Publicis Gruppe kauft GP7 in Brasilien

Die Publicis Gruppe hat die in So-Paulo basierte Werbeagentur GP7 für eine unbestimmte Summe erworben. Der Manager der Agentur, Joao Fernando Vassao, wird an den Geschäftsführer der Publicis Brasilien, Orlando Marques, berichten.

Nach der Übernahme wird die Agentur umbenannt in Publicis Red Lion und als eine Einheit von Publicis Brasilien mit Publicis Worlwide vernetzt. Die ehemalige GP7 wurde 2004 gegründet, wie Campaignlive.co.uk schreibt. Die Agentur biete neben Werbung auch strategische Planung, Media Buying und Marketing Services an. Zu den Kunden gehören CVC Tourismo, Yakult und Car System.

Brasilien soll in diesem Jahr zum sechstgrössten Werbemarkt der Welt avancieren, wie es bei Campaignlive weiter heisst. Bereits heute hat die Publicis Gruppe rund 1‘200 Mitarbeiter allein in Brasilien und ist präsent durch die globalen Netzwerke Leo Burnett, Publicis Worldwide, Saatchi & Saatchi, Viva Ki und MSL Group.
 

Neuer CD bei Euro RSCG Zürich

Seit dem 1. März verstärkt Alexander Holtz als Creative Director Euro RSCG Zürich.

Alexander Holtz studierte Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin und stieg nach dem Studium bei Aimaq, Rapp, Stolle in Berlin als Texter ein. Danach folgten knapp fünf Jahre bei Jung von Matt/Limmat. Zu seinen Kunden gehörten unter anderem Swisscom, Mercedes-Benz, smart, Migros, Rivella International und Ferrero.

 

Presserat: Beschwerde gegen Tagesanzeiger und Blick Online abgewiesen

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde abgewiesen, wonach Berichte von Tagesanzeiger und Blick Online journalistische Richtlinien verletzten. Es ging um die Identifizierbarkeit eines Kindes im Zusammenhang mit einem Strafprozess.

Ende 2010 standen ein 44-jähriger Mann und eine 62-jährige Frau vor dem Zürcher Geschworenengericht. Sie hatten sich wegen schwerer Kindesmisshandlung zu verantworten. Opfer waren die beiden kleinen Töchter des 44-Jährigen. Die jüngere war im Mai 2006 knapp fünfjährig gestorben. Ihre drei Jahre ältere Halbschwester wurde in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben.

Tagesanzeiger und Blick Online nannten in ihren Prozessberichten die Vornamen der Mädchen und erwähnten, dass das überlebende Kind heute in einer Pflegefamilie lebe. Blick Online illustrierte den Bericht mit einem Bild der beiden Kinder, auf dem das Gesicht des überlebenden Mädchens unkenntlich gemacht war.

Laut dem Verein Espoir, der sich für Kinder in Not einsetzt, machte diese Berichterstattung das Kind identifizierbar. Umso mehr, als der Name des Mädchens selten und sein heutiges Alter problemlos abzuleiten sei.

Journalisten-Richtlinien verletzt

Der Verein wandte sich mit einer Beschwerde an den Presserat. Die beiden Medien hätten die Regelung über Identifizierung und spezielle Schutzbedürftigkeit von Kindern in den «Erklärungen der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten» verletzt, machte er geltend.

Der Presserat sah dies anders. Weder die Nennung der Vornamen, noch die Angaben über die heutigen Lebensumstände, noch die einige Jahre alten Bilder mit dem noch dazu unkenntlich gemachten Gesicht erlaubten eine Identifizierung «über den Kreis der ohnehin Eingeweihten» hinaus. Die beiden Medien hätten damit die Richtlinien nicht verletzt. (SDA)
 

Klar: Agentur holt Blogger an Bord

Die Berner Kommunikationsagentur Klar verstärkt sich ab Mai 2011 mit Markus Tschannen. Der 30-Jährige führt einen Blog, twittert und ist auf zahlreichen weiteren Plattformen präsent.

Tschannen besitzt einen Master in Business Administration der Universität Bern und schloss den CAS Corporate Communications des Schweizerischen Public Relations Instituts ab. Vor seinem Wechsel zu Klar war er als Leiter Marketing und Kommunikation beim Berner Software-Entwickler Puzzle ITC tätig.

Tschannen wird bei Klar in der Beratung und Umsetzung von Onlineprojekten und insbesondere im Bereich Social Media tätig sein, wie die Agentur am Dienstag mitteilte. Nicht mehr für Klar tätig ist der langjährige Projektleiter Urs Frieden. Er hat die Agentur Ende März 2011 verlassen und wird künftig für die Kommunikation des Schweizerischen Roten Kreuzes arbeiten.

 

TBS Identity: Online-Portfolio für Fotografen erstellt

Für den Fotografen Geri Krischker hat TBS Identity eine neue Website realisiert. Ein zurückhaltendes, fast schon spartanisches Design mit viel Weissraum stellen die Arbeiten des Fotografen ins Zentrum.

Die speziell für diese Website konzipierte Bildergalerie mit Blätterfunktion soll dabei Lust machen zum Stöbern und Erforschen der über 400 Fotos. Ein Interview mit direkten und authentischen Antworten gibt dem Fotografen Geri Krischker ein Gesicht. Zusätzlich zum öffentlichen Portfolio wurde ein einfaches Bildabnahme-Tool geschaffen, über welche Geri Krischkers Kunden eine Bildserie anschauen, eine Vorauswahl treffen und diese direkt an den Fotografen übermitteln können.

Zur Website: Gkrischker.com.

geri1

Verantwortlich bei TBS Identity: Jürg Neuenschwander (Kommunikationsberatung), Danny Raffanielo (Design/Konzept), Franziska Binz und Kathrin Treml (Webdesign), Matthias Schnüriger (Projektmanagement). Technikproduktion: Highfive.

 

Net-Metrix: Mediapulse übernimmt SRG-Aktien

Die Mediapulse Stiftung für Medienforschung übernimmt per sofort alle Aktien der SRG an der Internetforschungsfirma Net-Metrix. Dieser Schritt soll der immer engeren Verzahnung der Mediengattungen TV und Radio mit dem Medium Internet Rechnung tragen.

Die intermediale Forschung gewinne stetig an Bedeutung, so Net-Metrix. Heutige Anforderungen an die Medienforschung gingen weit über die Betrachtung singulärer Mediengattungen hinaus. Dies erfordere auch neue, den Gegebenheiten angepasste Organisationseinheiten. Mit der neuen Aktionärsstruktur könne Net-Metrix künftig optimal ihre Schnittstellenfunktion zu den klassischen Medien wahrnehmen, lässt sich Verwaltungsratspräsident Jürg Weber in einer Mitteilung zitieren. Neu wird die 2007 gegründete Branchenforschungsorganisation durch folgende Aktionäre getragen: Wemf AG für Werbemedienforschung (Print, Kino, Sponsoring), Mediapulse für Medienforschung (TV und Radio) und Simsa (Swiss Internet Industry Association).
 

Axel Springer Schweiz gründet «Schweizer Wirtschaftsnetz»

Die Onlineauftritte der von Axel Springer Schweiz herausgegebenen Wirtschaftstitel Bilanz, Handelszeitung und Stocks rücken enger zusammen und gründen gemeinsam das Schweizer Wirtschaftsnetz. Die einzelnen Onlinemarken Bilanz.ch, Handelszeitung.ch sowie Stocks.ch bleiben bestehen.

Die optisch und inhaltlich konzeptionell überarbeiteten Websites werden künftig am gemeinsamen Online-Newsdesk redaktionell produziert – an sieben Tagen pro Woche, wie Axel Springer am Dienstag mitteilte. Mit dem Schweizer Wirtschaftsnetz ergänzt der Verlag sein Medienangebot durch aktuelle und Hintergrundinformationen. Zusätzlich sendet Stocks-TV tägliche Börsenkommentierungen. Die drei Onlineangebote sind für Werbekunden zusammen buchbar. Darüber hinaus lassen sich künftig zahlreiche neue Werbeformen integrieren. Mehr Informationen: Axelspringer.ch.

wirtschaftsnetz

SF: Hansjörg Schultz neuer Moderator der «Sternstunde Religion»

Hansjörg Schultz, Redaktionsleiter Religion SRF, wird neuer Moderator bei der «Sternstunde Religion». Neben der Hauptmoderatorin Judith Hardegger wird der 57-Jährige die Sendungen moderieren und weiterhin für die Religionssendungen am Radio zuständig sein.

Schultz studierte Politik, Geschichte und Philosophie und arbeitet seit 34 Jahren zu 100 Prozent als Journalist. Neben Zeitungsstationen in Stuttgart, Hamburg und als Korrespondent am UNO-Sitz in Genf arbeitete Schultz beim damaligen SWF in Baden-Baden und ist seit 1995 bei Schweizer Radio DRS in Basel tätig. Dort leitete er 15 Jahre lang die Redaktion Gesellschaft bei DRS 2, zu der vor allem die wochentägliche Sendung «Kontext» gehört. Seit einem Jahr leitet Schultz die Redaktion Religion bei SRF und ist einer der Moderatoren der DRS 2-Sendung «Musik für einen Gast». Diese Funktionen wird er auch weiter behalten. Die langjährige «Sternstunde Religion»-Moderatorin Brigitta Rotach beendet ihr Engagement bei Schweizer Radio und Fernsehen.

Sein erstes Gespräch führt Hansjörg Schultz mit dem Theologen Norbert Reck am Sonntag, 1. Mai 2011, zum Thema «Wo war Gott in Auschwitz?».

 

Public Relations: Agenturmarkt hat sich 2010 etwas erholt

Der Markt für die PR-Agenturen der Schweiz hat sich im Jahr 2010 stabilisiert. Nach einem Rückgang der Honorarerträge im Jahr 2009 um 9,2 Prozent zeigt die Umsatzerhebung und Marktstatistik des Bundes der PR-Agenturen der Schweiz (BPRA) Anzeichen der Erholung.

Die im BPRA zusammengeschlossenen PR-Agenturen erarbeiteten im Geschäftsjahr 2010 einen Honorarertrag von 67,1 Millionen Franken (Vorjahr 67,7 Millionen Franken). Während der Umsatz um – 0,9 Prozent zurückging, stieg die Mitarbeiterzahl der im Verband zusammengeschlossenen Anbieter demgegenüber um zwei Prozent auf 309. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich die Branche verhalten optimistisch.

In allen Anbieterkategorien gab es Umsatzgewinner und -verlierer. Tendenziell besser halten konnten sich Anbieter, die sich entlang gewisser Branchen oder Angebote spezialisiert haben, wie er BPRA mitteilte. Unter Druck sind die kleineren Agenturen. Der Markt wird weiterhin von den beiden Agenturen Farner Consulting und Burson-Marsteller angeführt (siehe Agenturübersicht). Durch die Neugründung der Agentur YJOO und die Neupositionierung von Grayling (ehemals Trimedia) haben sich die Positionierungen der nachfolgenden Agenturen geändert. Mit Freicom, YJOO, Grayling, Communicators und Furrer Hugi & Partner hat sich ein neues Feld von grösseren Agenturen gebildet.

Die Markttrends zeigten eine verstärkte Nachfrage nach Full-Service Leistungen, so der Verband weiter. Das Projektgeschäft nehme weiter zu und das Nachfrageverhalten bleibe volatil. Eine steigende Nachfrage herrsche vor allem im Bereich der digitalen Kommunikation, im klassischen Reputationsmanagement sowie im Umgang mit öffentlichen Transparenzbedürfnissen und aktiveren Anspruchsgruppen. Obwohl auf Kundenseite vermehrt internationale Ansprechpartner zu finden seien, bleibe das PR-Geschäft der hiesigen Agenturen vorwiegend auf den Schweizer Markt bezogen.
 

Cover gestalten und nach Cannes reisen

Die US-Fachzeitschrift Advertising Age ruft junge Kreative aus aller Welt dazu auf, ein Cover für die Juni-Ausgabe zu gestalten. Der Gewinner reist nach Cannes ans internationale Kreativfestival.

Die Zeitschrift veröffentlicht im Juni jeweils eine Spezialausgabe, die an den Cannes Lions verteilt wird und sich dem internationalen Marketing- und Werbemarkt widmet. Die Gestaltung des Titelblatts schreibt Ad Age dabei im Rahmen des «Global Cover Contest» aus. Teilnahmeberechtigt sind junge Kreative bis 30 Jahre. Einsendeschluss ist der 6. Mai 2011.

Weitere Informationen auf Amiga.adage.com.

adage

(Bild: Das letztjährige Cover. Es stammt von zwei Kreativen der Werbeagentur Grey New Yorker.)
 

Zu guter Letzt: Wenn Männer ihre sanfte Seite zeigen

Harte Schale, weicher Kern – das macht nicht nur Männer unwiderstehlich, sondern auch Cornet-Glacés. Unilever hat die beiden Dinge zusammengebracht. Zum Dahinschmelzen.

Mit einem süssen Teddybär wirbt Unilever für seine Glacé-Kreationen Cornetto Enigma. Die Überlegung: Wenn Männer das Glacé probieren, kommt ihre weiche Seite zum Vorschein. Sie verwandeln sich unverzüglich in einen unglaublich niedlichen Teddybären, mit dem es sich gut kuscheln lässt. Dieser süssen Verführung zu widerstehen, fällt natürlich schwer.

http://www.youtube.com/watch?v=I1jaOafGz3k

Für die europaweite Kampagne zeichnet Lowe + Partner Madrid verantwortlich. Der Spot wird übrigens auch in der Schweiz zu sehen sein.

 

Facebook: «Send»-Button lanciert

Vor rund einem Jahr hat Facebook den «Like»-Button eingeführt, der sich auf anderen Websites einbinden lässt. Seit Montag gibt es einen weiteren Knopf: den «Send»-Button.

Mit dem «Send»-Button sollen empfohlene Websites, Bilder und Videos künftig nicht mehr an alle Kontakte verteilt, sondern gezielt unter ausgesuchten Facebook-Freunden verbreitet werden. Dies teilte Facebook am Montag in seinem Blog mit. Bei einem Klick auf den Knopf öffnet sich ein Fenster, in dem der Nutzer auswählen kann, welcher Gruppe er eine Website empfehlen will, ohne dabei diese verlassen zu müssen. Die Meldung erreicht dann nur die Gruppenmitglieder und nicht alle Personen aus der Kontaktliste. Derzeit ist die Funktion auf rund 50 Websites verfügbar, unter anderem auf der Website der Huffington Post. Weitere werden gemäss Blog-Eintrag in Kürze dazukommen.

Facebook: Expansion à la Google

 

get_footer();