Autor: admin
Eine Leistung wie beim Spitzensport
Draftfcb/Lowe Group realisierte für die MS-Gesellschaft einen starken Auftritt.
Die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft setzt sich mit zahlreichen Dienstleistungen für die grösstmögliche Selbstständigkeit und Lebensqualität MS-Betroffener ein. Täglich erhält eine Person in der Schweiz die Diagnose MS. Der ganz normale Alltag stellt für die Betroffenen eine immense Herausforderung dar und ist nur mit eisernem Willen und der Hilfe von Angehörigen sowie professionellen Helfern zu bewältigen. Anstelle glamouröser Spitzensportler stehen bei der neuen Kampagne MSBetroffene im Mittelpunkt und überraschen mit starken Statements. Die einzelnen Motive mit Aussagen wie «Aufgeben ist keine Option», «Jeder Schritt ein Marathon» oder «Das Leben ist keine Trainingsstunde» sollen für die MS-Krankheit sensibilisieren und gleichzeitig Betroffenen Mut machen, durchzuhalten. Die Kreativen der Draftfcb/Lowe Group mit ECD Daniel Comte realisierten den neuen Auftritt der MS-Gesellschaft, vom Gestaltungskonzept für Drucksachen über den überarbeiteten Web-Auftritt bis zu den Kampagnensujets. pan


Firmenanlässe mit Grips
Firmenjubiläum, Kundenanlass, Messe – langweiliger ist nur, mit verbundenen Augen einen Stummfilm zu schauen. Das müsste allerdings nicht so sein. Denn Manuel Angelinis «Agentur für Emotion» verwandelt verstaubte Anlässe aller Art in denkwürdige Ereignisse: mit der neuen Quizshow «Supergrips».

WW: Seit zwei Jahren düsen Sie mit den fern-gesteuerten Helldriver-Wagen um die Wette, um Firmenanlässe aufzulockern. Nun gibt es neu die Spielshow «Supergrips». Ist das ein Förderprogramm für Hochbegabte?
Manuel Angelini: Nein, Supergrips ist eine Art Quizshow. Sie funktioniert folgendermassen: Auf eine Leinwand werden verschiedene Fragen projiziert, die die Teilnehmer mit einem Abstimmungsgerät beantworten können. Etwa sechs bis acht Personen bekommen gemeinsam ein solches Gerät. Sie müssen die Köpfe zusammenstecken und diskutieren, um ge¬meinsam eine Lösung auszuwählen. So entwickelt sich sofort ein reger Austausch. An jedem Tisch sitzt eine andere Konstellation von Leuten, die alle unterschiedliches Wissen haben. Sie ergänzen sich gegenseitig. Die Fragen sind kunterbunt, witzig und immer mit einem Augenzwinkern gestellt, zum Beispiel: «Womit bewerfen Frauen in Nordsibirien die Männer zum Flirten? Popcorn, Hühnerkot, Feldschnecken, Eiszapfen.» Eine der Antworten ist tatsächlich richtig. Moderiert wird die Show von Comedymoderator Antonio Caradonna, der die Gäste begrüsst, sie im Umgang mit den Abstimmungsgeräten instruiert und zwischen den Abstimmungsrunden Showeinlagen bringt. Unser Pianist Herr Simonetti untermalt die Fragen ausserdem mit passenden Melodien, ab und zu werden auch die Lieder selbst zum Rätselgegenstand. Und am Schluss gibt es natürlich eine Siegerehrung der schlausten Köpfe.
Welcher Gedanke steckt hinter der Quizshow?
Wir probieren, bei Events die Gäste zu aktivieren. Denn Anlässe haben oft denselben Ablauf: Überlange Ansprachen, geklonte Apérohäppchen und Künstler, die man meistens schon mal irgendwo gesehen hat. An manchen Tischen kommt irgendwann ein Gespräch in Gang, an anderen gibt es extreme Kommunikationsbarrieren, man redet über das Wetter und die Tagespresse. Das wollen wir aufbrechen. Durch die Quizfragen kann sich auch nach der Show ein Gespräch entspinnen – und wenn es über Flirtgewohnheiten ist. Das Eis zwischen den Tischnachbarn ist auf jeden Fall schon einmal gebrochen. Wenn die Gäste einen solchen Einstieg bekommen, man zusammen gelacht und gestaunt hat, gibt das dem Abend einen ganz anderen Verlauf.
Das Ganze klingt nach Trivial Pursuit interaktiv. So ganz brandneu ist die Idee also nicht …
Stimmt, das Konzept der Show ist nichts weltbewegend Neues. Eigentlich kombinieren wir nur eine Abstimmungssoftware mit einer Spielshow. Dennoch gibt es keine Show, die mit Supergrips vergleichbar wäre – und vor allem gibt es keine, die konzipiert wurde, um Firmenanlässe, Präsentationen oder Messen zu beleben und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Woher haben Sie all die Fragen – und vor allem die Antworten darauf?
Die haben mein Geschäftspartner Caradonna und ich während eines dreiviertel Jahres selbst zusammengesucht und zum Teil auch selbst erfunden. Wir haben wahnsinnig viel recherchiert, um den Fragenstock zu verschiedenen Rubriken zusammenzubekommen. Jetzt haben wir rund 300 Fragen. Bucht uns eine Firma, kann sie die Fragen aber auch individualisieren, wir ergänzen gern unseren mit Wunschfragen des Unternehmens. Bei einem Jubiläum könnten wir zum Beispiel Fragen zur Unternehmensgeschichte einflechten, oder bei einem Mitarbeiteranlass Infos über die Mitarbeiter sammeln und daraus Fragen entwickeln, beispielsweise: «Welcher unserer Mitarbeiter war schon einmal auf dem Himalaya?» Wenn wir wissen, an welche Zielgruppe sich der Anlass richtet, stellen wir die Fragen entsprechend zusammen. Bei sehr seriösen Events darf man vielleicht nicht allzu komisch daherkommen, wobei die Leute es eigentlich immer schätzen, wenn mal etwas Unerwartetes kommt und ein Anlass ein bisschen mehr Pfeffer hat als üblich. Solche Events bleiben im Gedächtnis.
Also ist Supergrips für Kunden- und Mitarbeiteranlässe gedacht …
In erster Linie schon. Aber man kann Supergrips auch prima einsetzen für Produktpräsentationen, Werbeaktionen, Marketingveranstaltungen, Preisverleihungen, um Leute an seinen Messestand zu locken oder als Ersatz für langweilige Ansprachen, in denen Informationen präsentiert werden sollen. Warum nicht einmal eine Rede, die mit einem Spiel kombiniert ist? Wissen lässt sich mit Supergrips genauso vermitteln wie durch eine Ansprache, nur bleibt es vermutlich besser im Gedächtnis. Wir haben auch schon überlegt, ob wir Supergrips als öffentliche Spielshow anbieten, zum Beispiel im Casinotheater Winterthur. Die Leute zahlen Eintritt und können dann mitspielen, einzeln oder als Team, ein Spieleabend en gros. Das könnte spannend sein.
Wie sieht es mit Anlässen in eher kritischem Kontext aus? Wäre Supergrips auch geeignet, um bei einem Event anlässlich einer Firmenübernahme die ohnehin angespannte Stimmung ein wenig aufzulockern?
Durchaus, das kann ich mir schon vorstellen. Man müsste allerdings den starken Comedyaspekt der Show und die allzu spassigen Fragen zurücknehmen, damit die Mitarbeiter nicht das Gefühl bekommen, dass das Unternehmen versucht, etwas Unangenehmes lustig zu verpacken. Das ist eine Gratwanderung, für die man Fingerspitzengefühl braucht. Aber Supergrips ist perfekt, um Stimmungen zu erheben, um herauszufinden, wo das Unternehmen steht und wo es Probleme gibt – denn man kann natürlich auch schlicht sachbezogene Fragen stellen, sogar Einzelbefragungen sind möglich. Denkbar wären Fragen wie: «Ist das, was vor der Fusion angekündigt wurde, kongruent mit der Situation jetzt nach sechs Monaten?» Da die Befragung anonym läuft, werden die Leute sicher sehr ehrlich antworten. Man könnte die Show auch in zwei Teile aufteilen. Im ersten stellt man die ernsteren Fragen, die dazu dienen, ein Stimmungsbild zu zeichnen. Im zweiten werden witzige Fragen gestellt und es geht um Spass und Unterhaltung. Es wäre extrem reizvoll, mit Supergrips auch solche kritische Themen anzugehen.
Wie viele Personen können bei Supergrips mitmachen?
20 bis 2'000 Personen aller Altersgruppen. Im Moment besitzen wir selbst 100 Abstimmungsgeräte, bei Bedarf mieten wir weitere dazu.
Wie sind Sie auf die Idee zum Gripsquiz gekommen?
Wir bieten ja schon seit zwei Jahren die Spielshow «Helldriver» an, bei der man mit ferngesteuerten Autos Rennen fahren kann. Helldriver ist wie Supergrips perfekt für Mitarbeiter- oder Kundenanlässe, eignet sich aber auch für Promotionen. Wir haben zum Beispiel die Lancierung des neuen Audi A 1 mit unseren Fahrzeugen begleitet. Nun wollten wir auch noch eine Spielshow fürs Hirn bieten, die genauso viel Spass macht wie Helldriver, und die man ohne grossen technischen und organisatorischen Aufwand in das Setting eines Galadiners oder eines kleinen Mitarbeiterevents einbauen kann. So entstand die Idee zu Supergrips. Natürlich kann man beide Spielshows auch perfekt miteinander kombinieren.
Wie weit im Voraus muss man Supergrips buchen?
Da wir nur wenig technisches Equipment benötigen, sind wir sehr schnell einsatzbereit. Ein Vorlauf von zwei Wochen reicht aus, wenn es nur um reine Unterhaltung geht. Sollen wir für unseren Auftraggeber aber auch noch individualisierte Fragen entwickeln, wäre ein wenig mehr Zeit nicht schlecht. Es ist auch sinnvoll, dass wir erfahren, welches Ziel unser Auftraggeber mit dem Anlass verfolgt und was er überhaupt kommunizieren will. Dann können wir Supergrips auf diese Anliegen abstimmen.
Konnten Sie bereits Anlässe mit dem Spiel beleben?
Ja, nach einem Test mit 30 Freunden und Bekannten, der sehr gut lief, haben wir bereits einen Anlass für eine St. Galler Kanzlei durchgeführt, allerdings ohne Musik und Moderation. Aber auch diese schlanke Version ist bei den etwa 200 Mitarbeitern und Kunden sehr gut angekommen. Es laufen auch schon Anfragen bei Coop und Siemens, die sich sehr interessiert zeigten, Supergrips bei einer Mitarbeiterschulung einzusetzen. Und zwei weitere Unternehmen haben auch schon angekündigt, mal etwas mit Supergrips machen zu wollen. Wir sind sehr gespannt, wie es sich entwickelt.
Und was kostet es, den Supergrips seiner Kunden oder Mitarbeiter zu testen?
Das kommt natürlich darauf an, wie viel firmenspezifische Textarbeit noch gewünscht ist. Die Grundversion kostet pro Anlass um die 7‘000 Franken. Dafür bekommt unser Auftraggeber zwischen 20 und 90 Minuten Unterhaltung, nach Wunsch auch in mehreren Blöcken. Das ist von der Gestaltung des restlichen Abends abhängig. Wird Supergrips mit einem klassischen Diner kombiniert, würde ich zwei Blöcke vor und nach der Hauptspeise empfehlen. Die Show sollte sich auch nicht zu sehr in die Länge ziehen, kurz und knackig ist besser.
Interview: Anne-Friederike Heinrich


Kontakt
Manuel Angelini
Agentur für Emotion
Martinsbruggstrasse 35
9016 St. Gallen
Telefon: +41 71 280 20 92
E-Mail: [email protected]
Internet: www.supergrips.ch, www.helldriver.ch
Werbbewerb.
Die Werbung heute hat sich gegenüber vor 20 Jahren verändert. Vom kreativen, mutigen und exzentrischen Zeitalter sind wir heute in der Angsthasen- und Hosenscheisser-Ära angelangt. Ein Aldi-, Coop-, Migros-Aktionsinserat oder eine C&A-, Vögele-, Manor-Modewerbung und wie hier abgebildet die Autobranche unterscheiden sich nur noch durch den Absender. Machen Sie die Probe.
Chefredaktor verstärkt Yjoo im Bereich Corporate Publishing
Der bisherige Chefredaktor des Unternehmermagazins Leader, Marcel Baumgartner, beginnt per 1. Mai 2011 als Consultant bei der Yjoo Communications. Vor seiner Tätigkeit beim Leader war der Ostschweizer für verschiedene Medienhäuser in der Region tätig.
Bei Yjoo wird Marcel Baumgartner sein Know-how verstärkt im redaktionellen Content-Bereich einbringen, sei es im Offline-, aber auch im Online- und Social-Media-Bereich. Dies teilt die Agentur am Donnerstag mit. Er ist Redaktor und ehemaliger Mitinhaber und Gründer der Wortwerk Medien.
Nach dem Verkauf der Wortwerk an die Metrocomm im Jahr 2008 war Baumgartner in besagtem Unternehmen als Mitglied der Geschäftsleitung sowie weiterhin als Chefredaktor des 2002 gegründeten Unternehmermagazins Leader tätig. Er arbeitete in den vergangenen elf Jahren auch für verschiedene Medienhäuser der Ostschweiz als Redaktor und Koordinator und konzipierte mehrere Online-Newsplattformen.
Bei Yjoo soll Marcel Baumgartner den erfolgreichen Bereich Corporate Publishing weiter vorantreiben, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Neben Geschäftsberichten realisiert und betreut Yjoo für ihre Kunden unter anderem Mitarbeitermagazine, Online-Dialogportale oder auch Blogs.
Previon realisiert die neuen Webauftritte der Axel Springer Wirtschaftsmedien
Nach einer 5-monatigen Projektdauer gingen am 21. März 2011 die drei neuen Plattformen der Bilanz, von Stocks und der Handelszeitung online. Previon realisierte zusammen mit dem Kunden diese Webseiten auf der Basis der Open Source Content Management Plattform Drupal.
Mit dem gleichzeitigen Relaunch der drei Schweizer Wirtschaftsmedien zu einem integrierten Netz für Wirtschaftsnews will Axel Springer Schweiz die Messlatte für die Online Wirtschaftsberichtserstattung in der Schweiz hoch legen. Auf der neuen Website sind neben News, auch vertiefende Berichte und Börsenkurse zu finden, alles verlinkt mit detaillierten Hintergrundinformationen zu den führenden Akteuren im Schweizer Wirtschaftsleben. Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Hinter der Chlus gits au no Lüüt
Schweiz Tourismus und SFLB bringen die Bergler Sebi und Paul erstmals in eine Stadt. Und dies gleich weltweit.
Eigentlich kennen sie bereits zahlreiche Metropolen dieser Welt, denn Sebi und Paul sind als «Steinbrocken-Träger» mit ihrem Film in den vergangenen Monaten von Festival zu Festival gepilgert und mussten dann auf dem Heimweg statt Steinen wohlverdiente Preise schleppen. Jetzt sind die beiden urchigen Bergler wieder Hauptdarsteller in einem neuen Spot. Für die internationale Sommerkampagne von Schweiz Tourismus werben die Bergler für einen Ausflug in die andere Richtung. Im Film von Spillmann Felser Leo Burnett und Michael Fueter besuchen Sebi Küttel und Paul Betschart zum ersten Mal eine Schweizer Stadt. Mit einem alten Rapid fahren die beiden Bergler dorthin und erleben eine ganz andere Welt als ihre gewohnte: Sie besuchen Museen, essen in schicken Restaurants, besuchen die Badi, kaufen Unterwäsche für ihre Frauen und geniessen zu später Stunde ausführlich das Nachtleben – bis sie frühmorgens wieder zurück aufs Land fahren. Wie CD Peter Brönnimann verrät, bewiesen sich der Bergbauer Betschart und Sebi Küttel, der im richtigen Leben bei der Rigibahn arbeitet, zwar als sehr talentierte Schauspieler. Sie mussten aber gar nicht viel mimen. Tatsächlich war der Muotathaler Betschart noch nie im Leben in einer Badi, wie er beim Dreh in Genf gestand. Sebi und Paul wird man in diesem Sommer nicht nur im Städtespot in England, Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Russland und China begegnen. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Schweiz Tourismus und UBS werden sie in zahlreichen Aktivitäten als Protagonisten eingesetzt. Ab Mitte Mai wird man die beiden auch in einem völlig neuen, interaktiven Film auf MySwitzerland.com finden. pan



Ungeschminkter Blick hinter die Oberfläche
By Heart hat für die Annabelle eine Image-Kampagne gestaltet, die auch das redaktionelle Konzept der Frauenzeitschrift visualisiert.
Als traditionsreichste Schweizer Frauenzeitschrift macht die Annabelle seit jeher die Anliegen, die Interessen und die Leidenschaften der Frau zum Thema. Doch inzwischen ist es nicht mehr nur «die Frau», die im Fokus der Annabelle steht, sondern es sind die Frauen in ihrer Vielfalt, ihrer Unterschiedlichkeit, ihren individuellen Lebenskonzepten. Denn wenn die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte den Frauen etwas gebracht hat, so ist es die Möglichkeit, heute viel individueller und uneingeschränkter den eigenen Weg zu gehen. Genau dies will die Annabelle auf ihren Seiten abbilden. Auch mittels einer neuen Werbekampagne, welche verschiedene Frauen und ihre Persönlichkeiten in den Mittelpunkt rückt. Für diese Kampagne entwickelte die Kommunikationsagentur By Heart eine eigenständige Bildsprache, die «den Blick auf die einzelne Persönlichkeit und ihre charakterlichen Eigenschaften lenkt», wie CD Hans Siegwart erklärt.
Internationale Starfotografin
Zur Umsetzung wählte man eine Fotografin von internationalem Ruf, die den Leserinnen der Annabelle bereits bestens vertraut ist: Brigitte Lacombe hat nicht nur immer wieder unzählige Grössen aus Film, Kunst und Politik porträtiert, wie zum Beispiel Barack Obama, Meryl Streep, Bob Dylan oder Martin Scorsese. Brigitte Lacombe hat auch im redaktionellen Teil der Annabelle mit ihren natürlichen, scharf gezeichneten Portraits ihre Spuren hinterlassen. Für Chefredaktorin Lisa Feldmann gelingt es der Fotografin bei ihren schwarz-weissen Aufnahmen besonders, «mehr als nur die schöne Oberfläche der Menschen» vor ihrer Linse abzubilden. Genau das, was auch beim Konzept der Annabelle einer der wichtigen Punkte ist.
Fortsetzung folgt
By Heart hat für den Start der Kampagne vier Portraits ausgearbeitet. Der Mix reicht von einer Grafik-Designerin, einer Mutter, über das erfolgreiche Model Julia Saner bis zur Schauspielerin Sabina Schneebeli. Eine Mischung, die auch der Vielfalt der Leserinnen und Themen der Annabelle gerecht werden will, wie Verlagsleiter Daniel Schnüriger erklärt. Der Claim lautet: «MACHT SIE ZUM THEMA», gross geschrieben, damit «SIE» sowohl die Frau allgemein wie auch die angesprochene Leserin bedeuten kann. Die Kampagne wird noch ausgebaut. Die Anzeigen sollen auf je einer ganzen Seite plakativ wirken. Daneben gibt es Füller. Die Annabelle aus dem Verlag Tamedia hat 303'000 Lesende bei einer Auflage von 70'000. Davon sind 21 Prozent Männer. pan


«Wieso soll ich mir etwas Schönes verkneifen, nur weil ich klug bin?»
Annabelle-Chefredaktorin Lisa Feldmann über die Sache der Frau, Lifestyle, Oberfläche mit Tiefgang und die jüngste Kampagne der ältesten Frauenzeitschrift der Schweiz.
WW: Die Mode ändert regelmässig. Ist der neue Kommunikationsauftritt auch eine modische Anpassung oder wollen Sie mehr verändern?
Lisa Feldmann: Die Kampagnen ändern nie etwas, sondern die Kampagnen sollen im idealen Fall abbilden, was sich im Heft ändert. Unsere Werbung begleitet den Prozess und kommuniziert auf einer anderen Ebene nach draussen, was wir im Normalfall mit dem Titelbild machen. Mit den aktuellen Sujets ist es uns gelungen, eine Imagekampagne zu kreieren, über die wir sagen: «Wer sind wir? Wie fühlen wir uns?» Es war uns sehr wichtig, dass wir dieses Gefühl unseren Leserinnen signalisieren konnten. Diejenigen, welche uns schon lange lesen, sollen sagen können: «Aha, das bin ich, zu denen gehöre ich.» Oder diejenigen, die uns gerade nicht lesen oder nicht mehr lesen oder noch nicht lesen, sollen entdecken: «Ah, das sind die Annabelle-Leserinnen, das ist ja interessant.» Image bedeutet ja nicht Abverkauf, sondern soll Gefühle erzeugen. Ich finde, unsere Agentur By Heart hat ziemlich auf den Punkt gebracht, was wir uns gewünscht haben. Diese Mischung aus grosser Emotion, Sophistikation, Anspruch, IQ, Smartness. Das ist der Anspruch unserer Leserinnen, die sich sagen: «Es muss doch möglich sein, dass ich das alles gleichzeitig haben kann.» Dieses umfassende Lebensgefühl wollen wir mit unserer Annabelle rüberbringen. Wir versuchen dieses Gefühl im Lauf der Jahre immer wieder zu modernisieren. Die Frauen ändern sich, das Leben ändert sich. Und wir ändern uns natürlich auch.
Mit welchen Problemen ist man konfrontiert, wenn man eine Frauenzeitschrift machen will?
Keine Probleme. Wir müssen einfach die Wachsamkeit haben, dass wir in dieser Welt sind. Zum Glück ist das Annabelle-Team total divers. Wir bilden ziemlich genau unsere Leserschaft ab. Alle reden mit, alle bringen sich ein, dadurch auch die Männer, Quotenmänner sozusagen. Wir haben eine Diskussionskultur und eine Themenfindungskultur, die wichtig ist. Zuhören, die Augen offen halten und nicht nur unter uns reden, sondern auch da draussen in der Welt, wo wir unterwegs sind – als Single auf der Suche nach Männern, als Mutter mit dem Problem, dass ich alles gleichzeitig kriegen will. Bei uns finden sich Redaktorinnen in vielen Karriereschritten, kurz vor der Pensionierung ebenso wie kurz nach der Ausbildung. Das ganze Spektrum.
Was ist nun der äussere Anlass für die Kampagne?
Die Kampagne kommt zu einem Punkt, wo wir selber mit dem Heft an einem sehr guten Punkt angelangt sind. Wir hatten das Gefühl, dass wir jetzt jemanden brauchen, der das auch nach aussen mal klarmacht. Damit die, welche unsere Entwicklung nicht mitbekommen haben, mal wieder sagen: «Ha, das ist die Annabelle!»
Der schwarz-weisse Auftritt der Sujets gefällt. Wie ist er begründet?
Mit der amerikanischen Fotografin Brigitte Lacombe haben wir über vier Jahre eine Beziehung aufgebaut. Sie hat viele grosse und wichtige Geschichten für uns fotografiert. Zum Beispiel das Heft, wo wir Frauen über 50 erotisch fotografiert haben. Zum Beispiel Lys Assia, die damals schon 80 war. Das war mein erster Kontakt zu Brigitte Lacombe. Ich hab einfach den Mut zusammen genommen, weil ich sie sehr bewundert habe und gefragt, ob sie das macht. Um es Frauen zumuten zu können, einen solch mutigen Schritt zu tun, musste es eine Fotografin sein, die Klasse hat. Eine, welche die Frauen mit Würde rüberbringt. Brigitte hat den Job ganz toll gefunden und für uns wurde die Idee zu einem grossen Erfolgsheft, das natürlich auch provoziert hat. Daraus ist eine Beziehung entstanden und schliesslich eine regelmässige Zusammenarbeit. Im aktuellen Heft zeigen wir in einer Porträtserie von Brigitte Lacombe, dass Alter eben kein Thema ist. Das jüngste Mädchen in diesem Portfolio ist 13, eine sehr erfolgreiche Bloggerin, die älteste Frau ist 104. Nicht zu vergessen sind unsere Bundesrätinnen. Brigitte hatte in der New York Times gelesen, dass die Schweiz von vier Frauen regiert wird, und mich dann sofort kontaktiert. Wir hatten in Bern kostbare 45 Minuten, wo wir alle vier Ministerinnen gleichzeitig vor der Linse hatten. Und so ist Brigitte Lacombe mittlerweile so etwas wie unsere Haus- und Hoffotografin geworden, mit der wir sehr gerne auch diese Kampagne machen konnten. Wir glauben, dass sie Frauen so rüberbringt, wie wir das auch tun wollen. Eben voller Respekt und mit Blick für die richtigen schönen Seiten einer Frau und nicht die geschminkten.
Sie brachten die vier Bundesrätinnen auf dem Titelblatt: Welchen Stellenwert nimmt Politik in der Annabelle ein?
Die Aufteilung ist klassisch fifty-fifty. Die Annabelle gibt es jetzt 73 Jahre. Als es in den 50er-Jahren losging mit der Sache für die Frau und diese sich aufmachten, ihre Karrieren selber in die Hand zu nehmen, war eine ganz wichtige Begleiterin bereits die Annabelle. Das Magazin ist immer stark frauenpolitisch gewesen bis heute. Immer da, wo es etwas zu tun gibt. Man erinnere sich an unsere Waffengeschichte mit der erfolgreich eingereichten Petition, die wir lanciert haben. Wir haben eine grosse Geschichte recherchiert zum Wahl-Nicht-Verhalten. Das Heft mit den Bundesrätinnen war gleichzeitig das Jubiläumsheft «40 Jahre Frauenstimmrecht». Wir haben eine grosse Umfrage in Auftrag gegeben: Wo waren unsere Mütter damals? Waren die auf der Strasse und haben gekämpft oder war es ihnen egal? Die Annabelle ist vielleicht nicht politisch, sondern gesellschaftlich engagiert. Wir berichten über das, was unser Leben angeht. Das ist das Schöne an der Annabelle: Wir können die Umstände zeigen, unter denen wir leben, und uns gesellschaftlich bewegen – und wir zeigen auch die Schuhe, in denen wir das tun.
Wie geht die Annabelle mit Lifestyle um?
Dieser Aspekt des Lebens ist genauso wichtig. Das Schöne für mich ist, dass es hier keinen Widerspruch gibt. Schweizer Frauen finden das total normal, dass sie sich sehr kritisch und engagiert zu den Themen äussern, die sie angehen, und gleichzeitig für einen Schuh 1000 Stutz ausgeben, wenn sie das Geld dazu haben. Sie finden, das widerspricht sich nicht.
Erfolgreiche Männer können auch einen Sportwagen fahren …
Das sowieso. Aber erfolgreiche Frauen haben immer so das Gefühl, dass es schon reichen muss mit etwas Billigerem. Das ist ein bisschen die Welt unseres Konkurrenzheftes Brigitte. Wir sind in dieser Beziehung viel lockerer drauf. Wieso soll ich mir etwas Schönes verkneifen, nur weil ich klug bin? Ich kann genauso gegen Atomkraft sein und trotzdem mich für andere Sachen begeistern, die oberflächlich und lustig sind. Diese Mischung ist schon sehr speziell. Da bekomme ich auch gutes Feedback aus Deutschland.
Was hebt die Annabelle von Frauenzeitschriften aus Deutschland ab?
So etwas wie die Annabelle gibt es dort im Bereich Frauenzeitschriften gar nicht. Wir haben die Welten von Vogue, Elle, Madame, wo es nur um Mode und Lifestyle geht, dazu noch ein bisschen Kultur. Aber keine Geschichte bitte länger als 120 Zeilen. Weil diese Frauen nur blättern wollen. Es gab mal eine Zeitlang auch in Deutschland eine Marie Claire. Diese hat ein sehr verwandtes Konzept mit unserer Annabelle. Ebenso die englische Marie Claire und eine Zeitlang auch die amerikanische pflegen diesen Stil. Das sind für mich gute Beispiele, welche diese Mischung von beiden Seiten zusammenbringen. Die gibt es aber in Deutschland nicht mehr. Das macht die Annabelle so besonders und viele Kollegen, die für eine Blattkritik zu uns kommen, sagen: «Kommt doch endlich nach Deutschland!»
Wäre das eine Idee?
Der Vertrieb im deutschen Markt ist sehr teuer. Selbst die Süddeutsche Zeitung kann sich keine Sonntagszeitung leisten, weil der Raum zu gross ist. Wir haben 2'000 Hefte in Deutschland und Österreich an den zentralen Kiosken. Das sehen wir als eine Dienstleistung für unsere Schweizerinnen, die gerade im Ausland sind.
Ein anderer Ergänzungsmarkt sind die Männer. Welche Rolle spielen diese beim Konzept?
Wir werden von 21 Prozent Männern gelesen. Ich finde das ein bisschen merkwürdig, weil ich der Meinung bin, dass wir eine Frauenzeitschrift sind. Und deshalb ein anderes Gefühl vermitteln wollen als eine für beide Geschlechter geschriebene SonntagsZeitung. Das finde ich irritierend, wenn das zu nahe aneinanderrückt. Die 20-Minuten-Ausgabe Friday ist bewusst auch für beide Geschlechter konzipiert. Ein solches Konzept stimmt auch bis zu einem gewissen Alter. Die Interessen sind viel deckungsgleicher, vor allem was Mode und Ausgehen betrifft, wenn du jung bist. Irgendwann hast du aber eine andere Art, das Leben zu beobachten. So sehr wir uns als «general interest» unter den Frauenmagazinen verstehen, so wollen wir auch einen Raum für Frauen schaffen. Ich will, dass man das Gefühl hat, du gehst ein bisschen in deine Welt. Der Mann ist mit den Kindern ins Alpamare abgezogen und die Frau hat jetzt Zeit, zwei Stunden lang die Annabelle zu lesen. Immerhin 81 Minuten lesen unsere Frauen uns im Durchschnitt, das ist sehr lang. Das ist die berühmte «me time». Da braucht man schon eine Welt, die aus ein paar Gründen die Männer ausschliesst. Ich will als Leserin spüren: Die reden zu mir und nicht zu jedem und zu allen gleich. Dass mein Mann das auch mitliest und vieles interessant findet, ist schön und gut. Aber zuerst will ich die Annabelle für mich. Interview: Andreas Panzeri
LISA FELDMANN
Seit Mai 2004 wirkt Lisa Feldmann als Chefredaktorin der Annabelle. Die gebürtige Norddeutsche ist die Nachfolgerin von Christa Löpfe. Sie verfügt über reiche Erfahrung im Bereich der Frauenzeitschriften. Lisa Feldmann war zwischen 1992 und 1995 stellvertretende Chefredaktorin von Elle und führte von 1995 bis 1998 die Redaktion der Frauenzeitschrift Cosmopolitan – wo sie sich mit Verleger Jürg Marquard «regelmässig über die richtige Ausrichtung der Zeitschrift stritt». Bis 2000 war sie Ressortleiterin beim Magazin der Süddeutschen Zeitung und gestaltete anschliessend den Relaunch des Magazins Life & Style mit. 2002 wurde sie Redaktorin im Trend-Bund der SonntagsZeitung, nachdem sie zwischenzeitlich als freie Autorin gearbeitet hatte.

Neue Suchmaschinen-Ranking-Faktoren und Panda-Update
Vor Kurzem hat Rand Fishkin (SEOmoz.org) die aktuelle Expertenstudie zu den Suchmaschinen-Ranking-Faktoren publiziert*. Die Auseinandersetzung mit sämtlichen Faktoren lohnt sich für jeden Website-Betreiber.
Social Signals sind für die Suchmaschinen, wie Links auch, Ausdruck für die Reputation einer Website und haben einen hohen Einfluss auf das Ranking. Mit der neuen Google-Funktion «1+» werden die Social Signals noch mehr an Bedeutung gewinnen. Das strukturierte Akquirieren von Social Signals ist eine neue Disziplin der Suchmaschinenoptimierung, die dem Aufbau der Link- Popularität gleichzusetzen ist.
Cherry-Picking zahlt sich nicht aus
Links von Dritten, insbesondere von Websites mit hoher Autorität, haben einen grossen Einfluss auf das Ranking in den Suchresultaten. Wer jedoch ausschliesslich Links von Websites mit hoher Autorität akquiriert hat, kann Positionen in den Suchresultaten verlieren, da die Suchmaschinen Wert auf eine heterogene Link-Popularität legen, die auch Links von Websites mit tiefer Autorität oder von Websites mit «nofollow» Links wie zum Beispiel Wikipedia oder Blogs enthält.
Zu professionelle Verweistexte bringen nichts
Der Verweistext für einen Link (Anchor Text) auf eine andere Website sollte das Keyword, das dem Inhalt der verlinkten Website entspricht, enthalten. Sind die Verweistexte für eine Website ausschliesslich auf genau passenden Keywords aufgebaut und nicht mit URLs oder Firmennamen vermischt, entsteht für die Suchmaschinen der Eindruck, dass hier eine Manipulation vorliegt, was zur Abstrafung führen kann.
«Exact Keyword Domains» verlieren an Bedeutung
Bisher liessen sich mit einer Domain wie www.preise-waschautomat.ch oder www.waschautomat.ch relativ einfach Top-Positionen in den Suchresultaten für Keywords wie «Preis Waschautomat» oder «Waschautomat» besetzen, da die Domain das Keyword bereits enthält. Diese Zeiten scheinen jedoch vorbei zu sein, da die Qualität des Inhalts der Website wichtiger ist als das Keyword in der Domain.
«Quality Score» für den Content
Das Mission-Statement der Suchmaschinen ist, dem Benutzer die bestmöglichen Resultate anzubieten. Um die Qualität der Suchresultate zu verbessern, fährt Google regelmässig Algorithmus-Updates, wie das aktuelle Panda-Update. Beim Panda Update legt Google vor allem Wert auf den «Quality Score» und straft Websites mit schlechtem Content ab. Darum muss der Text einer Website für Top-Positionen in den Suchresultaten folgende Voraussetzungen erfüllen: Für Google enthält ein knapp gehaltener Text zu wenig Informationen für den Besucher. Ein relevanter Text hat einen gewissen Umfang, heisst mindestens 200 Worte. Ein lieblos gestalteter Text ist für die Besucher nicht einfach zu erfassen. Ein strukturierter Text mit Zwischentiteln, Abschnitten und Auszeichnungen ist für die Suchmaschinen u.a. ein Indiz für eine hohe Qualität. Die Suchmaschinen schätzen die konsequente Wiederholung genau desselben Keywords nicht. Keyword-Erweiterungen (z.B. Weiterbildung, Weiterbildungsangebot, Weiterbildungsmöglichkeit) sowie die Verwendung von Synonymen (z.B. Weiterbildung, Ausbildung, Lehrgang, Kurs) erhöhen den Qualitätsfaktor. Das Kopieren von Text von einer anderen Website, wie es z.T. Preisvergleiche, Branchenportale, Empfehlungsplattformen oder lokale Verzeichnisdienste machen, wird von den Suchmaschinen abgestraft. Einige US und UK Sites die auf diesem Prinzip agierten, mussten beim Google-Panda-Update zum Teil massive Rückschläge hinnehmen. Die neuen Ranking-Faktoren und das Panda-Update verdeutlichen, dass sich die Suchmaschinen immer weniger manipulieren lassen und bestrebt sind, ihren Benutzern gute Informationen anzubieten. Daher kommt der grosse Einfluss der Content-Qualität auf das Ranking. Guter Content wird mit Links oder Social Signals verbreitet, was wiederum eine wichtige Voraussetzung für Top- Positionen in den Suchresultaten ist. Für Website-Betreiber heisst das nichts anderes, als stetig an der Aktualität und der Relevanz des Contents zu arbeiten. Imre Sinka *www.slideshare.net/randfish/smx-munich-keynote-mozranking- factors
Gipfelstürmer mit Bodenhaftung
Adrian Schaffner und Christian Sutter haben 2007 die Evoq Communications gegründet und sind mit 15 Leuten jetzt in ein neues Haus gezügelt. An der Ottikerstrasse in Zürich haben sie Pläne und Raum für viele spannende Projekte als «Botschafter unserer Kunden».

Sie wollen das Klischee nicht strapazieren. Aber es sei eben doch so: «Wir sind als Bergsteiger viel zusammen am Seil gehangen. Wir haben beide eine Vorstellung darüber, wie der andere denkt.» Kennen gelernt haben sich Adrian Schaffner und Christian Sutter an der Basler Schule für Gestaltung. Später haben beide bei Interbrand Zintzmeyer & Lux ihr Wissen verfeinert. Seit 2007 leiten sie gemeinsam ihre eigene Agentur Evoq Communications. «Es war aber immer ein Anliegen, dass wir mit unserem Know-how keine ausgetretenen Wege gehen wollen», erklären die beiden Inhaber.
In einer strategischen Analyse haben sie vorab das Konzept für ihre Agentur entwickelt. Diese will vor allem für Kunden aktiv werden, die von ihrer Grösse und Kategorie her vielfältige Bedürfnisse haben. Kunden also, für die sich die Aufgabenbereiche Branding, Corporate Design und Werbung überschneiden, deren Fokus aber klar bei der Marke liegt.
Damit bietet Evoq ihre Dienste in vier Bereichen an. In der Markenberatung werden Analysen, Positionierungen und Strukturen entwickelt. Im Bereich Gestaltung entstehen Corporate-Design-Programme mit Logos, Geschäftsdrucksachen und Manuals. Im Bereich Kommunikation bietet Evoq eine breite Palette von Umsetzungsarbeiten an – vom Geschäftsbericht über die Website bis zu ganzen Kampagnen. Eine vierte Spezialität ist das Informationsdesign. Hier wird zum Beispiel die SBB im Bereich Kundeninformation und Signalethik betreut. Seit zwei Wochen wirken Schaffner und Sutter nun mit einem erweiterten Team auch in grösseren Büros an der Zürcher Ottikerstrasse. Ist mit dem Umzug in ein ganzes Haus jetzt auch der Punkt erreicht, wo die Agentur mit 15 Leuten ihre ideale Grösse erreicht hat? «Das haben wir schon mehrmals gedacht. Wir planen zwar, sind aber als Opportunisten auch immer offen für neue Aufgaben. Aktuell haben wir das Beratungsteam ausgebaut, verfügen aber immer noch über Platz im neuen Haus», sind Schaffner und Sutter voller Optimismus.
Bei der Führung ihrer Agentur verstehen sich beide als «Generalisten, die über vielfältige Erfahrungen verfügen. Wir können nicht alles, aber wir haben gezielt Leute eingestellt, mit denen wir im Team die Kompetenzen aufbauen konnten», erläutern sie ihre Strategie. Susanne Pfäffli als Beraterin kommt aus der klassischen Werbung, der kürzlich neu eingestellte CD Christoph Stalder steht für den hohen Designanspruch der Agentur.
Gründungsmitglied Adrian Schaffner hat zuerst eine technische Ausbildung in der Baubranche absolviert, auf diesem Beruf aber nie gearbeitet. «Ich habe schon früh realisiert, dass mich alles interessiert, was irgendwie eine Relevanz in der Öffentlichkeit hat.» So ist er 1986 als Journalist beim Lokalradio eingestiegen und hat bei Radio Raurach und Basilisk die Pionierzeit des Mediums miterleben können. «Es war ein Eldorado, man konnte alles ausprobieren. Es gab weder Begrenzungen und auch kaum Sendepläne. » Später hat er für den Nebelspalter satirische Texte geschrieben. Auch Fotografie hat ihn sehr interessiert. «Aus Gwunder» hat Schaffner den Vorkurs an der Basler Schule für Gestaltung besucht und dann auch noch einen der begehrten Plätze in der Fachklasse für Grafik ergattert. «Damit wurde die Entscheidung hinfällig, ob ich weiter im Journalismus bleiben soll, wo ich gute Angebote hatte, oder eher in die visuelle Kommunikation gehen will.»
Die Evoq Communications ist eine inhabergeführte, unabhängige Agentur mit Sitz in Zürich. Die Firma wurde 2007 gegründet und ist aus der vorherigen Einzelfirma Sutter Design
Identity hervorgegangen. Die beiden Gründer Christian Sutter und Adrian Schaffner haben je über 15 Jahre Erfahrung in Online-, Print- und 3‑D-Markenführung sowie in Angebotskommunikation. Evoq beschäftigt 15 Mitarbeitende.
Neuer Chefredaktor bei der AZ Limmattaler Zeitung
Die AZ Limmattaler Zeitung erhält am 1. Juni 2011 einen neuen Chefredaktor. Jürg Krebs, der bisherige stellvertretende Chefredaktor, folgt auf Daniel Winter, der Kommunikationsverantwortlicher der Zürcher Gesundheitsdirektion wird.
Jürg Krebs arbeitet seit 1998 in verschiedenen Funktionen erst für das Limmattaler Tagblatt, später dann für die AZ Limmattaler Zeitung. Zur stellvertretenden Chefredaktorin wird Bettina Hamilton-Irvine befördert. Sie lebte fast sieben Jahre in Australien, wo sie einen «Bachelor of Journalism» erwarb und für verschiedene Medien tätig war. Im Oktober 2008 stiess sie zur AZ Limmattaler Zeitung.
Neuer Kunde für Rufener Events
Rufener Events hat sich im Pitch um die Umsetzung der Mini Roadshow 2011 gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Im Rahmen der 360° Image-Kampagne «back to the roots» tourt eine Roadshow durch die ganze Schweiz.
Der Fokus der Kampagne liegt auf der Vermittlung von Emotionen: Mini soll sich als selbstbewusster, avantgardistischer, frecher Brand präsentieren, so die Agentur in einer Mitteilung. Statt Mainstream stehen Andersartigkeit, Lebendigkeit und Farbigkeit im Vordergrund.
Die Roadshow wird im Sommer 2011 durchgeführt.
