«Agentur ab und zu erneuern…»

Katharina Lohse will als CEO McCann Erickson in der Schweiz wieder unter die Top 5 führen.

McCann Schweiz war lange Jahre eine der führenden Agenturen in diesem Land. Dann gab es eine Phase der Orientierung, die inzwischen für eine Neupositionierung genutzt worden ist. «Nun gehen wir gestärkt die Zukunft an», erklärt Katharina Lohse. Seit September 2009 ist die international erfahrene Kaderfrau als CEO für die Schweizer Ableger von McCann Erickson verantwortlich. In dieser Zeit hat sie bereits einiges bewegt – nicht nur mit dem physischen Umzug der Zürcher Filiale vom historischen Gebäude im Zürcher Kreis 6 in das aufstrebende Westend.

«The Truth – well told» steht dort als eine Art kreativer Leitfaden für erfolgreiche Werbung in einem Rahmen neben der Eingangstür. «Um Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen, Lösungen und Angebote für die Menschen relevant zu machen, braucht eine wirkungsvolle Kommunikation aus meiner Sicht immer zwei elementare Elemente: den wahren Inhalt und die treffende Umsetzung», übersetzt Lohse die Philosophie. Der Inhalt sei für sie dann «wahr», wenn er hinsichtlich Produkt und Marke glaubwürdig ist, im Wettbewerbsumfeld differenzierte Botschaften vermittelt, auf Konsumenten- Bedürfnisse eingeht und all dies «in einer einzigen Kernaussage zusammen fasst». Die Umsetzung ist dann «treffend», wenn die Kernbotschaft spannend, intelligent und trotzdem unmittelbar verständlich ist und dem Publikum lebendig über geeignete Kanäle und Medien vermittelt wird. «Das ist unser Erfolgsrezept, das wir konsequent und mit grosser Leidenschaft durchziehen.»

Diese Haltung von McCann Erickson vertritt Katharina Lohse inzwischen im dritten Jahr für das internationale Netzwerk mit 270 Standorten in 125 Ländern. In der Schweiz ist die CEO verantwortlich für 42 Mitarbeitende in Zürich sowie 16 Leute in Genf.

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Nach Lehrjahren in Hamburg ist Katharina Lohse schnell in Kaderpositionen bei Draft FCB, Publicis und McCann Erickson in Frankfurt aufgestiegen. Seit September 2009 ist sie in Zürich als CEO verantwortlich für McCann Erickson Schweiz.

Mit der Hilfe von Lara Croft

Angefangen hat dieser Weg mit 18 Jahren anlässlich einer Berufsinformation in der Schule. «Ich fand es toll, was dort über das Berufsbild des Beraters in einer Werbeagentur gesagt wurde. Danach hat der Rest seinen Lauf genommen.» Allerdings war bereits zu Beginn das später ausgeprägte Durchsetzungsvermögen von Katharina Lohse gefragt. Weil es in ihrer Umgebung nirgends eine Lehrstelle als Werbekauffrau gab, meldete sie sich nach einer Ersatzlehre als Gross- und Aussenhandelskauffrau in Lüneburg für das Studium der Publizistik an. Das eben neu eingeführte Trendfach war aber hoffnungslos überbucht. So ging Lohse aus der Provinz nach Hamburg, studierte dort an einer Privatuniversität Marketing und Kommunikation und fand in der deutschen Kommunikationshauptstadt parallel dazu einen Job als Junior in einer Agentur. Dass sie heute auch perfekt Französisch spricht, verdankt sie einem Stipendium in Paris.

Ein prägendes Erlebnis war, dass sie in dieser ersten Agentur KMF als Junior-Beraterin bereits einen eigenen Kunden betreuen durfte. Vier Jungs aus Deutschland mit ihren Kollegen in England und Frankreich wollten ein Computerspiel mit dem Titel «Lara Croft Tomb Raider» lancieren. Natürlich war kein Budget vorhanden. Dafür viele Ideen und vor allem keine falschen Hemmungen. Katharina Lohse hat keck Bands wie Die Fantastischen Vier, Die Ärzte und auch U2 angefragt und für Kooperationen gewinnen können. Das brachte eine grosse Welle an Kommunikation und führte «Lara Croft» schliesslich bis nach Hollywood. Lohse selber wechselte für einen kleinen Abstecher auf die Unternehmensseite, wo sie als Trade Marketing Manager «viel über den Handel und seine Herausforderungen gelernt hat». Gleichzeitig konnte sie hier auch ihr Wissen aus der Agenturtätigkeit bei Verhandlungen und Argumentationen einbringen. «Ich habe dann aber festgestellt, dass es mir mehr um den ganzheitlichen Ansatz ging und mich deshalb die Agenturseite stärker reizt. Sie bietet zudem die Möglichkeit, für und mit unterschiedlichen Marken zu arbeiten und immer wieder neues Wissen zu erlangen, das auf andere Bereiche übertragen werden kann.» Deshalb wechselte Katharina Lohse zu Draft FCB in Hamburg, wo sie die Marken Nivea HairCare und Nivea Styling weltweit führen durfte.

Die nächste Station war für über vier Jahre Publicis, wo sie unter anderem für Procter & Gamble kommunikativ über alle Kanäle regional und teilweise global die Marken Charmin, Tempo, Bounty oder Oral B führte. Zudem konnte sie am P&G Communication Excellence Seminar unterrichten. Ein besonderes Highlight waren die spannenden Projekte für P&G, bei denen es um Zielgruppensegmentierungen ging. «Wir haben diese so angelegt, dass sie auf psychologischen Gemeinsamkeiten basieren, die sich auf die gemeinsamen Bedarfsmomente runter brechen lassen und gleichzeitig für eine Media-Segmentierung valide sind.»

Bei Tempo galt es, das Problem zu lösen, dass diese Taschentücher grosse Marktanteile an die neuen Handelsmarken von Aldi und andere billigere Anbieter verloren hatten. Lohse und ihr Team suchten deshalb nach Ideen, wie man das Image des «stärksten Papiertaschentuchs» abseits der Grippewellen auch für andere Bereiche emotionalisieren konnte. Schliesslich gelang es mit diesem Konzept, Tempo zum ersten Mal nach acht Jahren wieder vor den anderen Handelsmarken zu positionieren.

Eine nicht nur fachlich wichtige Rolle in ihrem Lebenslauf spielte die Zusammenarbeit mit Credit Suisse. Inzwischen wurde Katharina Lohse von einem Headhunter als Managing Director für Mc- Cann Erickson in Frankfurt entdeckt. Die globale Verantwortung für das Budget der CS brachte sie bis dreimal wöchentlich auch an den Hauptsitz der Bank nach Zürich. So lernte sie die Schweiz lieben und schätzen.

Auch den Schritt zu McCann hat sie nie bereut. «Die Philosophie von McCann, unsere Mitarbeitenden und die vielen Mandate begeistern mich jeden Tag aufs Neue.» Lohse findet den Ansatz richtig, «sich zuerst inhaltlich mit dem Problem zu beschäftigen, bevor Ideen entwickelt werden». Andererseits gefällt ihr die partnerschaftliche Zusammenarbeit unter den vielen Beteiligten des internationalen Netzwerks sowie mit den Kunden. «Ich war ja vorher schon in anderen Agenturen und Netzwerken tätig. Aber nirgendwo habe ich erlebt, dass die Dienstleistungen so konsequent auf den Kunden fokussiert sind wie bei McCann.» In der Werbung erarbeite man ja keine kreativen Ideen um der kreativen Ideen Willen. «Im Endeffekt haben wir unsere Auftraggeber, und diese wollen, dass ihre Ziele erreicht werden. Da finde ich es extrem wichtig, dass die Beratung und die Strategie eine sehr gute Basis bieten, um der Kreation die Möglichkeit zu geben, darauf tolle Ideen zu entwickeln, die dann nicht nur den Kreativen gefallen, sondern für die Marke arbeiten.»

Glücklich über das neue Team

Katharina Lohse als CEO mischt sich täglich auch selber ein in diesen Prozess. «Man sollte nicht in die Werbung gehen, wenn man sich nicht für das Kreative begeistern kann.» Sie sei aber «kein Diktator». Sie kann sehr gut «Prozesse schreiben, was im Endeffekt jedem die Arbeit erleichtert». Für diesen Teil der Kreation wird Katharina Lohse inzwischen auch regelmässig für internationale Pitches des Netzwerks beigezogen. Soeben hat sie deswegen ein paar Tage bei McCann in New York verbracht.

In Zürich schwärmt Lohse inzwischen von einem «tollen Teamgefühl» um den neuen CCO Folker Wrage sowie weiteren wichtigen Neuzugängen, die sie ebenfalls mit Hilfe eines Headhunters gefunden hat. In London oder Deutschland hätte sie die passenden Leute noch selber anrufen können. In der Schweiz musste Lohse erst einmal lernen, dass nicht jeder am liebsten bei McCann arbeitet. «Das war für mich aber ein guter Zeitpunkt für einen Neuanfang. In jeder Agentur gibt es immer wieder Wellen, weil jede Agentur sich ab und zu erneuern muss, egal, wie gross oder klein sie ist. Man muss einfach durch bestimmte Prozesse durch. Und jetzt sind wir wieder im Aufwärtstrend.» Und wenn in einer Agentur ein gutes Team am Wirken ist, «spiegelt sich das automatisch im Markt und damit auch bei den Kunden wieder».

Mit einer solchen Basis wagt Katharina Lohse auch ihre Ziele zu formulieren: «Wir wollen wieder unter die Top 5 der Schweizer Agenturen kommen.» Das zweite ist: dank dem grossen Netzwerk aus der Schweiz heraus auch Lead-Budgets der hier ansässigen internationalen Unternehmen betreuen zu können.

Um die verdiente Entspannung in diesem harten Wettbewerb zu finden, fährt Katharina Lohse gerne Ski und frönt auch leidenschaftlich den verschiedensten Arten von Wassersport. Dazu liebt sie es, mit Freunden zu kochen, und ist glücklich liiert mit einem strategischen Planer. Den Zürchern begegnet sie mit «Grüezi» oder wenns später wird mit «Guete Abig», denn Zürich ist für die international erfolgreiche Werberin zu einer neuen Heimat geworden, die sie «nicht mehr missen möchte».

Andreas Panzeri
 


McCann Erickson

Das internationale Netzwerk verfügt in 125 Ländern über 270 Standorte. In Zürich sind 42 und in Genf 16 Mitarbeitende beschäftigt. Aktuell arbeitet die Agentur in der Schweiz an einer grossen Kampagne für Mastercard sowie an interessanten Projekten für Coca Cola Schweiz mit allen Submarken, Opel Schweiz, Nestlé und Edipresse. Soeben wurde ein internationales Mandat im Bereich Healthcare gewonnen. Dazu freut man sich über eine wachsende Zahl von lokalen Kunden. Nach vielen Jahren im Kreis 6 hat die Zürcher Niederlassung ihre Neuorientierung auch mit einem Umzug an die Förrlibuckstrasse 30 manifestiert. Seit September 2009 wirkt hier Katharina Lohse als CEO. Verantwortlicher CCO ist Folker Wrage. 

Arbeitsproben:

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Lösung für ein altes Verlegerproblem

Immer mehr Zeitungsverleger bieten ihre Inhalte auch online und für die mobile Nutzung an. Noch fehlen ihnen aber Angaben darüber, wie viele verschiedene Personen sie auf allen Kanälen erreichen. Eine Pilotstudie lüftet nun den Schleier zumindest für einige Medienmarken. Und für Print und Website, noch nicht für Apps.

Nehmen wir das Beispiel der Medienmarke Tages-Anzeiger: Aus der WEMF-Studie MACH Basic 2010-2 ist bekannt, dass die Zeitung 473 000 Leserinnen und Leser pro Ausgabe (LpA) ausweist. Und die Studie Net Metrix-Profile 2010-2 zeigte auf, dass Tagesanzeiger. ch 338 000 Unique User pro Woche (UUpW) generiert. Die Marke Tages-Anzeiger kommt also auf eine wöchentliche Bruttoreichweite von 811 000 Personen. Doch wie viele von ihnen konsultieren nun sowohl die Zeitung als auch die Website? Und wie viele lesen ausschliesslich auf Papier, wie viele exklusiv auf dem Portal? Sind jene, die primär Tagesanzeiger.ch nutzen, städtisch, jung und weiblich oder wohnen sie eher auf dem Land, sind im mittleren Alter und männlich? Und gibt es bei dieser Klientel Nutzungsveränderungen, zum Beispiel weg von der Zeitung hin zum Internet? Oder spricht die Online- Ausgabe ein ganz anderes, neues Publikum an? All diese Fragen konnten die Verleger bisher nicht beantworten.

Mit der neuen gemeinsamen Pilotstudie «Total Audience 1.0» wollen WEMF und Net Metrix hier nun aber Abhilfe schaffen. Wie der Name antönt, liefert die Studie genauere Angaben über das Gesamtpublikum von Medienmarken. Im Fall des Tages-Anzeigers heisst das nun, dass derzeit 83 000 Personen täglich sowohl die Printausgabe lesen als auch mindestens einmal wöchentlich das Portal konsultieren. Somit wird diese Medienmarke jede Woche von 728 000 verschiedenen Personen genutzt (= Nettoreichweite von Tages-Anzeiger und Tagesanzeiger.ch). 390 000 von ihnen entnehmen ihre Informationen nur der Zeitung, und 255 000 rufen sie ausschliesslich online ab. Angaben zu Alter, Geschlecht oder Wohnregion der Nutzer lassen sich natürlich ebenfalls abrufen. Ob und wie sich diese Nutzung aber verändert, wird man erst mit Folgestudien feststellen können.

Möglich sind jedoch Über-Kreuz-Auswertungen, so etwa zwischen Blick und NZZOnline. Das Resultat: 32 000 der total 638 000 Blick-Leser konsultieren mindestens einmal pro Woche auch das Portal Nzz.ch, das wöchentlich von insgesamt 319 000 Personen genutzt wird. Wer in beiden Medien Werbung schaltet, erreicht also 925 000 verschiedene Personen.

Die Pilotstudie «Total Audience 1.0» wurde für 23 Zeitungen, 3 Zeitschriften und 15 Websites (darunter A-z.ch, Scout24 oder Newsnetz.ch) durchgeführt, die extra dafür bezahlten.

Für den neuen Intermedia-Ansatz musste die WEMF bei den Personen, die für die MACH Basic 2010-2 befragt worden waren, mittels Folgeinterviews noch zusätzliche Daten zur Nutzung von Websites erheben. Die entsprechenden Antworten bilden nun quasi die Brücke zur Net Metrix-Profile 2010-2, wo solche Scharnierfragen schon seit dem Start vor vier Jahren standardmässig dazu gehören. Das gilt übrigens auch für das neue Forschungssystem MACH 3 (siehe Artikel MACH 3 im 1:1-Test). Auch bei der MACH 3 werden Fragen zur Online- und Mobile-Nutzung von Zeitungsinhalten Teil des Forschungskonzeptes sein. Anders bei der Studie «Total Adience 1.0»: Hier ist die Nutzung von Apps noch nicht enthalten, weil die Befragung schon im März 2010 endete.

Markus Knöpfli
 


20 Minuten erreicht wöchentlich 2,2 Millionen Personen. Gemäss eigenen Angaben weist «Total Audience 1.0» für die Print- und Online-Angebote von 20 Minuten in der Deutsch- und Westschweiz insgesamt 2,188 Millionen Nutzer aus – exklusive Doppelnutzer. In der Deutschschweiz erreicht 20 Minuten wöchentlich 1,633 Millionen Nutzer, 20minutes in der Westschweiz kommt auf 551 000. In diesen Zahlen berücksichtigt sind die Leser der Zeitungen 20 Minuten und 20 minutes, die Nutzer der Websites 20minuten.ch und 20minutes.ch sowie des Portals Piazza. ch. Nicht einbezogen wurde hingegen das People-Magazin 20 Minuten Friday. (mk)
 

Flux Design und Brugger: Wohnklassiker für Wohnbedarf Basel inszeniert

Flux Design/Brugger haben für Wohnbedarf Basel eine neue Anzeigenkampagne realisiert.

Mit den Sujets, die in der Basler Zeitung erscheinen, erweitere der Wohnbedarf gleichsam sein Verkaufsgeschäft, heisst es in einer Mitteilung. Er zeige damit seine einzigartigen Stücke den Freunden der Moderne, seinen zahlreichen Fans und der breiten Öffentlichkeit unterhalt- und einprägsam auch ausserhalb des Ladenlokals.

Die Anzeigen erscheinen ab März während zwei Monaten in der Baz, meist auf der Frontseite des Wirtschaftsteils. Flankiert wird die Kampagne mit Online-Massnahmen, Bannern und neuem Web-Auftritt.

> Zu den Sujets (PDF)

Verantwortlich bei Wohnbedarf: Bruno und Ursula Maurer, Wohnbedarf Basel (Gesamtverantwortung). Verantwortlich auf Agenturseite: Thomas Petraschke, (CD), Flux Design, Basel. Grafik: Heidi Windlin. Text: Hans Peter Brugger, Basel.

 

TBS Identity: Neue Kampagne für Homegate.ch

Das Immobilienportal Homegate.ch erscheint ab sofort mit einem neuen Werbeauftritt. Die Kampagne dazu hat die Agentur TBS Identity realisiert.

Mit dem Stilmittel des Wimmelbilds und in den Unternehmensfarben Schwarz, Weiss und Rot wird dabei die Schweiz als ein Land vorgestellt, in dem es von Anbietenden und Nachfragenden nur so wimmelt. Wohnungen finden ihre Mieter oder Käufer, Büroräume ihre Firmen, Garagen ihre Fahrzeuge: homegate.ch führt zusammen, was zusammen gehört. Unter der Headline «Einfach finden» wird diese Leistung begreifbar.

Die Kampagne umfasst Inserate, Plakate, TV-Spots und Messestände. Für die Adaption der Kampagne auf sämtliche Online-Medien arbeitete Homegate.ch mit Coundco zusammen.

Verantwortlich bei Homegate: Myriam Reinle (Leiterin Marketing), Daniel Bruckhoff (Leiter Kommunikation). Verantwortlich bei TBS Identity: Jürg Neuenschwander (Kommunikationsberatung), Michael Schädelin (Text), Daniel Leber (CD), Thomas Geissberger (AD), Flavia Papi (Projektmanagement), Maura Zimmermann (Polygrafie), Daniel Frick (Illustration), Boutiq Film Productions (Produktion TV-Spots), Florian Wieser von Coundco (Web).

 

http://www.youtube.com/watch?v=cIcHJMLEiGY

http://www.youtube.com/watch?v=NV0bY9zceAk

http://www.youtube.com/watch?v=IWj9pj_clXk

Schaffhauser Nachrichten starten digitale Sonntagsausgabe

Die Schaffhauser Nachrichten (SN) lancieren im Juli 2011 eine regionale Sonntagsausgabe. Sie wird ausschliesslich über digitale Kanäle wie das iPad und das iPhone vertrieben. Die Zeitung verspricht sich davon Mehrumsätze.

Ein Produktionsteam werde auf den Sonntag hin Berichte aus den SN-Medien Radio, Fernsehen und Zeitung zusammenfassen, sagte Norbert Neininger, Verleger und Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten, gemäss SDA in einem Interview mit dem Medienmagazin Klartext. Inhaltlich werde sich die digitale Sonntagsausgabe an der Printausgabe orientieren, sagte Neininger auf SDA-Anfrage. Derzeit gebe es rund 2’000 bis 3’000 iPads in der Region Schaffhausen. Später solle die digitale SN-Sonntagsausgabe auch auf Googles Betriebssystem Android vertrieben werden.

Bereits Anfang Jahr hatten die Schaffhauser Nachrichten für Schlagzeilen gesorgt, als sie die Online-Ausgabe der Zeitung kostenpflichtig machten. Die Zeitung hat damit einen Pionierschritt in der Schweizer Medienlandschaft getan. Der SN-Verleger setzt sich auch auf Ebene des Verbandes Schweizer Medien für ein Leistungsschutzrecht ein. Es schreibt fest, dass die Inhalte Verlagen und Journalisten gehören. Ohne ein solches Recht seien bezahlte Inhalte nicht
möglich.

Kritik übt Neininger an der Suchmaschine Google, die nun mit redaktionellen Inhalten von Medienhäusern Geld verdient. «Google betreibt meiner Meinung nach ein parasitäres Modell», sagte er im Klartext-Interview. Wer als regionaler Verleger glaube, mit Abfragen via Google zusätzlichen Verkehr auf seine Online-Seite lenken und so Werbung verkaufen zu können, der täusche sich. Kein regionaler Verleger verdiene mit diesem Modell Geld. Dieses Modell sei gescheitert.

SRF: Neue Korrespondenten für die Ostschweiz, Bern und das Bundeshaus

Im nächsten Sommer besetzt SRF diverse Korrespondentenstellen neu: Fabienne Frei übernimmt eine Stelle als Ostschweiz-Korrespondentin, Monika Balmer wird per 1. August 2011 Korrespondentin von Bern und Deutsch-Freiburg, und Adrian Arnold, derzeit Korrespondent in Paris, wechselt in die Bundeshausredaktion.

Fabienne Frei, 1978 geboren, ersetzt Jürg Aegerter als Ostschweiz-Korrespondentin. Die Thurgauerin arbeitet seit 2006 in der Regionalredaktion Ostschweiz von Schweizer Radio DRS, anfänglich als Stagiaire, seit Februar 2008 als Redaktorin. Frei studierte Politikwissenschaft sowie Russische Sprach- und Literaturwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich. Sie wechselt auf den 1. Juni 2011 vom Radio zum Fernsehen. Nach einer Einarbeitungszeitung in Zürich – wo sie das Filmhandwerk lernt – tritt sie anfangs 2012 den Korrespondentenposten in Sankt Gallen an. Jürg Aegerter verlässt SRF und eröffnet ein Weinlokal in Sankt Gallen.

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Monika Balmer, 1969 geboren, übernimmt die Berner Korrespondentenstelle von Roland Luder, der SRF ebenfalls verlässt. Monika Balmer arbeitet seit 2002 beim Schweizer Fernsehen. Die Bernerin war seither Redaktorin beim «Kassensturz», bei «Quer», bei der «Tagesschau» sowie Produzentin und Themenplanerin bei «Schweiz aktuell». Monika Balmer war vor ihrer Anstellung beim SF als Printjournalistin tätig, unter anderem bei Saldo, der Wochenzeitung für das Emmental und Entlebuch, beim Thuner Tagblatt und Tele. Sie hat die Diplomausbildung am Medienausbildungszentrum in Luzern abgeschlossen. Monika Balmer übernimmt ihre neue Aufgabe in Bern am 1. August 2011.

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Der 1973 geborene Adrian Arnold berichtet seit dem Jahre 2007 aus Paris. In diesem Sommer kehrt der Walliser zurück in die Schweiz, um ab 1. Juli 2011 die Bundeshausredaktion in Bern zu verstärken. Michael Gerber folgt am 1. Juli 2011 in Frankreich – wie bereits früher gemeldet – auf Adrian Arnold. Der heute 41-jährige Michael Gerber arbeitet seit 2003 für das Schweizer Fernsehen. Von 2004 bis 2007 war er Redaktor bei «10vor10», seither ist er als Westschweiz-Korrespondent tätig.

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Sat 1 Schweiz plant neue Kochshow

Sat 1 Schweiz plant ein neues Kochformat. Es ist schon pfannenfertig und startet am 4. April um 19 Uhr.

Dies berichten die Fernsehzeitschriften Tele und TV-Star in ihren neusten Ausgaben. In der Sendung mit dem Titel «Menu Surprise» empfängt Spitzengastronom Beat Caduff einen prominenten Gast bei sich zu Hause. Caduff hat vorab aber keine Ahnung, was er brutzeln wird, denn die Zutaten bringt der Gast mit. Das wird selbst für einen Träger von 15-Gault-Millau-Punkten eine Herausforderung, was den Heimweh-Bündner gerade besonders freut: «Es darf ruhig ein bisschen schräg sein.» Ohnehin soll die Sendung so spontan wie möglich entstehen. Produzent Thommy Rüegg: «Das ist, wie wenn ein Freund zu Besuch kommt und der Gastgeber gerade noch am Kochen ist.»
 

Formeldrei: Neue «…ienne-Kampagne» bringt für jeden Schweizer Ort das eigene Zigipäckli

Wie bereits kürzlich in der Rubrik «Zu guter Letzt» erwähnt, stellt die Schweizer Zigarettenmarke Parisienne den regionalen Bezug mit Beschriftungen wie Bernienne, Zürichienne oder Baselienne her. Verantwortlich für die Aktion und die dazugehörige Kampagne zeichnet die Agentur Formeldrei.

Über 4'000 Parisienne Spezial Edition Päckchen werden ab dem 1. März im Handel und online erhältlich sein. Von A wie Asconienne bis Z für Zermattienne wurde keine Ortschaft ausgelassen, auch Corippo, die kleinste Gemeinde der Schweiz, ist dabei. Individuell konfektionieren und bestellen kann das eigene «ienne-Päckli» auf der rundum neu gestalteten Website Parisienne.ch oder mit der neuen «ienne-App». Das Tool aus dem App Store bietet zusätzlich ein schnelles Schweizer Geographie-Spiel mit reichlich Suchtpotenzial und grossem Wettbewerb.

Nicht nur das Pack Design trägt die Handschrift von Formeldrei. Realisiert werden auch Inserate, vielseitige Massnahmen für den Verkaufspunkt, B2B-Kommunikation, eine neue Website sowie die App «ienne».

> Zu guter Letzt: Hergestellt und abgebrannt in der Schweiz

Verantwortlich bei der BAT Switzerland: André Hefti (Brand Manager Parisienne), Véronique Seydoux (Parisienne Brand Executive). Verantwortlich bei Formeldrei, Bern: Moritz Adler (Grafik/Konzept), Christian Wüthrich (Text), Marco Mesot (Beratung, Konzept), Jeanine Hochueli (Beratung). Online: Station AG, Zürich.

 

Zu guter Letzt: Babyboom bei «Bauer, ledig, sucht …»

Da hatte der Storch aber mächtig viel zu tun: Nicht weniger als vier «Bauer, ledig, sucht ...»-Sprösslinge haben diesen Winter das Licht der Welt erblickt.

Wie der Sender 3+ mit Stolz vermeldet, ist Weinbauer Fredy, der im Sommer 2008 das Herz der schönen Bea eroberte, zum zweiten Mal Vater einer Tochter geworden. Bauer Adrian, der seit letztem Herbst mit seiner Hofdame Eveline verheiratet ist, wurde Papa von Zwillingsmädchen. Und auch Bauer Alois und seine Frau Barbara dürfen sich freuen: Der Storch hat ihnen ebenfalls ein kleines Mädchen gebracht.

Da soll mal einer sagen, das sei alles nur ein einziger grosser Fake, das mit der Verkupplung von einsamen Bauern. Ist es nämlich nicht: Die Babies sind der lebendige Beweis. Bei 3+ jedenfalls freut man sich sehr über den Nachwuchs und gratuliert den jungen Familien ganz herzlich zu ihrem Glück – da schliessen wir uns doch einfach mal an. Und vielleicht, liebe Bauern, klappt es ja beim nächstem Mal mit einem kleinen männlichen Baby, das später einmal, wenn ihr alt und schwach geworden seid, in eure Fussstapfen treten kann. Hauptsache gesund, oder?
 

SFLB: Fondspromotion für Swisscanto realisiert

Das Motto der neuen Fondspromotion von Swisscanto lautet «Zeit haben macht glücklich». Denn wer sein Geld mit den mehrfach preisgekrönten Fonds von Swisscanto anlegt, hat mehr Zeit für anderes.

Erste Vorschläge, was man mit der zusätzlichen Zeit anfangen kann, liefert die neue Fondskampagne aus dem Hause SFLB gleich selber. Seit 1. März ist das wohl grösste Kreuzworträtsel der Schweiz unter Swisscanto-zeit.ch online, das aus über 2‘700 Wörtern besteht und gleich mehrere Meter lang ist. Alle, die mithelfen das Rätsel zu lösen, nehmen an der Verlosung von Swisscanto-Fonds teil.

Der Erfolg des Wettbewerbs liess nicht lange auf sich warten: rund zwei Stunden nach dem das Rätsel online ging, war es auch schon vollständig gelöst. Und dies, obwohl jeder Teilnehmer pro Tag maximal 10 Wörter lösen darf. Doch das Rätselraten ist nicht vorbei. Denn jedes Mal, wenn das Rätsel gelöst wird, beginnt es wieder bei null. Und schon bald wird Swisscanto die Leute mit neuen kniffligen Riesen-Rätseln überraschen.

Verantwortlich bei Swisscanto: Urs Wieser (Leiter Marketing), Roman Kappeler (Kommunikation), Felix Cabernard (Projektleiter Client Marketing). Verantwortlich bei Spillmann/Felser/Leo Burnett: Roland Buob (AD), Christian Stüdi, Patrick Suter (Text), Patrick Suter, Dan Strasser (CD), Martin Spillmann (ECD), Pam Hügli, Ivana Giannakis, Patricia Kuster (Beratung). Rätselproduktion: RätselMedia Lotti, Oswaldo Lotti. Web-Programmierung: Station.
 

Swissmedic: Daniel Lüthi wird neuer Medienchef

Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat einen neuen Medienchef. Der Journalist und Kommunikationsfachmann Daniel Lüthi übernimmt die Leitung der Swissmedic-Medienstelle ab dem 1. April von Joachim Gross.

Derzeit ist Lüthi als Studienleiter und Medientrainer an der Schweizer Journalistenschule Maz in Luzern tätig, wie Swissmedic am Mittwoch gemäss SDA mitteilte. Lüthi bringt Erfahrungen als Dozent, Berater, Mediensprecher und Journalist mit. Gross hatte Anfang März als Informationschef zum Bundesamt für Migration gewechselt.

Axel Springer mit Rekordzahlen

Der deutsche Medienkonzern Axel Springer hat 2010 dank eines Booms im digitalen Geschäft und eines erfolgreichen Auslandsgeschäfts operativ so viel verdient wie noch nie. Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn weiter zulegen.

2010 verdiente Springer vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) 510,6 Millionen Euro, das sind um 53 Prozent mehr als 2009. Der Konzernumsatz legte um 10,8 Prozent auf 2,89 Milliarden Euro zu. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss sei um 85,5 Prozent auf 283,2 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen gemäss SDA am Mittwoch mit. Die Aktionäre sollen eine um 40 Cent erhöhte Dividende von 4,80 Euro je Aktie erhalten. Springer kündigte zudem an, die Attraktivität der Aktie mit einem Split im Verhältnis eins zu drei zu erhöhen. Die Erlöse sollen 2011 weiter steigen. Auch 2011 würden unsere digitalen und internationalen Aktivitäten das Umsatz- und Ergebniswachstum treiben, so Konzernchef Mathias Döpfner in Berlin.

In der Schweiz gehören unter anderem diverse TV-Programmzeitschriften sowie die Bilanz, die Handelszeitung und der Beobachter zum deutschen Verlag.

(Bild: Axelspringer.ch)

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