Republica: Alles Gute unter einem Dach

Republica hat für das Freizeit- und Einkaufszentrum Westside einen neuen Auftritt kreiert, der das Angebot inhaltlich und visuell flexibel, lebhaft und zum Greifen nah kommuniziert. Die Agentur hat sich für die aktuelle Kampagne auf einen der Kernwerte des Einkaufszentrums konzentriert: «Im Westside erhalten Konsumenten und Besucher alles unter einem Dach».

Nachdem Westside in den ersten zwei Jahren seit der Eröffnung 2008 kommunikativ das
Erlebnis zwischen Shopping und Freizeitgestaltung dramatisiert hat, stehen nun im dritten Jahr der engen Zusammenarbeit zwischen Westside und Republica konkret die Produkte – stellvertretend für Produktgattungen – sowie die Vielseitigkeit des Freizeit- und Einkaufszentrums im Fokus. Die Agentur hat sich für die aktuelle Kampagne auf einen der Kernwerte des Einkaufszentrums konzentriert: «Im Westside erhalten Konsumenten und Besucher alles unter einem Dach». Die visuelle Lösung von Republica kann als «Trendsetzkasten» bezeichnet werden, der im übertragenen Sinn einen Querschnitt durch das Westside-Angebot zeigt – formal angelehnt an die Architektur von Daniel Libeskind. Die einzelnen Kästchen innerhalb des grossen Ganzen bieten den Platz für alles, was Westside zu bieten hat. Die Kästchen kommunizieren generisch die fünf Angebotsbereiche von Westside: Shopping, Gastronomie, Kinos, Bad, Hotel.

Abgesehen von den primären Kommunikationsmitteln wie Plakaten und Inseraten ist der Trendsetzkasten auch im Westside Magazin sowie in Etappen auch im Web zu sehen. Anlässlich der Frühlingskampagne 2011 wurde im Westside der neue auftritt gefeiert: Unter dem Kampagnen-Titel «Fashionation» wurde speziell die Modekompetenz von Westside ins Zentrum gerückt. Zahlreiche Events und Promotionen, von der Farb- und Stilberatung über spezielle Schminktipps und -tricks sowie kleinere und grössere Modeschauen gehen im Westside über die Bühnen. Kernpromotion ist das «Ticket to Catwalk: Zu jedem Einkauf erhalten die Kunden dieses Ticket, mit dem sie über den eigens konstruierten Catwalk laufen und mit etwas Glück auch Preise gewinnen können. Für die Hauptmodeschau am ersten Wochenende der «Fashionation» verpasste Detlef D! Soost den Models an einer öffentlichen Probe den letzten Schliff und sorgte zusammen mit seiner Partnerin Kate Hall sowie den Ex-Missen Amanda Ammann und Whitney Toyloy für den hohen Glamour-Faktor
zum Auftakt der «Fashionation», die noch bis zum 2. April dauert.

Bereits wenige Tage darauf werden die Trendsetzkästen auf Ostern getrimmt und Westside steht dann ganz im Zeichen der Familien. Die Fashionation läuft seit dem 7. März und endet am 2. April 2011. Neben Plakaten, Online-Massnahmen und Inseraten im Westside Magazin kommen auch Tramhänger sowie Inhouse-Dekor und –Beschriftungen zum Einsatz.

Verantwortlich bei Neue Brünnen, Westside: Ludwig Nehls (Centerleiter). Verantwortlich bei Republica: Roger Keller (Gesamtverantwortung), Stéphanie Schneuwly (Beratung),
Rahel Bühler (Junior Beraterin), Re Wilk, Chris Morgan (CD), Youri Laubscher (AD), Tugba Kirac, Simon Matz (Grafik), Bruno Böhlen (Redaktion Magazin). Fotografie: Eliane Clerc, (7pictures Bern), Dekor: Metazona,
 

Saatchi & Saatchi: Regienachwuchs für Cannes 2011 gesucht

Der Saatchi & Saatchi New Director’s Showcase ist einer der Highlights des Cannes Lions Festivals. Dieses Jahr wird bereits die 21. Ausgabe davon zu sehen sein und zwar am Donnerstag, den 23. Juni 2011 in Cannes.

Regie-Talente aus den Bereichen Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentation, Animation, Videoclip, 3D, und der Werbung – die noch nicht länger als 2 Jahre in der Werbung beruflich tätig sind – können ihre Arbeiten einreichen und einer hochkarätigen Jury vorstellen. Die Gewinner schaffen es in den Showcase und werden der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Sprungbrett ins internationale Geschäft, das bereits Frederik Bond, Chris Cunningham, Jonathan Glazer, Michael Gondry, Spike Jonze, David LaChapelle, Ivan Zacharias, Tarsem und anderen Regiertalenten zu Beginn Ihrer Werbefilmkarriere, erwiesener Maßen, gute Dienste geleistet hat. Beispiele sind auf dem New Director’s Showcases Youtube Channel zu sehen.

Anmeldung gehen an Edward Müller [email protected] oder per Post an Saatchi & Saatchi London, 80 Charlotte St, London, W1A 1AQ, United Kingdom.
 

Wikileaks ohne Grenzen

Von den «Ärzten ohne Grenzen» über Wikileaks bis hin zu Facebook und Twitter. Was bringt die «Pflicht aufEinmischung» der französischen Intellektuellen? Gastkommentar von Jürg Altwegg, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf.

Schon länger nichts mehr von Julian Assange gehört. Aber auch zur Atomkatastrophe in Japan gibt es Depeschen von Wikileaks. Und bei den arabischen Revolutionen funktioniert nicht nur Facebook.

Von einem «digitalen Big Brother» hatte Frankreichs Ex-Aussenminister Védrine gesprochen, die Psychoanalytikerin Elisabeth Roudinesco fürchtete die «Tyrannei der Transparenz». Und der ehemalige Botschafter Elie Barnevi sagte, dass die zwischenstaatlichen Beziehungen nie mehr sein werden wie zuvor. Inzwischen hat sich die Empörung weitgehend gelegt, Wikileaks ist zumindest vorübergehend aus den Schlagzeilen verschwunden – verdrängt von den Ereignissen in Japan und Nordafrika.

Beim Ausbruch der Revolutionen hatte der Christian Science Monitor über die Idealisierung – im Westen – der Surfer in den totalitären Ländern gespottet: «Man stilisiert sie zu neuen Sacharows, in ihrer gewaltigen Mehrheit begnügen sie sich mit dem Konsum debiler Videos auf Youtube.» Dass Facebook das in Tunesien durch eine Selbstverbrennung angezündete Feuer zum Flächenbrand werden liess, darf gleichwohl nicht vergessen werden. Auch jenseits der Grenzen sprang der Funke. Und in Tunesien wie in Ägypten wurde die Revolte von den Depeschen wenn nicht ausgelöst, so doch beflügelt: Die Aufständischen wussten dank Wikileaks und seinen Depeschen um die Einschätzung der Regimes durch die Amerikaner, die Mubaraks Sohn als Nachfolger für unfähig hielten und Ben Alis Mafia-Regime nicht unbedingt stützen würden. Obwohl es sich um befreundete Staaten handelt, um Bastionen gegen die Islamisierung.

Schon bevor Wikileaks für den Nobelpreis ge¬nannt wurde, hatte Jean-Christophe Rufin die Organisation mit seinen «Ärzten ohne Grenzen», die ihn tatsächlich bekommen hatten, verglichen. Rufin gehörte vor dreissig Jahren zu deren Begründern. Damals wendeten sich die französischen Intellektu¬ellen vom Marxismus ab, begründeten die antitotalitäre Aufklärung und entwickelten die «Pflicht auf Einmischung», in deren Namen jetzt die Franzosen zur Avantgarde des militärischen Einsatzes gegen Libyen wurden. Heute ist der Schriftsteller Rufin Mitglied der Académie Française, und er war bis vor kurzem französischer Botschaft in Senegal.

«Ärzte ohne Grenzen» entstanden gegen das Rote Kreuz: Seine Neutralität und sein Einstehen für ein Recht innerhalb des Kriegs hatten es in den totali¬tären Gesellschaften zu Komplizen der Barbarei gemacht. «Ohne Grenzen» heisst: ohne Rücksicht auf nationale Grenzen und Ideologien haben Opfer ein Recht auf Hilfe. Freie Bürger, informiert von der Presse, müssen helfen. Dieses Konzept setzte sich durch und veränderte das Gesicht des Kriegs: «Die Welt erfuhr vom Schicksal der Ermordeten» – Rufin erinnert an Kambodscha, Afghanistan, Äthiopien.

Mit dem Erfolg der Bewegung kam die Krise. Die Humanitären sind inzwischen bestens organisiert und wohlhabend. Das Problem der Unabhängigkeit stellt sich angesichts der Geldgeber auch für sie. Sie stützen sich inzwischen selber auf das Recht, dessen Transgression sie betrieben hatten. Das Konzept der Pflicht auf Einmischung wurde von den Vereinigten Staaten für die Legitimierung von Kriegen instru¬mentalisiert. Nirgendwo haben die neuen Humani¬tären den Frieden gebracht, das Elend überwunden oder eine Klimakatastrophe verhindert, der Befund ist deprimierend.

Rufin spricht von einer dritten Generation der Bürgerrevolten. Zu ihr zählt er die radikale Ökologie mit den Tierbefreiungen wie den «virtuellen Militantismus» von Wikileaks. Die Transgression wird zur Regel. Gewaltanwendung, Diebstahl, die systemati¬sche Provokation, das Leben in der Illegalität – alles wird mit der Sache gerechtfertigt. «Die Zusammen¬hänge der Entwicklung zu erkennen heisst nicht, sie zu billigen», schreibt Jean-Christophe Rufin.

In totalitären Staaten sind diese Bürgerrevolten zu begrüssen und legitim. In den westlichen Gesellschaften sind sie zur Fünften Gewalt im Staate geworden. Sie machen das Regieren unmöglich. Sie erschweren Reformen. Aber die berechtigte Veröf¬fentlichung der Wikileaks-Depeschen über die Omerta in der japanischen Atomindustrie zeigt, dass die Grenzen nicht so leicht zu ziehen sind. Auch sie werden fallen. Jacques Attali, einst diplomatischer Berater Mitterrands und heute Theoretiker der virtuellen Gesellschaft, glaubt an die Gedankenfreiheit als letztes legitimes Geheimnis, das verteidigt werden kann und muss: «Man darf niemanden zwingen, zu sagen, was er denkt.»

 

Best of Swiss Web Award Night – Ehrenpreisträger: Marc Bürki und Paolo Buzzi, Gründer Swissquote

Heute Donnerstag, 31. März 2011 wird zum 11. Mal das Schweizer Webschaffen im Rahmen der Best of Swiss Web Award Night ausgezeichnet. Vergeben werden Gold, Silber und Bronze in neun Kategorien.

Der Preis wird in den Kategorien Digital Performance Campaigns, Digital Branding Campaigns, Technology, Innovation, Creation, Business Efficiency, Online Marketing, Usability und Public Affairs vergeben sowie der Spezialkategorie 2011 «Digital Natives». In dieser Kategorie wurden Projekte für die Generation Internet gesucht, für nach 1983 geborene Menschen, denen Handy und Computer sozusagen in die Wiege gelegt wurden.

Als Höhepunkt findet auch dieses Jahr wieder die Wahl des «Master of Swiss Web» statt. Unter den 306 Projekteingaben hat die Jury 12 Projekte für die Masterwahl nominiert. 2011 steht dabei ganz im Namen der Big Brands: Inklusive Ex-Libris schaffte es Migros gleich fünfmal unter die letzten zwölf. Post Finance ist mit zwei Projekten im Rennen und Swisscom, SRF sowie SBB mit je einem. Nach der Jury, den Lesern der Netzwoche, das Schweizer ICT-Magazin für Business-Entscheider, und den Lesern des ICT Journals ist nun noch die Meinung des Saalpublikums gefragt.

Die Ehrenpreisträger
Zum Best of Swiss Web Ehrenpreisträger 2011 gewählt wurden Marc Bürki, Chief Executive Officer (CEO) der Swissquote Group Holding, und Paolo Buzzi, Chief Technology Officer CTO der Swissquote Group Holding und Swissquote Bank. Mit Jahrgang 1961 gehören Bürki und Buzzi definitiv nicht mehr zur Kategorie der vielgepriesenen «Digital Natives», wie es in der Best-of-Swiss-Web-Mitteilung vom Donnerstag heisst. Doch wenn man auf ihr bisheriges Schaffen zurück blicke, sei klar, dass sie mit ihrem Wissen und ihrer Affinität zum WWW einem «Digital Native» in nichts nachstehen: Gemeinsam gründeten Bürki und Buzzi Swissquote – den gemäss eigenen Angaben grössten Online-Broker der Schweiz. Mit Swissquote hätten Marc Bürki und Paolo Buzzi das Internet-Business nachhaltig geprägt, weshalb ihnen auch der Ehrenpreis 2011 verliehen werde, heisst es in der Mitteilung weiter.

Marc Bürki wurde 1961 geboren. 1987 schloss er das Studium zum Elektroingenieur an der ETH Lausanne (EPFL) ab. Bis 1990 war Bürki als Telekommunikationsspezialist bei der European Space Agency in Nordweijk (NL) tätig. Paolo Buzzi, geboren 1961, schloss 1988 sein Studium an der ETH Lausanne mit einem Diplom in Mikrotechnik ab. Von 1988 bis 1990 arbeitete er für Rolm Systems in Santa Clara, USA, zuerst als Software Ingenieur und dann als New Technology Integration Engineer.

1990 wagten Bürki und Buzzi den Schritt in die Selbstständigkeit: Zusammen gründeten sie die Marvel Communications 
und entwickelten fortan Finanzinformations-Software. Damit war der Grundstein zu Swissquote gelegt. Sieben Jahre später ging der real-time-Händler von SWX-Aktien unter dem heute bekannten Namen online. Im Mai 2000 folgte der Schritt an die Börse. Swissquote ist heute ein vollumfänglicher Online-Finanzdienstleister und Mitglied der Schweizerischen Bankier-Vereinigung SBVg. 2010 verzeichnete die Unternehmung einen Reingewinn von 21.2 Millionen Franken. Dank einer Kundenzunahme von 19.2 Prozent auf 172‘091 und dem damit verbundenen Neugeldzufluss von 1.477 Milliarden Franken lag das Depotvermögen erstmals über 8 Milliarden Franken. 2011 will Swissquote den Ertrag um rund 50 Prozent und das Depotvermögen um 2 Milliarden Franken steigern und mit einer Filiale in Dubai erstmals auch ausserhalb der Schweiz wachsen.

Best of Swiss Web Ehrenpreis
Der Best of Swiss Web Ehrenpreis wird jährlich an der Award Night einem Exponenten der Internetbranche verliehen, der mit seinem Schaffen das Internet-Business nachhaltig geprägt hat. Bisherige Ehrenpreisträger sind:

Ehrenpreisträger 2010: Robert Cailliau. Zusammen mit Tim Berners- Lee ist er einer der Pioniere und Erfinder des World Wide Webs.
Ehrenpreisträger 2009: Christian Wanner. Als Mitgründer und Geschäftsführer von LeShop gehört er zu den Pionieren des Schweizer E-Commerce.
Ehrenpreisträger 2008: David Nüscheler. Als Gründer von Day und Entwickler einer international als Standard geltenden Software hat er bewiesen, dass man sich aus der Schweiz heraus international erfolgreich positionieren kann.
Ehrenpreisträger 2007: Fulvio Caccia. Als ehem. Präsident von Institutionen wie Comcom und ehemaliger Vizepräsident der ICT Switzerland und SATW prägte er die ICT-Landschaft der Schweiz nachhaltig.

Best of Swiss Web
Best of Swiss Web ist eine Initiative der Simsa – Swiss Interactive Media & Software Association – dem Schweizer Branchenverband für neue Medien und Business-Software, und der Netzwoche, das Schweizer ICT-Magazin für Business-Entscheider. Ziel von Best of Swiss Web ist die Förderung von Transparenz und Qualitätsstandards in der Schweizer Web- und ICT-Branche sowie das Angebot von attraktiven Networking-Gelegenheiten. Kernthema von Best of Swiss Web ist der Einsatz von Web- und Mobil-Technologien.
 

Mit Google AdWords zielgenauer werben

In den vergangenen Wochen hat Google neue AdWords-Funktionen freigeschaltet, die es ermöglichen, die Werbung in den Suchmaschinen noch effizienter zu gestalten. Einige dieser Funktionen lohnt es sich genauer anzuschauen. Von Imre Sinka.

Kein Wunder, können in der Google-Bildersuche jetzt auch Bild/Text-Anzeigen via AdWords platziert werden: Bei einer Sistrix-Untersuchung per Ende 2010 wurden bei rund der Hälfte der Suchresultate neben den Texten auch eine Map, Videos oder Bilder eingebunden. Bei diesen Universal-Search-Resultaten wurden die Bilder am häufigsten angeklickt.

Ich bin der Meinung, dass Bild/Text-Anzeigen speziell bei Angeboten, die übers Auge gesucht und beurteilt werden, eine hohe Wirkung haben. Ein weiterer grosser Vorteil ist, dass die Anzeigen in der Google-Bildsuche auch unter den Markennamen der Konkurrenz platziert werden können (Vorgaben von Google beachten). So lässt sich die eigene Sichtbarkeit zusätzlich steigern. Bild/Text-Anzeigen werden auf der CPC-Basis eingebucht. First Movers profitieren von einer hohen Aufmerksamkeit und wenig Konkurrenzdruck.

Längere Titelzeilen

Google gleicht das Aussehen der Textanzeigen den organischen Suchergebnissen an. Mit gutem Grund: Die organischen Suchergebnisse geniessen mehr Vertrauen und werden mehr angeklickt. Erscheint eine Textanzeige über den organischen Suchresultaten (Top 3 AdWords Resultate), übernimmt Google die Description Line 1 automatisch in den Titel (erkennbar durch den Bindestrich zwischen den beiden Sätzen).

Die Konsequenz für Werbetreibende: Für jede AdWords-Kampagne, die auf eine Platzierung in den Top-3-Resultaten ausgerichtet ist, ist sicherzustellen, dass die zweite Textzeile einen abgeschlossenen Satz bildet.

Orientierungshilfe

Seit kurzem lassen sich die Adresse des Anbieters sowie ein Link auf Google Maps in eine Textanzeige einbinden. Bei der Suche nach einem Angebot in Verbindung mit einer Ortschaft, zum Beispiel «Zahnarzt Zürich», wird rechts neben den Suchresultaten eine Map der Anbieter angezeigt. Werbetreibende, welche die Ortsangaben in Google AdWords nutzen, werden in Blau angezeigt.

Wer noch keinen Eintrag in Google Places hat, sollte dies jetzt schnellstens nachholen und auch sicherstellen, dass jede Filiale eingetragen ist. Und die Telefonnummer nicht vergessen!
Schneller und direkter mit Sitelinks Google ermöglicht es, in eine Anzeige bis zu zehn direkte Links in eine AdWords-Anzeige einzufügen. Solche Sitelinks werden eingeblendet, wenn Google meint, dass die Anzeige qualifizierte Antworten auf eine Suchanfrage liefert und die Anzeige auf Platz 1 erscheint.

Ich empfehle, die Möglichkeit für AdWords-Kampagnen mit generischen Keywords zu nutzen, um dem Suchmaschinenbenutzer einen schnellen, direkten Weg zu spezifischen Angeboten vorzuschlagen. Beispiel: Für das Keyword «Versicherung» werden Sitelinks auf «Hausrat Versicherung», «Auto Versicherung», «Reise Versicherung» etc. gesetzt.

Neben diesen Neuerungen hat Google auch die Möglichkeiten des Geo Targeting erweitert. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Neuheiten zu prüfen, da sie die Effizienz der Werbung in den Suchmaschinen weiter erhöhen. Imre Sinka
 

Zur Sache: Qualität im Journalismus

Das Lamentieren über fehlende Qualität im Journalismus ist ein Dauerbrenner. Medienwissenschaftler zeigen sich besorgt und manche Journalisten trauern der guten alten Zeit nach, wo viel mehr Leute und viel mehr Zeit zur Recherche zur Verfügung standen und ergo das Ergebnis besser sein musste.

Bundesräte raten gar zur Medienabstinenz: «Ich gebe den Leuten den Rat: Schaut die Zeitungen gar nicht erst an, werft sie weg! Man vergisst sowieso schnell, was darin steht.» Originalton unseres Verteidigungsministers Ueli Maurer gegenüber der Zeitschrift Klartext.

Die Lage scheint so ernst so sein, dass sogar der Gesamtbundesrat im Juni über den Zustand der Schweizer Presse diskutieren muss. Auslöser dazu war ein Postulat des Schaffhauser SP-Nationalrats Hans-Jürg Fehr. Unter dem Titel «Pressevielfalt sichern» hiess es: «Der Bundesrat erstattet den eidgenössischen Räten innert Jahresfrist Bericht über die Lage der Presse in der Schweiz und deren Zukunftsaussichten.» Flugs kriegte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) den Auftrag, die Angelegenheit zu untersuchen. Jetzt liegt der Bericht vor. Wir sind ja mal gespannt, was daraus wird.

Die Qualitätsdiskussion der Medienforscher in ihrem Elfenbeinturm wird nicht abbrechen und die kritischen Reaktionen seitens der Presse werden nicht auf sich warten lassen. Vor allem auch deshalb, weil der Forschungsbericht nicht über alle Zweifel erhaben ist. Norbert Neiniger, der Schaffhauser Verleger und Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten, hat dies in einem Artikel in der NZZ vom 29. März hervorragend dargelegt. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die effektiv Betroffenen, das heisst die Zeitungen respektive deren Branchenverband Schweizer Medien, nur am Rande beigezogen wurden. Die Definition der journalistischen Qualität ist eben nicht so einfach, wie sich das manche Kritiker vorstellen.

Oder etwa doch? Medienspiegel.ch berichtete über eine Anzeige auf Ron Orp, in der die Firma Adastra Medien, die Themenbeilagen unter anderem für den Blick und den Tagi produziert, nach «Schreibkräften» sucht. Das Anforderungsprofil kurz zusammengefasst: Schreibwillige, die sich für nichts zu schade sind. Und so heisst es im Inserat: «Kannst Du auch eher langweilige Themen süffig rüberbringen? Bist Dir nicht zu schade, ‹Schleichwerbung› in Deinen Text einzubauen? Bist Sport/Outdoor afin (beachten Sie bitte die Rechtschreibung …)? Traust Dir zu einen Reisebericht zu verfassen, ohne die Reise selber gemacht zu haben?»

Wenigstens suchen die Schreibkräfte und keine Journalisten.

Pierre C. Meier, Chefredaktor
[email protected]

 

Magazin des Sonntagsblick erstmals in neuer Form

Am kommenden Sonntag, 3. April, erscheint das Magazin des Sonntagsblick erstmals in neuer Form. Der Auftritt ist auf Familienfreundlichkeit und Unterhaltung ausgerichtet, der Serviceteil ist bedeutend grösser als zuvor.

Die Neugestaltung des Magazins des wurde auf die Beschreibung «Unterhaltung mit hohem Nutzwert» ausgerichtet. Dies schreibt Ringier in einem Communiqué vom Donnerstag. Ein redaktionelles Konzept- und Kreativ-Team rund um Sonntagsblick-Chefredaktor Karsten Witzmann sei in den vergangenen Monaten damit beschäftigt gewesen, für die Sonntagszeitung ein neues, ansprechendes, modern gestaltetes Magazin zu entwerfen.

Im Zentrum des neuen Heftes sollen Menschen aus der Schweiz stehen. Themenschwerpunkte, die regelmässig aufgegriffen werden, sind Gesundheit, Essen, Mode, Beauty, Wissenschaft, Reisen, Wohnen, TV und Rätsel, wie es im Pressecommuniqué weiter heisst. Das Magazin soll mit seinem vielseitigen, familienfreundlichen Themenmix jeweils eine Ergänzung zum Sonntagsblick sein.

Gleichzeitig mit der Lancierung des neuen Auftritts bekommt das Magazin auch eine neue Leitung. Janine Urech wird ab dieser Ausgabe gemeinsam mit ihrem Team die redaktionelle Verantwortung inne haben. Das Magazin kommt, was das Layout betrifft, nicht nur auf neuem Papier und mit neuen Schriften daher, sondern ganz generell in neuem Look. Der Umfang wird zumeist 64 Seiten umfassen, die Auflage beträgt 238'178 Exemplare und die Leserschaft des Magazin wurde von der WEMF aktuell (MACH-Basic 2011-1) auf 497'000 Personen beglaubigt.
 

Lass nicht jucken, Kumpel

Euro RSCG Zürich hat im Auftrag vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), der Aids-Hilfe Schweiz (AHS) und PLANeS eine neue Kampagne im Kampf gegen sexuell übertragbare Krankheiten entwickelt.

Es erfolgt eine Kurskorrektur in der Präventions¬strategie. Neben HIV/Aids werden andere sexuell übertragbare Krankheiten verstärkt thematisiert. Der Grund: Tripper, Syphilis und Chlamydien sind überall auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr haben sich alleine 1255 Menschen in der Schweiz mit Tripper infiziert. Vor diesem Hintergrund ist die neue, crossmediale Kampagne entstanden mit der Kernbotschaft: Juckt's? Dann bitte zum Arzt.

Ein guter strategischer Leitsatz muss nicht aus vielen Wörtern bestehen, ist man bei Euro RSCG überzeugt. «Love Life, Stop Aids» prägt seit 2005 die Präventionskampagne aus dieser Agentur.

Slogan wird neu konzentriert

Mit dem Zusatz «Love Life» wollte die Kampagne nicht mehr abschreckend, sondern lebensbejahend, lustvoll und motivierend auftreten. Dadurch steigt die Chance, dass das Kondom beim Sex tatsächlich benutzt wird. Auch in der neuen Kampagne soll die Tonalität humorvoll sein. Die Strategie wird jedoch neu ausgerichtet und der Slogan jetzt nur noch auf «Love Life» konzentriert. Zentraler Bestandteil bleibt das aus früheren Kampagnen bekannte Kondom-Icon. Die neue Kampagne spiegelt sich auch in den Safer-Sex-Regeln wieder. Zu den bestehenden zwei Regeln «Sex immer mit Gummi» und «Blut und Sperma nie in den Mund» kommt zusätzlich die Aufforderung «Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss bit¬te zum Arzt». Damit liegt der Fokus nicht mehr ausschliesslich auf Aids, sondern auf allen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Symptome bekämpfen

Die Kampagne wendet sich in erster Linie an jene Personen, die sich bereits mit Geschlechtskrankheiten angesteckt haben. Denn eines der Symptome ist Juckreiz im Genitalbereich. Der Aufruf, einen Arzt zu konsultieren, gibt den Infizierten eine klare Handlungsanweisung und soll eine Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten verhindern. Die Idee mit dem explizit dargestellten «Juckreiz» soll natürlich Passanten auch dazu animieren, dass sie vielleicht «interaktiv» die Plakate verkratzen. Wünschenswerte Nebeneffekte sind auch «Skandalberichte» rund um die Sujets in den Medien. Hier hat SF bereits angebissen, indem drei der vier Spots erst am späten Abend gezeigt werden dürfen. Auch Ärzte stören sich an den vereinfachend gezeigten Symptomen. Doch diese Reaktionen werden schliesslich wie gewünscht auch die Diskussion anregen. Pan

juckts
 

Zürcher Satiremagazin Hauptstadt in Finanznöten

Nach sechs Monaten auf dem Markt steckt das Zürcher Satiremagazin Hauptstadt bereits in Finanznöten. Wie der Herausgeber auf der Hauptstadt-Website schreibt, wurde der Verlag im Laufe dieser Woche aufgelöst.

Um das Heft auch in Zukunft herausbringen zu können, gründet Verleger Reda El Arbi nun einen Verein, bei dem alle bisherigen Abonnenten automatisch Mitglieder werden. Das Satiremagazin Hauptstadt wird damit zum Vereinsmagazin. Die nächste Nummer erscheint nun statt im April erst Anfang Mai, da der Aufbau des Vereins und die Kapitalisierung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die fehlenden Inserate sind das Hauptproblem des Heftes. Um doch noch Einnahmen verbuchen zu können, bietet der Verleger seine Inhalte nun auch anderen Medien an. Wer einmal «etwas Böses veröffentlichen wolle», könne bei ihm Artikel einkaufen und diese unter der Marke Hauptstadt veröffentlichen, schreibt El Arbi auf der Website. Mit diesem Angebot richtet er sich in erster Linie an seriöse Medien. Das Satiremagazin startete am 1. Oktober 2010 mit einer Auflage von 10'000 Exemplaren.
 

Zu guter Letzt: Facebook schuld an Depressionen bei Kindern

Neben Datensicherheit hat Facebook nun ein neues Problem, dem Sozialen Netzwerk wird vorgeworfen, bei Kindern Depressionen auszulösen. Schuld ist eine vorgegaukelte heile Welt; glückliche Ferienerlebnisse und harmonische Familienausflüge.

Bilder auf Facebook vermitteln das Bild einer heilen Welt ohne Frust und Ärger. All das könne bei jungen Usern zu Depressionen führen, warnen amerikanische Kinderärzte gemäss 20 Minuten vom Dienstag. Die American Academy of Pediatrics hat deshalb einen Medien-Leitfaden herausgegeben. Denn die Fotos vermeintlich glücklicher Menschen würden ein verzerrtes Bild der Wahrheit vermitteltn, wie die Autorin des Leitfadens, Gwenn O’Keefe darlegte. Drangsalierung im Internet, wozu auch Mobbing gehört, könne weitreichende psychosoziale Folgen haben, so die Autorin weiter. Der Leitfaden rufe daher die Kinderärzte dazu auf, Eltern zu ermuntern, mit ihren Kindern über Facebook-Depression oder Cyber-Mobbing zu sprechen. Gemäss 20 Minuten möchte O’Keefe aber nicht über die Vorteile der Internetseiten hinwegsehen, da sich heute alle Teenager auf Facebook treffen. Vieles was dort geschehe sei auch sehr gesund. Eine Facebook-Panik-Verbotswelle in Amerika möchte man schliesslich mit dem Leitfaden auch nicht erreichen. So betont auch Megan Moreno von der Universität Wisconsin, dass Eltern nicht zu befürchten brauchen, ihre Kinder könnten sich auf Facebook mit Depression anstecken. Was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass sich ein ohnehin einsames Kind gemäss O’Keefe noch einsamer fühlt nach dem Betrachten der meist positiv konnotierten Bilder und Kommentare.
 

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