Lang lebe das Abonnement von Orange

Orange nimmt die junge Zielgruppe ins Visier. Eine aggressive Promo-Aktion mit schier unglaublichem Versprechen von Blue Spirit.  

Es ist nichts Neues: Wer die Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen für sich gewinnen kann, profitiert als Marke ein Leben lang. Mit dieser Erkenntis vor Augen startete Orange eine vorsommerliche Promo, mit dem Ziel, neue Kunden in diesem vielversprechenden Segment zu gewinnen. Das Alter wurde dabei noch leicht erhöht. Wer nicht älter als 27 und/oder Student ist und jetzt ein Orange-Abo mit der kostenlosen Orange Young Option abschliesst, behält ein Leben lang äusserst attraktive Konditionen – ganz so, wie wenn man nie älter würde. Daraus resultiert auch das Kampagnen-Motto: «Bleib jung, bezahl nie.»

Die Promo-Aktion aus der Kreation von Blue Spirit bespielt medial das ganze Spektrum: F12-Plakate, Dispenser-Plakate in den ÖV plus natürlich die ganze Palette von BTL-Werbemitteln, welche mittels einer bewährten Message Architecture den Konsumenten in seiner Shopper Journey empfängt, begleitet und zum Abschluss in eines der 76 Orange Center der Schweiz lenkt. Ebenfalls Teil der aggressiven Promo-Aktion ist ein Massnahmenpaket, das in Ausbildungsstätten wie KV und Hochschulen zum Einsatz kommt und dort das Kampagnen- Motto zielgruppengerecht variiert. pan

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AY&R: Verwaltungsratpräsident tritt zurück

An der ordentlichen Generalversammlung von Advico Young & Rubicam Zürich hat Edgar C. Britschgi seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident erklärt. Britschgi war bis Ende 2007 Chairman und CEO der Agentur und seither deren VR-Präsident.

Die Mandate als Verwaltungsratspräsident der Young & Rubicam Holding Zug und als Chairman der Y&R Emea Retail Practice, der international und interdisziplinär tätigen Strategie Unit für den Einzelhandel, führt Britschgi fort. Dies schreibt die Agentur in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Zu guter Letzt: Auch Bullen trinken Kaffee

In Zürich und Bern waren Promotoren, als Bären und Bullen verkleidet, und in schicken Anzügen unterwegs, um Kaffee zu trinken, auf die Swissquote Lounges aufmerksam zu machen und neue Kunden zu gewinnen.

Die schicken Tiere sind von der Agentur Maxomedia eingekleidet worden, um eine umfassende Promotionskampagne umzusetzen und eine Aktion der Swissquote Lounge zu bewerben. In ihren Kostümen sollten sie darauf aufmerksam machen, dass jeder Kunde, der während der zweiwöchigen Promotionsphase in der Swissquote Lounge ein Trading-Konto eröffnete, als Geschenk Swissquote Quant Fonds im Wert von etwa 200 Franken bekomme.

Das Angebot wurde, zusätzlich zu den tierischen Anzugträgern, mit Plakaten und Flyern beworben. Ausserdem laden die Bullen und Bären in die Lounges in Zürich und Bern ein, um neben Beratung, Börsennews und Seminaren  auch einfach einen guten Kaffee zu trinken.

Online läuft noch bis Ende Juni das Swissquote-Börsenspiel. Mit einem fiktiven Startguthaben von 100‘000 Franken können Teilnehmer ein eigenes Portfolio zusammenstellen. Der Spieler mit dem höchsten Gewinn gewinnt ein Trading-Konto von Swissquote im Wert von 10'000 Franken. Das Game wird mit Bannern auf verschiedenen zielgruppenrelevanten Webseiten beworben.
 

Xwall: Neue Lösung für Bandenwerbung

Die Agentur Frontwork hat ein neues System für Bandenwerbung entwickelt: Xwall. Dieses ist auf Stabilität bei jeder Wetterlage und Mobiliät ausgerichtet.

Xwall stehe auf weichen Böden genauso fest wie auf harten Belägen. Die Bandenwerbung trage es auf einer oder beiden Seiten, so die Agentur Frontwork in einer Mitteilung vom Donnerstag. Ausserdem lasse sich die Bandenwerbung ohne Werkzeug schnell und einfach aufstellen.

Die Bandewerbung wird digital – mit Texten und Bildern in satten Farben – bedruckt.
 

Der Motz von Butz: Sunrise klotzt, kleckert aber zugleich

Sunrise hat mit viel Lärm eine neue Werbekampagne lanciert und versucht, mich mit ihrem doppelseitigen Sonnenaufgang zu impressionieren. Viel Lärm um nichts.

Um was es geht, habe ich versucht herauszufinden. Dass Sunrise übersetzt «Sonnenaufgang» heisst, soweit habe ich das verstanden. Warum sie sich «Sunrise» getauft haben, ist mir bis heute nicht klar. Sie hätten sich ja auch «Am Apparat» , «Hallo» oder «Pronto» nennen können. Vielleicht gäbe das mehr Werbestoff her. Aber nein, es heisst «Sunrise», und zu Beginn gabs dafür ja auch mal ein Signet. Jedenfalls besser als das jetzige. Das Ganze stand von Anfang an unter einem merkwürdigen Stern. Die Fusion mit den Orangen hat ja auch nicht geklappt. Und diese Anzeige wird die Welt nicht zum Wechsel bewegen können.

Meine Theorie: Sunrise will mit der neuen Kampagne erzählen, dass sie für mich den ganzen Tag zur Verfügung stehen. So ein Quatsch. Füllen die meinen Weinkeller? Bringen die mir den Kaffee ans Bett? In den letzten Tagen war überhaupt kein Sun¬rise. Es hat nur geregnet. Lesen Sie mal diesen Text aus der Anzeige:

«Der Sonnenaufgang ist immer der Beginn von etwas Neuem. Nichts verbreitet so viel Wärme und Energie, Freude und Optimismus. Wir als Sunrise wollen das, was wir in unserem Namen tragen, auch an unsere Kunden weitergeben. An Kunden, die sich jeden Tag darauf verlassen, dass wir sie bei der Verwirklichung ihrer Ideen, Ziele und Wünsche begleiten mit besten Services, Produkten und Tarifen. Warum wir das tun? Weil wir uns freuen, immer dort zu sein, wo wir die Nähe zu unseren Kunden – und zu unserem Namensgeber – spüren dürfen. Das ist eigentlich alles. Einen schönen Tag.»

Dass man für diese Worthülsen Millionen ausgibt, begreife ich nicht. Da sag ich nur: «Gute Nacht.»

Orange verspricht den Jungen, dass sie lebenslang gratis telefonieren können. Auch die Swisscom ist mit ihrem Rocketman ausgeschossen. Neuestens versucht diese auch wie Orange, irgend welche Symbole an den Himmel zu zaubern. Nur Orange macht ihre Feuerspiele nach Sunrise (Sonnenuntergang), damit man auch etwas sieht.

Die Telekommunikationsfirmen haben ein zu komplexes Angebot aufgebaut. Dadurch wird die Kommunikation darüber zu kompliziert. Den Mut, eine wirklich gute Imagekampagne zu lancieren, haben sie aber nicht. Sonst würde dieses viele Wer¬begeld nicht so kläglich versanden. Kein Telekommunkationsanbieter hat es geschafft, ein Statussymbol zu sein. Im Gegensatz dazu haben es gewisse Handyanbieter geschafft, Status zu vermitteln (iPhone 4 in weiss oder Blackberry). Auch dieser Sonnenaufgang wird daran nichts ändern, und bei ADC wird so was unter dem Tisch landen.

Mein Aufsteller war, dass Frank mir ein Kompliment für meine Kolumne gemacht hat. Nein, nicht der Baumann, sondern der Bodin, bei einem zufälligen Treffen an der Art Basel.

Theophil Butz, einst Starwerber (Zitat Ringier), heute Inspirator und ab jetzt auch noch Motzer. «Nicht eine einfache, aber eine notwendige Rolle, die ich hier alle 14 Tage wahrnehme.» Sachdienliche Hinweise bitte an [email protected].

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Radio 105 auf Platz 3 der meistgehörten Radios

Gemäss einer Studie landet Radio 105 nach 18 Monaten UKW-Betrieb bei den 14-34-jährigen auf Platz drei der meistgehörten Radios der Deutschschweiz. Überprüft wurde die Nutzung der Sender Energy ZH, Radio 1, Radio 105, Radio 24, Argovia, Basel, Basilisk, Energy Bern, Pilatus, Sunshine, Top und Zürisee.

Die Agentur Blue Eyes Marketing führte vom 15. Bis 26. April bei 2‘373 Personen eine Online-Befragung mit strukturiertem Fragebogen durch. Dabei wurden Intensiv-Internet-nutzer aus der Deutschschweiz im Alter von 14-49 Jahren nach ihrem Radiokonsum befragt. Die Studie wurde gemäss Definition der Net-Metrix Base 2010/2 und Net-Metrix Profile 2011/1 quotiert und ist repräsentativ auf die Merkmale Alter und Geschlecht, heisst es in einer Mitteilung von Radio 105.

Radio 105 wird von 534‘394 Personen zwischen 14 und 34 Jahren mindestens einmal pro Woche gehört. Der Jugendsender landet somit beim weitesten Nutzerkreis WNK in dieser Zielgruppe auf dem dritten Platz. Den zweiten Platz belegt Radio 24 mit 645‘971 Hörern und auf Platz 1 findet sich Energy Zürich mit 872‘061 Hörern. Radio 105 hat auf Facebook bereits 21‘454 Fans und landet damit auf Platz 3 aller Deutschschweizer Privatradios.
 

Cannes Lions: Vier Schweizer Shortlist-Platzierungen in der Kategorie Film

Drei Schweizer Agenturen haben es auf die Shortlist in der Kategorie Film geschafft: Saatchi & Saatchi, Spillmann/Felser/Leo Burnett und Contexta.

Die Agentur Saatchi & Saatchi wurde in der Kategorie Film gleich zweimal auf die Shortlist gesetzt, für ihre Kampagne «Otrivin Nasal» von Novartis. In derselben Kategorie wurde Spilmann/Felser/Leo Burnett mit «More than Mountains» für Schweiz Tourismus auf die Shortlist gesetzt. Die Agentur Contexta erhielt eine Shortlist-Platzierung für ihre Kampagne «Lost in Val Sinestra» für Swisscom TV.
 

Vom Netzausfall gelernt

Die Swisscom setzt auf Facebook und möglichst wenige, aber schlagkräftige Präsenzen und betreibt zudem eigene Social Media Tools.

Für Swisscom als ein Unternehmen im TIMEMarkt (Telekommunikation, Information, Medien, Entertainment) stelle sich die Frage eigentlich nicht, ob eine Präsenz auf Social Media richtig sei oder nicht, sagt Patrick Moeschler, der beim blauen Riesen seit Anfang März als Social-Media-Verantwortlicher amtet und für strategische Belange zuständig ist. »Social Media passt sehr gut zu unserer Markenpositionierung», fährt er fort und erwähnt auch die Unterstützung vom Top-Management für das Social-Media-Engagement. So hat Swisscom- CEO Carsten Schloter kürzlich angeregt, es solle an den Arbeitsplätzen aller Unternehmen der Schweiz freien Zugang zu Social Media geben. Für Moeschler ist klar: Über Social-Media-Kanäle einen öffentlichen Dialog zu führen, sei ein Paradigmenwechsel für Unternehmen – sei dieser einmal vollzogen, lassen sich alle nötigen Prozessänderungen daraus ableiten. Operativ wird das Social-Media-Engagement von den einzelnen Geschäftsbereichen selber umgesetzt, da diese sehr viel näher bei den Kunden sind. Doch gehe es nicht darum, die interne Organisation nach aussen abzubilden, sondern sich zu überlegen, welches Bild vom Unternehmen der Kunde erwartet, wenn er nach der Swisscom sucht. So habe nicht jeder Geschäftsbereich automatisch eine eigene Präsenz nach aussen. Abgeleitet aus der Marke, die seit der Neupositionierung im Jahr 2008 als Mono-Brand geführt wird, wolle man über möglichst wenige, aber schlagkräftigen Online-Präsenzen mit den Kunden kommunizieren. «Wir werden auf Facebook deshalb nie zehn Auftritte zu verschiedenen Themenbereichen haben», adressiert Moeschler offenbar interne Begehrlichkeiten. Anders auf Twitter: Weil hier im Gegensatz zu Facebook Inhalte nicht nach Sprachen selektiert werden können, gibt es derzeit 14 Twitter- Accounts in den drei Landessprachen. Das Publikum sei auf Twitter eher themenaffiner, eher älter, eher männlicher als auf Facebook. Moeschler hebt sodann die Swisscom-eigenen Social Media Tools hervor, darunter vor allem Swisscom-Labs. Dank den Labs können Kunden die Produkteentwicklung und -gestaltung bei Swisscom aktiv mitgestalten. So können Beta-Versionen von Produkten getestet werden – viele von Swisscom, aber auch von Drittherstellern. Vor allem können Kunden eigene Produktideen eingeben. So habe man mehrere hundert Produkt- und Verbesserungsideen erhalten, die meisten zu Swisscom TV, und ein paar davon seien schon umgesetzt worden. Swisscom-Labs sei derzeit vor allem in der Szene von IT-Fachleuten bekannt und solle nun breiter kommuniziert werden. Zudem ist die Swisscom auf YouTube mit einem Kanal präsent. Eine Übersicht über alle Social-Media-Engagements findet sich unter www. swisscom.ch/socialmedia.

Rund 30 Mitarbeitende treffen sich regelmässig am internen Social Media Board. Sie alle sind bei den Social-Media-Aktivitäten involviert, wenn auch die meisten nicht zu hundert Prozent. Ein wichtiges Thema sei der Kunden-Support, denn sobald man einen Dialog anbiete, werde dieser von den Kunden genutzt, auch wenn zum Beispiel etwas mal nicht funktioniere. Verglichen mit den jährlich über 18 Millionen Kundenkontakten an der Hotline und in den Swisscom- Shops sei das Aufkommen «noch sehr klein», sagt Moeschler, ist sich aber sicher: «Für Schweizer Verhältnisse sind wir mit der Anzahl Kundenkontakte über die Social-Media-Kanäle auf einem Spitzenplatz. » Verhältnismässig viele Anfragen kommen über Twitter, weil das Publikum in diesem Kanal häufig fachlich versiert sei. Um die hohe Qualität beim Support zu garantieren, werden speziell geschulte Mitarbeitende beim Kundendienst eingesetzt.

Kundendienstmitarbeitende seien Profis im Eins-zu-eins- Kontakt und haben auch das nötige Wissen, um bei technischen Problemen kompetent helfen zu können. Der Ausfall des mobilen Datennetzes im letzten November sei für die Social-Media-Mitarbeitenden «sehr lehrreich» gewesen. Seither habe man die internen Prozesse «stark verfeinert, angepasst und ausgebaut». In Krisenfällen müsse man rasch wieder Goodwill für die Marke aufbauen, indem man möglichst glaubwürdig, schnell, transparent und offen kommuniziere. Auch wenn in solchen Situationen Kunden unzufrieden sind, sind sicherlich über 90 Prozent unserer Kundenkontake auf Facebook «angenehm und auch vom Ton her meist sehr fair», resümiert Moeschler die Erfahrungen.

Geht es um Inhalte, habe man gemerkt, dass Markenthemen weniger gut ankommen als zunächst erwartet. Dafür gebe es bei informativen Themen, wie etwa bei Ankündigungen neuer Smartphones oder anderer Produkte, viele Reaktionen. Die erste Erfolgsmessung in den Social-Media-Kanälen ist recht einfach: Der schlimmste Post sei der mit nur einem Like und keinem Kommentar. Löse man keine Handlung mit seinen Botschaften aus, sei eine Chance vertan, um über die viralen Mechanismen von Social Media verbreitet zu werden. Bei Swisscom gebe es so viele Themen, dass man täglich mehrmals posten könnte. Doch da man mit den Mitteilungen die Kunden persönlich anspricht, sei wichtig: «Es muss eine Botschaft sein, die die User sehen wollen.» So sei die Themenauswahl ein ständiges Herausspüren, was bei den Zielgruppen ankommt und was nicht. Christoph J. Walther

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Wie lange sind AdWords-Kampagnen noch rentabel?

Die Verteuerung der Einschaltkosten erfordert eine genaue Performance-Analyse.

In Deutschland wird die Wirtschaftlichkeit von AdWords-Kampagnen, insbesondere in Zusammenhang mit den stark steigenden CPC-Kosten (Cost per Click), vehement diskutiert. Grund genug, die Entwicklung im Schweizer Markt näher zu betrachten: Die CPC-Kosten sind zwar noch nicht auf deutschem Niveau, die prozentuale Teuerung ist jedoch durchaus vergleichbar. Zu diesem Resultat sind wir auf Grund von Beobachtungen bei unseren Kunden gekommen.

Teuerung im zweistelligen Bereich

Da Google keine Daten zur CPC-Entwicklung publiziert, bleibt uns nichts anderes übrig, als eigene Kampagnen zu analysieren. In Deutschland stellt Explido.de die repräsentativen P-MAXX-Analysen zur Verfügung. Für den Schweizer Markt sind mir keine ähnlichen, öffentlichen Auswertungen bekannt. Darum stützen wir uns auf Beobachtungen bei unseren Kunden. So konnten wir bei einem Kunden aus dem Segment Fahrzeuge im Vergleich Q1 2010/2011 folgendes beobachten:

– Der CPC für Branded Keywords (Suchbegriffe, die die Fahrzeugbezeichnung bzw. den Markennamen enthalten) ist um knapp 50 Prozent auf 0,76 Franken pro Klick gestiegen
– Für generische Keywords wie Familienauto, Leasing oder Probefahrt hat sich der CPC im gleichen Zeitraum um 125 Prozent auf Franken 3,70 pro Klick erhöht.

Die Beobachtung bei diesem und weiteren Kunden zeigt, dass sich der CPC für generische Keywords, die potenzielle Kunden zu Beginn des Entscheidungsprozesses ansprechen sollen, deutlich verteuert hat. Solange immer mehr Unternehmen in Ad¬Words-Werbung einsteigen, wird sich dieser Trend fortsetzen.

Schweizer Kosten noch nicht auf deutschem Niveau

Die prozentuale Preissteigerung des Schweizer CPC ist mit Deutschland vergleichbar. Die effektiven Preise sind (noch) nicht auf deutschem Niveau, wie ein Beispiel zeigt:
– Für das Keyword «Autofinanzierung» lag der durchschnittliche CPC bei 4,40 Euro oder 5,35 Franken (Explido P-Maxx-Studie Juni 2010).
– In der Schweiz liegt der CPC für dasselbe Keyword zurzeit bei 3.10 Franken.
Aus unserer Sicht dürfte sich der Preisunterschied durch die höhere Nachfrage begründen.

Ohne Kontrolle keine Rentabilität

Die massive Verteuerung und die markanten Preis¬unterschiede zwischen branded und generischen Keywords verlangen eine sorgfältige Kontrolle der Rentabilität von AdWords-Kampagnen. Die Teuerung ist jedoch kein Grund, auf AdWords zu verzich¬ten. Vielmehr ist sie Ansporn, die Performance von AdWords-Kampagnen genau zu kontrollieren. Unter anderem sind folgende Fragen zu beantworten:

– Wie performen die einzelnen Keywords in Bezug auf Besuchstiefe, Verweildauer und Absprungrate?
– Welche Keywords (Gruppen) erzielen einen positiven ROI (Cost per Lead/Cost per Order)?
– Welchen Einfluss haben die «teuren» generischen Keywords auf den Entscheidungsprozess? Finden die Konsumenten über diese Keywords zur Marke?

Nur wer die Performance seiner AdWords-Kampagne bis auf die Cost per Conversion kennt, kann sicher sein, dass seine AdWords-Kampagne erfolgreich ist. Die Analyse könnte interessante Resultate an den Tag bringen, die Strategieanpassungen zur Folge haben.
Imre Sinka

P-MAXX Studien: www.explido.de/info-news/downloads/pmaxx/
 

Saatchi & Saatchi: Manor mit Colibris beflügelt

Saatchi & Saatchi hat für die Sommermode von Manor eine integrierte Kampagne mit ManorColibri iPhone App lanciert. Unter dem Motto «Ile secrète» soll die Mystery Dimension der Marke Manor unterstrichen werden.

Die Manor Colibri App steht unter Manor.ch/colibri heruntergeladen werden. Damit kann der Nutzer überall in der Schweiz Colibris von Manor einfangen. Jeder Colibri ist Überbringer einer Promotionsbotschaft. Die App ist entsprechend langfristig angelegt und wird die Manor Kundinnen und Kunden über den Sommer hinaus weiterbegleiten, so die Agentur in einer Mitteilung.

Für die Kampagne hat Saatchi & Saatchi neben der iPhone App auch einen 68-seitigen Katalog, Inserate, Plakate, Online-Banner, eBoard und diverse POS Umsetzungen entwickelt.

Verantwortlich bei Manor: Roman A. Müller (Marketing Direktor), Maya Hitz (Leitung Kommunikation und Media), Ursula Steiner (Head of Art Creation), Noemi Schmid, Anne Porschien (Art Creation), Nicole Calegari (Projektleitung), Sabina Hollenstein, Corinne Aebischer (Assistenz). Verantwortlich bei Saatchi & Saatchi: Jürg Aemmer (Creative Direction), Jota Ziogas, Chantal Ehrensperger, Urs Althaus, Wolfram Scherer, Anna Esposito (Kreation), Beatrix Eichenberger, Claudio Lurati, Fabian von Rechenberg (Beratung), Pascal Schaub (Strategie), René Berzia (DTP), Numa Schmeder, Philip Mattei, Silvio Coco (App-Entwicklung/-Programmierung), Detail AG (Bildbearbeitung und Lithografie).
 

Die Rückkehr des verlorenen Kunden

TradeDoubler launcht die nächste Generation Retargeting. Geschäftsführerin Catrin Rubenson erklärt die neue Technik.

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WW: Was bietet die neue Lösung von TradeDoubler für Retargeting?
Catrin Rubenson: Unter Retargeting versteht man das erneute Ansprechen von bestimmten Nutzergruppen. Üblicherweise werden Besucher markiert, die ein Online-Angebot besucht haben, sich bestimmte Produkte oder Angebote angesehen oder einen Kaufvorgang abgebrochen haben. Die markierten Benutzer können anschliessend auf von uns vermarkteten Webseiten mittels Retargeting identifiziert werden. Dann sprechen wir sie noch einmal an, und zwar mit auf den Benutzer zugeschnittenen Bannern. Das heisst, wenn ein User zum Beispiel auf eine Website von Adidas gegangen ist, dort Basketballschuhe angeschaut hat, die Bestellung aber nicht abgeschlossen, wissen wir: Dieser User hat Interesse an diesem Produkt. Nun wollen wir ihn noch einmal zum Kaufprozess zurückholen. Das ist die Zielsetzung von Retargeting. Es muss nicht konkret Verkauf sein. Auch User, die zum Beispiel Reiseangebote betrachtet haben, bekommen von uns weitere Infos und Werbemittel, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Diese bekommt er, wenn er wieder einmal in irgendeinem anderen Umfeld unterwegs ist.

Was ist daran neu?
Dass man den User jetzt noch ein bisschen näher verfolgen kann. Mit unserer Technologie ist es möglich, einen Benutzer beim Besuch einer anderen Webseite aus dem TradeDoubler-Netzwerk zu identifizieren und ihm unmittelbar spezifische Angebote des ursprünglichen Werbekunden zu zeigen. Dazu kann man ihn bei diesem zweiten Kontakt vielleicht 20 Prozent Rabatt anbieten.

Wird die Technik auch von Konkurrenten angeboten?
Das ist eine Technologie, die andere Firmen auch anbieten. Bei uns ist speziell, dass wir in der Schweiz eine Reichweite von mittlerweile 80 Prozent haben. Der Konsument bewegt sich auf vielen Webseiten im Monat. Das ist das Attraktive an unserem Angebot, dass wir ihn auf mehreren Plattformen erreichen können. In unserem Netzwerk finden sich mittlerweile 15'000 Websites aus der Schweiz. Darunter findet sich alles vom kleinsten Unternehmensportal bis zu grossen Medienportalen wie NZZ, Blick, Top Reisen, Shopping-Sites oder auch Dienstleister im Bereich Virtual Currency, die sehr am Wachsen sind.

Gibt es bereits erste Erfahrungen von Kunden?
Wir wissen, dass es einen wesentlichen Impact hat. Zu konkreten Case-Studies dürfen wir keine Zahlen veröffentlichen. Studien haben aber bewiesen, dass gezielt zurückgeholte Kunden bis zu 70 Prozent häufiger zum Abschluss eines Kaufs bereit sind als nicht erneut angesprochene Endkunden. Zudem wurde eine durchschnittliche Steigerung der Kaufsumme um 50 Prozent im Vergleich zu Endkunden mit unspezifischer Werbebanner-Präsentation vermerkt.

Wie reagiert ein TradeDoubler-Kunde in ihrem Netzwerk, wenn sie seine Kontakte noch einmal zurück zur Konkurrenz holen?
Konkurrenz belebt. Wir arbeiten zum Beispiel in der Telecom-Branche mit allen Anbietern wie Swisscom, Sunrise, Orange oder Cablecom zusammen. Es ist für alle Partner am Ende fruchtbar.

Welche Materialien muss ein Kunde zur Verfügung stellen, wenn er von dieser neuen Technik profitieren will?
Er muss nur attraktive Angebote im Shop haben und gute, aber einfache Werbemittel. Diese müssen vom Konsumenten schnell lesbar sein – mit einem deutlichen Angebot, das visuell erfasst wird, bevor er vielleicht weiterklickt. Nicht zu komplex, son¬dern reduziert. Die Aufmerksamkeit des Konsumenten im Web zu bekommen ist schwierig. Da muss man versuchen, seine Botschaft möglichst kurz und bündig zu kommunizieren.

Wie präsentiert sich die Idee bei Mobile-Kampagnen?
Wir haben jetzt die Technologie erweitert. Der User, der im Mobile surft, bekommt ebenfalls Werbung von uns geliefert. Ein iPhone-Kosument kann die gleiche Werbung bekommen wie ein Internet-Konsument. Das ist ein neuer Kanal, aber es funktioniert genau gleich.
Interview: Andreas Panzeri

 

Neue Logos für Post Finance und Post Auto

Die Schweizerische Post hat die Logos von Post Finance und Post Auto angepasst. Damit sollen die beiden Bereiche einen eigenständigeren Auftritt in ihren jeweiligen Märkten erhalten.

Die Dachmarke «Die Post» bleibt unverändert. Erfolgen würden die Anpassungen im Hinblick auf die anstehenden Umwandlungen der Post und der Post Finance in Aktiengesellschaften. Dies schreibt die Post in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Die beiden Markenlogos werden künftige auf den Dachmarkenzusatz «Die Post» verzichten und sollen so eigenständiger und prägnanter werden. Die Zugehörigkeit zur Post-Gruppe wird durch das Schweizer Kreuz sowie gleiche Schrift- und Farbwahl gekennzeichnet.

Der neue Auftritt wird schrittweise ab Sommer 2011 bis 2013 umgesetzt.
 

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