Tiefpreisgarantie mit Stil angeboten

Jung von Matt/Limmat fährt mit der neuen Kampagne für M-Budget eine neue Strategie und bewirbt nicht mehr die einzelnen Produkte, sondern inszeniert witzige Events für verschiedene Zielgruppen.

Die Werbung für M-Budget-Produkte fährt mit einer neuen Strategie. M-Budget bewegt sich weg von der Einzelproduktwerbung «hin zu zielgruppengerechten Events», erklärt Alexander Jaggy, Executive CD bei Jung von Matt/Limmat. Deshalb sind in den Sujets der eben angelaufenen Kampagne Objekte zu sehen, die sich jeweils aus den verschiedensten M-Budget-Produkten zusammensetzen. Es gibt aber für alle in die Collage integrierten Produkte eine sinnvolle Verwendung rund um Themen wie Party, TV-Abend oder Ausflug. «Jedes Produkt, das in den Plakaten vorkommt, gibt es nirgends günstiger in der Schweiz», ist dabei die Tiefpreisgarantie. Falls doch, kann man das über ein Kontaktformular auf M-budget.ch melden – dann werden die Preise umgehend angepasst. Aktuell sind über 500 Artikel im Sortiment. Seit 1995 ist M-Budget gemäss Brand Asset Valuator «die grösste Aufsteigermarke» der Schweiz und gehört zu den Top Twenty der helvetischen Marken. Von der Milchschokolade und dem Magerquark zu Beginn hat sich das Sortiment heute über die Lebensmittel hinaus bis zu Handys, Velos oder Mobility-Autos erweitert. «M-Budget hat Erfolg, weil die Linie kein Schnellschuss ist. Sie wurde lanciert, als noch nicht so viele Leute ans Sparen dachten und auch noch keine ausländischen Billiganbieter ins Land drängten. Das Sortiment hatte deshalb Zeit, langsam zu wachsen», meint M. pan

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APG erneut mit besserer Umweltbilanz

Die APG hat 2010 ihre Umweltbelastung gegenüber den Vorjahren weiter gesenkt. Im Öko-Rating 09/2010 der Zeitschrift Bilanz hat das Unternehmen in der Schweizer Aussenwerbung den 17. Rang belegt und führt damit bei den Medienunternehmen die Rangliste an.

Im Juni 2011 hat die APG ihren jährlichen Umweltbericht publiziert. Darin zeige sich, dass die Energieeffizienz stetig zunehme, und die Umweltbilanz sich von Jahr zu Jahr verbessere. Dies schreibt die APG in einer Mitteilung. Anteilsmässig würden Verbesserungen in den Bereichen Strom und Verkehr zum guten Resultat beitragen. Die Umweltbelastung, verursacht durch den Stromverbrauch, habe seit 2006 um 50 Prozent und beim Verkehr um 20 Prozent abgenommen.

Insgesamt weist das Unternehmen 2010 erneut eine bessere Umweltbilanz auf als in den Vorjahren. Zur positiveren Ökobilanz trage auch ein umweltbewusster Einkauf der Energie für die Leuchtwerbung bei. Die Reduktion im Bereich Verkehr sei auf die konsequente Beschaffung und Nutzung von Erdgas- und Hybridautos zurückzuführen, so die APG weiter. Das Unternehmen verfüge mit 160 Fahrzeugen über eine der grössten Eco-Flotten der Schweiz.

Man habe das Ziel, 100 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbarer Energie zu decken, so René Fanchini, APG-Umweltverantwortlicher. Für die Werbeflächen sei dies bereits erreicht. Bei den Gebäuden fehlten noch knapp 50 Prozent. Spätestens ab 2012 würde man aber auch bei den Gebäuden auf Strom aus Wasserkraft umstellen.
 

Flop der Woche: PR-Rat ermittelt gegen Cannes-Sieger Jung von Matt

Die Agentur Jung von Matt ist in Cannes mit einem goldenen PR-Löwen ausgezeichnet worden. Nun besteht der Verdacht, dass in dem Fall gegen das Transparenz-Gebot verstossen wurde.

Der Deutsche PR-Rat ermittelt. Dieser Grundsatz besagt, dass der Absender einer PR-Botschaft erkennbar sein muss. Auch Online-Aktionen bilden keine Ausnahmen. Gemäss Wuv.de befasst sich nun der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR), das Selbstkontrollorgan der PR-Branche, aktuell mit dem Mercedes-Case «Tramp a Benz» von Jung von Matt. In diesem Fall sei der Blog des Trampers und Performance-Künstlers Stefan Gbureck erst nach der Identifikation durch die Webgemeinde und die Intervention von Bloggern «enttarnt» worden. Um zur Mercedes-Agentur Jung von Matt, welche die Webpräsenz registriert hatte, zu gelangen, ist eine Abfrage der Internet-Domain nötig. Bereits am 14. Februar habe eine Anhörung der Agentur zu Case «Tramp a Benz» stattgefunden, also noch vor dem Cannes-Einsendeschluss, wie Wuv.de weiter schreibt. Eine Stellungnahme von Mercedes- Benz zu dem Fall stehe bislang noch aus, bestätigt der DRPR-Präsident Richard Gaul.

Lusso geht auf PR-Tour: «Rette mit Max das Königreich»

Lusso hat für diesen Sommer eine PR-Aktion lanciert, die Kinder zum Bewegen animieren soll. Die Aktion mit Max, dem Helden aus der gleichnamigen Super TL-Zeichentrickserie ist von Anfang Juni bis Ende August in über 40 Schweizer Badis unterwegs.

Die Lusso Spielaktionen, unter dem Patronat von Löwe Max, sind Abenteuer-Spiele, bei denen Max Unterstüt-zung vieler Kinder erhalten soll. Um das Böse zu besiegen, lernen die Kinder bei spannenden Spielen die vier «Fähigkeiten des Lichts»: Geschwindigkeit, Konzentration, Stärke und Teamgeist – beispielsweise mit dem Max-Tanz, der aus einfachen Kung Fu Elementen besteht und für alle Kinder leicht nachzutanzen ist, so die Agentur in einer Mitteilung.

Die Spielaktionen starten jeweils um 11 Uhr und dauern je nach Öffnungszeiten der Bäder bis 18 oder 19 Uhr.
 

Israelkritisches Plakat: Bundesgericht gewährt SBB Schonfrist

Die SBB muss ein israelkritisches Plakat im Zürcher Hauptbahnhof laut Bundesgericht vorerst nicht aufhängen. Die Richter in Lausanne haben der Beschwerde der Bundesbahnen gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts die aufschiebende Wirkung erteilt.

Das umstrittene Plakat war im März 2009 im Auftrag eines Mitglieds der Aktion Palästina-Solidarität zunächst an mehreren Stellen des Hauptbahnhofs ausgehängt worden. Nach drei Tagen veranlasste die SBB die Entfernung, nachdem sie auf den politisch brisanten Inhalt aufmerksam gemacht worden war.

Das Plakat richtet sich gegen die Siedlungspolitik Israels und enthält den Satz «Israel: mit Gewalt errichtet auf dem Boden der Palästinenser» und den Aufruf «Unrecht verlangt Widerstand!». Das Bundesverwaltungsgericht verpflichtete die SBB im vergangenen März auf Beschwerde der Initiantin, den Plakataushang zu bewilligen. Dieses Urteil zog die SBB ans Bundesgericht weiter. Die Richter in Lausanne haben der Beschwerde nun die aufschiebende Wirkung erteilt. Das bedeutet, dass die SBB das umstrittene Plakat erst im Fall ihres definitiven Unterliegens aufhängen muss.

Laut Gericht besteht für die SBB ein vorrangiges Interesse daran, bis zu einer endgültigen Klärung der Rechtslage zur kommerziellen Nutzung von Bahnhofswänden noch nach ihrem bisherigen Reglement verfahren zu können. Dagegen betreffe der Aushang des umstrittenen Israel-Plakats keine kurzfristige Tagesaktualität. (sda)
 

Belugas Frauchen

Nadine Geissbühler arbeitet als selbstständige Designerin und hat für sich eine erfolgreiche Nische mit etwas anderer Grafik gefunden. Ihre Ideen pendeln zwischen Zürich und San Francisco, wirken mal süss und mal salzig und sind vor allem im Bereich Musik bis ins kleinste Detail verspielt – und trotzdem immer sehr plakativ.

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Als junges Mädchen hat sich Nadine Geissbühler noch dagegen gewehrt, in die beruflichen Fussstapfen ihres Vaters Domenic Geissbühler zu treten. Während ihrer Zeit im Gymnasium ist das Interesse an Kunst und Design aber immer mehr erwacht. «Meine Bestnoten waren jeweils im Bereich Heftführung zu finden. Titel zeichnen, Fotos verschönern …» Schliesslich ist Nadine heimlich zur Aufnahmeprüfung an der «Kunschti» angetreten, hat den Vorkurs absolviert und war sich dann sicher: «Auf diesem Weg will ich weitergehen.» Heute wirkt sie als selbstständige Designerin im Corso- Haus am Zürcher Bellevue und beschäftigt zwei Mitarbeiterinnen. Während ihrer damaligen Ausbildung an der HGKZ konnte Nadine Geissbühler in New York auch ein Praktikum beim Graphis Verlag und bei Massimo Vignelli Associates machen. Dort hat sie den Schweizer Designer Peter Vetter kennen gelernt. «Das war eine sehr wichtige Zeit. Erst durch diese Einblicke habe ich wirklich verstanden, was Grafik, Werbung und Design bedeutet. Und vor allem: Was es mir persönlich bedeutet.»

Lehr- und Wanderjahr in Barcelona

Weil die Stimmung bei den jungen Studierenden in der Fachklasse zu ihrer Zeit eher «anti Werbung» war, wollte es Nadine Geissbühler schon nach der Schule etwas genauer wissen und entschloss sich zu einem Jahr Festanstellung bei Publicis. Aus dem geplanten einen Jahr wurden schliesslich fünf und der Assi wurde schliesslich zum AD. Was für andere eine Erfüllung wäre, machte aber Nadine Geissbühler nicht sonderlich glücklich. «Als AD in einer Grossagentur durfte ich zwar viele Konzepte schreiben und lernte auch mal richtig gross zu denken, doch ich musste auch viel die Arbeit der anderen organisieren und vor allem delegieren.» Sie hingegen wollte sich lieber hinter dem Computer verstecken und im Stillen «grümschelen ».

Nach ein paar Monaten in der neuen Verantwortung wollte sie deshalb weg. Allerdings gab es noch keine konkrete Alternative. «Um mich wirklich zu lösen und den Kopf zu lüften, bin ich dann für ein Jahr nach Barcelona.» Dort hätte es auch «etwas völlig Neues» sein können. Als aber das Lernen der Sprache als Beschäftigung nicht mehr herausfordernd war, hat sich Geissbühler nach ein paar Wochen wieder einen Computer gekauft. Das Mascotte in Zürich wollte ein neues Gesicht und von ihr die Programme, Flyer, Konzertplakate etc. gestalten lassen.

«Dieser Auftrag war als Einstieg super. Ich hatte Zeit, konnte vieles ausprobieren. Weil das Leben in Barcelona damals sehr günstig war, konnte ich von diesem einzigen Kunden leben. Es machte auch Spass, sich sehr intensiv über Tage hinweg mit nur einer Aufgabe zu beschäftigen. Manchmal kam ich tagelang nicht aus dem Haus», erinnert sie sich.

Zudem war das Arbeiten allein in einer fremden Stadt eine gute Lebensschule. «In der Agentur hatte jeder seinen genau definierten Job. Jetzt musste ich mich und alle meine Zulieferer selber organisieren. Ich konnte das aber völlig stressfrei lernen, denn es wartete kein grosses Team auf neue Budgets.» Weil sie selbstständig bleiben wollte, entschied sie sich zur Heimkehr. «Als unbekannte Ausländerin in Spanien wäre das ein sehr steiniger Weg geworden. Ich wäre wohl früher oder später wieder als Angestellte in einer Agentur gelandet.»

In Zürich konnte sie einen Raum im Büro ihres Vaters mieten. Direkt über dem Club Mascotte am Bellevue betreut sie seither diesen ersten Kunden weiter – «jetzt aus nächster Nähe, aber mit viel grösseren Fixkosten», lacht sie. Dank ihrer Kontakte aus der Werbung lernte sie bei der Agentur Walker den heutigen CEO der Firma Kern & Sammet Hans Beer kennen. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und der Beer wusste, dass er mit seiner Marketingstrategie für Kern & Sammet mit der Geiss zusammenarbeiten will. So entwickelten die beiden in den letzten Jahren diverse neue Produkte und verliehen der bis anhin sehr tiefgekühlten Welt ein warmes, charmantes und kokettes Gesicht. Der kleine Schokoladenkuchen heisst drum «Chocolate Kiss» und der gefüllte Brezel «Kaiser-Brezel» und trägt einen Schnauz. Auch mit den Sprachen wird ziemlich verspielt umgegangen und so findet man Namen wie «La petite Fraise classique», «Panino Power», «Spicy Buns» im deutschsprachigen Katalog. «Produkte, die mit so viel Liebe gemacht sind, sollten mit ebenso viel Herz verpackt und gegessen werden» meint Geissbühler. So kommts, dass die Verpackungen und Produkte von Hand illustriert sind und die einst tiefgekühlte Marke zum Lovebrand machen. Schliesslich kann man ohne Liebe nicht essen und ohne Essen nicht lieben. Oder etwa schon? Auf jeden Fall fand auch der ADC Schweiz Gefallen an den Kreationen, ehrte sie 2010 mit Bronze und dieses Jahr mit einer Shortlist.

Einsatz für Spezialaufgaben

Die anfängliche Durststrecke als Ein-Frau-Unternehmen war bald überwunden, als die Mundpropaganda Nadine Geissbühler ständig neue Aufträge brachte. Dank den Kontakten aus früheren Jahren wird sie oft als Freelancerin angefragt. Zu ihrer Freude aber nicht als «Feuerlöscher» oder Aushilfe, sondern für Aufgaben, welche die Agenturen nicht selber gestalten wollen. «Spezialjobs, die einen etwas anderen Ansatz verlangen. Das ist für mich eine sehr angenehme Position.»

Eine dieser Anfragen kam kürzlich von Spillmann Felser Leo Burnett. Deren Kunde Emmentaler sponsert das kommende Musical «Käserei in der Vehfreude». Als Bildsujet musste dazu ein «Scherenschnitt » auf einem grossen Käselaib die wichtigsten Szenen der Geschichte von Jeremias Gotthelf darstellen. Ein Job, der tatsächlich den Ausdruck «Traumjob » verdient, war die Anfrage von Publicis für das Bemalen eines Flugzeugs. Um die frisch in den Flugplan aufgenommene Strecke Zürich–San Francisco der Swiss zu bewerben, schlugen die Kreativen bei Publicis vor, einen Airbus im Stil eines alten Hippie- VW-Busses zu stylen. CD Peter Rettinghausen erinnerte sich dabei an ein Cover, das Nadine Geissbühler für das Künstlerbuch «Claude Martin» – ein Abschiedsgeschenk für den Publicis-CD – in einem ähnlichen Stil gestaltet hatte.

«Ich bin noch nie mit so viel Ehrfurcht von einem Briefing zurückgekehrt», erinnert sich Geissbühler an den hochfliegenden Auftrag. Keiner wagte wirklich daran zu glauben, dass die Verantwortlichen bei Swiss diese Idee tatsächlich absegnen würden. Beim Recherchieren zeigte sich schnell, dass es nicht darum geht, eine Fläche zu bemalen, sondern auf die Form des Fahrzeuges einzugehen. So wird ein Fenster zur Blume, der Scheinwerfer ein Auge, die Tür zum Mund und aus der Frachttür wurde schliesslich ein Rieseneuter einer Kuh, welche natürlich auch Swiss fliegt.

Am Boden bleiben mit Swiss

400 Kilogramm schwer ist jetzt die 3M-Folie, die noch bis September über den Atlantik pendelt. Gemäss den ersten Entwürfen wäre die Hülle noch einiges schwerer geworden. «Ich habe aber schnell realisiert, dass ich neben der farbigen Bemalung auch noch genügend Raum für das typische Weiss der Swiss lassen musste. Wichtig war auch die Einsicht, dass die vielen Details nicht zu klein sein dürfen. Das Flugzeug wird nur aus grosser Distanz gesehen. »

Nach der Abnahme des verspielten Werks und einem ADC-Würfel in Silber dachte Nadine Geissbühler für einen kurzen Moment sogar ans Abheben. «Einen solchen Auftrag kann man nicht mehr toppen!» Inzwischen ist sie wieder auf dem Boden angekommen, hat den Gutschein für einen Swiss- Flug nach Wahl immer noch nicht eingelöst und versteckt sich weiterhin hinter ihrem Computer. «Obwohl mein Vater sich ganz anderer Arbeitsweisen bedient, haben wir eines sicher gemeinsam: Wir arbeiten noch viel von Hand. Bei uns im Atelier wird viel geschnipselt, geklebt, kopiert, gemalt und zerrissen. Der Computer ist sicherlich mein bester Helfer, doch denken kann er nicht. Leider!» Und auf einer Linie folgt die Tochter ganz konsequent ihrem Vater. «Ich bilde auch Lehrlinge aus. Eine alte Familientradition. Ich will etwas zurückgeben. Das ist meine gute Tat. Wenigstens eine …», meint sie. Aber Hündin Beluga unter dem Pult schüttelt verneinend ihren Kopf. Das gute Tier weiss: Da sind auch noch ein paar andere Sachen. Andreas Panzeri
 

Gefährliche Liebschaften

Von DSK zu Kachelmann: Mit der Unterstützung der Medien missbrauchten die Mächtigen den Schutz der Privat­sphäre. Jetzt brechen die Dämme. Gastkommentar von Jürg Altwegg, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Genf.

In keinem anderen Land der ersten Welt sind so viele Starjournalistinnen mit Politikern verheiratet wie in Frankreich. Auf der linken Seite des politischen Spektrums ist diese Form der Ehe aus Gründen der ideologischen Affinitäten noch ein bisschen stärker verbreitet als im bürgerlichen Lager. Nur kurzzeitig war Nicolas Sarkozy nach seiner Scheidung – von Cecilia – mit einer Journalistin des konservativen Figaro liiert. Den Chefredakteur von Paris Match kosteten Sarkos Turbulenzen den Job: Er hatte Cecilia mit ihrem neuen Partner aufs Titelblatt gehievt. Der Gehörnte – damals noch Innenminister – gewann die Wahl, weil Cecilia zur Wahrung des Scheins nach Hause zurückgekehrt war. Dann tröstete sich Sarkozy mit Carla Bruni. Die Sängerin mit den vielen linken und intellektuellen Ex-Lovern ist im Elysée zur treu liebenden Präsiden¬tengattin geworden und hat sich vom linken Kuchen und Mainstream verabschiedet. Jetzt sorgt die First Lady, die in Woody Allens herrliche Hommage auf Paris eine Nebenrolle bekam, dafür, dass im Elysée erstmals seit der Vierten und Fünften Republik Nachwuchs erwartet wird.

Während der gefährlichste Rivale im Wahlkampf in New York vor Gericht steht: angeklagt der Vergewaltigung eines schwarzen Zimmermädchens. Auch DSK ist mit einer prominenten ehemaligen TV-Journalistin verheiratet. Eingeschlagen hatte es, als sie ihn zu Hause für Europas grössten Privatsender Tf1 besuchte. Im Gegensatz zu den meisten TV-Frauen zog sich Anne Sinclair zurück – andere haben auch schon den Gemahl oder dessen Kollegen im Kabinett interviewt. Genauso charakterfest steht sie jetzt zu ihrem Gatten, dessen Verteidigung sie organisiert. Le Monde hat das Vermögen der Erbin eines Kunsthändlers auf «ein paar Millionen Euro» geschätzt.

Sex, Geld, Macht: Die Verhaftung von DSK hat Frankreich in einen anhaltenden Taumel gestürzt. Nichts bleibt, wie es war, berichtete gerade ein Kor¬respondent. Und meinte die französische Gerichts¬barkeit: Sarkozy – der amerikanischste aller Präsi¬denten seit dem Zweiten Weltkrieg – wollte sie mehr nach dem Beispiel der Vereinigten Staaten ausrichten. Er musste die Reform zurückziehen – inzwi¬schen bekommen die Franzosen täglich Anschauungsunterricht aus New York. Und es ist wie im Fernsehen.

Und gar nicht so überflüssig. In harschen Tönen wurde das Vorgehen der amerikanischen Polizei gegen DSK kritisiert. Während Tagen verteidigte die französische Elite ihren Star mit einer Klassensoli¬darität weit über die Unschuldsvermutung hinaus. Erst die Feministinnen drehten den Diskurs. Selbst das «Ende der sexuellen Ausnahme» – der französischen Macho-Kultur – mit dem von den Frauen freiwillig gewährten «Herrenrecht» der Politiker wird proklamiert. Aber noch immer nehmen die Franzosen DSK das Haus in New York – monatlich 50'000 Dollar Miete – übler als das Verbrechen, dessen er angeklagt ist.

DSK wird auch das Thema des Sommertheaters sein – nächste Verhandlung: 18. Juli. Die französischen Medien nehmen keine Rücksicht mehr auf die Privatsphäre des Mannes, den sie als zukünftigen Präsidenten zelebrierten. Nicht nur in seinem Fall wurde ihr Schutz als Alibi missbraucht, um Missstände und Verbrechen zu verschweigen. Zum Taumel, in dem sich das Land noch immer befindet, gehören die vielen konkreten Fälle, die endlich zur Sprache kommen. Die Medien bezichtigen sich selber, an einer «Omerta» der Eliten beteiligt gewesen zu sein.

Jetzt brechen die Dämme – und der Philosoph Alain Finkielkraut befürchtet bereits einen «Totalitarismus der Transparenz». Dabei wäre es gar nicht so schwierig, die Grenzen zwischen Privatsphäre und Politik zu definieren. Aber für die französischen Medien geht es um eine Kulturrevolution. Nach den Vorfällen in Manhattan haben sie ihre nationale Nabelschau ein bisschen ausgeweitet und einen Fall entdeckt, den sie monatelang ignorierten: Kachelmann

Media Trend Journal: Viel und doch zu wenig

Wer etwas über die Online-Nutzung auf dem Handy wissen will, hat zwar eine Vielzahl von Informationsquellen. Sie genügen aber im Moment nur auf der strategischen Ebene. Von Ueli Custer.

«Mobile hat abgehoben», war in der letzten Werbewoche zu lesen. Darin beschreibt Christoph J. Walther, wie die Werbung auf dem Handy langsam in die Gänge kommt. Die Zuwachszahlen sind zwar imponierend (wie immer in der Startphase eines erfolgreichen Angebots), absolute Werte aber immer noch bescheiden. Oder in den Worten von Stefano Buzzi, Leiter Werbemarkt beim Newsnetz der Tamedia: «Wir rechnen für das laufende Jahr gegenüber 2010 mit einem Wachstum von 50 Prozent. Insgesamt bewegt sich der Anteil der Mobile-Werbung am Gesamtwerbeumsatz aber immer noch im einstelligen Prozentbereich.»

> Zum Artikel, Teil 1 (PDF)
> Zum Artikel, Teil 2 (PDF)
 

Eine Bank schreibt Geschichte

Walder, Werber hat die Clientis Bezirkssparkasse Uster ein ganzes Jahr lang kommunikativ durch das 175-Jahr-Jubiläum begleitet, mit diversen Massnahmen vom Buch über eine Ausstellung bis zur Show.

Seit mehreren Jahren gehört die Clientis Bezirkssparkasse Uster zum Kundenportfolio der Agentur Walder, Werber in Uster. Eine besonders dankbare Aufgabe war nun ein ganzes Jahr lang die kommunikative Betreuung des Jubiläums 175 Jahre Clientis. Bereits im Frühjahr 2010 beauftragte die Bank die Agentur von Sandro und Reini Walder mit der strategischen Konzeption der Jubiläumskommunikation. Entstanden ist ein umfassendes Massnahmenpaket mit diversen Aktivitäten durch das ganze Jahr. Diese gipfelten im Mai mit einem ereignisreichen Event-Monat. Walder, Werber zeichnete für die umfassende Kommunikation verantwortlich – von der Ideenfindung über die Planung, Realisation und Umsetzung sämtlicher Massnahmen bis zur Mediaplanung und Event-Organisation.

Das Jubiläumsjahr machte sich erstmals im Januar 2011 mit einem Jubiläumslogo und Buttons für alle Mitarbeitenden bemerkbar.

Regelmässige Kolumne zur Geschichte

Richtig los ging es im März mit dem Aufschalten der Microsite und einer Retrospektive von Prof. Dr. Maximilian Wirr, einem fingierten Professor, der die Geschichte der Clientis Bezirkssparkasse Uster in einer wöchentlichen Kolumne in den regionalen Zeitungen aufnahm. Ebenfalls im März startete das Casting für die Jubiläumsbühne. Hier wurden von einer Jury 23 Künstlerinnen und Künstler aus der Region für einen späteren Auftritt im Event-Monat Mai ausgewählt. Noch vorher fand im April eine Spezialausgabe der Generalversammlung statt. Zu dieser waren rund 400 Genossenschafter der Bank sowie wichtige Kunden und Behörden geladen. Rund um diese GV wurde auch die «Zeitreise», eine Ausstellung zur Geschichte der Bank, eingeweiht.

Showacts und Jubiläumsbuch

Als bleibende Erinnerung hat Walder, Werber in Zusammenarbeit mit Historikern, aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern der Bank sowie freischaffenden Autoren ein 140 Seiten starkes Jubiläumsbuch gestaltet. Ein Werk, das neben der Bankgeschichte auch viele weitere regionale, nationale und internationale Ereignisse aus den letzten 175 Jahren aufgreift. Im Event-Monat Mai waren auf der «Jubiläumsbühne » im Zellweger-Pavillon in Uster während 12 Tagen 23 kulturelle Acts zu sehen. Ein kleines Festgelände mit Barbetrieb lud zum Verweilen und Geniessen ein. Neben den Hauptmassnahmen kümmerte sich Walder, Werber zusätzlich um die ganze Rahmenkommunikation von Flyers, Wildplakaten, PR-Artikeln, einer Jubiäumsbeilage in den regionalen Zeitungen bis zum Mailing an die Kunden sowie die Aussengestaltung der Bankgebäude. Die «Zeitreise» ist noch bis Ende Jahr als Wanderausstellung unterwegs, ebenso läuft ein Wettbewerb auf der Microsite weiter. Andreas Panzeri

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Aus dem Osten nichts Neues

Kommen im Zuge der neuen Personenfreizügigkeit neue Talente aus Osteuropa in die Schweiz oder nicht? Das wollte die Werbewoche in einer nicht repräsentativen Umfrage von 21 Schweizer Agenturen wissen. Das Ergebnis: Während deutsche Agenturen derzeit die begabtesten Designer, Illustratoren und Digitalspezialisten vom Markt fischen, sind Arbeitskräfte aus dem Osten in der Schweiz noch kaum ein Thema.

Am 1. Mai trat die EU-Osterweiterung in Kraft. Arbeitnehmer aus Osteuropa benötigen nun kein Visum mehr, um in der Schweiz oder anderen europäischen Ländern zu arbeiten. Das könnte Schweizer Agenturen einen echten Kreativkick geben – denn Arbeitnehmer aus Osteuropa sind bekannt für ihre hervorragende künstlerische Ausbildung, für perfekte Illustrationen und vor allem für umfassende Digitalkenntnisse, an denen es in der Schweiz noch immer mangelt. Ausserdem sind sie beim Eintritt in den Arbeitsmarkt meistens jünger als ihre Schweizer Konkurrenz. Und nicht so teuer.

Die Werbewoche wollte wissen, ob die neue Arbeitnehmer-Freizügigkeit bereits Auswirkungen auf Schweizer Agenturen hat, ob sie eine Chance ist oder – mit Blick auf Lohndumping – vielleicht sogar ein Risiko. Wir fragten nach, ob Schweizer Agenturen gezielt osteuropäisches Personal akquirieren oder ob sie seit dem 1. Mai vermehrt Bewerbungen aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien oder Ungarn erhalten haben. Ausserdem wollten wir wissen, für welche Bereiche eingestellt wird und wie zufrieden die Agenturen mit den Qualifikationen ihrer osteuropäischen Mitarbeiter sind.

Von 21 angeschriebenen Agenturen beantworteten 15 unsere Fragen, 3 enthielten sich aus inhaltlichen oder zeitlichen Gründen der Teilnahme und 3 Agenturen reagierten überhaupt nicht auf unsere Anfrage.

Die Ergebnisse: Kein Run auf neue Talente

Für 6 der 15 befragten Agenturen spielen Arbeitskräfte aus Osteuropa heute und mutmass¬lich auch in Zukunft keine grosse Rolle. 8 Agenturen schliessen nicht aus, dass das Thema in Zukunft für sie relevant werden könnte, und eine Agentur hält es für wahrscheinlich, dass sie Arbeitnehmer aus Osteuropa einstellen wird: «Wir können uns sehr gut vorstellen, in Zukunft Personal aus Osteuropa zu akquirieren», sagt Annina Stettler von Contexta. Einige der befragten Agenturen weisen darauf hin, dass es für sie zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh ist, fundierte Aussagen darüber zu machen, ob eine Akquise von Arbeitskräften aus Osteuropa für sie einmal aktuell werden wird.

Sechs der Agenturen, die sich an unserer Umfrage beteiligt haben, beschäftigen bereits Mitarbeiter aus Osteuropa. Diese sind aber nicht im Zuge der EU-Osterweiterung in die Schweiz gekommen, sondern leben und arbeiten schon längere Zeit im Land. Vier dieser sechs Agenturen betonen explizit, dass sie mit den Leistungen ihrer osteuropäischen Mitarbeiter sehr zufrieden sind. Die hohe Qualifikation, die Kreative und Berater aus Osteuropa vorweisen können, hat sich auch bereits bei Agenturen herumgesprochen, die noch keine Osteuropäer beschäftigen: «Diese Leute dort drüben sind verdammt gut! Eine Chance für unsere Agenturwelt», sagt beispielsweise Silvan Metzger von Metzgerlehner. Frank Bodin von Euro RSCG betont: «Gerade in Netzwerkagenturen, im IT- und Programmierbereich findet man dort ex¬zellente Leute, auch in Schlüsselpositionen. Auch in der Kreation, vor allem in der Gestaltung, kommen die Leute häufig aus Osteuropa. In diesem Bereich finde ich das absolut legitim, da gibt es viele sehr gute Mappen.» Dagegen hält René Schwarz von Maxomedia: «Bisher haben wir keine wirklich guten Bewerbungen erhalten.»

Drei der befragten Agenturen beschäftigen die für Projekte benötigten Spezialisten – vor allem Programmierer – vor Ort, überwiegend in Polen, aber auch in anderen osteuropäischen Ländern. In Zeiten der globalen Vernetzung kein Problem. Andy Hostettler von TBWA: «Die können etwas, was wir nicht können, oder sie machen es schneller oder günstiger. Deshalb sind wir mit ihnen auch sehr zufrieden. Wir lassen auch immer wieder Teams aus diesen Ländern (Polen, Deutschland, Frankreich; Anm. d. Red.) kommen, wenn es um internationale Kampagnen geht. Oder wir schicken unsere Leute dorthin.» Ähnlich machen es Euro RSCG und Goldbach. «Wir vergeben über Netzwerke Aufträge nach Osteuropa oder Indien, vor allem Programmierarbeiten», sagt Frank Bodin von Euro RSCG. Und Bramwell Kaltenrieder von Goldbach Interactive betont: «Im Zusammenhang mit der Erschliessung neuer Märkte und dem Aufbau entsprechender Units wie zum Beispiel in Polen verfügen wir bereits seit einiger Zeit über die Möglichkeit, ausgewählte Arbeiten und Teilprojekte dort vor Ort ausführen zu lassen. Die interaktive, globale Medienwelt eröffnet uns und der schweizerischen Werbewirtschaft generell neue Opportunitäten im Marketing.»

Lohndumping nicht zu befürchten

Acht der Agenturen, die sich an der Umfrage beteiligten, haben noch keine Arbeitskräfte aus Osteuropa akquiriert und auch keine Bewerbungen aus dieser Region erhalten. Die anderen sieben Agenturen hatten bereits Dossiers von Osteuropäern zu sichten. Das war in allen Fällen allerdings vor der EU-Osterweiterung am 1. Mai. Frank Bodin: «Wir bekommen viele Anfragen aus den ehemaligen Balkanländern. Die haben über die letzten Jahre zugenommen, weil gut ausgebildete Leute aus Osteuropa in Österreich, Deutschland, der Schweiz oder Italien doch einiges mehr verdienen als in ihrer Heimat.» Dass dennoch kaum eine Schweizer Agentur gezielt Osteuropäer einstellt, liegt vermutlich daran, dass die Auswahl qualifizierter Mitarbeiter aus der Schweiz und den umliegenden Ländern noch ausreichend gross ist.

Drei der befragten Agenturen erwähnen explizit, dass sie mangelnde Sprachkenntnisse, namentlich in Deutsch, Englisch und Schweizerdeutsch, bei der Einstellung von Mitarbeitern aus Osteuropa für eine erhebliche Hemmschwelle halten. Fehlende Deutschund Englischkenntnisse sind aber vor allem für in der Schweiz agierende Berater ein Handicap, weniger für Kreative oder IT-Fachleute.

Dass Schweizer Arbeitnehmern ein Lohndumping droht, wenn Arbeitskräfte aus Osteuropa in die Schweiz kommen, halten alle befragten Agenturen für unwahrscheinlich – vor allem, da nicht zu erwarten sei, dass der Schweizer Arbeitsmarkt von osteuropäischen Kreativen, IT-Fachleuten und Strategen überrannt wird. Daniel Hünebeck von Adisfaction gibt allerdings zu bedenken: «Bei vergleichbarer oder gar höherer Fachkompetenz bei gleichzeitig niedrigeren Lohnforderungen könnten sich osteuropäische Designer zur ernsthaften Konkurrenz zu
hiesigen Fachkräften entwickeln.»

Überraschende Unterschiede zu Deutschland Was durch unsere Umfrage klar zu Tage tritt, sind die zum Teil frappierenden Unterschiede zu Deutschland: Während die EU-Osterweiterung für Schweizer Agenturen gemäss Selbsteinschätzung keine grossen Veränderungen bringt, profitiert die deutsche Agenturlandschaft derzeit bereits von der Durchlässigkeit der Grenzen gen Osten. Das konnte «Werben&Verkaufen Online» Anfang Mai mit einer ähnlichen Umfrage bei grossen, deutschen Agenturen belegen (Umfrage: http://bit.ly/mjkTOX). Das Fachmagazin befragte die Recruiting-Chefs von neun Agenturen. Der Tenor aller Antworten ist ähnlich: Deutsche Agenturen akquirieren seit dem Wegfall der Arbeitsvisumspflicht Mitarbeiter in Osteuropa und erhalten auch Bewerbungen aus dieser Region – wenn auch nicht in rauen Mengen. Mit der Leistung der osteuropäischen Texter, Kreativen und Digitalfachleute sind die deutschen Arbeitgeber durchwegs zufrieden: Osteuropäische Arbeitnehmer werden als absolute Bereicherung für die kreative Arbeit empfunden, da sie sehr ambitioniert und handwerklich weit vorne seien, obwohl es in Osteuropa noch gar keine Ausbildung für Agenturleute und Kommunikationsberufe gibt.

Ausserdem könne mit diesen Arbeitskräften der vor allem im Digitalbereich ausgeprägte Fachkräftemangel behoben werden. Die befragten Personalverantwortlichen der deutschen Agenturen weisen zwar auch auf etwaige Sprachprobleme hin, die die Zusammenarbeit mit Osteuropäern erschweren könnten, doch als Agentur müssen man eben in Talente investieren, heisst es zum Beispiel bei Wunderman. Osteuropäer, die sehr gut Englisch sprechen, werden auf internationalen Etats eingesetzt. Einige der Befragten erwarten, dass sich durch die EU-Osterweiterung der Konkurrenzkampf unter Kreativen in Deutschland verstärken wird. Lohndumping wird von deutschen Agenturen allerdings genauso wenig erwartet wie von den Schweizer Agenturen, die die Werbewoche befragt hat. Anne-Friederike Heinrich

> Zu den vollständigen Antworten der Agenturvertreter

Ihre Meinung zum Thema: Senden Sie eine E-Mail an [email protected].

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In Flagranti pflegt den Auftritt der Aargauer Gesundheits- und Sozialberufe

Die OdA GS Organisation der Arbeitswelt Soziales und Gesundheit im Kanton Aargau OdA GS will sich klarer als Ansprechpartnerin für Ausbildungen im Bereich Gesundheit und Soziales positionieren. Zu diesem Zweck hat in flagranti für die OdA GS Aargau einen einheitlichen Auftritt mit einem neuen Corporate Design realisiert .

Der neue Auftritt soll sowohl Mitglieder als auch zukünftige Berufsleute ansprechen und die Organisation als innovative, kompetente und vielseitige Schnittstelle zwischen Ausbildung und Praxis positionieren. Mit Anzeigen, einem Berufsmagazin und einem Messeauftritt wird die OdA GS Aargau weiterhin begleitet.
 

Zattoo zum Zappen

Zattoo bringt Live-TV auf alle Devices. Demnächst wird der Stream auch auf Grossbildschirmen zu empfangen sein.

Die Zattoo-Vision lautet: «Internet TV is everywhere. Zattoo is driving and leading it.» Seit fünf Jahren gibt es nun Fernsehen auf dem Notebook. Was Zattoo letzte Woche mit einer Geburtstagsparty im Seebad Enge gefeiert hat. Seit 18 Monaten gibt es Zattoo auf dem Handy. Was dem Pionier noch fehlt, ist jetzt der Schritt auf den Big Screen über Boxen und Smart TVs. Die Herausforderung dabei ist die zwangsläufig unterschiedliche Nutzer-Interaktion. Statt Maus oder Touchscreen bleibt nur die Fernbedienung. Die Zuschauer wollen vom Couch aus zappen können.«Jetzt haben wir den ersten Prototyp dazu im Büro», freut sich Geschäfts¬führer Niklas Brambring von Zattoo International in der «Stadt der Zukunft» von Oerlikon. Die neue Entwicklung soll nicht mit einem «riesen Knall» lanciert werden. «Aber die Technik hat Potenzial», meint auch Head of Sales Switzerland Martin Schlenker. Hier und in Deutschland soll übrigens in Zukunft der Markt stattfinden. «In den USA und vielen weiteren Ländern hat sich das Problem mit den Senderechten zu kompliziert gezeigt.»

Mit der Möglichkeit, TV nun auch über einen Grossbildschirm anbieten zu können, tritt Zattoo noch weiter in direkte Konkurrenz mit den Kabelanbietern. «Unsere Bildqualität auf dem Grossbildschirm wird die gleiche sein wie bei Swisscom-TV», verspricht Niklas Brambring.

Um ständig mit den neuesten Entwicklungen mithalten zu können, hat Zattoo soeben eine drittes Content-Distribution-Network ins Boot genommen. Mit drei parallel arbeitenden Systemen kann man in der Zentrale jederzeit auf die am besten verfügbare Qualität switchen. Wichtig ist auch, dass beim Zappen der Flachbildschirm nicht zu lange dunkel bleibt. Inzwischen ist Zattoo bei 1,5 Sekunden statt wie bisher 5 angelangt.
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