Kopf der Woche: Der Fern-Seher

ARD, ZDF, Viva, 3Sat, RTL/Pro Sieben und SF. Frontal21, 10vor10, Rundschau, SF Spezial, Quer und Eco – Alexander Mazzara hat schon für viele Sender und Formate gearbeitet. Sein bisher spannendstes Projekt dürfte aber der crossmediale Jugend-TV-Sender Joiz sein, der ab Ende März von Zürich aus Fernsehgeschichten schreiben will.

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Junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren haben im Fernsehen ihre Heimat verloren», sagt Alexander Mazzara (35). «In der Schweiz wird TV nur für Ältere und Alte gemacht, das wollen wir ändern.» Wir, das sind Mazzara und TV-Urgestein Kurt Schaad. 2009 hatten sie die Idee, einen TV-Sender für junge Erwachsene zu gründen, der Fernsehen, Internet, Mobile und Social Media miteinander verknüpft. Denn bei jungen Leuten heisst Fernsehen heute nicht mehr nur, eine Sendung zu verfolgen, sie haben vor der Flimmerkiste auch ihr Smartphone in der Hand und oft noch den Laptop oder einen Tablet-PC auf den Knien. 90 Prozent der 16- bis 24-jährigen Schweizer tauschen sich während einer Sendung mit Freunden aus, posten Beiträge oder suchen weitere Infos. Was liegt also näher, als den Fernseher mit dem Rechner und beides mit dem Smartphone zu verknüpfen?

Genau das hat sich Mazzara auch gefragt – und die Lücke geschlossen. Im Januar 2010 gründeten er und Schaad den Jugendsender Joiz, der junge Leute auf allen Kanälen abholen will. Der Sender verzahnt das von ihm ausgestrahlte öffentliche Angebot mit der privaten Welt seiner Zuschauer, in der sie via Facebook, Twitter und Co. mit ihren Freunden verknüpft sind. Und das geht so: Joiz bietet in verschiedenen Formaten News, Unterhaltung und Hintergründe zu den Themen Musik, Lifestyle, Kochen, Mode, Kino, Politik, Ausbildung, Gesundheit, Sexualität und in Zukunft auch Sport an. Die Zuschauer bekommen parallel und in Echtzeit zur TV-Sendung weitere Informationen, beispielsweise das Rezept, das in der Kochsendung nachgekocht wird, können es twittern oder auf Facebook stellen. Ausserdem können sie sich Tipps zum Fleischeinkauf holen oder einen guten Metzger in ihrer Nähe anzeigen lassen. Im Politikformat können sie mitdiskutieren oder ihre Stimme abgeben. In der Musiksendung kriegen sie das neueste Video der noch unbekannten Band direkt aufs Smart¬phone geschickt – und können so auch gleich noch Tickets für das nächste Konzert gewinnen. Auch Votings und Rankings, deren Ergebnisse innert Sekun-den vorliegen, sind möglich und können sogar das Programmgeschehen beeinflussen. Und natürlich darf jeder User den Content von Joiz sharen oder auf seinen privaten Seiten einbinden. «Das ist echtes Cross-Media», sagt Mazzara. «Es wird im Fernsehen immer wichtiger, über die Sendung hinausreichende Informationen zu bieten und Interaktion zu ermögli¬chen.» Augenzwinkernd fügt er hinzu: «Natürlich kann man bei uns auch einfach nur fernsehen.» Oder auch nicht. Denn um bei Joiz mitzumachen, braucht man nicht einmal einen Fernseher. Weil der Sender mit Social Media interagiert und alle Sendungen und Aktionen mit der Joiz-Website verknüpft, reichen ein Laptop oder ein Smartphone völlig.

Spagat zwischen Zahlen und Buchstaben

Alexander Mazzara wird 1975 in Aarau geboren. Ob¬wohl er bereits als junger Mann für die regionale Tageszeitung schreibt und sich für die Medien begeistert, entscheidet er sich für ein Bauingenieurstudium – und fragt sich noch heute, weshalb. Als Bub hatte er davon geträumt, Architekt zu werden, ein Beruf, in dem er seine Kreativität eher hätte ausleben können. Schnell merkt Mazzara, dass es ihm im Bauingenieurbüro zu langweilig ist. Ihm fehlt der Spielraum, die Spielfreude, der Spass am Kommunizieren. Aber Mazzara wäre nicht Mazzara, wenn er nicht zu Ende brächte, was er angefangen hat. Die Zeit bis zum Bauingenieurdiplom lockert er durch einen Job beim Aargauer Lokalradio Kanal K auf. «Natürlich hat es mir auch Spass gemacht, im Studium mit Zahlen umzugehen und komplizierte Berechnungen zu meistern», mildert Mazzara ab. «Und dass ich das gut beherrsche, kommt mir jetzt als Un¬ternehmer zugute.» Trotzdem, der Richtungswechsel ist längst beschlossen: Nach seiner Diplomarbeit über die Verbesserung der Wasserkraftanlage der Jungfraujoch-Bahn schliesst Mazzara ein Nachdiplomstudium Journalismus an. «Ich wollte das journalistische Handwerkszeug wirklich beherrschen und mehr Feed¬back haben», erklärt Mazzara. «Bei der Regionalzeitung hiess es immer nur ‹Du machst das schon gut›. Das reichte mir nicht.»

Treiber Innovation und Marketing

1999 startet Mazzaras Karriere durch alle grossen, deutschsprachigen Fernsehsender: Von RTL/Pro Sieben geht er zu Swizz Music Television, das von Viva gekauft wird. Dann arbeitet er in Deutschland für ARD und ZDF und landet als 25-Jähriger beim SF. Dort arbeitet Mazzara zwischen 2000 und 2009 vor allem für Nachrichtensendungen: Rundschau, SF Spe¬zial, 10 vor 10 und Quer, ab 2006 produziert er zusätzlich das Format «Start up – Der Weg zur eigenen Firma». Diese Sendung ist ein «Aufwärmformat» für das Wirtschaftsmagazin Eco, das Mazzara später gemeinsam mit seinem damaligen Chef Kurt Schaad entwickelt. «Eco hat sein Publikum sofort gefunden, es ist uns leider aber auch mit Eco nicht gelungen, jüngere Leute abzuholen», erzählt Mazzara. «Das Durchschnittsalter des Eco-Zuschauers liegt bei 57 Jahren.»

Doch Mazzara und Schaad sind ein gutes Team. «Alexander hat einen schaurig guten Überblick, er ist ein echter Generalist im Medienbereich und kann das Wesentliche vom Unwesentlichen unterscheiden», sagt Schaad über seinen jungen Kollegen. Den beiden Männern gehen die jungen Fernsehzuschauer nicht aus dem Sinn, sie wollen sie wieder fürs Fernsehen begeistern. Also stecken Mazzara und Schaad wieder ihre Köpfe zusammen, heraus kommt Joiz. «Ich wollte etwas für junge Leute machen, bei dem ich hinter den Inhalten stehe und sagen kann, dass es langfristig Zukunft hat, bei dem Inhalt und Verpackung stimmen», betont Mazzara. «Social Media hat in die Art, wie Stories erzählt und Inhalte verbreitet werden, eine unge¬heure Dynamik gebracht. Wir haben früher auf dem Schulhof Paninibildchen getauscht, heute läuft der Austausch über Facebook. Die richtige Verknüpfung dieser komplett veränderten Mediennutzung birgt ein riesiges Potenzial für die Medien, das wir nutzen wollen. Mit Joiz geben wir jungen Leuten wieder eine Medienheimat, einen Platz, an dem sie sich daheim fühlen, an dem sie neue Sachen lernen und coole Infos bekommen. Das macht auch mir riesigen Spass.»

Mazzara hat für den Start mit Joiz die perfekte Zeit erwischt: Kaum ein Teeny ohne Handy, der Rechner gehört zur Grundausstattung im Kinder- und Jugendzimmer, und Facebook ist die zweite, wenn nicht die erste Heimat der «Digital Natives». Es ist, als hätte die Welt nur auf Joiz gewartet.

Mein Freund Joiz

Joiz wird ab dem 28. März jeden Tag 24 Stunden in HD-Qualität auf Sendung sein. Vier Stunden davon wird Mazzara mit seinem Team täglich neu produzieren, die Restzeit wird mit Wiederholungen bestritten. Finanziert wird das Angebot einerseits durch Sponso¬ren, andererseits durch Werbung und E-Commerce. Dabei setzt Joiz auf die komplette Palette: «Unsere Zuschauer können zum Beispiel mit einem Klick die Kleidung unserer Moderatoren kaufen oder Zutaten für ein Rezept, das vorgestellt wird», sagt Mazzara. «Ausserdem werden wir klickbare Werbespots schalten, ein sehr spannender, neuer Ansatz. Aber auch die klassischen Werbeformate wie TV-Spots oder Online-Kampagnen können bei uns gebucht werden.»

Dass das Joiz-Programm mit den privaten Welten seiner User interagiert, eröffnet Werbern ganz neue Möglichkeiten. Denn weil sich jeder User registrieren muss, sammelt Joiz viele qualifizierte Daten über sei¬ne Zielgruppe. Die können für zielgerichtete Werbung und Offerten genutzt werden. «Eines der Probleme von TV ist, dass man extrem viele Emotionen transportieren kann, aber extrem wenig Informationen über seine Zuschauer bekommt», erklärt Mazzara. «Mit unserem Modell ändern wir das.» Klar, dass zum Thema einer Sendung passende Angebote ziemlich gute Chancen haben, direkt verkauft zu werden. Joiz tut aber auch etwas zum Schutz seiner jungen Zielgruppe: Explizit ausgeschlossen hat der Sender Ero¬tik- und Klingeltonwerbung sowie Mehrwertdienst-Gewinnspiele. Dass Joiz mit seinem Fernsehen für Junge den Nerv der Zeit und seiner Zielgruppe trifft, springt ins Auge. Noch vor dem Sendestart wurde der Sender für die «Internet World Business-Idee 2011» nominiert, als eines der zwanzig innovativsten Internetprojekte im deutschsprachigen Raum.

Gerade mal ein Jahr ist der Sender alt und beschäftigt bereits 40 Mitarbeiter, auch das bekannte Schweizer Topmodel Anouk Manser gehört zum Moderatorenteam. Mazzara amtet als CEO, Kurt Schaad sitzt im Verwaltungsrat. Sehnlich warten die Joizler nun auf den Sendebeginn Ende März. Ähnlich wird es den aktuell rund 3700 Friends gehen, die Joiz bereits vor Sendestart auf Facebook gesammelt hat. Doch Mazzara denkt nicht in Kategorien wie Erfolg und Misserfolg. Er macht einfach, was ihn begeistert, wovon er überzeugt ist, woran er glaubt. Das scheint zu funktionieren. Joy und Choice, Spass und Auswahl – man müsste nochmal 20 sein. Anne-Friederike Heinrich

www.joiz.ch

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MA Leader 2011: Wer entscheidet was?

Die MA Leader ist eine Institution in der Schweizer Medienforschung. Mit der Publikation der MA Leader 2011 erscheint diese bereits zum neunten Mal. Seit rund 20 Jahren werden im Drei- beziehungsweise Zwei-Jahres-Rhythmus die Premium-Zielgruppen der Leader und Top-Leader der Schweizer Wirtschaft durchleuchtet.

Wer wissen will, wo und auf welcher Grundlage die Zielgruppe «Leader» ihre Entscheidungen trifft, wofür sie sich interessiert – sei es im beruflichen oder im privaten Umfeld – und über welche Quellen sie sich informiert, der findet in der MA Leader umfassende Antworten. Damit wird sie zum unverzichtbaren Tool für Marketing, Kommunikation und Media. Keine andere Schweizer Studie bildet die Zielgruppe «Führungskräfte» derart umfassend ab, indem sie auch ihre Rolle als Entscheidungsträger zur Bedingung macht. Daher ist die MA Leader eines der wenigen Instrumente, die auch im Business-to-Business-Markt Transparenz schafft und die gezielte Kommunikation mit der Premium-Zielgruppe «Leader» ermöglicht.

Dies alles hat natürlich seinen Preis, den die arg unter Kostendruck stehenden Verlagshäuser berappen müssen. Der Rückgang der an der MA Leader beteiligten Titel von 51 im Jahr 2009 auf 38 in der MA Leader 2011 lässt eher Böses ahnen. Obwohl Computerworld in der Deutschschweiz und die Titel Edelweiss und Top Matin in der Westschweiz neu dazugekommen sind, fehlen in der MA Leader 2011 Titel wie die Basler Zeitung, Finanz + Wirtschaft, Geo, Agéfi und andere mehr. Die Titel Facts, Cash und Le Matin Bleu waren 2009 noch mehr oder wenig erfolgreiche Marktteilnehmer und haben an der MA Leader 2009 teilgenommen, heute sind sie Geschichte. Die Zukunft der MA Leader ist unter diesen Umständen höchst ungewiss, verliert sie doch mit sinkenden Teilnehmern an Relevanz.

Apropos Edelweiss: Was hat denn die Westschweizer Frauenzeitschrift zur Teilnahme an der MA Leader 2011 bewogen – de facto als einzige Frauenzeitschrift, die in der Studie erhoben wird? Obwohl der Frauenanteil an den Leadern in der Westschweiz mit rund 26 Prozent deutlich höher liegt als in der Deutschschweiz mit 17 Prozent, ergibt dies ein relativ beschränktes Zielgruppenpotenzial von 18'000 Managerinnen. Patrick Zanello, Verlagsleiter Edelweiss, dazu: «Ab nächster Ausgabe wird Edelweiss mit einem neuen Layout erscheinen und damit hochwertiger positioniert und sich noch stärker auf das Segment Luxus fokussieren. Für unsere Marktpositionierung ist die MA Leader optimal, auch wenn die ausländischen Titel fehlen. Zudem waren und sind wir Pionier in vielen Berei¬chen – so auch als erste Frauenzeitschrift in der MA Leader!» Damit will Edelweiss den Markt der luxusaffinen Frauen zwischen 30 und 50 Jahren besetzen. Vielleicht ist der Relaunch aber auch eine Abgrenzung gegen einen möglichen Markteintritt von annabelle in der Westschweiz – zusammen mit ihrer kleinen, aber sehr erfolgreichen Schwester 20 Minuten Friday. Oder vielleicht auch gegen Edipresse, die im Mai 2011 encore! lanciert, das Lifestyle-Magazin von Le Matin Dimanche, das jeweils am ersten Sonntag des Monats mit Schwerpunktthemen wie Reisen, Gourmet, Wohnen und Mode erscheinen wird. Wie auch immer, der West¬schweizer Markt ist in Bewegung. Wir bleiben dran.

Die Rangfolge der Deutschschweizer Titel in der MA Leader 2011 bei den Leadern bleibt im Vergleich zur MA Leader 2009 nahezu unverändert: An erster Stelle liegt NZZ Folio mit einer Reichweite von 44 Prozent, gefolgt vom Magazin (41,5%) und der SonntagsZeitung (35,3%). Dank dem Austritt von Geo aus der MA Leader konnte sich Panorama Raiffeisen unter den Top Ten positionieren (siehe Grafik Top 10 Titel Deutschschweiz). In der Westschweiz liegt Le Matin Dimanche an der Spitze der Top Ten mit einer Reichweite von 41,2 Prozent, gefolgt von L’Hebdo (34,9%) und 20 minutes mit 31,5% (siehe Grafik Top 10 Titel Westschweiz).

Bei der Betrachtung nach Affinitäten zu den Top-Leadern liegen die Fachmedien deutlich vorn: Gesamtschweizerisch betrachtet steht die Schweizer Bank mit einer Affinität von 177 weitab an der Spitze, gefolgt von der Handelszeitung mit 153 und io new management mit 147. Als einzige Tageszeitung erscheint die NZZ unter den Top Ten mit einer Affinität von 135 bei den Top-Leadern (siehe Grafik Top 10 Titel Affinität Top-Leader). Karin Jost

WICHTIGSTE INHALTLICHE NEUERUNGEN DER MA LEADER 2011

Der Fragebogen der MA Leader 2011 wurde insbesondere in nachfolgenden Bereichen erweitert und angepasst:

Bei den soziodemografischen Merkmalen wird neu der Ort der Ausbildung der ersten 12 Schuljahre (Schweiz, Europa, Übersee) erhoben. Ebenfalls neu erhoben wurde das Alter der Firma bei selbstständigen Unternehmern und Freiberuflern, sodass Start-up-Firmen identifiziert werden können. Angepasst an die veränderten ortsunabhängigen Mediennutzungsgewohnheiten, wurde neu auch der Ort der Internetnutzung (zuhause, am Arbeitsort, unterwegs via öffentliche Internetzugänge, unterwegs via Smartphone, iPhone usw.) differenziert erhoben. Auch die Thematik des «Paid Content» wurde mit der Frage nach der Bereitschaft, für einzelne Beiträge oder Abonnements im Internet oder für Apps zu bezahlen, weiter ausgebaut. Neu ist auch der Bereich Uhren mit Angaben zu Marken: Neben Markenbekanntheit, Besitz und Kaufabsicht wurden neu 27 Uhrenmarken befragt. Zudem erhebt die MA Leader nach wie vor Daten zu rund 40 Automarken und 30 Fluggesellschaften. Auch die Fragen zu den Einstellungen wurden stark erweitert um Qualitätsbewusstsein bei Konsumprodukten, Kleidern, Unterhaltungselektronik und technischen Geräten. So wurden die Leader neben der Wertschätzung von Qualität und Preis auch nach der Nachhaltigkeit und dem Stellenwert der neuesten Technik befragt. Einzelne Listen zu Konsum und Besitz wurden an die Marktaktualität angepasst. So wurde neu im Bereich Wertsachen auch nach dem Besitz von Tablet-PC und E-Readern gefragt.

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MA LEADER 2011

Grundgesamtheit
Die Grundgesamtheit der MA Leader 2011 basiert – wie schon diejenige der Leader 2009 – auf der Studie«Schweizerische Arbeitskräfteerhebung 2007 (SAKE)» des Bundesamtes für Statistik. Insgesamt gibt es 302'000 Leader in der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz; davon leben 233'000 Leader in der Deutschschweiz, 69 000 in der Westschweiz. Die Top-Leader sind eine Teilgruppe der Leader mit zusätzlichen Qualifikationen. Insgesamt gibt es 103'000 Top-Leader; jede dritte Führungskraft in der Schweiz zählt somit zu den Top-Leadern.

Teilnehmertitel
Insgesamt 38 Einzeltitel, Kombinationen und Gesamtausgaben. Einige Titel wurden in beiden Sprachgebieten befragt.

Definitionen Leader:
wohnhaft in der deutschen oder der französischen Schweiz, mindestens 20 Jahre alt, Voll- oder Teilzeit erwerbstätig (mind. 50%), in mindestens einem Unternehmensbereich Entscheidungskompetenz, persönliches Brutto-Jahreseinkommen von mehr als 100'000 Franken

Top-Leader:
Kriterien analog Leader, ausser: persönliches Brutto-Jahreseinkommen von mindestens 140'000 Franken und mindestens ein/e persönliche Mitarbeiter/in. Für selbstständige Unternehmer, freie Berufe, leitende Angestellte/Beamte sowie Akademiker in Privatwirtschaft/öffentlichem Dienst gelten sowohl für die Gruppe der Leader wie auch der Top-Leader zusätzliche Qualifikationen.

Neues Erhebungsmodell
Bis zur Erhebung 2009 wurde das gesamte Interview durch eine telefonische persönliche Befragung durchgeführt (CATI). Mit der MA Leader 2011 wurde den Befragten erstmals die Möglichkeit geboten, einen Teil des Fragebogens online auszufüllen (CAWI), wovon zwei Drittel aller Befragten Gebrauch machten.

Erhebungsgebiet
Deutsch- und Westschweiz
Befragungszeitraum
27. September bis 28. November 2010

Feldarbeit
ISBA GmbH, Hamburg (Auswertungen), LINK AG, Luzern und Lausanne (Stichprobe, Feldarbeit und Auswertungen)

Trägerschaft der MA Leader
Die MA Leader wird von der Wemf AG für Werbemedienforschung im Auftrag der beteiligten Titel und Verlage durchgeführt. Die MA Leader 2011 entstand in enger Zusammenarbeit zwischen der Wemf und der Projektgruppe «MA Leader 2011». Für die Untersuchungsanlage zeichnet die Wemf verantwortlich.

Publikationsformen
Produktbroschüre mit den wichtigsten Ergebnissen (kostenlos) oder Codekarte für NEXT>LEVEL (kostenpflichtig) für Detailanalysen ohne Mediaplanung. Bezug via Wemf,
[email protected]. Auswertungen inklusive Mediaplanung sind mit Daten- und Programmlizenz (Jahres- oder Tageslizenz) möglich.
 

SFLB: Suva als Neukunden

Zwei von insgesamt vier Suva-Marken gehen ab sofort mit Spillmann/Felser/Leo Burnett gemeinsame Wege.

Die Agentur zeichnet neu für die langfristige Kommunikationsstrategie und die Auftritte von Suva Pro und Suva Risk verantwortlich. Erste Arbeiten beider Marken werden im 2. Halbjahr 2011 zu sehen sein.
 

Zu guter Letzt: Heute schon „gedufft“?

Duff Beer ist bei allen Zuschauern der Serie US-amerikanischen Zeichentrickserie Simpsons bestens bekannt. Nun kommt das Lieblingsgetränk Homers auch in die Schweiz und erregt Anstoss mit «fragwürdiger» Werbung.

Das Duff Beer ist nicht einfach ein Fantasiegetränk aus der Trickfilmwelt. «The legendary Duff Beer» ist ein mildes Lagerbier. Es wird von einer deutschen Brauerei nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Im letzten Jahr zählte «The legendary Duff Beer» in Deutschland zu den erfolgreichsten Produktneuheiten des Jahres. Dies teilten Spar und Eurospar am Donnerstag in einem Communiqué mit.
Jetzt ist dieses Bier auch in der Schweiz erhältlich, im Sortiment von Spar und Erospar. Um dies zeitgemäss zu bewerben, kommen neben Verbilligungen aktuell auch Pappfiguren zum Einsatz. Die Simpsons Pappfiguren in der Spar-Filiale in Männedorf kommen jedoch nicht nur gut an. Das Blaue Kreuz empfindet diese als äusserst fragwürdig. Nun sei intern die Weisung erfolgt, dass das alkoholhaltige Bier nicht mit den Kinderfiguren beworben werden dürfe. Dies erklärte Thomas Weilenmann, CEO der Spargruppe Schweiz gegenüber Radio Zürisee. Daher werden die Pappaufsteller in Männedorf noch heute entfernt. Ein kleiner Schritt für Spar – ein grosser für die Alkohol-Prävention?
 

Zusammenarbeit CR Kommunikation und Avenir Consulting: Employer Branding

Die Gesetze von Angebot und Nachfrage herrschen nicht nur auf Absatzmärkten der Unternehmen, sie gelten genau so für die Suche und Gewinnung der richtigen Mitarbeitenden. Die CR Kommunikation bietet nun in Zusammenarbeit mit Avenir Consulting eine Dienstleistung unter dem Titel Employer Branding an.

Mit dem Arbeitgeberversprechen Employer Value Proposition» EVP sollen die individuellen Stärken und die Einzigartigkeit der Arbeitgebermarke definiert werden. Dies schreibt die Agentur CR Kommunikation in einer Mitteilung vom Donnerstag. Durch die Erarbeitung der EVP würden aber nicht nur Strategie und Botschaften für die Arbeitgeberkommunikation festgelegt, es werde auch analysiert, wo sich Lücken oder Defizite im Arbeitgeberprofil oder im Behavioral Branding zeigen.

Zur Positionierung de Employer Branding stehen im Mittelpunkt Fragen, wie: «Was macht mich als Arbeitgeber attraktiv? Was ist mein Arbeitgeberversprechen? Wie kann ich meine USPs als Arbeitgeber entwickeln, kommunizieren und leben? Wie schaffe ich es, dass diejenigen Mitarbeitenden bleiben, die ich auch unbedingt halten will? Wie nutze ich die digitalen Medien, die sozialen Netzwerke, Tweets, Feeds und Blogs dafür?»

Eines der ersten Projekte in diesem Bereich hat CR Kommunikation vor 10 Jahren in einem Telecom Unternehmen umgesetzt. Federführend dabei waren dieselben Personen, die nun auch für die Kooperation zwischen Avenir Consulting und CR Kommunikation verantwortlich sind.
 

«In der Schweizhaben wir eine grundsolide Ausgangslage»

Affichage-CEO Daniel Hofer sagt im Interview mit Markus Knöpfli, warum er in der Schweiz den Verkauf neu strukturieren will, weshalb ein Teil der neuen Geschäftsleitung wie er von der NZZ und der Publigroupe kommen, und wo er im Plakatgeschäft hierzulande noch Wachstumschancen sieht.

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WW: Herr Hofer, Sie wurden ohne Plakaterfahrung CEO der Affichage. Was ist nun einfacher: Plakate verkaufen oder Werberaum in Zeitungen?
Daniel Hofer: Die Grundmechanismen sind dieselben. Es ist ein Intermediawettbewerb um Werbe¬gelder bei Auftraggebern und Agenturen – mit unterschiedlichen Leistungswerten und Funktionalitäten. Hinzu kommen für mich neue Aspekte wie beispielsweise Städtemobiliar und die umfassende Logistik. Es ist eine spannende und tolle Aufgabe im Out-of-home-Markt.

Bei Affichage wollen Sie den Verkauf neu strukturieren. Was heisst das konkret?
Die Affichage Holding ist in der Schweiz mit ihren verschiedenen Tochtergesellschaften klarer Marktführer im Out-of-home-Bereich. Wir wollen versuchen, unsere umfassenden Leistungsangebote inskünftig noch besser aufeinander abzustimmen. Werbeauftraggeber und Agenturen soll ein kosteneffizienter und wirkungsvoller Einsatz der Out-of-home-Medien noch einfacher gemacht werden. Hierzu werden wir unsere internen Prozesse und Strukturen wo notwendig optimieren.

Gemessen am Gesamtumsatz der Affichage macht das Auslandsgeschäft noch etwa 15 Prozent aus. Wie viel Zeit investieren Sie derzeit dafür?
Im Auslandsgeschäft sind wir in einer anspruchsvollen Turnaround-Situation. Es ist deshalb naheliegend, dass ich als CEO meine persönliche Ar¬beitszeit dort einsetze, wo es unmittelbaren Handlungsbedarf gibt. Seit meinem Funktionsantritt bin ich deshalb vorwiegend bei den internationalen Aktivitäten engagiert. Diese Ressourcenallokation ist vorübergehend auch deshalb vertretbar, weil wir in der Schweiz eine grundsolide Ausgangslage haben.

Sind Sie bei allen Verhandlungen in den südosteuropäischen Ländern dabei?
Thomas Rainer, unser neuer Leiter internationale Märkte, und ich verbringen derzeit einen erheblichen Anteil unserer Arbeitszeit in Griechenland, Rumänien, Serbien, Bosnien usw., um unsere Interessen vor Ort direkt wahrnehmen zu können.

Affichage erwirtschaftete 2010 noch 45 Millionen Franken im Ausland. Bis Ende 2011 wollen Sie alles ausser Serbien und Südtirol abstossen. Falls das gelingt – wie viel Auslandumsatz bleibt dann noch?
Ich möchte heute nicht festlegen, von welchen Niederlassungen im Ausland wir uns tatsächlich trennen werden, wo wir allenfalls Joint Ventures eingehen und welche internationalen Operationen wir behalten. Das wäre zu früh. Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass wir das Auslandengagement signifikant reduzieren werden. Wir bleiben nur dort, wo wir nach heutigem Kenntnisstand davon ausgehen können, gute und nachhaltige Resultate zu erzielen. Damit verbunden wird eine entsprechende Reduktion des Auslandumsatzes sein.

Zurück zur Schweiz: Sie haben 20 Jahre lang bei Publigroupe gearbeitet, zwei weitere Personen in der neuen Affichage-Geschäftsleitung sind ebenfalls ehemalige Publigroupe-Mitarbeiter, dasselbe gilt für Robert Schmidli, der für den Verwaltungsrat vorgeschlagen ist. Was können ehemalige P-Mitarbeiter beim Plakatgeschäft einbringen?
Markus Ehrle, Daniel Strobel und auch ich selbst kamen von der NZZ Mediengruppe zur Affichage Holding, zuvor waren wir in der Tat in verschiedensten Funktionen für die Publigroupe tätig. Die Herren Ehrle und Strobel holte ich aber nicht zu uns, weil sie von der NZZ Mediengruppe oder der P kommen, sondern weil sie seit über 20 Jahren sehr erfolgreich in der Medienvermarktung tätig sind. Mit Marcel Seiler wird ferner ein neuer Leiter Hu¬man Resources zu uns stossen, welcher u. a. viele Jahre bei Migros und bei ABB in HR-Leitungsfunktionen tätig war. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in der neuen Unternehmensleitung, welche sich aus ausgezeichneten langjährigen Affichage-Direktionsmitgliedern und neuen Kräften von aussen zusammensetzt.

Herr Robert Schmidli seinerseits bringt umfassende Sales-, Marketing- und Managementerfahrungen mit von Xerox, Bertelsmann-Fachmediengruppe, von LTV/Gelbe Seiten sowie Publicitas. Er gehört sicher zu den profiliertesten Vermarktern in der Schweiz. Und das deckt sich mit der neuen strategischen Ausrichtung mit Priorität auf den hiesigen Markt.

Zum Fokus auf den Heimmarkt: Wo sehen Sie überhaupt noch Wachstumsmöglichkeiten. Damals, als man im Ausland einstieg, tat Affichage das ja, weil ihr die Schweiz auch aus wettbewerbsrechtlichen Gründen zu eng wurde.
Klar, die Schweiz ist ein saturierter, weit entwickelter Markt mit einem sehr intensiven Intermediawettbewerb. Und wir sind absoluter Marktführer in allen Segmenten des Out-of-home-Business. Da gibt es natürlich nicht dasselbe Wachstumspotenzial wie etwa im Ausland. Auf der anderen Seite werden wir durch Produktinnovationen, Digitali-sierung und andere neue Angebote ohne Zweifel immer wieder die Möglichkeit zum organischen Wachstum haben.

Sie haben für das laufende Jahr 43 neue E-Panels in Bahnhöfen angekündigt: Können Sie mehr dazu sagen?
Wir werden diese E-Panels im Laufe des Sommers in den Bahnhöfen Zürich, Bern, Basel, Luzern, Lausanne und Genf zusätzlich zu den bestehenden Big Boards installieren. Es handelt sich um 2 Quadrat¬meter grosse 82“-LCD-Screens in Full-HD-Qualität, ein Premium-Angebot, das an höchstfrequentierten Lagen mit guten Lichtverhältnissen angebracht wird. Wir werden dafür eine Summe im tiefen einstelligen Millionenbereich investieren. Die neuen Screens werden die Attraktivität unseres Mediums steigern und den Auftraggebern zusätzlichen Mehrwert bieten, da sie tageweise gebucht werden können und eine erhöhte Aufmerksamkeit durch die Animation im Hochformat gewährleisten.

 

Ein klares Ja zum Frühling

Rod setzt auf Social Media für das Manor-Label Yes or No. Dazu wurde auch eine App für das iPhone realisiert, mit der man sich selber im Stil der Kampagne ablichten kann.

Wild Romance» lautet das Thema des Mode-Frühlings bei Yes or No. Damit geht auch das im Herbst 2010 für die Werbung eingeführte Leitmotiv «Against normal» in eine neue Runde. Nach einem Videoclip im letzten Oktober, bei dem sich der über Facebook ermittelte Gewinner eines Modelwettbewerbs durch eine urbane Kulisse kämpfen musste, setzen die Kreativen von Rod Kommunikation für die junge Marke weiter auf Social Media. Für das hauseigene Fashionlabel von Manor hat Rod eine Kampagne entwickelt, welche das zentrale Thema der Kollektion neu interpretiert und für verschiedene Kanäle umsetzt. Zum Einsatz kommt neben Anzeigen auch eine App für das iPhone, mit der man sich im Vintage-Look getreu dem Kampagnenmotto ablichten kann. Yes or No als ein Label, das klare Antworten – Ja oder Nein – für oder gegen einen Trend verlangt, hat das Ziel, ein Zeichen gegen die modische Eintönigkeit zu setzen. pan

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Zu guter Letzt: Der Blick empfiehlt

Wer in den letzten Tagen den Blick aufmerksam gelesen hat, stiess auf eine Anzeige mit nicht ganz alltäglichem Inhalt.

Geworben wird dabei für Rasierer und Epilierer aus dem Hause Braun. Das Besondere daran: Der Blick hat die Geräte offensichtlich bereits getestet und empfiehlt sie seinen Leserinnen und Lesern weiter. Bei dieser Anzeige handle es sich um eine spezielle und einmalige Kooperation mit einem grossen Kunden, heisst es bei Ringier auf Anfrage der Werbewoche. Es sei eine individuell massgeschneiderte und aussergewöhnliche Kampagne, die nicht zum Standard-Angebot gehöre.

Ob eine Empfehlung durch das Boulevardblatt dem allgemeinen Image der Geräte dienlich ist, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Die Anzeige fällt auf, und das ist ja die Hauptsache.

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Verband Schweizer Markt- und Sozialforschung unter neuer Leitung

Die Mitglieder vom Verband Schweizer Markt- und Sozialforschung (VSMS) haben Mitte Februar einen neuen Vorstand für die Amtsperiode 2011/2012 gewählt.

Roland Rosset, Business Expert bei GFK Switzerland in Hergiswil, wurde zum Präsidenten und Wolfgang Beule, Leiter Datamining/Statistik bei Helsana Versicherungen in Zürich zum Vizepräsidenten ernannt. Beides seien langjährige Vorstandsmitglieder und ausgewiesene Kenner der Branche, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Zusammen mit Thomas Fuchs, Mitglied der Geschäftsleitung bei Am Puls Marktforschung in Luzern, bilden sie das Präsidium des Verbandes.

Thomas Fuchs leitet seit 2009 das Ressort der Kollektivmarke VSMS Swiss Interview Institute. Die weiteren fünf Vorstandsmitglieder wurden alle neu gewählt. Es sind dies: Marco Buscher, Leiter Sektion Haushalts- und Personensurveys beim Bundesamt für Statistik in Neuchâtel, Mitja Ruggle, Leiter Marktforschung bei Tamedia in Zürich und Marcel Zbinden, Leiter Marktforschung bei Emmi Schweiz in Luzern als Vertreter der Auftraggeberseite. Als Vertreter der Institute wurden Stefan Hitz, Geschäftsleiter Jeko Marktforschungsinstitut in Bern und Stefan Oglesby, VR-Präsident vom Link Institut für Markt- und Sozialforschung in Zürich und Luzern gewählt.

Der Verband Schweizer Markt und Sozialforschung ist die einzige Interessenvertretung der Markt- und Sozialforschung in der Schweiz. Als Branchen- und Berufsverband steht der VSMS für die Interessen der Institute wie auch der professionellen Marktforscher und -forscherinnen ein. Über 300 Einzelmitglieder und 35 renommierte Institute sind im Verband organisiert, wobei die Institute gemeinsam das Qualitätslabel VSMS Swiss Interview Institute betreiben.
 

Internettv.ch lanciert eigenes TV-Magazin auf Tele Züri

Mit der Sendung «Internettv.ch – das Magazin» startet das in der redaktionell geschlossene Web TV-Portal Internettv.ch sein eigenes TV-Magazin.

Moderiert von Michael Wieland (ehemals Tele Basel), Christina Varveris (ehemals Tele Bärn) und Michael Peterer (Radio Toxic.fm St.Gallen) werden die beliebtesten, verrücktesten, spannendsten und eindrücklichsten Videos aus den verschiedenen Sparten-Channels von Internettv.ch wie Buuretv.ch (Schweizerischer Bauernverband), Airporttv.ch (Flughafen Zürich), Issdichfittv.ch (Schweizer Sportfernsehen, Fit for Life), Fürstenlandtv.ch (Region Fürstenland) gezeigt – ganz im Sinne einer gelebten Medienkonvergenz, wie es in einer Mitteilung von Tele Züri heisst. Studiogäste mit Bezug zu Internettv.ch oder der Welt der Neuen Medien runden das 30-minütige TV-Magazin ab.

«Die Kombination von Web TV und klassischem TV ist einmalig in der Schweiz», lässt sich Produzent Michael Wieland in der Mitteilung zitieren. «Ausserdem zeigt die Sendung, dass auch im Internet Fernsehen mit solidem Inhalt möglich ist.» Zusätzlich zur Ausstrahlung auf Tele Züri wird die Sendung auf dem eigenen Channel auf Internettv.ch im Web und auf mobilen Endgeräten abrufbar sein, sowie als Podcast für Apple TV zur Verfügung stehen. Die Sendung wird im wöchentlichen Rhythmus aufgezeichnet und täglich um 17 Uhr auf Tele Züri ausgestrahlt. Pascal Jenny, Direktor Arosa Tourismus und Betreiber des Web TV-Channels Arosatv.ch, wird am 21. März 2011 erster Talk-Gast von Michael Wieland sein.

Produziert wird das Magazin von Ipmedia, der Herausgeberin von Internettv.ch.

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National- und Ständerat für geräteunabhängige Empfangsgebühren

Radio- und Fernsehgebühren soll künftig auch bezahlen müssen, wer kein Empfangsgerät hat. Nach dem Nationalrat hat sich am Mittwoch auch der Ständerat dafür ausgesprochen. Die kleine Kammer möchte aber kleine Betriebe von der Gebührenpflicht ausnehmen.

Das heutige System ist nicht mehr zeitgemäss, weil Radio- und Fernsehprogramme auch über Handys und Computer empfangen werden können. Als der Bund jedoch ankündigte, künftig für den Empfang via Handy und Computer Gebühren zu erheben, stiess dies auf Kritik. Auf Geheiss des Parlaments legte der Bundesrat Alternativen vor – und sprach sich dafür aus, dass künftig jeder Haushalt und jeder Betrieb Radio- und TV- Gebühren bezahlen soll. Das Gewerbe meldete Protest an, was wiederum zu Vorstössen im Parlament führte.

«Ungerechte Doppelbelastungen» vermeiden

Nun wird sich gemäss SDA alles um die Frage der Ausnahmen für Betriebe drehen. Beide Räte fordern jetzt zwar – im Sinne des Bundesrates – geräteunabhängige Gebühren. Der Ständerat möchte aber, dass kleine Betriebe von der Gebührenpflicht befreit werden. Er hat eine entsprechende Motion aus dem Nationalrat abgeändert. Von der Gebührenpflicht befreien möchte der Ständerat kleine Gewerbe-, Fabrikations-, Dienstleistungs- und Landwirtschaftsbetriebe. So könnten «ungerechte Doppelbelastungen» vermieden werden, sagte Christoffel Brändli (SVP/ GR). Gemeint sind etwa Landwirte, deren Betrieb zugleich Privathaushalt ist.

Wie genau die Ausnahmen festgelegt werden sollen, ist jedoch offen. Es sei klar, dass es Abgrenzungsprobleme geben werde, sagte Brändli. Es werde am Bundesrat sein, die Ausnahmen zu präzisieren. Gegen Spezialregeln gab es aber auch kritische Stimmen. Es sei kein Geheimnis, woher dieses Anliegen komme, sagte Peter Bieri (CVP/ZG). Die Töne des Gewerbeverbandes seien «laut und aggressiv» gewesen. Die Apelle für einen Gebührenboykott und die generelle Hetze gegen die Billag, die bloss ihren gesetzlichen Auftrag erfülle, seien «nicht Zeichen eines reifen Staatsverständnisses».

Viele Schwarhörer und -seher unter den Betrieben

Bundesrätin Doris Leuthard zeigte sich über den Protest des Gewerbes ebenfalls verärgert: Heute bezahle nur ein Bruchteil der Betriebe die Konzessionsgebühren. Bei den TV-Gebühren seien es von rund 300'000 Betrieben gerade mal 28'000. Bei den privaten Haushalten sieht es anders aus: Über 90 Prozent bezahlen Radio- und TV-Gebühren. Wegen der vielen Schwarzhörern und -sehern unter den Betrieben rechnet der Bundesrat denn auch damit, dass die Gebühren mit dem neuen System sinken würden, und zwar – ohne Ausnahme für Kleinbetriebe – um rund 100 Franken. Heute betragen die Gebühren für Radio- und TV-Empfang 462 Franken im Jahr.

Nach dem Willen des Bundesrates sollen nur sozial Benachteiligte von den Gebühren befreit werden. Leuthard zeigte sich jedoch bereit, die Wünsche des Parlaments entgegenzunehmen: Der Bundesrat werde bezüglich der Ausnahmen für Betriebe einen Vorschlag vorlegen. (SDA)

Matter & Gretener: Kampagne für Siemens Schweiz realisiert

Die Zürcher Agentur Matter & Gretener hat für die Mobility-Division von Siemens Schweiz, die vernetzt Verkehrssysteme für den effizienten Transport von Menschen und Gütern entwickelt und, eine neue Kampagne entwickelt.

Die intelligenten Mobilitätslösungen von Siemens Schweiz sorgen gemäss Mitteilung der Agentur für unsere Mobilität, und haben dadurch einen grossen Einfluss auf unser Leben. Allerdings bleibt dieser Einfluss in der Regel unbemerkt – bis zum «Siemens-Schweiz-Moment», den die von Matter & Gretener entwickelte Kampagne dramatisiert. In ihm wird sich eine Person bewusst, dass Siemens Schweiz für hohen Reisekomfort, einen zuverlässigen Taktfahrplan, ruhiges Rollmaterial, umweltbewusste Mobilität und noch vieles mehr sorgt, was den Schweizer ÖV so herausragend macht.

Die Kampagne ist auf Inseraten, Plakaten, Rail Postern und Tramhängern zu sehen.

Verantwortlich bei Siemens Schweiz: Beatrice Müller. Verantwortlich bei Matter & Gretener: Daniel Matter (CD), Dominik Imseng (Text), Urs Hartmann (AD), Julia Batzlen (Grafik), Marcus Gretener, Simone Frei (Beratung). Fotografie Sujet «St.-Jakob-Stadion»: Roth-Schmid.

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