SF: Unpassende Simpsons-Folgen aus Programm genommen

Wegen der Atomkatastrophe in Japan will das Schweizer Fernsehen keine unpassenden Sendungen ausstrahlen. Deshalb werden diejenigen Simpsons-Folgen, welche von Atomunfällen und anderen Katastrophen handeln, werden deshalb bis auf weiteres aus dem Programm genommen.

Eine SRF-Sprecherin bestätigte eine Meldung von Radio 24 vom Freitag, gemäss der bereits programmierte heikle Folgen der Simpsons ausgetauscht würden. Die betrifft vor allem Szenen, in denen Familienvater Homer, der als Sicherheitsmann in einem Atomkraftwerk arbeitet, für diverse Zwischenfälle verantwortlich ist. Es habe zwar wegen des gesellschaftskritischen Inhalts der Trickfilmserie keine Beschwerden gegeben, sagte die Sprecherin auf Anfrage der SDA. Nun prüfe die Programmleitung aber sämtliche Sendungen des Schweizer Fernsehens auf ihren Inhalt und tausche sie bei Bedarf aus. So auch die Simpsons. Die Serie bleibe aber trotz der Katastrophe in Japan im Programm, betonte sie.

Beim Schweizer Fernsehen wurden seit dem letzten Wochenende mehrere Sendungen abgesagt, so etwa Musikantenstadl oder die Satiresendung Giacobbo/Müller. Statt auf Humor und Gemütlichkeit setzt SF gegenwärtig auf viele monothematische Sendungen mit Schwerpunkt Atomkraft und Energie.
 

Advico Young & Rubicam tischt Lebensfreude auf

Barilla ist bekannt für italienische Pasta und Pasta-Saucen. Um den echten Geschmack Italiens in die Schweiz zu bringen, hat Advico Young & Rubicam einen TV-Spot adaptiert.

Schritt für Schritt zeigt der Spot, wie die italienische Lebensfreude auf den Tisch kommt: Mit Spaghetti al Pesto alla Genovese von Barilla. Der neue TV-Spot ist ab 21. März zu sehen.

Verantwortlich bei Barilla Switzerland: Christoph Birchler. Verantwortlich bei Advico Young & Rubicam, Zürich: Dominik Oberwiler (CD), Marietta Mügge (Text), Carmela Dias (Beratung), Hastings AG/Ultra Images AG (Produktion).
 

170 Beschwerden wegen Radio- und Fernsehsendungen im 2010

Die Zahl der Beschwerden gegen Radio- und Fernsehsendungen hat im letzten Jahr leicht abgenommen. Insgesamt nahmen die Schweizer Ombuds-Stellen 170 Beschwerden entgegen, das sind sechs weniger als 2009. Die meisten Fälle konnten durch die Ombuds-Leute geklärt werden. In 14 Fällen wurden die Beanstandungen an die höhere Instanz weitergezogen, an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI des Bundes.

Die Zahl der Beschwerden gegen Radio- und Fernsehsendungen hat im letzten Jahr leicht abgenommen. Insgesamt nahmen die Schweizer Ombuds-Stellen 170 Beschwerden entgegen, das sind sechs weniger als 2009. Die meisten Fälle konnten durch die Ombuds-Leute geklärt werden. In 14 Fällen wurden die Beanstandungen an die höhere Instanz weitergezogen, an die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen UBI des Bundes.

Unter anderem handelten die beanstandeten Sendungen von der Schweinegrippe, der Pharmalobby, dem Strassenstrich, der Minarett-Initiative und der Spermaqualität von Schweizer Männern. Wie die UBI am Freitag mitteilte, hiess sie drei der 14 Beschwerden gut. In allen drei Fällen stellte die UBI eine Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebotes fest.

Insgesamt wurden zwei Beiträge des Schweizer Fernsehens gerügt. Es handelt sich dabei um einen Tagesschau- Beitrag im Fall des Privatbankiers Oskar Holenweger, der nicht ausgewogen informiert habe, und einen Bericht von 10 vor 10 über die Verbindungen der FDP mit der Pharmalobby. Diese in der Sendung kritisierten Verbindungen würden auf zu wenig aussagekräftigen Fakten beruhen, befand die UBI. Gutgeheissen hat die Instanz ausserdem eine Beschwerde gegen ein von Cash TV ausgestrahltes Gespräch zur Abstimmung über den Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge. Interviewt wurde in dieser Sendung ein Vertreter einer Vorsorgeeinrichtung, die zufälligerweise auch gleich der Hauptsponsor war.

Sowohl 10 vor 10 als auch die Verantwortlichen bei Cash TV zogen die Beschwerde ans Bundesgericht weiter. Von den 14 Fällen, mit denen sich die UBI zu befassen hatte, betrafen elf deutschsprachige und drei Fälle französischsprachige Sender. Aus dem Tessin gelangten keine Beanstandungen an die UBI.

Die Zahl der Beanstandungen gegen das Schweizer Fernsehen nahm deutlich ab, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht – von 11 Fällen im 2009 auf sechs Fälle im 2010.

SRG: Kein Hinweis auf die Ombudsstelle
Die UBI will sich im laufenden Jahr unter anderem darauf konzentrieren, dass die 70 Radio- und Fernsehveranstalter in der Schweiz besser auf die Beschwerdemöglichkeit bei den Ombudsstellen hinweisen. Bei 22 Sendern sei der Hinweis nämlich schlecht sichtbar und bei 30 schlicht nicht vorhanden, schreibt UBI-Präsident Roger Blum im Vorwort des Jahresberichtes. Darunter seien auch sämtliche Programme der SRG. Diese Grundinformation müsse verbessert werden.

Die UBI ist eine ausserparlamentarische Kommission des Bundes. Sie besteht aus neun ehrenamtlichen Mitgliedern und wird durch den Medienwissenschaftler Roger Blum präsidiert. Die Verhandlungen der Beschwerdeinstanz sind öffentlich.

Pro Infirmis setzt auf Jung von Matt/Limmat

Jung von Matt/Limmat entwickelt für die grösste Fachorganisation für behinderte Menschen in der Schweiz neue Kommunikations-Massnahmen. Im Rahmen einer Agenturevaluation von Pro Infirmis konnte sich die Zürcher Kommunikationsagentur erfolgreich durchsetzen.

Nach der letzten Kampagne vor knapp zwei Jahren sollen die neuen Kommunikations-Massnahmen wieder verstärkt darauf aufmerksam machen, dass behinderte Menschen ein ganz normaler Teil der Gesellschaft sind, so Mark Zumbühl, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Kommunikation und Mittelbeschaffung von Pro Infirmis. Ende März werden die Arbeiten zu sehen sein.
 

ZürichTokio: 3D-Raum für Sony kreiert

Sony hat die Agentur ZürichTokio damit beauftragt, die beim Endverbraucher möglicherweise vorhandenen Wissenslücken und Unsicherheiten im Bereich 3D zu beseitigen. Zu diesem Zweck hat die Agentur einen 3D-Raum im Media Markt Sihlcity gestaltet.

Der Raum soll spielerisch Wissen vermitteln. Nebst den neuesten Games können auch Sony 3D-Hardware wie Fernsehgeräte, Kameras oder die PS 3 getestet werden.

Verantwortlich bei Sony Europe Limited, Weybridge: Patrick Owen Meier (Head of Retail Marketing). Verantwortlich bei ZürichTokio: Daniel Donati (Creative Direction), Karin Glarner (Art Direction/Grafik), Laura Donati (Beratung) Werktag (Umsetzung).
 

Publigroupe erstmals seit 2007 in den schwarzen Zahlen – Weiterer Stellenabbau geplant

Das Werbeunternehmen Publigroupe hat Erfolg mit der Offensive bei Internet-Medien und -Verzeichnissen. Das Unternehmen weist bei reduzierter Abhängigkeit von der Presse für 2010 wieder einen Gewinn von 42.6 Millionen Franken aus.

In den beiden Vorjahren hatte Publigroupe Verluste von 20 Millionen respektive 42 Millionen Franken erlitten. Im vergangenen Jahr trugen der Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an Verlagen sowie von zwei Immobilien mit 28.1 Millionen Franken zur Rückkehr in die schwarzen Zahlen bei. Dies teilte das von Hans-Peter Rohner geführte Unternehmen am Freitag mit.

Der Umsatz schrumpfte um 8.4 Prozent auf 1.474 Milliarden Franken. Um 14.3 Prozent sank der Umsatz im Geschäft der Schweizer Presse nach dem Ende der exklusiven Zusammenarbeit mit drei Verlagsgruppen, insbesondere der Westschweizer Edipresse. Die Kosten seien im Mediengeschäft seit 2007 um 116 Millionen Franken gedrückt und 677 Stellen abgebaut worden, wie es in der Medienmitteilung der Publigroupe weiter heisst. Konzernweit sank allein im vergangenen Jahr die Zahl der Arbeitsplätze um 269 auf 2349.

Der Turnaround der Mediensparte sei mit einem Betriebsergebnis Ebit von +0,5 (Vorjahr: -28,6) Millionen Franken schneller als geplant gelungen, hiess es. Den wichtigsten Gewinnbeitrag liefert mit einem Ebit von 27.7 Millionen Franken das Segment Suchdienste. Der Abwärtstrend sei gestoppt und die Weichen zu profitablem Wachstum gestellt, hiess es. Für das Jahr 2010 sollen die Aktionäre eine Dividende von 6 Franken pro Aktie erhalten nachdem sie im Vorjahr leer ausgegangen waren. Das Unternehmen rechnet für das Jahr 2011 mit einem zweistelligen Wachstum des Betriebsgewinnes. Dabei erlaube es die erfolgreiche Neuausrichtung der Publigroupe, vom erwarteten leichten Aufschwung der Werbemärkte zu profitieren und die Entwicklung ihrer Marketing- und Online-Dienstleistungen in allen Bereichen voranzutreiben.

Stellenabbau geht weiter
Ganz abgeschlossen ist der Stellenabbau, der unter dem Strich 750 Posten kostete, aber noch nicht. Wie Finanzchef Andreas Schmidt am Freitag vor den Medien in Zürich sagte, trifft es im laufenden Jahr nochmals etwa 100 Arbeitsplätze. Ende Jahres zählte Publigroupe 2350 Vollzeitstellen.

Online wächst
Tritt gefasst hat das Unternehmen, zu dem die Werberaum-Verkäuferin Publicitas gehört, auch dank der nach der Rezession wieder positiveren Lage der Schweizer Medienbranche. Die Pressewerbung nimmt wieder zu, und die Gruppe konnte auf Basis eines neuen Geschäftsmodells mit allen grossen Verlagen die Zusammenarbeit erneuern.

Ein wichtiges Zugpferd ist inzwischen der erklärte Zukunftsmarkt von Publigroupe, das Online-Geschäft. Über alle Sparten hinweg wuchs dieser Dienstleistungszweig um einen Drittel.

An der Börse war der Publigroupe-Titel ein Renner. Zeitweise schoss der Wert über 10 Prozent ins Plus. Am späteren Nachmittag kostete der Titel 115.4 Franken, 7.4 Prozent mehr als am Vorabend. Der Gesamtmarkt SPI tendierte derweil knapp 1 Prozent stärker.
 

NZZ-Korrespondent Victor Kocher tödlich verunglückt

Der Nahost-Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung NZZ, Victor Kocher, ist tot. Er ist am Donnerstagnachmittag während seiner Ferien im Wallis auf einem Spaziergang in den Bergen tödlich verunglückt.

Victor Kocher war im Val d'Anniviers auf einem Spaziergang in den Bergen auf einer vereisten Unterlage ausgerutscht und gestürzt. Dieser Unfall führte zum Tod, schreibt die NZZ in einer Mitteilung. Die Redaktion verliere einen herausragenden Nahost-Kenner und einen überaus liebenswürdigen Kollegen.

Kocher war langjähriger Nahost-Korrespondent der NZZ. Er berichtete seit zwei Jahren aus Genf über Internationale Organisationen und den Maghreb. Während der letzten zwei Monate sei Kocher wegen der gegenwärtigen Ereignisse in Nordafrika beruflich ausserordentlich stark eingespannt gewesen. Sein letzter Kommentar war in der Printausgabe der NZZ vom Freitag erschienen. Der NZZ-Leserschaft würden Kochers analysierende, stets aufklärende und nie polemische Beiträge zu den Ereignissen im arabischen Raum künftig fehlen, schreibt die NZZ weiter.
 

Guave Studios: Meinlieblingsplatz.ch realisiert

In Zusammenarbeit mit Möbel Pfister erforscht das Gottlieb Duttweiler Institut das Wohnverhalten von Menschen in der Schweiz. Zu diesem Zweck hat Guave Studios auf Meinlieblingsplatz.ch einen Wettbewerb realisiert. 

Die Teilnahme am online-Fotowettbewerb ist für jeden offen. Mit einem Bild  des persönlichen Lieblingsplatzes kann man an der Studie teilnehmen und Preise gewinnen. Eine Teilnahme ist auch per Smartphone möglich.

Verwantwortlich bei Pfister: Patrick Sassine (Leiter E-Commerce). Verantwortlich bei Guave Studios: Sandro Wellenzohn (Konzept, Design), Gebhard Nigsch, Martin Muther, David Fritsche (Entwicklung). Verwantwortlich beim Gottlieb Duttweiler Institut: Frerk Froböse (Studienverantwortlicher).
 

Partnerschaft SRG mit Swiss-Ski und Infront Sports & Media verlängert

Die SRG Swiss-Ski und Infront Sports & Media haben ihre Dreieckspartnerschaft betreffend Produktion, Ausstrahlung und Vermarktung der FIS Weltcup-Veranstaltungen in den Disziplinen Ski Alpin, Skispringen, Langlauf, Freestyle, Skicross und Snowboard bis Ende der Saison 2015/16 erneuert. Über die finanziellen Abgeltungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Partnerschaft wurde im Rahmen des Weltcupfinales in Lenzerheide zum Abschluss der alpinen Skisaison bis 2015/16 erneuert. In der Vereinbarung zwischen der SRG und Swiss-Ski für die kommenden fünf Saisons sind die Produktionen aller Schweizer FIS Weltcup-Veranstaltungen in den Disziplinen Ski Alpin, Skispringen, Langlauf, Freestyle, Skicross und Snowboard enthalten. Die SRG erwirbt von Swiss-Ski die weltweiten medialen Verwertungsrechte aller FIS-Veranstaltungen in der Schweiz für die Radio- und Fernsehsender sowie die Multimedia-Plattformen.

Die vertragliche Vereinbarung zwischen der SRG und Infront regelt den Erwerb der Rechte für die Ausstrahlung der internationalen FIS Weltcup- Veranstaltungen für alle Radio- und Fernsehsender sowie die Multimedia- Plattformen der SRG. Das Rechtepaket umfasst im Bereich Ski Alpin bis zu 50 Rennen pro Saison. Im Gegenzug lizenziert die SRG die medialen Rechte der Schweizer FIS Weltcup-Veranstaltungen für die internationale Fernseh- Vermarktung an Infront.

Über die finanziellen Abgeltungen und vertraglichen Details wurde Stillschweigen vereinbart.
 

Syndicom zur Buchpreisbindung

Mit der Zustimmung der beiden Kammern zum Buchpreisbindungsgesetz geht eine lange Auseinandersetzung zu Ende. Syndicom, die Gewerkschaft Medien und Kommunikation (ehemals Comedia) hat sich als Arbeitnehmerorganisation der Buchhandelsangestellten seit 1999 für die Buchpreisbindung eingesetzt.

Die Buchpreisbindung fördere die kulturelle Vielfalt, ein dichtes Buchhandelsnetz und interessante Arbeitsplätze. Syndicom ist sehr erfreut über diesen Entscheid. Die Mehrheit des Parlaments habe damit dem Doppelcharakter des Buches als Kulturgut und Ware Rechnung getragen, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung.

Das neue Gesetz bedeute aber nicht einfach eine Rückkehr zur Zeit vor der Aufhebung der Buchpreisbindung im Jahr 2007. Der Preisüberwacher werde neu eine prominente Rolle spielen bei der Preisgestaltung, und es gebe mehr Rabattmöglichkeiten. Was der Preisüberwacher aber nicht ändern könne, sei die unterschiedliche Kostenstruktur in der Schweiz und in unseren Nachbarländern. Wer dies ignoriere, wolle die «Wurst» und nicht die kulturelle Vielfalt. Nicht zuletzt zeige das Beispiel Grossbritanniens, dass die neuen Gegner des Gesetzes sehr kurzfristig denken. Studien aus Grossbritannien, wo die Preisbindung Mitte der 90er Jahre aufgehoben wurde, zeigten, dass Bücher im Schnitt mit der Buchpreisbindung nicht teurer, sondern günstiger geworden seien.

 

Zur Sache: Zu viel

Am letzten Samstag passierte das schreckliche Unglück in Japan. Ein starkes Erdbeben, gefolgt von einem verheerenden Tsunami, zerstörte nicht nur ganze Landstriche und tötete Abertausende von Menschen.

Die Naturkatastrophe beschädigte auch die Atomkraftwerke in Fukushima. Dass die Katastrophe, gefolgt von einer atomaren Bedrohung, ein wichtiges Medienthema werden würde, war allen klar.

Was jetzt aber seit einer Woche medial abläuft, sprengt jeden Rahmen. Tägliche Sondersendungen in den elektronischen Medien, die immer gleichen Bilder des wütenden Tsunamis, flüchtende Menschen, beschädigte Reaktoren. Überforderte Ex¬perten müssen auf allen Kanälen, die immer gleichen Fragen beantworten. Diskussionsrunden diskutieren Fragen, auf die keiner eine gesicherte Antwort weiss. Vieles sind Annahmen und Vermutungen.

Dieselben Bilder und Filmschnipsel finden sich auf allen Online-Portalen. Laufend aufdatierte Newsticker kreieren eine Art von künstlicher schrecklicher Aktualität.

Die gedruckte Presse bringt täglich mehrere Seiten zum Thema. Auch hier die gleichen Bilder, die gleichen Aussagen, das gleiche Entsetzen. Aber auch hier die Gefahr der Überinformation, des Zuviels.

In der Schweizerischen Medien-Datenbank (SMD) finden sich in der letzten Woche 2143 Einträge zu Erdbeben und Japan, 2109 zu Atomkraftwerk und Japan sowie 1871 zu Tsunami. Wohlgemerkt sind das nur die Artikel, die in den Schweizer Medien erschienen sind.

Dies alles summiert sich zu einer Kakophonie des Grauens. Die geballte Ladung an Verwüstung, menschlichem Leid und Elend kehrt ins Gegenteil, sie stumpft ab und lässt dem eigentlichen Entsetzen keinen Raum mehr.

Die Politiker profitieren von der Gunst der Stunde, indem sie die Atomkraft infrage stellen. Ob berechtigt oder nicht, ist hier nicht die Frage. Das Ausnützen der Japan-Katastrophe für die eigenen politischen Überzeugungen muss bei jedem – ob Atomkraftbefürworter oder -gegner – ein schales Gefühl hinterlassen. Es geht hier um Abertausende von Toten, Verletzten und Vermissten. Politische Haltungen und Ideologien sind weiss Gott fehl am Platz.

Und noch etwas. Der wahnsinnige Diktator in Libyen schlachtet weiter seine Bevölkerung ab. Im Schutze der Japan-Berichterstattung kann er das in Ruhe tun: Nur gerade 750 Einträge finden sich bei der SMD zum Libyendrama.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

Perfekter Botschafter

JWT+H+F hat eine neue Kampagne für Maestro Lorenze als Liebeserklärung an die italienische Genusskultur gestaltet, mit einem Spot von und einem Sound-Cover von Umberto Tozzis Hit «Ti amo».

Maestro Lorenzo ist seit Jahren eine der beliebtes¬ten Kaffeemarken der Schweiz. Das Qualitäts¬produkt aus dem piemontesischen Andezeno reprä¬sentiert höchste italienische Caffè-Herstellungs-Kunst. Um dieses Image weiter zu schärfen, hat die Agentur JWT+H+F im Rahmen einer umfassenden Markenanalyse die Essenz des Brands herausgearbeitet und dabei festgehalten, dass in Maestro Lorenzo alles drin steckt, was Schweizerinnen und Schweizer an Italien schätzen: Die Leidenschaft für die schönen Dinge des Lebens kommt in der Verwendung von bes¬ten Rohstoffen ebenso zum Ausdruck wie in der Zeit, die man sich für die Herstellung und den Genuss nimmt. Mit einer neuen Kampagne gibt JWT+H+F nun «eine veritable Liebeserklärung an die italienische Genusskultur ab», wie Remy Fabrikant meint. Echte italienische Baristi haben ihren Auftritt auch in einem Spot von Reto Salimbenis Manifesto Films. pan

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