Joiz neu auf Sendung – Probleme mit dem Jugendschutz

Nachdem der Sender Joiz kaum eine Stunde auf Sendung war hatte er schon Probleme mit dem Jugendschutz. Joiz strahlte am Dienstag kurz vor 18 Uhr einen Clip aus, in dem Steven Seagal Dutzende Menschen brutal misshandelt.

Dies erfreute die Stiftung Kinderschutz gar nicht. Diesen Clip müsste man vom Gesetz her kennzeichnen. Dies betonte Geschäftsleiterin Kathie Wiederkehr gegenüber 20 Minuten. Ohnehin solle man aber einen Beitrag in dieser Brutalitätsstufe nicht um diese Zeit senden. Zudem zeige dieses Beispiel, wie wichtig es sei, dass der Sender den Jugendmedienschutz ernst nehme und dass Eltern möglichst frühzeitig in der Medienerziehung ihrer Kinder unterstützt werden.

Man müsse bei Joiz in Zukunft besser überwachen, was gezeigt werde, so Programmchefin Elif Erisik gegenüber 20 Minuten. Beim Sender habe man es aber aufgrund technischer Probleme nicht geschafft, alles zu kontrollieren.

Mehr zu Joiz in der aktuellen Printausgabe der Werbewoche.
 

Internet-Pionier Daniel Grossen übergibt operatives Geschäft

Der Gründer und CEO der Scout 24, Daniel Grossen, übergibt seine Führungsfunktionen. Neuer CEO der Scout24 Schweiz wird der bisherige kommerzielle Direktor Olivier Rihs.

Daniel Grossen widmet sich künftig seinen neuen Engagements im Rahmen seines Family Office «Grossen Invest», bleibt aber als Verwaltungsratspräsident der Media Swiss und als Verwaltungsratsdelegierter der Scout24 Schweiz den Marktplätzen von Scout24 verbunden. In diesen Funktionen treibt er die strategische Weiterentwicklung der 500 Mitarbeiter grossen Online-Gruppe Media Swiss mit Scout24 Schweiz, Media Swiss AG, Omnimedia AG, Xmedia AG und anibis.ch voran, wie es in einer Mitteilung von Scout 24 heisst. Grossen hat zudem diverse weitere Verwaltungsratsmandate inne.

Seit 2004 ist die Deutsche Telekom über ihre Tochterfirma Scout24 Holding in München mit 50.1 Prozent an der Scout24 Schweiz beteiligt. Im Jahr 2007 ist zudem das Medienunternehmen Ringier über die Mutterfirma Media Swiss bei Scout24 Schweiz eingestiegen.

Nachfolger als CEO der Scout24 Schweiz AG wird der Betriebswirtschafter Olivier Rihs. Der in Biel wohnhafte Rihs war bereits seit acht Jahren in leitender Position für Scout24 tätig, seit Sommer 2009 als verantwortlicher Direktor des kommerziellen Geschäfts sämtlicher Scout24-Marktplätze. Rihs tritt seine neue Position auf den 1. April 2011 an.
 

SPRI: Wie schaffe ich Vertrauen in mein Brand?

Das SPRI Schweizerisches Public Relations Institut schlägt die Brücke zwischen Brand Communications und Corporate Communications. Im Postgraduate Studiengang CAS Corporate Communications beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Bedeutung und dem Wesen der Marke für die Unternehmenskommunikation.

Was zahlt auf die Unternehmenspersönlichkeit ein, wie implementiere ich einen neuen Markenkern, welche konkreten Aufgaben kommen dabei der Kommunikation zu. Fragen rund um die Positionierung und die Markenarchitektur werden im Spezialmodul ebenso angesprochen wie das Wechselspiel von Image und Identität. Leiter des Moduls ist Bruno Schmidt, Managing Partner der Meta Design Suisse in Zürich. Anhand namhafter Brands zeigt er verschiedene Brandingprozesse auf, unter anderem von Audi, Raiffeisen, Swiss Life, Kuoni und Alpiq. Punktuell wird darüber hinaus das Thema «Brand Communications» auch von anderen Dozierenden in die jeweiligen Module eingebracht, um Wege zu einer gelingenden integrierten Marketingkommunikation aufzuzeigen.

Der Postgraduate-Lehrgang startet am 15. April 2011.
 

ZürichTokio gestaltet neuen Auftritt für Casa Antica

Das altehrwürdige Dancing Casa Antica in Klosters ist seit 1959 ein Treffpunkt der High Society. Nun hat die Agentur Zürich Tokio für Casa Antica ein neues Design gestaltet.

Der Look sollte in die Bergwelt Klosters passen und an die historischen prättigauer Zeiten erinnern. Neu gibt es auch eine Website, über deren antike Bilder-Navigation die interessierten Gäste Infos zu den aktuellen Partys erhalten.

Verantwortlich bei Dros: Yves Spink. Verantwortlich bei ZürichTokio: Daniel Donati (Creative Direction), Raphael Kunz/Karin Glarner (Grafik), Nico Brühlmann (Programmierung), Laura Donati (Beratung).
 

Zu guter Letzt: Eine Zeitung ist nicht nur zum lesen gut

Das Lesen einer Zeitung kann sehr überraschend sein. Denn wer in diesen Tagen in der Schweiz seine Zeitung aufschlägt, hält nicht nur Lesestoff, sondern auch ein Stück Klopapier in der Hand.

Sobald die Zeitung ausgelesen und zusammengefaltet ist, erhält sie beim Recycling eine neue Bestimmung. Die Kreativen von JWT HF haben sich von diesem Kreislauf des Papiers inspirieren lassen. Sie haben eine Anzeige für das neue Hakle-Toilettenpapier gestaltet, das seit Mitte März neu auf dem Markt ist. Da Hakle Naturals zu 100 Prozent aus Recyclingpapier besteht, wird in er Anzeige sehr dezent darauf hingewisen, dass sich das Zeitungspapier in den Händen des Lesers nicht nur zur Lektüre eignet. Auf diese Weise hat so mancher Zeitungsleser in den nächsten Tagen auf dem Klo ein Déja-vu mit dem Lesestoff. Das Inserat wird Schweiz-weit in Zeitungen und Magazinen geschaltet.
 

Murdochs Sohn James steigt bei News Corp. auf

Der 80-jährige Medienmogul Rupert Murdoch regelt seine Nachfolge. Sein Sohn James steigt zur Nummer drei in Murdochs Medienkonzern News Corp. auf.

Der 38-Jährige werde zum Vize-Verantwortlichen für das operative Geschäft und Chef der internationalen Aktivitäten berufen, teilte die News Corp. am Mittwoch mit. Dafür werde er von London nach New York ziehen.

James Murdoch arbeitet als einziges der vier erwachsenen Murdoch-Kinder im Medienimperium seines Vaters. Er gilt bereits seit einigen Jahren als wahrscheinlicher Kronprinz. Rupert Murdoch betonte allerdings immer wieder, er halte die Zügel trotz seines hohen Alters noch fest in der Hand. Nummer zwei im Konzern ist der Chase Carey, der als Chief Operating Officer für das laufende Geschäft zuständig ist. (sda)
 

Libysche Opposition startet eigenen Fernsehsender

In der katarischen Hauptstadt Doha hat die libysche Opposition einen eigenen Fernsehsender eingerichtet und will so über den Konflikt im eigenen Land berichten. Nach Angaben seiner Initiatoren arbeitet Libya TV eng mit dem oppositionellen Nationalen Übergangsrat in Libyen zusammen.

In Kürze soll Libya TV auf Sendung gehen. Der Sender wird von einer Gruppe professionell arbeitender Libyer aus der ganzen Welt und anderer arabischer Experten geführt, wie es in der Erklärung der Initiatoren hiess. Demnach will Lybia TV über die lybische Revolution und über die allgemeine Entwicklung im Land sowie die Lage in der arabischen Welt berichten.

Auch der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira hat seinen Sitz in Doha. Katar unterstützt die Opposition in Libyen und ist ebenso wie die Vereinigten Arabischen Emirate auch am internationalen Militäreinsatz in dem nordafrikanischen Land beteiligt.
 

Update: Kantonalbank.ch generalüberholt

Sechs Jahre lang blieb der Webauftritt der Schweizer Kantonalbanken weitgehend unverändert. Nach einer Generalüberholung durch die Internet- und Medienagentur Update präsentiert sich das Portal mit neuem Design, Struktur und Technik. Auch das Extranet für Marketingverantwortlich wurde überarbeitet.

Nach einem kompletten Umbau ist nun fast alles neu. Ein modernes und CD-konformes Design soll den Besuchern die Orientierung erleichtern. Durch die Strukturierung der Inhalte in Bereiche für «Privatkunden», «Firmenkunden» und «Privat Banking» findet man gesuchte Informationen schnell. Im «Mediencenter» sind nun alle Mitteilungen des Verbands Schweizerischer Kantonalbanken (VSKB) sowie Netzwerkpartner archiviert, bis zurück ins Jahr 2004. Die VSKB-Jahresberichte der letzten Jahre werden als Blätterkataloge dargestellt, und auch die aktuellen TV-Spots können direkt im Browser abgespielt werden.

Kantonalbank.ch

Marketingforum im Extranet

Parallel zum Redesign der öffentlichen Website erfuhr auch das VSKB-Extranet für Kantonalbankmitarbeitende ein Upgrade. Die Kommunikationsplattform zur Steigerung der Effizienz und Zusammenarbeit der 24 Kantonalbanken wurde um ein Forum für die Marketingfachleute der VSKB-Mitglieder ergänzt.

Das Website-Redesign und die Extranet-Erweiterung wurde von Update konzipiert und realisiert. Die Zürcher Agentur hat bereits die nun ersetzte Homepage aufgebaut und unterstützt und berät den VSKB seit 2003 bei dessen Internetaktivitäten.

Verantwortlich bei Update: Oliver Arnoczky (Projektleitung), Markus Hasler (Design), Sam Koch (Programmierung).

Kanton Zürich auf Facebook und Twitter

Der Kanton Zürich ist neu auf Facebook und Twitter vertreten. Informationen wie Medienmitteilungen und Veranstaltungshinweise sollen ein breites Publikum schnell erreichen. Der Regierungsrat hat die Kommunikationsabteilung mit einem entsprechenden einjährigen Pilotprojekt beauftragt.

Der Kanton wolle die Chancen von Social Media nutzen, schreibt die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung. Die Bevölkerung soll dadurch einfach und direkt mit der Verwaltung in Kontakt treten und Anfragen oder Anregungen einbringen können. Gerade bei Aufgaben mit partizipativen Elementen wie Vernehmlassungen könne ein Social-Media-Angebot die Ziele von E-Government unterstützen. Durch die Social-Media-Plattformen will der Regierungsrat die Zürcherinnen und Zürcher auch besser erreichen und auf spezifische Angebote wie Abstimmungsunterlagen zusätzlich aufmerksam machen. In Krisensituationen oder Notfällen könne Social Media zudem zur schnellen Information der Bevölkerung beitragen, heisst es weiter. Nach der Pilotphase wird überprüft, ob das neue Angebot genutzt wird und ob es definitiv eingeführt werden soll.
 

Facebook:
www.facebook.com/kantonzuerich

Twitter:
Kanton Zürich: www.twitter.com/kantonzuerich
Gesundheitsdirektion: www.twitter.com/gd_zuerich
Volkswirtschaftsdirektion: www.twitter.com/vd_zuerich 

Schaffhauser Nachrichten: Gute Erfahrungen mit Bezahl-Plattform

Als erstes Medienunternehmen der Schweiz wagten es die Schaffhauser Nachrichten Anfang Jahr, ihren Online-Auftritt kostenpflichtig zu machen. Die Erfahrungen der ersten drei Monate sind gemäss eigenen Angaben gut.

Drei Monate nach dem Start haben sich 20 Personen für ein Online-Abonnement der Schaffhauser Nachrichten (SN) entschlossen. Damit erhalten diese Abonnenten für den Preis von jährlich 299 Franken Zugang zu allen Artikeln der SN sowie zu den tagesaktuellen Agenturmeldungen. Alle anderen, die ohne Online-Abo die Website der SN besuchen, werden bei jedem Klick an den Abo-Service verwiesen.

Mit der Zahl von 20 Abonnenten sei man zufrieden, sagte Verleger Norbert Neininger am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Ziel der Umstellung sei es nicht gewesen, möglichst viele neue Online-Abonnenten zu finden. «Wir wollten nur verhindern, dass unsere Artikel gratis gelesen werden können.»

Wegen Gratis-Onlinelesern benachteiligt

Er erhalte nun oft Rückmeldungen von Abonnenten, die es schätzen würden, dass sie gegenüber den Gratis-Onlinelesern nicht mehr benachteiligt würden. Viele hätten es nicht geschätzt, dass sie 354 Franken für ein Print-Abonnement bezahlt hätten und die Artikel noch am gleichen Tag kostenlos ins Internet gestellt worden seien.

Ob sich dieses Modell langfristig bewähre, müsse sich nun erst noch weisen, sagte Neininger weiter. Negative Begleiterscheinung ist etwa, dass die Zugriffszahlen auf die Website um 30 Prozent abgenommen hat. Dies gilt auch für den Online-Auftritt von Radio Munot, das ebenfalls zum Medienhaus Meier + Cie gehört.

iPhone-Applikation und digitale Sonntagsausgabe

Der kleine Verlag aus der Nordschweiz beschreitet bei den elektronischen Medien auch mit anderen Projekten neue Wege: In den kommenden Wochen wird die SN eine kostenpflichtige iPhone-Applikation auf den Markt bringen. Wie der Onlineauftritt auch sei diese App für Abonnenten gratis und für alle anderen «eher teuer».

Der genaue Preis steht gemäss Neininger noch nicht fest. Im Juli diesen Jahres wagen sich die Schaffhauser an das nächste Projekt: Die SN lancieren eine digitale Sonntagsausgabe ausschliesslich für iPad und iPhone.

Tamedia: Kostenpflichtige iPad-Applikation noch in diesem Jahr

Auch beim Medienkonzern Tamedia macht man sich Gedanken darüber, welche Inhalte künftig gratis sein sollen und welche etwas kosten. Wie ein Sprecher erklärte, werde Tamedia in dieser Frage aber keine Schwarz-Weiss-Entscheidung treffen. Klar sei, dass tagesanzeiger.ch/newsnetz kostenlos bleiben werde, da diese erfolgreich unterwegs sei.

Anders sieht es bei iPad-Applikationen aus, die noch 2011 auf den Markt kommen sollen: Tamedia plant, gewisse Angebote kostenpflichtig zu machen – vor allem jene, die vom Inhalt her näher an der gedruckten Zeitung sind. Damit sich die traditionellen Tages-Anzeiger-Abonnenten nicht übergangen fühlen, will Tamedia zudem die Zahl der Print-Geschichten senken, die gleichentags kostenlos auf tagesanzeiger.ch/newsnetz gestellt werden.

NZZ: Einzelne Artikel kaufen

Auch bei der Neuen Zürcher Zeitung glaubt man an bezahlte Inhalte. «Ich gehe davon aus, dass wir das einführen werden», sagte Chefredaktor Markus Spillmann letzte Woche gegenüber der österreichischen Zeitung Der Standard. Die tagesaktuellen Meldungen, etwa von Agenturen, würden auch in Zukunft gratis bleiben, sagte Peter Hogenkamp, Leiter digitale Medien, auf Anfrage der SDA. Man kläre gegenwärtig, ob und wie man weiterführende Inhalte kostenpflichtig anbieten wolle.

Wie auch Tamedia setzt auch die NZZ nicht auf eine so genannte Paywall, also eine Mauer zu kostenpflichtigen Angeboten. Man prüfe derzeit ein Modell, bei dem der Leser je nach Interesse einzelne Texte kaufen könnte. (SDA)
 

Schaffhauser Nachrichten: Onlineauftritt wird multimedial und kostenpflichtig

RMC Swiss fährt mit Volvo

Volvo Automobile Schweiz und Radio Monte Carlo (RMC) Swiss gehen eine längerfristige Zusammenarbeit ein. Volvo wird Sponsor der Sendung «Monte Carlo Nights».

«Mit unseren neuesten Volvo Modellen sprechen wir eine aktive, urbane und junggebliebene Zielgruppe an», lässt sich Lars Knese, Head of Marketing bei Volvo Automobile Schweiz, in einer Mitteilung zitieren. RMC Swiss sei somit ein idealer Partner. Zur Unterstreichung der Partnerschaft fährt RMC Swiss exklusiv mit Volvo Fahrzeugen.

«Monte Carlo Nights» wird täglich von 19 bis 2 Uhr früh auf Radio Monte Carlo Swiss ausgestrahlt. In der Sendung stehen die Stilrichtungen Lounge, Chill Out aber auch Nu-Jazz, Nu Soul und World Music im Vordergrund.

volvo

(Bildlegende (v.l.n.r.): Sacha Heiniger (PR Direktor Volvo Schweiz), Giuseppe Scaglione (Geschäftsführer RMC Swiss) und Lars Knese (Head of Marketing Volvo Schweiz).)
 

Bertelsmann: Gewinn schnellt in die Höhe

Europas grösster Medienkonzern Bertelsmann hat die Werbekrise endgültig abgehakt. Das Unternehmen fuhr eines der besten Ergebnisse der Firmengeschichte ein.

Nachdem Bertelsmann 2009 mit 35 Millionen Euro Gewinn nur knapp schwarze Zahlen erreicht hatte, schoss das Konzernergebnis im vergangenen Jahr auf 656 Millionen Euro in die Höhe. Damit übertraf der Konzern seine eigenen Prognosen deutlich. Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Hartmut Ostrowski am Dienstag in Berlin sagte. «Getragen wurde diese Entwicklung von der allgemeinen konjunkturellen Erholung, insbesondere in den Werbemärkten.» (SDA)

Bertelsmann steigert Umsatz und Gewinn

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