NZZ Folio zum Thema Sponsoring

In der Schweiz werden jährlich 600 bis 700 Millionen Franken für Sponsoring ausgegeben. NZZ Folio widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe dem Thema und der Frage: «Wer zahlt wem wie viel wofür?»

An Gegenleistungen geknüpfte Zuwendungen der Wirtschaft durchdringen mehr und mehr fast alle Lebensbereiche, auch Wissenschaft und Gesundheit, die Medien oder die Spitzengastronomie. «Man mag dies begrüssen, weil vieles, was uns Sponsoren finanzieren, für die meisten unerschwinglich wäre. Man darf die schleichende Kommerzialisierung der Gesellschaft aber auch kritisch hinterfragen, weil die Sponsoren sich zwar gerne anpreisen, die Transparenz bezüglich Leistungen und Gegenleistungen oft fehlt», schreibt NZZ-Folio-Redaktor Andreas Heller im Editorial. Das Heft versuche den Schleier zu lüften und zeige «wie Sponsoren vorgehen, wie sie Einfluss nehmen und unser Leben verändern. »

Die aktuelle Ausgabe der Monatszeitschrift beinhaltet unter anderem ein Interview mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Der Energydrink-Hersteller investiert rund 600 Millionen Euro jährlich in das Event- und Sportmarketing. In anderen Artikeln geht es um Sponsoring im Schwingsport und im Fussball. Ausserdem ist auf einer Illustration am Beispiel von Didier Cuche zu sehen, welche Sponsoren im Skizirkus was zahlen. Beiträge gibt es aber auch zur Filmförderung sowie zu Geldgeber im Kulturbereich oder der Wissenschaft. Der Artikel «Szenen einer Ehe» zeigt zudem, dass Sponsoringpartnerschaften zwischenmenschlichen Beziehungen ähneln: «Was als ideale Paarung beginnt, endet regelmässig mit teuren Scheidungen.»

Zur Ausgabe: Nzzfolio.ch.

 

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Allgemein

Schweizer Cup beschert SSF gute Quote

Am vergangenen Donnerstag zeigte das Schweizer Sportfernsehen SSF die Live-Übertragung der Schweizer Cup Viertelfinal-Begegnung zwischen dem FC Biel und dem Titelverteidiger FC Basel. Bis zu 68‘000 Personen verfolgten im SSF das Spiel.

Damit kam der Sender bei der Zielgruppe der 15-49 Jährigen auf einen Spitzenwert von 7,1 Prozent Marktanteil, wie das SSF in einer Mitteilung schreibt. Bereits beim Aufeinandertreffen des FC Wohlens mit den Zürcher Grasshoppers im Achtelfinal waren bis zu 50‘000 Personen gleichzeitig vor den Fernsehgeräten versammelt. Programmleiterin Claudia Lässer freut sich: Der Erfolg zeige, dass das SSF mit der Challenge League ein hochwertiges Produkt im Programm habe.
 

Rod: Für Manor den Frühling von Yes or No vorgestellt

«Wild Romance» lautet das Thema des Mode-Frühlings bei Yes or No. Für das hauseigene Fashionlabel von Manor hat die Zürcher Agentur Rod Kommunikation eine Kampagne entwickelt.

Dabei wurde das im Herbst 2010 eingeführte Leitmotiv «Against normal» neu interpretiert und für verschiedene Kanäle umgesetzt, etwa mit Anzeigen, Social-Media-Aktivitäten sowie einer App für iPhone, mit der man sich im Vintage-Look und getreu dem Kampagnenmotto ablichten kann.

App Store: http://itunes.apple.com/ch/app/yes-or-no-foto/id418298587?mt=8 und Facebook: www.facebook.com/yesorno.
 
 

Community Manager braucht das Land

Soziale Netze gewinnen zunehmend an Bedeutung und verdrängen konventionelle Medien. Glaubt man denen, die es schon machen, wird Werbung auf Facebook auch in der Schweiz zum Höhenflug ansetzen.

Wie schon beim Aufkommen des Suchmaschinenmarketings ist allerdings auch das Social-Media-Marketing eine neue Spielwiese, auf der althergebrachtes Werbewissen oft nicht weiter hilft. Sagt etwa Markus Gabriel, Inhaber und Creative Director der auf Online- und Social-Media-Marketing spezialisierten Crossover-Agentur Angelink AG: «Die Betrachtung von Facebook als klassischen Werbeträger ist etwa so relevant wie die eines Fernsehers als Tonträger. Unternehmen sollten Facebook primär als eine vertrauensbildende Dialog- und eine virale Promotionsplattform begreifen und nicht als Parkplatz für Werbebotschaften.»

Der Hype um Social Media erfasst immer mehr Unternehmen, und es darf nicht vergessen werden, dass der professionelle Social-Media-Einsatz noch in den Kinderschuhen steckt. Immerhin ist schon klar geworden, dass, wer bei Facebook und anderen Sozialen Netzwerken mit herkömmlichem Werbeverständnis zuerst die Reichweiten sieht und entsprechend Anzeigen schaltet, oft rasch enttäuscht wird. Denn wer auf Facebook unterwegs ist, will mit Freunden kommunizieren, und da ist unpersönliche Push-Werbung etwa so verpönt wie wenn der Staubsaugerverkäufer bei der Stammtischrunde auftauchen würde.

Unternehmen müssen also danach streben, Teil des sozialen Umfelds der angestrebten Zielgruppe zu werden. Erster Schritt und Basis dazu ist eine eigne Fan Page, die auf einer Social-Network-Plattform wie eine Homepage funktioniert. Einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Nielsen vom April 2010 zufolge sind Kaufabsichten beim Einsatz einer Homepage viermal grösser (8 %), als wenn dies nicht der Fall ist (2 %). Doch eine eigene Präsenz in einem Sozialen Netzwerk darf nicht statisch sein, sondern muss die Interaktion fördern. Hier kommt die neue Disziplin des Community-Managements ins Spiel, das nicht einfach mit der Moderation von Foren gleichzustellen ist. Hier sind noch viel Erfahrung und entsprechende Kompetenz aufzubauen (entsprechende Kursangebote spriessen derzeit allenthalben). Fehlen diese, haben selbst grosse Marken zwar eine Präsenz, erreichen damit aber nur eine verhältnismässig dürftige Fan-Basis. Auf dieser Basis können nun Werbekampagnen aufsetzen und sind dann oft sehr erfolgreich. Wer nun mit Werbung in einem Sozialen Netz seine Fan-Basis vergrössern will, wird von solcher Zahlenbolzerei allerdings auch wieder enttäuscht werden. Denn mit (wenigen) echten Fans kann besser interagiert werden als mit vielen gekauften. Im Online-Marketing sind Reichweiten zunehmend weniger relevant, dafür sind qualitative Kennzahlen gefragt. Diese sind gerade bei Sozialen Netzen erst im Entstehen begriffen. So wie im Geschäftsleben vor allem Stammkunden wichtig sind, geht es bei Sozialen Netzen um starke Verbindungen, die etwa an häufigen und regelmässigen Besuchen der Fans auf der Facebook-Seite erkennbar sind.

Christoph J. Walther

Experten sind sich sicher: Facebook wird den klassischen Medien das Wasser abgraben

Die Werbewoche hat sich bei Social-Media-PraktikerInnen in der Schweiz nach deren Erfahrungen mit Werbung auf Facebook und den entsprechenden Zukunftsperspektiven erkundigt: Regula Fecker (Rod Kommunikation AG, Zürich), Sven Beichler (mySwissChocolate AG), Markus Gabriel (Angelink AG Crossover Agentur, Zürich), Andrea Iltgen (xeit gmbh), Sandra Albisser (SocialCom GmbH) und Stefania Misteli (Valora Management AG).

Hier geht es zu den Antworten.

Dieser Beitrag stammt aus der aktuelle Printausgabe der Werbewoche.

(Bild: Keystone)
 

Denner: Die Maschinen starten lassen

Bei Denner freut man sich über den Entscheid des Handelsgerichts St. Gallen. In einer Anzeige ruft der Discounter seine Kunden dazu auf, die Maschinen zu starten.

Das Sujet macht auf die Wiederaufnahme der Produktion aufmerksam und verspricht «Bald gibt’s wieder Denner Kaffee-Kapseln!».

Mehr dazu: Denner darf Kapseln für Nespresso-Maschinen wieder verkaufen. 

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(Das Inserat erschien am 7. März im Blick am Abend).
 

Türkei: Journalisten und umstrittener Autor in der Türkei festgenommen

Nach der Festnahme von zwei prominenten Journalisten in der Türkei sind am Montag vier weitere Medienvertreter und ein wegen seiner anti-jüdischen Thesen umstrittener Buchautor in Untersuchungshaft genommen worden. Die Staatsanwaltschaft wies den Vorwurf zurück, mit den Festnahmen die Pressefreiheit in der Türkei anzutasten.

Dem Autor Yalcin Kücük und vier Mitarbeitern der regierungskritischen Website «Oda TV» werde Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie türkische Fernsehsender und Nachrichtenportale berichteten. Die Staatsanwaltschaft wies den Vorwurf zurück, mit den Festnahmen die Pressefreiheit in der Türkei anzutasten. In der vergangenen Woche waren die beiden Journalisten Nedim Sener und Ahmet Sik unter dem Verdacht festgenommen worden, zum mutmasslichen rechtsgerichteten Geheimbund Ergenekon zu gehören. Ergenekon plante nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft einen Umsturz der Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Regierungskritiker: Hexenjagd

Kritiker Erdogans sprechen von einer Hexenjagd auf Regierungskritiker. Sie gehen davon aus, dass Sener und Sik wegen ihrer Kritik an der Polizei festgenommen wurden. In den vergangenen Tagen hatten Journalisten in mehreren Städten der Türkei gegen das Vorgehen von Polizei und Justiz protestiert. Staatspräsident Abdullah Gül zeigte sich ebenfalls besorgt. Kritik kam auch von der EU und von Menschenrechtsorganisationen.

Staatsanwalt Zekeriya Öz, der die seit 2007 laufenden Ergenekon-Ermittlungen leitet, erklärte dagegen, die Festnahmen von Sener und Sik hätten nichts mit deren journalistischer Arbeit zu tun. Die Gründe könne er wegen der laufenden Ermittlungen nicht öffentlich nennen. Nachdem in der Vergangenheit vorwiegend Militärs und Akademiker unter Ergenekon- Verdacht verhaftet wurden, richten sich die Ermittlungen von Öz in jüngster Zeit verstärkt gegen Medienvertreter.

Der Leiter von «Oda TV», Soner Yalcin, war bereits vor einigen Wochen festgenommen worden. Der nun ebenfalls festgenommene Autor Kücük war bereits einmal vorübergehend in Gewahrsam. Laut Medienberichten sieht Öz in ihm ein Ergenekon-Führungsmitglied. Der Nationalist und EU-Gegner Kücük hatte in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Vorwurf für Furore gesorgt, die Türkei werde von Juden unterwandert. (sda) 

Kundengewinne für Unikat, The House Agency und PEPR

Neben Advico Young & Rubicam vermelden am Montag drei weitere Agenturen Kundenzuwachs: die Küsnachter Agentur Unikat, The House Agency und PEPR Peter Eberhard Public Relations.

Unikat kann ihr Kundenportefeuille um zwei neue Namen erweitern. Dazu gestossen ist einerseits der Anzeiger der Stadt Kloten. Das andere Kommunikationsmandat betrifft die Bertschi AG in Reinach, die im Aufbau von kundenfreundlichen Sammelstellen unter dem Namen «Recycling-Paradies» begriffen ist. Unikat wurde von beiden Auftraggebern für einen neuen integrierten Gesamtauftritt ausgewählt.

The House Agency gewinnt die Online-Marketing Ausschreibung der CSS Versicherung. Die im Januar 2011 gegründete Agentur hat sich gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt und wird die Online-Marketing-Massnahmen der CSS Versicherung betreuen. Erste Massnahmen werden im Frühling lanciert.

Die von Inhaber Peter Eberhard geführte Agentur PEPR ist seit einiger Zeit für das börsenkotierte Unternehmen Starrag Heckert mit Hauptsitz in Rorschacherberg tätig, einen Anbieter von Präzisions-Werkzeugmaschinen. Das Mandat umfasst schwergewichtig die Unterstützung in der Medienarbeit und der Finanzmarktkommunikation.

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Zu guter Letzt: Sind jetzt alle gaga?

Skurriles aus England: Ein Londoner Café hat eine neue Glacesorte aus Muttermilch kreiert und diese «Baby Gaga» getauft. Gaga – findet selbst die US-Sängerin Lady Gaga und fordert die Cafébetreiber dazu auf, für die ungewöhnliche Sorte einen Namen zu suchen, der nicht mehr ihrem eigenen Namen ähnelt.

«Baby Gaga» gibt es seit Ende Februar. Serviert wurde das Glace von einer Kellnerin, die mit ihrer blonden Perücke und ihrem provokanten Outfit an Lady Gaga erinnerte. Trotz saftiger Preise – die 15 Frauen, die sich dafür Milch abpumpen liessen, wollen schliesslich entschädigt sein – war «Baby Gaga» nach wenigen Stunden ausverkauft. Auf das Muttermilch-Glace aufmerksam geworden sind aber ausser der US-Sängerin auch die Londoner Behörden. «Baby Gaga» wird nun im Labor analysiert. Bis die Ergebnisse vorliegen, wird die Sorte nicht mehr hergestellt. Den Kampf gegen den Popstar haben die Cafébetreiber dennoch aufgenommen. Die genialen bis absurden Argumente sind auf dem Blog des Lokals zu finden: Blog.theicecreamists.com.

 

NZZ-Gruppe: 35,3 Millionen Franken Gewinn

Das Ergebnis der NZZ-Mediengruppe erreichte im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis von 35,3 Millionen Franken. Als Hauptgründe für das gegenüber dem Vorjahr deutlich bessere Ergebnis werden ein stark reduzierter Betriebsaufwand und Mehreinnahmen über fast alle Ertragssegmente genannt.

Das Geschäftsjahr 2010 brachte für die NZZ-Mediengruppe die nach eigenen Angaben «erwartete Wende». Einerseits habe sich die konjunkturelle Erholung in der Medienbranche ab Herbst 2010 positiv auf die Umsätze ausgewirkt, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Anderseits habe die 2009 eingeleitete Restrukturierung der Gruppe im Berichtsjahr ihre volle Wirkung entfaltet. Auf Stufe operatives Ergebnis (Ebit) resultiert ein Gewinn von 47,2 Millionen Franken, womit das Vorjahresergebnis um 43,5 Millionen Franken übertroffen wird. Die Ebit-Marge liegt bei 9,1 Prozent gegenüber 0,8 Prozent im Vorjahr. Nach einem Vorjahresverlust von 3,1 Millionen Franken zeigt auch das Gruppenergebnis mit 35,3 Millionen Franken die deutliche Ergebnisverbesserung des Konzerns. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 2000 Franken pro Aktie auszuschütten.

Der betriebliche Gesamtertrag stieg gegenüber Vorjahr um 4,8 Prozent auf 518,4 Millionen Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Werbeerträge zeigten in der zweiten Jahreshälfte eine leichte Erholung und betragen, auch dank Neuakquisitionen, 193,5 Millionen Franken (+ 5,3 Prozent). Der Ertrag aus Abo- und Einzelverkauf konnte um 4,2 Prozent auf 151,7 Millionen Franken gesteigert werden. In einem von Produktionsüberkapazitäten geprägten Branchenumfeld blieben die Erträge im Druckbereich mit 73,7 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau. Der Ertrag aus elektronischen Medien stieg um 18,7 Prozent auf 46,8 Millionen Franken an. Die deutliche Zunahme ist gemäss Mitteilung das Resultat von durchgängig verbesserten Umsätzen aller Teilsegmente (Radio, Fernsehen, Rubriken, Online). Die übrigen Erträge haben sich gegenüber Vorjahr um 1,9 Millionen Franken auf total 53,8 Millionen Franken verbessert. Der betriebliche Gesamtaufwand konnte dank Synergieeffekten und Sparmassnahmen um 4,0 Franken auf 471,2 Millionen Franken reduziert werden. Das spiegelt sich im von 3,7 auf 47,2 Millionen Franken gestiegenen operativen Ergebnis (Ebit). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit verdoppelte sich von 36,3 auf 74,4 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote hat sich von 68,2 Prozent auf 69,2 Prozent erhöht. Der Personalbestand der Gruppe blieb mit 1607 Vollzeitstellen trotz Akquisitionen konstant (Vorjahr 1608).

Geschäftsbereich Neue Zürcher Zeitung

Im Geschäftsbereich Neue Zürcher stieg der Umsatz um 6,6 auf 194,4 Millionen Franken. Der Anzeigenverkauf lag mit 86,7 Millionen Franken um 1,2 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Erfreulich stieg gemäss Mitteilung der Ertrag aus Abo- und Einzelverkauf um 2,2 auf 74,2 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand inkl. Abschreibungen konnte um 13,3 auf 173,2 Millionen Franken gesenkt werden. Das operative Ergebnis (Ebit) hat sich von 1,3 Millionen im Vorjahr auf 21,2 Millionen Franken verbessert.

Geschäftsbereich FPH Freie Presse Holding

Im Geschäftsbereich FPH Freie Presse Holding stieg der Umsatz um 19,4 Millionen auf 327,7 Millionen Franken. Auch hier konnte sich der Anzeigenverkauf erholen. Er stieg um 8,5 Millionen auf 106,8 Millionen Franken. Zur FPH gehören die Beteiligungen an Regionalverlagen wie der Neuen Luzerner Zeitung, dem St.Galler Tagblatt, Radio Pilatus, FM1, Tele 1 und Tele Ostschweiz.

(Bild: Keystone)
 

SRG: Wird Viktor Baumeler neuer Verwaltungsratspräsident?

Ende Jahr läuft die Amtszeit von SRG-Verwaltungsratspräsident Jean-Bernard Münch aus. Gute Chancen, seine Nachfolge anzutreten, hat gemäss der Zeitung Sonntag Viktor Baumeler.

Zwar gebe es von Jean-Bernard Münch noch keine verbindliche Aussage darüber, wann er als SRG-Präsident zurücktreten wolle, schreibt der Sonntag. Alles deute aber darauf hin, dass es Ende 2011 sein werde. Mehrere Personen aus dem Umfeld von Viktor Baumeler, Mitglied des SRG-Verwaltungsrates mit erklärtem Interesse am Präsidium, hätten dabei bestätigt, dass der 62-Jährige zurzeit verstärkt Lobbying in eigener Sache betreibe. Aus der Tatsache, dass er sich aus dem Nominationsausschuss, der bei der Suche nach einem neuen Präsidenten die erste Sondierung vornimmt, zurückgezogen hat, schliesst die Zeitung, dass er das Amt anstrebt – schliesslich könnte er sich als Ausschuss-Mitglied ja nicht selber nominieren.
 

Gewinnsprung für Tagblatt Medien Gruppe

Die Tagblatt Medien Gruppe in St. Gallen hat im vergangenen Jahr einen Unternehmensgewinn von 6,982 Millionen Franken erzielt.

Das ist mehr als dreimal so viel wie im Jahr zuvor, wie das St. Galler Tagblatt gemäss SDA in seiner Ausgabe vom Samstag schreibt. 2010 wurden für rund 44 Millionen Franken Anzeigen verkauft, das sind sieben Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Profitiert hat die Tagblatt Medien Gruppe, die zur NZZ-Mediengruppe gehört, auch von einem tiefen Papierpreis. Tagblatt-Gesamtleiter Daniel Ehrat rechnet für das laufenden Jahr mit einem noch höheren Gewinn.

Zur Tagblatt Medien Gruppe gehören die Printmedien St. Galler Tagblatt, Thurgauer Zeitung, Anzeiger, Textil Revue, Smash, Toggenburger Nachrichten, Neuer Anzeiger Sulgen, Werdenberger & Obertoggenburger und Schweizer Soldat.

Mit dem Fernsehsender Tele Ostschweiz, dem Radio FM1 und der Internet-Stellenbörse Ostjob.ch ist die Gruppe auch in den elektronischen Medien und online tätig. Die Tagblatt Medien Gruppe beschäftigte Ende Jahr 544 Mitarbeitende. (SDA)
 

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