Publisuisse vermarktet neu das Sponsoring von SRF

Ab dem 1. September vermarktet Publisuisse die klassischen Sponsoringformate von SRF. Damit bietet das Unternehmen nun alle Werbe- und Sponsoring-Angebote der SRG, ausgenommen Teletext, aus einer Hand an.

Dem Marktbedürfnis nach einer integralen Kundenbetreuung werde damit noch mehr Rechnung getragen, schreibt Publisuisse in einer Mitteilung vom Freitag. Sponsoring-Kunden hätten nun für sprachregionale, nationale und crossmediale Sponsoring-Engagements nur noch einen Ansprechpartner. Die Programmnähe werde ebenfalls gewährleistet, in dem das Sponsoring-Team von SRF seine Kernkompetenzen nun auf die Gestaltung der Angebote fokussiere und weiterhin die Schnittstelle zu den Redaktionen sicherstelle, heisst es weiter. Und für massgeschneiderte Angebote mit hohem Sendungsbezug, Product Placements und andere Integrationsformen im redaktionellen Umfeld werde das Sponsoring-Team von SRF die Kunden auch in Zukunft direkt betreuen.
 

Sat.1: Lobsterstudios mit Produktion von Filippos Politarena beauftragt

Sat.1 und Filippo Leutenegger vertrauten Lobsterstudios die Herstellung der insgesamt acht Sendungen von Filippos Politarena an, die seit 24. August auf Sat.1 Schweiz ausgestrahlt werden.

Die Live-Aufzeichnung einer solchen Sendung beschäftige eine Produktions-Crew von ungefähr 20 Leuten, heisst es in einer Mitteilung von Lobsterstudios. Im fast 500 Quadratmeter grossen Foto-, Film- und TV-Studio würden pro Sendung bis zu 60 Zuschauer und Gäste Platz nehmen. Die grosse Herausforderung bestehe darin, dass bei einer so kurz terminierten Live-Aufzeichnung keinerlei Nachbearbeitung mehr möglich sei, was eine straffe und professionelle Organisation voraussetze.

Das gesamte Erscheinungsbild der Sendungen wurde von der Agentur für Bewegtbild Level Two realisiert.

Verantwortlich bei Lobsterstudios: André Eichholzer (Gesamtverantwortung), Steve Noi (technische Leitung). Screendesign LevelTwo: Gregor Rott, Christian Rüeger.

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Rubbellos-Kampagne der Reformierten Landeskirchen angelaufen

«Gewinnen Sie ein gutes Gefühl im Gesamtwert von 30'000 Franken!» ist die Botschaft auf den Rubbellosen der Reformierten Landeskirchen. Wer darauf einen Code frei rubbelt, kann diesen auf Kirchenglücksspiel.ch prüfen lassen.

Gewinner bekommen jedoch kein Geld, sondern wählen eines von rund 300 Kirchenprojekten und -angeboten aus und unterstützen dieses mit dem angegebenen Betrag. Mit der Kampagne wollen die Reformierten Landeskirchen der Kantone Aargau, Bern, Solothurn und Zürich auf überraschende Art und Weise ihre vielen Projekte und Angebote zeigen, wie es in einer Mitteilung heisst. In den kommenden Wochen sollen 600'000 Rubbellose verteilt werden und damit passive Kirchenmitglieder angesprochen werden. Zudem wollen die Kirchgemeinden in speziellen Veranstaltungen und Gottesdiensten nach dem Wesen des Glücks fragen.

Das Kirchenglücksspiel sei von den Agenturen Wirz Werbung und Assai Dialog + Digital ausgearbeitet worden und habe bereits vor dem Kampagnenstart für Schlagzeilen gesorgt, schreiben die Reformierten Landeskirchen. Die NZZ am Sonntag und der Tagesanzeiger hätten bereits Monate zuvor über den populären Auftritt berichtet, der kirchenintern auch für Kritik sorgen würde. Am Donnerstag sei die Kampagne nun angelaufen und habe es bereits in die Hauptausgabe der Tagesschau geschafft.

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By Heart: Kampagne für Paul Kehl realisiert

Die Agentur By Heart hat für Paul Kehl eine neue Kampagne entwickelt, die Lust auf warme Pullover machen soll.

Wie kaum eine andere Schweizer Modemarke kann Paul Kehl auf eine lange, aufregende Geschichte zurückblicken, wie By Heart in einer Mitteilung schreibt. Angefangen hatte alles 1881, als der junge Unternehmer Paul Kehl in Winterthur eine Kleiderfabrik gründete. Er hatte nichts weniger im Sinn, als den Schweizer Mann in eine modische Neuzeit zu führen. Die Mode sollte ihn nicht mehr verkleiden, sondern ihm mit neuen Schnitten, neuen Materialien und einem unkomplizierten Stil mehr Freiheiten verleihen. Dabei orientierte sich der Modepionier Paul Kehl schon immer am aktiven, sportlichen. Heute lässt die Marke Paul Kehl dieses Erbe wieder aufleben und lanciert die aktuelle Herbstkollektion unter dem Titel «Swiss Sports Club». Dabei arbeitet der entsprechende Werbeauftritt mit allen Zeichen — und Abzeichen — einer männlichen Schweizer Sportskultur. Einer Kultur, die Lust machen soll auf einen Herbst und Winter voller Abenteuer und Herausforderungen unter Kameraden. Und natürlich auch Lust macht auf warme Pullover.

Verantwortlich bei PKZ Burger-Kehl & Co.: Ph. Olivier Burger (Inhaber), Simone Schäfer (Kommunikationsleitung), Nadine Pless (Kommunikationsplanerin). Verantwortlich bei By Heart: Hans Siegwart (CD), Markus Bircher (Strategie/Text), Marc Hahn (Brand Design Manager), Nonda Coutsikos (Graphic Design), Natascha Breu (Realisation), Misha Gambetta (Account Direction). Foto: Romeo Mori. Litho: RTK, Kloten. Video: Simon Jaquemet. Media: Thomas Rüttimann, Zip Media.

http://www.youtube.com/watch?v=Z3mDlun0f8I

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Suisse Emex’11 mit leichtem Besucherplus

Die Marketingmesse Suisse Emex’11 schloss am Donnerstagabend ihre Tore und kann zu ihrem Jubiläum ein leichtes Besucherplus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr vermelden.

Rund 13‘000 Fachbesucher liessen sich von 360 Ausstellern und 60 Referenten mit Innovationen und Trends der «360° vernetzten Marketingwelt» inspirieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Erlebnisreich sei aufgezeigt worden, wie man in der Zukunft kommuniziere, welche Angebote zum Geschäftserfolg führten und wie Emotionen ausgelöst werden können, so die Veranstalter. Als Besuchermagnete hätten sich die neue Sinneswelt für Direct Marketing der Schweizerischen Post, die Workshop-Aktivitäten von Xing und Google sowie das kostenlose Kongress-Programm erwiesen.

An Ideen und neuen Konzepten für die Suisse Emex’12 fehle es den Veranstaltern nicht, heisst es weiter. Fabia Rizzoli, Teamleiterin der Suisse Emex: «Den neuen Kommunikations-Technologien für die mo-bile Gesellschaft wie auch der Kreativwirtschaft möchten wir verstärkt Platz bieten. Die Entwicklungen sind so rasant, dass man gespannt in die Zukunft blicken kann!» Der Termin für die sechste Ausgabe der Messe ist jedenfalls schon heute bekannt: Sie findet vom 21. bis 23. August 2012 wieder in der Messe Zürich statt.
 

Wechsel an der Spitze von SWS Medien

Auf Anfang Oktober übernimmt Sabine Galindo-Fässler die Geschäftsleitung des SWS Medien Verlag in Willisau. Sie löst Josef J. Zihlmann ab, der in den vorzeitigen Ruhestand tritt.

Während zehn Jahren war Sabine Galindo-Fässler in führenden Positionen in der AZ Medien Gruppe tätig, so als Verlagsleiterin der Aargauer Zeitung sowie als Geschäfts- und Verlagsleiterin der Basellandschaftlichen Zeitung und der Solothurner Zeitung. Im Jahr 2011 machte sie sich selbständig mit dem Magazin Welt der Tiere, das sie gemäss SDA neben ihrer Tätigkeit bei SWS Medien weiterführen wird.

Josef J. Zihlmann ist seit 1976 beim Willisauer Boten. Zuerst war er als Redaktor tätig, ab 1989 als Chefredaktor und seit 2007 als Geschäftsleiter. Er bleibt dem Unternehmen in anderen Funktionen verbunden.

Die SWS Medien Verlag ist eine Tochter der Willisauer Bote Medien und Print, in deren Auftrag sie den Willisauer Boten, den Wiggertaler Boten, den Seetaler Boten sowie die Seetaler Brattig samt ihren Allmedia- Diensten produziert.
 

Zu guter Letzt: «Shitstorm» auf Facebook

Die Macht der Masse auf sozialen Netzwerken kann sich für Firmen als gefährlicher Gegner erweisen. Wenn sich Nutzer gegen Unternehmen auflehnen, steht oft ein hohes Gut auf dem Spiel – deren Image.

Das jüngste Beispiel hierfür ist die Bergsportmarke Mammut. Am Montag sind umweltbewusste Mitglieder auf Facebook wie ein Schwarm Wespen über die Firma hergefallen. Sie haben einen so genannten Shitstorm losgetreten – eine Protestaktion mit hunderten negativen Kommentaren. Der Grund war das neue CO2-Gesetz. Weil sich Mammut zur Kampagne des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse gegen das neue Gesetz bekannte, setzten die Nutzer der sozialen Platform Druck auf. Dem gab das Unternehmen nun nach. Am Dienstag sah sich Mammut gezwungen, sich von der Befürworter-Liste der Economiesuisse streichen zu lassen.
«Wir entschuldigen uns bei allen Kritikern, die sich mit diesem Schritt vor den Kopf gestossen fühlten», schrieb Mammut auf seiner Facebook-Seite und bedankte sich auch dafür, «eine weitere wichtige Lektion im Umgang mit Social Media» gelernt zu haben. Für Mammut stand mit der sozialen Plattform viel auf dem Spiel. Immerhin hat das Unternehmen rund 60‘000 Symphatisanten auf Facebook. Nutzer im Internet würden schnell reagieren und sich sagen «dieses Produkt kaufe ich nicht mehr», sagt Philippe Surber, Abteilungsleiter beim Internet-Dienstleister Unic und Experte für Social Media gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Dabei kann die Erschütterungswelle auf sozialen Plattformen ungemein grösser sein. Die Fieberkurve sein volatiler, man reagiere impulsiver und schneller, so Marcel Bernet, PR-Berater und Dozent für Social Media am Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern. Eine Geschichte könne so schnell wieder verschwinden, wie sie emporgestiegen sei.
Wird dennoch ein «Shitstorm» losgetreten und reagiert die Firma schnell und authentisch, kann sie ihr Image gar noch aufpolieren. Ob sich das im Fall Mammut auch so entwickeln wird, bleibt offen. Die Experten sind sich zumindest einig, dass die Reaktion der Bergsportmarke auf die Anschuldigungen mustergültig war.

 

Erbe ist angetreten

Seit 2008 gehören die Albula- und die Berninalinie der Rhätischen Bahn zum UNESCO-Welterbe. Ein Markenzeichen, das jetzt in der Werbung eingesetzt werden soll. Erdmannpeisker hat eine mehrstufige Kampagne entwickelt.

Angefangen hat es mit einem Fotowettbewerb zu Beginn dieses Jahres. Mit einem klassischen Mailing an Vereine in der ganzen Schweiz sowie diversen Online-Ideen hat die Rhätische Bahn Gruppen gesucht, die als Fotomodelle in ihrer nächsten Werbekampagne mitwirken wollten. «Die ganze Schweiz kann erben», lautete der Claim. Die Idee war, dass die Rhätische Bahn ihre eben zugesprochene Auszeichnung als «Welterbe» der UNESCO an eine möglichst grosse Öffentlichkeit weitervermitteln wollte – im Sinne einer «Erbteilung».

«Wir haben uns überlegt, was wirklich Wellen werfen könnte. Momentan werden die ganzen Involvement-Kampagnen sehr gehyped», erklärt Gabriel Peisker, CD der Agentur Erdmannpeisker, «aber was funktioniert wirklich? Dies herauszufinden war uns sehr wichtig.»

Erdmannpeisker hat auch schon für ihren Kunden Mammut eine bestens bekannte Kampagne mit Kunden als Teil der Inszenierung lanciert. Im Gegensatz zu Mammut können sich bei der Rhätischen Bahn nun ganze Gruppen als «Erbgemeinschaften» zusammenschliessen und sich mit einem möglichst originellen Foto für ein Profi-Shooting bewerben. Als Preis lockten für die vier originellsten Einsender je 3000 Franken in die Vereinskasse sowie ein attraktives Weekend rund um die Film- und Fotoaufnahmen in den Bündner Bergen.

Grosses Echo für die Berge

100 Bewerber hat die Rhätische Bahn erwartet. Über 200 Vereine und spontane Gruppen haben sich schliesslich am Wettbewerb beteiligt. «Quer durch alle Altersschichten haben die Leute mitgemacht, von Teenager-Clans bis Jasszirkel von Senioren, Sportvereine, Musikgruppen, lose Vereine und natürlich viele Wandergruppen. Weit über den Kanton hinaus, nur ein kleiner Teil aus Graubünden», freut sich Martin Sturzenegger, Leiter Marketing und Vertrieb bei der RhB.

Zwei dieser Gruppen wurden über ein Online-Voting zum Sieger erkoren. Zwei weitere hat eine Jury bestimmt. Das gemeinsame Weekend mit einer Motorrad-Gang, Blasmusik, Damenturnverein und den «Titans» von Bern wurde «zu einem super Erlebnis für alle». Mit all diesen «Models» sind nun die ersten vier Printsujets sowie diverse Filme für den Einsatz auf www.rhb.ch/erben realisiert worden.

Mit den aktuell geschalteten Printsujets wird inzwischen bereits zur nächsten Runde aufgerufen, denn die Idee dieser Involvement-Kampagne ist noch lange nicht ausgeschöpft. pan

Martin Sturzenegger, Leiter Marketing und Vertrieb bei der RHB, über Werbung mit einem Welterbe

WW: Die Kampagne baut auf Vereine. Wie wichtig sind für die RhB Gruppenreisen als Zielpublikum?
Martin Sturzenegger: Die sind sehr wichtig. Wir haben zum einen die klassischen Gruppen, von der Schulreise bis zur Wandergruppe. Dazu kommen sehr viele Vereine. In Deutschland und Italien arbeiten wir mit Touroperators zusammen, die bei uns Gruppenkontingente einkaufen. Das ist ein sehr wichtiges Geschäft für uns. Aber bei der aktuellen Kampagne ist der Link ein anderer. Wir sind der Mei¬nung, dass die Vereine eine Art Kulturgut in der Schweiz sind. Die Kampagne will deshalb eine ge¬dankliche Verbindung schaffen zwischen diesen Ver¬einen als Kulturgut sowie der Rhätischen Bahn, die mit der Ernennung zum UNESCO-Welterbe ebenfalls zum Kulturgut der Schweiz geworden ist.

Wie ist es dazu gekommen?
Die Initiative ist von uns aus gekommen. Der Prozess wurde 2005 eingeleitet. 2008 sind wir auf die Liste der Welterben aufgenommen worden. Dazu mussten wir eine sehr umfangreiche Dokumentation erstellen. Wir mussten die Gemeinden gewinnen, die entlang des Welterbes liegen, damit sie uns unterstüt¬zen. Ebenso galt es auf kantonaler Ebene sowie Bun¬desebene viel innenpolitische Arbeit zu erledigen. Zusammengefasst galt es, einen gemeinsamen Nen¬ner für unsere Begründung zuhanden der UNESCO-Behörden in Paris zu finden.

Welche Verpflichtungen bringt nun das UNESCO-Welterbe mit sich?
Das ist alles klar geregelt. Das Label Welterbe gilt nicht nur für die RhB-Strecke Albula/Bernina im engeren Sinne, sondern auch für ein Band entlang der Bahnstrecke. Dieser mitgeschützte Bereich umfasst im einzelnen definierte wichtige Kulturgüter, Orts¬bilder und Landschaftselemente und weist eine Brei¬te von 500 bis 1000 Meter auf. Schliesslich wurde eine sogenannte Pufferzone definiert, welche die Kulturlandschaft umfasst, die von der Bahnlinie aus gesehen wird. Innerhalb dieser Definitionen müssen in Zukunft alle Veränderungen, Anpassungen oder Modernisierungen gegenüber der UNESCO-Welterbe Behörde in der Schweiz und in einem zweiten Schritt in Paris dokumentiert und auch genehmigt werden. Bund und Kanton Graubünden haben sich mit der Kandidatur verpflichtet, die Albula- und die Bernina¬linie einschliesslich Umgebung in ihrer Einzigartigkeit zu erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass veraltete Einrichtungen künftig nicht mehr modernisiert werden dürfen.

Und was bringt das Welterbe als Werbeargument?
Im Ausland ist es ein gutes Label. Es gibt nur drei Bahnen auf dieser Welt, die als Welterbe gelten: die Semmering-Bahn in Österreich, die Mountain Railways of India und wir. Das ist für Touristen aus dem Ausland sicher ein Argument, dass sie einmal mit unserer Bahn fahren wollen. In der Schweiz wollen wir das Angebot ein bisschen breiter kommunizieren. Uns geht es um die Freizeitwelt. Wir wollen die Rhätische Bahn und ihre Umgebung für eine mögliche Freizeitbeschäftigung positionieren. In Konkurrenz vielleicht zu einem Alpamare, zum Technorama …

Die RhB als Erlebniswelt?
Wir haben zwei Rollen. Eine ist der klassische Bahn¬betrieb, wie eine SBB, wo wir den Grundverkehr garantieren. Da haben wir das ganze Jahr hindurch eine normale Auslastung. Ein grösseres Zusatzgeschäft können wir aber im Sommer machen. Dann sind wir auch eine Freizeitbahn und Ferienbahn. Unsere Parade-Angebote sind eine Fahrt mit dem Bernina Express auf der UNESCO-Welterbe-Strecke oder das spektakuläre Panorama bei einer Fahrt mit dem Glacier Express. Neu – und das ist jetzt der dritte Teil, den wir mit der aktuellen Kampagne vermarkten wollen – zeigen wir auf, welche verschiedensten Abenteuer unsere Gäste rund um die UNESCO-Welterbe-Strecke erleben können. Vom Museum über das Kulturfestival bis zum Badespass oder Wandern.

Wie weit ist da die Zusammenarbeit mit Graubünden Tourismus?
Wir arbeiten sehr eng zusammen. Sie vertreten uns. Wenn es um Werbung im Ausland geht, treten wir an den meisten Messen gemeinsam auf. Die ausländischen Touristen sind sehr wichtig. Der starke Franken oder Der schwache Euro machen uns entsprechend schwer zu schaffen. Vor allem auf diesen Premium-Zügen spüren wir es. Die hier vorgestellte Kampagne zielt aber auf die Schweizer Kunden. Die Kampagne wird nicht im Ausland gefahren.

Erdmannpeisker hat diese Kampagne im Pitch gewonnen. Die Ausschreibung gab damals beim BSW zu reden. Hat sich die Lage beruhigt?
Ja. Zu reden gab, dass sich 35 Agenturen für den Pitch interessiert haben. Aus diesen haben wir aber nur 5 genommen. Ich denke, das ist vertretbar im Rahmen der Spielregeln in dieser Branche. Neu war, dass wir dazu aufgerufen haben, dass Internet-Agenturen gemeinsam mit Werbeagenturen pitchen müs¬sen. Unsere Überlegung war, dass wir von Beginn weg eine Crossmedia-Kampagne machen wollten und nicht zuerst eine Werbekampagne und dann überlegen, wie es online weitergeht. Wir wollten beide Welten aus einem Guss. Und das ist uns mit gelungen.

Social Media ist in dieser Kampagne ein sehr wichtiges Element. Funktioniert es?
Die Initialzündung war ganz klassisch ein Anschreiben per Postkarte und elektronischem Mailing an Tausende von Schweizer Vereinen. Ab dann ging der Weg ins Online. Via Facebook, Video online Ads in Schweizer Portalen und Sites oder auch direkt über die RhB-Site konnte man sich bewerben sowie Leute gewinnen, die für einen entsprechenden Verein stimmten. Meines Erachtens sind wir die erste Bahn in der Schweiz, die Social Media derart schwer gewichtet einsetzt. Wir lernen dabei nach wie vor sehr viel. Eine Erkenntnis: Die verschiedenen Medien müssen alleine funktionieren. Man darf nicht davon ausgehen, dass die Leute den ganzen Crossmedia-Prozess mitmachen und dabei einfach auf Kommando von einem Medium ins andere wechseln. Es muss alleine funktionieren. Ein solcher Erfolg von Social Media wird einem aber nicht geschenkt. Wir haben extra einen Mitarbeiter eingestellt, der das Ganze pflegt. Werbung mit Social Media ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Wir mussten den Voting-Prozess beim Wettbewerb verbessern – gewisse Vereine haben das System ausgenutzt. Das zeigt aber auch, wie gross das Interesse an den Angeboten dieser Kampagne war. Interview: Andreas Panzeri

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Martin Sturzenegger (l.) mit CD Gabriel Peisker.

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Aufgespiesst: Everybody’s Darling

Werbewoche-Redaktorin Anne-Friederike Heinrich über das Phänomen Roger Schawinski

«I iiich find mich guet!» Wer das von sich sagen kann, ohne mit der Wimper zu zucken, braucht weder Freunde, noch Glück, noch Rücksichtnahme. Und keinen Powerbutton. Unser aller Medienpionier Dr. Roger Schawinski erzählt mit stolz geschwellter Hahnenbrust in der Annabelle, dass er wegen Hannelore Elsner vom Stuhl fiel und der Traummann von Kampflesbe Alice Schwarzer gewesen wäre. Im Selbstbeweihräucherungs- Radio 1 spintisiert er, seine erste Ehefrau Priscilla aus Puerto Rico sei in der Schweiz bereits integriert gewesen, als sie noch kein Wort Deutsch konnte. Alles ohne das leiseste Anzeichen von Unsicherheit. Erinnert an Pippi Langstrumpf: «Ich mache mir die Welt widdewidde, wie sie mir gefällt.»

Der Gast ist egal

Einer wie Schawi kann seine Karriere beim Schweizer Fernsehen starten, danach jahrelang gegen die SRG wäffeln und schliesslich mit einer eigenen Talkshow zu SF1 zurückkehren – ohne dass irgendwer von Rückgratlosigkeit spräche. Unser Roscheee darf das, so lieben wir ihn. Der erste Gast bei «Schawinski», wie seine Show selbstredend heisst, war am Montag Dr. Konrad Hummler, der bekannteste Schweizer Privatbankier mit sonst spitzer Feder und Zunge. Davon war nicht viel zu merken. Aber der Gast war auch egal: «Der Zuschauer soll sich nicht nur für den Gast, sondern auch für den Interviewer interessieren», stellte Schawi schon im Vorfeld klar. Die ganze Wahrheit ist: Der Zuschauer soll sich ausschliesslich für den Interviewer interessieren. So redet die Medienwelt am Tag 1 nach «Schawinski» nicht über provokante Thesen, bewegende Inhalte oder neue Erkenntnisse. Nein, sie redet über Schawi, der den Bankier wie jeden anderen Interviewpartner an die Wand gespielt hat. Worum es in der Sendung ging? Um Money, Money? Nee. Um Schawinski, Schawinski. «Gute Fragen, merkwürdige Antworten, Auftrag erfüllt», urteilt der ehemalige SF-Chefredaktor Peter Studer. Ach so. Wie war gleich der Auftrag?

Herrlich unmöglich

Wer ist dieser Schawinski, dass er so ungeheuerlich peinlich, unsachlich und oft auch unfair sein kann, und dennoch so viel Respekt geniesst? Einer, dem gestandene Medienleute nicht im Interview gegenübersitzen wollen, weil er sie gnadenlos auseinandernehmen würde? Und das nicht, weil er so eloquent wäre. Auch ich gebe mich geschlagen und höre und schaue immer wieder hin: nicht wegen des Bubencharms seiner Zahnlücke, nicht wegen seines offen zelebrierten Chauvinismus’, nicht wegen seiner unjournalistischen Glanzleistungen, nicht wegen seiner Zuhörhemmung und nicht wegen seiner altherrlichen Erscheinung, wenn er morgens mit Velo, Helm und brauner Tschope bei Radio 1 einläuft. Schawinski hat etwas, das den meisten Schweizern völlig abgeht: Selbstbewusstsein. Und das in groteskem Ausmass. Das fasziniert mit ungebrochenem Unterhaltungswert.

McCann Erickson entwickelt Erscheinungsbild für Acino

Nachdem McCann Erickson Anfang Jahr den Auftrag erhielt, das in Basel ansässige Pharmaunternehmen Acino bei der Markenentwicklung und der strategischen Ausrichtung zu beraten, kommt nun das erste Folgeprojekt: Die Zürcher Niederlassung der Agentur wurde beauftragt, das globale Marken- und Erscheinungsbild der Eigenmarke Acino Switzerland zu entwickeln.

Acino Switzerland wird in Zukunft als eigenständige, internationale Marke im Pharma-Bereich aufzutreten. Hierfür galt es zunächst eine entsprechende Strategie und eine Markenidentität zu entwickeln. Nun folgt der nächste Schritt – das Erscheinungsbild der Marke. Auf der Basis der gemeinsam definierten strategischen Ausrichtung entwarf McCann Erickson sämtliche Elemente der Markenkommunikation. Hierzu gehört unter anderem die Erweiterung des Corporate Designs für den werblichen Auftritt in verschiedenen, internationalen Märkten, die Erstellung eines Brand Books für Vertriebs-, Vermarktungspartner und Agenturen, sowie die Zusammenstellung eines differenzierenden, proprietären Bilderpools, für den ein mehrtägiges Shooting in den Berner Alpen organisiert wurde.

Die Kernelemente des Markenauftritts fokussieren auf die Schweizerische Herkunft des Unternehmens und die damit verbundenen Attribute, welche sich in der Welt des Bergsteigens widerspiegeln.

Verantwortlich bei Acino Pharma: Manuel Heim (Global Head of Marketing). Verantwortlich bei McCann Erickson: Thilo Boullion (Head of Planning), Annika Seidel (Group Account Director), Folker Wrage (CCO), Marcus Josty (Art Director), Denise Frech (Art Director), Tina Krakow (Art Buying), Sonja Jegen (Typography/Production). Fotograf: Jan Greune.
 

Ringier kauft Edipresse A.S. Romania

Die Ringier hat heute den vollständigen Kauf von Edipresse A.S. Romania, einem Joint Venture der Schweizer Verlagsgruppe Edipresse und des Deutschen Medienunternehmens Axel Springer bekannt gegeben. Edipresse A.S. Romania ist einer der grössten Zeitschriftenverlage in Rumänien.

Ringier fügt damit zu seinen bisherigen Aktivitäten in Rumänien die Titel Elle, Avantaje, Look!, Psychologies, Intamplari adevarate, Povestea mea, Lucru de Mana, Povesti de Viata und Baby sowie die rumänischen Lizenzausgaben von Viva!, die Jugendzeitschrift Popcorn und die Custom Publishing Division hinzu. Das Schweizer Medienhaus ist in Rumänien seit 1992 mit aktiv Ringier Romania führt rund ein Dutzend Print- und Onlineprodukte, darunter die e Boulevard-Zeitung Libertatea. Die Aktivitäten von Edipresse Romania werden in die Organisation von Ringier Romania integriert.

Die Übernahme von Edipresse A.S. Romania durch Ringier Romania S.R.L. stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der rumänischen Wettbewerbsbehörde, so eine Ringier-Mitteilung.
 

Bewegung im Sonntagsmarkt

Zwei neue Chefredaktoren, zwei neue Beilagen, diverse Apps und ein Ausbau in Basel: Nach drei Jahren Stagnation kommt wieder Bewegung in den Sonntagsmarkt. Ein Verlag startet zudem eine rein digitale Sonntagsausgabe.

Lange gab es in der Deutschschweiz nur zwei Sonntagstitel, Tamedias SonntagsZeitung und Ringiers SonntagsBlick – bis 2002, als die NZZ-Gruppe ihre NZZ am Sonntag lancierte. Vier Jahre später witterten auch einige Regionalverlage eine sonntägliche Goldgrube: 2006 startete die Südostschweiz am Sonntag, 2007 der Sonntag der AZ Medien und 2008 die Zentralschweiz am Sonntag, die siebte Ausgabe der Neuen Luzerner Zeitung. Danach kamen die Krisenjahre, womit sonntags wieder Ruhe einkehrte. Kein Wunder, denn auch die meisten Sonntagstitel verloren Inseratevolumen: Generierte die Sonntagspresse (ganze Schweiz) 2008 noch Werbeeinnahmen von 210,5 Millionen Franken, waren es 2010 nur noch 154 Millionen Franken (-26%). Einige Titel, so die SonntagsZeitung (SoZ) und die NZZ am Sonntag (NZZaS), büssten gar um 30 Prozent Werbevolumen (nur kommerzielle Inserate, ohne Rubriken) ein. Folglich wurden überall Personal und Qualität abgebaut. Jedenfalls begannen spätestens mit der Krise auch die Leserzahlen zu sinken. Einzig die Südostschweiz am Sonntag (SOSo), die ihr Frühzustellgebiet stetig ausbaute, sowie die Zentralschweiz am Sonntag (ZaS), das jüngste Sonntagsblatt, legten noch marginal zu.

Gesättigter Sonntagsmarkt

Das alles zeigt: Der Deutschschweizer Sonntagsmarkt stagniert. «Der Sonntagsmarkt ist zweifellos gesättigt», sagte etwa Caroline Thoma, Geschäftsführerin der Blick-Gruppe. Von einem «kompetitiven Umfeld» spricht auch SoZ-Verlagsleiter Diego Quintarelli. «Die Sonntagseuphorie ist am Abklingen », stellt gar Andrea Masüger, CEO der Südostschweiz Medien, fest. Deshalb will nun jeder Verlag sein Sonntagsblatt möglichst in Pole Position bringen. Entsprechend sind nach den Sparjahren auch wieder Investitionen angesagt: SoBli und SoZ haben letztes Jahr die Chefredaktorenposten mit neuen Köpfen – Carsten Witzmann und Martin Spieler – besetzt, im Frühling lancierte die SoZ die Luxusbeilage «Finest», der SoBli änderte Gesicht und Konzept seines Magazins, und der Sonntag gab sich im Mai ein neues Layout. Zwei Blätter kündigten zudem Neuerungen für diesen Herbst an: Die NZZaS wird ihren bisheriger Lifestyle-Bund Ende August in eine Magazin-Beilage namens «Stil» umwandeln, und der Sonntag will ab Mitte September zu seinen bestehenden sechs regionalen Bünden einen siebten für den Kanton Stadt-Basel lancieren. Überall stösst man auch ins digitale Zeitalter vor: Die SoZ, die grundsätzlich auf Paid Content setzt, lancierte schon im Sommer 2010 als erster Sonntagstitel eine kostenpflichtige iPad-App. «Jeden Sonntag sind wir im App-Store die umsatzstärkste Printmedium- App», sagt Quintarelli stolz. Der Sonntag und die Südostschweiz zogen kürzlich nach, ebenso die Blick-Gruppe, die früher allerdings schon iPhone- Apps abgab. Bei der NZZaS arbeitet man dagegen an einem Lifepaper, einer animierten Version des EPapers. Dieses ist gemäss Chefredaktor Felix E. Müller für das erste Quartal 2012 geplant und soll dann auch die NZZaS-Verbreitung im Ausland erleichtern.

SonntagsBlick bleibt die Nummer 1

Was diese Aktivitäten bewirken, ist offen. Umwälzungen sind jedoch nicht zu erwarten. Denn nicht einmal Krise und neue regionale Konkurrenz vermochten den Sonntagsmarkt völlig umzukrempeln. Spuren haben sie jedoch hinterlassen. So blieb der SonntagsBlick (SoBli) mit einer verkauften Auflage von 238 178 Exemplaren und 873 000 wöchentlichen Lesern zwar grösster Sonntagstitel – und der Einzige im Tabloidformat. Auch weist er weiterhin den tiefsten Tausendleserpreis (TLP) und das grösste Werbevolumen aus. Seinen Marktanteil bei den kommerziellen Inseraten konnte er gar seit 2008 bei 27 Prozent konstant halten. Doch im Nutzermarkt bekam er die neue regionale Konkurrenz besonders deutlich zu spüren: Kam er 2007 noch auf eine Million Leser, verlor er seither signifikante 13 Prozent. Ähnlich stark reduzierte sich die Auflage. Interessant: Obwohl der Verlag Abos und sonntägliche Frühzustellung vorantrieb, setzt der SoBli nach wie vor fast die Hälfte seiner Auflage im Einzelverkauf ab. Auch die SoZ blieb punkto Reichweite, Auflage und TLP die Nummer zwei, verfügt weiter über die grösste Redaktion (70 Personen) und wird mit vier Lesern pro Exemplar intensiver gelesen als die Konkurrenzblätter. Doch finanziell litt die SoZ von allen Sonntagstiteln am meisten unter der Krise und den regionalen Mitbewerbern: 2008 generierte sie noch fast gleich viele Inserateseiten wie der SoBli und kam damals bei den kommerziellen Anzeigen ebenfalls auf 27 Prozent Marktanteil, im ersten Halbjahr 2011 jedoch erreichte sie nur noch einen Marktanteil von 21 % und fiel sogar hinter die NZZaS (Marktanteil: 23 %) auf den dritten Rang.

Der Sonntag bleibt regional blockiert

Ob umgekehrt die neunjährige und drittplatzierte NZZaS bereits an ihre Grenzen stösst, ist noch unklar. Zwar setzte letztes Jahr eine leichte Reichweiten- Erosion ein (-3,7 %), die Auflage aber stieg bisher stetig weiter, und dies, obwohl die NZZaS im Abo und am Kiosk die höchsten Preise verlangt. Doch auch Chefredaktor Felix E. Müller, der letztes Jahr noch 550 000 Lesern und 130 000 Exemplare anvisierte, ist vorsichtiger geworden. «Das Auflagenziel scheint uns weiterhin erreichbar, das Reichweitenziel hingegen war wohl zu ehrgeizig», meint er. Von den regionalen Sonntagsausgaben ist der aargauische Sonntag zweifellos der Wichtigste, er steckt aber in einem Zwiespalt: Inhaltlich hat er einen nationalen Anspruch und kann SoBli, SoZ und NZZaS durchaus das Wasser reichen: Er wird oft zitiert und allgemein als «gut gemacht» gelobt. Doch sein Verbreitungsgebiet blieb immer auf das Mittelland, Zürich und die Nordwestschweiz beschränkt. Deshalb konnte er das erklärte Ziel, zweitgrösster Sonntagstitel zu werden, nie erreichen. Punkto Auflage ist er heute bloss das drittgrösste Blatt, und gemessen an Reichweite und TKP kommt er gar nur auf Rang vier. Auflage und Reichweite sind zudem rückläufig. Auch wurde das «Potenzial von 500 000 Lesern», von dem beim Start die Rede war, nie auch nur annähernd ausgeschöpft (Höchststand 2010-1: 371 000 Leser). Sein Werbemarktanteil dümpelte folglich immer bei rund 13 Prozent. SOSo und ZaS, die zwei andern Sonntagsausgaben, sind zwar kleiner und klar regional positioniert, kommen aber – trotz ihres hohen TLP – zusammen auf immerhin 17 Prozent Werbemarktanteil. Offen ist, ob diese Anteile von den Sonntagsausgaben selbst generiert oder ob bloss Volumen von den jeweiligen Tageszeitungen aufs Wochenende verlagert wurden. Eine substantielle Inserateverlagerung habe es bei seinem Titel nicht gegeben, meint dazu Andrea Masüger. «Mit der Lancierung der SOSo konnten wir einen Zusatzmarkt erschliessen, was sich für uns lohnte», sagt er.
Markus Knöpfli

Experiment am Sonntag

Im September startet die kleine Schaffhauser Nachrichten (Auflage: 22 868 Exemplare) eine vierte regionale Sonntagsausgabe, allerdings «nur» digital mit Apps für alle Arten von Tablets und Smartphones. «Wir wollen damit die Lücke am Sonntag füllen, aber auch Mehrumsätze generieren», sagt Verleger Günter Neininger. Ein Produktionsteam werde auf den Sonntag hin Berichte aufbereiten, die in den hauseigenen Medien Radio, TV und Zeitung ohnehin bearbeitet werden. Man fange mit wenigen Tablet-Seiten an und baue dann nach und nach aus. Die App soll bis Ende Jahr gratis sein und ab 2012 kostenpflichtig werden. Werblich wolle man neue Wege beschreiten und stark interaktiv fahren. Schon 2012 soll das Projekt break even sein. Neininger sieht das Projekt aber primär als Experiment. «Es ist ideal, das so ausprobieren zu können. Mit einer Printausgabe wäre das nie möglich gewesen», sagt er. Wobei eine Papierausgabe für Neininger durchaus eine Option ist – «je nach Konjunkturverlauf». (mk)

> Deutschschweizer Sonntgsmarkt im Überblick (PDF)

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