Nespresso zu mehr Glanz. Clooney wirbt seit Januar für Fastweb in TV-Spots und im Internet. Er soll die Marke positiv darstellen, wie ein Swisscom-Sprecher gegenüber dem Sonntag sagte. Wie viel Superhero Clooney dem Unternehmen wert ist, bleibt geheim. Etwa fünf Millionen Franken dürften es schon sein, schätzen Branchenkenner. Leider ist Clooneys Engagement auf Fastweb begrenzt. Er wird also hierzulande nicht in den Swisscom-Spots auftauchen. Schade. Wirklich sehr schade.

 

Schweizer Dialogmarketing-Preis 2011: 15 Prozent mehr Einreichungen als letztes Jahr

Die Anzahl der Einreichungen für den Schweizer Dialogmarketing-Preis ist in allen Kategorien gestiegen. Insgesamt wurden 15 Prozent mehr Arbeiten eingereicht als letztes Jahr. Damit wird der Kampf um das begehrte Metall wieder härter.

Die Zunahme der eingereichten Arbeiten dürfte ein Zeichen dafür sein, dass die Jahre der Zurückhaltung und der knappen Budgets vorbei sind. Man haben einen spannenden Jahrgang mit vielen ausgezeichneten Arbeiten im Wettbewerb, auch für die drei neu geschaffenen Kategorien, sagt Erik Neumann, der im Präsidium des SDV für den Schweizer Dialogmarketing-Preis zuständig ist. Am meisten Einreichungen liegen in den Offline-Kategorien und in der Kategorie «International» vor. Den prozentual grössten Zuwachs verzeichnet jedoch die Kategorie «Digitale Dialogmassnahmen», in der doppelt so viele Arbeiten eingegangen sind wie letztes Jahr. Auch wenn die klassischen Mailings nach wie vor eine zentrale Stellung im Dialogmarketing haben, zeichnet sich daneben aber ein deutlicher Trend in Richtung Digitalisierung ab, so Christian Huldi, Chairman der Jury.

Vom 22. bis zum 24. Februar 2011 werden im Papiersaal Sihlcity in Zürich alle eingereichten Arbeiten in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Alle Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, ihren Favoriten für den Publikumpreis zu wählen. Alle anderen Preisträger werden durch eine 21-köpfige Jury gekürt. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden am 27. Mai 2011 an der Award-Night im Kongresshaus Zürich verkündet, wenn es heisst «Get your metal».
 

Fachhochschule Nordwestschweiz: 21 neu diplomierte Kommunikationsfachleute

An der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten haben 21 Kom-munikationsfachleute erfolgreich den 10. Studiengang «Master of Advanced Studies in Corporate Communication Management» abgeschlossen.

An der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten haben 21 Kom-munikationsfachleute erfolgreich den 10. Studiengang «Master of Advanced Studies in Corporate Communication Management» abgeschlossen.

Das berufsbegleitende Kompaktstudium in integriertem Kommunikationsmanagement dauert 21 Monate. Es lässt sich nach den eigenen Bedürfnissen und jenen des Arbeitgebers individuell zu-sammenstellen. Das international akkreditierte Studium befähigt die Absolvierenden, anspruchs-volle Kaderpositionen in der internen und externen Kommunikation von Unternehmen, Nonprofit-Organisationen und der Verwaltung zu übernehmen, wie die Fachhochschule in einer Mitteilung schreibt.

Diplomierte
Die Absolventinnen und Absolventen des 10. Studiengangs «Master of Ad-vanced Studies in Corporate Communication Management».

Die Moorhühner leben weiter

Spiel-Konzepte sind ein wichtiges Mittel im Kampf um Aufmerksamkeit. Seth Priebatsch bezeichnet sich als «stolzen Studienabbrecher» der renommierten Universität Princeton und hat einen klaren visionären Anspruch: «Die letzte Dekade war geprägt von sozialen Netzwerken, das nächste Jahrzehnt wird das Jahrzehnt der Spiele.» Er kommt mit seiner Botschaft an und hat für sein Start-up gleich mehrere Geldgeber, darunter Google, gefunden.

Online-Spiele versprechen im immer schwieriger werdenden Kampf um Aufmerksamkeit Vorteile. Dank Smartphones und sozialen Netzen werden sie zunehmend allgegenwärtig und verschmelzen mit der realen Welt. Geht es um den Einsatz von Games im Werbe- und Kommunikationsumfeld, sind zuerst zwei Gattungen zu unterscheiden: Zum einen die Video-Spiele (sog. Core Games), die vor allem auf Spielkonsolen und auf Computern gespielt werden, und zum anderen sogenannte Casual Games, zu denen auch die Kategorie der Werbespiele (Advergames, Ad-Games) gehört. Diese beiden Gattungen unterscheiden sich in wichtigen Kriterien (vgl. Grafik). Core Games sind in der Regel riesige Produktionen, die spezielle Hardware benötigen und die Spieler oft für Stunden in andere Welten entführen. Über In-Game-Werbung können Logos und Botschaften (etwa Bandenwerbung in Fussball-Spielen) gebucht werden, die den Spielern in geeigneten Szenen angezeigt werden.

Anders die Casual Games (Gelegenheitsspiele). Diese sind einfach zu spielen und entsprechend günstiger herzustellen. Sie bieten schnelle Erfolgserlebnisse, sind unterhaltsam und können gut zwischendurch gespielt und auch schnell wieder abgebrochen werden. Als Werbespiel legendär ist die Moorhuhnjagd, mit der vor gut einem Jahrzehnt die schottische Whisky-Marke Johnnie Walker auf sich aufmerksam machte. Werbespielen werden vor allem diese Vorteile zugeschrieben: Gelingt es, die Markenwelt bei der richtigen Zielgruppe zu inszenieren, kann mit solchen Werbespielen die eigene Marke positiv aufgeladen werden. Weil populäre Werbespiele gern weiterempfohlen werden, verbreitet sich die Markenbotschaften viral. Damit kann sich ein Unternehmen von Mitbewerbern abheben und Kunden binden und gewinnen. Der Erfolg des Spiels kann laufend verfolgt werden und es können Nutzungs- und Kontaktdaten gewonnen werden.

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.

Samwer-Brüder verkaufen Facebook-Anteile

Die drei deutschen Internetinvestoren Marc, Oliver und Alexander Samwer sind aus dem US-Unternehmen Facebook ausgestiegen. Sie verkaufen ihre Facebook-Anteile.

Anfang 2008 hatten die drei Brüder eine Beteiligung an Facebook erworben. Nach Berechnungen des Manager Magazins dürften sie ihren damaligen Kapitaleinsatz etwa verdreifacht haben. Oliver Samwer bestätigte gegenüber dem Wirtschaftsblatt, sie hätten die Anteile an Facebook verkauft, weil sie sich auf den Frühphasen- und Wachstumsbereich konzentrieren wollen.

Zuletzt waren die drei Samwer-Brüder mit der Gründung von Onlineunternehmen wie Alando, Jamba oder zuletzt Citydeal bekannt geworden.
 

Swisscom: Betriebsergebnis sank wegen Fastweb

Im Jahr 2010 sind der Nettoumsatz und das Betriebsergebnis der Swisscom gesunken. Aufgrund der Rückstellung im Mehrwertsteuerverfahren gegen die italienische Tochtergesellschaft Fastweb reduzierte sich das Betriebsergebnis um 1.9 Prozent auf 4.6 Milliarden Franken.

Die Rückstellung berug im ersten Quartal 2010 102 Millionen Franken. Dagegen stieg das Ebitda, bereinigt um die Rückstellung und Währungseffekte um 1.7 Prozent. Dies teilte die Swisscom am Donnerstag mit. Die Rückstellung sei der Hauptgrund, dass der Reingewinn um 7.1 Prozent auf 1.79 Milliarden Franken sank. Der Nettoumsatz von Swisscom sank um 0.1 Prozent auf 11.99 Milliarden Franken. Der Umsatz hingegen erhöhte sich aufgrund konstanter Währungen um 2.1 Prozent.

Die Tochtergesellschaft Fastweb steigerte den Nettoumsatz in lokaler Währung um 1.5 Prozent auf 1.88 Milliarden Euro. Und der Umsatz von Swisscom ohne Fastweb erhöhte sich um 2.3 Prozent auf 9.4 Milliarden Franken. Diese Zunahme sei vor allem auf die konjunkturelle Erholung, Firmenkäufe von Swisscom IT Services sowie auf das Wachstum im Mobilfunk und bei Bündelangeboten zurückzuführen, schreibt Swisscom in der Mitteilung weiter.

Bei den Mobilfunkkunden von in der Schweiz hatte die Swisscom einen Zuwachs von vier Prozent auf 5.8 Millionen. Der Umsatz mit mobiler Datenübertragung von Swisscom-Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent auf 435 Millionen Franken. Derweil gingen die Preise im Mobilfunk im Vergleich zum Vorjahr um rund 13 Prozent zurück. Der Bestand an Swisscom-TV-Abonnenten stieg innert Jahresfrist um 81.5 Prozent auf 421‘000.

Die Swisscom erwartet für das Geschäftsjahr 2011 einen Nettoumsatz von mindestens 11.8 Milliarden Franken, ein Ebitda von über 4.6 Milliarden sowie Investitionen von unter zwei Milliarden. Ausserdem hofft Swisscom, dass Fastweb nach einem Übergangsjahr 2011 in den Folgejahren durch eingeleitete Vermarktungsinitiativen und Effizienzsteigerungen «ein starkes Umsatz- und Cashflow-Wachstum» erzielen wird.

Veränderungen im Swisscom-Verwaltungsrat
Der Swisscom-Verwaltungsrat wird an der nächsten ordentlichen Generalversammlung am 20. April 2011 Hansueli Loosli als neuen Präsidenten zur Wahl vorschlagen. Er wird die neue Funktion nach Abgabe seiner operativen Tätigkeiten bei Coop am 1. September 2011 übernehmen. Der heutige Präsident des Swisscom-Verwaltungsrats, Anton Scherrer, stellt sich an der Generalversammlung zur Wahl als Präsident bis am 31. August 2011 zur Verfügung.

Auch wird ab der nächsten Generalversammlung der vom Bundesrat gewählte Staatsvertreter, Hans Werder, Einsitz in den Verwaltungsrat nehmen. Felix Rosenberg, der seit der Gründung der Swisscom im Verwaltungsrat ist, wird nach einer langjährigen Verwaltungsratstätigkeit als Vertreter des Bundes an der Generalversammlung sein Mandat weitergeben.
 

Publikumsrat: Tagesschau bringt wenig Neues am Abend

Im Vergleich zu den Nachrichtensendungen auf ARD, ZDF und ORF schneidet die Tagesschau-Hauptausgabe gut ab. Zu dieser Schlussfolgerung kam der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz bei seiner aktuellsten Sitzung.

Allerdings biete die Sendung am Abend wenig Neues für Zuschauer, die sich tagsüber online informieren. Insgesamt stelle er der Tagesschau von SRF im Vergleich mit den Sendungen aus Deutschland und Österreich ein gutes Zeugnis aus, schreibt der Publikumsrat in einer Mitteilung vom Freitag. Die Tagesschau sei die modernste und dynamischste der Sendungen – professionell gemacht und mit einem guten Themenmix. Der Schwerpunkt auf dem Bereich Politik sei sinnvoll. Darüber hinaus hätten die Tagesschau-Macher mehr Mut zu Kultur- und Wissenschaftsthemen als ihre deutschen und österreichischen Kollegen.

Hervorragend sei ausserdem die Bildqualität, die Sendungsdauer von 25 Minuten hingegen liege an der oberen Grenze. Der Publikumsrat äusserte sich Kritisch zum News-Wert der Hauptausgabe. Gerade für Menschen, die sich tagsüber online über die aktuelle Lage informierten, biete die Tagesschau am Abend nicht mehr viel Neues. Daher schlägt der Rat vor, durch mehr Hintergründe und Einordnungen einen Mehrwert gegenüber den Kurzinformationen im Internet zu schaffen. Dazu sollen auch mehr Grafiken und Karten zum Einsatz kommen.

Auch die Live-Schaltungen zu den Korrespondenten geben Anlass zu Kritik. Wenn die Moderatorinnen und Moderatoren zwischen dem Verlesen von Nachrichten und dem Fragenstellen wechselten, gelinge dies nicht immer überzeugend.

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