Deutschland: Onlinewerbung überholt Zeitungen

In Deutschland ist der Online-Werbemarkt vergangenes Jahr um insgesamt 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gewachsen. Erstmalig hat Internetwerbung mit 19,2 Prozent die Gattung Zeitungen (19 Prozent) überholt und sich als zweitstärkstes Werbemedium im Gesamtwerbemarkt positioniert.

Dies geht aus einer Erhebung der Bruttowerbeinvestitionen durch den Online-Vermarkterkreis (OVK) hervor. Am stärksten profitiert hat die klassische Online-Werbung. Mit einer Zuwachsrate von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat sie 2010 zum ersten Mal die 3-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Auf Platz zwei liegt die Suchwortvermarktung mit Werbeinvestitionen (1,9 Milliarden Euro, + 15 Prozent), gefolgt von Affiliate-Netzwerken (339 Millionen Euro, + 10 Prozent). Für 2011 prognostiziert der OVK ein weiteres Wachstum der Online-Werbung von 16 Prozent auf über 6 Milliarden Euro Bruttowerbevolumen.

Auch in der Schweiz legt der Online-Werbemarkt stetig zu. Im Jahr 2010 betrug er gemäss Media Focus über 450 Millionen Franken gegenüber 360 Millionen im Jahr 2009. Experten schätzen, dass der Online-Gesamtmarkts im laufenden Jahr um rund 18 Prozent wachsen wird. 

Media Focus: 450 Millionen Franken für Onlinewerbung

 

Kommtech-Studie 2011: Internetnutzung wächst weiter

Bereits 85 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab 15 Jahren geben gemäss der aktuellen Kommtech-Studie an, dass sie das Internet generell nutzen. Im Laufe eines Jahres hat dieser Wert um über drei Prozent zugenommen. Gestiegen ist auch die Nutzung über Mobiltelefone.

Nach wie vor bleibt der festinstallierte Desktop-Computer das am häufigsten genannte Gerät, um aufs Internet zuzugreifen. Markant höher ausgefallen ist die Häufigkeit, mit welcher über internetfähige Mobiltelefone gesurft wird. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dieser Wert von 12 auf 23 Prozent erhöht.

Der Fernsehkonsum findet auch heutzutage fast ausschliesslich zuhause statt. In den eigenen vier Wänden dominiert immer noch das normale TV-Gerät, obwohl immer mehr Personen angeben, TV über einen Computerbildschirm zu schauen. Was die Häufigkeit der Fernsehnutzung über Internet betrifft, so gibt jeder fünfte Befragte an, dies zumindest ab und zu zu nutzen. Täglich oder fast täglich tun dies jedoch erst 1,4 Prozent der befragten Personen.

Nebst den Themen Internet und Fernsehen untersucht die Kommtech-Studie Fragen aus den Bereichen Radio, Mobiltelefonie, Gaming und Gerätenutzung. Insgesamt 2‘500 Personen ab 15 Jahren in allen drei Landesteilen sind hierzu telefonisch befragt worden. Herausgegeben wird die Studie, welche bereits zum siebten Mal erscheint, von Publica Data in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft elektronische Medien (IGEM). Zusätzliche Informationen: Publicadata.ch.
 

Addictive Films: Hollywood Stunts für die SBB

Addictive Films hat für die SBB den neuen Unfallpräventionsfilm «der Experte» produziert. Bereits zum vierten Mal kommt dabei Hollywood Stuntman Oliver Keller als Identifikationsfigur und Presenter zum Einsatz.

Der 17-Minüter wird in den nächsten zwei Jahren sämtlichen 28'000 Mitarbeitern vorgeführt. Die gezeigten Ereignisse werden zusätzlich besprochen und analysiert. Der durch Michel Girardin konzipierte Film ist eine zentrale Massnahme, die zur Steigerung der Sicherheit beitragen soll. Um die Zuschauer von Anfang an zu fesseln, wurden die Unfälle mit einem actionreichen Flugstunt-Intro versehen, in dem bereits ein SBB-Ereignis eingeflochten wurde. Während den Aufnahmen sei der Helikopter, pilotiert von Jürg Fleischmann, in rasender Geschwindigkeit nur Zentimeter entfernt zwischen Baumkronen und Zugsdach geflogen, so die Produktionsfirma. Die Kamera im zweiten Hubschrauber fing die Szenen ein. Bei den thematisierten SBB-Unfällen setzte man dieses Jahr Schauspieler ein, welche den Fokus auf die emotionale Ebene lenken sollen. Addictive Films drehte während fünf Tagen in Grenchen, im Studio und an diversen SBB Originalschauplätzen. Regie führte wie in den letzten drei «Experten» der Schweizer Regisseur Mike Huber.

Der Experte 4 for SBB from Addictive Films on Vimeo.

Drehbuch und Konzept: Michel Giradin, Armin Küste, Giradin Creative Consulting, Produzent: Stephan Christen, Addictive Films, Regie: Mike Huber, Kamera: Michael Saxer, Schnitt, Marko Strihic, Visual Effects: Boutiq, Sound Design: Guido Keller, Magnetix, Musik: Moritz Schneider.

 

 

Joiz ist für die «Internet World Business-Idee 2011» nominiert

Der Jugendfernsehsender Joiz ist als eines der zwanzig innovativsten Internetprojekte im deutschsprachigen Raum für die «Internet World Business-Idee 2011» nominiert. Am Montag ist die Votingphase gestartet.

Ab sofort und bis zum 3. April können Internetnutzer für Joiz unter Internetworld.de/business-idee/ansicht/8/Joiz ihre Stimme abgeben. «Wenn wir gewinnen, veranstalten wir eine riesige Party für alle Unterstützer!», verspricht Joiz-Geschäftsführer Alexander Mazzara.

Die Auszeichnung geht auf das Internet World Business Magazin zurück und wird heuer zum vierten Mal vergeben. Nominiert sind zwanzig Startups aus dem deutschsprachigen Raum. Der Preis wird am 12. April in München offiziell überreicht.

Joiz für die Multitasking-Generation

Joiz startet erst Ende März

 

James-Studie: Handy und Internet bei Jugendlichen am beliebtesten

Am Montag wurde in Genf die James-Studie zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher präsentiert. Die nationale Studie zeigt, dass Handy und Internet von Jugendlichen inzwischen deutlich häufiger genutzt werden als das Fernsehen.

An erster Stelle hinsichtlich der Mediennutzung steht bei Schweizer Jugendlichen das Handy, an zweiter Stelle die Nutzung von Internetdiensten und anschliessend (in absteigender Reihenfolge) MP3 (Musik hören), Fernsehen, Musik-CD, Radio, Tageszeitung und Computer- und Videogames. Letztere werden von Knaben häufiger genutzt als von Mädchen. Die Beliebtheit der Medien ist jedoch von Sprachregion zu Sprachregion sehr unterschiedlich. So werden beispielsweise Computergames in der lateinischen Schweiz markant öfter genutzt als in der Deutschschweiz. Die sprachregionalen Unterschiede zeigten, dass kaum von einer «schweizerischen» Mediennutzung gesprochen werden könne, so die Studienmacher.

Rund 95 Prozent der Befragten haben von zuhause aus Zugang zum Internet. An Wochentagen wird durchschnittlich 2 Stunden und 5 Minuten im Internet gesurft, an freien Tagen knapp eine Stunde mehr. Bei der Suche nach Informationen liegt das Web 2.0 (z.B. Facebook) gleichauf mit herkömmlichen Suchmaschinen wie Google. 

 

Im Rahmen der Studie wurde zudem erhoben, welche Informationen Jugendliche über sich im Internet preisgeben. Am häufigsten wird bei Social Networks wie Facebook das Geschlecht bekannt gegeben, noch vor dem realen Namen. Über 80 Prozent der Befragten veröffentlichen Fotos oder Videos von sich selbst. Je älter die Jugendlichen sind, desto mehr persönliche Informationen geben sie preis. Der vollständige Ergebnis-Bericht der JAMES-Studie kann online unter www.psychologie.zhaw.ch/JAMES abgefragt werden.

Über die Studie
Die James-Studie ist eine repräsentative nationale Studie zur Mediennutzung von Jugendlichen. Sie wurde von der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Kooperation mit der Université de Genève und der Università della Svizzera italiana im Sommer 2010 durchgeführt. Finanziert und unterstützt wurde die Studie von Swisscom (Kooperationspartner der ZHAW). Im Rahmen der Studie sind über 1‘000 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren in allen drei Sprachregionen der Schweiz befragt worden.

 

FS Parker: Zweite Camel Urban-Art-Kampagne realisiert

Die Zürcher Agentur FS Parker hat für den neuen Pack-Launch von Camel die entsprechende Werbekampagne entwickelt. Diese beinhaltet einen Kinospot und Inserate mit einem QR-Code-Video.

Die neuste Pack-Serie wurde vom Schweizer Urban-Art-Künstler «Shark» gestaltet. Camel unterstützt seit letztem Jahr die Urban Art-Kultur in der Schweiz. Zu diesem Engagement gehören diverse Projekte wie das Urban Art Studio, Live Painting-Aktionen und Urban Art-Zigarettenpacks.

Die Anzeigen-Sujets von FS Parker enthalten einen QR-Code, welcher auf Smartphones ein Making-Of-Video aktiviert und die Entstehung der Keyvisual-Illustration von «Shark» in seinem Atelier zeigt. Die Kampagne ist von Mitte Februar bis März in der gesamten Schweiz zu sehen. Begleitet wird sie von dem Projekt «Urban Art Studio goes Zurich City» – einer Pop Up Gallery an der Langstrasse in Zürich.

Verantwortlich bei JTI Japan Tobacco International Schweiz: Julia Galka (Marketing), Benjamin Cerletti (Marketing). Verantwortlich bei FS Parker: Hannes Sigrist (Creative Direction), Roberto Arias (Projektleitung), Magdalena Zbiec & Jenny Heinicke (Art Direction) und Lukas Zindel (Design). Illustration: Harun Dogan aka «Shark»

 

Search.ch: Remy Ruefli wird neuer Key Account Manager

Remy Ruefli, bisher Key Account Manager bei Goldbach Interactive, wechselt zu Search.ch. Beim Suchmaschinenbetreiber wird er als Key Account Manager im Bereich «Sales Display & Performance Advertising» tätig sein.  

remy-ruefli

Der 33-Jährige übernimmt in dieser Funktion per 1. März 2011 die Betreuung der Direktkunden wie auch der Werbe- und Mediaagenturen in der ganzen Schweiz. Remy Ruefli verfügt über langjährige Erfahrung im Key Account Management sowie im Onlinegeschäft. Er war unter anderem bei AdLink Internet Media Switzerland als Key Account Manager sowie bei Büchler Grafino als Online Manager tätig. 

 

Bund: Checkliste für vertrauenswürdige KMU-Webauftritte

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom), das Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) und der Verein Info Surance haben gemeinsam die «Checkliste Online-Auftritt KMU» publiziert. Sie gibt kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Tipps zur Optimierung ihres Webauftritts.

Die Checkliste soll KMU die Fragen beantworten, worauf Kunden beim Einkaufen im Internet achten, welche Faktoren ihre Kaufentscheidungen beeinflussen und wie Online-Auftritt gestaltet sein sollen, damit sie vertrauenswürdig wirken und auch von den Kunden so wahrgenommen werden. Das Dokument enthält Tipps und Beispiele zu vierzehn verschiedenen Bereichen. Dabei geht es beispielsweise um die Optimierung von Bestellprozessen, die Webadresse, die Struktur der Website oder auch um den Umgang mit Kundendaten. Die Checkliste ist im Internet veröffentlicht und kann gratis heruntergeladen werden. Sie steht auf Deutsch, Französisch und Italienisch zur Verfügung: Kmu.admin.ch.

 

Guave Studios: Online-Magazin für Pfister entwickelt

Guave Studios hat Pfisters Frühlingskatalog ins Internet gebracht. Das neue Online-Magazin steht unter dem Thema «Lust auf Farbe».

Neben Styling-Tipps für den Innen- und Aussenbereich gibt es Video-Interviews mit Wohn- und Farbexperten, neue Produkte mit Bestellmöglichkeit im E-Shop oder auch Gourmetrezepte. Entstanden ist die Flash-Applikation in Zusammenarbeit mit Guave Studios. Die Zürcher Agentur hat sich auf die Entwicklung von Onlinepromotionen und -werbemitteln sowie audiovisuellen Produktionen spezialisiert.

 

Roadshow zum Thema Swiss PSO

Der Verband Viscom, Ugra und der Druckmaschinenhersteller Heidelberg Schweiz stellen diesen Frühling an einer gemeinsamen Road-Show das Qualitätsmanagement-System Swiss PSO und die damit verbundenen Dienstleistungen vor.

Die Road-Show bietet den Besuchern die Gelegenheit, auf erfahrene Fachleute zu treffen und Wissenswerte zum Thema Swiss PSO im Gespräch und aus erster Hand zu erfahren. Als Gast ist die Druckerei Mattenbach eingeladen. Das Winterthurer Unternehmen hat vor rund einem Jahr das Projekt Swiss PSO gestartet. Projektleiter Thomas Fuhrer wird über seine Erfahrungen vom Kick-Off bis zum Audit berichten.

Die drei Stationen:
Donnerstag, 24. März 2011, Markthalle Altenrhein (Hundertwasser)
Mittwoch, 27. April 2011, Heidelberg Schweiz AG, Bern
Donnerstag, 28. April 2011, Mövenpick Hotel Zürich-Regensdorf, Zürich-Regensdorf.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 16 Uhr, im Anschluss an den offiziellen Teil sind die Besucher zu einem Apéro Riche eingeladen.

 

Politblog für das Wahljahr 2011 lanciert

Mit dem Beginn der Frühlingssession am Montag starten die Bundeshausredaktionen von 24 heures und Tribune de Genève sowie von Tages-Anzeiger und Der Bund gemeinsam mit dem Newsnetz einen neuen Politblog. Dieser soll Nutzer durch das Superwahljahr 2011 begleiten.

politblog

Der Blog soll Journalisten, Bürgern, Politikern und Parteivertretern eine Plattform zur Debatte bieten und wird, wenn immer möglich, zweisprachig publiziert. Gestartet wurde am Montagmorgen mit einem Beitrag von Res Strehle, Co-Chefredaktor des Tages-Anzeigers, zum Thema «Helfen die Medien der SVP?».

Die Teams aus der Romandie und die Deutschschweizer Redaktionen publizieren mehrmals wöchentlich Beiträge auf dem Politblog. Die Anzahl der Beiträge pro Redaktion sei dabei ausgeglichen, teilten die Medienhäuser am Montag mit. Die Koordination übernimmt das Newsnetz, das gemeinsame Nachrichtenportal von Basler Zeitung, Berner Zeitung, Der Bund und Tages-Anzeiger.

Neben den Beiträgen der Redaktionen sollen mittels einer Carte Blanche prominente Politköpfe wie Parteienvertreter oder Politexperten und -beobachter für Gastkommentare eingebunden werden. Ausserdem soll der Politblog, der hauptsächlich innenpolitische Themen aufgreifen wird, auch noch weniger bekannten Kandidaten und Kandidatinnen eine Plattform bieten, die 2011 erstmals an Parlamentswahlen auftreten.

Der neue Blog will eine Polit-Community aufbauen, auf der sich registrierte Nutzer aktiv an der Diskussion beteiligen und die Möglichkeit haben, einzelne Beiträge zu raten und so über die verschiedenen Positionen abstimmen zu können. Der Politblog steht ab sofort auf den Websites aller Partner zur Verfügung.

Politblog.tagesanzeiger.ch/blog/
Politblog.24heures.ch/blog/
Politblog.derbund.ch/blog/
Politblog.tdg.ch/blog/
 

Zu guter Letzt: Hergestellt und abgebrannt in der Schweiz

«Von hier, für hier». Das klingt wie ein Claim eines Bio-Labels. Ist es aber nicht. Auch die Schweizer Zigarettenmarke Parisienne stellt den regionalen Bezug her.

parisienne

Die Zigarettenmarke überrascht ihre Klientel mit lokalen Ortspäcken. Schliesslich wohnen die hiesigen Konsumenten ja nicht in Paris, sondern in Pontresina, Pully oder Pratteln. Über 4'000 Spezial-Edition-Päckchen sind ab dem 1. März im Handel und online erhältlich. Von A wie Asconienne bis Z für Zermattienne wurde keine Ortschaft ausgelassen. Selbst an Corippo, die kleinste Gemeinde der Schweiz, wurde gedacht. Wunderbar!

 

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